Ausgabe 
6.2.1901 Zweites Blatt
 
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sches Lanzenreiterregiment (3 Schwadronen), 12 Feldbatterien, 4. Kompanie der Bengalischen Pioniere. Oesterreich Ungarn: Landungsabteilung. Japan: 21. Infanterieregiment, 2 Schwa vronen des 5. Kavallerieregiments, 2 Batterien des 5 Artil lerieregiments, 1 Pionierdetachement. Italien: 1 Bataillon Infanterie, 1 Matrosenabteilung (400 Mann), 3 Kompag­nien Bersaglieri, 1 Batterie Artillerie. Frankreich: 3 Ba taillooe Marineinfanterie, 2 fahrende, 2 Gebirgsbatterieen.

In Marseille trafen mit der Poft aus China nähere Mitteilungen über die R.gelung der französischen Beute, frage ein. Die noch auf chinesischem Gebiet befindlichen erbeuteten Gegenstände sollen, wie sie sind, zurückerstattet, die bereits versandten worunter vor allem die auf Veran­lassung des Generals Frey in Frankreich eingetroffenen zu verstehen sein werden in Frankreich öffentlich versteigert und der Erlös von der chinefischerseits zu zahlenden Kriegs entschädigung in Abzug gebracht werden.

der Attentäter sind heute morgen durch die Gendarmerie ge­schlossen nach Gießen abgeführt worden; ein vierter konnte noch nicht festgenommen werden. Von anderer Seite gehen uns folgende ausführlicheren Mitteilungen zu: In vergangener Tlacht gegen 1 Uhr vernahm man in der Reitgasse ein Hilfe­rufen, durch das dis Bewohner aus dem Schlaf aufgeweckt wurden. Die Herbeigeeilten sahen noch, daß mehrere, mit dicken Prügeln bewaffneten Burschen, im Alter von circa 22 Jahren, auf zwei auf der Straße liegende Männer schlugen; sie ergriffen jedoch alsbalü die Flucht. Von beiden Verletzten, die man als die Nachtwächter Paulus und Krieb erkannte, lag der letztere aus mehreren Kopf­wunden blutend besinnungslos auf der Straße, l Paulus ist durch Schläge auf Oberarm, Schultern und

D a s ö st e r r e i ch i s ch e P a r l a m e n t ist am Montag eröffnet toorben. Ter die auswärtigen Angelegenheiten behandelnde Passus der Thronrede lautet:

Unsere Beziehungen zu allen auswärtigen Staaten sind fortdauernd die freundschaft­lichsten und tragen wesentlich zur Erhöhung der all­gemeinen Friedensgarantien bei..... Unverändert ist

die Herzlichkeit, die das enge Verhältnis zu den verbündeten Mächten kennzeichnet. Freudig erinnere ich mich der Beweise der Sympathie, die ge­legentlich meines Besuches bei Kaiser Wilhelm auch seitens der Bevölkerung der Hauptstadt Deutschlands so rührend zum Ausdruck gelangte. Tie aufregenden und bedroh­lichen Ereignisse in China nötigten die Mächte, zum Schutze des Lebens und der Freiheit ihrer Vertreter und Angehörigen und zur Verteidigung der Kulturinteressen gegen fanatische Scharen einzuschreiten.

Tie Thronrede erwähnt sodann hie gemeinsame Aktion der Mächte, deren Bemühen auf die Wieder­herstellung geordneter Zustände und auf die Erhaltung der Integrität Chinas gerichtet sei, wodurch ein Rückschlag der dortigen Ereignisse auf den europäischen Frieden glücklicher­weise nicht zu befürchten wäre.

Des weiteren wird die Notendigkeit einer politisch un­beeinflußten Staatsverwaltung betont; in ruhigeren Zeiten werde eine Abänderung der Geschäftsordnung des Reichs­rates ohne Abbruch der Beratungsfreiheit oder der Privi­legien zu ermöglichen sein, blos in dem Sinne der allseitig anerkannten Notwendigkeit der Beschleunigung der Ar­beiten Sodann geht die Thronrede zur Besprechung der Finanzlage und der bezüglichen Vorlagen über und kündigt besondere Kreditvorlagen betreffend die Beseitigung und Er­leichterung einzelner Abgaben an; auch abschließende Maß- nahmen für die Valuta-Regulierung werden erwähnt. Die

c < e ^ra9e stände überall im Vordergrund; der Abschluß der meisten Handelsverträge und im Zusammen­hänge damit die Revision der Zolltarife bilde eine der ernstesten Aufgaben der Regierung. Größere Mittel bean- die Regierung für die Ausgestaltung der Hochschulen im Sinne der neuesten wissenschaftlichen Fortschritte. Ein Staatsvertrag mit dem Deut­schen Reiche über das Urheberrecht wird zu ge­nehmigen fein. a

