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die Stadt nickt nur einen Gaskonsumenten verloren, sondern auch einen Waffe, konsununten, da der Besitz eines Slek-rizitäiS wei ks der Bahn die Anlage eines Pumpwe-ks ermöglicht habe. — Auf Anfrage des Stadtv. Schiele bemerkt Bürgermeiftc> Mecum, daß beispielslveise in Schlesien 7'/. Pfg. pr. Kilowattstunde bezahlt werde. — Stadiv. Krumm bemängelt den d r Bahn bewilligten Preis von 14 Pig. g g nüber 65 Pfg , die da- Publikum bezahlen müsse. — Beigeordn. Wolff be merkt, daß bei dem Anschluß an das Melbacher Werk die Kilowattstunde 50—55 Pfg. kosten würde; die jetzige Be rechnung sei entschieden günstiger. — Stadto. Hanau bittet, daß die Bürgermeisterei für die Folge genau detaillierte Bor lagen mache. — Bürgermeister Mecum legt ausführlich dar, daß das Berhältniß der Ausgaben zu den Ein nahmen und dem Vertrage mit der Stadt für die letztere ein günstiges sei. — Stadto. Schiele rechtfertigt eingehend den s. Z von der Stadtverordneten Versammlung eingenommenen Standpunkt und bemerkt, daß bereits damals mit der Not- w ndigkeit einer Erweiterung des Werkes gerechnet wurde. — Stadtv. Schwall bemerkt, Herr Krumm sehe zu schwarz; die Rentabilität sei nachgewiesen, sie würde sich ohne Zweitel noch heben; er könne es nur begrüßen, daß die Sacke soweii gediehen sei. — Stadtv. Haubach erklärt, man könne es nur freudig begrüßen, daß mehr Anmeldungen als vorgesehen erfolgt seien; darüber, daß mit der damals bewilligten Summe nicht auszukommen sei, sei man nicht im Zweifel gewesen. — Stadtv Dr. Gaffky erblickt nichts ungerechtes darin, daß man den Großabnehmern billigere Preise stelle; mit dem steigenden Bedarf würden die Chancen für die Stadt beffer; auch er sei der Meinung, daß man damals schon darüber im Klaren gewesen, daß das Werk vergrößert werden müffe; daß dies jetzt schon nötig, sei erfreulich. — Beigeordn. Wolff giebl der Ueberzeugung Ausdruck, daß sich im 1. bis 2. Jahre die Rentabilität des Werkes zu Gunsten der Stadt ändern werde; er erinnere daran, daß ohne Zweifel nicht nur sämtliche S aatsgebäude, die Kasernen usw. angeschlossen werden würden, sondern auch das zu erbauende Siechenhaus, die wahrscheinlich bei Kleinlinden zu errichtende dritte Landesirrenanftalt und Kleinlinden selbst; durch dem damit gesteigerten Konsum werde man in der Lage fein, auch Privaten billigere Preise zu stellen. — Stadtv. Löber konstatiert, daß die bei der ersten Vorlage beigegebene Rentabilitätsberechnung so gewesen, daß man ihr zustimmen konnte; er spricht sich in der Ueberzeugung, daß die neuerdings vorgelegte Rechnung richtig ist, für die beantragte Vergrößerung des Werkes aus. — Stadtv. Krumm erklärt, daß die Stadtverordneten niemals etwas davon ge hort, daß das Werk über 700 000 Mk. kosten würde; nur in der Kommission habe man dies gewußt, sich aber darüber in der Stadtverordneten Versammlung nicht geäußert; schließ lich empfiehlt er Vorsicht in Bezug auf Berechnung des Zins fußes bei Kapitalaufnahmen. — Stadtv. Dr. Gut fleisch vertritt die Meinung, daß die Stadt zum Kurs von 98 Geld bekomme; er tritt der Ansicht des Stadtv. Krumm, als ob es sich um ein ganz