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ein Theaterstück, „Der Türke Neumann", wurde aufgeführt. Die Spieler ernteten viel Beifall. Darauf folgte der übliche Ball, der die Teilnehmer bis in die frühen Morgenstundeu in der fröhlichsten Stimmung zusammenhielt. Am Sonntag unternahmen die Mitglieder einen Ausflug nach dem „Schützcn-
ihm wurden dafür zuerkannt 1. und Ehrenpreis, 2 2. Preise. 4 3. Preise und 4. Preis. Für Brieftauben wurden ferner vergeben 1. und Ehrenpreis Gg. Döring-Marburg, 1. Preise I. Schlitt-Gießen und Kraus-Marburg, 2. Preise Gg. Walther - Bauernheim, Friedrich Rosenbaunr - Gießen, Max Rüger-Gießen, Karl Neuling - Gießen, L. Mengel - Marburg, 3. Preise Ad. Brauer jr. - Marburg, I. Hecker- Gießen, Friedrich Rosenbaum-Gießen, W. Schäfer-Gladenbach, H. Krauß - Marburg, Karl Neuling - Gießen und Friß Schreiner, Bäckermeister Gießen, 4. Preis erhielten Ad. Brauer jr. Marburg, Georg Döring-Marburg, I. C. Dcucker- Rodhenn a. d. B. und Fritz Schreiner, Bäckermeister, Gießen. Pfaffentauben 1., 2. und 3. Preis, PH. Södler-N.-Ge- münden, Dongon (schwarz) 3. und 4. Preis I. Schmidt- Friedberg L Hessen, Straßer (schwarz) 3. Preis G. W.Heil- Fränk.-Krumbach. Auf Eier (rebhf. Italiener) 1. Preis D. Kuhl-Gießen, (Welsche), 2. Preis Ludwig Hanau-Gießen. Kanarienvögel (Konkurrenzsänger) W. Meyer, Gastwirt- Gießen, 1. und Ehrenpreis, 2. und 2 3. Preise, Aug. Felsing, Gastwirt, Gießen 2. und Ehrenpreis und 2 3. Preise, Georg Haubach-Gießen 2. und 3. Preis, Jean Erb, Schuhmachermeister. Gießen 2 3. Preise und 2 Lobende Anerkennung, Louis Rolloff-Gießen 3. Preis, Hrch. Riebel-Gießen (für Pariser Tronrpeter) 3. Preis. Spratts-Patcnt, Vertreter Gustav Walter, Mäusburg, erhielt für Futterartikel und Geräte 2. Preis, während Karl Eichmann-Gießen für ausgestelltes Vogelfutter den 1. Preis erhielt. — Heute Montag gegen Abend findet die Verlosung im Philosophenwald statt. I Die Gewinne können schon von morgen Dienstag Vormittag
Beweis in den ausgezeichneten Diensten erhalten habe, die sie dem Reiche in Südafrika geleistet hätten.
in schöner, gemütlicher Weise.
**Der Wohlthätig teitsverein „Eontentia" hatte am Samstagabend in Steins Garten seine Winter
ein neues Beispiel. In einem Teile von
Tage erzählt, der englische Staat sei bankerott, und das Geld in den Postsparkassen werde für Kriegszwecke verwandt. Hierauf wurden über eine halbe Million Mark zurückgezogen, und niemand will weiter Einlagen machen! — Wenn's nun auch wohl noch lange nicht soweit ist, dahin kommen kann es aber. Feder Brunnen erschöpft sich schließlich.
Fischer, Wolmarans, Wessels, Boeschoten und Dr. Leyds haben z. Z. fortwährend mit dem Präsidenten Krüger Besprechungen. Diese Konferenz steht, wie verlautet, mit einer angärlich bevorstehenden holländischen Friedensvermittelung in Zusammenhang, an die man natürlich nicht ernstlich zu glauben braucht.
