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Aus Stadt und fiand,
der Bühne des Reichstages."
Schon im Anfang des Jahres 1881 wurde Graf Wilhelm o. Bismarck dem Chef der Reichskanzlei .Herrn von Tiedemann als ständiger Hilfsarbeiter beigegeben, rm Mar 1884 wurde er als Geheimer Regierungsrat Vortragender Rat im preußischen Staats Ministerium, gehörte November 1884 der in Berlin zusammentretenden afrikanischen Konferenz an und übernahm, nachdem er sich am 70. Geburtstage seines Vaters mit seiner Kusine Sibylle von Arnim verlobt und am 6. Juli 1885 vermählt hatte, am 15. August 1885 die Verwaltung des Landratsamtes in Hanau. Tort wurden dem Paare auch die ersten beiden Kinder, zwei Töchter, geboren.
Ende Januar 1889 erfolgte seine Ernennung zum Regierungspräsidenten in Hannover. Dort blieb Graf Wilhelm bis zum März 1895. Um die Politik kümmerte er sich als solcher lvenig. Daher nahm er auch bei dem Rücktritt seines Vaters und seines Bruders Herbert seine Entlassung nicht. Unerbittlich aber zeigte er sich gegen welfische Provokationen; welfische Demonstrationen und sogar öffentliche Aufzüge am Jahrestage der Schlacht von Langensalza, die man früher geduldet hatte, wurden von im ohne Gnade unterdrückt.
Am 14. März 1895 publizierte der „Reichskanzler" die Ernennung des Grafen Wilhelm v. Bismarck-Schönhausen zum Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen; in der Form eines Glückwunsches benachrichtigte der Kaiser den Fürsten Bismarck von dieser Erenennung. Dort hat es dem Grafen Wilhelm, wie wir bereits hervorhoben, an Gegnern nicht gefehlt.
Pause ein.
Nach Wiederaufnahme der Verhandlung macht Rittmeister Ewers folgende Aussage: „Wir wurden zur Konfrontierung der Leute mit der Leiche des Rittmeisters v. Krosigk bestellt, um dabei die Gesichtszüge der Mannschaft
Der Prozeß wegen der Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk.
in.
Gumbinnen, 31. Mai.
Vietze«. 1. Juni 1901.
*• Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat dem Obersten Nutzen, beauftragt mit der Führung der 57. I«. fanterie-Brigade, seither Kommandeur des 3. Großherzogl. Infanterie-Regiments (Leib-RegimentS) Nr. 117, das Komtur- kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Ernannt wurden: der Lokomotivheizer bei der Main-Neckar.Eisenbahn Karl Braun zum Lokomotiv» führet bei dieser Bahn, der Heizer bei der Main-Neckar. Eisenbahn Heinrich Brück zum Lokomotivführer bei den Hesfischeu Staatseisenbahnen.
-o. Die Sitzungen des Vereins zur Förderung des Unterrichts in der Mathematik und den Raturwifseuschasten haben am Donnerstag dieser Woche ihr Ende genommen und der Kongreß der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie wird heute i mittag beendet werden. Beide Vereinigungen haben außerordentlich reiche Programme erledigt, beide Bereinigungen haben so praktische als ideale Ziele. Der einen ist es darum zu thuv, der deutschen Jugend eine rationelle mathematische und naturwissenschaftliche Erziehung zu er- kämpfen, der anderen, den deutschen Frauen in ihren körper- lichen Leiden so weit als möglich beizustehen. — Das vielgestaltige Leben der Gegenwart mit seinen differenzierten Jntereffen und Strebungen hat ein ausgebildetes Vereins- syfiem hervorgerufen, das den Staatsbürger gar mannigfach engagiert, und wenn man gerade die um Pfingsten tagenden Kongreffe Revue passieren läßt, so muß man erstaunt srw über die „Fülle der Gesichte", die sich im wohlkonditionierten Rahmen ernsthafter VerhandlungSthätigkeit der Oeffentlichkeü zeigt und Aufmerksamkeit uud Beachtung heischend sich darbietet. Mag unter diesen Versammlungen, die baß Pfingstfest alljährlich gebiert, gar manche Veranstaltung sein, in der die sportmäßigen neben den NützlichkeitSbeftrebungen in