Ausgabe 
2.4.1901 Zweites Blatt
 
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Kellner oder Lehrlinge, am Buffet oder mit Fertigmacheu Falter Speisen beschäftigt werden. Die Bestimmungen sollen am 1. Oktober 1901 in Kraft treten.

Der bedenkliche Rückgang des deutschen Volkstums in den Ostmarkeu bildet, wie offiziös ge­schrieben wird, fortgesetzt Gegenstand ernstester Sorge für die leitenden Kreise Preußens. Der Ministerpräfident ist ent schloffen, ein möglichst einheitliches Vorgehen aller be­teiligten Dienststellen zur Abwehr der Gefahr der fort­schreitenden Polonifierung ficherznstellen. Es wird namentlich auf die Begründung deutscher Vereinshäuser hin- gewiesen, wobei mit staatlichen Beihilfen nicht zu kargen sei. Auch die Wiederbelegung einer Anzahl geeigneter Ortschaften mit Garnisonen wird in Betracht kommen.

Wie man an- bestunterrichteter Quelle erfährt, ist vorläufig an eine Rückbeorderung der in Ostasieu weilenden Linienschiffs-Division nicht zu denken. Die Entwickelung der Wirren in China macht, so wird ge­schrieben, die Anwesenheit eines imponierenden Flottenaufgebots dringend notwendig, und aller Voraussicht nach ist eine Ge­staltung der Dinge, welche eine Zurückziehung dieser Division rechtfertigen könnte, so bald nicht zu erwarten. Die Ossi- -iere, die für die PanzerschiffeKurfürst Friedrich Wilhelm« undWeißenburg« bestimmt find, haben auch den Befehl er­halten, die Reise nach China mit dem am 8. Mai d. I. ab­gehenden Ablösungstransport für das Kreuzergeschwader, der etwa Ende Juni erst in Tsingtau eintrifft, anzutreten. Hieraus geht hervor, daß günstigen Falles erst im zweiten Halbjahr die Rückkehr der Linienschiffe angeordnet werden kann.

Bremen, 31. März. Die Untersuchung gegen Weiland steht unmittelbar vor dem Abschluß. Die Akten gehen dann dem Reichsgericht zu, das sich nach Ostern mit der Angelegen­heit befaffen wird.

Stettin, 30. März. Der Kronprinz traf um 10Uhr 35 Minuten hier ein. Hier fand um 11*/, Uhr der Stapel­lauf des für den Norddeutschen Lloyd erbauten Doppel­schraubendampfersKronprinz Wilhelm« statt. Der Dampfer ist von ähnlicher Größe wieKaiser Wilhelm der Große«; er ist202Mtr. lang, 20,1 Mtr. breit und 13,1 Mtr. tief. Der Raumgehalt beträgt zirka 15 000 Brutto Register tonnen, die Wafferverdrängung beträgt 21 300 Tonnen. Der Dampfer erhält Einrichtnngen für die Beförderung von 650 Personen 1. Kl., 350 Personen 2. Kl. und 700 Per­sonen 3. Kl. Die beiden vierfachen ExpanfionSmaschineu besitzen eine Stärke von zirka 33 000 indirekten Pferdekräften. Die Geschwindigkeit des Dampfers beträgt etwa 23 Seemeilen in der Stunde:

