allmählich niedergeworfen. Die außerordentlichen Ausgaben für die. Aufrechterhaltung einer so großen ~h:eün macht im Felde sei eine große Last, allein die Au-.-^chteok seien nicht entmutigend, obwohl eine sehr erhebliche leihe habe ausgenommen werden muffen. --------- .. '■
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. M., 2. Dezember.
37t% Reichsanleihe . . 100.45
3° ■ do. ... 89.80
31 z,®/o Konsole .... 100.45
3«/o do.....89.90
3‘,2% Hessen .... 98.10
30/; Italien. Rente . . . 99.25
4 /o Oriech. Monopo 1-Anl 42.50 5°/ Portugiesen .... 27.20 3u/o Mexikaner .... 25.75 4*/s /j Chinesen .... 87.50
Kreditaktien..... 204JO
Diskonto-Kommandit . . 181.50
Darmstädter Bank . . . 125.90 Dresel n r Bank .... 128JO Ber inor Handelsges. . . 140 80 Oesterr. Staatabahn . . . 138.00 Gottharibahn.....163.00
Laurauütte......188.00
Bochum ....... 175.50 Harpener......166.00
Tendenz: fest.
Krieskaflen der Redalrtion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
R. Ein vortreffliches Porträt des Geh.-Rats Löhlcin finden Sie in dem mrs Anlaß des 9. Kongresses der Deutschen (Gesellschaft für Gynäkologie zu Gießen beim Hof- und Uniocrüläls-Buchhändler August Frees erschienenen „Führer durch Gießen unt) Um^ gebung."
S. Die sozialdemokratische Petition gegen den Zolltarif hat im Großherzogtum Hessen 60700 Unterschriften gefunden.
H. Bei der letzten Reichstagswahl betrug die Zahl der soziale demokratischen Stimmen im Großherzoglnrn Hessen 48942.
Nach den neuesten Schatzungen sollen 20 Personen umge« kommen sein. Der Kapitän des „Rafael", der gerettet wurde, glaubt, daß alle Passagiere gerettet seien.
Peking, 2. Dez. Prinz Tschung benachrichtigte die Minister, der Hof habe den Beginn des letzten Teils der Reise verschoben, da die Kaiserin-Witwe an großer Er- mattung leide. Tie Vorbereitungen zum Empfang werden in Peking in großem Maßstabe fortgesetzt. Tie Tempel und öffentlichen Gebäude werden neu bemalt und mit Vergoldungen ver- sehen. Ter Kaiser und die Kaiserin-Witwe werden durch das Hauptthor der Stadt einziehen, während die übrigen Mitglieder des Hofes durch Settenthore die verbotene Stadt betreten werden Die Lage in Peking beffert sich im Volke. Tie chinefischen Beamten zeigen das Bestreben, Beleidigungen von Fremden zu meiden. Die Haltung der Bevölkerung, die den Beamten auf deren Wink folgt, ist nicht feindselig. Auch in der Provinz herrscht völlige Ordnung mit Ausnahme der Plätze, in denen sich Räuberbanden befindn. Die höchsten Beamten zeigen mehr als früher den Wunsch, mit den fremden Diplomaten freundliche Beziehungen zu pflegen. Die Kaiserin-Witwe erließ ein Dekret, worin der Beginn des Unterrichts in den Schulen verfügt wird, in denen fremde Wissenschaften gelehrt werden. Die Regelung der zwischen den chinesischen Beamten und den Missionaren schwebenden Streitfragen betreffend die Entschädigung für Gewaltthaten gegen chinesische Christen und die Zerstörung des Privateigentums, die in die allgemeine Entschädigung nicht eingeschloffen find, ist thatsächlich vollendet. Die Zahlungen beziffern sich auf 5 Millio ne n Taels. Verschiedene Fragen erhoben sich zwischen der chinefischen Re- gierung und deu auswärtigen Gesandten betr. die Zahlung der Zölle nach dem neuen Tarif. Robert Harts Politik geht dahin, bei Entscheidung departiver Fragen den Importeuren möglichst entgegenznkommen.
Tilsit, 2. Dez. Hier erregt das plötzliche Verschwinden des Bauunternehmers Joh. Schattkus großes Aufsehen. Schctttkus war russischer Unterthan und hat sich innerhalb 5 Jahren vom einfachen Handwerker zum reichen Manne emporgeschwungen. Er soll sich über Berlin nach Hamburg gewendet haben.
