Ausgabe 
6.1.1901 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

meisterwahl, die vorgestern stattfand, erhielt unser bis­heriger Bürgermeister Meyer 160, der Polizeidiener Schwalb 158 und der Zimmermeister D e m b e r 16 Stimmen. Die Stichwahl zwischen den beiden ersten Herren findet am 12. d. M. statt. Stimmberechtigt waren 389 Bürger; davon haben sich 334 beteiligt. Die Wahlhandlung spielte sich in anerkennenswerter Ruhe ab, nirgends zeigte sich Lärm oder Neigung zu Trinkgelagen.

* Rheine (Westfalen)," 3. Januar. Ueber das Ver­mögen des Fürsten von Rheina-Wolbeck, der sich zur Zeit in Lüttich aufhielt, ist der Konkurs verhängt worden.

* Biebrich, 4. Januar. Das Verschwinden des Wiesbadener Realgymnasialoberlehrers Schedtler wird immer rätselhafter. Gestern vor 14 Tagen ist er zur Däm­merstunde im hiesigen Schloßpark von einem Wächter an­gesprochen und aufmerksam gemacht worden, daß er durch den Park nach dem Ausgang unweit des Rheins zurück­kehren müsse, da das Hintere Thor geschlossen sei. Hätte er den Park verlassen, was keineswegs feststeht, und wäre dann infolge des Nebels von der durch kein Geländer geschützten Ufermauer abgestürzt und ertrunken, so müßte die Leiche nunmehr schon längst wieder aufgetaucht sein, es sei denn, daß sie irgendwo am Grunde festgehalten wird, was an dieser Stelle sonst kaum vorzukommen pflegt. Außerdem ist aber nach Angabe eines Herrn, der eine Viertelstunde von der vom Parkwächter genannten Zeit dicht am Rhein war, der Nebel gar nicht sehr stark

der Sturmglocken aus dem Schlafe geschreckt, und weit über da« Gestade des Sees hinaus konnte man hoch oben am Berge ein gewaltiges Feuermeer erblicken, aus dem der Sturmwind ganze Garben von Flammen und Funken dahin- trug. Augenzeugen versichern, daß in der jeweiligen Sturm, richtung auf eine Stunde Entfernung noch Funken flogen so dicht wie die Mückenschwärme. An eine Rettung des brennenden Riesiägebäudes war gar nicht zu denken, denn bis die Feuer- wehren aus dem Thale, voraus die der Orte Brunnen, Schwyz und Gersan, den steilen AxenfelS erklommen hatten,

Unwersstitts Nachrichten.

Der Direktor des Instituts für experimentelle Therapie i* Frankfurt, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Ehrlich, und der Lehrer für Anatomie am Senckenbergianum in Frankfurt, Geh -Rat Prof. Dr Weigert, ind zu korrespondierenden Mitgliedern der Pariser Soci6t6 de Biologie erwählt worden. Der Archivdirektor Geh. Archivrat Dr. G v. Bülow in Stettin ist in den Ruhestand getreten. In Straßburg ist der ehemalige Direktor der dortigen höheren Mädchenschule, Dr. F. A. Fischer, ein verdienstvoller Pädagoge, im Alter von 78 Jahren gestorben. Der Verstorbene war ein Sohn des Versteigerers der deutschen Flotte, Hanntbal Fischer, zuletzt Minister des Fürstentums Lippe, der 1864 verstorben ist.

Aus Stadt und Sand.

(Zuschriften über lokale Vorgänge find uns stets sehr erwünscht und werden auf Wunsch gut honoriert.)

Stehen. 5. Januar 1901.