Stuttgart, 31. März. Die Affaire Schott von Schott en stein findet jetzt folgende Darstellung: In Stutt­gart wurde vor einiger Zeit der Wirt einer Altstadtkneipe mit seiner Frau wegen Vergehens im Sinne des § 180 des Strafgesetzbuches (schwere Kuppelei) verhaftet. Er berief sich zu seiner Entlastung auf den Ministerpräsidenten als Zeugen dafür, daß er mit dem angedeuteten Treiben in seinem Hanse nicht einverstanden gewesen sei. (Die Wirtschaft pflegte vonjHerren in Damenbegleitung ausgesucht zu werden.) Damit war die persönliche Vernehmung des Ministerpräsidenten gegeben. ES sind Versuche gemacht worden, den Ministerpräsidenten von der Zeugenschaft in dem Prozesse, der nach Ostern ver­handelt werden soll, zu dispensieren. Der Wirt wollte aber auf seinen Entlastungszeugen nicht verzichten. Der Urlaub des kommandierenden Generals v. Falkenhausen, der mit der Affaire Schott v. Schottenstein in Verbindung gebracht worden ist, hat, wie derFrkf. Ztg." zufolge feststeht, mit dieser Angelegenheit nicht den mindesten Zusammen­hang. Es wird versichert, General v. Falkenhausen sei seit Wochen wirklich krank und werde in nächster Zeit seinen Dienst wieder antreten.

Ausland.

Lissabon, 31. März. Es rvird gemeldet, die Kö­nigin Amelie habe sich infolge der vom Könige ange- ordneten schroffen Maßregeln gegen die nicht konzessiv liierten geistlichen Gesellschaften entschlossen, sich selbst in ein Kloster zurückzuziehen. Anfangs habe die Königin vorgehabt, längere Reisen ins Ausland zu unter­nehmen; da sich jedoch der König diesem Plane wider­fetzte, so entschied sich die Königin für das Kloster.

Rom, 30." März. Die D e p u ti e r t e n k a m m e r führte die Beratung über den Gesetzentwurf betreffend besondere militärische ^Ausgaben zu Ende. Ministerpräsident Zanardelli hob hervor, er glaube auf das Bestimmteste wiederholen zu müssen, daß Italien be­züglich seines Heeres und seiner militärischen Organisation die volle Freiheit und Unabhängigkeit in den internationalen Beziehungen habe und nicht behindert werde durch irgendwelche Bande. Tas Haus nahm den Gesetzentwurf an.

Wien, 30. März. Die Ankunft des Deutschen Kronprinzen erfolgt am 14. April vormittags. Der >dronprinz wird als Gast des Kaisers in der Hofburg wohnen. Die Abreise nach Berlin erfolgt am 18. April.

Wien, 31. März. Rach Berichten aus Belgrad er­folgte die Regelung der Erbfolgefrage in der neuen s^erbischeu Verfassung in der Art, daß für den« <^all des Aussterbens der direkten männlichen Linie Obre- novitsch die Erbfolge auf die etwaigen w e i b l i ch e n Nach­kommen des regierenden Königs in direkter Abstammung übergehen ,oll.

B u d a p e st, 30. März. Tie peinliche Affaire im A b g e o r d n e t e n h a u s e I)<it heute ihren .Höhepunkt er­reicht. Das Haus war der Sckwuplatz großer Skandal- szenen. Vor der Sitzung bereits hatte der als Witzbold bekannte Abgeordnete Bessenyei erklärt, er habe, um Ra- Lovszky aufsitzen zu lassen, ihm vor Zeugen erzählt, der .Handelsminister habe ein Drittel derAdria"-Aktien im Besitz. Bessenyei richtete in offener Sitzung an Rakovszky Äie Aufforderung, zu erklären, ob er ihn mit demEinbläser" gemeint habe. Rakovszkv verweigerte jede Auskunft, auch als ihn der Handelsminister Hegedues dazu energisch aus forderte. Rakovszky beschuldigte den Minister der Jndis kretion. Hierauf entstand großer Lärm der Parteien. Äbg.

