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2.2.1901 Erstes Blatt
 
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Vermischtes

st dies nicht zuletzt eine Wirkung der Getreidezölle, die um

als für den Getreidebau.

der 70er Jahre ist der Verbrauch von Kohle um 169 Proz.,

zersplittert.

Im Gegensatz zur Landwirtschaft» weist die Industrie einen geradezu erstaunlichen Aufschwung auf. Seit Ende

so verhängnisvoller ist, als infolgedefsen die Viehzüchter zu­nehmend auf den Ankauf von Kraftfuttermitteln, damit aber auf das Ausland angewiesen find. Die Viehzucht selbst weift keineswegs eine besonderlich günstige Entwickelung auf, trotzdem für fie die Aussichten im Verhältnis weit beffer sind

ist deshalb nicht angängig, weil sich erst aus den Vertrags­verhandlungen ergeben kann, welcher Zollsatz den Gegen­geboten des Auslandes entsprechend erscheint; für einen be­stimmten Bertragssatz einzutreten, ist die Zeit dann gekommen, wenn wir uns in Verhandlung mit dem Ausland befinden und absehen können, was dasselbe uns zu gewähren bereit ist. Heute aber gilt es, zu verhindern, daß der bereits reich­lich hohe Satz unseres autonomen Tarifs noch weiter in die Höhe getrieben wird. Denn leitender Gefichtspunkt jeder Wirtschaftspolitik, die erfolgreich und segensreich wirken soll, muß sein, daß sienicht die Jntereffen einer zufällig politisch einflußreichen Minderheit wahrt, sondern die des gesamten Volkes und der Nation als eines politischen Ganzen."

weit über den einheimischen Bedarf hin-auSgewachsen und sucht ihren Absatz von Jahr zu Jahr mehr auf dem Welt markte. Betrug doch sowohl die Mehr ein fuhr von Roh­

bedürfen. Uebrigens stellen auch unterrichtete Londonerlstoffen für die Industrie als die MehrauSfuhr von Fabri- Blätter ein Bündnis in Abrede. taten im letzten Jahre bereits mehr als je anderthalb-

Eisenbahnunfälle. Kurz vor Niederrad entgleiste am Donnerstag vormittag der Tender de, Maschine des Köln-Frankfurter Schnellzuges. Der Unfall wurde sofort bemerkt und der Zug zum Halten gebracht. Die Passagiere wurden von dem kurz darauf fol­genden Personenzuge nach Frankfurt gebracht. Ferner wird aus Elm vom 31. d. M. gemeldet: Gestern nachmittag ______..........ii , - . kurz nach 4 Uhr erfuhr der von Gemünden kommend« Insonderheit liegt die Geflügel- Personenzug 1005 kurz vor dem hiesigen Bahnhof einen So kommt cs, daß auch bie Fleisch- Zusammenstoß mit dem G ü terzu g «E-Man glaubt

*) Die deutsche Volkswirtschaft und der Weltmarkt." Heft 1 der Handelspolitischen Flugschriften^. (Hgg- v. HandelsvertragSverern. Berlin 1901, I. Springer.)

zücht schwer darnieder. So kommt es, daß auch die Fleisch- Z u s a m m e n stov nut oem o> u rerzu g '

Versorgung des deutschen Reiches gänzlich unzureichend ist, daß der GuterMg, der in etn anderes ^le s^umgesetzt sowohl am wirklichen Bedarf, wie an den Anforderungen der werden sollte, erheblich ^üae waren mit je zwei

Physi°l°gi- g-mess-n. Ein ebenso große«, vielleicht noch viel. ^Msinenbespannt, bie alle beschädigt wurden. Es ent- fach größeres Defizit weist die deutsche Landwirtschaft für , e* c n cin Personenwagen, ein Packwagen und Rohstoffe zu industriellen Zwecken auf. Sie hat sich nity grei Guterwagen, von denen zwei besonders starke Beschä- der allgemeinen wirtschaftlichen Entwickelung zur Speziali- digungen erlitten. Ein Heizer trug einen Unterschenkel- sierung angepaßt und die Produktionen thunlichst auf die-Ihruch davon, acht Reisende und ein Lokomotrv- jeuigen Artikel beschränkt, in denen sie konkurrenzfähig wäre,! führ er erlitten Verletzungen, die sämtlich leichter Art sondern ihr- Kräfte überall gleichzeitig eingesetzt und damit sein sollen. Die Strecke war etwa zwÄf Stunden hindurch ' - - - 1 ä ö ' gesperrt. Der Unfall trug sich bei Schneegestöber zu.

