(Der Mdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist «ttr unter genauer Quellenangabe: „Gietz. Apz.* gestaltet.)
Die Automobilfahrterr Paris-^Bertt^
Es bedarf gmifi nuc H ^"leidung Badender,
zu veranlaffen, der Wiedeftntt,^*«?“,®«*enp»Haei
. . Arrktiert wurden ein Arbeiter wegen Obdachlo stäke ft verfolgt tourte.6””' ^°" btr e,icfiaen Staatsanwaltschaft
LU. Das Fest des Stiftuugstages unserer alma mater fand heute statt. Der offizielle Akt in der Aula begann H1/4 Uhr in Gegenwart zahlreicher Gäste und Studierender. Der zeitige Rektor, Geh. Justizrat Proseffor Dr. Arthur. B. Schmidt, hielt die Festrede und verlas die UniverfitätS- S’ » ba8 vergangene Jahr. Zum Schluß erfolgte die BerMndigung derer, die die für das Jahr 1900/01 gestellten Preisaufgaben mit Erfolg bearbeitet haben. -
jedem unnützen Kampfe ein Ende bereiten würden, einem Kampfe, welcher uns schadet und nur denen nützt, für die das Christentum eine Thorheit und das Vaterland eine Phrase ist! Wir müssen immer mehr danach streben, alle wirtschaftlichen Berufsstände in umfassendster Weise zu organisieren. Tie genossenschaftliche Idee gewinnt in Deutsche land von Tag zu Tag mehr Boden. Sie ist als Heilmittel erkannt gegen die Uebermacht des Großkapitals und der Großindustrie. Betet und arbeitet! müssen wir beherzigen. Es ist verhängnisvoll, wenn man glaubt, mit der Reli-
Der Proviirzial-Katholikerrtag.
e. Friedberg, 30. Juni.
, e. ra • <TA v Trthhpriptifner 200 Mk. l Nr. 126, OSmont, 1 Uhr 25 Mm. 50 Sek., Nr. 14, Leys, 1 Uhr 33 Mim
kaut, Bei Wollenwaren kostet^ 55 @ef/ wg ^rzehnter traf ein Nr. 1, Giraud, 1 Uhr 47 Min., al&
Qnff Qnhnftrie aeicbum rmro. ■2'eil5ünf8e^nter Nr. 39, Degrais, als erster deutscherLWagen mit der
Nationalhymne begrüßt, 2 Uhr 5 Min.
Gestern nachmittag um 3 Uhr fuhren die Renn- und Touristen- ~„o. _ "* " • Das Publikum hielt die
Charlottenburger Chaussee und die Südseite der Straße Unter den Linden, die reich mit deutschen und ftanzösischen Fahnen geschmückt war, dicht besetzt und begrüßte die Automobtlfahrer, di« ihre Fahrzeuge vielfach mit Blumen und Fahnen ausgestattet hatten, mit lebhaften Hochrufen. Am Abend fand im Kailerhof ein glänzendes Festmahl statt, an dem sich neben anderen hochgestellten Ehrengästen auch verschiedene Minister beteiligten- Graf de Zuylen, der Vorsitzende de« Pariser Automobilklubs, toastete auf Kaiser Wilhelm, sein Berliner Kollege Herzog 0. Ratibor auf Frankreich und seinen StaatScheft Der Generalsekretär des deutschen Automobilklubs, Baron Molitor, gedachte der von den Teilnehmern au der Wettfahrt durchquerten Länder Luxemburg und Belgien und verwies auf den mit allem Sport verbundenen Fortschritt. Redner schloß mit einem Hoch auf dm König der Belgier und den Großherzog von Luxemburg und unter dem Hinweise auf deren hervorragmdeS Interesse für den Automobil- svort auf dm Großherzog von Mecklenburg und seine Mutter, die Protektorin des deutschen Automobilklubs. Handelsminister Möller erklärte, er spreche in seiner Eigenschaft als Regierungsoertreter für den Handel und die Industrie. Redner gab «inen kurzen Ueberblick über die Entwickelung deS Sports, und betonte, daß Frankreich auf dem Gebiete des Automobilsports die Führung habe/ Der Sport sei ein Produkt aller Kulturstaaten; beide benachbarten Staaten, Deutsch- land und Frankreich, haben keinerlei Einfluß auf dem Gebiete der Industrie, weil sie sich für immer die Rechte der meistbegünstigten Staaten zugestanden. Auf dem Gebiete der Industrie ist die Politik Frankreichs und Deutschlands eins. Redner schloß mit einem Hoch auf das Weitergedeihen und Weiterblühe» der Industrie beider Länder. Graf Tally re ne erinnerte in französischer Sprache daran, daß seine Muttersprache französisch, deutsch die Sprache seines Adoptio-Bater- landeS sei, und wies auf die innige Verbindung des Sports mit der Industrie hin und trank auf den Sieger Fournier und den Fabrikanten Mors. Fortfahrmd betonte Redner, daß, wenn auch ein heftiger Kampf stattgefunden habe, man nach dem Siege doch Freund sein könne, und sprach die Hoffnung aus, daß da8 nächste Mal die deutsche Industrie und der deutsche Sport siegen werde, und schloß mit einem Hoch ans Zuylm. Der letzte, von einem Franzosen aus- grbrachte Toast galt der Stadt Berlin. Die Teilnehmer blieben 6i6 »ach Mitternacht in angeregtester Unterhaltung vereint.