verändertes Bild handle, entgegen; es habe sich zur Genüge hcrauSgestellt, daß die Mehr- forderung die Folge der verbesserten Sachlage sei; man habe früher eben eine bescheidenere Kalkulation in Einnahmen und Ausgaben gemacht. Er mochte aber besonders von der Äommiifton den Vorwurf fernhalten, daß sie andere Zahlen gegeben, als die ihr bekannten, sie habe weder Ziffern verheimlicht, noch Umstände, die auf die Entschließung der Stadt Verordnetenversammlung von Einfluß gewesen wären. Er sei ebenfalls der Ueberzeugung, daß durch den Vertrag mit der Bahn eine umfangreichere Verteilung der Generalunkosten zu Gunsten der Stadt möglich sei, abgesehen davon, daß mit Wegfall der Bahn als Gas- und Wasserkonsument der Stadt ein erheblicher Verlust erwachsen würde. — Stadtv. Schiele gibt nochmals einen Ueberblick über die früheren Beschlüsse der Kommission und der Stadtverordneten-Versammlung, aus dem hervorgeht, daß man nie die Ansicht vertreten, daß mit der ursprünglich angegebenen Summe auszukommen sei. — Stadtv. Dr. Gaffky betont, daß man sich s. Zt., als die Erbauung eines Elektrizitätswerks beschlossen wurde, in einer Zwangslage befunden habe; die Bahn habe erklärt, daß sie selbst ein Elektrizitätswerk errichten werde, wenn die Stadt ein solches nicht errichte; man mußte sich ohne detaillierten Kostenanschlag schlüssig machen. — Nach einigen Bemerkungen des Stadtv. Krumm gegenüber den Ausführungen der Borredner beantragt Beigeordneter Grüneberg unter Hinweis darauf, daß der heutige Beschluß nut eine Konsequenz des früheren BeschluffeS sei, Schluß der der Debatte. — Stadtv. Heichelheim teilt noch betr. der Kapitalaufnahme mit, daß Geld zu 4 Prozent zu haben sei und bemerkt, daß sich der höhere Preis, den die Privatkonsumenten zahlen, wohl rcchtfertignn laffe; bei der Bahn habe man es mit einem Abnehmer zu thun, bei den Privaten mit vielen, dort komme z. B. das große Verteilungsnetz in Betracht, bei der Bahn nur die einfache Kabelanlage usw. — Beigeordneter Georgi konstatiert, daß der Stadtver« ordneten-Versammlung gegenüber nichts von dem verschwiegen worden sei, was die Kommission beraten; er verwahre sich entschieden gegen den Vorwurf der Verheimlichung; als s. Zt. die Errichtung des Elektrizitätswerks beschloffen wurde, habe man noch keinen Anhalt über die Kosten der Kabelleitung und manches andere gehabt; der größte Teil der Mehrforderung komme übrigens, wie der heute vorliegende Voranschlag ergebe, auf Konto der großen Zahl von Anmeldungen zum Bezug elektrischer Energie. — Stadtv. Schmall tritt für den Antrag der Kommission ein und bemerkt, daß die vom Stadtv. Krumm der Kommission gegenüber erhobenen Vorwürfe nicht bewiesen seien. — Stadtv. Krumm verwahrt lich gegen den Vorwurf, etwas Unbewiesenes behauptet zu haben; durch Annahme des Antrages auf Schluß der Debatte fei es ihm nicht mehr möglich, sich zu rechtfertigen. — Bürgermeister Mecum konstatiert nach erfolgter Abstimmung, daß der Antrag der Kommission einstimmig (Stadtv. Dr big enthielt sich der Abstimmung) zum Beschluß erhoben wurde; <r danke der Versammlung für den Beschluß und hoffe, daß derselbe der Stadt zum Wohl gereichen werde.