Tabakkultur im Fahre 1900 nicht weniger als 100 Prozent verdient habe. Demgegenüber beweist dieKorr. der deutschen Tabaksbaukommission", die vom Abg. Geheimrat Haas herausgegeben wird, schlagend und überzeugend, daß sich das relativ erhebliche Grundkapital des deutschen Tabakspflanzers im Laufe des letzten Jahr­zehnts nur mit etwa 2 Prozent verzinst habe. Bezüglich der Tabakpflanzungen des Abg. Frhr. v. Heyl weist die genannte Korrespondenz nach, daß in den vier Jahren von 1896 bis 1899 sich nicht die geringste Verzinsung des Bodenkapitals ergeben, daß vielmehr die Wirtschafts­führung mit einem thatsächlichen Verluste von 16 Mk. pro Morgen im Jahresdurchschnitte abgeschlossen habe. Im Jahre 1890 habe sich ein Gewinn von neun Mark pro Morgen, d. h. also von 1/22 Prozent des Bodenkapitals ergeben. Für eine benachbarte Landgemeinde hat der Verlust in den vier Jahren von 1896 bis 1899 sogar die Höhe von 27 Mark pro Morgen erreicht.

-* Aus demTheaterburearr wird uns geschrieben:Flachs-

mann als Ei zieh er-, der augenblicklich an sämtlichen Bühnen mit durchschlagendem Ei folge gegeben wird, geht yier morgen (Mittwoch) zum vierten Male in Szene.

1 Montag nächste Woche findet ein einmaliges Gast- spiel des Herrn Oskar Bohnäe, ersten Helden und Lieb­habers des Kölner Stadttheaters, statt.

* Gießener Zitherklub. Am Sonntag veranstaltete der Gießener Zuheiktub (Wohlthätigkeitsverein) im Cafo Leib einen Maskenball. Der Andrang war groß, die Ein­trittskarten waren vollständig ausverkauft. Der spanische Gruppentanz wurde herrlich ausgeführt; Tanzlehrer Jos. Möhl hatte fich durch seine Thätigkeit bei Einstudierung des Tanzes verdient gemacht. Der Ball verlief trotz der zahlreichen Teilnehmer ohne Störung. Die Teilnehmer blieben bis zum frühen Morgen zusammen. 275 Paare nahmen an der Polonaise teil. Wie wir hören, hat der Verein einen ganz bedeutenden Ueberschuß erzielt, von dem auch in diesem Jahre wieder eine Weihnachtsbescherung für hiesige bedürf- ltge Kinder veranstaltet wird. Im Interesse des guten Zweckes wäre es sehr wünschenswert, daß das Publikum den Verein kräftig unterstützt.

-o- Wechselfalscher. Wie man hört, soll sich gestern ein ln der Bahnhofstraße wohnender Kaufmann torgen viel­facher Wechselfälschungen selbst denunziert haben, da er nicht mehr in der Lage zu sein behauptet, die von ihm gefälschten, jetzt fälligen Wechsel, die sich im Verkehre befinden, -»nzulösen.

** Unfall. Gestern abend trug sich im Theater ei* kleiner Unfall zu. Während eines Zwischenaktes kam eine junge Dame aus dem Auditorium auf einer kurzen Trepp* zu Fall. Mehrere Herren waren ihr alsbald behilflich, un> der gleichfalls im Theater anwesende Prof. Dr. Sticker nahm sofort eine Untersuchung vor. Er stellte eine erheblich* Beinverletzung fest, deren Heilung mehrere Wochen in An­spruch nehmen wird.