London, 2. Dez. „Daily Mail" erklärt, daß die Ursachen, welche die Regierung bewogen haben, die Ueber- wachung der Einwanderung in den südafrikanischen Häfen anzuordnen, darin zu finden sei, daß zahlreiche Personen über die englischen Häfen nach Südafrika zu den Buren stoßen konnten.
Madrid, 2. Dez. Aus Anlaß der Geburt eines In - fanten, Sohnes der Prinzessin von Asturien, feuerte die Batterie einen Salut ab. Tie Minister und der Kammerpräsident fungierten als Zeugen. Heute faud bereits die Taufe statt, wobei die Regentin und der Nuntius namens des Papstes Gevatter standen. Der Jnsant erhielt den Namen Alfonso.
Wien, 2. Dez. Die „Montags-Revue" ist ermächtigt, zu konstatieren, daß weder Ministerpräsident v. Körber, noch Gras Goluchowsky bemüht-sind, den Tringlichkeitsantrag, den Buren die Sympathie des Abgeordnetenhauses auszudrücken, zurückzuziehen.
Colon, l.Dez. Reuter-Meldung. Das deutsche Schulschiff „Stein" ist hier eingetroffen.
New-Dork, 1. Dez. Ein Telegramm aus Colon meldet: Vom eolumbischcn Kriegsschiff „General Pinzon" sind über 700 Soldaten gelandet worden. — lieber den letzten Kampf bei Colon wird gemeldet: Am Donnerstag war General Banera, der einen kleinen - Hügel bei-Buena-- vuta besetzt hatte, im Begriff, sich einen Weg durch den Wald zu bahnen,. als seine Truppen im Rücken von den Konservativen angegriffen wurden. Gleichzeitig empfingen sie Feuer von vorne. Der Kampf führte zur völligen Niederlage und Uebergabe Colons. Bei dem Gefecht sind mehrere Offiziere der Regierungstruppen gefallen. Hier wird angenommen, daß die Uebergabe Colons der Sache der Aufständischen im Distrikte Panama nahezu den Todesstoß versetzt hat, obgleich man nicht zweifelt, daß int Gebirge der Guerillakrieg wieder ausgenommen wird. Die Züge auf der Jsthmusbahn befördern noch bewaffnete amerikanisck>e Truppen. Die kolumbische Regierung übt besonders wieder die Depeschenzensur aus.
Philadelphia, 1. Dez. Die Polizei verhaftete am 30. November nachmittags hier im Geschäftsteil der Stadt einen Schweden, der sich Wilhelm Miller nennt. Derselbe las einen Bericht über ein Fußballspiel, welchem Präsident Roosevelt beigewohnt hatte und soll gesagt haben, Präsident Roosevelt müsse ebenso erschossen werden wie MacKinley.
San Franzisko, 2. Dez. Zu dem Untergang des Fährbootes „Rofol" wird noch berichtet, daß dasselbe mit einer anderen Dampffähre im Hafen zusammenstieß. Der „Rofol" hatte 200 Personen an Bord.
Kap stadt, 1. Dez. Premierminister Sprigg hielt hier eine Rede, in der er sagte, die Feldarmee desKav- l a n d e s zähle 18 000 Mann, von denen Dreiviertel beritten seien. — Die Regierung und die Militärleitung gingen völlig Hand in Hand. Die Lage des Landes bessere sich täglich. Der Feind und die Aufständischen würden
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Einladung
zur Erganzuugswahl des Vorstandes der israelitischen Religiousgemeiude Gießen.
Es wird zur Kenntnis der Interessenten gebracht, daß in Gemäßheit der Bestimmungen der Wahlordnung für die Wahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Gießen vom 4. August 1871, in diesem Jahre das Mitglied Herr I. Stern, aus dem Vorstände ausscheidet und daß die hiernach erfotderlich gewordene Ergänzungswahl
Kreitag den 6. Dezember 1901 im Sitzungssaale des Gemeindehauses, an der Lonystraße dahtcr, stattsinden soll. Sämtliche nach § 2 und 6 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden zu dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung in den Stunden von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags stattfindet.
Zum Wahlkommissär wird Herr Nathan Stamm ernannt
Gießen, den 1. Dezember 1901.
Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen.
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Francisco, bevollrn. Sekretär.