Gajari erklärte, die gestrige Rede Rakovszkys sei nicht herrenmäßig" gewesen. Handelsminister Hegedues bittet das Haus und die liberale Partei um Verzeihung, daß er die Veranlassung zu diesen peinlichen Szenen gegeben habe; er erffärte, daß er nach dem heutigen Verhalten Rakovskys auf dessen weiteres Verhalten überhaupt kein Gewicht lege. Auf diese Worte begann die Opposition förmlich zu toben und mit den Pult deckeln zu'schlagen. Abg. Ra­kovszky ruft dem Handelsminister zu:Willst Tu etwa aus diese Weise entwischen? Wir werden doch noch abrechnen! Ich war im guten Glauben. Der Minister war i n d i s k r e t u n d h at m ein V er tr au e n miß­braucht !" Damit war die Scene beendet. Ter Handels­minister wird Rakovszky seine Zeugen schicken.

Petersburg, 30. März. Tie Gerichtskammer ver­urteilte heute den Kleinbürger Karpowitsch wegen vor- ätzlicher Ermordung des Unterrichts Ministers Bogoliepow zu 20 Jahren Zwangsarbeit und dem Verlust aller Rechte.

Aus Soeul (Korea) wird gemeldet: Justiz­minister Ki-Men-Tschun, der Gehilfe des Ministers des Innern, Min-Ken-Szak, General Tschu-Ssei-Men, die an­geklagt waren, eine Verschwörung angezettelt zu haben, um einen Staatsstreich auszuführen, wurden vom Ge­richt zur Verbannung verurteilt. Tie Komplotstifter hatten beschlossen, eine Bombe in das Haus des russischen Geschäftsträgers Pawlow in Soeul zu werfen, um die Entsendung von Truppenabteilungen der remden Mächte nach Soeul zu veranlassen. Sie wollten ich dann mit den fremden Mächten ins Einvernehmen setzen und unter ihrem Schutz ein neues Ministerium bilden. Tiefer Plan scheiterte aber an der Uneinigkeit der Ver- chwörer.

Smmjhvlls der Kahn MrdergeVöudell' Homberg-kaudrsgreuze (Kirchham).

(Original-Artikel desGieß. Anz ")

T. Homberg, 30. März. /

Es ist ein herrliches Thal, durch das die Ohm mit ihren i leinen, rauschenden Wasserfällen und Mühlen sich schlängelt. Von Niedergemünden bis Homberg ist es eingeengt durch die bis zum Fuße bewaldeten, steil abfallenden Anhöhen, die bald von links, bald von rechts sich schwächer oder stärker vorschieben, und so dem Beschauer das Thal völlig abzu- chließen scheinen. Wie reizend liegen die Kirche Hombergs und das Schloß dort oben auf dem letzten Vorsprunge. Es ist der letzte Felsen, um den die Ohm sich krümmt. Tann verbreitert sich das Thal, und in der breiten, frucht­baren Ebene ragt auf einsamem Basaltkegel Amöneburg hervor, ein schmuckes Städtchen, das sich von Homberg aus gesehen als großartiges Landschaftsbild plötzlich dem Wanderer zeigt. Es ist mit Freuden zu begrüßen, daß ein so liebliches Thal, das voller landschaftlicher Reize ist, das o prächtige Wälder mit idyllisch schönen Partien hat, dem Verkehre durch eine Bahn erschlossen wird, die von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die ganze Gegend' mit ihrem Reichtum an Mineralien und Bausteinen, ihrer Fruchtbar­keit des Bodens und ihrer wachsenden Töpferindustrie ist.

Homberg prangt heute im Festgewande und alle um- iegenden Orch sind geschmückt, denn heute wird die Bahn eingeweiht, die man schon ein Menschenalter hindurch ersehnt hat.

