Ausgabe 
9.7.1901 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

und die Regierung habe daher den Beschluß gc:

wi .. i . . - . -v* 1» m Im* a a t SW o

unbi

Tie Kammer Frankreich, s hat das Vereinsgesetz in

teilten dann Kitchener schließlich mit, sie seien entschlossen,

ihre ihre

Ver-

zu helfen.

Tie Sozialdemokratie in Belgien hat Lust, Revo­lution zu machen; in einem Aufruf an das Volk wird mit der gewaltsamen Erzwingung des allgemeinen Wahlrechtes gedroht. In der Kammer hatten die Revolutionäre mit ihrem Anträge, das Volk über seine Meinung wegen des bestehenden Wahlrechtes im Wege des Referendums zu be­fragen, kein Glück; daher jetzt die Drohung mit Revolution. Ter Sozialist Vandervelde interpellierte in der Kammer wegen der Aeußerung eines Generals der Bürgerwehr, der seine Leute aufgefordert hatte, das Pulver trocken zu halten; und doch "ist es die eidesmäßige Pflicht der Bürgerwehr

die Verjährung gehindert werden und dies ist natürlich, der sicherste Weg durch Erhebung und Zustellung der Klage oder eines Zahlungsbefehls. Ta die Verjährung! mit dem ausgesprochenen Zwecke eingeführt ist- das schäd- ichje Borgsystem einzuschränken, so thut der Geschäftsmann, der unter eine der genannten Kategorien fällt, gut daran, rechtzeitig vor Jahresschluß sich! seine säumigen Schuldner aus den Büchern herauszusuchen und nach erfolgter Mahn­ung vor Ablauf dieses Jahres zu verklagen.

BadNauheim, 8. Juli. Unterhaltungen. Frühkonzert »er Kurkapelle täglich von 7 bis 8 Uhr vormittags am Kur- brunnen. Dienstag den 9. Juli, nachmittags von 4y2 bis >Vs und abends von 8 bis 10 Uhr, auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale: Italienisch-deutscher Bolkslieder'Abend. Mittwoch den 10. Juli, nachmittags von 41/2 bis 61/2 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theater­vorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle:Der Bettel- tudent". Donnerstag den 11. Juli, nachmittags von 4i/, »iS 6y2 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle; abends LiSzt-Konzert. Abends 8 Uhr Theatervorstellung:Die schöne Cleo". Freitag den 12. Juli, nachmittags von 4»/2 bis 6</2 Uhr und abends von. 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale Tanz. Samstag den 13. Juni, nachmittags von 4i/2 bis 6i/2 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle:Die Geisha".

r. Selters, 6. Juli. Vorgestern abend schlug der Blitz hier in die Telegraphenleitung der Eisenbahn und zertrümmerte sechs Stangen und einen in der Nähe stehen-; den Obstbaum.

mehrere Herren Polen aus Preußen nahmen an den Festen teil.

so gut wie des Militärs, zu schießen, wenn die bestehende Ordnung duM Revolutionäre bedroht wird.