schwankendem Konkurrenzkämpfe nebeneinander herlaufen, so ist doch hm- sichtlich derjenigen Strebungen, die diese beiden Bereinigungen zu fruchtreichen Beratungen in unsere Mauern führten, jeder Zweifel an ihrer fundamentalen Nützlichkeit ausgeschlossen- ' ES besteht eine gewisse Wechselwirkung zwischen den Bestrebungen dieser beiden Körperschaften. Je mehr unsere Frauenärzte im Staude find, die Gesundheit der deutschev Mütter zu fördern, desto vertrauensvoller können wir am die Gesundheit des Heranwachsenden Geschlechts rechnen, desto mehr können wir darauf hoffen, daß im deutschen Bolle vm alte lateinische Satz zu praktischer Wahrheit werde, daß m gesunden Körper ein gesunder Geift wohne. Wer aus oer geistigen Gebieten unseres nationalen Lebens unbefauge» Umschau hält, dem wird gar manche geistige Strömung vor I erschreckender Abnormität auffallen, — Strömungen, oi
Zeuge Gefreiter Stumbries: „Sofort nach dem Schutzs trat ich den Unteroffizier Marten, dem ich erzählte, daß! der Rittmeister v. Krosigk erschossen worden sei. Er lachte! und rief, indem er mich am Arme faßte: „Du bist wohl! verrückt!" Marten schien mir angetrunken zu sein. Beil der Leichenschau legte er ein aufgeregtes Wesen an den Tag." Zeuge Untcrossizier Griegat bekundet, daß er sich bis zur Meldung des Unglücks in der Handwerkerstube aufgehalten habe. Ter Besitzer des Karabiners 99, der Mordwaffe, Dragoner Werner, sagt aus, daß die Wasfe im Korridor der Kaserne im Ständer gestanden habe. Bonder müsse sie also der Tl)äter genommen haben. Der befand sich zur Zeit der That in der Reitbahn. Dragoner Weber ging zu seiner Stube hinauf Aus dem Korridor begegnete er dem Unteroffizier Marten, der Mütze und Mantel trug. Marten stand in unmittelbarer
ihnen Skopek bereits an dem Mordabend Mitteilung von seiner Wahrnehmung gemacht hat. Zeuge Sergeant Krieg : „Skopek teilte mir mit, er habe zwei Unteroffiziere vor der Reitbahn gesehen." Präs.: „War das noch an dem Abend, an welchem der Mord geschah?" Zeuge Krieg: „Nein, am nächsten Vormittag." R.-A. Horn: „War Skopek nicht schon des Mordes verdächtigt worden?" Krieg: „Nein, er wurde nur gefragt, wo er in der fraglichen Zeit gewesen sei, da er die Schmiede so zeitig verlassen habe." • Präs.: „Von wem wurde diese Frage an ihn gestellt?" Sergeant Krieg: „Von dem Kriegsgerichtsrat Lüdicke." Präs.: „Wurde er >auch gefragt, ob er etwas gesehen habe, das in Zusammenhang mit der Mordthat gebracht werden könne?" Zeuges „Nein." Zeuge Skopek (vortretend): „Ter Herr Kriegsgerichtsrat fragte mich nur, wo ich mich an dem Mordabende aufgehalten habe." Zeuge Krieg: „Jawohl, das ist richtig. Am andern Morgen wurde bekannt, daß Skopek die betreffenden Aeußerungen gethan hatte. Daraufhin erfolgte seine Vernehmung."
Zeuge Vizewachtmeister Schulz: „Nach dem Morde ließ I Oberleutnant v. Hoffmann die Schwadron antreten und sagte in einer Ansprache an die Leute, es sei ein Mord passiert, jeder habe Interesse daran, daß der Mörder er- I mittelt werde, damit er nicht mit einem Mörder in der
Mitte Juni 1879 bekam der Gras einen so heftigen Gichtanfall, daß er Wochen lang wie gelähmt war, und recht bedenkliche gichtische Erscheinungen stellten sich der chm em. Kein Arzt konnte helfen. Ta riet dem Kranken der der I bayrischen Gesandtschaft zugeteilte Legationssekretar Frhr. v. Podewils, sich dem Münchener Dr. Schweninger anzuver- trauen. Graf Bismarck folgte und wurde gesund. Derl Erfolg war so vollständig, daß der ehedem wie ein Grers ans Ruhebett gefesselte Patient es wagen konnte, mit Sckiweninger in den eisig kalten bayerischen Gebirgsbächen zu baden; zwischen 30 und 40 Pfund hatte das Körpergewicht abgenommen. Dieser Erfolg begründete das Vertrauen des Fürsten zu seinem späteren Leibarzt.
