Vermischtes.
Berlin, 11. Juli. Eine Gymnasiastenmensur mit eigenartigem Ausgange fand gestern nachmittag im Walde in der Mhe von Nieder-SchichweiLe statt. Dort hatten sich em Dutzend bunte Mützen und Bänder tragende junge Herren eingefunden, denen man es trotz ihres Bramarbasierens ansehen konnte, daß, sie bis zum Abiturientenexamen noch einige Hosen auf den Schulbänken abzunützen haben. Wie sich auch bald herausstellte, gehörten die Jüng- linge in der That sogenannten „Pennäler-Verbindungen"! an. Die Paukanten, Sekundanten und der Unparteiische hatten eben erst die Schläger ergriffen und Aufstellung ge- als, bevor noch das Kommando „Los" ertönte,, plötzlich einige ältere mit derben Stöcken wohlbewehrte Manner aus dem Gebüsch hervortraten und ohne jedes Federlesen die Waffenführenden und die meisten ihrer Freunde am Wickel packten und gehörig durchwalkten. An Widerstand dachten die „Buntfarbigen" nicht, denn in den An-
früheren Gardisten Reineck, an seine Angehörigen gesandt
der entzückende Gesang der Brüsseler Operetten-Diva Mlle.
wurde. Inmitten der gestickten Fahnen der Verbündeten und
Reineck hat seinen Angehörigen ferner eine ganze Anzahl
echt chinesischer Seidenstoffe und kostbarer Stickereien, An-
Aus Stadt und Land.
Stadt im Hinterlande des deutschen Gebietes, abgeliefert.
urteilten heran und hieb ihm den Kopf ab, der sogleich auf die Stadtmauer gesteckt wurde. Chinesische Soldaten feuerten, nachdem der Kopf gefallen war, ihre Gewehre ab. — Man kann hieraus ersehen, daß das Leben hier draußen nicht so ganz uninteressant ist!
feit in Tsingtau richtet nun keine Chinesen hin, deshalb wurde der Räuber an den Mandarin von Tsimo, einer
Bernhardt in Darmstadt ist gestorben. — Der weithin bekannte Verlagsbuchhändler und Mitinhaber der „Deutschen Weinzeitung" Jakob Diemer ist in Mainz im Alter von 63 Jahren verstorben. — In der Nacht vom 10. zum 11. Juli schoß sich in Mainz ein Schreiner Namens Meißler aus Fürth eine Kugel in den Kops. Er ist lebevsgfährlich verletzt. — Ein Opfer der Damenkneipe ist in Frankfurt augenscheinlich der Reichsbahnschaffner T ritsch geworden. Er hatte sich der Unterschlagung von Perronkarten schuldig gemacht uud war deshalb entlaffen worden, sollte auch gerichtlich bestraft werden. Seine Frau, die von allem nichts wußte, schickte er daraus zu Verwandten nach Straßburg, verkaufte alles, was er hier besaß, und ging mit einer Kellnerin einer hiesigen Damenkneipe nach Amerika durch, die Frau und Kinder mittellos zurücklaffend.
waren tausende von Chinesen versammelt, die sich jedoch! ziemlich ruhig verhielten. Ein Chinese trat an den Ber-
Jm Interesse der Kreise, für die diese Schulen bestimmt!. se" jun. ,
sind, im Interesse einer guten und gesunden Lebenshalt-„orneS hat man hier begonnen. Die ersten Kornhaufen ung der Arbeiterfamilien ist eine weitere Ausdehnung I schmucken bereits daS Feld. Die Quantität sowie die Qualität und fruchtbare Wirkung der Bewegung lebhaft zu wünschen. I des Roggens ist vorzüglich.
_ , - -------, .. v^vWlttHWHvuui;, xv. OW1. dl, utw 8ui Der Chilwbrikf eivrs jungen NamMrrs.