Infolge eines Gesuchs des Bauunternehmers Winn
um käufliche Ueberlaffung eines Bauplatzes an der Moltke straße beschließt die Versammlung, vier dort belegene Bau ) ätze zur Versteigerung auszuschreiden unter Zugrundelegung der Bedingung, daß nur 2'/,stöck ge villenartige Gebäude darauf errichtet werden dürfen. — Ein mit demselben Unternehmer früher adg.schlossener Vertrag über Erwerb e »es Bauplatzes an der Lrebigstraße b zw. am R-egelpsad wird dahin abgeändert, daß der Ge uchsteller auch dann zur Leistung des Straßenkostenbeitrags verpflichtet ist, wenn der Ausgang d s Hau es nach dem Riegelpfad nicht angelegt wird.
Ans Siadt und Zand.
Gießen, 11. Januar 1901.
** Auszeichnungen. Der Großherzog hat am 2. Januar dem Kurdirektor v. Grolman zu Bad-Nauheim die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen folgender Orden erteilt: des Ritterkreuzes 1. Klasse des Herzogl. Anhaltinischen Hausordens Albrechts des Bären, des Fürstl. Bulgarischen Civil-Verdienst-Ordens 3. Klasse mit der Krone. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch den Großherzog den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr zu Butzbach Jakob Schön, Johs. Fisch, Fritz Heidt, Heinrich Häuser, Robert Schmidt, Johann Heinrich Küchel, Christian Heinrich Heydt und Konrad Wilhelm Leyerzaps.
** Steuerfreiheit ürGeschäftsf Uhrwerke. Im vorigen Jahre bei der Einführung des neuen Stempelsteuergesetzes wurde mehrfach, darüber geklagt, daß Fuhrwerke, die von Landwirten, Fabrikbesitzern oder Gewerbetreibenden auch zu geschäftlichen Zwecken verwendet wurden, dennoch als Luxuswagen angesehen und zur Stempelsteuer herangezogen wurden. Das Ministerium des Innern hat nunmehr verfügt, daß für die Folge solche Wagen von der Stempelabgabe für Luxuswagen befreit sind, wenn sie vorzugsweise geschäftlich benutzt werden.
** Postpacketverkehr mit Ecuador. Bon jetzt ab können Postpackete ohne Wertangabe bis 5 Kgr. nach Ecuador über Hamburg (auf dem direkten Seewege mit deutschen Schiffen) zur Versendung gelangen. Die Gebühren betragen für Packete bis 1 Kgr. 2.40 Mk., für Packete über 1 bis 5 Kgr. 3.20 Mk. lieber die näheren Bedingungen erteilen die Postanstalten auf Wunsch Auskunft.
**Fr. BergsMenageriehatam Donnerstagabend in ihrem über 1000 Quadratmeter großen Zelte ihre Eröffnungs-Vorstellung gegeben. Der Besuch war ziemlich gut. Die Menagerie ist wahrlich wert, besichtigt zu werben. Sie weist von den meisten Tierarten sehr schöne, ausgewachsene Exemplare auf. Es sind besonders die große Zahl (9) Löwen, 4 Tiger und 3 Eisbären, die jeden Besucher wegen ihrer guten Dressur interessieren. In den letzten kalten Nächten if|t dem Besitzer leider ein wahres Prachtexemplar eines Gnus im Werte von 2200 Mk. verendet. Das große Zelt ist ziemlich gut geheizt, ein großer, weißglühender Ofen ermöglicht längeren Aufenthalt, und da er sich in unmittelbarer Nähe des Zentraldressurkäfigs befindet, kann man sitzend den gefährlichen Tänzen der" Tierbande zuschauen. Große Heiterkeit erzielte der Ringkampf eines Tierbändigers mit einem ausgewachsenen Bären, der schließlich zum Gaudium des Publikums mit der Niederlage des Meisters Petz endete. Es folgten die Vorführungen der Eisbären, der Tiger und zuletzt erregte Frl. Renz mit der Dressur ihrer 6 Löwen ungeteilten Beifall. Frl. Renz ist eine jugendlich hübsche Tierbändigerin von erstaunlicher Kühnheit, die mit den gewaltigen Löwen umgeht, wie mit niedlichen Kätzchen. Daß sie ihren Kopf in den Rachen eines starken Löwen steckte, die anderen streichelte und liebkoste und zuletzt einen Serpentintanz im Käfig aus- sührte, erregte Staunen und Bewunderung. Zum Schluß wurden sämtliche Tiere gefüttert. Der Besuch der Menagerie ist sehr zu empfehlen, und sicherlich werdeq auch Schulen die lehrreiche Tiersammlung besichtigen.
