Abg. Basser manu ( l), daß Fortschritt« in der sozlal- po'itisch n G«ietz.ebung «emachi sind. Äs müffe aber mehr aesch den, so für atdittenorforAung Aberkennung »eibune lie Arbetterorgani satton Hao die G w->ksL«iten. Wünschcnswert scten parttättsche kommunale Ärbeiks^achwetse.
Abg. Beckh (r s Vp) begründet einen Antrag auf Schaffung erodierten Vogelschutzes.
Abg. Molkennuhr (So,) wü scht g ög-'t Bewegungsfreiheit der Kom nisston für A-betterttat stck und bemängelt Ipez-elt dleTrä'tg- kett der Seeb-russgenoffenschast wegen zu geringer Ansetzung der Durchschnitt«"« je-.
“ StaatSs.krletLr Graf PosadowSky stellt eine Denkschrift über bte Beschäftigung verheirat ter F aum in Aussicht. U der die gewerbliche Kinderarbeit lagen den Regierungen bereits ausgestellt' Grundzüge vor. D«e Sache sei ab r nicht im Verordnung^wege, sondern nur gesetzlich zu >öien. Di-Novelle zur Krankenversicherung könne erst in der nächsten Session Dorgelegt werden. Zum Anträge Beckh äußert er sich emgrgenfommenb.
Nach unwesentlichen w iteren Erörterungen vertagt sich das Hau8 auf morgen 1 Ubr. — T -O.: Anträge über den RetchSinoaliden- fonds u-'d flher die G?werb,g^r'chte
Der Siegeszug der deutschen Handelsflagge.
Man schreibt uns aus Handelskreisen:
Der» rastlose Wettbewerb nm den Weltverkehr fördert immer neue Projekte zu Tage. Da die Entwicklung des Wirtschaftslebens die Vorwärtsstrebenden Völker mit zwingender Gewalt auf den Ozean weist, liegt es in der Natur der Sache, daß der Wettbewerb dort am intensivsten in die Erscheinung tritt, und zwar durch Ausgestaltung bestehender oder Errichtung neuer Schiffsverbindungen mit überseeischen Absatzgebieten. Es darf mit Genugthuung konstatiert werden, daß Deutschland auf diesem Gebiete die konkurrierenden Länder überflügelt hat, und nicht minder erfreulich ist, daß der deutsche Unternehmungsgeist sich mit dem Erreichten nicht begnügt, sondern das für richtig Erkannte konsequent durchzuführen entschlossen ist. Ging bisher die Initiative vorzugsweise von Hamburg aus, so beginnt neuerdings auch Bremen sich kräftig zu rühren. Die dortige D amp fsch i f f ah r ts g e s el lsch a f t „Hansa" hat soeben neun große Dampfer in Bau gegeben, die sie für die Route Newyork-Südafrika-Ostindien in Dienst stellen will. Ein Blick auf die Karte läßt die hohe Bedeutung dieser den halben Erdball umspannenden neuen Schiffslinie erkennen. Es nird dadurch zum ersten Male eine direkte Verbindung zwischen Nordamerika und Südafrika, diesen Ländern mit großartig entwickeltem Handel, hergestellt, und ferner der Austausch der reichen Schätze des alten Wunderlandes Indien gegen diejenigen des wirtschaftlich wertvollsten Gebietes des dunklen Erdteils auf einer nicht englischen Linre vermittelt werden. Man muß sich in der That wundern, daß die zukunftsreiche Route Newyork-Südafrika dem vielgcrühmten Scharfblick der Engländer bisher entgangen ist. Von der britischen Suprematie über die Ozeane bröckelt also wieder ein Stück ab. Für die deutschen Seeinteressen ist die neue Dampferlinie insofern' von besonderer Bedeutung, als sie die von der Ostafrika-Linie in Hamburg bewerkstelligten Rundfahrten nm Afrika durch Anschlußverbindungen über den Atlantischen und Indischen Ozean hin ergänzt. Um das Uebergewicht bet deutschen Flagge auf dem großen „Teich" — wie man den Atlantic heute zu nennen pflegt — vollkommen zu machen, fehlt nur noch eine direkte Schiffsverbindung von Newyork über Mexiko und Westindien nach den südamerikanischen Häfen. Da der Plan die Rhederkreise bereits seit einiger Zeit beschäftigt, wird auch seine Ausführung wohl nicht lange auf sich warten lassen.
Sitzung der Stadtverordneten.
Gießen am 10. Januar 1901.