Im Sommer 1878 kandidierte Graf Wilhelm Bismarck in dem mit Katholiken durchsetzten Wahlkreise Mühlhausen in Thüringen für den Reichstag. Er zählte sich zur Reichspartei und kam mit einem Nationalliberalen in die Stichwahl. Die Entscheidung hing von den mehr als 2000 Zentrumsstimmen ab. Da entspann sich folgender Depeschenwechsel. Tie Führer des Zentrums fragten bei dem Grafen an: „Um bei der Stichwahl eventuell Euer Hochgeboren unsere Stimme geben zu können, bitten wir um hochgeneigteste sofortige telegraphische Auskunft, ob Hochdie- selben Ihren Einfluß auf Aushebung des Kulturkampfes geltend zu machen gedenken." Charakteristisch war folgende Antwort des Grafen: „Telegramm von gestern erhalten. Ich glaube nicht, daß die darin gestellte Frage den Reichstag beschäftigen wird. Sollte es dennoch der Fall sein, so werde ich für mein Verhalten den Rat des mir persönlich nahestehenden Reichskanzlers erbitten unb| um so lieber befolgen, als mir die persönliche Gesinnung desselben bekannt ist." Tie Demokraten stimmten für den Grafen; er gehörte dann dem Reichstage während der ganzen Legislaturperiode, cdf j bis zum Jahre 1881, an.
Er entfaltete eine rege Thätigkeit im Parlament. Im April 1880 setzte er die Beschränkung ber Wechselfährgkert durch, erstattete im Mai 1881 den Kommissionsbericht über den Gesetzentwurf, betr. die Abänderung der Gewerbeordnung, spielte wiederholt den Unterhändler zwischen seinem Vater und den Parlamentariern, die sich über Ansichten und Wünsche des Reichskanzlers orientieren wollten, „arbeitete im ganzen aber mehr hinter den Kulissen als auf
nichts gehört habe. Die bettmden, daß Marten sich trotz deutlichen —..........- - - ,
die Gruppe der diensthabenden Unteroffiziere gestellt habe.
Im weiteren Verlaufe der Verhandlung läßt Major v. d. Gröben sämtliche Unteroffiziere der vierten Schwadron in den Sitzungssaal rufen. Oberkriegsgerichtsrat Schulz stellt fest, daß sie alle blonde Schnurrbärte haben, außer den Unteroffizieren Eisenberg, Schwarze und dem Angeklagten Hickel. Bekanntlich hatte ber Dragoner Baranowski bekundet, er habe vor dem Guckloche zur kritischen Zeit einen Unteroffizier mit schwarzem Schnurrbart gesehen. Eingehende Vernehmungen betreffen die Feststellung eines Befehls des Rittmeisters v. Krosigk an Hickel, der als Quarttermeister dafür sorgen solle, daß die Stalllaternen in Ordnung seien. Auf die Frage des Präsidenten, ob der Befehl auch gesagt habe, daß die Laternen angezündet .werden sollten, und ob es den beauffichtigenden Unteroffizieren nicht aufgefallen sei, daß Hickel sich besonders um das Anzünden gekümmert habe, wissen die Zeugen nur anzugeben, daß das Anzünden der Stalllaternen der Stallwache obgelegen hat. Verteidiger R.-A. Burchardt bittet um nochmalige Feststellung des Zwischenfalles vom 19. Januar, der die Rüfselung des Marten durch den Rittmeisters betrifft. Auf Antrag des Staatsanwalts Lüdicke wird hier- auf die Oefsentlichkeit wieder ausgeschlossen. Sämtliche Unteroffiziere der Schwadron werden einzeln hereingerufen. Die geheime Sitzung erstreckte sich neben der Erörterung des Vorfalles vom Samstag den 19. Januar auch auf Klarstellung des Verhältnisses zwischen Marten und dem Rittmeister v. Krosigk. Das Verhältnis ist den Erhebungen zufolge ein gutes gewesen. Sodann wurde eine Lokalbesichttgung in den Reitstellen vorgenommen.
