Ausgabe 
3.12.1901 Zweites Blatt
 
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sang letztere Lieder von Lortzing und Bohm. Die von liebenswürdigen Damen und Mitgliedern des Vereins vor­getragenen Quartette wurden rem und genau gesungen und ebenso wie die Solovorträge mit großem Beifall ausgenom­men. Der von dem Dirigenten Anstaltslehrer Fe Ising geleitete Chor führte besonders in Barbarossa von.Jakobs m Heinrich dem Vogler" von Fromm, wie in Oestens Pilot wirkungsvoll an. Die Chöre wie auch die Solovorträge wurden in geschickter Art von Lehrer Kammer begleitet auf einem von Rudolph (Gießen) gesandten prächtigen Bechstein- flügel. An die Baufondskasse konnte eine Summe von mehreren hundert Mark abgeliefert werden.

Id. Lauter, 29. Nov. Bei der heutigen Gemeinde­ratswahl, bei der von 85 Stimmberechtigten 79 wählten, siegten die beiden seitherigen Gemeinderäte Johannes Röder II. und Heinrich Feldmann II; neu gewählt wurden Heinrich Sann IV. und Johannes Eckhardt, sämtliche mit je 49 Stimmen. Da ein Kandidat auf 3 Jahre zu wählen war, mußte das LoS entscheiden. Es siel auf Johannes Eckhardt. Die Gegenpattei brachte, trotzdem sie eine starke Agitation^ vor der Wahl ins Werk gesetzt hatte, nur je 30 Stimmen für chre Kandidaten auf.

i Laubach, 1. Dez. Von der Mitgliederversammlung der christl. sozialen Partei, die am letzten Freitag hier ge­halten wurde, hären wir, daß, nachdem die von Rentmeister Bohn gestellte Rechnung genehmigt war, die Vorstandswahl stattfand. Dabei wurde Fabrikant Römheld zum ersten Vorsitzenden gewählt. Sodann wurde Bericht erstattet über das ParteiorganDas Volk" und über den befriedigenden Verlauf des Parteitages m Barmen. Auch wurden die sehr verschiedenartigen Berichte der Presse über den Parteitag näher gekennzeichnet. Verhaftet wurde ein bet dem Bahnbau beschäftigter Arbeiter, der mit dem Morde im Kloppenheimer Wald in Verbindung gebracht wird. Gegenwärtig geht es hier oft recht lebhaft zu, da viele aus­ländische Arbeiter an der Bahn Lasbach-Mücke beschäf-

Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

London, 2. Dez. Gestern saud im Hydepark eine Sympathiekundgebung für General Buller statt, in der entsprechende Resolutionen angenommen wurden. Zum großen Teile setzte sich der Demonstrationszug aus Gewerbevereiuen mtt Bannern und Musikkorps zusammeu.

London, 2. Dez, TerStandard" meldet aus TientstL vom 1 Dezember: Cs ist ein kaiserliches Edikt erlasien worden, wodurch der Thronerbe Putschun, dessen schlechte Führung das größte Mißfallen der Kaiserin-Witwe erregt zu haben schemt. Wie eS heißt, gab sich Äunglu die größte

Marburg, 30. Nov. Wegen Zweikampfs resp. Beihilfe dazu waren angeklagt eand. jur. Wilhelm T e n h o l d aus Bochum, eand. hu*. Hermann Mögenburg, früher in Marburg, jetzt in Berlin, und eand. jur. Erich Hauser äus Kastel. Wegen einer Beleidigung haste Teghold eine Forderung auf krumme ^abel. an Mögenburg ergehen lasten, die in der Nähe Marburgs ausgefochten wurde. Letzterer erhielt hierbei eilte Verletzung, an welcher er einen. Süü im Bett zubringe-.', mußte. Haufer hatte bet die,em Zwei­kampf die Rolle des Kartellträgers gespielt. Aw die Frage des ^Vorsitzenden, ob er versucht habe, den Zweikampf zu vereiteln,, ! meinte er, er hätte in dieser Beziehung dieüblichen Bemühungen ! voraenommen. Die Frage, ob er versucht habe, einen Vergleich herbeizusühren, verneinte er. Der Staatsanwalt hielt eine be­sondere Feststellung für notwendig, ob das Duell ohne einen ve» sonders schwerwiegendeti Grund ausgeführt worden sei, weil dies für das Strafmaß und den eoentncdeit Fall der Begnadi g_u n g von Einfluß sei. Die Angeklagten bemerkten aus die Frage des Vorsitzenden, daß es nicht überstürzt, sondern nach reiflicher Ueberlequng ausgeführt worden sei. Das Urteil lautete gegen Len-- hold lind Ätogenburg auf je 4 Monate, gegen Hauser auf 3 4.age