Leider ist der letzte Tag nicht ohne ein größeres Unglück ver- laufm. Darüber wird aus Hannover gemeldet: Der erste deutsche Wagen (Mercedes Nr. 38)', geführt von DegraiS, der um 6 Uhr 36 Min. von hier startete, ist bei Großort mit voller Wucht gegen einen Baum gefahren. DaS Vorderteil des Wagens wurde vollständig zertrümmert. Beide Insassen wurden herauSgeschleudert. Währmd Degrais selbst mit leichten Abschürfungen davonkam, erlitt sein Gefährte einen doppelten Arm- und Beinbruch, vier Rippenbrüche und eine schwere Verletzung des linken Auges. Aerztliche Hilfe war sofort zur Stelle.
*• EluiruchSdikistahI. In her Nacht vom SamStaa auf Sonntag wurde in einem an der Grünbergerstraße gelegenen B°ubureau emgebrochen. Der Dieb, der sich durch e n Kellersenster Eingang verschaffte, entwendete eine in einem AAchrauk ausbewahrte eiserne Geldkaffette mit 10 Mark
Zoll, damit die einheimische Industrie geschützt wird.
Grundsatz ist, was wir im eigenen Lande fabrizreren,^ muß geschützt werden. Man glaube auch nicht, daß da» Ge- y,6|ietll ollujUllullB uul u treibe billiger wird bei niedrigen Zollen. O nein, Die i f,h^r von Westmd im Zuge nach Berlin. Tifferenz stecken die Großhändler, die Agenten, die Kapi- ÄÄkr-
talisten ein! Haben wir aber Zölle, so fließft das^GelD in die Reichskasse. Nur die Sozialdemokraten, die Demokraten und die Freisinnigen sind so sehr gegen Die Schutzzölle. Es ist merkwürdig, dieselben Parteien, die gegen einen Schutz der Religion und Sitte sind, sind auch gegen die Erhöhung der Getreidezölle. Man pflegt den Haß gegen die Junker, um gegen die Landwirtschaft zu hetzen. Wenn wir nicht 6 Mk. Zoll erhalten, so nehmen wir auch 5 Mk., oder 5.50 Mk. für alle Getreidearten zusammen." Unter stürmischem Beisalle schloß der Redner und überließ Herrn v. Brentano das Schlußwort. Derselbe er- örtert die Frage, ob sich die Katholiken noch länger die verschiedenen Angriffe gefallen lassen könnten oder nach einem gesetzlichen Schutz verlangen sollten. Tann fährt er fort: „Tie Tendenz, daß höchste und allerhöchste Kreise bestrebt sind, soziale Agitatoren zu empfangen und liebenswürdig zu behandeln, diese Thatsache befremdet. Es müssen sich auf dem Lande tzunderttausende sagen: wenn man so freundlich mit diesen Leuten ist, dann kann es auch keine Sünde sein, diesen Leuten unsere Stimmen zu geben. Wehe aber unserem Hessenlande, wenn dieses so weiter geht. Ich gebe meinem Befremden darüber Ausdruck." Zum Schlüsse sprach Herr v. Brentano: „Ich meine, daß es ein Glück für unser Land wäre, wenn erleuchtete Geister
, » * Befitzwechsel. Das Anwesen der Herren Pfaff
L Bad-Nauheim, 30. Juni. Unterba ™
den 2. Juli, nachmittags von 4??bjs 6 / Dienstag 8 bis 10 Uhr auf der Torrn«! ß b /2 und abends von Ab-ndS 8 Uhr: Th°at°rvmftX/T? Kmkap-ll-.