hausen 3. Preis Daniel Kuhl Gießen, 4. Preis G. H. Keil aus Strcbendorf und G. Walther aus Baucrnheim
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Größere Kollektionen aller Arten Hühner: Wyandolles 1. Preis L. Dittert-Wetzlar, Italiener (silberhalsig) 1.Preis Ph. Ruhland-, Fr. Krumbach-Langshorn, 1. und Ehrenpreis L. Adam-Gießen, Bantam (silber) 1. und Ehrenpreis L. Dittert-Wetzlar, (gold) 2. Preis L. Dittert-Wetzlar, Italiener (rebhuhnfarbig) I. Zimmer-Bingmühle b. Lauter,. Minorka A. Preis K. Neuling-Gießen. — Truthühner (bronze) 1. und Ehrenpreis sowie 2. Preis I. Zimmer- Bingmühle b. Lauter.— Peking-Enten 3. Preis Konrad Rübsamen- Gießen, 4. Preis H. Schmalz—Ober-Hörgern. !Ayasburg-Enten 1. und Ehrenpreis sowie 3. Preis Ph. Södler-N.-Gemünden, 2. Preis Ad. Theiß jr.-Gladen- bach. Rouen-Enten 1. und Ehrenpreis Konrad Rübsamen - Gießen. Tauben, Malteser 3. und 4. Prüs L. Dittert-Wetzlar. Luchstauben 1. Preis G. W. Hell, Fr. Krumbach, 3. Preis Joh. Gg. Alles 4.—Ober - Hörgern und L. Mengel - Marburg. Deutsche Kröpfer 1. unb;
2. Preis Fritz Schreiner, Bäckermstr.-Gießen, 2. und 4. Preis Gg. Sauerbier-Butzbach, 3. Preis K. Walther-Bauernheim,. 4. Preis Joh. Gg. Alles 4.—Ober-Hörgern, Brünner Kröpfer 2. und 4. Preis H. F. Fräse-Vilbel, 3 3. Preise A. Theiß jr.-Gladenbach, Indianer 2. Preis Ehr. Scheer> Angersbach, Pfautauben 1., 2., 3. und 4. Preis Apotheker Th. Schwieder-Gießen, Anatolier 1. und Ehrenpreis, Egyptische blaue Mövchen 4. Preis und Bluetten 3. Preis Ehr. Scheer-Angersbach. Tümmler (gelbe Elfter) 1. Preis L. Mengel - Marburg, 3 Preise (schm. Bärtchen), A. Weickhardt-Butzbach und (Elster) L. Dittert-Wetzlar.
IFarbentauben, Koburger Lerchen 1. Preis L. Mengel- lMarburg, Nürnberger Lerchen 3. und 4. Preis A. G.
Walther-Bauernheim, Lockentauben 1. Preis Karl Goetz- Wetzlar, 2. Preis Fritz Schreiner, Bäckermeister-Gießen. Kupfergimpel 2. Preis Gg. Lampert—Bad - Nauheim. M L r m o r st a a r e 2. Preis L. Dittert-Wetzlar. Die beste Kollektion Brieftauben Bäckermeister Gg. Forbach-Gießen,
Haus".
*» Der Kaufmännische Verein und der Ortsgewerbe Verein veranstalten morgen Dienstag Abend im Hotel Einhorn den zweiten Vortragsabend. Schriftsteller Theodor Hermann Lange aus Posen wird über das moderne Rußland sprechen. Lange hat auf dem Gebiete der Volksbildung sich ganz besondere Verdienste erworben; er konnte im vorigen Jahr das Jubiläum seines 2000. Vortrags feiern.
** Von der Geflügel-AuSstellung im Philosophenwald Ter Besuch der Ausstellung war im Allgemeinen befriedigend, wenn er auch den Erwartungen, die man infolge des guten Wetters gehegt hatte, nicht ganz entsprach, lieber die Qualität der ausgestellten Tiere sprachen sich die Preisrichter im Großen und Ganzen lobend aus. Redakteur Rudolf Kramer drückte sein Erstaunen aus über das vorzügliche Hennen-Material, besonders unter den Italienern und Minorka-Hühnern. Es sei zu loben, daß man in unserer Gegend nicht nur Wert! lege auf schöne Hähne, Oberhessen habe in der Zucht dieser beiden Rassen seit einem Jahre große Fortschritte gemacht. Schade dagegen sei es, daß ein Rückschritt in dunklen Brahma und Langshan zu verzeichnen sei, während früher gerade die l Züchter um Gießen herum in diesen Raffen auf der Höhe waren. Mit dem Resultat in Wassergeflügel könnte der Verein sehr zufrieden sein, nur scheine die Zucht der Rouen- Ente in Oberheffen nachgelassen zu haben. Rentier Marten, der das Taubenmaterial zu richten hatte, erklärte, daß neben vielem Vorzüglichen auch viel Minderwertiges ausgestellt worden sei. Der Beurteiler der Provinzial-Geflügel-Abteilung für Oberheffen, Direktor Alfted Beeck-Halle äußerte sich anerkennend über das, was der Gießener Verein in Nutz-
•* Stiftungsfest. Am Samstag feierte der Gießener Keil Strebendoch Bantam (silber) 3. Preis .