Vortragende die Diskussion in der Zweiten Kammer über I die Landwirtschaftslehrer, wo der Borwurf erhoben wurde, | daß die LandwirtsckMslehrer zu wenig unterrichtet seien. Dvch müsse man berücksichtigen, . daß die jungen Lehrer, selbst wenn sie auch vollgepfropft Mit Wissen von der landw. Hochschule tarnen; doch die bäuerlichen Verhältnisse zu wenig kennten, um packend reden zu könnem Man müfie ihnen deshalb in erster Linie empfehlen, diese genau kennen zu lernen, und ihnen entgegenkommen. Sodann berichtete der Redner über den gegenwärtigen Stand des! Rechnungswesens. Bei den Mitteln, über die der Provinzialverein selbständig verfügen kann, stellen sich die Einnahmen auf 58916,26 Mark, und die Ausgaben auf 155 595,70 Mark, so daß ein Ueberschuß von 3 320,55 Mark verbleibt. Dieser Ueberschuß genügt aber bei weitem Nicht, um alle notwendigen Aufwendungen zu decken. Bei den von der Regierung zur Förderung der Viehzucht zur Ver­fügung gestellten Mitteln ergiebt sich bei 103 432,15 Mark! Einnahmen und 103 430,78 Mk. Ausgaben em jetziger Kassenbestand von 1,73 Mk.

Tas landwirtschaftliche U n t e r r icht s w e s e n in Oberhessen hat sich schon schön entwickelt; aber es muß sich noch iveiter entwickeln. Die Landwirtschaftsschulen wer­den viel zu wenig besucht, wenn auch die Frequenz im letzten Vereinsjahr zugenommen hat. Was die ländlichen Fortbildungsschulen betrifft, so ist man im Begriff, sie umzugestalten. Ter erste Versuch wurde im Kreise Gießen gemacht. Gelingt er, dann soll von feiten des Vereins alles geschehen, um das Fortbildungsschulwesen auf dem Lande zu fördern. Die Wmterschule zu Friedberg war von 3v, die zu Alsfeld von 32 und die zu Büdingen von 17 Schulern besucht. Außerdem sind die Molkereischule in Lauterbach, die von 14 Schülern besucht wär, und die Haushattungsschule »in Lindheinl zu erwähnen. Zuschüsse erhielten Alsfeld, Lrnd- hoim und Büdingen. Für das M e l i o r a tio n s w e s e n geschieht jetzt sehr viel. Die Landwirte sind zu der Einsicht gekommen, daß es ohne Melioration und Feldbereinigung nicht mehr geht. Eine Melioration, die befonders gedeiht, I sind die Buchweiden im hohen Vogelsberg. Weitere Melio­rationen siiid vorgesehen für die Kreise Sck)otten und Lauter­bach. Bis jetzt sind 953 Morgen melioriert- Außerdem find den einzelnen Kreisen, in denen es nötig war, Mittel uber- ! wiesen worden, so Schotten und Lauterbach je 500 Mk. und Alsfeld und Büdingen je 100 Mk., um die Transportkosten - für Düngemittel zu bestreiten. Erfreulich ist es ferner, daß die Fortschritte in der Viehzucht mit der Verbesserung des Futters Hand in Hand gehen. Am meisten ist in der | Rindviehzucht geschehen. Die meisten Staatsmittel werden für diesen Zweck verwendet. Bisher wurden 3322 Simmen- thaler und 1423 Vogelsberger in das Herdbuch eingetragen. An Bullenstationen für Simmenthaler existieren qeqenroärtig 15. Die Bullen sind zu runb 24000 Mk. ber­eichert, wofür eine Prämie von etwa 1000 Mk. zu zahlen ist. Zur Anschaffung einet größeren Anzahl von etation^ bullen fehlen die Mittel. Auf der Ausstellung Vogels-