Nachmittags wird die Oefsentlichkeit wieder hergestellt. Nach längerer Beratung beschließt der Gerichtshof zunächst die Stubenkameraden Skopeks darüber zu vernehmen, ob
Stube zusammenliege. Erst am anderen Tage forderte er1 auf, es möge ihm jede Beobachtung, auch die geringste, angegeben werden." Zeuge Dragoner Balnus behmbet im Anschluß hieran: „Skopek erzählte auf der Stube am andern Morgen, noch ehe er verhört unb verhaftet worden war, er habe zwei Leute an ber Reitbahn gesehen. In ber Dunkelheit habe er aber nur soviel erkannt, baß I es Unteroffiziere gewesen seien." Das Gleiche bekundet Zeuge Dragoner Hackelberg. Es tritt darauf eine einftünbige
roeiie dieselben sicherlich verwünschte, und der sich der an dem Zeugen vorbei und bog zum Korridorfenster ab. Mann mehrfach scharf an. BüL biei&i fein8»ße“ warn" aufetfeBt«, öielleicht Von dort rief er dem SW>ner Bartulein zu- Ir.er den 6err - f— • - ." meine Abteilung schon?" Bartulein antwortete:
Herr Unteroffizier." Präs.: „War der Gang finster oder hell? Erkannten Sie genau Marten, oder sahen Sie nur, datz es ein Unteroffizier war?" Zeuge Weber: „Der Gang war x- finster. Ich erkannte erst Marten, als er Bartulein fragte,
an ber Stimme." Präs.: „Irren Sie sich auch nicht?" Zeuge: „Besttmmt nicht." Nächster Zeuge Dragoner Bartulein: „Ich ging in bie Stube hinter Weber und erkannte Marten. Ich hörte seine Frage und antwortete ihm darauf. Er sprach hastig." Präs.: „War es so hell, daß Sie Marten bestimmt erkennen konnten?" Bartulein: „Es dämmerte zwar schon, ich habe ihn aber besttmmt erkannt." Marten:. „Die Zeugen müssen irren." Zeuge Weber: „Ein Irrtum ist unmöglich."! Präs, zu Weber: „Können Sie bei Gott dem Allmächtigen und Ihrem Gewissen beschwören, daß Sie nicht irren?"! Zeuge Weber: „Ja." Angekl. Marten: „Und ich beschwöre I bei. Gott und meinem Gewissen, baß ich nicht dort gewesen bin. Ich hätte keinen Grund, es zu verschweigen." >Präs.: „Oh, einen erheblichen Grund!" zu den Zeugen Weber lunb Bartulein: „Könner: Sie mit ruhigem Gewissen beschwören, baß Ihre Aussagen alle richtig sind?" Weber unb Bartulein. „Jawohl!" Die Zeugen werden vereidigt unb ! entlassen. Tie Dragoner Hetermann, Link und Krämer bekunden, daß sich Unteroffizier Griegat in der Handwerker- ! stube von 4 Uhr an bis über die Zeit des Mordes hinaus befand und dort seinen Mantel nähen ließ. Dragoner! Busching: Unteroffizier Domnig stürzte in den Rekrutenstall und teilte mit, daß der Rittmeister verunglückt sei. Kurz darauf sei Marten ohne Mantel und Mütze unb ohne Sabel eingetreten und habe gefragt, ob sein Säbel im Stalle sei. Ta das nicht der Fall war, schnallte er den Säbel eines anderen Unteroffiziers um. Dragoner Minuth unb Podrizky bekunden, Marten sei ohne Säbel in den Stall gekommen, aufgeregt unb mit gerötetem Gesichte. Vizewachtmeister Schulz: Marten war erregt unb rot. Auf meine darauf bezügliche Frage sagte er, er habe einen getrunken. Ich erzählte ihm, daß ber Rittmeister erschossen sei. Marten erwiderte: Ist das wirklich wahr?" Unteroffizier Bunkus hat Marten etwas später angetroffen. Er war erregt unb sagte, er habe getrunken. Ich fragte ihn, ob er schon wisse, daß der Rittmeister getötet worben fei. ....------- -----
Marten that, als ob er von dem ganzen Vorfälle noch anbere Unteroffiziere. Präs, (zu Skopek): „Es ist sestgesteut Unteroffiziere Eisenberg und Krieg worden, baß Oberstleutnant v. Winterfelb bie angesichts ich trotz deutlichen Kommanbos inj der Leiche aufgestellten Leute aufgeforbert Hat, vorzutreten, falls sie an ber Reitbahn irgenb etwas Auffälliges bemerkt hätten. Sie müssen die Aufforderung doch; gehört haben. Sie wollen nun zwei Unteroffiziere an der Reitbahn gesehen haben, weshalb haben Sie zunächst geschwiegen'?" Zeuge Skopek: „Ich kann michj nicht barauf besinnen, bie Aufforberung gehört zu haben." Präs.: „Eine so wichtige Thatsache können Sie doch unmöglich vergessen haben. Bleiben Sie also habet, baß Sie zwei Unteroffiziere an der Dhüre ber Reitbahn gesehen haben unb mit dieser Wahrnehmung zuerst am anderen Morgen Stubengenossen gegenüber hervorgetreten sind?" Zeuge Skopek: „Jawohl " Präs.: „Weshalb sind Sie denn nicht früher mit dieser . Bekundung hervorgetreten?" Zeuge Skopek, erst schweigend, bann zögernd antwortend: „Ich kann mich nicht darauf besinnen." Präs.: „Sie sollen bleich gewesen fein. Wußten Sie, daß man Sie als Thäter im Auge hatte?" Zeuge: „Nein." Verteidiger R.-A. Horn: „Tie Frage der Vereidigung dieses Zeugen ist von ber größten Wichtigkeit."
