Ausgabe 
16.11.1901 Zweites Blatt
 
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-e- Bad-Nauheim, 14. Nov. Schon seit längerer Zei

^erzählte, daß er am Sonntag nochmals nach Wißmar gehen

** Vermißt. Seit Mittwoch Abend wirb der General- wurden ausgenommen. 'Agent der Oberrheinischen Versicherungs-Gesellschaft Annus sek vermißt. Er war an dem genannten Tage in heiterster Stimmung nach Wißmar gegangen. Aus dem Heimwege traf er in Launsbach mit dem Wirt Forbach zusammen, dem er erzählte, daß er nach Wißmar wolle. Hier soll er auch gesehen worden sein. Auf dem Rückwege kehrte er in Launs­bach in der Wirtschaft Forbach ein, wo er dem Wirt u. a.

2lpothcke sind mehrere Häuser vorgesehen. Mit dem Bau soll eventuell im nächsten Sommer begonnen werden. Die alte Apotheke erzielte in den letzten 4 Jahren durchschnittlich einen Jahresumsatz von 51836,35 Mk. Die Miete betrug

beschäftigt sich der Gemeinderat mit der Einrichtung einer zweiten Apotheke in Bad-Nauheim, da die alte Apotheke im Sommer zuviel zu thun hat. Als Platz für die zweite

für das Jahr 15,000 Mk. Auf dem neuen Frredyos sind in den letzten Tagen abermals Funde aus römischer Zeit gemacht worden. Gegenwärtig wird nach dem neuen Friedhof ein Weg angelegt, der 5900 Mk. kosten wird. Man will mit den Beerdigungen in der südöstlichen Ecke anfangen und glaubt dabei noch mehr Funde zu machen. Auch das Verkaufsgeschäft blüht wieder in Nauheim, in den letzten Tagen wurde ein Privathotel in der Mühlstraße für 175,000 Mark und eine Privatpension in der Karlstraße für 51,000 Mark verkauft. Die Arbeiten an der sogenanntenDonner­brücke", am Jnhalationsgebäude, an den Sprudelbassins rc.

(Otto Pickert) der Versicherungs-Gesellschaft Thuringia in Ganzen vereinigt hat, vortrug. Die poetischen Darbietungen 'Erfurt. Beifall von dem zahlreich erschienenen Publikum mit vielem

Vermischtes.

Berlin, 14. Nov. Die mutmaßlichen Mörder der Gastwirtsfrau Jaap zu Jagel sind der ehemalige Kauf-- mann Hermann Lunitz, am 13. Dezember 1858 zu Nauen- geboren, 1,80 Meter groß, Anflug von Kinn- oder Vollbart,; bekleidet mit altem grauem Anzuge und grauem Hut, und ein angeblicher Paul Runge, am 13. Januar 1878 zu Berlin-

chreiten rüstig vorwärts.

Darmstadt, 13. Nov. Wir lesen heute in derWormser Zeitung": Die Fehde zwischen dem Handelsvertrags- v er ein und einigen Agrariern der Provinz Starkenburg chcint sich immer mehr zuspitzen und noch zu einem er­bitterten Krieg auswachsen zu wollen. Die hiesige Gruppe des Handelsvertragsoereins, an deren Spitze Geh. Kommerzien­rat Dr. Louis Merck steht, hat den Fehdehandschuh aus­genommen und richtet nun einen, wie es scheinen will, allzu charfen Protest gegen die mehr oder weniger verblümten Boykottierungsdrohungen settens einiger Landwirte; besonders werden benannt die Gutsbesitzer A. H e y l - Bensheimer Hof, G. Dress el IV. in Groß-Zimmern und Fritzsch - Dilshofen. Diese sollen von den Unterzeichnern des s. Z. vielbesprochenen Zollgegner-Flugblattes förmliche Abbitte verlangt haben. Ferner nennt es der Handelsverttagsverein eynische Offen­heit, daß diese Landwirte die Namen aller derjenigen, die ihre Unterschrift desavouieren, bekannt zu geben erklätt haben. Wir sinden, daß der Handelsvertragsverein mindestens eben­soweit übers Ziel hinausschießt als dieseHerren Landwirte", wie er sie fortwährend nennt, und wir möchten zu bedenken geben, daß derlei lokale, erbitterte Chikanen vollständig zweck­los sind, da sie trotz ihrer Maßlosigkeit schließlich doch in der Gesamtheit viel zu wenig ins Gewicht fallen."

