Ausgabe 
4.12.1901 Erstes Blatt
 
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Nr. »85

Erscheint täglich vru Ausnahme des

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Die Siebener Familie«, olaner werden dem An­zeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt* und den .Blättern für hessische Volkskunde*

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Redaktion, Expedition und Druckerei:

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Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

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Erstes Blatt.

151. Jahrgang.

Mittwoch 4. Dezember 1901

GietzenerAnzeiger

w General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

rdmahme von Aazeiae^ zu der sür den folgend«! Tag erscheinenden ilde, bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Dermut- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen An­zeigen entgegen.

Zeilenpreis: lokal 12 Pf* auswärts 20 Pfg.

Rotationsdruck u. 93et* lag der Brüh l'sche» Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben).

Verantwortlich für den allgemeinen SEeU: P. Wittko; für den An­zeigenteil: Hans Beck

Gießen, den 27. November 1901.

Betr.: Errichtung einer Sammelwasenmeisterei: hier: Statistik.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Die Angabe der gefallenen Tiere ist nur noch für den laufenden Monat November erforderlich. Entsprechendem Bericht sehen wir bis zum 10. Dezember entgegen. Soweit Sie mit den Angaben für August, September oder Oktober noch im Rückstände find, wolle das Erforderliche hierbei nach­geholt werden.

________________ v. Bechtold. _____________

Bekanntmachung.

Vetr.: Die Abschaffung der Pflugschleifen.

Nachstehende Polizeiverorduung für den Kreis Gießen wird hierdurch wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht.

Gießen, 26. November 1901.

Großherzogliches Kreis amt Gießen.

v. Bechtold.

Polizei-Verordnung

für den Kreis Hießen.

Auf Grund des § 866 Pos. 10 des Reichsstrafgesetzes und der Artikel 103 und 109 des Polizeistrafgesetzes wird hiermit unter Zustimmung des KreisauSschuffes mit Ge­nehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 22. De­zember 1899 zu Nr. M. d. I. 37296 verordnet wie folgt:

§ 1. Der Gebrauch von Schleifen zum Transport land­wirtschaftlicher Geräte (Pflüge, Eggen rc.) und anderer Gegen­stände auf den chauffierten Straßen und Wegen ist verboten.

§ 2. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehende Be­stimmung unterliegen den in § 866 Pos. 10 des Reichsstraf­gesetzes bezw. Artikel 103 und 109 des Polizeistrafgesetzes angedrohten Strafen.

Gegenwärtige Vorschriften treten mit dem 1. Januar 1902 in Kraft.

Gießen, den 30. Dezember 1899.

GroßheiHogliches Kreis amt Gießen,

v. Bechtolds

Krkanntmachung.

Betreffend die Aversionierung des Portos vom 19. No­vember 1901.

Unter Bezugnahme auf die den Großh. Behörden im Äugust d. I. übermittelteInstruktion, das Verfahren bei Feststellung einer Bauschsumme für die von den Großh. Be­hörden rc. frankiert abzusendenden portopflichtigen Sendungen betreffend," wird hierdurch nochmals darauf aufmerksam ge­macht, daß nach Abschluß der zur Zeit stattfindenden Auf­zeichnungen, mithin vom 1. Dezember d. I. ab, die Kontie- rung des Portos bis auf weiteres in der nämllchen Weise, wie dies vor dem 1. September d. I. der Fall war, wieder aufzunehmen ist.

Darmstadt, den 19. November 1901. Großherzogliches Staatsministerium.

Rothe.

Expedition nach Oftafien.

Dem Röichshaushalts-Etat ist Folgendes zu entnehmen: Aus Anlaß der Expedition nach Ostasien sind die Einnahmen mit 11514 824 Mk. angegeben, wovon 11504 824 als erste Rate der Entschädigung von China, welche am 1. Januar 1903 fällig wirb- Die Zinsen werden halbjährlich am 1. Januar und 1. Juli gezahlt. Der Zinsenlauf be­ginnt mit dem 1. Juli 1901; jedoch hat China die Be­fugnis, die für die Zeit bis zum 1. Januar 1902 erwachsen­den Zinsen erst innerhalb der nächsten drei Jahre unter Zuzahlung von 4 v. H- Zinseszins zu entrichten, so daß die erste halbjährige Knsrate am 1. Juli 1902 fällig wird- Der deutsche AntM an der Entschädigung von 450 Mül. Taels ist auf 90 Millionen Taels festgesetzt. Hiervon sind 85 Mill. Paels zum Ersatz der dern Reiche durch die China-Expedition erwachsenen Kosten bestimmt. Aus dem verbleibenden Reste sind die Entschädigungsansprüche deutscher Privatpersonen und Gesellschaften zu bestreiten. Hierher sind auch die Wiederherstellungsrosten der durch die Beschießung beschädigten Gesandtschaftsgebäude in Pe­king zu rechnen. Die im Lause des Rechnungsjahres 1902 zu erwartenden Entschädigungszahlungeu Chinas an Deutschland berechnen Ml auf 11504 $24 Mark, wovon 10 998000 Mark auf Zinsen (für 1 Jahr) und 506824 Mk. auf den deutschen Anteil an der ersten Amortiscrtionsrate entfallen. Rach 8 6 des Gesetzes vom 22. März 1901 ist die von China zu leistende Entschädigung zur Verminder­ung der Reichsschuld zu verwenden; obgleich nun, wie vorstehend erläutert, die von China im Rechnungsjahr 1902 zu zahlende Geldsumme nicht nur eine Anzahlung auf die Entschädigung, sondern auch Zinsen enthält, wird tleichwohl der volle Betrag den außerordentlichen Deck- ungsmitteln zugeführt well nach Tllel 8 der einmaligen Ausgaben in gleicher Höhe deutsche Privatforderungen be­friedigt werden sollen. Die nächste Ausgabe der deutschen Politik wird sein, die Ausführung der von China über- ^mmeLeu BerMWungen, soweit Deutschland berührt