-n. Gasrohrbruch. Von Samstag bis Montag war das Gaswerkspersonal in der Wallthorstraße damit be­schäftigt, die beschädigte Stelle der Straßenrohrleitung auf­zusuchen, die eine größere Gasen tweichung verur­sachte. Das Freilegen der noch etwa 30 Zentimeter fest gefrorenen Straßendecke mußte umso behutsamer ausgeführt werden, als der darunter lagernde, fest zusammengefrorene ^Kies beim heftigeren Anpicken Funken sprühte, während die Gasansammlung unter der dicht abschließenden gefrorenen Pflasterdecke sich auf eine größere Straßensläche ausdehnte. Es wurde schon wegen des, namentlich am Sonntag abends und nachts an dieser Arbeitsstelle herrschenden starken Per- onen- und Wagenverkehrs alle angemessene Fürsorge ge­troffen. Erst gestern mittag wurde, nachdem ein größerer Teil der Leitung freigelegt war, ziemlich entfernt von dev ersten Gas - Austrittsstelle der Rohrbruch ohne weitere Störung gesunden und sofort beseitigt. Ein eigentümliche» Geruch wurde zwar schon mehrere Tage vor der dem Gaswerk gemachten Meldung in dem betreffenden Hause wahrgenommen, man war daselbst jedoch über die Natu» dieses Geruches im Zweifel, wodurch die Meldung sich leider einige Tage verzögerte, während dessen eine größere Gas­menge sich unter der Straßendecke ansammeln konnte. Es ergeht auf Veranlassung dieses Falles deshalb an alle Beteiligte die Mahnung, nicht allein in allen Fällen einer unzweifelhaften Ausstreuung von Leuchtgas aus schadhafter Stelle, sondern auch in solchen zweifel­haften Fällen, unverzüglich dem Gaswerk Meldung zu machen. Wie bei heftigem Frost, so nicht minder bei> tretendem Thauwetter finden Bodenveränderungen statt, die Undichtwerden von Gas- wie auch von Wasserleitungen zur Folge haben können und ist die Direktion des Gas- uni> Wafferwerks besonders dankbar, wenn einschlägig« Wahrnehmungen jederzeit unverzüglich gemacht werden.

-n- Kleiulinden, 3. Febr. Hier sind für dieses Jahr schon zwölf Neubauten angemeldet, und daß auch diese nicht lange leer zu stehen brauchen, dafür spricht wohl die That- sache, daß gegenwärtig sich vierzehn Brautpaare hier befinden.

** Großenliuden, 5. Febr. Die vom Kriegerverein ins Werk gefetzte Sammlung für die Buren lieferte 174 Mk., die heute an die Expedition desGieß. Anz." ab­geliefert wurden. Ein einziger Schenker gab 20 Mk.

e. Staufenberg, 4. Febr. Im Laufe dieser Woche geht das v. Rabenausche Hofgut Friedelhausen an Herrn v. Rieh- selb aus Münster i. W. als Pächter über. Der seitherige Pächter Keiser steht in vorgerücktem Lebensalter.

-r. Oppenrod, 5. Febr. Der Gesangverein Sängerlust feierte am Sonntagabend bei Gastwirt Weller sein Winter­fest, verbunden mit Theater und Gesangsvorträgen. Den Schluß bildete ein gemütliches Tänzchen. Besonders unsere weibliche Jugend hegt den Wunsch, daß der Verein öfter Vergnügungen veranstalte.

fo. Ehringshausen (bei Wetzlar), 4. Febr. In unserem Ort wird im Laufe dieses Jahres ein neues Schulhaus mit Lehrsälen und Wohnungen erbaut. Das alte Gerichtr- gebäude, in dem seither ein Schulsaal war, wird voraus­sichtlich zu Wohnungen eingericht werden.

4- Mendorf a. d. Lda., 4. Febr. Hier mehren sich in jüngster Zeit die Vergehen in erschreckender Weise. Körper­verletzungen und freche Diebstähle wechseln in rascher Folge mit einander ab. Auch vor der Ortspolizei wird nicht mehr Halt gemacht. Gestern abend wurde der Nachtwächter Heinrich Krieb auf der Straße von Burschen, die von einer fröhlichen Schlittenfahrt zurückgekehrt waren, überfallen und durch Schlagen und Werfen arg verwundet. Drei

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Febr. DerReichsanzeiger" meldet: Auf besonderen Befehl des Kaisers wird die Trauer um die Königin Viktoria vom kgl. Hose im Ganzen 3 Monate, in der ersten Hälfte bis zum 8. März in der tieferen, bis zum 22. April in der weniger tiefen Form getragen.

