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festlichkett veranstaltet. Die Beteiligung der Mitglieder und Freunde des Vereins war so stark, daß der große Saat dicht gefüllt war. Verschiedene Darbietungen heiteren Inhalts wurden mit großem Beifall ausgenommen und trugen zur Erhöhung der Fröhlichkeit viel bei. Daran schloß sich der übliche Tanz, bei dem sich die Teilnehmer bis zum grauenden Morgen vergnügten.
_ ** Ter Bauer' sche Gesangverein hielt am Sonntag in Steins Saalbau eine Abendunterhaltung ab. Tie unter der bewährten Leitung des Kapellmeisters Polster vorgetragenen Lieder sanden bei den Zuhörern die verdiente Anerkennung. Ehrenmitglied Todt gedachte in einer Ansprache der 25jährigen Vereinsthätigteit des Vorstandsmitgliedes Rosenbaum und überreichte ihm das Diplom als Ehrenmitglied. Ein flott gespieltes Theaterstück wie das übliche Tänzchen bildeten den Schluß der schönen Feier.
*• Unfug. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurden in der Westanlage mehrere Gas-Laternen von unbefugter Hand angezündet. Der Thäter wurde in der Person eines hier in Kondition stehenden Buchhandlungsgehülfen auf frischer That abgefaßt. — In derselben Nacht wurde einem Wirt zum zweiten Male das an der Haustreppe befindliche eisene Geländer mutwillig abgerissen, wodurch er einen empfindlichen Schaden erleidet. Als Thäter wurde ein Student ermittelt, gegen den Anzeige wegen Sachbeschädigung erhoben wurde.
** Verhaftungen. In der vergangenen Nacht mußte ein Radaubruder, der troß Verwarnung durch die Schutzleute fortfuhr zu lärmen und diese fortwährend belästigte, 'verhaftet werden. Ebenso mußte ein Mann ins Amtslokal gebracht iverden, der dem Alkohol derart zugesprochcn, daß er sich das Straßenpflaster zum Nachtlager auserkor.
E Ruttershausen, 4. Nov. Der Neubau der Brücke über die Lahn zwischen Ruttershausen und Kirschberg ist dank der günstigen Witterung so weit vorgeschritten, daß sie jedenfalls gegen Ende dieses Jahres dem Betrieb wird übergeben werden können. Die Brücke gleicht im Großen und Ganzen der Gießener Lahnbrücke; die vier Bogen von je 15 Meter Spannung ruhen auf 3 Strom- und 2 Landpfeilern. Die Breite der Brücke beträgt 5 Meter, wovon 3.4 Meter auf die Fahrbahn und je 80 (Zentimeter auf die beiderseits vorgesehenen erhöhten Fußwege kommen. Die Fahrbahn wird nm etwa 1 Meter höher liegen als die der alten Holzbrücke, was eine Aenderung der Zufahrtswege, sowie in Ruttershausen selbst eine Erhöhung der Ortsdurchfahrt nötig macht. Die alte, in den 40er Jahren errichtete Holzbrücke hatte nur eine Bahnbreite von 3J/2 Meter und keine besonderen Fußwege; die Träger mußten im Jahre 1871 erneuert werden; im Laufe der Jahre machten sich weitere Reparaturarbeiten nötig, die indeß den fortschreitenden Zerfall der Brücke nicht oufhielten, so daß nur noch Fuhrlasten bis zu 25 Ctr. Gewicht mit einiger Sicherheit passieren konnten. Die Kosten der neuen Brücke werden sich auf ca. 65 000 Mk. belaufen, wovon drei Achtel aus Staatsmitteln, der Rest je zur Hälfte aus Mitteln der Provinz und des Kreises gedeckt werden.
r. Butzbach, 2. Nov. Gestern Nachmittag waren Justiz- minifter Dr. Dittmar Exz. und Professor Dr. Kittler aus Darmstadt hier anwesend zur Besichtigung der elektrischen Zentrale sowie der elektrischen Leitung und der Licht-Anlage, in der Zellenstrafanstalt.
