der dritte entkommene Räuber ein
Gerichtssaal.
1.
Gießen gebrachte Kranke kommen.
1 (1) 1
1 (1)
im Lebensjahr
vom
: 2.—15. Jahr 2 (2)
der Naturwissenschaft ist das Material, das durch Beobachtungen beschafft wird, unerschöpflich, und je länger die verschiedenen Gebiete der Naturwiffenschaft durchforscht werden, um so reicher werden sie. Aus den unscheinbaren Substanzen werden durch wiffenschaftliche Beobachtungen dre wunderbarsten Schätze erschlaffen. Wie man aus dem Theer die schönsten Farben, die feinsten Wohlgerüche darstrllt, so hat man es verstanden, aus einem so einfachen Naturprodukt wie die Wolle, einen so feinen Torlette. Cream zu erzeugen, wie das durch die komplizierten Mischungen früher nicht möglich war. Dieser Cream, San olin-roilett« Cream Lanolin genannt, ist ein sehr populäres Produkt geworden, von dem keiner sich mehr lossagt, der es einmal gebraucht hat. Auch die neuerdings in den Handel gebrachte Lanolin-Seife mit dem Pf-ilring erfreut sich bereits einer allgemeinen Beliebtheit. Beim Einkauf achte man aus vre Marke „Pfeilring".
Das Glück einer Familie
zur Folge hatte. .
* New-York, 31. Jan. In der Zigarrenfabrrk
von Wickes erfolgte eine Kesselexplosion, wobei
viele Personen getötet und verletzt wurden. Man berichtet
Sriefkasten der Redaktion
M. und H. D. Herr D. hat Recht.
Universitüts Nachrichten.
Wien, 31. Jan. Der Staatsrechtslehrer Hofrat Prof. Dr. Wahlberg ist beute gestorben.
beruht auf dem Wohlbefinden der einzelnen Mitglieder. Zur Erhaltung der Gesundheit trägt Kathreiners Malzkaffee viel bei. Für die Kinder ist er ein gesunder Kaffee- Ersatz, für die Erwachsenen ein ausgezeichneter Kaffee-Zusatz.
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Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießen.
4. Woche vom 20. bis 26. Januar 1901.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 25 560, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 32,560/00, nach Abzug der 0x12^0-^18.300/«,.
Summa: 16 (7) 5 (3) 4 7 (4)
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, rote viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankhest auf von auswärts nach
fand im April statt. "
* Ein Land rat als Raubmörder. In Krdschel (.Rußland) wurde kürzlich im dortigen Pfarrhaufe von drei Männern ein Einbruch ausgeführt, um 12 000 Rubel zu stehlen, die der Pfarrer, für
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in Unterbeamter ini Rats-l auf die jene zweite Alternative des § 90b .lnwenduug finde. Ta der Beklagte auch nach diesem im ^zcmdcr v. Js. erlassenen Urteil den streitigen Betrieb fortsetzte, wurde ihm neuerdings durch Vollstreckungsverfügung eine Strafe von 100 Mark für jeden Fall der Zuwiderhandlung angedroht.
von 30 Verletzten.