Anwesend: Bürgermeister Mecum, die Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Flett, Dr. Fuhr, Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch, Grünewald, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Jughardt,.Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Schiele, Schmall und Wallenfels.
Entschuldigt die Stadtverordneten Huhn, Petri und Dr. Schäfer.
Bürgermeister Mecum teilt vor Eintritt in die Tages ordnung mit, daß die Pläne zum Umbau des alten Schlosses eingetroffeu und nach Darmstadt abgegeben sind; er hoffe dieselben der nächsten Stadtverordneten Bersammlung vorlegen zu können. Eine weitere Mitteilung betrifft die an das Kollegium gerichtete Einladung zu der seilens des Kriegervereins zu veranstaltenden Feier von Kaisers Geburtstag.
In der nun folgenden Auslosung von Schuldverschreibungen des 1896er Anlehens werden die nachstehenden, am 15.Mai rückzahlbaren Schuldverschreibungen im Gesamtbeträge von 36,000 Mk. — 2 Pcoz. des Gesamtanlehens, gezogen:
Lit Q. Nr. 245, 41, 199, 195, 24, 170 A 100 Mk.,
„ R. „ 333, 65, 283, 310, 268, 160, 116 A 200 Mk,
„ 8. „ 421, 507, 491, 494, 510, 60, 113, 417, 339,
396, 457, 147, 164, 71 A 500 Mk., „ T. „ 209, 5, 31, 380, 284, 254, 336, 240, 501,
323, 299, 26, 449, 313, 317 A 1000 Mk.,
„ U. „ 105, 172, 268, 174, 62, 230 A 2000 Mk.
Das Gesuch von Karl Haas V. um Erlaubnis zum Bauen an der äußeren Frankfurter Straße verstößt gegen § 5 des Ortsbaustatuts; es wird auf Antrag der Bau- Deputation abschläglich beschieden, da die Kosten für Be- euchtung und Ueberwachung in keinem Verhältnis zur Be- oauung stehen.
Dem Bauunternehmer Winn soll gestattet werden, die Einfahrt zum Hause Hofmannstraße 5 in 1,40 Mtr. anstatt 2 Mtr. Breite anzulegen, mit dem Vorbehalt, daß Hinterge bäude zu bez. Hause nicht errichtet werden.
Derselbe DiSpenS wird befürwortet bezüglich des Ge ucheS von Fritz Leuning, der an Stelle seines abzu- iragenden Hauses in der Wolkengasse einen, Neubau mit nur 1,30 Mtr. breitem Durchgang errichten will.
Am Neubau des Bieler'schen HauseS in der Markt- kraße sind infolge Einrückens in die neue Fluchtlinie 3,4 Quadratmeter Gelände in städtisches Eigentum übergegangen. Die dafür an Bieler zu leistende Entschädigung wird auf Mk. 2074.46 bemessen.
Die vor einiger Zeit angeregte Umgestaltung der den Verkehr erschwerenden Baumpflanzung und der Bürgerteige an der Grüubergerstraße hat die Baudeputation beschäftigt Dieselbe empfiehlt, den Beschluß über die etwa 18 000 Mk. kostende Asphaltierung des Bürgersteigs und Neuanpflanzung auSzusetzen, bis übersehen werden kann, wie hoch sich die Kosten für die für daS nächste Jahr bereits vor gesehenen Trottoiränderuugen stellen.
Für die Einführung der Gas- und Wasserleitung in die vom Seltersweg nach der West an läge führende Privatstraße' werden 591 Mk. bewilligt.
Auf Antrag des Stadtgärtners sollen in den städtischen Anlagen 15 neue Hydranten angelegt, 3 Hydranten versetzt werden. Die Kosten im Betrage von 1400 Mk. werden zu Lasten des nächstjährigen Budgets bewilligt.
Für Anlage einiger Einfallschächte zur besseren Entwässerung am Zusammenstoß der Johannesstraße, des Neuenwegs und des NeuenwegerthoreS werden 380 Mk. bewilligt.
Die Verwaltung der neuen Kliniken ist unter Hinweis auf den starken Wagen- und Personenverkehr nach und von den Kliniken um Verbreiterung der Klinikstraße, besonders an deren Einmündung in die Frankfurterstraße, vorstellig geworden. Es wird auf Antrag der Baudeputation beschlossen, von einer Herstellung der Straße in der Form, wie sie für später auszuführen ist, abzusehen und vorerst nur eine 6 Meter breite Fahrbahn herzustellen.
