in Tongku eine Zweigstelle errichtet Worden ist. Die mit besonderen Aufträgen von ihren Standorten ausgesandten Inippenteüe würden mit Bekleidungs- und Verpflegungsgegenständen, insbesondere wannen Wintersachen versehen. Für die Weihnachtszeit war die Verteilung von Liebesgaben in Aussicht genommen worden. Der bei der Hauptfammel- stelle in Bremen lagernde Bestand der freiwilligen Liebesgaben gelangt voraussichtlich Ende Januar zur Versendung. Da die alsdann zur Verschiffung kommenden Güter erst nach Beendigung der kalten Jahreszeit bei den Truppen ein- treffen können, ist es erwünscht, in nächster Zeit die zuge- sicherten Bekleidungsstücke für die kalte Jahreszeit abzu- knben und in erster Linie außer Verpflegungsgegenstäuden, die nach wie vor erwünscht sind, besonders auf den Ersatz der Leibwäsche Bedacht zu nehmen. Schließlich spricht die Kommission allen Gebern den wärmsten Dank aus.
Die französische Regierung hat beschlossen, das französische Geschwader im äußersten Osten durch die Entsendung des Kanonenbootes Acheront zu v e r st ä r k e n. Es wird am TO. Februar nach Saigon abgehen.
Berichte aus dem Innern Chinas besagen, schreibt die „Daily News", daß die Kaiserin nachträglich fünf chinesischen Würdenträgern, die bei Beginn der Voxerbeweguug den „fremden Teufeln" ihren Schutz hatten augedeiheu lassen und dieserhalb enthauptet wurden, mit allen Ehren ein angemessenes Begräbnis zuteil werden ließ und ihre so lange gefangen gehaltenen Familien wieder in Freiheit setzte.
Der „Franks. Ztg." wird aus Peking gemeldet: Bewaffnete chinesische Christen morden und brennen in der Provinz Tschili. Der Telegraph nach Paotingfu ist an verschiedenen Stellen durchschnitten.
* * *
Telegramme deS Siebener Anzeigers.
London, 11. Jan. Eine Depesche aus Peking meldet: Die Kaljerin sandte eine Botschaft, worin eS heißt, sie würde über die in der gemeinschaftlichen Note genannten Beamten, die schwersten Strafen verhängen, aber über niemand sonst. Die Gesandten haben dagegen schon Llsten von 100 weiteren Uebelthätern aufgestellt.
Loudon, 11. Jan. In hiesigen diplomatischen Kreisen verlautet, Japan habe sowohl hier, als auch in Washington angefragt, ob die englische und amerikanische Regierung sich einem Protest gegen das russisch-chinesische Uebereinkommen, betreffend die Mandschurei, anschließen würde. Weiter habe Japan erklärt, sich einer dauernden Besitznahme der Stadt und deS Hafens von Niutschwanq durch die Russen energisch widersetzen zu müssen.
Rom, 11. Jan. Wie ein auS China zurückgekehrter Gewährsmann der „Tribuna" erklärt, bleibt das einheit liche Vorgehen der Truppen nach wie vor ein frommer Wunsch. Die Russen und Franzosen handeln noch immer auf eigene Faust. Graf Waldersee könne nur auf den Gehorsam der Deutschen und Jta liener rechnen, und selbst zwischen den italienischen und deutschen Offizieren herrsche große Eifersucht.
Washington, 11. Jan. Die amerikanische Regierung hat ihre Anträge auf Abänderung der Kollektivnote zurückgezogen.
Deutsches Reich-
B e r (i n , 10. Jan. Ter Kaiser hörte heute die Vorträge des Kriegsministers von Goßler, des Chefs des Ingenieurs-Korps Generals Frhr. von der Goltz und des Chefs des Militär-Kabinetts von Hahnke. Morgen nachmittag wird das Kaiserpaar vom Neuen Palais nach dem königl. Schloß übersiedeln.
