Ausgabe 
2.6.1901 Erstes Blatt
 
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Bekanntmachung

^e?85?.e< Magdeöurger 190^Wtlli?unl Mark

Emil Pistor Nachfolger

28. Juni 1901, vor-

mittags 9 Uhr, vor

Ancrljört billig

190 Stuck nur Mk. 3,50.1 Pracht- pra0ew (neueste Fa-on) für Damen volle vergold. Uhr, samt schön. Kette, unb Kinder, soeben eingetroffen, Goldin, genau gehend, Sjähr. Ga- auch ein Posten zurückgesetzter rantie, 1 f. Cigarettentasche, 1 ff. KlSppelspitzen wird billig abge»

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20. Juui 1901 Anzeige zu machen.

Großh. Amtsgericht zu Gießen.

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zweifellos das Gepräge geistiger Kraft an sich tragen und sich doch in ungesunden Bahnen bewegen. Der Einfluß des Körperlich Pathologischen, der Einfluß des körperlich Ererbten, der Einfluß der Artabstammuug wird hierbei viel zu wenig ins Auge gefaßt. Wenn man die Träger jener Ideen auf ihre körper­liche Norm untersuchen könnte, so würde sich wahrscheinlich mancher überraschende Erklärungsgrund für den geistigen Kurs der Propagandisten darbieteu. Die rationelle Pflege des Körper­lichen und Gesundheitlichen, des Natürlichen und Vernunft gemäßen für das Volk im ganzen und für jeden Einzelnen im besonderen ist zweifellos ein unbedingtes Erfordernis, das erfüllt werden muß, wenn das Gesellschaftsganze wirtschaft­lich, sittlich und geistig gedeihen soll. Diese Erziehung zur Gesundheit, zum Natürlichen und vernünftigen fängt man aber ebenso rationell bei der Jugend an. Hier setzt die Thätigkeit des Vereins zur Förderung deS Unterrichts in der Mathematik und den Naturwissenschaften ein. Je nach­haltiger und gründlicher unsere Jugend, die männliche wie die weibliche, gerade in diesen Disziplinen unterwiesen werden, desto mehr können wir hoffen, daß das Heranwachsende Ge­schlecht bewahrt werde vor Irrungen und Wirrungen, daß eS in sich gefestet werde gegen mannigfache Anfechtungen des Körpers und des Geistes. Wir erkennen beide Vereinigungen, die der Mathematiker und Naturwiffenschaftler, wie die der

Gynäkologen, als warmherzige und milde Freunde der Menschheit, die dem Einzelnen wie der Gesamtheit nützen. Eine große Anzahl hervorragender und gereifter Männer weilte in diesen Tagen in unserer Stadt, erprobte Wort- führer ihrer Wiffenschaften. Nicht nur auS ganz Deutschland, sondern auch auS dem Auslande waren sie erschienen, um ihre Forschungen, Erfahrungen und ihre warmherzigen Be- strebungen zugunsten unserer Kinder und unserer Frauen auszutauschen und um dann das Brauchbare, das sie hier hörten, zum Nutzen der Allgemeinheit in der Praxis zu ver­wirklichen. Mögen diese Pfingsttage für die Einen wie für die Anderen und obendrein nicht zum wenigsten für die Ge­samtheit recht förderlich gewesen sein. Mögen sich alle unsere Gäste, die da bei uns erschienen waren zu idealer Hingabe an ihre Sache mit ihrem ganzen Wissen und Können, bei uns recht wohl gefühlt haben. Wir zweifeln nicht daran, daß aus beiden Kongressen Früchte reifen werden, die für die Allgemeinheit eine nahrhafte Kost bedeuten.

* Der Mai ist gestern zu Ende gegangen. Er hat diesmal gezeigt, daß er nicht nur Wonnemonat heißen, son­dern auch sein kann. Mag dies in den letzten Jahren nicht der Fall gewesen sein, Heuer hat er seine Ehre ganz gerettet. Mit verschwindenden Ausnahmen waren von Anfang bis zu Ende goldene Frühlingstage uns beschert, und man brauchte

bietet ihren Lebens-, Unfall- und Rentenversicherten die vollste Sicherheit durch ihr Vermögen von 64 Millionen Mark.

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nicht vorhanden ist.

Gießen, den 28. Mai 1901.

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nicht, tote in den letzten Jahren, die Zimmer ständig zu Heizen und die Blümlein im Garten vom Zimmer aus anzu­sehen. Der Rosenstock brauchte nicht seine jungen Schößlinge kraus und krauser wie Großmütterchens Häubchen zusammen zu ziehen und das kleine gefiederte Volk brauchte kein schützendes Obdach gegen Maienschnre nnb Unreeller aufzu­suchen. Eine Anklage gegen Den Mai wegen Källe und Ur- fteundlichkeil kann bei und diesmal niemand erheben. Doch allen tonnte es der Mai auch nicht recht machen, wenigstens nicht während de- größeren Teiles seiner lieblichen Herrschaft. Die Spaziergänger und Luftkneipanten jubelten und freuten sich des wunderschönen MaieS, doch der Landmann klagte bis zu der letzten Woche. Er hatte so lange sehnlichst auf den Regen gewartet, denn nach seiner Tradition muß der ganze Mat kühl und naß sein. Er klagte über die mangelnde Feuchtigkeit deS Bodens und sprach bereits von Futtermangel und kommenden Notständen. Da aber traten in den letzten Tagen mehrere regnerische Gewitter ein, und es zeigte sich, daß eS bisweilen doch möglich ist, allen eS schließlich recht zu machen.