Mit Fertigstellung der Biedert halb ahn ist vor Heuchelheim ein 127 Quadratmeter messender Feldweg überflüssig geworden; daS betr. Gelände soll zum Preise von Mk. 1,10 pro Quadratmeter an die genannte Bahn abge treten werden.
Der Eigentümer des hintersten am Weg in den Eich- gärteu stehenden HauseS ist um Beleuchtung des Weges, Abänderung deS Grabeneinlaufs und Herstellung eines Fußpfades eingekommen. Mit Rücksicht darauf, daß seinerzeit gegen den Widerspruch der Stadtverordnetenversammlung vom KreiSamte die Erbauung des Hauses unter der Bedingung gestattet worden, daß der Gesuchsteller für Beleuchtung und Wegverbesserung selbst zu sorgen habe, wird beschlossen, das Gesuch abzulehnen.
Der unzureichenden Beleuchtung des Riegelpfades am Uebergang über die Oberhessische Bahn soll durch Auf stellung einer Richtlaterne auf dem Gelände der Bahn abgehoben werden.
Der Beschluß über die beabsichtigte Verlegung der Ok troierheberstelle für Schlachtvieh vom Thorhause in der Neustadt in daS Schlachthaus und damit Entlastung
des Oktroierhebers zwecks befferer Ausübung des. von demselben mit versehenen Amtes eines WügerS an der Last, waage am Neustädter Thor wird ausgesetzt, da die dieS- rezüglichen Verhandlungen noch nicht abgeschloffcn sind.
Nach Bericht der Oberlehrer ist in der S l ad t m ädch euch ule die Teilung zweier Klaffen, in der Stadtkn ab euch ule die Teilung erner Klasse und demzufolge die Schaffung ireier Lehrerstellen nö ig. Der Schulvorstand hat mit Rück- icht auf die Schwierigkeit der Beschaffung weiterer Räume und den für das Jahr 1902 in Aussicht stehenden Neubau einer Bezirksschule beantragt, vorerst für jede Schule nur eine Lehrerstelle zu errichten.
Die auf 115 Mk. veranschlagten Kosten für Einführung der Wasserleitung in die Dienerwohnung der Stadtmädchenschule werden bewilligt, desgl.
die 281 Mk. 18 Pfg. betragenden Kosten für Pflaster- ungen in der Rittergasse.
Eine auf Grund irrtümlicher Angabe in das Eigentum »er Stadt überschriebene Geländeparzelle in der Nähe des og. Fürstenbrunnens soll in daS Eigentum des Herrn Ernst Jughardt, der die qu. Parzelle als ihm gehörig beansprucht, überschrieben werden.
Die zwischen den Grundbesitzern W. Albohn, Gg Lang Witwe, Fr. Valentin Frau und Gg. Bichler einerseits und der Stadt anderseits über die Abtretung von Gelände zur Verbreiterung der Rodheimerftraße gefertigten Verträge werde» genehmigt.
Dem Entwurf von Bestimmungen über die Unterhaltung und Benutzung der Dienst- und Mietwohnungen in städtischen Gebäuden stimmt die Versammlung nach kurzer Debatte zu, deSgl.
dem Ankauf eines TransportwageuS für die Abfuhr der Tonnen.