Ein geschmückter Eisenbahnzug brachte um 11 einviertel Uhr die Vertreter der verschiedenen beteiligten Behörden, unter denen wir die Herren Ministerialrat Ewald-Tarm- tadt, Kreisrat Melior-Alsfeld, Landrat Freiherr Schenk- 'irchhain, Präsident der Eisenbahn-Tirektion Frankfurt Thome, Eisenbahn-Direktor Schobert-Gießen, Regierungs­und Baurat Berger-Frankfurt, Oberfinanzrat Tr. Rhode, Regierungsassessor Tr. Weber-Frankfurt, Bauinspektor Horstmann-Gießen, Verkehrsinspektor Ziegler-Fulda, Be­triebsinspektor Wolpert und Abteilungsingenieur Hilde­brand sahen. Die Schulen von Homberg und der an der Bahn gelegenen Orte waren mit den Hornberger Ver­einen unter den Klängen der Feuerwehrmusik an den Bahnhof gezogen und hatten dort um das künstlerisch ausgeführte Bahnhofsgebäude mit ihren Fahnen sich malerisch gruppiert. Da erklang aus dem Wartesaal ge­heimnisvoll und überraschend das Lied:Lobet den Herren", das von dem Kirchengesangverein vorgetragen wurde. Tann hielt Pfarrer Port-Homberg die Festrede, ormvollendet und äußerst entsprechend. Er gedachte aller >erer, die an den Vorbereitungen und der Durchführung des Projekts sich verdient gemacht hatten, und warf einen Blick in die Entstehungsgeschichte des Bahnbaues. Aber auch vorwärts schaute sein Auge: Die Wirkung der Bahn solle den Bewohnern des Ohmthals zum Segen gereichen, fortschreiten möchte die Entwickelung von Handel und In­dustrie und durch den Verkehr der Wohlstand sich heben. Llber festhalten möchten die Bewohner an ihren guten Eigenschaften der Treue, des Fleißes, der Rechtschaffen­heit und der Gottesfurcht. Dem Bahnhofsgebäude, das nicht ruhig wohnende, sondern heftig sich aneinander vor­überschiebende und drängende Menschen in sich aufnehmen müßte, wünschte er, es möge nicht Zeuge werden von Unglück und Jammer, es möge behütet bleiben, Ver­unglückte, Verwundete und Sterbende in sich aufzunehmen. Er sprach besonders der Regierung, die ihre Vertreter gesandt hatte, den Dank für die reiche Unterstützung aus, die bei dem Bahnbau in großem Maße entgegengebracht worden sei.

Ministerialrat Ewald brachte die Grüße der hessischen Regierung zu dem wichtigen Feste. Er entschuldigte das Fehlen des Finanzministers, durch dessen notwendige Anwesenheit in der Kammer und wünschte den Orten des Ohmthals, die nun in die Verkehrslinien eingeschlossen seien, Wachsen, Blühen und Gedeihen.

Ein wohlgeordneter, langer Festzug setzte sich dann durch die Untergasse Hombergs in Bewegung und löste sich an der Post auf, rvährend die offiziellen Gäste mit den Vertretern der Stadt, dem Eisenbahnkomitee und den Ver­einen, ca. 100 an der Zahl, sich zum Festessen im Frank­furter Hofe vereinigten, der ein vorzüglick)es Mahl, guten Wein und Champagner lieferte. Kreisrat Melior wies auf die Bedeutung des Tages hin, an dem man auch huldigen müsse den Fürsten, unter deren Regierung das große Werk vollendet worden sei. Sein Hoch galt dem Großherzog und dem Kaiser.

Landtagsabg. Brauer überbrachte die Grüße der Zweiten Hammer und gab einen geschichtlichen Ueberblick über die seinerzeit in der Kummer wegen der Bahnlinie