______________________ ..... , Kutscher-Verein sein 9. Stiftungsfest. Vorträge des Ge- Wetzlar, (gold) 1. und Ehrenpreis, 3. und 4. Preis Dit- Was sür^wunderliche'Terüchte"der 'Krieg zeitigt, d-fur sangv^eins „Gemütlichkeit- unter der Leitung seines Diri- tert Wetzlar, 4. Preis Waldschrmdt Wetzlar, neues Beispiel. In einem Teile von Wales wurde oieser QenVen Schönhaber boten eine angenehme Abwechselung. Auch
Ramelslohn 3. Preis W. Fries-Rockenberg, Hamburger Silbersprenkel 4. Preis Ph. Södler, N.-Gcmünden. Die Stämme der Gießener Zuchtstation rebhuhn- farbiger Italiener erhielten 1. und 2. Preis und Ehren-1 preis. Der Verein leistete jedoch auf diese Preise Verzicht/ da er die Stämme ohne Konkurrenz ausstellte. — In der Allgemeinen Abteilung erhielten in Oberhessen und in i unserer Umgebung wohnende Aussteller folgende Aus- ! Zeichnungen: Auf Hühner: Brahma Ph. Södler- N.-Gemünden 3. Preis, L. Dittert-Wetzlar 4. Preis. Langshan rebhuhnf. L. Adam-Gießen 3. Preis. Wyandottes PH. Södler-N.-Gemündcn 2. Preis. 3. Preise: R. Krause- Frankenberg und G. Heil-Fränk. Krumbach. 4. Pr.: G. H.Keil Strebendorf. Spanier: 2. Preis: Georg Schäfer-Gießen. Minorka: 2. und 3. Preis: Karl Stötzer-Diez a. d. L.,
geflügelzucht durch seine Zuchtstation leiste. In rebhuhn-1 farbigen Italienern und in Minorkas sei die Verbands-1 Abteilung außerordentlich gut beschickt. Beeck sprach sich über die Verordnung des Bundesrats betr. die Verschleppung der Geflügelseuche durch die Ausstellungen tadelnd aus. Die I Verordnung sei streng und mache Ausstellungen fast unmöglich. — Das Resultat der Prämiierung fft folgendes: Hamburger Hühner H. Maus II. Ruppertenrod (Goldsprenkel 2., 3. und 4. Preis. Gg. Fischer Burg-Gemünden Silber- sprenkel 4. Preis. — Für Silberlack erhielten Joh. Bill 4. N.-Weisel 3. und G. H. Kell Strebendorf 4. Preis. — Auf rebhf. Italiener 1. Preis und Ehrenpreis Jul. Stohr Gießen- 2. Preis und Ehrenpreis G. H. Keil Strebendorf. 3. Preis Peter Berg Gießen und G. H. Keil Strebendorf. 4. Preis Ludw. Hanau Gießen, G. H. Keil Strebendorf, Aug. Gust. Walther Bauernheim und H. Preßes Oberroßbach. Auf lschwarze Italiener 1. Preis und Ehrenpreis sowie zwei 2. Preise und 4. Preis, I. Knaup Heldenbergen, Joh. Bill IV. N.-Weisel 3. Preis. Auf weiße Italiener 2. Preis Ludwig Hanau Gießen. Auf gelbe Italiener 3. Preis! Konrad Rübsamen Gießen, 4. Preis Ludw. Hanau Gießen. Auf schwarze Minorka 1. Preis und Ehrenpreis Gg. Fischer, Nieder-Gemünden 2. und 3. Preis, Peter Berg Gießen. Auf Langshan. 2. Preis. Konr. Hildebrand Udenhausen bei Alsfeld. Auf Wyandottes 2. Preis. Ph. Södler Nieder-Gemünden, 3. Preis Joh. Merte in Strebendorf. Emdener Gän.se 1. Preis und Ehrenpreis Konrad Rübsamen Gießen. Toulouser Gänse 1. und Ehrenpreis Conrad Rübsamen Gießen. Rouen-Enten 3. Preis Conrad Hildebrand Udenhausen und Robert Zieglers Londorf. Peking-Enten 1. Preis und Ehrenpreis. Conrad Rübsamen Gießen. Aylesbury-Enten 2. Preis. Ph. Södler Nieder-Gemünden, 3. Preis G. H. Keil Streben-
Idarf, 4. Preis I. Merte Strebendorf. Indische Laufenten 4. Preis C. Albach Lich und H. Preßer Oberroßbach. Größere Stämme landwirtschaftlicher Nutzschläge 1. Preis und Ehrenpreis auf gelbe Wyandottes Ph. Södler Nieder-Gemünden 2. Preis, auf Minorka Conrad Hildebrand Udenhausen bei Alsfeld 4. Preis.