— Ter Kaiser hat bestimmt, daß der 200jährige Gedenktag der Erhebung Preußens zum Königreich auch bei der kaiserlichen Marine mit Rücksicht darauf, daß sie aus der kgl. preußischen Marine unmittelbar entstanden ist, feierlich begangen werde. Eine Verlegung der zur Feier von Kaisers Geburtstag abzuhaltenden Fest- tichkeiten auf den 18. Januar hat in der Marine nicht stattzufinden. — Nach einer Korrespondenz erwartet man, daß der Kaiser aus Anlaß der 200 Jahrfeier eine allgemeine Amnestie für Strafen bis zu 6 oder 8 Wochen erlasfen werde. ,
— Tie.Beförderung des Großherzogs Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar zum Oberst a la suite des 1. Garde-Regiments z. F. und die Ernennung desselben zum Chef des 5. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 94 (Großherzog von Sachsen) wird unmittelbar nach der Beisetzung des verstorbenen Großherzogs Karl Alexander erfolgen. Gleichzeitig dürfte 5as Infanterie-Regiment Nr. 94 iwn dauernden Andenken au den verewigten Großherzog die Bezeichnung: „Infanterie-Regiment Großherzog Karl Alexander von Sachsen (5. Thüringisches) Nr. 94 erhalten. — Nach dem Tode des Großherzogs Karl Alexander ist die Altersfolge der deutschen Bundesfürsten: Großherzog von Mecklenburg-Strelitz (1819), Prinzregent von Bayern (1821), Herzog von Sachsen-Meiningen (1826), Großherzogi von Baden (1826), Herzog von Sachsen-Altenburg (1826), König von Sachsen (1828), Fürst von Schwarzburg-Sondershausen (1830), der in St. Gilgenberg bei Ansbach lebende kranke Fürst zur Lippe (1831), Herzog von Anhalt (1831), 3-urffc Reuß jung. Linie (1832), Prinzregent von Braun- zchwerg (1837), Graf-Regent zur Lippe (1842), die Fürsten Von Reuß ält. Linie und Schaumburg-Lippe (1846), die Könige von Bayern und Württemberg (1848), Fürst, von Schwarzburg-Rudolstadt und Großherzog von Oldenburg (1852), Herzog-Regent von Mecklenburg-Sck)werin (1857), Erbprinz von Reuß jüng. Linie, dauernd mit der Vertretung des Fürstentums beauftragt (1858), König von Preußen (1859), Regent von Sachsen Koburg und Gotha (1863) Fürst von Waldeck (1865), Großherzog von Hessen (1868) Großherzog von Sachsen-Weima- (187i.i, Grvßherzog von Mecklenburg - Schwerin, minderjährig (1882), Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha, minderjährig (1884).
— Wie die „Nordd. Allg. Ztg." berichtet, hat der Reichskanzler Graf B ü l o w den deutschen Botschafter in Petersburg beauftragt, dem Grafen Lambsdorff die aufrichtigsten Glückwünsche der deutschen Regierung dazu ans- zurichten, daß er durch das Vertrauen des Kaisers Nikolaus eudgiltig zur Leitung der Auswärtigen Politik des russischen Reiches berufen worden ist.
— Die „Köln. Volksztg." meinte neulich, es wäre für die katholische Kirche ein großer Gewinn, wenn verschiedene Bundes st aalen von Preußen annektiert würden. Diese Aeußerung hat aber das süddeutsche Zentrum verstimmt, und das rheinische Blatt sieht sich zu der Erklärung genötigt, es habe nur sagen wollen: „Als Katholiken haben wir an dem Fortbestände intoleranter kleiner Bundesstaaten kein Interesse, aber vom staat s - rechtlichen Standpunkte aus, als „Gegner des Uni- tarismus" „halten wir an der Reichsverfassung fest", sogar am Fortbestand der Jntoleranzstaaten". Sie fügt hinzu: „Wenn die Anhänger des Föderalismus keinen schlimmeren Gegner hätten als uns, die wir stets entschlossen den Unitarismus bekämpft haben, dann könnten sie ruhig schlafen".
— Im Bundesrat gab vor Eintritt in die Tagesordnung der Vorsitzende Graf Posadowsky der Trauer des Bundesrats Ausdruck über das Hinscheiden des Großherzogs von Weimar. Ter Bundesrat überwies den Zusatz-Antrag zum Ausliefe rungsvertrage zwischen dem Reiche und Belgien vom 24. Dezember 1874, den Entwurf des Schaumweinsteuergesetzes, den Entwurf des Gesetzes wegen Versorgung der Teilnehmer an der ostasiatischenExpedition und ihrer Hinterbliebenen sowie den Entwurf des Gesetzes wegen Feststellung des Landeshaushaltsgesetzes von Elsaß-Lothringen für 1901 den zuständigen Ausschüssen und stimmte den mündlichen Berichten des 3. und 9. Ausschusses über die für Elsaß-Loth- ringen bestimmten (Entwürfe des Gesetzes betreffend Kapitalsteuer, des Gesetzes betreffend Lohn- und Besoldungssteuer, des Gesetzes betr. Verwendung der Erträge der Kapitalsteuer, der Lohn- und Besoldungssteuer, sowie der Erhebung )er Bezirkszuschläge zu.