* Berlin, 31. Jan. Der Prokurist und Kassierer der in der letzten Zeit mehrfach genannten Bankfirma Kretschmar, Georg Bornheim, hat sich heute in seiner Wohnung ... ... w.. m». --- erschossen. Die Motive zu dieser That sind wahrschein-

der von Eisen um 274 Proz. gestiegen; die Produktion ist Licf> mit den dieser Tage gemeldeten Unterschlagungen in k" -------Verbindung zu bringen.

* B e r l i n, 31. Jan. In einem Hotel der Königgrätzer- straße haben gestern der 45 Jahre alte Gutsbesitzer Hei-

Hilfe des Großgrundbesitzes zu vernünftigen Meliorations­zwecken anzunehmen.

Bei TitelR e i ch s s ch u l k o m m i s s i v n" begründet

Abg. ,Dr. M ü l l e r - Sagan (fr. Vp.) eine Resolution, bezweckend, für das Reichsgebiet und soweit es angängig ist, auch für das deutsche Sprachgebiet von Oesterreich-Ungarn und der Schweiz eine möglichst gleichmäßige deutsche Recht­schreibung herbeizuführen..

Staatssekretär Graf Posadowsky: Ter preußische Kultusminister hat die Vorarbeiten abgeschlossen, um das Wörterbuch der Puttkamerschen Orthographie und das zu­gehörige Regelbuch, das für den Schulgebrauch notwendig ist, jetzt einer erneuten Prüfung zu unterziehen. Aender- ungen werden nur in ganz geringfügigem Maße eintreten, sodaß die nach der alten Puttkamerschen Orthographie ge­druckten Bücher in Gebrauch bleiben können. Inzwischen wandte sich die württembergische Regierung an den Reichs­kanzler mit der Anregung, ob nicht eine einheitliche deutsche Rechtschreibung zwischen den einzelnen deutschen Regier­ungen vereinbart werden könnte. Der Reichskanzler er­klärte sich einverstanden und die Verhandlungen sind ein­geleitet. Sie werden sich nur gründen auf das System, das jetzt in den preußischen Schulen angewendet wird, und nicht auf die sogenannte Sprache des Bürgerlichen Gesetz­buches. So werdeii wir den Riß ausfüllen zwischen der Schulorthographie, der amtlichen Orthographie und der Orthographie des bürgerlichen Lebens. In der Thatsache, daß wir dann eine einheitliche deutsche Orthographie haben werden innerhalb der Grenzen Deutschlands, wird das Mo­ment liegen, das besonders allen denjenigen Bevölkerungs- ktassen deutscher Zungen maßgebend sein wird, welche außer­halb der Grenzen Deutschlands wohnen. Ich möchte des­halb bitten, das Resultat der Verhandlungen zwischen den Einzelregierungen abzuwarten.

Abg. Eickhoff (frs. Vp.) spricht seine Genugthuung darüber aus, daß die Abiturienten der Real-Gymnasien zum medizinischen Studium zugelassen werden, und weist ferner auf die sonderbaren Schulverhältnisse in Mecklenburg Hin; dort herrschten Zustände, die aller Beschreibung spotteten. Die Reichsschulkommission müßte da einschreiten und sich die Frage vorlegen, ob solche Schulen noch das Recht be­halten dürfen, das Einjährig-Freiwillige Zeugnis auszu­stellen.

Staatssekretär Graf Posadowsky erwidert, die Reichsschulkommission habe nicht das Recht, in die innere Verwaltung der Schulen einzudringen; dies sei das Recht der Landesbehörde.

Die Abgg. Dr. Oertel (kons.), Beckh-Koburg (fr.Vp.) und Dr. Hasse (nl.) sprechen sich für die Resolution Müller- Sagau aus, unter Aeußerung des Wunsches, daß Oester­reich-Ungarn und die Schjveiz zu den Verhandlungen zu- gezogen werden.

Die Resolution wird hierauf gegen die Stimmen des Zentrums angenommen. Bei dem KapitelStatistisches Amt" bemängelt

Abg. Thiele (Soz.) in ausführlicher Rede die statisti­schen Tabellen über Arbeiterftagen, besonders die Berichte der Gewerbeinspektoren. Redner geht auf den Fall des Obersteigers Rothe ein. Da der Redner sehr lange bei diesem Falle verweilt, fordert ihn

Vizepräsident v. Fr ege wiederholt aus, seine Polemik, die er in Verbindung mit der Erörterung über den Fall gegen den Abg. Dr. Arendt richtet, bei passenderer Gelegen­heit wieder aufzunehmen.