8. Darmstadt, 14. Nov. Ein anscheinend Geistesge» störter drang gestern Abend im Großh. Schloßhofe an dem Pollen vorbei in die Vorräume der Wohnung des Groß Herzogs ein mit der Angabe, daß er ein Bruder desselben sei und ihn in wichtiger Angelegenheit unbedingt sprechen müsse. Nur mit Mühe konnte er wieder durch das Personal herausgebracht werden, er wurde der Schloßwache übergeben. In der heute extra einberufenen Stadtverordnetensitzung verlas der Oberbürgermeister eine längere Erklärung, in der er die gegen seine Person und Geschäftsführung in der vorigen Woche in der Versammlung der Bezirksvereine gemachten Angriffe energisch zurückwies. An die Erklärung schloß sich eine längere Debatte, die aber die Thatsache nicht aus der Welt schaffen konnte, daß eine ganz beträchtliche Zahl mit der derzeitigen Leitung unserer Stadt-Verwaltung Unzufriedener vorhanden ist. Eine Ver­ständigung mit der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft wurde für die erste Hälfte des Dezember in Aussicht gestellt.

Darmstadt, 14. Nov. Der preußische Gesandte am hiesigen Hose Prinz zuHohenlohe-Oehringen soll vor seiner Abreise nach Berlin eine längere Konfe^ r e n z mit den Ministern Rothe und D i t t m a r gehabt haben.

Frankfurt a. M., 14. Nov. Eine Unterschlaa-, ungsasfaire hat sich im Hause M. A. v. Rothschild' Söhne zugetragen. Der im Hause Rothschild angestellt gewesene Bankbeamte Carlebach mißbrauchte seinen Ver-, trauenspoften dadurch, daß er an der Berliner Börse spekulierte, und zur Deckung seiner Verbindlichkeiten die ihm anvertrauten rumänischen Coupons benutzte. Ungedeckt gebliebene Differenzen veranlaßten das Berliner Bankhaus, das die Geschäfte für Carlebach vermittelte, die Sache zur Kenntnis der Diskontogesellschaft zu bringen, die dar­auf den jungen Mann entließ. Die Unterschlagung beläuft sich auf Frcs. 6000.

Kassel, 14. Nov. Hier bereitet sich eine seltene Feier vor. Der Oberstleutnant z. D. Sunkel wird morgen sein siebzigjähriges Dienstjubiläum begehen, denn 1831 trat er an diesem Tage im Alter von 15 Jahren in das damalige zweite kurhessische Regiment ein, dessen Traditionen nach kaiserlicher Bestimmung auf das Infanterie-Regiment Nr. 82 übergegangen sind. Oberstleutnant Sunkel, der nun­mehr das 85. Lebensjahr erreicht hat und sich voller geistiger und körperlicher Frische erfreut, ist der letzte noch lebende Veteran der alten kurhessischen Truppen, die am Feldzuge von 1849 gegen Dänemark teilnahmen und am 13. April jenes Jahres unter Landgraf Wilhelm von Heffen die Düppeler Schanzen nehmen halfen. Der jetzige Jubilar erhielt damals den kurhessischen Militärorden mit Schwertern. Nach den Ereignissen des Jahres 1866 trat er in die preußische Armee und im Jahre 1877 in den Ruhestand. An den Ehrungen, die dem alten Herrn bereitet werden sollen, werden sich die beiden Regimenter Nr. 82 und 83 beteiligen.

A. Wallernhausen, 14. Nov. Heute fand hier dieNeueinweihun unserer wiederhergestellten Kirche unter zahlreicher Beteiligung der Gemeindemitglieder und der Geistlichkeit des Dekanats Nidda statt. Von feiten der oberen kirchlichen Behörde nahm Prälat Habicht von , Darmstadt an der Feier teil. Die Renovation ist zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde ausgefallen. Die in der Kirche befindlichen Gemälde wurden mit viel Geschick durch Maler Fritz in Gießen in ihrer ursprünglichen Schönheit wieder : hergestellt.

* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten^ Bei der am vergangenen Dienstag stattgehabten Gemeinde­rats-Ersatzwahl in Schotten wurde Wilh. Prö- 1 scher IV. mit 108 Stimmen gewählt. Auf den weiter auf- > gestellten Kandidaten Adam Hofmann fielen 86 Stimmen. . Das kcuserl. Gesundheitsamt teilt das Erlöschen der Maul- und Klauenseuche vom Viehmarkte zu Mainz am 13. Nov. i mit. Bei den Ergänzungswahlen der Stadtverordneten i in Cassel siegte die bürgerliche Liste vollständig über die i der Sozialdemokraten.

gefallenen Stimmen wird einige Ziffern ändern, ohne daß das Gesamtergebnis sich verschiebt. Im Leitartikel der vor­liegenden Nr. haben wir die Angaben in unserem gestrigen .Extrablatt, nach den uns zu Gebote stehenden Ziffern be­richtigt. Zersplittert waren ca. 60, ungiltig 46 Stimmen. .Daß es Leute giebt, die es nicht unterlassen können, der Wahlurne die Erzeugnisse ihrer Dichterbegabung zu über­liefern, hat sich auch gestern gezeigt. Eine Wiedergabe der Verse an dieser Stelle verbietet die Rücksicht auf die betr. Personen. Daß aber auch Gießen im Zeichen der Frauen- - Emanzipation steht, geht daraus hervor, daß eine Frau mit Entschiedenheit versuchte, an die Wahlurne zu gelangen, daß ferner auf erneut Zettel der Name eines Kandidaten durchstrichen und durchs den Namen seiner Frau ersetzt war.

Hausfriedensbruch. Zwei hiesige Schlosser,

dem Ausschußantrage betr. Verwendung von Vial-Imüsse. Er verließ nach kurzem Aufenthalt die Wirtschaft, 1 dri an wurzeln zur Herstellung von Schnupftabak,! um sich auf den Heimweg zu begeben; seitdem wird er ver- < sowie dem Ausschußantrage betr. Abänderung von Tara- mißt. Da Annussek ein durchaus nüchterner, in geordneten . Men. Verhältnissen lebender Mann ist, bleibt nur die Annahme

Gegen die gesetzliche Festlegung von Mmdestzöllen ^rig, daß er unterwegs verunglückt ist, oder daß ein Ver- fur die Hauptgetreidearten und schließlich gegen den ganzen pichen an ihm verübt worden ist.

Zolltarifentwurf haben im Bundesrat nur die drei ** Der erste Schnee. Vorgestern meldeten wir, daß in Hansastädte und der Vertreter der Herzogtümer Ko bürg- Königsberg der erfte Schnee gefallen sei. Heute früh sind Gotha gestimmt. . auch bei uns die ersten Flocken gefallen, die sich im Laufe

Dem am 21. November zu einer mehrtägigen Sch- Vormittags sogar zu ansehnlicher Größe verdichteten.

Ag hier zusammen tretenbm So lo n taIr a t toeiben ^ude betrachtete unser- Jugend das Spiel der Flocken,

gZ Z/Ä® ^rragen U allgem^nem und hier und da uersuchten die Jungen sogarschon einen Interesse zugehen. Dazu zählen vor allem eingehendere Schneeball zustande zu bnngen, allerdings eine vergeb! ch

Berichte der Ausschüsse, welche vor etwa 14 Tagen einer- Mühe, sie mußten schließlich betrübt zugestehener halt

setts über die Frage der Abschaffung der Sklaverei! noch nicht."

und andererseits über die Arbeiter-Ordnung für Kamerun * Weruing'sche Kriegsfestfpiele. In dem auf dem Markt­beraten haben. Iplatz aufgehängten Schaukasten des Photographen Zimmer

DasB. T." kann versichern, daß die aus Rom ver-1 gegenwärtig mehrere photographische Aufnahmen einzelner breitete Meldung durchaus gr unb I o 3 ift, toonady bte barqcfteriter Szenen aus den Werning'schen Kriegsfestspielen Dreibundmächte, denen sich wahrjcheinltch England!afa fehr aelunaen bezeichnet werden müssen, anschließen dürfte, auf Grund chrer Verträge, die ihnen ausgestellt, die als let)r gelungen Dejewjne roeroenimup. die Rechte der meistbegünstigten Nation geben, die gleichen Resolution gegen das Duell. Ps

Zugeständnisse von der Türkei verlangten, wie sie Frank- zusammenkunft m Hungen am 13. November wurde folgende reich gemacht sind. Der Dreibund als solcher sei in der Resolution angenommen: Die zur Pfarrvereins- genannten Richtung überhaupt nicht in Aktion getreten, zusammenkunft in Hungen am 13. November versammelten Nur Oesterreich-Ungarn habe durch das bekannte Abkommen evangel. Pfarrer sehen sich infolge des bedauernswerten mit der Türkei einige ältere Beschwerde, .<akte aus der Welt Duells zu Insterburg von ihrem Gewissen erneut ge- geschafft, deren Behebung im Interesse der Erleichterung Zungen, zum Duell Stellung zu nehmen, das eine Standes- der österreichisch-türkijchen Beziehungen hter mit ®enug= I |Qnbe tst, den religiös-sittlichen Anschauungen des Christen- thuung begrilfzt wird. himS direkt widerspricht, das Rechtsbewußtsein unseres Volkes