>Auf Minorka Aug. Felsing Gießen. Auf rebhuhn-
fm Theatcrverem mit außerordentlichem Erfolge in Szene gegangene Novität „Die Hoffnung" („Op Hopo van Zegen“), Seestück in 4 Akten von Hermann Heyermans, wird am Dienstag wiederhott und zwar als volkstümliche Vorstellung. Der hohen Honorarkosten wegen sind an diesem Abend die Preise für Loge und Saal gegen die sonst üblichen Eintrittspreise um 10 Pfg. pro Billet erhöht und betragen für Loge Mk. 1.30, für Saat 60 Pfg.; Gallerte wie immer 30 Pfg.
Aus Stadt und Sand.
Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert.
Gießen, 4. November 1901.
* * Universität. Prof. Paul Martin aus Zürich hat den Ruf als Professor der Anatomie an der Veterinäranstalt angenommen und trifft voraussichtlich Ende der Woche hier ein.
• • Lotterie. Bei der heuttgen Ziehung der 3. Klasse der Hess. Landeslotterie siel ein Gewinn von 50 000 Mk. auf | Nr. 1946 (nach Worms), ein Gewinn von 15 000 Mk. auf! Nr. 44309 (nach Mainz), ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 37993 (nach Worms), 2 Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 32520 (nach Darmstadt) und Nr. 36328 (nach Worms), 3 Gewinne ä 1000 Mk. auf Nr. 776 (nach Mainz), 8415 (nach Darmstadt), 30358 (nach Mainz), 5 Gewinne ä 500 Mk. auf Nr. 22932, 30062, 34443, 34598, 39868, 10 Gewinne ä 400 Mk. auf Nr. 962, 1761, 11045, 18871, 20973, 25448, 28702, 28866, 34776, 35036, 15 Gewinne ä 300 Mk. auf Nr. 1699, 2534, 2558, 12317, 14791, 15738, 22127, 23055, 23270, 30731, 34045, 34512, 35638, 36937, 37767. (Ohne Gewähr.)
k- Stadtverordnetcnwahlen. Der nationalliberale Verein hält heute abend im „Andrees"» der freisinnige Verein im Restaurant Feidel seine Generalversammlung ab, um Stellung zu den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen zu nehmen. Es wäre wünschenswert, wenn die beiden bürgerlichen Parteien, wie in früheren Jahren, auch diesmal einen gemeinsamen Wahlvorschlag zu Stande brächten.