Tie Engländer haben im Inneren Afrikas am

Zunächst hatte man für die Kinder eine Verlosung niedlicher Spielsachen veranstaltet, und die Freude der Kleinen über die ihnen zu Teil gewordenen Gewinne wirkte ansteckend. Ein Hauptgewinn schien einKlavier" zu sein, eine Art Xylophon von wunderbarer Klang- und Melodienfülle. Dann begann der allgemeine Tanz. Aus dem um die Peripherie des runden Waldplatzes kreisenden Planetenschwarm zog es sie fröhliche Jugend nach dem Mittelpunkt' hin, wo um die aas schönen Augen leuchtenden Sonnen die Trabanten im Takte sich drehten nach lustiger Dreimänuermufik. Mit Hin­gebung und Leidenschaft wurde getanzt, mit Humor geplau­dert, gesprungen und gesungen, gescherzt, geliebt, gelacht, und auch der Herr des Körpers, unser verehrter Magen, kam zu seinem Rechte. ES fehlte nicht an gastronomischen Vielseitig­keiten kalter Küche nebst witzigen würzigen Reden, und ein Toast auf dieAufschneiderinnen" war höchst zeitgemäß. Und da eine Stadt, die ein wenig auf sich hält, heute ihren Bank­krach haben muß, so gabS auch hier einen solchen: knax! Oben auf grünem Berge war eine Bank in ihr hölzernes Nichts versunken und Schüsseln und Teller rollten hurtig mit Donnergepolter tückisch den Abhang hinunter. Als daun der Abend sich herniedersenkte, wurden die zahlreichen bunten Lampions angezündet, und es gab eine italienische Nacht im Gießener Wasgau. Gar spät erst wurde die Rückkehr nach Gießen angetreten und im Restaurant Royal in un­verfälschter Gießener HochgebirgSluft das Fest fidel so tief in die Nacht hinein fortgesetzt, daß am Sonntag früh von der stattlichen Zahl der kletterfroheu Mitglieder des Klubs wohlgezählte zwei Herren die Wanderung nach dem HoherodS- kopf unternahmen.

** Eine Verjährung alter Forderungen tritt mit Ablauf des Jahres 1901 in bedeutendem Umfange ein, und zwar gerade der Forderungen, die sich! aus dem täglichen Geschäftsverkehr ergeben und deshalb am häufigsten vorkommen. Das Einführungsgesetz zum Bürger­lichen Gesetzbuch bestimmt nämlich daß die neu einge- führten kürzeren Verjährungsfristen auch; auf die unten dem alten Recht entstandenen Forderungen in der Weise Anwendung finden sollen, daß die Verjährungsfrist vomj 1. Januar 1900 an zu rechnen ist. Alle die alten An­sprüche, bie jetzt einer zweijährigen Verjährungsfrist unter­liegen, werden also mit dem Mlauf des Jahres 1901 verjähren und nicht mehr eingeklagt werden können, soweit sie nicht nach altem Rechst schon früher verjähren. Zu solchen schnell verjährenden Forderungen gehören nachs den Hamb. Nachr." besonders die Ansprüche:

1. der Kaufleute, Fabrikanten, Handwerker, für Lie­ferung von Waren, Ausführung von Arbeiten, Besorgung fremder Geschäfte gegen die Privatkundschaft;

2. der Eisenbahnen, Frachfuhrleute, Schiffer, Lohu- kutscher und Boten, für Fahrgeld, Fracht usw. ;

3. der Gast- und Speisewirte für Wohnung und Be­köstigung ;

4. der Lotteriekollekteure gegen die Privatkundschaft für Lieferung von Losen;

5. der Vermieter von bewegli-chien Sachen wegen des Mietzinses;

6. derjenigen, die die Besorgung fremder Geschäfte ober Dienstleistungen gewerbsmäßig betreiben, also ber

Hebet die Hessen

schreibt O. Eichen in der MünchenerAllg. Ztg.":

Ein höchst wertvolles gemeinsames Besitztum der Mittel- deutschen, das sie vor den Niederdeutschen und der Mehr- . 3ahl der oberdeutschen Stämme voraushaben, ist das fröh- w Herz, das sie die Bürde des Daseins leichter tragen: laßt und den Verkehr mit ihnen so angenehm macht. Wenn es bet ihnen in diesem Punkte noch Abstufungen, grebt, so find es die Rheinländer und die Thüringer, die aus den fröhlichsten Augen in die Welt blicken. Und mitten zwischen diesen beiden sitzen die Hessen. ....

