Pandenen Streit, nric er in jeder Garnisonstadt leicht vor- tomme; er störe nicht die zwischen den englischen und französischen Behörden bestehenden herzlichen Beziehungen.
• *
Telegramm deS Gießener Anzeigers.
Shanghai, 6. Juni. Tie „North China Daily News" meldet: Durch ein kaiserliches Dekret ist die Abhaltung von besonderen Prüfungen für die Besetzung der Aemter bei der geplanten Regierungsreform angeordnet. Die Kandidaten sollen teils aus t>er Pekinger Beamtenschaft gewählt, teils von den Vizekönigen und Gouverneuren der Provinzen ernannt werden. Auch werde durch ein Dekret die Abschaffung der jährlichen Tributsendungen an den Hof, ausgenommen Thee und Arzeneien, verfügt._____________
Deutsches Reich.
Berlin, 5. Juni. Ter Kaiser empfing gestern die Mutter und die Gemahlin des in Peking ermordeten Gesandten v. Ketteler. Zur Frühstückstafel war Direktor Ballin vom Norddeutschen Lloyd geladen. Heute empfing der Kaiser den Gesandschaftsdolmetscher Cordes.
— Nachdem mit Genehmigung des Kaisers die Feier der Enthüllung des Nationaldenkmals für den Fürsten Bismarck auf den 16. Juni er., mittags 12 Uhr, festgesetzt worden ist, machst das Zentralkomitee bekannt, daß die für den 3. Juni er. ausgegebenen Karten Giltigkeit behalten, und daß am Tage der Feier die Plätze spätestens bis 11.45 Uhr zu besetzen sind.
— Während der Dauer der Kaisermanöver, die zwischen dem 1. und 17. Armeekorps vom 17. bis 19. September zwischen Danzig und Dirschau stattfinden, wird der Kmser an Bord seiner Yacht „Hohenzollern" Wohnung nehmen, die zu diesem Besuche bei der Kaiserlichen Werft in Danzig vor Anker geht. Das kaiserliche Gefolge und die fürstlichen Gäste werden dagegen in Hotels und Privatlogis untergebracht werden, so wird u. a. Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschsweig, beim kommandierenden General v. Lentze wohnen. Am 7. September findet bei Königsberg Parade des 1. Armeekorps und am 16. September bei Danzig Parade des 17. Armeekorps statt.
— '^ent Bundesrat ist der Entwurf einer Verordnung über die T a g e g e l d e r, die Fuhrkoshen und die Umzugskosten der,Reichsbeamten zugegangen. Danach sollen die Reichsbeamten bei Dienstreisen folgende Tagegelder erhalten .-Die Chefs der obersten Reichjsbehörden 35 Mk; die Direktoren 28 Mk.; die Vortragenden Räte 22 Mk.; die Mitglieder der übrigen ReichDbehörden 12 Mk.; die Subalternen der übrigen Reichsbehörden und die Unterbeamten 4 Mk. — Tie Verordnung ist im übrigen durchweg dem Vorgänge des preußischen Gesetzes vom 21. Juni 1897 gefolgt und soll bereits am 1. Juli 1901 in Kraft treten.
— Tie „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Nachdem die Pforte für Waren kretischer Herkunft bei der Einfuhr in die Türkei bisher die Beibringung eines Ursprungszeugnisses gefordert hat, die von einer Konsularbchörbe. der vier kretensisch^n Schutzmächte beglaubigt sein mußten, ordnete sie jetzt an, daß für diese Waren zukünftig auch die von den Kaiserlichen Konsularbehörden in Kreta beglaubigten Ursprungszeugnisse von den türkischen Zollbehörden zugelassen werden sollen.
— Ter Gesetzentwurf über die Reform des Urheberrechts ist vom Bundesrat nicht sofort bestätigt, sondern vielmehr an die einzelnen Regierungen zur nochmaligen Aeußerung überwiesen worden.