wird, genau zu überwachen. Für den Augenblick herrscht in China zwar im allgemeinen verhältnismäßige Ruhe. Ob aber die chinesische Regierung den für den Schutz von Leben, Eigentum und Thätigkeit der Ausländer übernom­menen Verpflichtungen aus die Dauer voll zu entsprechen vermag, ob also die durch die internationale Expedition herbeigeführte Beruhigung überall von Bestand sein wird, kann erst die Zukunft in einer gewissen Beobachtungszeit lehren, wenn auch kein Grund vorliegt, an dem jetzigen guten Willen der chinesischen Regierung zu zweifeln. Des­halb sind die sämtlichen fremden Regierungen der Ansicht, daß eine gänzliche Rücknahme der fremden Truppen aus China gegenwärtig noch nicht ratsam ist, vielmehr deren ferneres Verbleiben im Lande, neben den ftemden See­streitkräften in den chinesischen Gewässern, geboten er* cheint, einerseits im Interesse des Schutzes der Fremden und der weiteren Konsolidierung der VerAltnisse, anderer­seits aber auch, um bei den noch bevorstehenden Aus­führungsverhandlungen nötigenfalls einen förderlichen Druck auf die chinesischen Behörden ausüben zu können. Auch Deutschland läßt darum an den im Schlußprotokoll vorgesehenen Plätzen der Provinz Tschili sowie in Shanghai lleinere Besatzungen. Wie lange diese dort ver­bleibenmüssen, läßt sich zur Zeit noch nicht bestimmt sagen. Jedenfalls ist beabsichtigt, in China nicht länger und nicht mehr deutsche Truppen zu halten, als der Schutz unserer dortigen Interessen unbedingt erheischt. Die deutsche Chinapolitik wird auch hierbei den in der Denkschrift vom Jahre 1900 bezeichneten Rahmen nicht üb«1chreilen.

An Ausgaben sind veranschlagt:

1. Ausgaben bei der Verwaltung des Reichsheeres 26191000 Mark. Ebenso wie in den Rechnungsjahren 1900 und 1901 sind Pauschsummen an gesetzt. Entscheidend hier­für war, daß, abgesehen von den Geldgebührnissen, es in der Hauptsache an jeder sicheren Grundlage für eine Veranschlagung im einzelnen mangelt, da die bisherigen Aufwendungen für Verpflegung, für Unterkunft, für Krankenpflege usw. noch nicht so well bekannt sind, um als Maßstab für den Bedarf der Zukunft gelten zu können. Ob und inwieweit überdies die einschlägigen Verhältnisse hinsichtlich der Verpflegung usw. in China sich geändert haben, entzieht sich noch der Kenntnis. Soweit eine Berechnung des Geldbedarfs im Einzelnen möglich ist, ist sie gegeben.

2. Ausgaben bei der Verwaltung der Kaiserlichen Ma­rine 1150 000 Mark, darunter 150 000 Mark Pensionen,. Witwen- und Waijengelder. Veranschlagt sind die Jn- standhaltungskosten für drei zur Zeit noch auf der Station befindliche Depeschenboote (Torpedoboote), da sie bei der Unsicherheit der Verhältnisse voraussichtlich, im Jahre 1902 noch nicht entbehrt werden können, außerdem die Ge­währung eines Demobilmachungsgeldes.