* Eine Liebesheirat im Hause Rockefeller. Aus Newyork wird berichtet: In einem auffallenden Gegensatz zu der verschwenderischen Pracht, die eben bei der l Hochzeit Alfred Vanderbilts entfaltet wurde, stand die ein- , fache Feier der Hochzeit im Hause Rockeseller, durch die i die reichste Erbin der Welt die Gattin eines jungen Rechts- > anwalts ohne irgendwie in Betracht kommendes Vermögen i wurde. Miß Alta Rockeseller, die Tochter des bekannten ' Petroleumkönigs, des reichsten Mannes in Amerika, wenn nicht in der ganzen Welt, reichte Mr. Pameelee Prentice die Hand. Das Vermögen des Bräutigams wird auf 40 000 Mark geschätzt, die Braut bekommt von ihrem Vater s ein Erbe von 200 Millionen Mark, mehr als selbst Alfred Vanderbilt im Vermögen hat, sodaß, wie ein amerikanisches Blatt scherzhaft bemerkte, „der Bräutigam seine 40 000 Mark für Cigarettengeld gebrauchen kann." Das ist natürlich für die Newyorker Milliardärkrcise eine ganz ungewohnte Sen- iation. Das Publikum kam bei der Hochzeit auch durchaus nicht auf seine Rechnung, und es war sehr enttäuscht, denn welches Interesse kann es an Millionärshochzeiten noch haben, wenn sie die früheren nicht an Gepränge übertreffen? Aber Rockeseller ist trotz seines ungeheuren Reichtums ein Mann von ruhigem, demokratischem Geschmack, der eine tiefe Abneigung gegen prunkende Zurschaustellung seines Reichtums hegt. Er verabscheut die Öffentlichkeit, fürchtet sie fast, aber er ist so mächtig, daß sogar die gelbe Presse seinen Wunsch nach Abgeschiedenheit achtet. Der einzige Luxus, der bei dieser Hochzeit in seinem Hause zutage trat, war die verschwenderische ^ülle der amerikanischen Rosen, I die Rockeseller besonders liebt. Die Hochzeits-Gesellschaft versammelte sich im Bibliothekzimmer des Hauses und ging in das Festzimmer, wo unter einem Baldachin von Rosen die Trauung vollzogen wurde. Die Braut trug ein elfenbeinfarbenes Atlaskleid mit hoher Taille und Point-lace-Besatz und einen Strauß aus Lilien und weißen Orchideen. Die Brautjungfern hatten hübsche rosa Seidenkleider mit weiß Chiffon gewählt. Statt der 5Me trugen sie Aigretten von rosa Rosen. Der Trauung hatten nur Verwandte und gute Freunde beigewohnt, und zu dem im Salon stattfindenden Empfang waren nur wenige Karten ausgegeben. Von den 150 Gästen gehörten nur wenige zur „smarten" Gesellschaft, aber fast alle zu jener geheimen Coterie von Millionären, deren Ehrgeiz darin besteht, die Vereinigten Staaten in industrielle Königreiche zu teilen, die sie absolut beherrschen. Nach dem Empfang wurde das Frühstück im Eßzimmer serviert. Von den kostbaren Geschenken wurde keine Liste ausgegeben, aber sie sollen bei weitem die von den Vanderbilts erhaltenen Gaben übertreffen. Ein besonders ausfallendes Geschenk ist das Haus, das der Vater der Braut für 460000 Mark gekauft hat und das an das feinige anstoßt. Ein Millionär, dessen Namen die Goldschmiede nicht nennen, hat einen großen goldenen Springbrunnen für Bankettzwecke, der eine schöne goldene ornamentierte Schate von sechs Fuß Durchmesser hat, zum Geschenk gemacht. Das junge Paar wird zuerst nach Tarrytown, dem Landsitz Rocke- fellers, gehen, später nach Eleveland in Ohio, und sich dann nach Europa einschiffen; die Braut, die ohrenleidend ist, will sich in Wien noch einmal in die Behandlung des Ohrenarztes Dr. Müller begeben. Alta Rockeseller ist jetzt 31 Jahre alt, sie widmete sich mit ihrer jüngeren Schwester Edith, die sich vor fünf Jahren verheiratete, sehr eifrig den Werken der Nächstenliebe. Trotz des ruhigen Lebens, das die Schwestern führten, liebten beide sehr den Sport, sind vorzügliche Reiterinnen und können vorzüglich kutschieren. Ihre Bekanntschaft mit Parmelee Prentice stammt aus der Zeit, als sie noch ein Schulmädchen war. Die Verlobung
mann «u5 Spielberg bei Neustadt a. d. Toffe und seine > 38 Jahre alte Frau aus bisher unbekannter Ursache S e l bst- mord verübt. Beide tourben vergiftet m ihren Betten «ufaefunden. Heimann hatte der Deutschen Gruno- s ch u l d b a n k eine Hypothek über 100 000 Mark gegeben I und anstatt Barzahlung den Betrag in Aktien erhalten. Infolge der inzwischen eingetretenen Katastrophe, wodurcy i die Papiere 80—90 Prozent ihres Nominalwertes verloren, sollte Heimann als Hauptschuldner 80000 Mark nachzahlen. Da er feine Aussicht hatte, sein Besitztum zu erhalten, beging er mit seiner Frau den Selbstmord.