* * Wernings Kriegsfestspiele. Die beiden letzten Tage brachten je 2 Vorstellungen, die sämtlich gut besucht waren. Die Aufführung am gestrigen Nachmittage stellte an die Herren
des Festausschusses außergewöhnlich große Anforderungen, denn der Andrang des Publikums war so stark, daß die Zugänge kaum ausreichten. Die auswärtigen Kriegervereine kamen vielfach in den letzten Minuten an, und nun gab es! ein Drängen und Stoßen, das fast lebensgefährlich war. Die Herren des Festausschusses waren ihrer Aufgabe gewachsen,! und mit Ruhe und Besonnenheit brachten sie bald Ordnung! in das Chaos. Die Darstellung der einzelnen Bilder muß! man als eine gute bezeichnen; auch ohne den begleitenden Text würde jeder Besucher den Sinn des einzelnen Bildes! verstehen können. Der Leiter und die Darsteller sind mit I Leib und Seele bei der Sache und leisten ihr bestes. Jede einzelne Pose ist gut durchdacht, sodaß jedes Bild ein harmonisches Ganzes darstellt, das seinen Eindruck auf die Zuschauer nicht verfehlt. Die Abwechslung zwischen ernsten und heiteren Szenen- ist glücklich gewählt und schützt vor Ermüdung. Bezüglich des zweiten Bildes können wir der Auffassung des Direktors Werning nicht ganz beipflichten. Er will durch Massenentfaltung wirken, und gerade hier, läßt er die historische Treue zu gunsten des malerischen Effektes ganz fehlen. Von geradezu ergreifender Wirkung ist das Bild „Tod des Majors Gräff im Bois de la Cusse" aus der Geschichte unseres Regiments. Das sehr schöne Schlußbild mit dem Niederwalddentmat im Hintergrund ist leider auf den- hinteren Plätzen und von den Gallerten nicht vollständig sichtbar, da der Aufbau im Verhältnis zur Bühne zu hoch ist, sodaß die Figur der Germania teilweise verschwindet.
** Sitzung des Kreisamtes für das Buchdruckergewerbe. Bei den kürzlich in Berlin erfolgten Tarifverhandlungen des Deutschen Buchdruckergewerbes war von den Vertretern der ., w ~ , w
Prinzipale und der Gehilfen die Schaffung von Kreisämtern farbige Italiener 2 Preis Conrad Hildebrand Uden- beschlossen worden, denen u. a. auch die Regelung der Lokal-!' ' .....1 A
Zuschläge für die einzelnen Orte der Kreise überwiesen wurde. | Die erste Sitzung des Kreisanttes für den 3. Kreis I (Mainkre.is) fand gestern in Frankfurt statt. Von Seiten der! Prinzipale waren Vertreter aus Kassel, Darmstadt, Gießen,! Friedberg, Nauheim, Frankfurt, Ntainz, Marburg und Worms erschienen. Von der Gehilfenschaft hatten Kassel, Darmstadt, Gießen, Friedberg, Nauheim, Hanau, Frankfurt, Mainz, Marburg, Wiesbaden und Worms Vertreter geschickt. Die Gehilfen in diesen Orten hatten einen Antrag auf Erhöhung bezw. Neueinführung von Lokalzuschlägen zu dem in Deutschland geltenden Tarif gestellt. Der Antrag gab Anlaß zu! einer lebhaften Erörterung. Die Erhöhung wurde nach mehrmaliger Abstimmung für Kassel, Gießen, Mainz, Marburg und Wiesbaden abgelehnt. Erhöht wurde der Lokalzuschlag für Darmstadt, und zwar von 82/3 auf 11 und für Hanau von 5 auf 10 °/0; neueingeführt wurde für Friedberg und Nauheim ein Zuschlag von 5 und für Worms ein solcher von 2i/r %* Der Vertreter der Gießener Gehilfenschaft ^Udenhausen b. Alsfeld. (M. Keßler) begründete die Notwendigkeit einer Erhöhung für Gießen eingehend und wies besonders auf die hohen Lebens- mittelpreise in Gießen hin. Der Vertreter der Prinzipale (O. Kindt) gab das auch zu, glaubte aber, daß man von einer Erhöhung absehen müsse, da die Konkurrenzverhältnisse Gießens diese weitere Belastung der Geschäfte nicht zuließen.
** Aus dem Theaterbureau. Die in der vorigen Woche
3. Preis: K. Neuling-Gießen. 4. Preis: K. Hildebrand- ' , Hamburger Silbersprenkel:
1. Preis und Ehrenpreis, 2. und 4. Preis: Ph. Södler- N.-Gemünden. 1. und Ehrenpreis sowie 2. Preis: Joh. Schäser III.-Gießen. 3. Preise: A. Feiß jr.-Gladenbach und Chr. Scheer-Angersbach. 4. Preis: Joh. Korrel IV.- Strebendorf. Hamburger Goldlack: 3. Preis: Eberh. Helmes II.-Ober-Hörgern. Italiener (rebhuhnfarb.): 1. Preis u. Ehrenpreis, 2. u. 3. Preis: G. H. Keil-Strebendorf.