et. Butzbach, 3. Nov. Samstag fand in der Restaura- fion W. Steinhäuser die Generalversammlung und das Stif- äungssest des Gesangvereins „Orpheus" statt. Der Vorsitzende A. Storch erstattete den Jahresbericht. Dabei gedachte er der Freuden und der Arbeiten innerhalb des Vereinslebens, erwähnte die drei im Lause des Sommers von den Butzbachern besuchten Feste, referierte über die außerordentliche Generalversammlung vom 27. Aprll l. Js. und über den Wetzlarer Delegiertentag (18. August l. Js.) und schloß, dem Verein gedeihliches Fortentwickeln wünschend, mit einem Hoch auf den „Orpheus" und den deutschen Männergesang. — Der Rechnungsablage, die Steuerbeamter Faust erstattete, entnehmen wir, daß dem Reservefonds weitere 83 Mark zugeführt werden konnten. Der Vorstand wurde durch Zuruf wiedergewählt, und als 8. Mitglied Metzgermeister H. Schneider neugewählt. — Weitere Toaste wurden dem Präsidenten, dem Dirigenten (Anstaltslehrer Felsing) und den alten Herren gewidmet. Besonders begeistert wurde ein Trinkspruch aufgenommen, in dem die Buren und chre neuesten Siege gefeiert wurden, während das Vorgehen der Engländer scharf verurteilt wurde. In anregendster Weise verliefen die Stunden.
k- Darmstadt, 3. Nov. Im Saale der „Stadt Pfungstadt" tagte heute der geschäftsführende Ausschuß der nationalliberalen Landespartei für das Großherzogtum Hessen unter dem Vorsitz des Justizrats Schmeel I. Auf der Tagesordnung standen a) die Anstellung eines Parteisekretärs, b) Stellungnahme der Partei zur Vorlage der Groß- herzoglichen Regierung, die Landstände betreffend (direktes Wahlrecht). — Für letzten Punkt der Tagesordnung hatten Rechtsanwalt Dr. Osann II. (Darmstadt) das Referat und Rechtsanwalt C a l l m a n n (Alzey) das (Korreferat übernommen. Die Diskussion soll sehr lebhaft und heftig gewesen fein, ohne daß man einen definitiven Beschluß faßte. — Für die Provinz Oberhessen nahm Graf Oriola, Justizrat Jäckel (Wahlkreis Büdingen-Friedberg) Kirch (Gießen), Korndörfer (Wahllreis Gießen-Grünberg-Nidda) an der Versammlung teil.
Vermischtes.
• China fordert immer neue deutsche Opfer. Aus Tientsin liegt beifolgende Meldung des „Reutettschen Bureaus" vom 2. d. Mts. vor: In vergangener Nacht brach hier ein Feuer aus. Mehrere Warenhäuser und die Baracken der wallisischen Füsiliere wurden vernichtet. Wie es heißt, sind zwei Füsiliere und zwei Deutsche erstickt.
Gerichtssaal.
Mainz, 2. Nov. Ter Unteroffizier Karl Metelmann vom hiesigen Bezickskommando hatte sich vor dem Kriegsgericht wegen StttUchkeitsverbrechen zu verantworten. Der Angeklagte wurde zu 10 Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt.
Berlin, 3. Nov. Die Ausgrabuna von Leichen- ' eil en zu ärztlichen Zwecken beschäftigte gestern die Strafkammer des Landgerichts II. Der Direktor der Biesdorfer Irrenanstalt, Hebold, hätte das Grab eines in seiner Anstalt verstorbenen Patienten Öffnen lassen; ohne Wissen der Angehörigen
hatte er einzelne Teile der Leiche aus der Grabstätte entnommen und zu medizinischen Untersuchungen verwandt. Daraufhin erstatteten die Hinterbliebenen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Diese erhob gegen Hebold die Anklage wegen Leichenschändung. Unter Anklage standen ferner der Leichendiener und Barbier Franz Tiedtke, der Pfleger Hermann Klabunde. Tie beiden ersten An- geklaalcn wurddn beschuldigt, gemeinschaftlich unbefugt ein Grab veschadigt zu haben. Scbold stand unter der Anklage, sie zu der strafbaren Handlung durch Mißbrauch seiner Amtsbefugnihe bestimmt zu haben. Tr. Hebold wurde zu brei Tagen Ge- f ä n g n i s verurteilt und die beiden andern Angeklagten srci- gcwrociicn.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft
Markte.
fc. Frankfurt a. M., 4. Novbr. (Orig.-Telegr. des „Gießen' Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 16.25—16.50, Kurhessischer Alk. 0.000—00.00, La Plata Mk. 16.75—17.00, Kansas Mk. 00.00-00.00, Roggen (hiesiger) Alk. 13.75—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.00—16.25, Kleie Mk. 00.00—00.00, Hascr Mk. 14.50—00.00, Mais Mk. 13.00 bis Alk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 24.00—24.50, 2. Qualität Mk. 22.00 bis Alk. 22.50, 3. Qualität Mk. 20.00—20.50, Roggenmehl 0 Mk, 21.50—22,00,1. Qualität Mk. 20.25—20.50, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Mk. 00.00, Roggciülcie Mk. 9.50—9.75, Maiskeiine Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Frankcnpfälzer Rieb Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.