tntcrM wird. Wir r-.h-W. « W» - FJ folge Der Provinzialverein hat 4 Zuchthöfe für Vogels Müht, den Hof von der Rückkehr nach Peking abzubringeo. AlS 'beracr Vieh und eine Verkaufsstelle für Zuchtvieh. Auch Grund dec Enterbung flieht em anderes Telegramm des Lin Bezug auf die Jungviehweiden sind weitere Fort- ~ - --"" Sohtt -LUfln8 schritte zu verzeichnen. Eine richtige Aufzucht von jungen Tieren ohne Jungviehweiden ist kaum durchführbar. 'Die jungen Tiere dürfen nicht an Kelten liegen, sondern muffen frei umherlaufen Zwei weitere Jungviehweiden werden In den Kreisen Alsfeld und Lauterbach errichtet. Um die' dafür erforderlichen Mittel aufzubringen, wiro im nächsten Sommer leine Provinzialausstellung von, Zuchttieren in lOberdeisen stattsinden, sondern die dafür bestimmte ©ummc für die neuen Jimgviehweiden verwendet werden. Es ist berecikajt, nicht nur auf ein schönes Aeußere zu sehen, sondern mehr auf Leistung hin zu züchten. Deshalb muffen

I die prämiierten Tiere zeitweise auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft werden. Die Schweinezucht hat bet dem vor- I Han de nen guten Material gute Fortschritte gemacht. Gj I ist dies gegenwärtig der einzige blühende Zwerg in der

das Faselwesen. Die Grundbuchs komlliissioN hat diese Ab-l änderungsvorschläge gemacht, die wohl von entscheidender« Bedeutung sind, und die nach längerer Debatte einftimmig gutgeheißen wurden.

Der Vorsitzende, Oekonomierat Sch lenke gab eine Ueber-1 sicht über das Ergebnis der Vereinsrechnung für 1900/01. ] Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Ferner stand auf der Tagesordnung die Wahl eines Referenten für Feld- bereinigung an stelle des bisherigen Referenteii, jetzigen Bürgermeifters von Friedberg, Da n k m an n. Oekonomie­rat Schlente dankte dem neuen Bürgermeister für ferne eifrige dem Verein gewidmete Thätigteit und schlug zu seinem 9iachfolger Kreisamtmann Sp a-m e r - F-rieoberg vor, der denn auch einstimmig gewählt wurde. Sofort nach Schluß der Ausschchßfitzung wurde von Oetonomierat Schlente die Hauptversamnllung eröffnet. Oekonomierat Schlenke begrüßte zunächst hie erschienenen Regierungs- Vertreter, ferner den Kreisrat von Friedberg, Fey, und! den Geheimen Medizinalrat Dr. Werner-Berlin, und widmete dann dem verstorbenen Kreisrat von Friedberg, Dr. Braden, an dem der Provinzialverein eins seiner! ithätigsten Mitglieder verloren habe, herzliche Worte des! ! Gedenkens. Seinem Andenken zu Ehren erhob sich die Versammlung von ihren Sitzen. Sodann gab der Vor­sitzende einen kurzen Ueberblick über die Thätigteit l des Vereins im avgelaufenen Geschäftsjahr. Er hob her­vor, mit wie großen Schwierigkeiten der Verein, ganz abgesehen von den niedrigen Preisen, für die Produkte zu Lämpfen hatte. Besonders machte sich wiederum der Mangel an guten Erntearbeitern bemerkbar. Der seiner­zeit von Seiten des Vereins gemachte Versuch, Arbeiter zu besckaffeii, wurde infolge trüber Ersahrungen nicht wieder­holt. Große Unterstützung in feinen Bestrebungen sand der Vrovinzialverein durch die sechs Bezirlsvereme, die sieben Bezirkszuchtbereine, denen sich 88 Lokälvereine ail- gliedern, durch sieben Ziegenzuchtvereine, acht Geflügels zuchtvereine, einen Provinzial - Obstbau - Verein, zwei Sck>weinezuchtvereine, die im letzten Vereinsjahre ins Leben traten, während ein Pserdezuchtvereui und ein Bienen­zuchtverein unabhängig von dem Provinzialverein bestehen. iSo wurde es möglich, eine weitgehende Arbeitsteilung zu schaffen, die deshalb wertvoll ist, weil alle Sanbiuirte zur Mitwirkung herangezogen werden können. Der Mit­gliederstand, 2334, ist recht günstig, doch müßte sich diese sZahl verdreifachen, wenn nicht viele Landwirte den Be­strebungen des Vereins so lau gegenüberständen. An Ver- I sammluiigen fanden stattim vergangenen Herbst eine