Abg. Arendt : Der Steiger Rothe soll sich mit unrecht­mäßig verschafftem Material der Gewerkschaft ein Haus gebaut haben. Rothe ist 1889 von Mansfeld verzogen, hat aber die Rechnungen über den Hausbau aufbewahrt. Ich habe die Rechnungen im Original hier. Sie entlasten Rothe vollkommmen. Was geht überhaupt die Sache den Reichs- iag an? Thiele möge entweder seine Beschuldigungen zurück­nehmen oder den Mut haben, sie außerhalb des Hauses zu wiederholen, damit Rothe die Gerichte in Anspruch nehmen kann.

Der Präsident erklärt die Angelegenheit nunmehr für erledigt. Er iuerde eine weitere Debatte darüber nicht Anlassen.

Im weiteren Verlauf der Beratung bemerkt

Staatssekretär Graf Posadowsky, nachdem er ver- fchiedene Wünsche über statistische Angelegenheiten erörtert: Ich möchte doch wirklich mit der Statistik nicht so weit gehen, daß die eine Hälfte der Menschen nichts anderes thut, als Statistiken für die andere Hälfte aufzustellen.

Es folgten persönliche Bemerkungen der Abag. Thiele und Dr. Arendt; ersterer erklärt, Dr. Arendt habe sich rchon oft int Reichstage alslustiger Augusts" bewährt. Abg. Thiele wird hierauf zur Ordnung gerufen.

Beim Kapitel: Normal-Aichungs-Kommission bemerkt

Staatssekretär Graf Posadowsky, es werde geplant, Sen Aichungszwang für Bierfässer einzuführen und dem Reichstage in der nächsten Session eine bezügliche Vor­lage zu machen. <

Die weitere Beratung wird sodann auf morgen ver­tagt; auf der Tagesordnung steht ferner: Etat des Reichs- fustizamts. Schluß der Sitzung um halb sechs Uhr.

Volitische Tagesschau.

Von besonderer Seite wird uns geschrieben: Ein deutsch-englisches Bündnis hat schon oft ote politische Diskussion beschäftigt. Der Spuk hielt aber rJ^e Stanb. Am meisten Glauben fanden die Bünd­nis-Gerüchte im Jahre 1890. Nach dem Abschluß des oeutsch-englischen Kolonial-Abkommens, das in den Kreisen unserer ^olonialfreunde sehr geringe Befriedigung hervor- ittef, obwohl es Helgoland in deutschen Besitz brachte, wurde

Wnfier Bündnisvertrag mit England biete vollwichtige Eiltschadigung für die Enttäuschungen. Fürst Bismarck erklärte jebod) seinerzeit einem Besucher, er glaube ganz und gar nicht an ein Bündnis. Er kenne Lord Salisbury als einen Minister, der sehr gut sich zu wahren verstehe, und genau wisse, was er den; englischen Volke zutrauen dürfe. Uebrigens würden auch den Nach­folger des Ministerpräsidenten eventuelle Abmachungen wenig kümmern. Lord Salisbury leitet auch heute 'die «nglische Politik. Selbst wenn sein Rücktritt demnächst zur Thatsache würde, ist es nicht wahrscheinlich, daß die Diplo- maten des Dreibundes gegenwärtig, wo England noch in­mitten der Schwierigkeiten des Krieges steckt, auf einen solchen Anschluß Wert legen. Man assoeiiert sich nicht gern jnit jemand, dessen Verhältnisse der Ordnung und Klärung

...=? I Milliarden!

3 ITC inth iTftnh Den Auslandsmarkt durch gesteigerte Kaufkraft der ein-

y uui UllV ÄUlw. heimischen landwirtschaftlichen Bevölkerung zu ersetzen, ist

tstegeu, i. rseoruar iyui* »kaum angängig, weil es sich bei den Exportindustrieen großen- fipdpnkpf (ipr hnnffftrndfin VOffßH teils um Artikel handelt, für die unser Bauerntum als Ab-

UCUeilütH Uül UUUgVlUUÜU VUgül. fa.mQtft garnicht oder wenig in Betracht kommen kann.