Frau Käthe Baste/ Die Gastspiel von
in 4 Htten9 oon
f(r + Haingründau bei Biidingee, 29. Quni. Bin Rinder hiesigen ^mentfabrik"'^ ®etoitter8 in die Arbeitsstätte von 21 fahren ru Rnb/» ktoarf einen >at,0en Burschen feucktt» Boden m dem Augenblick, als er eine
aufinb ntfernk Ä0"" to?n‘c- aJian $oB b=n Verletzten iefet iftbf, S b'e brennende Strohdecke von ihm. Bis Sprache bei dem Burschen noch nicht zurückgekehrt»
unmöglich rnache, fein Amt fortzuführen. Auch die beiden anderen Mitglieder des Vorstandes, Geh. Kirchenrat D Kostlin-Gießen und Geh. Rat Ewald-Darmstadt legten ihre ckemter nieder. Doch hatte sich ersterer bereit finden lasten, sem Amt Provisorisch noch ein Jahr fortzuführen.
tosr^n Reiter in den Vorstand gewählt: Professor Smend-Straßburg, Oberkonsistorialrat Flöring-Tarmstadt und Superintendent Nelle-Hamm. Seit Bestehen des Ver- ff'A“ 20 Jahre, hatte Exz. Hallwachs an der Spitze > gestMden. Was der Verein ihm verdankt, macht seinen Namen unvergeßlich. Der Ausdruck dieses Tankes war es, der den Verein veranlaßte, Exz. Hallwachs Ehrenvorsitzenden des Vereins zu wählen mit dem und der. Bitte, seine Kraft und Erfahrung auch
F r 6 ^ud in der^cüter^wundervollen Martins-! BakuäUm Stationsasftstenten ’ßd'bie^er Vbillvv?' d^L"^^'ust statt; das herrliche Grabdenkmal ErnanntWirkung vom Tage des Dienstantritts an, Großmütigen schaute auf eine Vieltausend- .-*1
kopftge Menge. Brausend erklangen aus über 300 Keblen Hrrttkrt mnrhon Me Chorgesange überwältigend die Weisen der andächtigen Gemeinde. Tie Festpredigt des uns großherzoglichen Hessen betank Amtszeit am Darmstädter DiakonisfinhausV bekannten General,upernntendenten Werner wußte den Gotte" tm" Audncht und der Aufforderung zum Preise heiligen Gelang zu treffen. Nun sammelt sich
die Gemeinde zur abendlichen geselligen Vereinigun" Tav^
Tie Kreisstadt Friedberg wird immer mehr Mittel- chuntt zahlreicher Interessen. Nach allen den großen Veranstaltungen der letzten Wochen, über die von uns ausführlich berichtet worden ist, tagte heute der Provinzial- Katholikentag der hessischen Zentrumspartei. Einberufen hatte die Versammlung der Vorstand des katholischen Männer- und Arbeitervereins. Um 3 Uhr eröffnete Tekan Friedrich aus Ilbenstadt die von etwa 600 Personen besuchte Versammlung und freute sich, daß die katholischen Männer Lberhessens bereit sind, dem Rufe ihrer Führer zu folgen, wenn sie gerufen werden Tas Präsidium übernimmt Landtagsabgeordneter Rechtsanwalt von Brentano von Offenbach (früher in Friedberg). Er gedenkt der guten Beziehungen des deutschen Kaisers zum Papst Leo XIII. und fügt bei: „Es ist als eine feststehende That- sache anzusehen, daß die Regierung Leos XIII. eine der erfolgreichsten ist. Tie Bedeutung war niemals größer und ernster wie in der heutigen Zeit. Während in den weitesten Kreisen des Volkes Gott geleugnet wird, hat zu derselben Zeit, der, jeder weltlichen Macht bare päpstliche Stuhl, eine stets wachsende Achtung und Bedeutung zu verzeichnen. Toch nicht minder stolz schauen wir als gute Deutsche nach dem Kaiser, in dem wir die von Gott eingesetzte Leitung unseres deutschen Vaterlandes sehen. Ter Kaiser hat wiederholt seinen lebendigen christlichen Glauben bekannt und erkannt und wiederholt Beweise gegeben, daß die Katholiken seinem Herzen ebenso nahe stehen wie die Andersgläubigen." Auch des Großherzogs gedachte der Redner und ließ zuletzt den Papst, den Kaiser und den Großherzog hoch leben.