s zerstört, das Ansehen aller Kreise, welche das Duell recht-

Msmno. I fertigen, untergräbt und den Feinden von Staat und Re-

A m st erbarm, 14. Nov. Der Korrespondent des Reu- gierung verderbliche Waffen in die Hand giebt. Wir fordern -terschen Bureaus im Haag telearaphiert, die Nachricht von den Vorstand des hessischen Pfarrvereins und sämt- einer vorzeittgen Entbindung der Königin finde sicher evangel. Pfarrvereine Deutschlands auf: 1. diese in gut unterrichteten Kreisen keinen Glauben; Me (Gärung zu übernehmen, 2. an ihren Landes-, Provinzial- Konsultation eines Gynäkologen, könne mit Symptomen I unb Generalsynoden Anträge zu stellen in der Richtung, daß ^^Es^nhang stehen. endlich regierungsseitig mit der Duldung des unchristlichen

seSfe'bteÄfiS? kr Lglichk-itÄtrügl bett. M rechtswidrigen Duells energisch gebrochen werde Wir die ausländischen Kongregationen. Der Antragsteller Er- bitten die Pfarrvereine als solche zum wirksamen Protest der ler führt aus, der Kampf richte sich nur gegen Orden, Antt-Duell-Llga beitreten zu wollen. Wir envarten, daß die die sich mit ^Älitik befassen, namentlich gegen die Je- Amtsbrüder bei jeder Gelegenhest, in Predigt, Unterricht, am suiten. Abg. Dr. Eis en kolb sucht die Notwendigkeit Grabe von Duellanten und im Privatleben diese Duell- derLos von Rom "-Bewegung zu begründen, unter Unsitte nach dem Wort Gottes unerschrocken geißeln. Wir der Oesterreich einer glücklichen Zukunft entgegen gehe. bo«en bestimmt, daß alle evangel. Geistlichen für ihre Person Rede Dr. Eisenkolbs kam es zu lärmenden 5ei ihren Söhnen, soweit dies möglich ist, die rechte äs -u»--nt,±n

der Rede geschäftswidrig sei. Zwei Redner werden wegen lassen. Wenn der Duellzwang, der eme^n Christen zum un- Beschimpf en der gegen den Vizepräsidenten gerichteten christlichen Handeln nottgt, im Offizierkorps nicht gebrochen

Zurufe zur Ordnung gerufen. wird, werden wir künftig gezwungen, alle diejenigen, auf

i " - 1" >.. I welche wir Einfluß haben, vor Eintritt in das aktive Ofsizier-

AnL iitth korps dringend zu warnen, da dieser Stand ernstes Christen­tum dfUlVl UHV tum auf solche Weise gefährdet.

Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen! ? Laug-Gons, 14. Nov. Lehrer Schwinn aus Böll- und werden augemesien honoriert. ftetn i. O. wurde als 3. Lehrer in der zweiten Schule durch

Gießen, 15. November 1901. Pfarrer Weber unter Beisein der Lehrer Mann, Roth I

** Ue6er den deutschen Romau im 17. Jahrhundert beab- und Roth II und der Schulvorstände eingewiesen.

sichttgt Privatdozent Dr. Collin in diesem Wintersemester )( Li ch, 14. Nov. Auf den an der Steinbacherstraße einen ausschließlich für Damen besttmmten Cyelus von!in der Nähe des Albacher Hofes gelegenen Wiesen fand .Vorträgen zu halten. Im verflossenen Sommersemester hat man gestern einen älteren, dem Arbeiterstande angehören- Dr. C. dasselbe Thema bei den Marburger Ferienkursen be- den Mann kraftlos daliegen. Passanten glaubten, der Mann handelt. Die einzelnen Vorträge werden die Romantik, sei betrunken, und wollte beiMutter gruw ,einen Rausch Z < Kx« c .6 l n.,. a ß>flnCy Iausschlasen. Als man genauer zu,ah, erkannte man, daß

Jungdeutschland (Gutzkow und Laube), Gottftied Keller, ! U* Höbe rinße wurde in einem Wagen nach Konrad Ferd. Mayer und Wllh. Raabe, Anzengruber unb I S^dt geschafft, gab jedoch vor der Stadt seinen Geist Fontane zum Stoffe haben. An jedem Freitag sollen die Qllf. Anscheinend ist der Mann an den Folgen völliger .Vorttäge im Audttorium VII des Universitätsgebäudes abends Entkräftung gestorben. Seine Personalien konnten noch von 67 Uhr stattfinden, so zwar daß die ersten drei oder! nicht festgestellt werden. Eine bei ihm vorgefundene Be- vier in die Zeit vor, die andern nach Wechnachten fallen. scheinigung des Friedberger Krankenhauses lautet auf den