gepflogenen Verhandlungen. Tie vorzügliche Persönlich­keit des damaligen Abgeordneten Pfannstrel hat diese Ge­nehmigung erreicht und ihm gebühre der Tank des Wahl­kreises. Dank gebühre aber auch für die Durchführung der Großh. Regierung und dieser gelte sein Hoch. Na­mens der Regierung dankt Ministerialrat Ewald für die freundlichen Worte: die Zweite Kammer habe sich durch die Bewilligung der Mittel große Verdienste er­worben. Es habe ja lange gedauert, bis das Projekt aus­geführt worden sei. Schon 1866 sei es aufgetaucht und erst 1901 habe zum ersten Male die Pfeife der Lokomotive die Stille des Thales unterbrochen. Möge dies das Signal sein zum Anbruch einer neuen Zeit für die Gemeinden des Ohmthals, die bei der Geländestellung so große Opfer gebracht hätten. Diesen Gemeinden ein Hoch. In humor­vollen Worten feierte Pfarrer Port die Eisenbahn als die Königin des Fortschritts und Verkehrs, und toastete auf die Baubehörde und deren Beamten, die den Bau ausgeführt haben. Oberförster Heß begrüßte die er­schienenen Gäste, in deren Namen Landrat Frhr. Schenk dankte. Er betonte das Entgegenkommen, das ihm bei der Erbauung der Bahn Kirchhain-Schweinsberg seitens der hessischen Regierung zu teil geworden sei. Sein Hoch galt der Stadt Homberg und dem Kvmite. Noch manch schöner Toast wurde ausgebracht, alle voll Tankes für diejenigen, die sich um die Erbauung verdient gemacht haben. Ter Extrazug, der die Gäste wieder nach ihrer Heimat führte, mußte wegen der Herren, die den Anschluß nach Darm­stadt erreichen wollten, schon um 5 Uhr abgelassen werden. Dadurch endete der offizielle Teil des Festes. Mit dem 1. April wird die Bahn dem Betrieb übergeben, da- lang ersehnte Ziel, für das so viele in selbstloser Weise ge­arbeitet und gewirkt haben, es ist erreicht!

Aus Stadt und Land.

Sieben. 1. April 1901.

* Ernennung. Der bei der hiesigen Verkehrsinspektion thätige Eisenbahn-Sekretär Becker ist mit Wirkung vom heutigen Tage ab zum kgl. Eisenbahn-Kaffenkontrolleur er­nannt worden.

* * Die natioualliberale Fraktion der Zweiten Kammer beschloß bezüglich des Gesetzentwurfs über die direkten Wahlen, vorbehältlich anderer Abänderungen, auf Ein­führung der Wahlpflicht zu bestehen.

* * Schutz den Anlagen. Auch in diesem Jahre läßt die Bürgermeisterei der Herstellung der Anlagen, die als eine Zierde unserer Stadt bezeichnet werden müffen, besondere Sorgfalt angedeihen. Möge nun auch jeder für seinen Teil dazu beitragen, daß sie in schönem Zustande erhalten bleiben und insbesondere die Besitzer von Hunden darauf achten, daß ihre Tiere nicht die Beete und Grasplätze betreten und zerkratzen. Wie wir hören, ist die Schutzmannschaft ange­wiesen, ein wachsames Auge hierauf zu haben.

J. Omnibus Gesellschaft. In der am Freitag Abend ab­gehaltenen, verhältnismäßig gut besuchten Generalversamm­lung erstattete der Vorstand den Geschäftsbericht, der eine angsame aber ständige Zunahme des Personenver­kehrs seit 1894 konstatierte; die Bilanz schließt für das Geschäftsjahr 1900 mit einem Gewinnsaldo von Mk. 1669 54 Pfg., der dem Reservefonds Überwiesen wurde. Dieser )Qt nunmehr eine Höhe von Mk. 4128.14 erreicht. Die Linie 0. SchiffenbergerwaldMarktplatz wird auch in diesem Sommer in gewohnter Weise wieder gefahren, und zu dem neueingelegten, nachmittags 5/a Uhr von Frankfurt a. M. hier ankommenden Schnellzug ein neuer Wagen eingestellt werden. Nach dem Geschäftsbericht ist der Verkehr auf der Linie D von und nach Wieseck, seitdem die Wagen amPfau" abgehen, noch mehr zurückgegangen; nach eingehender Be­ratung wurde beschlossen, noch kurze Zeit diese Linie ver- uchsweise zu befahren und bei nicht zunehmendem Verkehr üese ganz eingehen zu lassen. Eine Maßnahme, die im Interesse beider Plätze sehr zu bedauern ist, aber immerhin, als im Interesse der Gesellschaft liegend, berechtigt ein dürfte.