* Könitz, 31 Jan. Eine Anzahl von Personen hat neuerdings Vorladung zu ihrer Vernehmung vor Gericht erhalten. Wie verlautet, soll es sich noch immer darum! handeln, diejenigen jungen Leute zu ermitteln, die am Nachmittage des Mordtages mit dem jungen Ernst Winter zusammen gesehen worden und. <do viel steht fest, daß damals der Ermordete nach Schluß des Gottesdienste^ (gegen 12 Uhr) auf dem Marktplatze zwischen der evange- lischen Kirche und dem Bäcker Langeschen Hause, wo Winter wohnte, mit seinem Freunde Plath, jetzt Seminarist in Loebau Westpr, zusammengetroffen ist und einen gemeinsamen Spaziergang für den Nachmittag geplant hat. Kurz vor 2 Uhr nachmittags begegnete der junge Plath dann wieder' dem Ernst Winter in der Danzigerstraße und teüte ihm mit, daß er für den Nachmittag verhindert sei. Wmter schien es damals sehr eilig zu haben und befand sich in Begleitung zweier anderer junger Leute, die aber Plath nicht erkannt hat. Es wird offenbar von feiten der Behörden noch immer großer Wert darauf gelegt, die Persönlichkeit dieser beiden Personen festzustellen.
* Braunschweig, 31. Jan. Den „N. Nachr." zufolge wurde der als Kinder-Photograph bekannte Photograph M eher, Besitzer eines großen Photographeu-Ateliers, wegen zahlreicher Sittlichkeitsverbrechen, begangen an Kindern unter 16 Jahren, verhaftet.
* Heidelberg, 31. Jan. Bei der Eisend ahn - k a t a st r o p h e am Karlsthor hat die Ehefrau des Hauptlehrers Zähringer von hier eine innere Verletzung erlitten. Bei der heutigen Entbindung der Frau trat nun Blutvergiftung ein, die den Tod der Mutter und des Kindes
amte. Alle drei waren maskiert. ~ I1,
♦ Eine Frau, die dreißig Jahre alsMann' aelebt hat. Wir teilten neulich mit, daß in New-York : der Tod „Mr." Murray Halls, eines bekannten Politikers, eine höchst erstaunliche Enthüllung herbeigesuhrt 1 hat: Der Verstorbene war — eine Frau, und hat diese I Maskerade über dreißig Jahre durchgeführt Die Cut< I deckung geschäh nach dem Tode Murray Halls durch den! i Arzt Dr. Gallagher. Dieser berichtete dem Leichenbeschauer l den Tod einer Patientin, der durch Krebs an der linken I
Brust verursacht war, und er erklärte, daß es eine Frau ciewesen sei, die man lange für einen Mann gehalten habe. I
' Mr" Murray Hall war unter Mittelgröße, hatte ein bartloses, runzeliches Gesicht und eine Stimme, die ba« Geschlecht nicht leicht verriet. „Sein" Aussehen war das eines gütigen alten Herrn. Man berichtet weiter, sie wäre der „Mann" zweier Frauen gewesen (?); die zweite starb im Juli 1898 und die erste soll „ihren Mann unter dem Pantoffel gehabt haben. Die Frau leitete em Gejinde-Ver- mietungs-Bureau. Sie hatte eine 22 jährige Adoptivtochter Minute Hall. Sie war immer eine beliebte Person und, in Restaurants sehr gern gesehen, gebrauchte aber Tabak in keiner Form. Sie zog die Salon-Hinterzimmer den öffentlichen Bars vor, und ihre Trinkkumpane waren meist Frauen Sie sprach fließend über Politik, galt als em äußerst thätiges Mitglied der Partei und wohnte allen Versammlungen derselben bet. Sie erklärte ihren Freunden die Tyatsache, daß sie an Krebs litte, dadurch, daß sie vor fünf Jahren von einem Radfahrer niedergeworfen worden ei. Sie hinterließ ihrer Adoptivtochter ihr Vormogen, aber wahrscheinlich werden noch rechtliche Verwickelungen wegen des Testaments entstehen. Die Nachricht von „Mr. Halls Tode und der seltsamen Enthüllung erregte natürlich die denkbar größte Sensation. Ihre Tüchtigkeit als Politiker wird jedenfalls als starkes Argument zu Gunsten des Frauenstimmrechts angesehen werden. Durch ihre Energie und Geschicklichkeit stellte sie manchen Mann in den Schatten. Die Tochter ist aufgewachsen, ohne das Geheimnis ihres „Vaters" zu kennen. Die Tote hinterließ eine Erklärung, in der sie sagt, sie Ware als armes Mädchen geboren und hätte sich als Mann ausgegeben, um mehr zu verdienen, — was ihr auch gelungen ist,
da sie 240 000 Mark hinterläßt.