— In der B u d ge t ko m m i ssi o n des Reichstages wurde heute, nachdem Abg. Tr. Lieber Herrn v. Kardorff, >em bisherigen Vorsitzenden, Namens der Kommission den Tank für die Leitung der Verhandlungen ausgesprochen, Graf Udo S t o l b e r g zum Vorsitzenden gewählt. Sodann wurden die Referate für den Reichshaushaltsetat verteilt. Tie Beratung der Chinavorlage wird erst fortgesetzt, wenn das Versorgungsgesetz beim Reichstage eingegangen sein wird. Zunächst wird der Etat beraten, und am 15. Januar, mit dem Reichseisenbahnamt (Referent Möller-Tuisburg) begonnen.
— Im preuß. Abgeordneten Hause haben die freis. Abgg. Kopsch und Ernst folgende Interpellation eingebracht: „Ist bie Staatsregierung in der Lage, Auskunft über Umfang und Ursache des zurzeit bestehenden Mangels an Volksschullehrern zu geben, und was gedenkt sie zur baldmöglichjsten! Beseitigung desselben zu thun?"
— In der Justiz kommissio n des Reichstages wurde heute die Beratung der Anträge Rintelen und L e n z m a n n wegen Wiedereinführung der Berufungs-Jn- tanz fortgesetzt. Nach längerer Tebatte über § 77 des Gerichtsverfassungsgesetzes wurden die dazu gestellten Anträge abgelehnt; es bleibt also bei dem bestehenden Gesetz; allerdings ist eine zweite Lesung in Aussicht genommen. — Abg. Schmidt-Warburg meint, daß die Kommission bis jetzt pro nihilo gearbeitet habe. Der Vorsitzende Abg.Li inte len erwidert, man dürfe die Flinte nicht ins Korn werfen. Abg. Stadthagen (Soz.) erklärt, die Sozialdemokratie wünsche eine Gesamtrevision der Gerichts-Ver- assung. Die Beratung wird am Freitag fortgesetzt.
Breslau, 10. Jan. Aus dem oberschlesischen Industrie-Gebiet wird von zuverlässiger Seite mitgeteilt, daß die Regierung zu ihrem Wunsche nach Bildung des K o h l e n s y n d i k a t s neuerdings die Absicht hinbgegeben habe, das Projekt auf jeden Fall zur Durchführung zu bringen. Nach dem heutigen Stande der Angelegenheit ei jedoch nicht mehr zu sagen, als daß die Entscheidung hierüber nicht übers Knie gebrochen werden könne. Wohl aber sei der Widerstand derjenigen Grubenbesitz.er, die bisher dem Projekt abgeneigt waren, so gut als gebrochen. Kronberg, 10. Jan. Tie Kaiserin Friedrich er- reut sich fortwährend eines guten Befindens und macht täglich zur Mittagsstunde Ausfahrten im Park und in der nächsten Umgebung. Heute ist die Fürstin Hatzfeldt zum Besuche eingetroffen. Das griechische Kronprinzen- ?aar wird am 28. d. M. hier eintreffen.
Ausland.
Paris, 10. Jan. „Petit Parifien" erklärt, die in Cher bourg mit den neuen Unterseebooten „Morse" und „Narval" vorgenommenen Versuche zeigten, daß Frankreich nunmehr ein Mittel besitze, um seine Küsten gegen jeden Angriff zu sichern.
Madrid, 10. Jan. Die Vermählung des Prinzen vonBourbon mit der Prinzessin von Asturien findet Milte Februar statt.
Rom, 10. Jan. Die Meldung von der angeblichen Verlobung des Prinzen Georg von Griechenland mit der Prinzessin Xenia von Montenegro wird von kompetenter Seite als Erfindung bezeichnet.
— Die Bevölkerung hat die Rückkehr der Königin- Witwe mit großer Freude begrüßt, und die respektvolle Verehrung, die ihr auf ihren täglichen Spazierfahrten durch die Straßen der Stadt entgegengebracht wird, gibt einen Beweis von der Anhänglichkeit, der sich die Königin Mar gherita beim Volke erfreut. Nur über einen Umstand ist man nicht angenehm erstaunt, daß nämlich der Wagen der Königin nicht von einer Ehreneskorte, sondern von einfachen Schutzleuten aufFahrrädern begleitet wird. Da der König sich bei seinen Ausfahrten von einer Schwadron Kürassiere umgeben läßt, so rst nickt verständlich, warum der Kouipin Witwe nicht die gleiche Leibwache beigegeben wird
Budapest, 10. Jan. Der , Magyar OrSzag" publiziert den Wortlaut einer angeblich von dtm Exkönig Milan ar das Serbenvolk gerichteten Proklamation, in der er das Volk auffordert, das jetzige drückende Joch ab zu 'chütteln und die Ketten zu sprengen. Die jetzige^ Machthaber wollen ©erbten in die Hände einer fremden Macht spielen. DaS Volk möge in der Wohl der Waffen "cht wählerisch fein gegen Jene, die daS Land dem Abgrund tut-eiben. @r, Milan, lei auf das kleinste Zeichen bereit, unter dem Bocke zu erscheinen. Die Proklamation wurde von der Polizei konfisziert.