fc. Frankfurt a.M.» 4. November. (Telegr. Oria.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen 376 Ochsen, darunter 120 aus Oesterreich, 42 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 841 Kühe, Fersen, Sttere und Rinder, 354 Kälber, 719 Schafe und Hämmel, 1300 Schweine, 1 Ziegen, 0. Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 71—73 Mk'. 2. Qual. 65—67 Alk., 3. Qual. 59—62 Mk.; Butten I.Qual. 55 bis 57 Mk., 2. Qual. 51—53 Alk.; Kühe 1. Qual. 60—62 Alk., 2. Qual. 56—58 Mk., 3. Qual. 42—45 Alk, 4. Qual. 32—34 Mk., 5. Qual. 30—32 Mk. Kälber: 1. Qualität??—79Pfg., Lebendgewicht 46—48 Pf., 2. Qual. 68—70 Pfg., Lebendgewicht 40—42 Pfg., 3. Qual. Schlachtgewicht 54—56 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 58—60 Pfg., 2. Qual. 48—50 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 68 Pfg., Lebendgewicht 54 Pfg., 2. Qual. 67 Pfa., Lebendgewicht 53 Pfa., 3. Qual. 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut, bei Kleiiwieh gut; Markt geräumt. Ueberstand bedeutend.
Heilbronn, 2. Nov. In der heute unter Vorsitz des Landgerichtsrats Geyer stattgehabten Gläubigerversammlung der Heilbronner Gewerbebank stellte der Konkursverwalter fest, daß nach der Schätzung, soiveit solche bis jetzt möglich ist, die Aktiva sich auf 3 757 000 Mk. belaufen und die Gesamtsumme der S chulden 3 869 000 Mark beträgt, sodaß nach Abzug der Konkurskosten die Gläubiger etwa 95 Prozent zu erwarten haben. Die Konkurs- kosteu werden auf 60 000 Mk. geschätzt. Als Grund der Ueber- schuldung werden die Spekulationen der Direktoren angegeben, die durch Bücherfälschungen die Verluste verheimlicht und an die Aktionäre Dividenden von 6‘/e Proz. verteilt hätten, lieber die Vermögen der Direktoren Fuchs und Käfer und des Pro- kuristen Krug ist der Konkurz eröffnet worden.
Krieskasten der Redaktion.
(Anonyme Anfrage» bleiben unberücksichtigt.)
A. B. Ihre Vermutung über den Verfasser unserer mit „G. S." gezeichneten Arttkel, die die Konföderation der evangelischen Landeskirchen behandeln, ist unrichtig. Diese Artikel stammen von einem nicht in Gießen wohnhaften Geistlichen.
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungcn des Gießener Anzeigers.
Athen, 4. Rov. Die Kammer wird auf deu 12. November einberusen. Man glaubt, datz der König nach feiner Rückkehr wichtige Erklärungen über die Annektion von Kreta abgeben wird.
Wien, 4. Rov. In der gestrigen Sitzung des sozialistischen Parteitages wurde die Diskussion über die Re- Vision des Parteiprogramms fortgesetzt. Bemerkenswert war die Erklärung des Dr. Adler, daß es in Oesterreich keine Anarchisten gebe. Bebel erklärte, an der Beratung der ganzen Angelegenheiten, die nur Oesterreich beträfen, sich nicht beteiligen zu wollen.
Wien, 4. Nov. Die Gerüchte, daß der Kaiser wegen der angeblichen Krisis früher in Wien eintreffen werde, als beabsichtigt war, find unbegründet. Der Kaiser kehrt an dem früher bestimmten Tage nach Wien zurück und wird hier eine Begegnung mit dem König von Griechenland haben.
Lyck i. Ostpr-, 4. Nov. In Wohnitzen erschlug ein Maurer seine Ehefrau auf offener Dorfstraße. Der Thäter wurde verhaftet.
London, 4. Nov- Es laufen Gerüchte um, wonach die Auflösung des Parlaments als bevorstehend betrachtet wird. In ministeriellen Kreisen erklärt man dagegen die Nachricht für unbegründet, da nichts eine solche Maßregel rechtfertigen würde.