ifmn QhTetfi h? r9^lr-tlIh)CftbCUt^en UU^crem Kirchspiel gehörigen Schadges, einem der kleinsten > dürfte für unsere Leser Interesse haben. Er lautet: Tsing- ---1- - — - - 'tau, 13. April. Wir sind endlich in Kaurni abgelöst und befinden uns wieder hier in Tsingtau. In den acht Monaten, die wir hier weg waren, hat sich Tsingtau sehr verändert, wo noch vor kurzem elende Chinesenhäuser standen, befinden sich, letzt prachtvolle europäische Häuser; ein Leuchtturm ist gebaut, ferner eine Markthalle, schöne Straßen sind angelegt und abends erglänzt alles im schönsten elektrischen Lichte. Draußen in "der Bucht liegen fast sämtliche Kriegsschjifse, sowie Handelsschiffe fast aller Rationen vor Anker. Ties macht alles einen hübschen Eindruck. — Vorgestern nun konnte ich eine sehr interessante chinesische Handlung beobachten. Der Vorgang war ungefähr solgender: Der berüchtigste chinesische Räuberhauptmann von ganz Chantung wurde nämlich kürzlich von deutschen Soldaten eingefangen. Tie deutsche Gerichtsbar-
'nfcunbc« olze-Schrey" entnehmen Dörfer des Vogelsbergs, wurde dieser Tage das neuerbaute wrr folgendes: In emer begrüßenden Ansprache gab der Schulhaus in Anwesenheit der Vertreter der KreiS-Schul- b feftgebenben «ereinö Lehrer Bender aus kommission, des Schul- und Ortsvorstandes eingeweiht. Wetzlar, ferner Freude Ausdruck, oaß gerade im Lahnthal, Schadges hat ungefähr 80 Einwohner und 15 Schulkinder. A die ftenographische Sache noch manches zu thun sei, Offenbach, 11. Juli. Jrn Kreisausschuß! wurde gestern das Bundesfest stattfinde. Am 7. Juli begann um 8i/3 Uhr bezüglich des Gesuchs der Firma K. Oehler betr. die Er- mi „Schützengarten" das Wettschreiben, deffen Abschluß ein richtung einer Sä ur e f ab rif in Offenbach Beweisbeschluß Gruppenwettschreiben mit 200 bis 240 Silben pro Minute darüber verkündet, ob die Errichtung und Inbetriebnahme blldete. Seminaroberlehrer Habermas aus Mettmann hielt der Schwefelsäurefabrik durcy die örtliche Lage und Be- sodann den Festvortrag über daS Thema .Ist die Steno- Offenheit der Betriebsstätte für die Besitzer oder Be- graphie eine Fertigkeit, Kunst oder Wissenschaft?" L. barin ane, daß die Stenographie und ihre Wichtigkeit noch vielfach verkannt und deshalb von der breiten Maffe oft gering geschätzt würde. Daran seien aber die Stenographen zum großen Teil selbst schuld. Die Stenographie habe unzweifelhaft Anspruch darauf, eine Kunst, eine Wissenschaft genannt zu werden, denn sie dringe in das innerste Wesen E^.Sprache. Es folgte darauf die geschloffene Bundes- Hauptversammlung, bei der festgestellt wurde, daß der mittel- westdeutsche Bund vor zwei Jahren 1100, voriges Jahr 1300 unb letzt 1600 Mitglieder zähle. Als wichtiger wie dieser Zahlenzuwachs aber wurde die Thatsache referiert, daß die vereinfachte Stenographie (Einigungssystem Stolze-Schrey) bei verschiedenen Behörden eingeführt worden sei. Zum ^er für den Bezirk Oberhessen wurde Raab-Gießen gewählt. p
Frankfurt a. M, 11. Juli. Der hiesige Verein zur Forderung des Fremdenverkehrs hat beschlossen, Ende Oktober d. I. einen BerbandStag der deutschen Ver- kehrsvereine hier zu veranstalten. Außer einer allgemeinen k °Sv?l^cr BerbandStag hauptsächlich beraten,
durch welche Mittel und Wege eine weitere Hebung des Fremdenverkehrs tn Deutschland zu erreichen ist.
k Aaukfurt a. M., 11. Juli. DaS Hippodrom-Varietee, das vor Kurzem hier eröffnet wurde und durch seine sen- ^tionellen Darbietungen die Aufmerksamkeit des ganzen Publikums auf sich zieht, hat feil Anfang d. M. wieder ein neues Programm zusammengestellt, wie man es nur von einem Etabliffemeut ersten Ranges erwarten kann. Die Produktionen der Mstr. Orfords Wunder-Elephanten-
Butzbach, 11. Juli. Im Schaufenster des Glasermeister Harz hier ist, wie die „Butzb. Ztg." schreibt , v ein Bild ausgestellt, das auS einer kostbaren chinesischen Stickerei besteht und von einem Chinakämpfer unserer Stadt dem
Em großes Sommerfest veranstaltet am nächsten Sonntag der Musikverein Gießen in dem Garten der Liebigshöhe. Für die nötige Unterhaltung, auch bei schlechtem Wetter ist bestens gesorgt. Der Verein, der sich zum Siel gesetzt hat, schulpflichtige Knaben im Alter von 10 bis 14 Jahren m der Musik auszubilden, darf wohl annehmen, daß dieses sem erstes Unternehmen von allen Seiten unterstützt wird. (Alles Nähere f. Annonce und Plakate.)