** Oeffeutliche Lesehalle. Im Dezember wurden an 15 Ausgabetagen 17 88 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Illustrierte Zeitschriften 605, Erzählende Litte- ratur 658, Jugendschriften, Märchen, Sagen 265, VerS- dichtungen 18, Kulturgeschichte 10, Länder- und Völker­kunde 46, Geschichte und Biographieen 49, Naturwissen­schaft, Technologie 87, Kunstgeschichte 5, Seewesen 12, Hauswirtschaft 8, Philosophie 8, Staatswissenschaft 10, fremd« sprachliche Lüteratur 9 Bände. Es wurden verliehen an Männer: Handwerksmeister 303, akademisch Ge bildete 47, Kaufleute 169, Beamte 29, Unterbeamte 98, Techniker, Schriftsetzer 136, Ausläufer, Diener 49, Ar beiter. Tagelöhner 84, Lehrlinge, Gehilfen 258, Studenten 65, Rentner 4, zusammen 1242 Bände; an Frauen: Ehe srauen, Witwen, ältere Unverheiratete 175, Gewerbe- treibende 77, Dienstmädchen, Laufsrauen 37, Arbeiterinnen, Ladenmädchen 56, Beamtinnen 15, Pflegerinnen 21, junge Mädchen, Lehrmädchen 165, zusammen 546 Bände. Nach auswärts kamen 118 Bände.

** In Untersuchungshaft wurde der frühere Ar­beiter eines hiesigen Bauunternehmers genommen unter dem Verdachte der Urkundenfälschung.

* * Todesfall. Am 28. Dezember v. I. starb in seiner Villa bei Dresden ein hervorragender Vertreter der Gabels- bergerschen Stenographie, Eduard Oppermann. In Gießen geboren, wo auch sein Bruder, der Landgerichtsrat O. lebte und vor mehreren Jahren verstorben ist, besuchte er hier das Gymnasium und ging dann nach Düsseldorf, um eine künstlerische Laufbahn zu verfolgen, wandte sich aber dem Studium der Jurisprudenz zu und arbeitete Ende der 60er Jahre als Kammerstenograph in Darmstadt, damals wie heute noch einer der schwierigsten Posten, die sich dem Fachstenographen in Deutschland bietet. Später wurde er nach Dresden an das königl. sächsische Stenographen-Jnstitut berufen, und im Laufe der Jahre zum Professor und Hofrat ernannt. An der Spitze dieses Instituts und damit der ganzen Gabelsberger'fchen Schule würde er wohl heute stehen, wenn nicht im Anfang des vorigen Jahres ein Schlaganfall die Kraft des rüstigen Mannes vorzeitig ge­brochen hätte. Oppermann war ein ausgezeichneter Meister und Lehrer seines Fachs, von umfassender Bildung und viel­seitigen Jnteresien, ein liebenswürdiger, anspruchsloser Mensch, der ein offenes Wort ebenso gern sprach wie anhörte. Von der Verbitterung, die leider oft zwischen Vertretern rivali­sierender Stenographiesysteme zum Ausdruck kommt, war er ganz frei, so daß fein Tod auch über die Kreise der Gabels­

Kunst und Wissenschaft.

Die für die medizinische Wissenschaft bedeutungsvollen Forschungen auf dem Gebiet der Bakterienkunde, die schon zu großen, segensreichen Ergebnissen geführt haben und noch weit größere für die Zukunft erwarte» lassen, haben, wie das nicht anders sein kann, auch ihre Schattenseiten. Die Uebertragung von Seuchen, deren Bekämpfung studiert wird, ist da­durch schon einige Male erfolgt, wenn auch eine größere Verbreitung 6et der Sorgfalt und den Schutzmaßregeln, mit denen in solchem Falle vor­gegangen wird, kaum zu befürchten steht, und andererseits hat der Forschungs­eifer Gelehrte verleitet, Kranke in weitergehendem Maße zu Versuchs­objekten für die Wirkung unerprobter Heilmittel und die Schaffung neuer Heilwege zu benutzen, al« dies mit der Wertschätzung der menschlichen Persönlichkeit und ihrer Freiheit vereinbar erscheint. Doch muß auch hier konstatiert werden, daß derartige Fälle sehr vereinzelt geblieben sind. Der dieser Tage wieder in Erinnerung gebrachte, allerdings acht Jahre zurück­liegende Fall des Prosestors Reiher in Breslau hat aber augenscheinlich dem preußischen Kultusminister Veranlassung gegeben, die Möglichkeit von Verfehlungen auf diesem Gebiet noch weiter einzuschränken. Er hat folgende Verfügung erlassen: I. Die Vorsteher der Kliniken, Polt« klintken und sonstigen Krankenanstalten weise ich darauf hin, daß medi­zinische Eingriffe zu anderen, als diagnostischen, Heil und Jmunisierungs- zwecken, auch wenn die sonstigen Voraussetzungen für die rechtliche und sittliche Zulässigkeit vorliegen, doch unter allen Umständen ausgeschlossen sind, wenn 1. es sich um eine Person handelt, die noch minderjährig oder aus anderen Gründen nicht vollkommen geschäftsfähig ist; 2 die betr. Person nicht ihre Zustimmung zu dem Eingriff in unzweideutiger Weise erklärt Hot; 3. dieser Erklärung nicht eine sachg-mäße Belehrung über die aus dem Eingriff möglicher W-ise hervorgehenden nachteiligen Folget^ vorausgegangen ist. II. Zugleich bestimme ich, daß 1. Eingriffe dieser Art nur von dem Vorsteher selbst oder mit besonderer Ermächtigung desselben vorgenommen werden dürfen; 2. bei jedem derartigen Eingriff die 6v süllung der Voraussetzungen zu I. Nr. 13 und II. Nr. 1, sowie ave