**Zur Stadtverordneten wähl. Die endgittige I Namen K. G ö b e l. . .

Feststellung der auf die neugewählten Stadtvevoroneten i )( Stangenrod, 13. Nov. Ta bei der Wahl ernes gefallenen Stimmen wird einige Ziffern ändern, ohne daß Beigeordneten für die hiesige Gemeinde auf keinen der drei Kandidaten die absolute Stimmen-Mehrheit entfiel, fand am Montag Stichwahl statt. Gewählt wurde Johannes Groß III. Im Laufe dieses Herbstes sind et auch noch die Bürgermeisterwahl statt, die voraussichtlich die Wiederwahl des seitherigen Bürgermeisters zum Ergebnis haben wird.

Q Ortenberg, 14. Nov. Heute Morgen starb hier im 84. Lebensjahre unser langjähriger Bürgermeister und Spar­kassenrechner Johannes Roth. Beide Aemter, die er erst in den letzten beiden Jahren niederlegte, verwaltete er mit aus­gezeichneter Treue, mit Geschick und Gewissenhaftigkeit.

B. Nidda, 14. Nov. Auch im Vogelsberg soll dem Andenken unseres Altreichskanzlers ein sichtbares Zeichen , , , , , v z ,, , erstehen, indem der Vogelsberger Höhenklub auf der höchsten

die sich am Abend vor den Stadtverordnetenwahlen in «Spitze, dem Taufstein, eine Bismarckfäule, die zugleich einer Wirtschaft am Wallthvr durchaus ungehörig benahmen als Aussichtsturm dienen soll, errichten wird. Die Kosten .und der Aufforderung des Wirts, das Lokal zu verlassen, I der Ausführung werden sich auf 25 000 Mark belaufen, keine Folge leisteten, mußten durch die Polizei aus dem die teils durch Zuschüsse seitens der Sektionen des Höhen- Lokal gewiesen werden. Es wurde gegen sie Anzeige wegen! klubs, teils durch freiwillige Beiträge und eine zu ver- Hausfriedensbruchs und Beleidigung erhoben. anstaltende Lotterie aufgebracht werden sollen. Wie man

** Verhaftung. Heute vormittag wurde ein vorIhört, wird der Militärfiskus, da der Turm gleichzeitig kurzem wegen Sitllichkeitsvergehens verurteilter junger! als trigonometrischer Punkt gelten soll, einen namhaften Mensch, ein Schreibgehilse von hier,, wegen des gleichen Zuschuß zu den Baukosten gewähren. Freiwillige Beiträge Delittes verhaftet. werden seitens der Vorstände der einzelnen Sektionen des

* Einbruch. In das Geschäftslokal des hiesigen Eisen- Vogelsberger Höhenklubs gern entgegengenommen. bahn-Konsum-Vereins, Liebigstraße 23, wurde in der letzten .0 Mittel-Gründau, 14. Nov. Auf der Eisenbahn- Nacht eingebrochen. Der oder die Einbrecher sprengten einen

LaL J ei«« Gegenstand aus und stiegen lam Ä"

d-s Fenster, in dem eine Scheibe zettrummert war em. Oberschenkel und ein Teil des Unterleibes zerquetscht -Abgesehen war es anscheinend hauptsächlich auf baares Geld, luur^e. Der Verunglückte wurde sofort in das Kranken- da der inzwischen wieder gebrauchsfähig gemachte Kontrol- haus Hanau übergeführt, wo er heute seiner Verletzung Kassen-Apparat ziemlich stark beschädigt wurde, während von erlag.

Waren nur Kleinigkeiten fehlten. Der gestrige Kassenbestand et. Butzbach, 14. Nov. Als ersten Vortrag für dieses war am Abend abgeliesert worden, sodaß sich die Einbrecher Wintersemester war im Volksbildungs-Verein der des Lehrers gründlich verrechnet haben. Der Eisenbahn-Konsum-Verein IA. Storch angesetzt. Das Thema war insofern eigenartig, erleidet insofern keinerlei Verlust, als er gegen Einbruch- als der Redner einen Cyklus eigner Gedichte, die er unter Diebstahl versichert ist durch die hiesige General-Agentur dem TitelHeimatklänge" durch verbindenden Text zu einem