-r. Trais-tzorloff, 10. Jan. Bei der hiesigen Brikett Fabrik sind feit Herbst verschiedene Neubauten aufgeführt, sowie eine weitere Keffelanlage und eine Brikettpresse einge richtet worden. In diesem Frühjahr sollen nochmals Arbeiter Häuser errichtet werden. Durch den Zuzug fremder Arbeiter familien ist die Errichtung der zweiten Schulstelle nötig geworden. Vorläufig hat die Gemeinde zu diesem Zwecke ein Lokal gemietet, doch dürfte auch der Neubau eine- Schul- Hauses hier eine Notwendigkeit werden, da das alte räumlich nicht ausreicht.
-r. Hungen, 10. Jan. Das hiesige Gasthaus „Prinz Karl", von Otto Bopp Witwe wurde für 26 000 Mk. von Herrn August Hofmann hier käuflich erworben. — Die im benachbarten Revier Feldheim, dem Grafen von SolwS- Laubach gehörig, veranstaltete Treibjagd brachte 127;Hafen und 1 Fuchs zur Strecke. — In unserem Nachbarorte Ut p.h e findet nächsten Monat Bürgermeifterwahl statt.
? Bleichenbach, 9. Jan. Für die hiesige Kirche lieferte das Elis a b e th e n sti f t zu Darmstadt eine sehr schöne rote A l t a r d e ck e mit prächtig ausgeführter Stickerei. Tie Kosten, die zumeist durch freiwillige Sammlungen seitens der Ortseinwohner, Schenkungen, Veranstaltung eines Kirchenkonzerts rc. aufgebracht wurden, belaufen sich auf ca. 170 Mark. — Auch eine Kirchenheizung wird gegenwärtig eingerichtet und damit einem längst gefühlten Bedürfnisse Rechnung getragen. Tie Kosten der Heizungsanlage belaufen sich auf 350 Mark. Sie wird von der Firma Moll- Grünberg ausgeführt.
Selters, 9. Jan. Zum Gemeinderechner wurde Herr Wilhelm Äo os gewählt Ter bisherige Rechner verwaltete sein Amt zur größten Zufriedenheit und mußte es vorgerückten Alters wegen niederlegen.
fc. Langenselbold, 9. Jan. Das hiesige Fürstlich Isenburg-Birsteinsche Schloß wird renoviert. Prinz Alfons zu Jsenburg-Birstein, der demnächst die Gräfin Pauline von Beaufort-Spontin als Gemahlin heimführt, nimmt in dem Schlosse Wohnung. Das Schloß ist nicht ohne historisches Interesse. In ihm bezog Napoleon I. in der Nacht vorn 29. auf 30. Oktober 1813 zum letzten Male auf deutschem Boden Nachtquartier. Napoleon scheint dort sehr schlecht geschlafen zu haben, denn am andern Morgen zeigte efl sich, daß der geschlagene Usurpator während der Nacht aufge standen war und feinem Grolle gegen das Schicksal dadurch Luft gemacht hatte, daß er mit einem Säbel Hiebe gegen ote Wand führte. Die Spuren von den kaiserlichen „Luft
hieben" waren noch Jahre lang zu sehen. In den 50er Jahren wurde das Schloß reicher von einem Usurpator bezogen, von dem wegen seiner Grausamkeit aus dem Lande gejagten Portugieienkönige Dom M quel von ©r<gaua. Tiefer lebte längere Jahre hier. Nach ihm, bis zum Jahre 1872, bewohnte Pnnz Wilhelm von p ssen Pm -ppsihal- Barchfeld, ein Schwiegersohn des letzten Kurfürsten von Hessen, baS SckGd
Umversitüts-Uachrichten.