Ich will 'ihnen ganz gewiß nichts Böses 'nachsagen:

Im Vorstehenden sind nur die für die städtischen hältnisse am häufigsten vorkommenden Kategorien aufge­zählt. Tie Verjährung läuft nicht, so lange die Forderung gestundet ist. Sie wird unterbrochjen und muß neu be­ginnen, wenn der Schuldner dem Gläubiger gegenüber seine Verpflichtung durch Zins-, a conto-Zahlung, Sicher- tellung oder simstwie anerkennt. Außerdem aber kanu

die Gelegenheit wahr, den Tschechen diesmal mit besonderem Nachdruck die Sympathien Frankreichs an den Tag zu legen; so zog denn sein Vorsitzender nebst einem Fähnlein Kollegen gen Prag und brachte ein Geschenk, genau dem gleich, das Loubet seinerzeit dem Zaren dargebracht hat. Bruder Tschech war darob außer sich und fühlte sich noch mehr als die europäische Kulturmacht, die zu sein er sich schon so lange eingeredet hat. So ließ man denn schließlich das französisch-tschechische Bündnis hochleben,! eins im Hasse gegen die Deutschen, die man mit Hilfe des altslavischen Solidaritätsgefüyls", das heißt mit Hilfe Ruß­lands, schließlich doch noch unterzukriegen hofft. Auch

tischen Wirkens ab. Wenn man die Zeit bedenkt, in ve noch ein großer Teil Süddeutschlands von Sympatyi für Frankreich beherrscht war, in der der Romantsmus mit überlegener Macht gegen das Deutschtum '

so wird man es gar nicht hoch genug schlagen k ^,

daß ein gesellschaftlich auf höchster War und politisch, so einflußreicher als hochangesehener Katholik für das protestantische Preußen als Vor- macht und für ein einiges Vaterland eintrat. ^5 , p!

geschriebenen Grenzen' halten. Tie Wagenbauer oder die Sportsleute, die rascher fahren wollen, werden Manover- felder zu ihrem Gebrauche anlegen müssen. In dem Prozeß gegen den Royalisten de Lur Saluees trat auch der General Zurlinden auf. Er sagte aus über Vorgänge am Tage des Begräbnisses von Felix Faure, an welchem Teroulede mit SgUfe des Militärs seinen Putsch versuchte. Zurlinden, der damals Militärgouverneuer von Paris war, hatte die Richtigkeit der Behauptung Terouledes bestritten, .die militärischen Anordnungen bei der Bestattungsfeier seien abgeändert worden, weil ein Royalist Verrat geübt und die Sache der Regierung hinterbracht habe, und hinzu­gefügt, es sei nur aus den Wunsch des Generals de Pellieux hin eine kleine Aenderung getroffen worden. Dieser teilte ihm, dem Militärgouverneur, während der Grabreden mit, I er wisse, daß man ihn hochleben lassen wolle; er wünsche sogleich den Rückweg anzutreten und nicht über jenen Platz zu ziehen. General Zurlinden entsprach seinem Wunsche, und daraus schließen nun die Antidreysusianer auf die Korrektheit des Generals de Pellieux, der jede Straßen­unruhe vermeiden und der ihm zugedachtenGenugthuung für Angriffe der Dreyfusler" aus dem Wege hat gehen wollen. Bezeichnender Weise machen die Antidreyfusler dem General Pellieux jetzt ein Verdienst aus dem geraden Gegenteil dessen, was sie früher als patriotischen Entschluß feierten, nämlich die Absicht, Deroulede beim Staatchtreich

Haus- und Geschäftsmakler, Stellenvermittler usw.;

7. der Privatangestellten wegen Gehalts usw.;

8. der Arbeiter wegen des Lohnes;

9. der öffentlichen und privaten Anstalten für Unter­richt, Verpflegung, Heilung, sowie der öffentlichen privaten Lehrer wegen ihrer Honorare;

10. der Aerzte und Medizinalpersonen für Dienstleistungen, sowie der Rechtsanwälte usw. für Gebühren und Auslagen.