♦♦ Personalnachrichten. Ernannt wurden am 28. Januar $ . brauchen wir den Absatz im Ausland, um die unerläß- der Wachtmeister und Militäranwärter Hermann Wagner Mehreinfuhr land« und forstwirtschaftlicher Produkte zum Hilfsgerichtsschreiber bei den Untersuchungsrichtern am I bem Ausland bezahlen zu können. Unseren Erport auf

Landgericht der Provinz Starkenburg; der V.zefeldwebel unbL Weltmarkt mit allen Kräften aufrecht zu erhalten und Militäranwärter Johanns Becker zum HilssgerichtSschreiber ^uSzubehnen, ist deshalb di- wichtige Ausgabe, die unsere be, den Untersuchungsrichtern am Landgericht der Pr°vm» H^elspolitik gegenwärtig zu -rsüll-n hat.

Oberhessen. Der Gesangcnwarter am Land-szuchthau- " -si-rfür aber ist der Abschluß von Handelsverträgen .,n, TfU,9Cinqn hQ" untdä6Iid|. Der grundsätzliche Wert der Capiivi'sche.

90 $)anile,86erlräflt kann nicht bestritten werden.

HilsSschafsner Bet der Ma,wN-ckar°E,s°nbahn Adam Gärtner^ aauf ben zz-7.ragSschluß salzenden Jahrfünft ist

aus Klein-Hausen zum Schaffner bet dieser Bahn mit Wir- ^r dem vorhergehenden unsere Ausfuhr nach den Ber- kung vom 1. Februar l. I. an. tragSftaaten um 18 Prozent gewachsen, bei gleichgebliebener

St-nagraphie. Wir verweisen auch an dieser Stelle dagegen haben die NichtverlragSftaa.en unter

aus den am 5. d. M. zu eröffnenden AnsängerkursuS des Z^zdrängung unseres ExpartS ihr- Einsuhr nach D.utsch- B°"in« sllr v°r-insacht- deutsche Stenographie um ?2V ^roj;nt gtftcigett. Gegenüber der erhöhten (Einigungssystem Stolze-Schrey). Bedeutung, die der auswärtige Handel heutzutage füt die

"k'm5.O,i^tl,8,8«efsai,8i?6 aU«i' a 6 0lra » deutsche Vollswirtschast gewonnen hat, müssen auch di- an

Firma Wilhelm Rudolph in Gi-ß-n d,- SOiährige Grün- betci[igtEn n|t,cige unseres Wirtschaftslebens eine ge- dllngsseier ihres Unternehmens. Di- üb-rauS ,ahlr-,chen Berücksichtigung ihrer Jntereffen in der deutschen

-glückwünschung°n, mit denen der Ch-s de« HuuftS aus delspolitik verlangen, müffen sich die von auswäriiger diesem Anlaß bedacht wurde, sprech«, sür die große Beliebt- ^ukrrenz bedrängten ErwerbSzweige zur Mäßigung -,t und^Wertschätzung, die sich die Firma ,n den 50 Jahren r tct z^politi,chen Forderungen entschließen.

ihrer recht ausgedehnten ThäNgkeit zu erringen wußte Särnt Weitaus in erster Reihe steht unter diesen ja die Land, chen Angestellten wurden Sparkaffeoüch-r mit rech, nam Ortschaft. Aus NahrrngS. nnd Genußmittel entfällt der bei hast-n Einlagen llb-rr-,cht. Der Kronbaur sche Quartett- Teil unserer Zollerträge und der Durchschnitts-

verein ließ sich die Gelegenheit, seinem Mitbegründer £>ertn L derselben pro Kops der Bevölkerung hat sich sogar Wilh. Rudolph, -in-Ehrung zu -rw-is-n, nicht -ntgch-n und . ^itte'ber 80er Jahre vervielfacht, diese Belastung jetzt brachte ihm gestern abend em wohlgeluvgeneS Ständchen dar. U . in6 unaem-ssene zu steigern, speziell den Getreidezoll

" Hochherzige Gabe. Am^D°"n°rStag «^11 fdmt.r^ m"ikr "u ö^n, iftdn« Sarb£tung, gegen di- sich ich- Arbeiter der LomS Sch-rd'schen Z,garr-nsabr,k den I * ü6tj Wirtschaftszweig- wehren müssen.

von ihrem verstorbenen Ches testamentarisch sestgesetzten S8e- Die Behauptung daß das Ausland den Zoll trägt, ist trag d-S Lohnes, den sie während der letzten vier Wochen verholt widerlegt, der Getreidezoll ist und bleibt eine verdient hatten, als Geschenk ausbezahlt Die Arbeiter KEeuer der großen Masse der Konsumenten. Dagegen wurden durch diese hochherzige Gabe hochersreut und werden -j;"denen er zu Gute kommt, numerisch sehr ge. gewiß dem Spender ein treues Andenken bewahren. rinafügig Da die Besitzer unter 10 Hektar als Getreide-