Kunst-Ausstellung. aufistellunK
im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1
Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch g
5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen w 5q pfg
ununterbrochen. Eintritt für NiohtmitgUeder an Werktagen r.g»
an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.
Jvhrstnft ist M den Ver- 'lchgebiiebener Maaten unter N Deutsch, dn nWu» Nt str b\t 1 Mch dir an -bens eine gebet deutschen
M anStkärliger Mäßigung
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t cki WM terchnMgruM zu den schweren erbe und Handel, 1 mit sich bringt- lSvertragsverein) für Brotgetreide genau zu fipete"' us den Beitragssatz den Gegen' t; für einen begann gekommen, lusland befinden L gewähren bettü nod> weitet» W lefWj 'S isieid) tvnleu.sA
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Diphtheritis Lungentuberkulose Gehirntuberkulose Darmtuberkulose Herzleiden Schlagfluß Magenkrebs Empyemj Blinddarmentzünd Knochenhautentz. Krämpfen > Lebensschwäche
Meratur.
— Eine Neue BerkehrSkarte von Westfalen und Hess, n- Nassau (M-ßstab 1:600.000, P.eitz 30 Pfg) t|i jobben im P tio e von C. Schafsnit in DüssUborf erscdie.ten. Die Karte zeichnet sich durch ihre Uebttsicht'icbkeN u-d VollnSndigk it au», Staft olle, bie fleint en Oi tfchaften, alle Bahnen, auch im Bau befindliche, sämtliche Postoerbindungen und giögcre Landstraßen sind aut dr \<ci viel- farbigen Karte angegeben, die durch alle Buchhandlungen zu be- Üefcenjft.^ ^^^^^Eipfleuer eine verhängnisvolle Thor- heii! Von H.. F. Lipsius. Berlin, Max Pasch, Verlagsbuchhandlung, ! (Rilterflr. 50) W01. Preis 50 Psg. Diese Broschüre behandelt in allgemeinverständlicher, aber gründ!,cher Weise das zur Zeit so viel erörterte Projekt einer hoh n Besteuerung der im Inland hergestellten Schaumweine. Der Verfaffer weist 'chlagend nach, daß diese Schaumweine — rm> Gegem satz zu den französischen — ganz überwiegend vom deutschen Mittelstand konsumiert werden, dem übrigens auch die Produzenten der großen Mehrzahl nach angehören. Hieran schließt sich eine Untersuchung darüber wen I die geplante Steuer am schwersten treffen würde; es ergibt sich, daß dre I Hauptleidtragenden nur die tausende kleiner deutscher Wmzer sein würden, deren Produkte die alkohol. und charakterarmen, aber süurererche Sbiine sind, die den größten Teil des Rohmaterials der deutschen Schaumwem- sabrikation bilden. Auch die weiteren sachlichen Darlegungen über dre Beförderung des Alkoholismus durch die Schaumweinsteuer, dre von dieser Maßregel zu erwartende Vernichtung des hoffnungsvollen deutschen Schaumweinexports, die Geringfügigkeit des überhaupt denkbaren Steuerertrags, die Unmöglichkeit einer wirklich ausreichenden Steuerkontrolle usw. sind von großem Interesse für alle, die sich überhaupt mit öffentlichen Fragen I beschäftigen.__ _______
Familien-Uachrichten.
Gestorben: Friedrich Karl Dambeck tn Offenbach a. M.