oberen Nil einen weiteren Schritt gethan; britische Truppen I haben die' einstige ägyptische Provinz Bahr-el-Ghazal end- gittig besetzt. Im Jahre 1894 wurde diese ehemals vor dem Aufstande des Mahdi zu Aegypten gehörige Provinz an den Kongofreistaat verpachtet, hauptsächlich gegen Austausch eines Lanostreifens zwischen den Seen, Tanganjika und Albert Eduard für die beabsichtigte Kap-Kairo-Bahn. Sowohl v Frankreich! als auch! Deutschland erhoben Einspruch mit der abgeänderten Form genehmigt, in der es vom Senat dem Ergebnis, daß aus dem beabsichtigten Tausch nichts an sie gelangt war. Dieses Gesetz ist in erster Linie anti- wurde. König Leopold verzichtete in einem Abkommen mit klerikal. Namentlich den religiösen Genossenschaften werden Frankreich! auf alle ihm durch die Pachtung gleichzeitig erhebliche Schwierigkeiten in den Weg gelegt, in erster zugefallenen Rechte in dem Gebiet nördlich von 5 30" Lime den Jesuiten, Dominikanern und Assentionisten. nördlicher Breite. Dieses Gebiet war die von Belgien ver- Wrder ine Gewohnheit erntete der Exboulcmgist Gauthier waltete Enklave von Lado. Ta die Belgier somit aus dem einen ansehnlichen Erfolg, als er eine Frage cm den Mi- Bahr-el-Ghazal gedrängt waren, warf Oberst Marchand für ^Präsidenten richtete. Es handelte sich um den Unfug Frankreich! die Augen daraus. Seine Expedition durchquerte der Motorwagen aus den Landstraßen und im Innern der die Provinz und hielt sie teilweise besetzt; aber nach dem Ortschaften, über den alle Welt sich beschwert, da niemand Faschada-Zwischenfall verzichtete Frankreich seinerseits auf mehr seines Lebens sicher ist. Dn: Redner führte mehrere alle Ansprüche auf Bahr-el-Ghazal. Mit Abyssinien zu- Beisprele von Unfällen an, beten letzter sich auf der Wett- sammen bekämpfen die Engländer einen neuen Propheten, - 1 dentollen Mullah", der sich als Nachfolger des Mahdi

Baum, der in der nährenden Erde seine Wurzeln hat, mit cmsipielt und unter den leicht erregbaren Schwarzen ein seinem Gipfel aber über das Land hinausschaut. Holz- Heer zusammengebracht hat. Schon haben verschiedene Zu- amer veröffentlichte jungst im Berlage von Eugen Diederichs sammenstöße stattgefunden, aber der Aufruhr dauert un- in Leipzig ein stattliches Novellen- oder richtiger Skizzenbuch vermindert fort. , .

c>m Dorf und hrnnfitn -in u Der Burenkrreg wird sortgefuhrt. Aus den Auf-

?ine ffipih? frfmrf unh trpit ilärungen, die der Staatssekretär des Krieges in Eng-

Hnfnmpi? o5Pn hör QpJÜ ^"äblzüge aus dem sand, Brodrick, dem englischen Parlam^t auf Anfrage gab,

c*T vSCn der Leute im Odenwalde enthält, das tn I ge^t hervor, daß Präsident Krüger shatsächlich mit den schlichten, zum Teil ergreifenden kurzen und knappen Lebens-1 Burenführern Botha, Schalk Burger, Steijn usw. dank bildern von prägnanter Geschlossenheit uns eine stille Welt Kitchieners Erlaubnis in Geheimsprache drahtlich korrespon- erschließt. Die Freude an feinem Kleinwerk ist es, die uns biert hat; die Regierungsvertreter der beiden Burenstaaten sein Buch besonders genußreich macht. Einige dieser kleinen " ' " -- --- - -

Erzählungen find von herber Tragik, andere nicht ohne Hnmor, alle aber sind echt. Wir leben, wir fühlen mit diesen einfachen Leuten, die in voller Plastik vor uns stehen, und deren Ge­schicke uns so im tiefsten berühren wie die unserer Nächsten.