Gestern lag eine sonntägliche St'lle über unserem Dörfchen. Wir feierten das alle zwei Jahre wiederkehrende Miss! o ns fest. Von dem schönen wenn auch heißen Wetter angelockt, hatten sich viele Be! wohner der umliegenden Ortschaften eingefunden. Fest- prediger waren Oberkonsistorialrat i. P. WaaS, Pfarrer Wittekiudt und Missionar Meisenholl von der Barmener Fkisston. Letzterer war längere Zeit in Südaftika thätig, viS er durch Krankheit gezwungen wurde, nach Europa zurück- Mehren. Bei seiner Thätigkeit kam er auch in vielfache m ^uren, deren begeisterter Freund er
2, “nb bc5en Sache er alle« Gute wünscht. Vom christlichen ,cr"ur ihre Verachtung der schwarzen »»» too6tL v°r allem die Heber,christ über
: ^Unmbe runb Hottentotten haben keine» r rAfln®» ^"sammlung dauerte van 2 bi« 7 U^r mit emer halbstündigen Panse. Die Gesänge der Ge meinde wurden von dem hiesigen Posaunenchor begleitet. Auch sang der hiesige gemischte Chor zwei Lieder. Die er- 325 Mrnk°"^ ÄU 9unftcn ber Barmener Mission ergab
Ivieder geraubt, und würden die Nachwirkungen jener Zeit beim Eintritt in die Ehe doch wieder deutlich hervortreten. ,
Ein anderes Beispiel einer in lebhafter Entwickelung begriffenen Haushaltungsschule liefert Elbing. Tw dortige Sckule ist im verflossenen Jahre insofern in ein neues Stadium der Entwickelung getreten, als der leitende Ver-. ....
ein ein eigenes Gebäude aufgeführt hat. Verschiedene Ge- 3 9 Iw • werbetreibende bekundeten ihr Interesse an dem Zustande- l fommen des Baues durch Zuwendungen. Beilpielsweye !
wurden von den Ziegeleibesitzem der Umgegend 60Ol>l»«Waldwiesen , „ WI(V wlllw.vllv ... «... ~
Stück Ziegel geschenkt (25 000 von der Ziegelei aus dem erzielt; für einen Morgen wurden durchschnittlich 40 Mk. suchen. Das Varietee besitzt außerdem in den sieben ss» »’s«
Quantität bietet. Der Zentner Heu kostet zurzeit kannten Wiener Op°retten^DÜ>a^ -ine vorzüglich- Kostüme- b-r W-stpreußisch-n Mk. mnrhf.s°w.« in Frl. B raun eine schneidige Soubrette»
Verzinsung von dreieinhalb Prozent und einer Arnorti- Frredberg, 11. Juli. Dag hieslge Polytech- Außerdem find dem äußerst reichhaltigen Programm noch sation von eineinhalb Prozent übernommen. Dieselbe stellt «Nische Institut eröffnet am 1. Oktober akad e mische kosmographische Vorführungen beigegeben, die außerordentlich auch in Aussicht, ein Tarlehn bis zu dreiviertel der Kurse für Maschinen- und Elektro-Jngemeure sowie auch amüsant wirken. Da das Livvodrom wegen seiner impo- Werttaxe zu bewilligen, wem,. ba§ für Bau-Ingenieure rc. DaS Programm dieser höheren sauten Größe als eine SehInSwürdigkeil zu bezeichnen ist,
hierzu die Genehmigung erteilen sollte. Jnsge amt Md Fachschule, welches zwischen einem Technikum und einer Lech- sollte Niemand der ^ra7k nrt besuckt es versäumen einer ÄiÄn Stele d-s Unterri^ »ornean^Tm'^o^SarieteÄ
ttchen Kursen, 67 Tagesschülerinnen, die nur kochen lernen, w btcnSere.^ l Kassel, 11. Juli. Der heute abend 6 Uhr 57 Min.