fc. Frankfurt a.M., 2. Dezember. (Telegr.Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Notieiimgen der heutigen Vlehmarki- preise. Zum Verkaufe standen 394 Ochsen, darunter 121 aus Oesterreich, 42 Bullen, bnximtcr 0 aus Oesterreich, 925 Kühe, werfen, Stiere und Rinder, 288 Kälber, 621 Schafe und Hammel, 1065 Schweine, 0 Ziege, 0 Ziegen-, 0 Schaflammer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 6870 Mk. 2. Qual. 61-63 Dck., 3. Qual. 56-58 Mk.; Bullen 1.Qual. 54 biZ 56 Mk., 2. Qual. 50-52 Mk.; Kühe 1-Qual. o9-61 Mk., /.Qual 56-58 Mk., 3. Qual. 42-45 Mk, 4. Qual. 32-34 M., o. Quell. 30-32 Mk. Kälbei: 1. Qualität78-80 Pfg., Lebendgewicht 46-48 Pf., 2. Qual. 6971 Pfg., Lebendgewicht 4143 Pfg., 3. Qual. Schlacht» gewicht 55-57 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht ob-58 Pfg, 2. Qual. 46-48 Pfg., 3. Qual. 40-44 "Pfg.; Schtvcine 1. Quall 68 Pfg., Lebendaewicht 54 Pfg., 2. Qual. 67 P^g., Lebendgewicht 53 Pfg., 3. Qual. 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 00^00 big. [ Geschäft bei Hornvieh gedrückt, bei Kleinvieh mittelmäßig; Markt geräumt. Ueberstand bedeutend. .

lc. Frankfurt a. M., 2. Dez. (Dttg.^elegr. des .Metzen Anz.") "Amtliche Notierungen der heutigeii ruchtmarftpreife. Weizen Mk. 16.25-16.50, Kurhessifcher Alk. 17.2o-00.00, -a Plata Mk. 17.2500.00, Kaiisas Mk. 00.00-00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 13.7514.00, Gerste (Wettcrauer) SOU. 1Lo.oO-16.2o, Riete Mk. 16.2517.25, Hafer Mk. 14.7515.25, Mais Mk. 00.001 bg Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 24.00-24.50, 2. Qualität Mk. 22.00 bis Mk. 22.50, 3. Qualität Mk. 20.00-2O.5O, Roggenmehl O Nik. 21.5022,00,1. Qualität Mk. 20.2520.50, Weizenkleie Mk. 8.oO bis Alk. 00.00, Roggenklcie Mk. 9.50-Q.00, Alaiskeime 9u)0 I bis Alk. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 00.0000.00. Alles per- 1100 Kg. ab hier.

entmutigen lassen; denn darauf folgt sicher wieder eme aufwärts gehende Konjunktur. Mit der Ziegenzucht will es nicht recht vorwärts gehen. Dagegen giebt es eine ganze Anzahl von G e f g e lzu ch t v e r ei n e n. Der Provinzialverein wendet dem Gießener Geflügelzuchtverein eine jährliche Beihilfe von 1000 Mk. zu- An der Spitze des Löst- und Gemüsebau-Vereins steht nach dem -tobe des Geheimrats Dr. Braden Graf ßrial.a. Der oberhessische Obstbau-Verein ist in ständigem Aufblühen begriffen. Er zählt gegenwärtig 1361 Mitglieder. Der Redner schließt mit Dankesworten gegen alle, die den oberhessischen landw. Verein mit Rat und That unterstützt haben, und mit dem Wunsche, daß die Zeiten besser werden möchten und die Arbeit dyr Landwirtschaft sich besser lohnen möchte. Nunmehr hielt Geheimrat Werner einen Vortrag über. Iun gviehau. fzucht und Winterfütterung". Es würde zu loeit führen, wenn wir über seine klaren, durch mannigfache Beispiele veranschaulichten Ausführungen hier eingehend referieren wollten. Es wäre auch überflüfsig, da er demnächst feine Ansichten und Erfahrungen nach dieser Hinsicht im Druck erscheinen lassen wird. Er sprach 'zunächst von der Vererbung der EiAenschasten der Eltern I auf die Kinder. Doch kämen auch Weubilbungen vor, sog.