Der nächste Gegenstand der Tagesordnung: Errichtung eines Elektrizitätswerkes, veranlaßt eine ängere Debatte. Bürgermeister Mecum teilt nach Be- 'prechung des zwischen der E'senbahndüektion und der Stadt Gießen abgeschlossenen, inzwischen in Bezug auf Erhöhung der Zuführung elektrischer Energie erweiterten Vertrags mit, daß die bisher erfolgten Anmeldungen Privater zum Bezüge elektrischer Kraft so groß seien, daß schon jetzt an die Erweiterung des Werkes gegangen werden müsse. Angemeldet sind 3145 Glühlampen mit 147 Kilowatt und 262 Pferdekräften in der Zentrale. Die Deputation schlägt die Anschaffung einer zweiten Gaskraftmaschine von 300 Pferdekräften und die Herrichtung von Anlagen zur Ausstellung einer dritten von derselben Stärke vor; die Anschaffung der letztere» muß im Hinblick auf den in Aussicht stehenden Anschluß der Staatsgebäude ins Auge gefaßt werden, der wahrscheinlich in den Staatsvoranschlag 1902/1903 eingestellt wird. Die Inbetriebsetzung des Werkes ist nach Ueberernkommen mit der Bahnverwaltung auf den 1. Juli ds. Js. hinausgeschoben. In der ursprünglich mit 302 500 Mk. vorgesehenen Kostenberechnung sind nicht vorgesehen die Kosten für die Kabellegung nach der Stadt, für Bureauräume, die Zähler, Wasserbauten, Einfriedigung des Weites usw. Die Anlagekosten berechnen sich demnach auf 735000 Mk., und nach Aufstellung einer weiteren Maschine nebst Dynamos auf 850000 Mk. Betreffs der Rentabilität der Anlage teilt Bürgermeister Mecum mit, daß die Bahn jährlich zahle für 375000 Kilowattstunden A 14 Pfg. 52500Mk., die Privaten für 62050 Kilowattstunden A 65 Pfg. 40342 Mk., für sonstigen Verbrauch gingen ein 6000 Mk., sodaß mit einer Einnahme von 99000 Mk. zu rechnen sei. Nach Bestreitung aller Ausgaben für Verwaltung, Verzinsung und Abschreibung blieben 3377 Mk. übrig. Es laffe sich schon jetzt übersehen, baß die Anlage eine gute sei und sich rentiere. Die Deputation beantragt Erweiterung deS Kredits auf 735000 Mk. — Stadtv. Krumm gibt die Erklärung ab, daß er zwar für den Antrag stimme, aber s. Z. nicht für die Anlage deS Werkes gestimmt hätte, wenn ihm damals so detaillierte Mitteilungen über die von 302000 auf 735000 Mk. emporgeschnellten Kosten gemacht worden wären; er glaube, daß lediglich die Bahn aus dem Werk Vorteil ziehe. — Beigeordn. Georgi bemerkt, daß man s. Z die Anfrage der Bahn, ob die Stadt daS neue Elektrizitätswerk errichten wolle, bejaht habe, um sich einen Großabnehmer zu sichern und damit die Generalunkosten besser zu verteilen. Hülle man daS Anerbiete» abgelehnt, so hätte die Bahn ein eigenes Werk errichtet und
Fleck hat. Den hiesigen Armen thäte ja auch Hilfe gut, es ist manches . . .
„Richtig! Das meine ich auch, es ist manche Not zu lindern, ein jeder kehre
„Lattemann, Lattemann, Silentium?"
„Ja, so geht's, wenn man mal ein kräftiges Wort wagt, dann heißt's gleich: Silentium. Wir sind doch nicht auf der Kneipe!"
„Gott sei Dank, endlich kommen Sie auf ein anderes Thema, Lattemann, ich mache jetzt auch Schluß. Kommen Sie, wir wollen zum „Andres" gehen und eins trinken, «ach berühmten Mustern."
„M. W., machen wir, am „viereckig Runden" können wir dann weiter verhandeln." Pfl.
Das Wildnis in der lebenden Kunst.
(Originalartikel des „Gießener Anzeigers.) (Nachdruck verboten.)
In einem der großen Säle des Städelschen Kunst- Institutes in Frankfurt a. M. hielt unlängst Professor Dr. Lichtwark aus Hamburg einen interessanten Vortrag über „das Bildnis in der lebenden Kunst". Er begrüßte die Anwesenden, unter denen sich auch P r i n z und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen befanden, indem er seiner Freude darüber, daß die Zuhörer so zahlreich erschienen seien, mit den Worten Ausdruck verlieh, er habe nicht zu hoffen gewagt, für das angekündigte Thema so viel Interesse zu finden, da die Bildnis-Malerei augenblicklich sehr vernachlässigt werde und fast ganz verschwunden sei.