O B°m höheren Vogelsberg, 30. Jan. Em gesunder si^^r nicht wesentlich in Betracht kommen, so beläuft sich Wintersport tritt jetzt in'sein Recht eS ist die« baS Sft> bje @umme bec au8 bem Getreidezoll Nutzen ziehenden Land- oder Schneeschuhlaufen. Dieser Sport hat sich feilIroirte auf annähernd 700 000 Köpfe, das ist ein Achtel aller einem Jahrzehnt hier oben eingebürgert. Vor, drei Jahren selbftänhigen Landwirte; einen wirklich erheblichen Nutzen hat die Forstbehörde jedem Forstwart der Großh. Ober- aber höchstens di- Besitzer von mehr als 50 Hektar; örsterei Grebenhain ein Paar Schneeschuhe zur Verfügungnb 66000 »der etwa 1 pCt.l

!-stellt; nun versehen dies- B-amten bei hohem Schnee ihren gm @eg£njQ^ ium Getr-id-bau beschränkt sich die Vieh-

Dienst ausSki". zücht fast vollständig aus den bäuerlichen Kleinbetrieb. Der

** Darmstadt, 31. Jan. Die erste diesjährige Schluß- ^tsch£ Bauer ist, wie von volkswirtschaftlichen Autoritäten rüfung der Kandidaten der evangelischen Theo- anerkannt wird, bei der bisherigen Zollpolitik sehr schlecht ogie hat am DonnerStagvormiltag in den Amtsräumen d-Seggekommen, und vielleicht wird der letzte Kamps um die Ob-rkonsistoriumS ihren Anfang genommen. ES Beteiligen @e^eibe,ÖHc weniger zwischen Landwirtschaft und Industrie, ich daran fünf Examinanden, von denen drei aus Starken- gto fischen Bauer und Großgrundbesitzer auSgesochtcn bürg, einer aus Oberheffen und einer aus Rheinhessen find. roer^c^

U cm n Jedenfalls steht der geringe Nutzen, der mit Erfüllung

Deutschland und der Weltmarkt. der agrarischen Wünsche für eine kleinere Jntereffentengruppt Man schreibt uns: ! erreicht werden kann, in keinem Verhältnis zu den schweren

Unsere Zeit steht im Zeichen deS Verkehrs. Das Netz Gefahren, die für Industrie, Verkehrsgewerbe und Handel, der internationalen Beziehungen verknüpft die nationalen sowie für die große Maffe der Konsumenten mit sich bringt. Wirtschaftsgebiete jährlich enger miteinander, und kein Kultur AuS diesem Grunde hat sich der HandelSvertnigsvereiw) taat kann sich dieser elementaren Entwickelung entziehen, gegen jede Erhöhung deS Generaltarifsatzes für Brotgetreide Hierdurch ist aber auch die Gestaltung der einheimischen erklärt. Den Beitragssatz im voraus bereits genau zu fixieren, Volkswirtschaft nachhaltig beeinflußt worden. Vor allem hat * nnÄ pr rnn

ich das Verhältnis zwischen Industrie und Landwirtschaft vermaßen verschoben, daß Handel und Gewerbe heute bereits maßgebender Faktor des deutschen Wirtschaftslebens ist, während die Landwirtschaft nicht mehr vermag, wie früher ür die Stadtbevölkerung den erforderlichen Ueberschuß von Nahrungsmitteln zu liefern. Ein volles Drittel der land­wirtschaftlichen Anbaufläche ist heute bereits mit Getreide be­teilt, eine nennenswerte Zunahme also kaum mehr zu er­warten, und so sind wir infolge deS gestiegenen Bedarfes in andauerndem, zunehmendem Umfange auf die Produktion des Auslandes angewiesen. Die Mehreinfuhr von Brotfrüchten hob sich im Jahresdurchschnitt von zirka 130,000 Tonnen ums Jahr 1860 auf fast 2,000,000 bei Ablauf deS Jahr junbertß. Dabei hat der Anbau von Getreide trotz der an« gGlichen Unrentabilität keineswegs gegen früher abgenommen. Was im Anbau zurückgegangen ist, find vielmehr gerade bie jcnigen landwirtschaftlichen Produkte, deren Anbau am aller­ersten lohnend und gewinnbringend wäre, wie Hülsenfrüchte, Obst, Rohstoffe für die Industrie und Futterpflanzen. Es