Petersburg, 10. Jan. DaS Befinden des Zaren ist
unverändert, jedenfalls nicht ungünstiger geworden. Er leidet augenblicklich nur an einer leichten Influenza, die ihn nötigt, das Zimmer zu hüten.
New-York, 10. Jan. Die „Post" sagt, Deutschland suche eine Anleihe von 600 Millionen Mar.k in Loudon und New-Iork zu plazieren.
Komische Tagesschau.
In der „Germania" lesen wir: Wie gemeldet, hat in jüngst r Zeit der Kaiser sich auf das allerstrengste gegen daS Tragen von Zivil seitens der Offiziere ausgesprochen bei Gelegenheiten, wo ein solches nicht ausdrücklich genehmigt ist. DaS Z viltragen ist den aktiven, wieder angestellten und zur Dienstleistung einberufenen Osfizieren nur während der Feldarbeiten bei der Landesaufnahme gestattet, ferner auf Urlaub, jedoch sind im letzteren Falle die kommandierenden Generale berechtigt, für die ihnen unmittelbar unterstellten Offiziere innerhalb des Korpsbereichs, außer zu Rennen, einschränkende Bestimmungen zu erlassen, und endlich im Falle der Erkrankung, sobald die Gen.hmigung zum AuSgehen durch deu Garnisonsältesten erteilt ist. Ein der Veranlassung entsprechendes Zivil darf ferner getragen werden zur Jagd, zu Maskenbällen, mit Genehmigung des Garuisone ältesten beim Rudern, Segeln, bei Spielen, welche Körperfreiheit verlangen, und bei Karnevalsaufzügen, mit Genehmigung des Regimentskommandeurs auch bei größeren Radfahrtouren. Wie weiter gemeldet wird, hat sich der Kaiser besonders gegen daS Ziviltragen der nach Berlin kommandierten Offiziere gewendet. Der Kaiser soll hierzu veranlaßt worden sein durch die Mitteilung, daß manche Offiziere zur abendlichen Zerstreuung Berliner Vergnügungsstätten aufgesucht hätten, an denen sie sehr leicht nicht ganz standesgemäße Abenteuer hätten erleben können. Der Kaiser meinte, daß der Offiziersstand nicht nur gesellschaftliche Rechte gewähren solle, sondern auch Ent- sagungspfbchten auferlege. Von den Aeußerungen des KaiserS zu diesem Thema wurde besonders die folgende sehr bemerkt: „Wenn den Herren der Rock nicht mehr gefällt, den ich ihnen gebe, so sollen sie ihn ablegen, aber dann überh iupt; dagegen habe ich nichts. So lange sie ihn aber behalten, sollen sie ihn immer tragen.“
Der Preußische Kultusminister hat aus Anlaß eines Spezial- falleS eine Verfügung über bie Handhabung des Unterrichts in den Gymnafialkrrrfen für Mädchen erlassen, in der eS heißt: „Aus einem Berichte meines Fach Referenten über seinen Besuch der dortigen Gymnasialkurse für Mädchen habe ich erfahren, daß eS bis jetzt noch nicht gelungen ist, im Unterricht dieser erwachsenen Schülerinnen, die auf der höheren Mädchenschule gewonnene und in der Aufnahmep'Üiung nachgewiesene Bildung mit den Anforderungen gymnasialen Unterrichts in Einklang zu setzen, und so eine innere Verbindung beider Bildungsgänge herzustellen. Ich muß dies als einen schwerwiegenden Mangel bezeichnen. Neu sind für die Schülerinnen der Gymnasialkurse die alten Sprachen und die Mathematik. In diesen Disziplinen ist selbstverständlich von den Elementen auszugehen, wenn auch die unterrichtliche Behandlung der geistigen. Entwicklungsstufe der Schülerinnen angemessen sein muß. Die anderen Fächer sind dem Gymnasium und der höheren Mädchenschule gemeinsam. Hier wird bei Auswahl und Bemessung des Lehrstoffes unter Zugrundelegung deS Lehrplanes der höheren Mädchenschule vom 31. Mai 1894 sorgfältig und im einzelnen erwogen werden müffen, welche Teilgebiete der verschiedenen Disziplinen den Schülerinnen neu sind, welche