Alfred Bock ließ vor wenigen Wochen im bekannten Berlage von F. Fontane & Co. in Berlin einen neuen Roman erscheinen,Der Flurschütz". Die eigentliche Hauptperson ist allerdings nicht der Flurschütz, sondern dessen Magd, die Christine, deren Liebster der leichtsinnige Sohn des Flurschützen war, bevor sie in dessen Haus kam. Abcr auch d,e anderen Personen sind scharf charakterisiert, jede Situation besitzt volle Anschaulichkeit. Die Darstellung ist sicher, markig, das tägliche Leben der kleinen Leute mit den Entwickluugen und Katastrophen des kurzen Romans geschickt verknüpft, die Sprache der Dialekt der ländlichen Umgebung

flcn ro ?cr Vilich mitunter auch in die verbindende epische Rede venrrt. Der aus der ganzen Anlage der Er­zählung sich Nicht mit unbedingter Notwendigkeit, sondern mehr zufällige tragische Schluß ist vom vorletzten Kapitel an allzu deutlich vorbereitet Alles in allem genommen ist es em Buch von gesundem Realismus, von tüchtiger Men Len- kenntniS und eindrucksvoller Lebensbeobachtung R

Wir wollen hoffen, daß sich aus diesen schätzenswerten Anfängen die litterarische Heimatkunft in Hessen kräftig ent- «ick°ln wird. Genau so wie der ostpreuhische oder sPesi che Boden, besitzt rote man auf dem Schassen HolramerS und Bocks ersieh, der hessische Boden fruchwerh-N «kime zu einer Heimalkunst, die vollaus wert ist, weitesten Einflub dermaleinst zu gewinnen. P.'W

ftorbenen uneigennütziges unb nachhaltiges ^treten fürI fahrt in öutvu^ wo erklingen "und nannte es den deutschen W^taat von.dem LerfMes,A eitte solche Wett-

fahrt nach Berlin über Bazeilles unb ©ebernun!tiuuotnxnen werben konnte. Ter Heimweg geht über Metz rief eme Stimme die ebenfalls Beifall erntete. Gauthier soroe^re den Ministerpräsidenten und Minister des ^^ ^mgcnd auf, endlich die verheißenen Maßregeln zu treffen^ uno versvrach ihm die Unterilugung öe§ fl<WJ fTMntnu'nbnt I für 'ben daß er aus eigener Machtvolltvmml.nv. ir nichts zu thun wagte. Ministerpräsident Wnldeck-Rousftau inuu^i unu iut vui ctiiiyt» ouivn«*-- Cxrfvntfpna. I erimbcrtc er hätte die Schnellfahrten schon vor neun - -

Perioden seines politischen und biplomatilchen C^Wn untersagt wenn man ihm nicht bemerklich gemacht

hat sich! Fürst Hohenlohe als ein Mann von^Charakter naten unter)agr, rau 'roefentIi^ tobef|erung ber

Körinen unb Weisheit der Mäßigung ^ergt un s! Transvortmittel. So wurde die Erlaubnis unter der Be- allen seinen Schaffensgebieten hat er spuren fegens r. ch I.. erteilt daß die Schnelligkeit zwanzig Kilometer Wirksamkeit hinterlassen. Hock anzurechnen I hie Stunde nicht übersteigen dürfe. Tie Erfahrung habe

daß er nach Caprivis Rücktritt dem Rufe de» Kais , f g I getroffenen Vorsichtsmaßregeln nicht ge-