3. Ausgabe,: im Bereiche des Auswärtigen Amts 11551824 Mark, wovon zur Entschädigung deutscher Privat­personen und Gesellschaften, lvelche anläßlich der Wirren in China Verluste erlitten haben, 11504 824 Mk., und zur Wiederherstellung der durch die Beschießung beschädig, ten deutschen Gesandtschaftsgebäude in Peking 47 000 Mk. Die Gesamthöhe der deutschen Privatsvrderungen ist durch die bei der Kaiserlichen Gesandtschaft in Peking vvrge- nommene Prüfung auf 13 484 644 Mk. festgestellt worden. Doch wird eine Erhöhung bis auf höchstens 15 Millionen durch Nachtragsanmeldungen in Rechnung zu ziehen sein. Die Geschädigten zu ihrer Befriedigung lediglich auf die über 39 Jahre sich erstreckenden chinesischen Zins- und Amortisationszahlungen zu verweisen, ist kaum angängig und liegt nicht im Interesse der Entwickelung des deutschen Chinahandels. Es empfiehll sich daher, wie dies dem Ver- nchmen nach auch andere Regierungen in Aussicht ge­nommen haben, aus den ersten von China eingehenden Zahlungen die deutschen Privatforderungen vorab zu be­friedigen. Deshalb wird voraeschlagen, zu dllsem Zwecke die gesamten für 1902 in 2mssicht stehenden chinesischen Zahlungen in Höhe von 11504 824 Mk. zu verwenden. Dieser Betrag würde auf die sämtlichen feftgestellten For­derungen nach Verhältnis zu verteilen sein; der Rest wird dann aus dem im Rechnungsjahre 1903 eingehenden chinesischen Zahlungen befriedigt werden können.

Die Gesamtsumme der Ausgaben, mit Hinzurechnung er noch zu erwartenden Ausgaben im Bereiche der Post- un Telegraphenverwaltung, des Reichsamts des Innern un des Rechnungshofes, beträgt 39 558 824 Mark,

Politische Tagesschau

Der Vorstand der Teutscheu Kolonialgesellschast

in Berlin trat am Samstag in die Beratung des Antrages über einen Regierungsdanrpfer in Neu-Guinea ein: den Reichskanzler zu ersuchen: pro 1899/1900 und 1900/1901 von dem Reichstag für den Neubau eines Regierungsdampfers ür den Gouverneur von Deutsch-Neuguinea bewllligten Mittel unverzüglich ihrer Besttmmung zuführen zu lassen, derart, daß ein sür die Fahrt in Neuguinea passendes Fahr­zeug auf einer deutschen Werft erbaut und unter thunlichster Beschleunigung nach Neuguinea übergeführt wird; die Be­schaffung eines für den Dienst des Bezlltsamts in Fried­rich Wilhelmshafen geeigneten Heineren Schiffes in Aussicht zu nehmen und die Mittel dafür in den Voranschlag pro 1901/1902 einzustellen; nach Art der Regierungsstatton in Nusa, welche sich für die Sicherheit in diesem Gebiet sehr bewährt hat, auch in anderen Tellen des Schutzgebietes weitere Stationen zu errichten. Es wurde übereinstimmend darauf hingewiesen, daß die in neuerer Zeit vorgekommenen Uebergrijfe der Eingeborenen aller Teile Neuguineas wie die Ermordung des Reisenden Bruno Mencke,

die Ermordung von etwa acht Händlern auf den French-Jnseln, die Ueberfälle auf Händler der AdmiralllätS- Jnseln und in der Gegend von Potsdamhafen deilllich erkennen ließen, daß die Sicherheitszustände in Deutsch- Neuguinea im argen lägen, und daß Abhilfe dringend not thue. Eine Aenderung lasse sich nach dem Urteil der Kenner des Landes nur durch die Durchführung des Anttags Berlin herbeiführen. Tie Annahme erfolgte mit großer Mehr­heit. Die stellvertretenden Präsidenten Staatsminister von Hofmann, Reiä)stagsabgeordnete Graf von Arnim- Muskau (deutsche Reichspartei) unb Prinz von Aren- b er g (Zentrum) wurden durch Hurus wiedergewahlt. Für. den infolge seiner Versetzung nach Bonn ausscheidenden Berghauptmann von Ammon wurde ebenfalls durch Akklamation der zweite Vizepräsident des Reichstags, Geh. Finanzrat Büsing (natl. Partei) gewählt. Damit sind die drei großen parlamentarischen Parteien, welche sich um die Gründung und Förderung der Deutschen Kolonialgesell­schaft hohe Verdienste erworben haben, wieder im Prä- sioium der Gesellschaft vertreten. Die satzungsinäßiae Neu-, wähl von 14 Mitgliedern des Ausschusses fiel auf die aus« dieser Körperschaft ausscheidenden Herren. Die nächste Vor- standssitzuna und Hauptversammlung soll in der Woche nach Pfingsten 1902 in Halle a. S ftattfrnben. Nach Schluß der Tagesordnung gelangte die von Regierungsrat Fuchs in der ostafrikanischen Eisenbahnfrage eingebrachte Resolutton einsttmmig zur Annahme. Herzog Johann Albrecht nahm daraus Veranlassung, den Reichstagsabgeordneten, die dem Vorstande der Gesellschaft angehören, die Förderung des großen Planes warm ans Herz zu legen.