Variabilitäten, an deren Entstehung der Landwirt meist I selbst die Schuld trage. Der Redner gab nun Anweisungen, I wie das junge Tier von der Geburt bis zur vollen Ent­wicklung behandelt werden muß. In erster Linie ist auf eine rationelle Fütterung zu achten, dann muß für ge­eignete, gut ventilierte Stalle gesorgt werden. Insonderheit' hob Geheimrat Werner den Wert der Viehweiden hervor., Weidegaiig sei unbedingt notwendig, sowohl für die Ent­wickelung der Körperformen und der Leistungsfähigkeit, wie für die normale Entwickelung des Geschlechtslebens. Im zweiten Teil seines Vortrags gab er wiederum ins einzelne gehende Ratschläge für die Winterfütterung. Nach einer kurzen Diskussion, die sich an den von den anwe,enden Landwirten mit gespanntester Aufmerksamkeit angehörten Vortrag schloß, stattete Oekonomierat Schlenke dem Redner den Dank der Versammlung ab und schloß darauf ditz.i I Hauptversammlung. ~

Gerichtssaal.

terfahrplans erfolgen. |

fc. Frankfurt a. M., 1. Dez. Das Strafverfahren gegen I den Schreiner Hartmann, der am 31. Oft. in der Aller-1 Heiligenstraße einen Mordversuch gegen feine Frau ver­übte, wurde eingestellt, da Hartmann geistesgestött ist. Erl wurde der Irrenanstalt überwiesen.

Hauptversammlung des landtvirtschafrlichcn Proviuzralvcreins der Provinz Oderhrsscu.

D. Gießen, 2. Dez.

Der landw. Provinzialverein der Provinz Oberhessen .hielt am Samstag nachmittag in Lonys Bierkeller feine \ ordentliche Hauptversammlung ab. Der Hauptversammlung 'ging eine Äusschnßsitzung voran. Anwesend waren von der Regierung Oberregierungsrat Uf inger , Landesökono- niicrat Mül ter, vom Hess. Landwirtschaftsrat Dr. Mül­ler. Kreisrat Wal lau referierte über die Abänderungs- Horichkge der MsfArun^FfttMMunZen^tzeS^ejetzeL. üdex

Standard" die Thatsache an, dah Putfchua em Sohn Tu aus sei, des wirklichen Urhebers dec Unruhcu in den letzten Jahren. Putschun sei durch das Edikt der Rang eines Herzogs vcrlieheu worden und ihm zugleich der Befehl erteilt worden, den Palast zu vcrlasien, Tfchang.Teh.Ll ist zum Gesandten inLoadou, Rom und Ärüsiel ernannt worden. ,

Caracas, 2. Dez. KammciPräsident Castro leitete eine neue Verhandlung ein gegen d freigesprochenen Mörder des deutschen Kaufmanns Georg Lüb...

San Francisko, 2. Dez. Die FahrbooteSan Ito undSan Rajael", die zwischen San Francisko und San Saligo iverkehrteu, stießen am 30. November bei dichtem Nebel zu- s am men.San Nafael", der 200 Passagiere hatte wurde gebrochen und sank nach 5 Minuten.nn der nicht SÄfÄW wenn'auch hier'ein Rückschlag -in- ernstlich teschädigt ist nahm die"e treten Mte, baif sich .der. Landwirt datmrH fcoft nicht jaus, somit -r und fllng »°4 ®on <$,aclMo ®eiUr

Q-cimng. _______________

Sandel und Verkehr. Uolkswittschast.

Märkte.

tigt sind.

a. Darmstadt, 1. Dez. Bestimmtem Vernehmen nach wird der Großherzog demnächst seine Schwester, die Prinzessin Heinrich von Preußen, die bekanntlich noch dem hiesigen Hof zu Besuch weill, nach Kiel persönlich zurück­begleiten und dort äie Wechnachisfeiertage verbringen. In ....