und die schwere Erbschaft »erroa0t^ Regierung habe daher den Beschluß ge-

postens annahm. Stander f^n w ^o^t far?t bie von Motorwagen nur unter der Be-

Alter, in dem die Meisten den Staub der ta^t fie sich innerhalb der vor-

Tfiätiakeit längst von den Fußen geschüttelt haben, um I .9 .9 0 9, r?in nhpr hm

Ruhe und Muße wohlverdient zu genießen. Der Fürst gab damit ein neues Beispiel seines alle Zeit zu ^Psern be-I reiten Patriotismus. Er hat ja fteilich> als Kanzler keine besonderen Lorbeern gepflückt. Zum Teil lag das an den Verhältnissen, und wenn es dem Kanzler in den letzten fahren seiner Thätigkeit nicht mehr gelingen wollte. Be­weise einer besonderen politischen Thatkraft zu erbringen, so wird man auch« hier in Anbetracht der maßgebenden um­stände und in Bezug auf das hohe Alter des Staats­mannes - nicht die schärfsten Register kritischen Urteilv aufziehen. Fürst Hohenlohe blieb bis zuletzt ein treuer Patriot und treuer Ti en er des Staats unb des Gemein­wohls. Tem hochbefähigten Staatsmann, und Diplomaten, dem unentwegten nationalen Politiker, wird jeder deutsche, der Respekt vor tüchtigem Können unb makelloser Gesinnung hat, allezeit ein treues Andenken bewahren. In den Annalen ber deutschen Geschichte aber wird der Name des ver­storbenen Kanzlers als ber eines Mannes verzeichnet stehen, der dem deutschen Volke und feiner Einigung große Dienste geleistet hat; mit den Besten unserer großen Zeit wird!

stets auck). ber Heimgegangene genannt werden.

Ter österreichische Minister des Auswärtigen, Gras Go- luchowski, hat eine Reise nach Frankreich angetreten und wird dabei auch nach Paris kommen. Tiese Reise erhält eine größere politische Bedeutung durch den Umstand, daß er unter dem begeisterten Lärm der Verbrüderung zwischen Franzosen und Tschechen in Prag nach Frankreich reifte. | In Prag feierten die Turner, Sokols (üach> ihrem Abzeichen, dem Falken, so genannt) ein großes Fest, unb in Frank­reich erinnerte man sich, baß diese Tschechen besonders auf dem historischen Turnfest in Nancy, wo der russische Großfürst Konstantin das französisch-russische Bündnis ein­läutete, sich mausig gemacht haben. Der Pariser Gemeinde­rat, der jetzt in seiner Mehrheit nationalistisch ist, nahm

den Krieg zur Erreichung eines befriedigenden Zieles und weil schon so viele Opfer gebracht worden seien, sortzu- ühren. So sind die Friedensaussichten vollständig aus-, geräumt.

Aus Stadt und Land.

lDer Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist unter genauer Quellenangabe: »Gietz. Anz»^ gestattet.) ** Professor Dr. Olt von der tierärztlichen Hochs­chule in Hannover hat, wie wir hören, den Ruf an die hiesige Universität angenommen. Vor seiner Berufung nach Hannover war Prüf. Olt Repetitor an der tierärztlichen^ Hochschule in Berlin. Er ist em geborener Hesse, aus Höchst im Odenwald stammend.

-0 Die Gießener Sektion Größer Belchen des Vogesenklnbs veranstaltete am Samstag Nachmittag am LudwigSbrunnen am Abhange des SchiffenbergeS ein Waldfest. Um 1/24 Uhr fuhren stark besetzte Omnibusse vom LudwigSplatze nach dem Walde ab, die Mehrzahl der Teilnehmer aber wanderte auf denGebrüder BeenekeS", wie der Berliner sagt, dem schönen Waldplatze zu. Ein reizendes idyllisches Fleckchen Erde, eine Art Thalkessel auf Bergeshöhe, mit schönem Ausblick auf die nordöstlichen Ausläufer unserer Stadt und die Höhen des DüvSbergeS, dieser Platz am LudwigSbrunnen. Dort waren Tische und Bänke aufgestellt worden, und bald herrschte ein munteres Leben und Treiben, nachdem mau den Kaffee zu sich genommen hatte. Dem Späterkommenden bot sich so­gleich ein reizvolles Bild dar: in grünem Rahmen eine Fülle bunt bewegter Szenen, namentlich fesselnd durch die lebendige Staffage, immer wechselnd, immer anmutig und farbenfroh