Zeuge! zu beobachten. Mir fiel auf bas blasse Aussehen bes Unter- Zeuge! ossiziers Griegat soivie bas eines Schmiebes". Präs.: „Hieß r i Schmied Skopek?" Zeuge: „Des Namens kann ich mich nicht erinnern. Ich machte aber den untersuchungssühren- den Richter Lüdicke darauf aufmerksam. Ob der betr. Mann
Serr ber sehr mohl auch ohne Akten leben konnte, ja zeit-,Nähe von Werners Karabiner Er ging langsamen Drittes Idas SeWM ^ i* ”y^ 3ebenfar(ä fa5en mir b-ett wU- ^esL sLerliZ Erwünschte. ;md bar M to>an beengen vorder bog^nm K-rmdorfenste^ Mann «ehrf-H fd£f
Jawohl, I Skopek heran und sagte dabei: sehen Sie sich den Mann an, ei ßeigt'ein auffälliges Aussehen." Staatsanwalt Lüdicke: „Weiß Tomning auch, daß andere auch als verdächtig bezeichnet wurden?" Angekl. Tomning: „Jawohl." Der Präsident ruft hierauf den Unteroffizier Griegat auf: „Erinnern Sie sich, daß Sie am Mordabend als verbachsttA jdjarf ins Auge gefaßt worden sinb?" Griegat: „Gemerkt habe ich nichts davon, aber ich habe hinterher davon gehört. Ich entsinne mich genau, daß ber Kriegsgerichtsrat Lübicke zu ben Mannschaften vor ber Leiche sagte, wenn jemanb etwas Verbächttges gesehen habe, so möge er hervortreten." Als nächster Zeuge giebt sodann der Regimentschef, Oberstleutnant v. Winterfeld, über bie Konfrontation mit der Leiche an: „Ich entsinne mich, daß ich bei ber Konfrontation der Mannschaften bei ber Leiche auf ber Reitbahn noch keinen Verdacht hatte. Es ist mir zioar erinnerlich, daß Skopek verwirrte Angaben machte, jedoch Hatte ich nod); keinen direkten Verbacht gegen ihn gefaßt." Präs.: Würben bie Leute aufgeforbert, Angaben zu machen, falls sie irgenb etwas Perbächtiges bemerkt hätten?" Zeuge: > „Jawohl! Ich sprach! bie Erwartung aus, baß ein jebcr angebe, was er über eventuelle Vorgänge vor und nach bem Morbe wisse." Präs.: „Unb barauf trat Skopek nicht hervor?" Zeuge: „Ich kann barüber nichts Besttmmtes mehr sagen, es ist zu lange her. Am anberen Morgen würbe im Schnee bie Spur eines Mannes entbeckt, der im Laufschritt über ben Platz gelaufen war, ber nach ber Reitbahn führt. Ta es über Nacht aber gethaut hatte, war die Fußspur bereits verwischt. Wir nahmen aber noch Abdrücke von derselben." Rittm. v. Treskow bekundet, daß bei ber Konfrontation besonders Skopek unb Griegat durch blasses Aussehen auffieten. Der Oberstleutnant fragte Skopek darauf, wo er gewesen sei. Skopek antwortete: „In der Schmiede." Ter Oberstleutnant machte den Untersuchungsrichter Lüdicke auf die verworrene Aussage des Mannes aufmerksam, was Veranlassung gab, Skopek am nächsten Morgen zu vernehmen. Als der Oberstleutnant die Mannschaften auf» forderte, es möge Angaben machen, wer etwas Verdächtiges gesehen, trat niemand vor. Zeuge Wachtmeister Buvpcrsch erinnert sich gleichifalls, daß auf die Frage des -_berft» Leutnante; niemand hervorgetreten sei. Dasselbe bekunden
weniger bewußt war, als sein ernster veranlagter Bruder.
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