italienischer Fahrgast, Signor Biscardi, hatte sich auf der Ueberfahrt in eine junge Italienerin, die S'gnorina Rosa Ruggeri, verliebt, die aber von ihm nichts wissen wollte. Am Weihnachtsfeiertag belästigte Signor Biscardi das junge Mädchen von Neuem mit feinen LiebesfchwÜren. Die Signorina Ruggeri entzog sich ihm und suchte Schutz bei einem jungen Deutschen, der auf dem Schiffe als Dolmetsch angestellt war, und den sie augenscheinlich besser leiden mochte als ihren halbverrückten Landsmann. Als dieser die Signorina Ruggeri mit dem Dolmetsch zusammen sah, übet kam ihn ein so hef­tiger Eifersuchtsanfall, daß er feinen Revolver zog und auf das Paar vier Schüsse abgab. Dann sprang er über Bord ins Meer. Der Dolmetscher und die junge Italienerin wurden durch die Revolverschüsse schwer verwundet. Man brachte beide nach Gibraltar ins Hospital. Der unselige Biscardi konnte aus dem Meere nicht aufgesischt werden. Er ist ertrunken.

* Amerika als Sparbüchse europäischer Fürsten. DieNew-Yorker Staatszeitung" teilt folgen­des mit:Europas gekrönte Häupter mögen uns ge- innungsgetreue Amerikaner nicht leiden können, aber unsere Aktien kaufen sie gern. Daß wir aller Welt schulden, weiß man; daßalle Welt" auch eine ganze Reihe von Maje- täten und königlichen Hoheiten einschließt, wissen wohl nur wenige. Zum Beispiel hat Königin Viktoria be­trächtliche Kapitalien auf dieser Seite des Ozeans angelegt. Oft, wenn ich auf dem Wege zur ©taten JslaiO-Fähre am Bowling Green-Gebäude vorüberschritt, habe ich, an ;em riesigenWolkenkratzer" hinaufsehend, über die selt- ame Verkettung der Umstände nachgedacht, die es bewirkt, laß der Norddeutsche Lloyd die Haushaltungskosten im Schlosse zu Windsor bezahlen hilft. Aber die Anlagen der Königin in New-Yorker Grundeigentum sind noch weit aus­gedehnter. Sie sollen sich insgesamt auf 60 000 000 Dollars belaufen, und dazu kommen noch 2 bis 3 Millionen in amerikanischen Bahnwerten. Wir bezahlen der englischen Herrscherin jährlich an die 400 000 Dollars Zinsen. Sie ist notorisch eine gute Wirtin, und diese acht oder neun Millionen Dollars, die sie uns geliehen, sind das beste Kompliment, das sie unserer Finanzkraft und Kreiditfähig- ! eit hätte machen können. Auch ihr Sohn, der Prinz von Wales, hält uns für gute Zahler. Er hat etwa 5 Mill. Dollars in den Vereinigten Staaten investiert, aber während seine Frau Mutter nur Grundeigentum und Eisen­bahnwerte kauft, nennt er auch beträchtliche Posten von Jndustriepapieren sein Eigentum. American Steel u. Wire, Tenessee Coal u. Jron, American Sugar Refinery z. B. ind Werte, in denen er besonders interessiert ist. Der Herzog von York und andere Mitglieder des englischem Herrscherhauses zählen ebenfalls zu unseren Gläubigern. Vom deutschen Kaiser läßt sich dasselbe sagen. Seine amerikanischen Anlagen bezifferten sich früher sogar