Landtagsabg. Molt,Han sprach dann über: Zentrumspolitik im Reich und Hessen. „Wenn wir die Stellung des Zentrums im Reiche betrachten, so begegnen wir einer allgemeinen Mobilmachung gegen das Zentrum. Tie Jagd auf das Schwarzwild wird neuerdings in vollem Maße ausgeübt. Tie Jäger sind dieselben Leute, die vor zwanzig Jahren den Kulturkampf in Teutschland führten. Wir sehen aber auch neue Feinde; wir sehen Leute, die damals auf unserer Seite standen und jetzt in das gegnerische Lager ubergetreten sind. Es ist die Gefahr des Klerikalismus! tont es uns entgegen. Tas ist das Gespenst, das man dem politischen deutschen Michel vormalt, bis er schließlich auch daran glaubt. — Aber wir kennen ja die wahren Gründe,, welche die Gegner in die Schranken ruft. Es ist einmal der alte Haß gegen die katholische Kirche und der Aerger über die nun einmal ausschlaggebende Stellung des Zen- trums. Tie Gegner sagen freilich, wir verfolgen nicht die katholische Kirche, sondern den Klerikalismus, wir verfolgen Die politische Partei! Aber welcher Partei sollten wir Katholiken uns sonst anschließen, wo fänden wir Ersatz, und könnten wir Äenn die Vertretung unserer religiösen Grundsätze einer anderen Partei üverlassen? Wir wissen wohl, daß im konservativen und nationalliberalen Lager Männer sind, die uns wohl wollen und keine Kulturkämpfgedanken haben, und das erkennen wir sehr an. Wir sind in vielen Wahlkreisen, wo^wir nicht in der Lage sind, einem Zentrums- mann den Sieg zu verschaffen, das Zünglein an der Waage und geben die Entscheidung. — Tas Zentrum ist aus dem richtigen Wege, denn es hält die goldne Mittel- S7*r ft0" 6ctv=fft/ f» sl"b ivtv bc» Ansicht, daß Deutschlands Zukunft nicht auf dem Wasser liegt, sondern auf dem Lande. Aber auf der anderen Seite haben die Entwickelung des deutschen Handels und die kolonialen Bestrebungen so große Macht angenommen, daß man sich diesen Dingen nicht verschließen kann. Wir sehen, daß in Frankreich die Forderungen für Heer und Morine auch von den Sozialisten angenommen werden." Der Redner berührt nun das Jesuitengesetz. „Kuhhandel heiße es gewöhnlich im Reichstage, wenn von bem Gesetz gesprochen werde. Im katholischen Volke sei ?le Einung verbreitet, man solle endlich einmal energisch die Aufhebung dieses Gesetzes verlangen. „Es wird auch bald ein neuer Antrag des Zentrums kommen, denn wir erblicken in dem Jesuitenorden eine der schönsten Blüten nn Garten des Katholizismus!" Auf Hessen einaebend die katholische Presse müsse mehr unter' W werden, ebenso die katholischen Vereine. Der katho- ilche Mannerverein Hessens haöe 12 000 und, der deutsche katholische Volksverein 180000 Mitglieder. }
Landtagsabg. v. Brentano liest alsdann ein Tele- Aranim an den Kardinal R am pol la in Rom vor, in Dem dre Versammlung dem heiligen Vater ihre ehrerbietigen Gruße schickt und um den Segen bittet. ’ tritt als Hauptredner, des Tages der bayerische lÄ^^gvabO., Psarrer G e r st e N b e r g e r auf und spricht "??? a h u n g Der landwirtschaftlichen le' "Er anderem äußerte dieser sehr volks- rJ1? sCr: Zentrum ist wie eine Mutter, es
! nne Kinder alle gleich lieb. Wer hat sich der Arbeiter in früheren wahren zuerst angenommen? Tie Sozialdemo- es auf das Reden ankommt! Nein, N i^tteler hat sich zuerst der Arbeiter angenommen' ar?« s sind die Gesetze für das Wohl der arbeiten- Älf" .ausgegangen! Jetzt ist ein anderes Kind krank