— Wie die „Augsb. Abendztg." meldet, lautet § 6 des in der letzten Sitzung des Bundesrats angenommenen Entwurfes der neuen Prüfungsordnung für Aerzte, der über die Zulassung zur ärztlichen Staatsprüfung handelt:
„Ter Meldung ist beizufügen das Zeugnis der R e i f e von einem deutschen Gymnasium oder von einem deutschen Realgymnasium. Tas Zeugnis der Reife von einem humanistischen Gymnasium ober von einem Realgymnasium außerhalb des Deutschen Reichs darf nur ausnahmsweise als genügend erachtet werden."
Danach ist die weitergehende Bestimmung, daß auch die Oberrealschul-Abiturienten, wenn sie sich! einer Nachprüfung im Lateinischen unterzögen, zum Studium der Medizin berechtigt sein sollten, zu deren Ungunsten wieder aufgehoben worden.
— Zur Verbesserung des Postanweisungsverkehrs macht Tr. Neubecker in der „Deutschen Ju- ristenztg." einen beachtenstverten Vorschlag. Die Reichspost ist dem Wunsche des Absenders, vom Empfänger eine Quittung zu erhalten, insoweit entgegengekommen, als sie dem Postanweisungsformular eine Postkarte zur Rückantwort beifügt, falls der Absender, der auch das Porto dafür zu tragen hat, dies verlangt. Aber die Ausfüllung der Antwort mit der Empfangsbestätigung (Quittung) steht in dem freien Ermessen des Empfängers, und so wird der Absender doch in den meisten Fällen ohne die ihm zu Recht zustehende Quittung bleiben. Tr. Neubecker macht nun folgenden Verbesserungsvorschlag: Man übergebe die Quitt- nngskarte dem Empfänger nicht zum beliebigen Gebrauch, sondern die Postanstalt lasse das Geld nur gegen zwei Quittungen auszahlen; eine auf der Postanweisung für die Post und die zweite auf der Rückkarte für den Absender, dem das Postamt die Quittung zusendet. Danach wäre das Reckst des Absenders auf eine Quittung sichergestellt, ohne den Empfänger oder die Post zu stark zu belästigen.
Lübeck, 5. Juni. Tie Tagung der deutschen Kolon i a l ge s e l l scha f t wurde heute abend im Beisein von 200 Vertretern eröffnet. Admiral Knhne, Vorsitzender der Abteilung Lübeck, begrüßte die Gäste. Herzog Johann Albreckst von Mecklenburg dankte und brachte ein Hoch auf dre Mteilung aus. 1
Ausland.
Brüssel, 5. Juni. (Senat.) Im Laufe der Verhandlung über das Budget des Aeußern beantragt Flechet me ^trecchung des Gesandtenpostens beim Vatikan. Van Noch er hont benicrtt, die Katholiken würden niemals aufhören, gegen die in Bezug auf den Papst geschaffene Lage Einspruch zu erheben. Unter großer .Heiterkeit erklärt Te- coster: Mobilisieren wir die Flotte, überziehen wir Italien mit Krieg, die frühere Macht des Papstes wieder herzustellen. Abbe Keesen erklärt, die Wiederherstellung der Weltmacht des Papstes werde durch die Vorsehung bewerkstelligt, wenn man den Papst 50mal aus Rom verbanne, werde er 50mal triumphierend dorthin zurück- lehren.
Rom, 5. Juni. Heute sand im Quirinal die standesamtliche Eintragung der Geburt der Prinzessin Jo- landaMargheritaMilenaElisabettaRomana Maria statt.
— Ter Papst empfängt seit zwei Tagen keinen Fremden, da er augenblicklich an einer Schrift, wie man glaubt, an einer Dichtung arbeitet. Er erfreut sich des besten Wohlbefindens.
Wien, 5. Juni. Der Großherzog von Sachsen- Weimar ist heute zum Besuche der Familie des Herzogs von Cumberland nach Gmunden gereist. Tiefer Besuch wird mit einem Verlobungsgerücht in Zusammenhang gebracht.