auf 7 Millionen Dollars, doch sind ies zurzeit nur noch drei Millionen Dollars. Aber auch so zahlen wir chm noch jährlich 150 000 Dollars Zinsen, und zwar sind es namentlich Msenbahnen wie Louisville und Nashville, Atchi- on, Topeka undj Santa Fe, Union Pacific, Southern Pacific, Missouri Pacific und Illinois Central, die dazu beisteuern. Tie deutsche Kaiserin hat uns 500000 Dollars ge­liehen. Was sonst von Mitgliedern der Kaiser - amilie in unfern Staaten angelegt worden, soll sich nsgesamt auf 4 000 000 Dollars belaufen. Der Zar hält es vornehmlich fmit Pennsylvania R. R., New-York Zentral R. R., Northern Pacific, Canadian Pacific und New-Jersey Zentral; er hat Aktien dieser Bahnen in Höhe von sechH Millionen Dollars in seinem Besitz, und sein Jahresein­kommen wird dadurch um volle 500 000 Dollars vermehrt. Die Exkaiserin Eugen ie hatte hier mal 10 Millionen Dollars investiert, und die königliche Familie von Spanien hat noch heute 2 MiNionen Dollars in ameri­kanischen Werten. Die Regenten Belgiens, Däne­marks, Italiens und Griechenlands, selbst der Sh ah von Persien und der Sultan von der Türket sind unsere Gläubiger." Ob diese Angaben auf Wahrheit oder auf Yankeedünkel beruhen? Beim Prinzen von Wale- wenigstens stimmt die Rechnung gewiß nicht. Man hat noch nie vernommen, daß er Gelder ausstehen hätte.

-h- Kaulstos, 4. Januar. Der Sohn eines hiesigen Landwirts war vor einigen Tagen mit der Fütterung seines Viehes beschäftigt. In der dunklen Scheune stieß der junge Mann unversehens wider die Spitze einer Sense, die ihm i toa^. mit Mobiliar angefüllte Hotel ein Glutofen, dem

Verletzung war derart, daß ber man au| 20 Meter nicht nahe kommen konnte. Dazu trieb

Bursche sich tn die Gießener Augenkltn.k begeben ^jn orkanartiger Sturm die riesigen Flammen bald nach dieser,

m * Q (vAMMnr bald nach jener Richtung, so daß ein Löschen ganz unmöglich

** Rohrbach, 3. Januar. Der hiesige Ortsvorstand ist \max Zudem herrschte ein fühlbarer Wassermangel, ein im beim Kreisamt Budmgev um Erbauung einer Kreisstraße @arten beß $ot'cU befindlicher Hydrant reichte knapp aus, von hier nach Stockheim vorstellig geworden. Da zwischen bedrohten Nebengebäude zu schützen, die dreimal Feuer beiden Orten em sehr starker Verkehr besteht, zumal auch der U aber durch die heroische Anstrengung der Feuerwehr Sitz des Pfarramtes für Stockheim in Rohrbach sich befindet, LerHettct »erden kanten Auch der prächtige Waldpark fing hinerwünscht. ®errroeimal Feuer, durch Aufwerfen von Gräben konnte auch der Frank bi,8 eingedümmt werben, sanft wäre bei diesem Sturmwinde B°h" n°ch H°?s-n -'ch stndet das JProjefl an unberechenbares Unglück eingetrelen. Das Hotel wurde 1868 «in?Das Ergebnis ! n Ambroise Eberle mit großen Kosten gebaut. Der 15 In' 8951 61 Jn 7 ' i I heutige Besitzer, Herr Eberle, ist der Enkel des Erbauers