Frankfurt a. M., 31. Mai. Finanzminister a. D. Dr. v. Miquel ist heute nachmittag von Berlin hier ein­getroffen und Hal imFrankfurter Hof" Wohnung ge- uommen.

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Bekanntmachung, betreffend: Waflergeuofseuschast Joheide». Montag bee 17. Jtttti b. I., nachmittag« 3

Bekanntmachung»

Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, Btadtkaffe vom 1. Juni I. I ab täglich, «ur au den Bormittagen, geöffnet ist.

Gießen, den 80. Mai 1901.

Großher-ogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Im Stricken ».Austritten von Strümpfe« empfehle ich mich angelegentlichst. Ktrickgar»eldkstkCu<ffitll1ni) habe ich stets vorrätig. 364

Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Gemeiudefteuer-Zettel in den nächsten Tagen den ©teuer pflichtigen durch die Schutzmannschaft zugestellt werden.

Zu dm den Steuerzetteln von Großh. Steuer-Kommissariat beigegebenen Erläuterungen wird weiter bemerkt:

Zu I daß durch Beschluß der Stadtverordneten-Bersammlung vom 2. Mai l. I. Steuerpflichtige mit einem Einkommen unter 500 Mk. auch zur Gemeindesteuer nicht heran- gezogen worden sind, daß die Angabe in Absatz 2 daher nicht mehr zutrifft- m rxr

ur IV daß infolge Zugangs eines besonderen Ausschlags auf das Hrundsteuerkapital auf die Grundzahlen von Grund­besitz weitere 9,875 Prozent erhobm werden;

zu V daß an örtlichen Kirchensteuern

von evangel. Gemeindeangehorigen 20 Prozent, von kathol. Gemeindeangehörigen 17,207 Prozent Zuschlag zu den Grundzahlen zur Erhebung gelangen.

Diejenigen Einwohner, welche vis zum 15. 3»ui deinen Hemeiudesteuerzettek erhalten haben, ihren Verhältnissen nach aber annehmen müssen, daß sie steuerpflichtig sind, roerben hiermit ausgefordert, hiervon alsbald bei Meldung nachteiliger Folgen auf dem Bürgermeisterei-Büreau Zimmer Nr. 15 Anzeige zu erstatten.

Gießen, den 80. Mai 1901. 3884

Grvßherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum. _________

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"£ Keneral-Iersammlung

bet rubr. Waff-rgenoffenfchast auf dem G-mciudkhaus- zu Juheiden mit folgender Tages-Ordnung statt:

1. Neuwahl des Genossenschaftsvorstandes.

2. Beschlußfassung über die noch nicht ausgefuhtten Drainierungsarbeiten in Flur I und VI.

Inheiden, den 31. Mai 1901. 8917

Belt«, Vorsteher.

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bei b r bt! der tite. j» °°I de, 9«ben maite Ä « SS**?«* WZ »--Mdeckcder'imE nach der Reitbahn r Ölhaut hatte, war dir Kkn °ber noch '^bekundet daß bei dtt und Griegat durch blasse- umant fragte Skopek darauf Ete :In der Schmiede." Untersuchungsrichter Lüdick - Hannes aufmerksam, w.

nächsten Morgen zu ver- tut die Mannschaften aus- P, wer etwas Verdächtiger jge Wachtmeister Buppersck ruf die Frage des Oberst­en sei. Dasselbe betunben Skopeks:Es ist feftgeftelli Winterfeld die angesicktr ufgeforderi hat, vorzutteteu ad etwas Auffälliges bemerk rderung doch gehört Haber iziere an der Reitbahn y- Sie zunächst geschwiegen" )> nicht darauf besinnen, du i." Präs.:Eine so toiAigt unmöglich vergessen haben. Sie zwei Unteroffiziere an chen haben und mit dieser eren Morgen Stubengenosser >* Feuae Skopek'.Jawohl. m nicht stüher mit dieser leuqe Sfopef, erst schwelgend fäfaim mich nicht daran, ileich gewesen sein. Mchm : im Auge hatte'?" Zeuge: r.^eWbetteN ,eT größten Nchtigkeü

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erbverteilungShalber öffentlich frei­willig unter den bei der Ver- « steigerung bekannt gemacht werden­

dem unterzeichneten Gerichte, I den Bedingungen versteigert werden Zimmer 18, Termin anberaumt. Gießen, den si. Mai isoi.

Allen Personen, welche -in- Großh. DrWgericbt SieBen^l zur Zronkursmasse gehörige Sache--------------'-----------

in Besitz haben oder zur Konkurs- mässe etwas schuldig find, wird J

°»sS°g°bm, nichts an b® meinfchuldner zu verabfolgen, I Psandlokal Seltersweg 11 gegen oder zu leisten, auch die Ver-1 Barzahlung: 6 Eichenstämme, eine pflichwng auferlegt, von dem größere Partie Eichen-und Buchen- Befitze der Sache und von den bohlen, Kaffaschrank, i Schreib, a I fetreto.T, Sotad, jvommoöe, itiewer» Forderungen, für welche sie aus I i Regulator u. a. m. der Sache abgesonderte Be- Gießen, den 31. Mai 1901. friedigung in Anspruch nehmen, 1 3894 Pfandmeister,

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Konkursforderungen sind bis MchlagSfrist 10 Tage.

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