— Man schreibt aus Bonn vom 7. bö.: Der Orientalist Professor Dr. Theodor Aufrecht beging beute seinen 80 G-burtStag. — Wie aus Stuttgart berichtet wird, hat Dr. phii. Eduard von der Hellen einen Nus als etatsmäßrger a o. Professor für neuere Litteratur an bie Universität Freiburg i. Br. abgeNhnt. — Dr med. Wühelm Ponfick aus Frankfurt a M. ist als Assistent an die Breslauer UniversttätS Frauenklinik berufen worden.
— Unter den dauernden Anforderungen für die Universität Gießen erscheint im neuen hessischen Haushalteentwurf zum ersten Mai eine Summe zu „Stipendien für Privatdozenten" mit dec B gründung, es fei im Interesse der Universität'n gelegen, aufstrebenden Talenten, die sich in nicht hinreichend günstiger Vermög»Nölage befänden, zu ermöglichen, in der akademischen Laufbahn zu beharren. — Wie aus Bonn b'richtet wird, haben die Sammlungen für ein Denkmal für Kekule v Stradonitz bis jetzt mehr als 75000 Mk. ergeben, während die Kosten für das Monument nur auf 60 000 Mk. veranschlagt waren. Dasselbe soll seinen Platz vor dem Cbemilchen Institut ,u Poppelsdo-f erhalt-n
Gillgesandt.
(Für Form uub Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gietzen, den 11. Jan. 1901.
In dem „Adreßbuch von Gießen für das Jahr 1901" sind mitten in den Text Reklamen ausgenommen. Zunächst sind es nur zwei, wahrscheinlich aber finden sich noch mehr Liebhaber für solche Plätzchen, und deshalb möchten wir nicht unterlassen, jetzt schon gegen diese unangenehme und störende Neuerung Einspruch zu erheben. Wir wissen nicht, wer für die Redaktion des Adreßbuches verantwortlich, bezw. maßgebend ist, wir hoffen aber, daß zukünftig alle Reklamen aus dem Text des Adreßbuches an dessen Anfang oder Ende verbannt werden. 0.
Wenn die Lehrer einen Rückblick werfen auf das letzte Zahr des abgelaufenen Säkulums, so können sie wohl mit demselben zufrieden sein, denn es hat ihnen eine Anzahl ihrer berechtigten Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung! gebracht unb: 'Awar besonders in materieller Beziehung. Dns Witwen- und Waisengesetz kam bereits im Sommer zu staube, und kurz vor Wechnachten, am. 21. Tezember, nahmen beide Kammern das Lebrerbesold ungsge setz einstimmig an. Ta.durch wuroe derh Lehrern, namentlich den älteren, eine große Weihnachtsfreude bereitet. Wenn auch diesmal die unteren Gehaltsstufen, also für die jüngeren Lehrer, nur unerheblich aufgebessert wurden, so hofft man doch, daß dies 1904 anders geregelt und alsdann besonders der Anfangsgehalt, der immer noch 1100 Mark ist, etwas höher gesetzt wird. Ter Regierung nmd den beiden Ständekammern zollt der hessische Lehrerstand innigen Dank für das Zustandekommen des Gesetzes. Tie Verhandlungen im verflossenen Jahre zeigten, daß Regierung, Kammern und Volk der seither oft stiefmütterlich behandelten Volksschule mehr Beachtung, Interesse und Wohlwollen entgegenbringen als in früheren Jahren. Tas sehen wir auch aus den Besprechungen über den Antrag Ulrich. Tie Reden und das Resultat der Abstimmung zeigten deutlich, daß die ganze zweite Kammer, mit Ausnahme des Zentrums, das