London, 4. Nov- Aus Peking wird gemeldet: Li- Hung-Tschang leidet an einem Magengeschwür. Die Krankheit wird jedoch nicht als ernst betrachtet. — Die Mitglieder des diplomatischen Korps zweifeln an der Richtigkeit des Gerüchtes von einem Attentat gegen die Kaiserin-Witwe.
London, 4. Nov. Der Korrespondent der „Daily Mail" in Kapstadt meldet, das Eintreffen einer geheimnisvollen Kommission, die zur Aufgabe zu haben scheine, eine Untersuchung über größere oder geringere Veruntreuungen vorzunehmen. Die bei gewissen englischen Einrichtungen Südafrikas begangen sind. Wenn nur ein Zehntel von dem wahr ist, was man sich in den verschiedenen Teilen des Landes in kaufmännischen Kreisen erzählt, so wird das britische Publikum, vorausgesetzt, daß der Untersuchungsbericht veröffentlicht wird, köpf st eh en und der Steuerzahler wird erfahren, daß verschiedene Millionen Pfund jedenfalls meist in die Taschen Englands geflossen und nicht für die Zwecke verwendet worden sind, für die sie bestimmt waren.
Amsterda.m, 4. Nov- Hier weilende Buren haben in den Hügeln von Nijverdal in der Provinz Overyssel Goldminen entdeckt, welche sich zur sofortigen Ausbeute eignen. (?)
Paris, 4. Nov. Der ministerielle „Petit Parisien" schreibt: Die Division Caillard der französischen Flotte wird heute an dem Punkte anlangen, der ihr zum Ziele gegeben ist und wo sie die weiteren Instruktionen der Regierung erwarten soll. Die Schiffe sind schon in den griechischen Gewässern. Caillard wird wahrscheinlich feine Division in die Rhede von Midilla führen, welche die wichtigste von Mytilene ist, zuerst diese Insel besetzen und wenn diese Demonstration nicht genügt, wird er Truppen auf dem Konttnent ausschifsen und sich der Zoll- bureausvonSmyrnabemächtigen. — Ein anderes Blatt erklärt, daß alle im Orient interessierten Mächte sich in dem französisch-türkischen Konflikt absolut neutral verhalten wollen.
Rom, 4. Nov- Die Reise des Kö nigspaares nach
Rußland ist trotz aller Dementis beschlossene Sache. Die Zusammenkunft mit dem Zaren findet in Warschau statt, wo das Königspaar vier Tage Aufenthall nehmen wird. Bon dort wird das Königspaar die Reise nach Petersburg und Moskau fortsetzen.
Rom, 4. ykov. Der „Osservatore Catolieo" wiederholt- in freundlicher Form, daß nach sicheren Berichten an der orthodoxen Ueberzeugung des Professors Spahn nicht mehr zu zweifeln sei und lobt die große Zurückhaltung des jungen Gelehrten, der sicher bald durch die That beweisen werde, daß er die Hoffnung, die d-e deutschen Katholiken auf ihn gesetzt, zu rechtfertigen in der Lage sei.
Pretoria,!. 'Rov. (Reuter.) lieber das Gefecht vom 30. Okt- wird weiter gemeldet: Die Buren griffen die Nachhut Bcnso n's an und erbeuteten zwei Kanone n. Benson fiel bald nach Beginn des Kampfes- Major Woods Sampson übernahm das Kommando, sammelte die Truppen und nahm eine Verteidigungsstellung an. Tie Buren machten verzweifelte Ansttengungen, die ganze Streitmacht der Engländer niederzuwerfen, und gingen wiederholt auf deren Linien los, wurden aber unter großen Verlusten zurückgeschlagen. Ter Gesamt-- Verlust der Buren wird auf 200 bis 400 geschätzt. Die Verteidigung der Engländer wurde standhaft aufrechterhalten, bis Oberst Barter am 1. November früh mit Verstärkung eintraf. Alsdann zogen sich die Buren zurück. — Major Sampson gelang es, den ganzen Convoi der Truppen und Wagen zu retten. Die Buren ließen in ihrem Angriff nicht nach und feuerten aus guter Deckung und Verschanzungen auf das eilig formierte Lager. Sie ber< mochten aber die beiden Kanonen, welche in offenem Felde 500 Yards von den Kämpfenden entfernt waren, nicht fortzuschaffen. Barter half nach seiner Ankunft den Feind zerstteuen. Die Buren, welche gehofft hatten, die ganze Truppenmacht gefangen zu nehmen, hatten das Gefecht bis zur Ankunft Barters fortgesetzt. Andere Truppen sind nunmehr zur Verfolgung des Feindes ab- gegangen. Die Engländer machten einige Gefangene-
Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgea. Oesterr. Staatabahn . Gotthardbahn , , . Laurabütte . . . . Bochum . . . , . Harpener . . . .