Aus Stadt und Land.
«eben, 6. Juni 1901.
** Das Großh. hessische Regierungsblatt Nr. 37, herauS- gegeben am 4. Juni, enthält die Bekanntmachung, die Ausführung des Gesetzes über den Verkehr mit Wein, weinhaltigen und weinähnlichen Getränken vom 24. Mai 1901 betreffend.
•* Den Mitgliedern der Zweiten hessischen Kammer wird bekanntlich die freie Fahrt auf den hessischen Staatsbahnen zwischen ihren Wohnorten und der Landeshauptstadt, die auf die Dauer der Sitzungsperioden gefordert war, vom preuß i sch en Eisenbahnmimster verweigert. Warum, so fragt jetzt ein Mainzer Korrespondent der „Franks. Ztg." mit vollem Recht, hat unsere Zweite Kammer im Jahre 1896 bei der Beratung des Staatsvertrages sich dieses Recht nicht ausbe- dungcu? Schwerlich hätte Herr v. Thielen den Vertrag an einem solchen Vorbehalte scheitern lasten, schon deshalb nicht, um uns damals nicht erkennen zu lassen, was wir nun freilich längst wissen, nämlich, daß die sogenannte preußisch-hessische Eisenbahngemeinschaft die preußische Herrschaft auf den hessi- chen Bahnen bedeutet. In Zusammenhang hiermit wird vielleicht zweckmäßig daran erinnert, daß in Preußen zwar auch nicht die Mitglieder des Abgeordnetenhauses, da sie Reisekosten und Diäten beziehen, aber doch die Mitglieder >es Herrenhauses während der Sitzungsperioden freie Eifeu- mhnfahrt zwischen ihren Wohnorten und Berlin genießen. Soweit uns bekannt ist, ist diese Vergünstigung weder in der ireußischen Verfaffung noch in einem Gesetze verbrieft, allein le besteht. Für unsere Zweite Kammer wäre es da wohl am Platze, diesen Zustand einmal nach seiner Wirkung aus ms hessische Jntereffe an der Finanzgemeinschast recht gründ- ich zu untersuchen. Und geschähe es auch nur mit dem Er- olge, daß in Berlin das, was dort den preußischen Herren als recht gilt, vielleicht doch den hessischen Herren — wir meinen den Mitgliedern der Ersten Kammer — als billig etngeräumt wird.
** Zur Wahlreform. Im „Mainzer Journal" erscheinen eingehende Betrachtungen zur hessischen Wahlreform, die wohl den ZentrumSabg. Molthan zum Verfaster haben. Die Artikel empfehlen die Annahme des von der Regierung dem Landtage vorgelegten Gesetzentwurfs, weil darin das direkte Wahlverfahren gewährt wird. „Allerdings", so heißt es be- merkenSwerterweise weiter, „erachten wir es als dringend notwendig, als Korrelat des Wahlrechtes auch die Wahlpflicht eivzuführen." Da auch bei den Nationalliberalen ür die Wahlpflicht Stimmung ist, rückt diese Bedingung in >en Vordergrund, der mau einen erheblichen Wert nicht ab- prechen wird.
* * Das Fronleichnamsfest, daS Fest Corporis Christi, >ringt heute der katholischen Bevölkerung einen in der schönen Sommerzeit recht willkommenen Feiertag.
* e Das 1. Abonnements-Konzert der hiesigen Regiments- apelle findet Donnerstag, 13. Juni, in Steins Garten statt. Als Solist hat Musikdirektor Krauße den Doppel-Piston- virtuosen Kuhl aus Erfurt gewonnen und steht also ein doppelter musikalischer Genuß bevor.
♦ * Ein großes Gartenfest veranstaltet auf der „LiebigS- öhe" am Sonntag, 9. Juni, der Gemischte Chor des Evang. Arbeitervereins. Die Festlichkeit beginnt nachmittags 3 Uhr und besteht aus Konzert, Gesaugsvorträgen, Jugeudspieleu und Tanz. (Bgl. Inserat.)