Lichtwark begann, indem er zurückgriff auf die voran* gegangenen Epochen in der Kunst und untersuchte, welchen
Einfluß die verschiedenen Strömungen der Zeit auf die Kunst gehabt haben. Zuerst war es die Kirche, die die Kunst förderte und unterstützte, aber nur in dem engeren Sinne ihres eigenen Interesses. Ihr folgten die Fürsten, die ebenfalls keine frei sich entwickelnde Individualität aufkommen ließen. Noch später ging sie dann in die Hände der Bürger und des Staates über. Doch auch der Staat trägt nur wenig zur Hebung der Kunst bei, und die von ihm berufenen Kommissionen sind meist unfähig, wirklich künstlerisches Schaffen zu beurteilen. Bis in die letzten Jahrzehnte hinein konnten wir das am deutlichsten an unseren Museen beobachten, in denen die besten Meister oft fehlten. Nehmen wir nur z. B. Menzel heraus. Dieser wurde in Berlin zuerst nicht seiner Kunst, sondern lediglich seiner historischen Malerei halber angekauft. Wenn der Staat (und das könnte« z. B. auch «ein Kleinstaat wie Hessen. D. Red.) wirklich etwas zur künstlerischen Entwickelung des Landes beitragen wollte, so müßte er auch dafür sorgen, daß seine bedeutend st en Söhne von hervor- ragendenKünstlernportraitiert und so der Nachwelt würdig erhalten blieben. England giebt uns in dieser Beziehung ein gutes Beispiel. Die bedeutendste Gallerie, die dort existiert, enthält nur Bildnisse. Vorläufig freilich würde eine solche Gallerie bei uns wenig besucht werden. Giebt es aber für den schaffenden Künstler eine interessantere, tiefere Aufgabe als die, das menschliche Antlitz mit seinem wechselnden seelischen Ausdruck wiederzugeben? Seiner Ansicht nach, hat sich auch die jetzt so in Aufnahme gekommene Landschaft schon überlebt, und was bleibt uns dann? Daß die Kunst augenblicklich hauptsächlich in den Händen der Kunsthandlungen und Ausstellungen liegt, ist auch nicht sehr erfreulich. Ter Bildnis-Malerei größter Zer-
törer ist die Photographie, die sich zu einer so unglaublichen Beliebtheit aufgeschwungen hat, daß in Deutschland jährlich ungefähr 100 Millionen Mark dafür verausgabt werden. In zehn Jahren macht das eine Milliarde, wenn nicht noch mehr. Es wäre interessant, dies einmal statistisch festzustellen. Verderblich wirkt die unkünstlerische Photoaraphie ans den Geschmack der ganzen Bevölkerung, das Ämge wird verbildet, zum Falschsehen gezwungen. In einer Stadt von 2—300000 Einwohnern könnten gut 60 bis 80 Photographen existieren, manche sogar in Neber- fluß und Reichtum, aber nicht ein Portraitmaler von seiner Kunst leben. Tas ist geradezu beschämend, ein Armutszeugnis sondergleichen für den Kunstsinn der Gebildeten und Wohlhabenden. Dieser Geschmack steht auf keiner höheren Stufe wie der des Hausknechtes und der Dienstmagd. In der Dachkammer, im Keller, im Salon der feinen Dame, überall befindet sich die geschmacklose Photographie. Wie ist diesem Nebel am besten abzuhelfen? Am meisten wärt wohl zu erreichen, wenn sich die Amateur-Photographen mehr mit dem Bildnis beschäftigten, und dan» durch Ausstellungen der Öffentlichkeit zeigten, was barij künstlerisch geleistet werden kann. Mancher Photograp» möchte wohl seinem Verständnis und Gefühl nach ändert Aufnahmen machen, aber das Publikum, von dem er abhängt, zwingt ihn zum Schablonenhaften, UnkünstlerischeL mit möglichst viel Retouche. Jeder einzelne kann zur Hebung der Kirnst beitragen, indem er die unkünstlerische Phot^ graphie nicht unterstützt. Haben wir erst wieder einni« Geschmack an künstlerischer Aufnahme gefunden, dann überträgt er sich auch leicht auf die Bildnismalerei, und diese kann in absehbarer Zeit wieder zu Ansehen und Beder^ tung gelangen. M. H—S- '
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Mi schon nötig, sei ei btt Ueberzeugung W Rentabilität des Werkes er erinnere daran, da AaatSgebäude, die Safei sondern auch daS zu erba bei Sleinlinbtn zu erri Skinlinben selbst; durch man in der Lage seil stellen. - Stadtv. Löl Vorlage beigegrbene R< man ihr zustimmen tom daß bie neuerdings v beantragte Vergrößerun erklärt, daß die Ctadi hort, daß das Werk i in der Sommiffion hab, in der Stadtwvrdnetei lich empfiehlt er Vorstä sußrS bei Sapitalaufuat ttitt die Meinung, daß fomme; er tritt der 9i W M ein gatij ne. W sich zur Genüg forderung die Folge t habe früher eben eine bt1 und Ausgaben gemacht. Äommiifwn den Vorwu' gegeben, als die ihr bei heimlicht, noch Umstände verordnetenverfammlunc ebenfalls der Heber d" Bahn eineuntfanqrt fünften her Stabt n W der Bahn als s «'"erheblicher Verlust ern v ochwals einen Ueb Mommiffiou und der & J??* baß ma L änglich 4”
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