DieTimes" erfährt, der Kaiser habe die Königin Alexandra von England zum Chef des preuß. I. Gar de-Dragoner-Regiments, dessen Chef bisher die Königin Viktoria war, ernannt.

Die Kohlenkommission des preuß. Abgeordneten« Hauses begann heute ihre Beratungen mit der Frage der Feststellung der Produktion gegenüber dem Bedarf. Referent v. Kessel führt aus, die Kohlenknappheit habe im Herbste 1898 begonnen und sei bis zum Frühjahr 1900 gestiegen, worauf die Kohleninhaber eine große Preissteigerung vor- genommen hätten. Die Produktion sei heute normal, aber dec Konsum fei enorm gestiegen. Die Kommission ersucht schließlich die Regierung um Mitteilung des Zahlenmaterials über die Produktion, Ausfuhr und Einfuhr sowie die fis­kalischen Preise von 1897 bis 1900.

Breslau, 4. Febr. Wie dieSchles.Ztg." aus Gleiwitz meldet, hat die Handelskammer des Oppelner Be­zirks heute einnimmig eine Resolution gefaßt, in der es beifjt: Nachdem neuerdings eine amtliche Erklärung abgegeben wurde, daß das von der Regierung abgegebene Versprechen nach wie vor aufrecht erhalten werde, wonach bei Ausfüh­rung der Kanalvorlage die Aufrechterhaltung der gegen­wärtig bestehenden Frachtkostenparität für den Schnittpunkt Berlin zwischen Oberschlesien und Rheinland-Westfalen ge­währleistet werden solle, läßt die Kammer die im Interesse Oberschlesiens gegen die Vorlage erhobenen Bedenken fallen, wobei sie voraussetzt, daß die entsprechenden Maßnahmen, welche besonders auch auf dem Gebiete der Eisenbahntarife, zur Sicherung der bisherigen Wettbewerbsfähigkeit Ober- schlestenS in den gefährdeten Absatzgebieten notwendig sind, in verbindlicher Form in das Gesetz aufgenommen werden, und daß deren rechtzeitige und dauernde Erfüllung gewähr­leistet wird. a u J

Aus Stadt und Land.

Gießen, 5. Februar 1901.

Gedenket der hungernden Vögel!

A. G. De Wet, der Neffe des berühmten Buren- sührers, wird auf Veranlaffung der Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes Hierher nach Gteßen kommen. Er hat seinen Besuch auf die Zeit rom 25.-28. Februar in Aussicht gestellt. De Wet hat kürzlich in Darmstadt, wie wir seinerzeit berichteten, ur b auch in WormS gesprochen, und ganz besonders in WormS war der Andrang fo ac

®cl ä^i Tage dort bleiben mußte, und an M/flM ^nden eine Stunde vor Eröffnung der Versammlung 5®* polizeilich vor weiterem Andrang geschlossen wurden. <-aS Nähere w,rd noch bekannt gegeben werden.

Ausland.

Haag, 4. Febr. Die Vermählungsfeierlichkeiten wurden heute durch ein von drei Vereinen gebrachtes Stündchen und eine glänzende Illumination der Stadt eingeleitet. Eine große Menge hörte auf dem Platze vor dem Palais die wohlgelungenen Gesangsvorträge an. Die Königin sprach den Leitern der Aufführung ihren Dank aus. Später machte die Königin in Begleitung ihres Verlobten und ihrer Mutter eine Rundfahrt durch die herrlich geschmückten und beleuchteten Straßen der Stadt. Die Bevölkerung gab überall, wohin die Fahrt führte, ihrer freudigen Stimmung in lebhafter Weise Ausdruck.

Paris, 4. Febr. Der Senat beriet baß Kriegs, bubget. Die Angriffe bes Grafen Blois beantwortenb. führt der Kriegsminister ans: Der Mut unb bie Selbst­verleugnung des französischen Expeditionskorps sei von allen Nationen anerkannt. Der Minister weist den Vorwurf zurück, er schädige die moralische Einheit des Heeres. Zur Verwirklichung dieser Einheit sei nötig, daß das gleiche Ver­hältnis aller Gesellschaftsklassen in den niederen wie höheren Dienstgraden vorhanden sei. Einigkeit unb Vertrauen bestand jederzeit unter ben Offizieren in Frankreich. Der Minister hofft sie wieder zum Leben zu erwecken unb Mißtrauen unb Haß verschwinben zu machen. (Lebhafter Beifall links.) Lamarzelle protestiert gegen bie Beschulbigung des Ministers, baß unter den Offizieren Haß bestehe, klagt bagegen den Kriegsminister Andre an, er bringe Zwietracht in die Armee. (Beifall rechts.) Schließlich wird ein bie Er­klärungen des Ministers billigender Antrag angenommen.