Sein 50jahriges Dienstjubilaum feiert heute der Zug" ührer Georg Ramge.

* Alldeutscher Verband. Heute abend 9 Uhr findet im oberen Saal desKaiserhof" aus Anlaß der Wiederkehr de- Geburtstages Bismarcks eine gemütliche Zusammenkunft der Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe statt.

? Langgöns, 31. März. Die Kollekte für die Gustav- Adolf-Stiftung betrug 70,30 Mk., die für die Armenier 44,90 Mk. Am Dienstag abend fand in der Kirche Vor- führung von biblischen Bildern und Bildern aus Ar­menien, durch eine Laterna Magica statt. Mit Gesang und Gebet deS Pfarrers Weber wurde die Feier geschloffen.

ko. Mainz, 31. März. Der Reisende Nowotny, der kürzlich einen Mordversuch auf seine Frau machte, wurde aus dem Spital, wo er auf seinen Geisteszustand untersucht wurde, in daS Provinzialarresthaus übergeführt. SS hat sich herauSgestellt, daß er nicht im Geringsten geistes­krank ist. Seine Frau befindet sich noch in ärztlicher Be- Handlung. Der wegen Verleitung zum Totschlag zu 51/3. Jahren Zuchthaus verurteilte Gärtner Schröder aus Bingen hat die gegen das Urteil eingelegte Revision zurückgezogen. Die Eheleute Heftrig in Dorfheim bei Limburg haben beim hiesigen Landgericht gegen den Landwirt Weiland aus Wackernheim, der ihren Sohn, den Husarengefreiten Heftrig erstochen hat und deswegen eine 8jährigeZucht­hausstrafe verbüßt, eine Entschädigungsklage angestrengt.

-k- Bingen, 31. März. In der Postkässe in Gen- fingen wurde ein Fehlbetrag von annährend 65 000 Mk. entdeckt, welche Summe, wie wir seinerzeit berichteten, von dem flüchtigen Kassierer der dortigen DarlchnSkaffe Schertet, der gleichzeitig Postagent war, unterschlagen worden ist. Durch falsche Quittungen find die Fehlbeträge bis jetzt un- ermittelt geblieben. Die genaue Feststellung des Fehlbetrags ist darum auch noch nicht möglich, da das Gericht erst noch Klarheit über die große Zahl der falschen Unterschriften, Wechsel und Quittungen schaffen muß.

ko. Frankfurt, 31. März. Hauptmann Otto und Feld­webel Weingärtner von der 9. Kompagnre des 4. Ost-

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-Dresden,^ Me allgemeines Aufs bei« Mstendztg.", Cotta, WitSnitz und Sompagniechef Hör Namen, damit lein tjidt seit zwei Ich bei Dr. me-L ©d adeligen Aelicbten t von Dr. Sch. Kennt Herr Hauptmann g ist und als solcher nogene Ehegatte, e nebenbei bemerkt, ei seine Frau beiur Veri deshalb, sowie zwei Ausstellung, hirrvo lommen haben, dem wollten, erschienen c einfach verhaften n listen, indem sie b< tung absolut nicht > Bereiche der Kaser ihnen nicht ein, in Ein anscheinend r dieser Unterhaltunc drehte und zu ein Stelle lieber nicht t hinzugelommenen E hastet und nach de Polizeiwache gebra<! und den Vorfall er Sein Weg führte; hier angdangt toa Frau Sch. dm Dn Bara sprang hinzu demselben Moment 1 Doktor im Schnee, kamen etwa acht S zogen hatten, he fehl del Hauptmar Nach einiger Zei Dr Sch. befragte uch ihrer auf der fahren, hier wurbi genommen, welcher

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