Prinzip der Staatsschule vertritt und anerkennt. Ter Antrag bezüglich lieber* nähme der Volksschulkost en auf den Staat gelangte denn auch zur Annahme, und daraufhin erklärte der'Staatsminister, daß die Regierung in dieser Beziehung finanzielle Erhebungen anstellen und dem Hause die Ergebnisse mitteilen wolle. Der zweite Beschluß der zweiten Kammer betreffend Einführung der allgemeinen Volksschule, ist besonders in sozialer Beziehung ein erfreulicher Fortschritt und dürfte viel zur Ueberbrückung der tiefen Kluft, die zwischen Besitzenden und Besitzlosew besteht,, beitragen. Ganz besonders diese beiden Beschlüsse, Staatsschule Und allgemeine Volksschule, sind es, die die hessische Lehrerschaft veranlassen, an der Wende des Jahrhunderts mit Vertrauen und Ruhe in die Zukunft zu sehen, erwartet sie doch von der baldigen Verwirklichung derselben eine größere Selbständigkeit und Freiheit. k-
Handel und Verkehr. Uolkswickschast.
H. AUS Cdina. Merkwürdig genug hat die Erkrankung Li- Hung-Tschangs der Börse wiederum den Vorwand gegeben, die Allgemein^ tendenz etwas zu verschlechtern, „natürlich" weil die chinesischen Angelegenheiten nunmehr wenig rasch reguliert werben können. Wir möchten darauf aufmerksam machen, daß eine Verständigung mit China ganz gewiß nicht von jenem so berühmten Mandarinen abhängt, sondern von dem Willen der Mächte. Diese befinden sich im Kampfe mit der kaiserlichen Regierung oder auch ganz wie man will mit den Boxern und von ihnm hängt es ab, ob sie der immer bedrohlicheren Verwicklung ein Ende machen wollen ober nicht. Sinb Rußlanb, Englanb, Amerika — benn das sind h er bie Hauptinteressenten — nicht in bet Lage, sich wegen einer Aufteilung wenigstens im Kleinen zu einigen, so ist es klar, baß es sich auch für biejenigen Mächte, welche vorsichtig genug sinb, sich Englanb ober Rußlanb anzuschließen, nicht mehr lohnen wirb, kostspielige Militärausgaben für chinesische Zwecke zu machen. Was besonberS Deutschlanb betrifft, so haben wir ja in Herrn Miquel einen Finanzminister unb Sparer, ber es sich so leicht nicht nehmen lassen wirb, im gegebenen Augenblicke seinen ganzen Einfluß gegen eine etwaige Expansionspolitik in jenem Riesenreiche einzusetzen. Wir glauben also noch nicht, daß unsere Friebensauvsichten bezüglich Chinas lebiglich vom Einfluß Li Hung Tschangs abhängen. Im übrigen soll sich bas Geschäft borthin seitens unserer Exporteure roieber besser entwickelt haben, nachbem be- kanntlich längere Z'it hinburch eine Stockung einaetret-n war.
Wir bitten dringend, ge schäftliche Mitteilungen, Anzeigen, Geldsendungen rc. stets nur an die Expedition des „Gieß. Anz.", Nachrichten aus Stadt und Land, Briefkasten- Anfragen rc. dagegen stets nur an die Redaktion des „Gieß. Anz." — nicht au die Redakteure — zu adressieren. Nur dadurch können Verzögerungen vermieden werden.
Fauntien-Nachrichten.
Verlobter Sara Samuel mit Simon Süßkinb. Wolfhagen bei
Kassel—Butzbach.__ -
•Stoffe, Sammle, Velvets,
I Blusen, Besatz liefern wlr direklan privat».
Man verl. Muster unserer großen Auswahl.
& Keussen, ££ Krefeld.