Anwesenheit des Staatsministers Rothe, des Obersthofmarschalls Urtb s^chZ Msschußsitzüngen. Im ganzen .

v. Westerweller, des Prooinzialdirektors v. Graney, von Bei-gg Vorträge gehalten, Meist von den Land- swurde. Letzterer erhielt hierbei tretern der Stadtverwaltung, der Technischen Hochschule, zahl- fwirischästslel)rerü. "Fei dieser Gelegenheit erivähnte ,der JjarteUträä reicher Gaste und ftüherer sowie jetziger Schüler aus bemlr ganzen Großherzogtum fand heute im Städt. Saalbau em i Festakt zur Feier des 25jährigen Bestehens der i Landesbaugew^rkschule statt. Der Direktor der An­stalt, Prof. Äerm. Müller, der zugleich fein 25jähriges Jublläum als" Letter der Anstalt feierte, hielt die Festrede.

Er erhielt zahlreiche Ehrengeschenke. Kreisbaumeister Frick- 1 Alsfeld überreichte im Namen der früheren Alsfelder Schüler ein künstlerisch ausgestattetes Ehrendiplom. Es ist eine große, sehr interessante Schülerausstellung mit der Feier verbunden. Iu der Kasse bes Bureauvorstehers des Großh. Polizei-1 amt§, in der sich hauptsächlich die Gelder für die vereinnahmten Stempel 20. befanden, wurden feit längerer Zeit Unter* schleife bemerkt. Man kam durch Zeichnen der Geldstücke nach längerer Beobachtung der Diebm, einer schon seit längeren Jahren gemeinsam mit ihrer Mutier mit der Reinigung der Bureauräume beauftragten Frau Bürck We auf die epur. I Sie ist geständig, im Laufe des Sommers bis zu ihrer Ver­haftung Beträge in Höhe von ca. 1800 Mk. mittelst Nach­schlüssel entwendet und für sich verbraucht zu haben. Das I gestohlene Geld war Privateigentum des Bureauvorstehres, Polizeisekretärs Kaiser.

Darwstadt, 1. Dez. Bei der gestrigen Stadtverord- netenwahl, bei der 19 Stadtverordnete gewählt wurden, siegte der Sttmmzettel der vereinigten Bezirksver- eine. Zum erstenmal aber wird nunmehr im Darmstädter Stadtverordnetenkollegiunl auch die Sozialdemokratie! üertreten sein; denn zwei ihrer Anhänger wurden gewählt.

b. Mainz, 1. Dez. Die von der Ortsgruppe des All­deutschen Verbandes heute Nachmittag in derStadthalle" I hier veranstaltete Protestkundgebung gegen die Aus­lassungen Chamberlains dürfte von nahezu 4000 Per­sonen besucht gewesen sein. Die Versammlung wurde von Rechtsanwalt El mit einem Heil auf den Kaiser und den Großherzog eröffnet. Als Redner traten auf Prof. Dr. Graf du Moulin-Eckardt aus München, der die deutsch-feind-! liche Politik Englands aus der geschichtlichen Entwickelung herleitete, Hans Banks aus Hamburg, der Burenkomman­dant unter de Wet war und über die englische Kriegsführung berichtete, und Weinhändler Avenarius von Gaualges­heim, der, ein Krieger von 1870/71, mit besonderem Feuer die Auslassung Chamberlains zurückwies. Unter allgemeiner 'Begeisterung nahm die Versammlung eine an den Reich»- -kanzler gerichtete Resolution an, in der ersucht wird, die Aus­lassungen Chamberlains energisch zurückzuweisen. Mit cmeni alloemeinenHeil und Sieg den Buren" schloß die Versainm- htng. Der Bau der neuen strategischen Bahnlinie, die von der Strecke MainzBingen bei Gaualgesheim ab­gezweigt und nach Münster am Stein geführt wird, .wird derart beschleunigt, daß die Linie bereits am 1. April 1902 dem Güterverkehr wird übergeben werden können. Die all- gemetr.e 93erCet)r5Übergabe soll bei Beginn des nächsten Win-