inib 42 Personen, die nur am Plättunterricht teitnelymen. Ir”* 1 * * * * : Militärdienst ober eine ähnliche allgemeine l von Hamburg kommende D-Zug Nr. 74 erlitt im hiesigen Tie Fabrikarbeiterinnen zahlen monatlich 1 Mk. für den Vorbildung, sowie entsprechende Praxis tn dem gewählten Bahnhof einen Unfall. Der Zug, dem zwei MaMnen Unterricht. Ta zeitweise der Bestick) gegen Schluß des Spezialfach gefordert. Für die mit der Anstalt verbundene vorgesetzt waren, wurde bei der Einfahrt nicht rechtzeitig Kurses etwas nachließ, beschloß der Vorstand mit gutem I technische Mittelschule find die Aufnahmebedingungen ent-19e^ut, obwohl er langsam einfuhr. Die im Bahnhof mit Erfolg, diesen Betrag nach Beendigung des Lehrganges sprechend leichter. Das Jntereffe, welches man in fast allen W^Mdrvck ausgestatteten Prellpuffer haben sich> in diesem denjenigen Arbeiterinnen, welche regelmäßig bis zuletzt Kreisen, namentlich auch in der Industrie diesem Institut ff gut bewährt, im anderen Falle wäre das Unglück am Unterricht teilgenommen haben, zurückzuzahlen und zuwendet, hat die sofortige Einrichtuna von zwei weiteren 9emorbcn- Die erste MaWne entgleiste. Hinter
zngletch das etwa verfallende Lehrgeld unter sie zu ner* neiwna3fälen notmenbin nemnefct 9 8 dem Packwagen befand sich) der Speisewagen, tn dem durch
teilen. | JJ rii«» in cS,n sm;» den heftigen Anprall alles Geschirr durcheinanderfiel, die
~e. Ober-Mockstadt, 10. Juli. 2Jht ^bem S^chneid^en folgenden zwei D-Wagen wurden an der Stirnwand in- einandergeschpben. Von den Passagieren erlitt niemand nennenswerten Schaden. Infolge des Unfalls mußten zwei D-Wagen, der Speisewagen und der Packwagen ausgesetzt
und dafür Ersatzwagen eingestellt werden. Der Zug wurde sodann in zwei Teilen näch^ Frankfurt gefahren.
** Kleine Mitteilungen au8 Hessin uud den Nachbarstaaten.
Der in weiten Kreisen bekannte Direktor der Volksbank
re. Bellersheim, 10. Juli. Der Kriegervereinsbezirk Hungen feierte am 7. und 8. Juli hier fein diesjähriges
richt-v bei dem »mlSg-richl Fürth mit Wirkuvg Born 16. galt ® S ?'?• ?rt n„al? öem -k°Matz.
1901 ernannt. Ernannt wurde ferner Johann Schäfer Lf, N dorfitzende des htesigen Kriegerveretns dte in Mainz zum Schreibgehilfen bei der Staatsanwaitfchast \ i .
am Landgericht der Provinz Rheinhessen mit Wirkung vom ' d'- ^deu!ung und den Zweck
1. Juli 190L 9 der Knegervereiue sowie ihre Bestrebungen klar. Sein Hoch
S ti f t u n g s f eft. Die Burschenschaft Germania,^) Groß Herzoge,
die älteste in Gießen, begeht anfangs der nächsten Woche eigentliche Festrede hielt unser Geistlicher. Seme treff rhr 50 jähriges Stiftungsfest. Zugleich^ feiert die Burschen- l!$e mit großem Beifall aufgenommene Rede schloß mit schäft die Einweihung ihres prächtig gelegenen Bur-iemem Hoch auf bas deutsche Vaterland. Fräulein Bopp scheu Hauses am Wetzlarer Weg. Nach dem reichhaltigenIÜberreichte eine von den Frauen und Jungfrauen der hiesigen! Programm, das wir demnächst veröffentlichen werden, ver-I Gemeinde gestiftete prächtige Fahnenfchleise. An den ernsten feinen großartigen Verlauf 8u m^men. Teil des Festes schloffen sich Volksbelustigungen, Konzert , deutsche Stenographie. Einem uns von und Tanz, die die Festteilnehmer noch viele Stunden zu-
Herrn Rechtsanwalt Raab zur Verfügung gestellten Bericht sammenhielten. 6 *
^lar st-ttg-habt- XV a Stockhaus-n (Kr-isLaut-rbach), 10. Juli. In d-m
------- v.............. ö.,-------v».y............. ~..j oan Loo; der feuerige National-Gesang und ber Tanz ber Chinas befinbet sich die Photographie des Kämpfers. Gardist russischen IgorPephkoff-Truppe erregen allabendlich stürmischen w e’ Beifall; nicht minder bedeutungsvoll ist daS Auftreten des Jongleurs Farini, dessen Geschicklichkeit im Balanzieren hängftl,^ Schuhe und sogar einen wirklichen Chinesenzopf und Jonglieren geradezu anS Unglaubliche grenzt; eine in» ’ tereffante Abwechslung bietet hierbei der vorzügliche Schul-