. 100.35 . 89.30 . 100.50 . 89.40 . 98.15 . 98.80 . 41.40 . 25.40 . 25.55
. 84.20
8V8% 3% 3‘/,% 8%
3l/2% Hessen . . .
5% Italien. Rente . .
4 /p Grieoh. Monopo.l-Anl, SO/j Portugiesen ...
3u/p Mexikaner . . .
4*/2% Chinesen . . .
Reichsanleihe do.
Konsole .
do. . .
. 195.0$ . 171.26 . 117.96 . 118.16 . 130.86 . 134.06
. 155.06 . 178.56 . 160.36 . 155.76
Telephonischer Kursbericht-
.Frankfurt a. 31., 4. November.
Tendenz: still.
Zahlreich sind die Tolletteseifen. welche zur Schönheitspflege mit den größten Versprechungen dem Publikum angepriesen wurden^ aber wie sie gekommen, so sind auch viele wieder verschwunden- da sie das Versprochene nicht gehalten haben. Die „Patend- Myrrholin-Seife" hat infolge ihrer Reizlosigkeit, Milde und unübertroffenen Wirkung bei den verschiedensten Hautstöruügen und zur Erzielung eines schönen Teints
das Feld behauptet.
Für die zarteste Häut der Frauen und Kinder ist sie von unschätzbarem Wert. Die fortwährend zunehmende enorme Verbreitung, welche die „Patent-Myrrholin-Seife" gefunden hat, sind der beste Beweis, daß sie als hygienische Toiletteseife zum täglichen Gebrauch von jedermann dauernd benutzt wird, der ihre Vorzüge unb ber überaus wohtthätigen Einfluß auf bie Haut kennen gelernt hat Ueberall, auch in ben Apotheken, erhältlich. Man nehme keine anbere.
Bekanntmachung,
Aus ber Friedrich Bücking'schen Stiftung sind für das Jahr 1901 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens» Familienhäupter oder einzeln stehende Personen, Unterstützungen zu vergeben und zwar zwei mit je 150 Mk. und acht mit je 100 Mk. Bewerbungen haben bis längstens 30. November ds. Js. bei bex unterzeichneten Behörbe, — Zimmer Nr. 2 — zu geschehen.
Gießen, ben 31. Oktober 1901. 7226
.Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
Bekanntmachung.
Die Zinsen der zum Gedächtnis des früheren ordentlichen Professors der Theologie an der Landes-Universität Karl August Credner errichteten „Karl August Creduer- Stiftung" zu Gießen sind am 10. Januar 1902 von Neuem auf 5 Jahre zu vergeben. Anspruch auf Berücksichtigung haben alle Witwen unb hinterlassenen ehelichen nicht im Haushalte der Mutter lebenden Töchter, deren Gatte bezw. Vater zur Zett seines Todes ordentlicher oder außerordentlicher Professor oder Privatdozent an der Landes-Universität war, unb deren Verhältnisse eine Zuwendung aus der Stiftung rechtfettigen. Schriftliche Bewerbungen sind spätestens bis zum 1. Dezember d. I. an den Engeren Senat der Landes-Universität einzureichen. 7247
Gießen, den 1. November 1901.
Großherzogliche Landes-Universität.
Hansen. Schäffer.
Seltersberg-Verein.
Nächsten Mittwoch deu 6. ds. Nits., abends 8 Uhr:
Außerordentliche Generalversalnnilnng bei Restaurateur Otto, Frankfutterstraße. 7200 Tagesordnung: Verschiedene Vereinsangelegenhetten.
Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten.
.zümWürzeü;
Saucen, Gemüse re. findet sett Jahren bei allen, die auf eine lchmaLyalte, gcsuude und doch spar/ame <Mche sehen, die größte Anerkennung. — Ein Zusatz von wenigen Tropfen genügt. — Zu haben in Fläschchen von 35 w an bci Chr. Wallenfels, WaÄ“???18 Ferner seien Maggis Bouillon-Kapseln ä 12 und 16 Pso für zwei Portionen Fleisch- ober Kraftbrühe bestens empfohlen.