Rom, 4. Febr. DerAgenzia Stefani" wird aus Asmara gemeldet: Amtliche Nachrichten auß Adiß Abeba bestätigen, daß König Goggiam am 11. Januar ge­worben unb daß sein Sohn Bezabeh, der sich zurzeit'am Hofe Menel'kS aufhält, ihm in der Herrschaft gefolgt ist.

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China.

Sobald bie Mobilisierung ber beutschen Expedition nach Ostasten ausgesprochen war, erachtete es die Reichs-Tele- graphenverwaltung als ihre nächste Aufgabe, einen besondern und billigen Telegraphendienst für die Mitglieder der Expedition unb beten Angehörige in ber Heimat einzurichten. Die Benutzung bes Telegraphen gegen bie gewöhnliche hohe Wortgebühr ton 5.75 Mk. im deutsch- chinesischen Verkehre wäre nur den B-güterten möglich ge­wesen. Jeder Offizier, Beamte und Soldat ber nach Ost. asten entsandten deutschen Land- unb Seestreitkräfte hat eine Telegraphennummer erhalten; diese vertritt für ihn im Tele- gtamm die Adresse, sowohl seine eigene in Feindesland, auch diejenige der Person, welche die von ihm aufgegebenen Telegramme in der Heimat in Empfang nehmen soll. So dann wurden 100 Nachrichten allgemeinen, den Verhältnisstn des Krieges in China angepaßten Inhalts in einem Schlüssel für Feldtelegramme zusammengestellt. Seit Einrichtung dieses Dienstes bis Ende Januar sind von unfern Kriegern 3700 solcher Schlüffeltelegramme nach Deutschland befördert worden Hierfür sind insgesamt etwa 15 000 Mk. an Gebühren er­hoben worden, während die Beförderungsgebühren bei An Wendung der gewöhnlichen Taxe rund 213 000 Mk. betraoen haben würden Jede Schlüsselnachricht enthält in offener Sprache durchschnittlich zehn Worte. Auch von den Er­leichterungen für den Telegrammverkehr in offener Sprache ist vielfach Gebrauch gemacht worden. Von den deutschen Truppen sind auß China 210 Telegramme mit 1500 Worten ""ch Deutschland aufgegebm worden, während in umgekehiter R'chtung 820 Telegramme mit 4800 Worten abgegangen find. Da für bie, Telegramme in offener Sprache nur die Halste ber tarifmäßigen Gebühren erhoben toorben ist, fo ist hierburch für bie Gesamtheit bieser Telegrammauflieferer eine oon ruUb 18 000 Mk. erwachsen. In ber Richtung d'ua find "ur Feldtelegramme in offener Sprache, »lcht aber Schlüffeltelegramme zulässig.

bie ®arnbifnnne6thcn ^richten des Ostasiat. Lloyd besteht ^'1 v?ri Peking auß folgenden Truppen: ^Äomva^ni? '2 ^"santerie-Brigade (< Bataillone), 1 JagerkompagNie, 2 Schwadronen des Ostasiatiscken Reiter- AW A. Tnbn8Je8

MarineExpebitionStorvS: ^2" S-ebMa «one^^Marine'^elb' batt-ne unb Sßionierbetaämert. Rnxtanb'- be« 5. Schilhenregiment», 1 Smaie Koiaten mit 3 Mafchinen gewesen. Bereinigte Staaten von Amerika: 9. ->n!an erie »tcgiment mit 10 Kompagnien, 6. Kavallerie-Reqim-nt 1 Batterie des 5 «rtillerieregiments. Großbritannien: Marin-, abteilung (250 Mann mit 12 Psünbern), 7. Bengalisches Infanterieregiment (6 Kompagnieen), 1 Sikh Infanterie. Regiment, 24. Penbschab - Infanterie-Regiment, 26. Bombay-Infanterieregiment (6 Kompagnieen), 16. Bengali-