Aus Stadt und Land.

(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe:Gicß. Anz." gestattet.) Gießen, den 2. Dezember 1901.

* * Tagesordnung für die Sitzung der Stadtver­ordneten-Versammlung Donnerstag den 5. Dezember 1901, nachmittags 4 Uhr. 1. Baugesuch des August Scheppel- mann für den Großen Steinweg; hier: Dispssns. 2. Desgl. des Joh. H. Jhring für die Bahnhofsttaße; hier: Dispens. 3. Gesuch des Vorstandes der Großh. Hess. Eisenbahnbetriebs­inspektion Gießen L wegen Errichtung eines Anbaues nördlich der Umladehalle auf Bahnhof Gießen; hier: Dispens. 4. Unter­haltung der öffentlichen Anlagen; hier: Beschaffung von Schutzvorrichtungen für die Bäume. 5. Ausbau der Hofmann­straße ; hier: Herstellung erhöhter Trottoirs in derselben. 6. Gesuch verschiedener Einwohner um Ueberwölbung eines Teiles des Schoorgrabens auf der Westanlage. 7. Ueberwölbung des- Klingelbachs bei der Kreuzung mit der Stephanstraße. 8. Die Beschaffung eines Schranks fürdieFottbildimgsschule. 9.Jahres- bericht des Schularztes. 10. Die öffentlichen Aborte; hier: Ver­wertung von zwei alten Bedürfnishäuschen. 11. Abgabe von Erbbegräbnissen auf dem giesigen Fttedhofe. 12. Ausführung des Reichsgesetzes übsr dis Abänderung der Gewerbeordnung oom 30. Juni 1900. 13. Prüfung der Rechnung der Armen­kasse Gießen fürs Etatsjahr 1900/01. 14. Voranschlag der Armen­kasse Gießen für 1902/03. 15. Gesuch des Emil Mißler um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Brandgasse 7. 16. Desgl. des Konrad Ruth um Erlaubnis zum Gastwittschafts- betrieb im Hause Klinikstraße 24. 17. Ankauf der Nolle'schew Hosraite; hier: Reklamation der F. Nolle Witwe gegen das ihr angefordette Pachtgeld.

** Wernings Kriegsfestspiele. Am vergangenen Freitag versammelte sich der Festausschuß zu einer Sitzung im Aquarium. Der Vorsitzende des Finanzausschuffes berichtete, daß die Einnahmen etwa 8400 Mk., die Ausgaben etwa 5 500 Mk. betragen, der Ueberschuß berechne sich vor­läufig auf etwa 29 00 Mk., lasse sich aber erst endgiltig feststellen nach Erledigung der bezüglich einzelner Rechnungen erhobenen Beanstandungen. Mit Regelung dieser Anstände wurden einzelne Ausfchußmllglieder beauftragt Dem Turn­verein wurden als Ersatz für vorgekommene Beschädigungen und besonders starke Inanspruchnahme der Bühneneinttchtungen 100 Mk. zugebilligt, lieber die Verwendung des Reinge­winnes wurde folgender Beschluß gefaßt: Der Reinertrag aus den Werningschen Kttegsfesffpieten wird unter die vier ver­anstaltenden Vereine zu gleichen Teilen verteilt. Die einzelnen Vereine haben den ihnen zufallenden Betrag zur Unterstützung von Veteranen, deren Witwen und Waisen oder in Ermangelung von solchen zur Unterstützung würdiger Kameraden bezw. deren Famllien zu verwenden. Ueber die All der Verwendung haben sich die einzelnen Vereine unter einander unter Vorlage der Abrechnung jährlich auszuweisen nach einem der demnächstigen Beschlußfassung der vier Vereins­vorstände zu unterbreitendem Statut. In die Rechnungs­prüfungskommission wurde aus jedem Verein ein Mitglied gewählt.

** Zauber-Vorstellungen. Physiker Böning aus Dresden giebt von Mittwoch an in Steins Saalbau Vorstellungen. Kölner Blätter schreiben über das Auftreten des Künstlers u. a.: Professor Böning ist einer der interessantesten Zauberkünstler der Neuzeit. Er zeigt seine Kunst auf hellerleuchteter Bühne; als Apparate dienen ihm fast nur feine Hände, die eine fabel­hafte Geschwindigkeit besitzen. Er ettlätte zunächst, daß es tch nicht um Spitttlsmus oder ähnlichen Schwindel, sonderir um Kunsffettigkeit oder Geschwindigkeit handle. Dann be­ginnt er zu agieren, so daß das Publikum sich gefeffelt fühlt. Das Wichtigste in dem reichhaltigen Programm sind die,