anderen einer Ergänzung und Erweiterung im Sinne gymnasialen Unterrichts bedürfen, und welche nach der erworbenen Vorbildung vorausgesetzt werden müssen, also nicht mehr, oder doch nur gelegentlich und wiederholungsweise, zur Behandlung kommen sollen. Es ist ein pädagogischer Mißgriff, wenn, wie dort geschehen, in dem untersten Gymnafial- kursus, namentlich in evangelischer Religion und im Deutschen Stoffe behandelt und Dichtungen gelesen werden, die aus den Mädchenschulen bereits genugsam bekannt sind, be- onderS wenn dies in einer Form geschieht, die der geistigen Emlwickelung strebsamer sechszehn-b's achtzehn- ähriger junger Mädchen nicht entspricht. Mit ilaßer Uebertragung des der entsprechenden Lehrstufe deS Gymnasiums angemessenen Verfahrens auf die Gymnasialkufe der Mädchen ist es nicht angethan. Wenn die Aufnahmeprüfung, wie ich annehme, gründlich und ernst gewesen >st, muß der neue Unterricht den früheren zur Voraussetzung haben. Hat die Mädchenschule an den Zöglingen ihre Aufgabe erfüllt, so wird auch der Unterbau, auf dem sich die gymnasiale Fortbildunq erheben soll, traafäbiq fein."
Aus Stadt und Land.
Stehen, 11. Januar 1901.
♦* Mordversuch. Nach Erkundigungen an Ort und Stelle können wir nunmehr unseren Lesern mitteilen, daß daS Mädchen, auf das ihr Geliebter, der Knecht Schwabe in Oberbreidenbach, einen Schuß abgegeben hat, unverletzt geblieben ist. Die Ladung des Revolvers ging in eine Thür. Es liegt also nur ein Mordversuch vor, und obendrein läßt fein Geständnis die That in noch milderem Lichte erscheinen. Das Nähere wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. Schwabe befindet sich weiterhin in Haft. — Man ichrerbt uns aus Niederbreidenbach vom 10. d. MlS.; Gestern Abend plauderte die ledige Elisabeth Peter hier auf der Onsftraße in der Nähe der Wohnung ihres Dienstherrn Hugo Kaspar mit einem hiesigen Barschen, mit dem sie aus der Spinnstube gekommen war. Plötzlich trat der Dienstknecht Georg Schwabe, mit dem sie früher ein Liebes- ve'hältnis unterhalten hatte, entgegen und tief sie an. Der Ruf erschreckte sie und sie lief davon. Schwabe aber sandte ihr drei Revolverschüsse nach. Die Peter stieß einen Schrei aus und brach an der HauSthüre zusammen. Die beiben Burschen aber suchten daS W-ite. Glücklicher Weise sind die Schüsse fehl gegangen; die Peter ist mit dem Schrecken davongekommen. In der Nähe der Kasper'schen HauSthür find die Spuren der eingedrungenen Geschoße.
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Schills "chL- «Ksg- tat 'N mN s» S'SL'M' 1899: 16 9‘ V Grimberg, / Lto. ®N>u,b btt M WW W M 115' er, hi® Nfrf*,n' wtl(, <r »4 Stadt nimmt herzlich mm dn die Familie deS Ent Irot - Wie das ans c fitzenden sämtlicher hier b beschlossen hat, wird auch prs SaiserS durch eit feint werden. Die Festr Außerdem sind Musik- ui lebender Mr u. s. w meisten Orten deS Lander Heizungen eingerichte unserer Stadt bis jetzt behreu. Gegenwärtig b Angelegenheit, und es .brennende" Frage nunc gelöst wird.
fc. Lanbach, 10, Ja MeS Kreuz" findet e »Krankenpflege im statt. Es beteiligen fi 19 Schüler bet Höhere N ’i Notyn ftflgety Praktische Slrzt Dr. $ogt mit praktischen Anweisung stellt Unterrichtemittel, nr Ai. Darmstadt, 10. Vortrag des VorttagSkur «ach einem ausführliche Dr. Neumann, die Erv lichrn zentralmasch N a. M., als ein Be W empfehlenswett ernd tm tmpfo^n. Der ©j m vorerst nur M ; gkben werden. ®ne ßrö «ritte ß' * toStat ^ufammtnbru* btt *
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