** Ein Riesen-Kornhalm von 2.53 Meter Länge, wurde uns heute morgen auf der Redaktion vorgezeigt. Der Riese chaute mit etwa 6 Haupteslängen aus der Armee seiner r eldgenoffen in der Heuchelheimer Gemarkung hervor.
△ Crainfeld, 5. Juni. Der Eisenbahnbau-Unternehmer Ernst Sohre in Grebenhain hat dieser Tage plötzlich zirka 40 Arbeiter entlassen. Nun gehen diese (nur aus ändische) Arbeiter ganz mittellos ohne Geld und Brot hier erum und können trotz Anfrage an anderen Plätzen keine Arbeit bekommen.
+ Hartmauushain, 5. Juni. Der 60 Jahre alte Landwirt Johannes Groh III. in Bermuthshain erlitt bei einem Wohnhause auf ebener Erde einen Beinbruch, als er im Begriff war au einer Wafferpumpe zu arbeiten.
W. Nidda, 5. Juni. Die gestern stattgehabte Beerdigung des gestorbenen Dekans, Kirchenrats und 1. Pfarrers n Nidda, Johannes Hosmeyer gab einen Beweis für die ungewöhnliche Liebe und Verehrung, die dieser im Leben genoffen. ES beteiligten sich Geistliche, Lehrer, Vertreter der Behörde, besonders die Gemeinde in solchem Maße, daß die geräumige Kirche nicht alle fassen konnte. Die Zahl der ostbaren Kränze war schier endlos. Bei der Leichenfeier in »er Kirche hielt Dekanats-Stellvertreter, Pfarrer Fischer- Eichelsdorf, Liturgie und Leichenrede. Der gemischte Chor trug unter Leitung des 2. Pfarrers Werner daS Abt'sche „Ueber den Sternen" vor. Prälat Dr. Habicht sprach als Vertreter der obersten Kirchenbehörde. Am Grabe widmete der 2. Pfarrer Werner namens der Kirchengemeinde seinem Amtsbrudcr einen warmen Nachruf; der Männergesangverein trug das Lied „Wie sie so sanft ruh'n" vor. Die Einsegnung hielt Assistent Herrmann. Kränze legten nieder Vertreter der Stadt, der Gewerbeschule, der Sparkaffe, der Gesangvereine, der Konfirmanden und der Schüler. Am Leichenzug, dergleichen hier noch nicht gesehen wurde, nahmen die Vereine sowie die maffenhast gekommenen Vertreter der Behörden. Geistlichkeit, der Lehrer und besonders der Gemeinde teil. Die Feuerwehr hielt die Ordnung ausrecht, und deren Kapelle
spielte im Zug und am Friedhof. Der Entschlafene hat 48 Jahre im Dienst der Kirche und 36 Jahre in Nidda gewirkt, außerdem war er auch Mitglied der Kreisschul- kommisfion.
Ä Aus dem Vogelsberg, 5. Juni. Zu Beginn dieses Frühlings befanden sich die Bienen in einer solch schlechten Lage, daß aus Jmkerkreisen vielfach die Meinung kam. Schwärme seien wohl in diesem Jahre überhaupt nicht zu erwarten. Diese Befürchtung ist nicht eingetroffen; auf verschiedenen Ständen hat es schon Schwärme zu Ende Mai gegeben, ebenso wurden uns solche dieser Tage gemeldet. Daneben zeigen starke Völker ziemlich großen Honigvorrat» Die überaus heiße Witterung begünstigt sehr die Honigernte. Allerdings bleibt als Hauptmißstand der Imkerei der Mangel an starken Völkern. Der sehr strenge Winter hat zu viele Bienenvölker vernichtet und zu viel erhalten gebliebene an Volkszahl geschwächt, sodaß der jetzige Honigvorrat der Blüten nicht voll ausgenützt werden kann.