Auhe. die Landwirtschaft. Wollen wir zuschaucn, daß die Landwirtschaft abwärts geht, oder wollen wir helfen'^ £041 Ä^^^en: der Landwirtschaft ist nicht zu helfen, weil tetn etanb so wichtig ist wie die Landwirtschaft! Nicht arafin'PinPal 1h liefert nein, sie ist auch das Rück- Srat emes seden Staates, Tas lehrt uns die Geschichte Er Volker Sobald die Landwirtschaft und das einfache wurden, fing auch der Verfall an Auch für die Religion ist sie von Wichtigkeit. L Uebe?- Relwttin ^^Ä^bstadte ist immer ein Nachteil für die sckmit rn ^r nun aber sagen: Ilm der Landwirt- jamit zu helfen, müssen Grund und Boden verstaatlicht werden oder fte müssen in den Besitz der Gemeinden übergehen. 9cein, damit erreichen wir nichts. Ter Kou- bCn Auslandes muß begegnet werden. Wir' be-
’ipHf1 nfiürred)trv lüe^n lDlc lnr Schutzzölle stimmen, Denn icüt hat noch niemand beweisen können daß das Brot durch Getreidezolle teurer wird! Tie Zölle sollen nur einen Schutz und ein Vorverkaufsrecht für die deut scheu Bauern fein! Tie deutschen Bauern müssen uns ihre Sohne zu Soldaten stellen und sie müssen Steu^ zahlen! - Jeder sozialistische Arbeiter, der Schutz Vor Eigen ausländischen Arbeitern verlangt, ist der ein seittgste Mensch, wenn er nicht auch den Bauern diesen Schutz vor der ausländischen Konkurrenz zugesteht« Ter Bauer zahlt doch auch Zoll, indem er von der Industrie
-k- Kassel, 30. Juni.
^n der alten Hessenstadt tagt dieses Jahr der deutsche- evangelische Kirchengesangvereinstag. Er begann heute um halb 12 Uhr mit der Sitzung des Zentralausschusses. Wichtige, in das Leben des Vereins tief eingreifende Fragen standen auf der Tagesordnung. Zuerst gingen die Geschäfte ihren gewohnten Gang. Der Vorsitzende, Geh. Staatsrat T. Hallwachs, Exzellenz, aus Darmstadt begrüßte die Erschien en eü und erstattete den Jahresbericht. Bemerkenswert ist daraus die erfreuliche Thatsache, daß sich im ^'*3^Obein neuer Land^Svcrcin gebildet hat. Es. r«v>VUu|yuvui mi
fehlen nunmehr nur ganz geringe Teile des deutschen Vater-1 gehenderer Bericht folgt, landes. Mit großem Eifer legte der Vorsitzende Der Ver-1 ♦♦ Verfonal-Nkcbrickte« Der
fammlung ans Herz, für die Einheitlichkeit des deutsch^ Lnw , ^er ^^oßherzog hat die
Ehoralgesangs zu wirken. Es war s^üi Testament dem Marrer? ®0 BlJ erfoI3tc Präsentation deS
Verein gegenüber. Denn nach) Abstattung des JahresberichtsK®ufta0 Mahr zu Langsdorf auf die damit erklärte Exz. Hallwachs, daß ihm sein vorgerücktes Alter ^"llelifche Pfarrstelle »u Bettenhausen bestätigt.
— ben Zweiten Hauptstaats-
■ Neunen Fmanzrat Karl Weil unter Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen mit Eifer undi fcomU28^uI1iEthn £?£nfte °-uf Iein Nachsuchen mit Wirkung vom 2 x$uh D. Js. an tn Den Ruhestand versetzt' Den Hauptstaatskasfter, Regierungsrat Johannes Dexheimer ^w^zweiten Hauptstaatskassedirektor, den Kontrollbeamten der iLokalkalfestellen für den Bezirk Darmstadt II Karl Krebs! Jum Haupt)taatskassier, beide mit Wirkung vom 2. Juli D. Js> an, den Buchhalter bei der Hauptstaatskasse Wilhelm Sieger zum Sekretär und Oberbuchhalter bei der Staats schuldeukasse, den Stationsvorsteher der Station Auerbach' der Mam-Neckar-Eiseubahn Georg Jacob zum Station^ Vorsteher der Station Langen dieser Bahn, solvie den
gion alles zu beherrschen. Vereinte Kraft allein führt zum Ziele. Tie katholischen Vereine haben die Pflickst, zu allen Wahlen Stellung zu nehmen, in der Gemeinde und im Staate. Tie Wahrheit, die Freiheit und das Recht, sie mögen nie in Deutschland verschwinden, sie leben: Hoch! hoch! hoch!"
Dekan Friedrich schloß bann nach 6 Uhr die Versammlung. Resolutionen wurden nicht gefaßt.
16. deutsch-evangelischer Kircheugeftugverrmstag.
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