Lhaik5rnnn 425 n.'nen 4196^1 «96 nv Der Schaden betrügt annähernd eine Million, ist aber durch

beoSlkerung gegen 19 in 1895 Die Viehiahluu gI Versicherung gedeckt, hingegen erleidet der Besitzer durch den

sm H8®etli'l,äauäfQt( cinc empfindliche Einbuße. Ueber die ®ranb-

Schas - 1067 Stück Feder. I Ursache ist man saft einstimmig der Meinung, daß Brand

vtey, 2 «en nnocre. äIftiftung vorliegt. DaS Gebäude ist feit Wochen geschloffen

00791 .HaA^ollekte desI unbewohnt, so daß von einem zufälligen Entstehen des Herrn Bock hier fiel auf dte Nr. 30 734 ein Gewinn von ^uers nicht die Rede sein kann. Zudem weisen verschiedene fÖ0U 00,000 Mark Anzeichen darauf hin, daß ein Einbruch stattgefunden, so daß der beisi chen Lan e o ert . , , .. , angenommen wird, der Dieb habe die Spuren seiner That

M a t n z, 4. Januar. Der frä n krsch e W e rnh au d -i ^nnot.

ler-Verband hat sich mit Eingaben an den deutschen I durchwein noch größeres Verbrechen verdecken wollen. Bundesrat und an die bayerische Staatsregierung gewandt, ^ens!szene an Bord etneS Dampfers,

nm eine Besteuerung des Schaumweins zu verhindern. Auf dem LloyddampferKaiser Wilhelm", der den Verkehr In den Eingaben ist auf die schädliche Wirkung hinge- zwischen Newyork und Genua vermittelt, trug sich in der wiesen, welche die Steuer nicht allein für die Schaum-lNähe von Gibraltar, eine Schreckensszene zu. Ein

wein-Jndustrie, sondern auch für den Weinbau und Wein handel Frankens haben würde. Der Weinhandel, der die Erzeugnisse der Schaumwein-Industrie zum großen Teil in den Verkehr bringen muß, weiß ganz genau, daß eine Verteuerung des deutschen Schaumweins eine schwere Schädigung des Konsums mit sich führen würde. Denn deutscher Sekt hat nur dadurch seinen Absatz gesunden, weil er billig war. Ganze Gemeinden in Franken rechnen in jedem Herbst mit Bestimmtheit auf die Weinkäufe, welche von den Würzburger Sektkellereien dort feit Jahren be­tätigt werden. Der Rückgang im Konsum und die Ueber- wälzung der Steuer auf die Weinbauern, die bei Ein­führung der Steuer auf deutschen Schaumwein unvermeid­lich sein dürfte, würden diesen Winzerorten schweren Schaden bereiten.

ko. Marburg, 3. Januar. An den am 9. Januar be ginnenden, bis zum 27. März dauernden Vorlesungen für Bolksschullehrer nehmen 216 Lehrer teil.

Hersseld, 3. Januar. AIS ein großer Schlaumeier hat sich der Orts di en er des benachbarten Ortes K. gezeigt. Er hatte gestern ftüh vom Bürgermeister den Auftrag er« halten, die am Eingang deS Ortes stehende, während der Nacht eingefrorene Pumpe aufzutauen. Statt aber hierzu heißes Wasser oder sonstige geeignete Mittel zu ver­wenden, schichtete er rund um die Pumpe Stroh und Holz auf und zündete den Haufen an. Daß bei diesem Radikal mittel das Eis schmolz, ist selbstverständlich, leider fing aber auch das in unmittelbarer Nähe stehende sog. Brauhäuschen Feuer und brannte vollständig nieder. Außer dem Spott wird der schlaue Ortsdiener, der manchmal des Guten etwas zu viel thun soll, auch noch eine Anklage wegen fahr­lässiger Brandstiftung zu gewärtigen haben. (H. Z.)