4. Preise K. Hildebrand Udenhausen bei Alsfeld und F. !Zimmer Bingmühle bei Lauter. Italiener (silberhalsig)
1. Preis G. W. Heil, Fr. Krumbach, (schwarz) 1. Preis I. Bill IV., N.-Weisel, 4. Preis G. W. Heil, Fr. Krumbach, (blaue) 3. Preis Ed. Moritz Butzbach, (weiße) 2. Preis und Ehrenpreis Ludwig Hanau Gießen. Zwerg-Coch in 4. Preis W. Holland Marburg. Zwerghühner (mille ileur), 2. Preis W. Holland Marburg, 3. und 4. Preis ^Pb. Södler Nieder-Gemünden, (porzellänf.) 4. Preis G. H.
dort in Empfang genommen werden.
S. Personal-Nachrichten. (Telephon-Meldung des „Gieß. Anz.") Der Regierungs-Assessor Karl Schnittspa h n in Friedberg wurde bis auf weiteres mit den Dienst- verrichtungen eines Feldbereinigungs-Kommisjärs in Friedberg und der Gerichtsassessor Schreiber in Gießen mit der Wahrnehmung der Dienstverrichtunaen eines Amtsrichters in Offenbach beauftragt.
** Ab schie d s feie r. Der seit 31 Jahren bei dem hiesigen Gas- und Wasserwerk thätig gewesene Gasmeister Friedrich May ist mit dem 1. November in den Ruhestand getreten. Im Retortenhaus hatten sich am Abend des 31. | Oktober die Beamten und die Arbeiter des städt. Gas- und Wasserwerks versammelt, um sich nach einer Ansprache des Direktors Bergen von dem geschätzten und beliebten Mitarbeiter und Vorgesetzten zu verabschieden. Am Samstag abend sanden sich im kleinen Saale von Steins Garten Bürgermeister Meeum, die Beigeordneten Wolff und Georgi sowie die Mitglieder der Deputation für das Gas- und Wasserwerk und eine große Anzahl städtischer Beamten ein, um mit dem aus dem Kreise der im Dienst der Stadt Gießen thätigen Beamten scheidenden Gasmeister noch einige Stunden beim Glase Bier in gemütlichem Beisammensein zu verbringen. — Nachdem Buchhalter Wetter die Erschienenen begrüßt hatte, gedachte Bürgermeister Meeum der Verdienste, die Herr May sich während seiner langjährigen Thätigkeit beim Gaswerk erworben hat, und wies auf die Schaffensfreudigkeit unb große Pflichttreue hin, mit der er feinen verantwortungsvollen Posten bekleidet habe, um nun die wohlverdiente Ruhe zu genießen unb 1 feine angegriffene Gesundheit zu pflegen. Die tiefen Eindruck hinterlassenden kernigen Worte klangen aus in einen auf den Scheidenden geriebenen Salamander. Direktor Bergen feierte darauf den in den Ruhestand Tretenden als seinen treuen Mitarbeiter, der namentlich auch in Zeiten des Ueberganges des Werkes in den Besitz der Stadt, in denen die grüßten Anforderungen an die Beamten des Gas- und Wasserwerks gestellt worden sind, wie z. B. bei den Um- und Erweiterungsbauten des Werks während des Betriebes, sich stets als unermüdlich und arbeitsfreudig erwiesen habe, wenn es galt, Ruhe und Erholung den Interessen des Werkes und ber Stadt zu opfern. — Im Namen seines Vaters dankte Prokurist May dem Bürgermeister ! und der Stadtverwaltung, sowie auch dem Direktor Bergen für das ihm während der langen Dienstzeit stets bewiesene Wohlwollen und schloß seine Ausführung mit einem Hoch auf Bürgermeister Mecum. — Der erste Assistent des Gaswerks, Ingenieur Frahm, feierte die Familie des Scheidern den. Unter dem Gesang einiger Lieder, die von Mujiklehrer Hahn in liebenswürdigster Weise begleitet wurden und die mit humoristischen Vorträgen abwechselten, verlief die Feier