Darmstadt, 30. Jan. Einen weite re» reise in- ■ teressierenden Gerichts-Entscheid veröffentlicht t>ie I; „D. Ztg.". Ein zwischen dem I u st i z r a t S ch ö d l e r und dem G l a s e r m e i st e r F. S ch u l z hier seit einigen Jahren anhängiger Rechtsstreit wegen Eigentumsbeerntrachtig- nng ist durch das Oberlandesgericht zu Gunsten des Klagers entschieden worden. Der Beklagte hatte seit Anfang Mai ' b. I. in den unteren Räumen des zu seiner Hvfraite ge-i hörenden Hinterhauses unmittelbar an der Eigentums-! grenze des Klägers zum Betrieb seines Geschäfts einen Gasmotor aufgestellt, mittels dessen verschiedene Handwerksmaschinen, insbesondere eine Kreissäge und eme I Hobelmaschine zur Verarbeitung und Herrichtung von Hölzern in Bewegung gesetzt wurden. Der Klager suhlte sich durch diesen Maschinenbetrieb im Genuß seines Eigen-! tumsrechtes beschränkt, und machte klagend geltend, daß er durch das während des ganzen Tages verursachte Geräusch in der Benutzung seines Grundstücks in ganz erheblicher und das Maß des Zulässigen weit übersteigender Weise beeinträchtigt, und hierdurch auch bezüglich des Verkaufswertes seines Hauses, sowie des Mietwertes der Wohnungen geschmälert werde. Der Beklagte bestritt die i Erheblichkeit des Geräusches und berief sich auf Ortsüblichkeit, weil angeblich dieser Teil der Saalbaustraße Geschäftsstraße sei, und in ihr fast in jedem Haus und seit längerer Zeit Gewerbe betrieben würden, die gewisse Einwirkungen auf die Nachbarschaft mit sich brächten. Nach I gerichtlichem Augenschein, Sachverständigengutachten und Zeugenvernehmung erkannte die I. Zivilkammer des Land-i gerichts den Beklagten für schuldig, bei seiuem Geschäftsbetrieb Einrichtungen zu treffen, die die Uebertragung von Geräusch und Erschütterungen des Gasmotors, sowie der damit in Verbindung gebrachten Arbeitsmaschinen nach der Hoftaite des Klägers, soweit sie das erträgliche Maß übersteigen, ausschließen, sowie derartige Störungen zu unterlassen und allen hierdurch dem Kläger erwachsenen Schaden zu ersetzen. Der I. Zivilsenat sprach sich in den Entfcheid- I ungsgründen des Berufungsurteils folgendermaßen aus.
Der ß 906 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (nach Art. 181 des I Einführungsgesetzes auf das fragliche Rechtsverhältnis anzuwenden) bestimme u. a., daß der Eigentümer eines Grundstücks die Zuführung von Geräusch und Erschütterungen und ähnliche von einem Grundstück ausgehende Ein- I Wirkungen insoweit nicht verbieten kann, als die Einwirkung die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt oder durch eine Benutzung des ! andern Grundstücks herbeigeführt wird, welche nach den örtlichen Verhältnissen bei Grundstücken dieser Lage ge- I wöhnlich ist. Hiermit stimmten auch die seither geltenden Grundsätze des gemeinen Rechts überein, das in ungebührlichem, das Maß des Erträglichen übersteigendem Geräusch eine Eigentumsstörung erblickt. Nach den Ergebnissen der I landgerichtlichen Beweisaufnahme sei die Frage, ob die -I Benutzung des klägerischen Grundstücks durch den Beklagten l! wesentlich beeinträchtigt werde, mit Recht bejaht worden.
Das hiermit nicht ganz übereinstimmende Gutachten des sachverständigen Fabrikinspektvrs verliere dadurch an Wert, weil hier die Vermutung naheliege, daß jener vermöge seiner beruflichen Stellung in Bezug auf das Matz der von dem Nachbar eines Gewerbetreibenden zu. ertragenden Belästigungen von anderen, strengeren Anschauungen als ein Privatmann ausgehe. Somit lägen die Voraussetzungen des § 906 in seiner ersten Alternative nicht vor. Gegenüber dem dem Kläger gewährleifteten lichen Schutz sei es gleichgiltig, ob der Beklagte das Geräusch in seinem ordnungsmäßigen Gefchaftsbetrieb erzeuge | und ohne Motor und Maschinen sein Gewerbe in der frag»1 (ichen Art nicht betreiben könne. Auch erscheine irrelevant, ob auch anderwärts in der Stadt außerhalb des Fabrikviertels derartige Mvtvre existterten und Beklagter alles den Ban einer neuen Kirche" gesammelt'hatte.' Der Pfarrer zur Meldung des Geräuschsgethan habe- Ebenso sei im wehrte sich jedcch; er erschoß einen der Eindringlinge Gegensatz zu der Behauptung des ^bklagten gerichts- nnd verwundete den zweiten, während der dritte entkam, bekannt, daß die Saalbaustraße noch nicht den Charak^r Wie sich jetzt herausgestellt hat, war der erschossene Räuber I einer ausschließlich oder vorwiegend dem Be.neb von Ge- »ei fcfiilanbrat, bet verroxnbete der Kreiss-kretar .md, werben oder Fabriken dienenden Straß« «nsenonimen hab«,
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