§ Wenings, 5. Juni. Tief in unserem Volkscharakter steckt noch der Aberglaube. So ist hier dec Glaube verbreitet, daß durch ein Storchnest eine Hofraite vor dem Blitzschläge gesichert sei. Hier ist nun dieser Tage ein Storchenpaar mit seinen Jungen auf dem Neste vom Blitze er. schlagen worden. Hoffentlich hellt diese Thatsache manchen von dem Aberglauben. Uebrigens giebt es auch noch andere abergläubische Dinge, die „blitzficher" machen sollen. So der Besitz eines Donnerkeiles (Meteorsteines), eines SpahneS an» dem Holze eines vom Blitze getroffenen Baumes, eines „Christklöppels", das ist ein während des WeihuachtSgeläuttS verbrannter Stock u. v. a.
Darmstadt, 5. Juni. Heute nachmittag fand im RathauS- saale in Gegenwart der Protektorin, der Großherzogin, die Generalversammlung des Vereins Hessisches Lehrerinnenheim statt. Die Präsidentin des Vereins, Frau Lilli Wolfs kehl, sprach zunächst der Großherzogin ür das Allerhöchste Erscheinen ihren Dank ans und begrüßte darauf die übrigen Erschienenen. Im verfloffenen Jahre sei — so berichtet daS „Darmst. Tagebl." — nichts besonderes vorgekommeu. An Stelle der wegen Krankheit am Erscheinen verhinderten Kassiererin, Fräulein Wider, erstattete Fräulein Müller die Rechnungsablage für das abgelaufene Jahr. Die Einnahmen beliefen sich auf 12 697,99 Mk., wovon auf >as Lehrerinnevheim 2972,39 Mk. für Haushaltung ent- allen, die Ausgaben auf 12 223,61 Mk., wovon auf das !ehrerinnenheim 4440,47 Mk. kommen, und zwar für zwei Angestellte 683 Mk., Steuern 90,93 Mk., Verwaltungskosten 98,10 Mk., Haushaltung 2890 Mk., WafferziuS 48,32 Mk., Steinkohlen 449,86 Mk., Unterhaltung für das Gebäude 100 Mk., desgleichen für den Garten 80 Mk., mithin bleibt ein Kaffevorrat von 474,38 Mk. Das Lehrertnnenheim war tändig von 2 Lehrerinnen bewohnt, 2 weitere find ange- meldet. Vom 1. Juli 1900 ab war es von 34 Paffanten an 201 Verpflegungstagen besucht; darunter befanden sich auch solche aus dem Ausland (England und Amerika). Der Voranschlag für den Zeitraum vom 1. Januar 1901 bis 30. März 1902 bilanziert in Einnahme und Ausgabe für den Gesamtverein mit 6500 Mk., für daS Lchrerinnenheim mit 5025,66 Mk. Die Rechnungsablage, die geprüft worden ift, fand keine Beanstandung, der Voranschlag wurde geneh- mißt. Oberbürgermeister Morneweg äußerte sich darauf über den Plan der Vergrößerung des Heims, die wohl un- abweislich sei, da jetzt schon Gesuche um Aufnahmen abge« wiesen werden müßten. Vielleicht könne, nach einem vorauf- egangenen Beschluß der Generalversammlung, schon im Früh- ahre n. Js. mit dem Bau begonnen werden. Oberregie' rungsrat Weber ist dagegen der Ansicht, daß eS geratener ei, das jetzige Grundstück für einen entsprechenden Preis zu veräußern und mit wenigen Mitteln ein neues größeres HanS, )aS zweckmäßiger als das jetzige sei, vielleicht außerhalb der Stadt zu erbauen. Nichts sei teurer als Um- und Anbanen. Die Präsidentin, Frau L. WolfSkehl, sprach darauf der Großherzogin unterthänigsten Dank für das dem Verein >urch die Allerhöchste Gegenwart von neuem bewiesene Interesse aus und dankte auch den Vorstandsmitgliedern für die Unterstützung, die sie dem Verein auch in dem verflossenen Jahre hätten zu Teil werden lassen. Frl. Reh, Lehrerin an )er Viktoriaschule, sprach der Präsidentin des Vereins, Frau !. WolfSkehl, in warmen Worten für ihre Mühewaltung und ijre frische und erfolgreiche Leitung des Vereins Dank aus, und knüpfte daran die Bitte an die verehrte Präsidentin, dem Vereine auch fernerhin dasselbe lebendige Jntereffe zu be« wahren wie bisher.