L - -f <. . ,. n , m . c und auch das Wasser nicht besonders hoch gewesen. Der

berger scheu Schule hinaus ausnchtiges Bedauern erregen wird. Gedanke an ein Verbrechen gewinnt hiernach von neuem Die Handwerkskammer in Darmstadt wünscht die Ber-1 Raum. Es wäre wohl richtig gewesen wenn auch nur, öffentlichung nachstehender Zeilen: In Verfolg ihrer Ver- um allen Befürchtungen nach dieser Richtung die Spitze Handlungen über Hinwirkung auf Barzahlung hat abzubrechen diese Möglichkeit gleich ernstlich ins Auge die Hessische Handwerkskammer kleine Zirkulare herstellen zu fassen. Heute, nach mehr als zwei Wochen werden laffen, die sie den Handwerkern mit der Maßgabe zur Ver- Nachforschungen natürlich viel weniger Aussicht auf Erfolg sügung stellt, sie allen ausgehenden Rechnungen beizufügen, haben, zumal inzwischen Frostwetter euigetreten Wir °mps°hl°n d-re» Inhalt auch an dieser Stelle dem Wohl-

Tausenden Bevölkerung, die doch jedenfalls ge- ^gen 7 Uhr sind 5 beladene Kohlenwagen des Güterzuges wtllt ist, die ernsten Bestrebungen der Kammer ans diesem so 671 üon ber Station Merschweiler nach Station Bre- emiuent wichtigen Gebiete durch geeignetes Entgegenkommen jelb (Fischbachbahn) zurückgelaufen und auf den dort zu unterstützen. ES sei deshalb hier auch jedermann besonders haltenden Personenzug Nr. 531 aufgestoßen. 25 Personen gebeten, das einer Rechnung beiliegende Zirkular nicht gerade sind verletzt. Der Personenverkehr ist nicht gestört, als direkte Mahnung des RechnungsstellerS aufzufassen, son- * Hörde, 4. Januar. Heute früh brach in dem neu- d-rn als eine offene, aber dringende Bitte der Kammer an erbauten KokSlager der Zeche Crone Feuer aus^ Die die Allgemeinheit, durch pünktliche Zahlung den Hand- °°n HSrdryerbeigeeüte Feuerwehr konnte den Brand nicht Werkerstand wirtschaftlich zu heben und zu fördern. Die W". Sa) «0BlaBer brennt noch weiter. Der Schaden Kammer glanbte daß anf diesem Wege da« Ersuchen in alle " Uber den Brand d e S A x e n ft e i n. H o t e l S am Teile der Bevölkerung gelangen und fo wohl die verdiente Werwaldstätter See schreibt man derN. Fr. Pr." aus und notwendige Beherzignng finden würde. Zürich: Die Bewohner rings am Vierwaldstütter See wurden

(.) Gr°ßen-Bufeck,4. ^anuar. Ber der Burg er-, 0 g 29. v. M. durch das Heulen

erfrtrtt wf*1 * 5* n ang^n,aie 26. «UM 'L Afitfe ft/tÄiL'1 Ser«ht dm

--tzÄ nmMau-hl M D Sf$6^

.U wtednholltn Mltl zmiiür-vitlm DüS Mp tldtiblfltt eine Yer-uM bie l-i-t anfltnommö w fim ju gerldjilfditm 8u« tzltzluh nhLll dir wth's» aai Daurrndeim, btt eint pjmlj* in W M U Mimdtr Uaiftinben, eil edplifl, 3. >« v. 3.W SchrMer Ml sechs Mm )u niet W machte n m Wiesbaden er völlig MM war. ' gemacht, veischiedmen Per abgeboigt n f. w. Zn d< arbeitet und von den Er soweit es möglich r seine Zahlungsfähigkeit ji beantragt. Das Gericht I der LnzMgte schon frity lui die Revision des ? Urteil ans und vemies 1 Sngeklagk in seiner $etii

toMi 4. 3a. »irtschastsrat mltgdt »om 7.-10 Januir im!

Beka

BWtamj ®ttbm WIH tat die

leine bei» ihm gtfes

6w, md 8itlf,

> Muf* &tt n tarole in bet y

brtV «elbimg > ».KL',?

d«»,L'-A>s -

& b-i besj °l d, NUtete

Biegen 1

Ben' hen g, <

Niiofi

u.,

ft