§ Butzbach, 11. Juli. Bei ber kürzlich stattgehabten reiter Herr Reinsch mit seinen gelehrigen Doggen, während Versteigerung des Grases unserer Gemeindewiesen, Wege und dem die Brothes Fidardi als Gigerl-Akrobaten alles bisher Waldwiesen wurde ein Gesamterlös von nahezu 1300 Mk. dahier in ähnlicher Weise Gesehene in den Schatten zu stellen
ffr ffthrfp Bohner der benachbarten Grundstücke oder für das Publikum überhaupt voraussichtliche erhebliche Nachteile, Gefahren oder Belästigungen erbringen könnte. — Auf die Prüfung der gesundheitspolizeilichxn Vorschiristen, besonders etwaige Anordnungen zum Schutz der Arbeiter gegen Gefahr für Gesundheit und Leben der Arbeiter ist der Beweisbeschtuß nicht ausgedehnt. Die Beweiserhebung joll erfolgen durch .... Besichtigung pes für dre Anlage rn Äussrcht genommenen Ich und zwanzig Kameraden waren dazu kommandiert, ^errarns, sowie der Fabrikanlage zu Wohlgelegen bei Mann- den Räuber nach Tsimo zu schaffen und der Hinrichtung $5°^. Anilin- und Scchafabrik in Lud- beizuwohnen. Der Mandarin bat nämlich um deutschen
cn’ fern^ Erhebung von Gutachten bei Prof. Schutz, da er siirchtete, die Anhänger des Räubers würoen
-st, Hannover, Erdmann, Halle und Bergrat Dr. Schertet denselben befreien. Es ging aber alles ganz glatt von
in Freiberg, fowre durch Einsichtnahme der Akten über statten, das Volk war ja sehr erregt, hatte aber zu heil-
-.^n^lswnierung ähnlicher Anlagen. Schsießlich soll festz- losen Respekt vor uns deutschen Soldaten. In Tsimo wur- gestellt werden, ob durch die preuUsche Regierung Be- den wir sehr freundlich empfangen; der Mandarin wies Nsinmungen erlassen sind, unter welchen Voraussetzungen! uns einen schönen Tempel zur Wohnung an und bewirtete die Produktion von Schwefelsäure als unschädlich für Ge- uns sehr gut — natürlich in chinesischem Sinne, benn lunöbert uut) Vegetation anzusehen sei. die Speisen wollten unserem europäischen Gauinen doch
s 3., 11. ^uli. Wie der „Mainz. Anz." erfährt, ist nicht recht schmecken — auch ließ er extra für jeden Mann
öa§ Urteil m der Duell-Aff aire Richter-Vo gt>Izwei Flaschen Bier aus Tsingtau kommen. Die Hinrichtung entgegen anderweitiger Mitteilung, noch nicht bestä- ging nun schnell vor sich. Der Mandarin las dem Räuber ligt. Es sindet im Gegenteil eine nochmalige Verhandlung das Urteil vor, darauf strich er das Protokoll mit roter patt, weil der Kriegsherr Berufung gegen die Freisprechung Tusche durch, ferner nahm er ein Schwert, welches er oer Setunbanten eingelegt hat. Oberleutnant Richter be- l ebenfalls rot färbte, den Pinsel aber warf er dem Ge- J'moet lsitz Mr Zeit auf Urlaub und Leutnant Vogt bleibt fangenen, der vor ihm kniete, vor die Füße. Darauf toCItemi U^sigen Militär-Arresthaus interniert. I packten chinesische Soldaten den Räuber, setzten ihn in xr H' Versammlung von Vieh-1einen Korb, steckten ihm aber vorher noch das Todesurteil
Händlern von Mainz und Umgegend gründete gestern auf den Rücken, und trugen ihn vor die Stadtmauer. Dort
i m?ncn Mfifdjcn Viehhändler-Verein mit dem Sitze
m Mainz. Der Verein hat den Zweck, seinen Mitgliedern
Schutz, Rat und Unterstützung zu gewähren und die Jn-
teressen des Biehhandels, namentlich durch Beseitigung von
oeschrankenhen Hinderniffen, zu fördern, und wenn erforderlich, bei den Aufsichtsbehörden durch geeignete Vorstellungen Slrcte» ®em Verein- traten sofort 80 Mitglieder bei.
Nächster Tag- findet wieder -ine Bcrsammlung statt, in welcher die Satzungen beraten und der Vorstand gewählt werden wird. *