Frankfurt, 5. Juni. Wie den „Frkf. N. N." mitgeteilt wird, hat der Kaiser das von Herrn Dauth eingereichte Gnadengesuch, worüber wir seinerzeit berichteten, genehmigt und die Post hat die von ihr mit Beschlag belegten Sachen gestern zurückgegeben. Die hohe Strafe von 20 900 Mk. vurde aus 200 Mk. herabgesetzt. Hierdurch ist eine Ange« egenheit aus der Welt geschafft, die seinerzeit großen Staub anfwirbelte. (D. der Inhaber einer Privatpost, wurde feiner* zeit wegen Postdefraudation gepfändet. (D. Red.)__________
Vermischtes.
* Berlin, 5. Juni. Vom gestrigen Tage sind ein Selbstmord und drei Selbstmordversuche zu verzeichnen. In einem Hotel in der Friedrichstraße erschoß sich eine etwa 30 Jahre alte Frau, die sich als Direktorin A. aus Hamburg in das Fremdenbuch eingezeichnet hatte. — Das Dienstmädchen Marie R. sprang an der Potsdamer Brücke in den Landwehrkanal. Sie wurde mit dem Rettungsball sofort wieder herausgezogen. Als Grund für ihren Selbstmordversuch gab .sie an, daß sie bei ihrem Dienst zu schwere Arbeit hätte. — In der Wohnung seiner früheren Verlobten, der Näherin Margarethe B. in der Pankstraße, versuchte der 22 Jahre alt Schriftsetzer Otto S. nach einem vergeblichen Versuch, daS am Tage von dem Mädchen gelöste Verhältnis wieder anzuknüpfen, sich durch einen Revolverschuß in die Brust zu töten. Der Schwerverletzte wurde nach der Charite gebracht. — Der Buchdruckereibesitzer Reinhold D. wurde heute nacht in seiner Druckerei von der herbeigerufenen
* S<!dM°rdv>r
M 3*
tongteH1 fit«'”' zwanglos- A
allen 2*
* gilt ff
Wire aus ol< rittet wurden Personen scheu ♦ Berlri Nord wurde beiter Kluth v Hose ging, du gewaltigen «r inngeren Toch sie alsbald d< man noch l jedoch W Tas jüngste, letzt. Nach > wurde jedoch
' 8reS wurde in der Fleischergesek „Heute mu Mittags dem einem Messer Mörder ift vei * Brest Gesellschaft in straft saß, sti meine Existenz ihn durch einet Schüsse wurdet der andere an ergriffen und i Hans Melde, worden ist.
* Bresli er zur Füllui der italienische vergiftet.
*DomB aus Myslowitz scheu Gebiete Auhrwer/ Dom sowie bie $jei
*EineM vormittag bette '1W w Äjcha auch an der Theresia h auf, übergab d die Thüre wie begab sich ein ahnenden nng Ter Stich gjm noch um Hilfe verließ sofort ourgcrstraße - geseh bersch Anwese Hintergebäude 'W heraus. ?ahn durch \ händigte Poljz verschiede große Anzahl: ""deine Anzct W Haibach u ^oltzeimann § Spur des Mör genannten V Sä'
?■ November h(W Person ^nehmen fam ^rnommen s ff? lvdann jr
Mui des i.J/ stark
• er te»™:,


