Neneinstellung von Schreibgehilfen. Zur Beschleunigung
gehilfen bei den Amtsgerichten Gießen,
stülpt. In dieser Ausrüstung verweilte der Mann länger
Nidda und Ortenberg bewilligt worden. Da diese stellen qe-t Bitten in einem lichterloh brennenden Holzstoß; er alsbald besetzt werden können, empfiehlt sich für Reflektanten I sich sogar zwischen die petroleumgetränkten, stark
daß die
Unioersttäts Nachrichten.
ungen: Zur Aufnahme als ordentlicher Studierender berechtigt
Mittwoch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der endgültiger Beschluß darüber gefaßt wird, ob Bingen das nächstjährige Gauturnfest übernimmt.
digt hatten. Alzey, 29. Okt.
Ober-Ingelheim, 30. Okt. .... . , o
für Feuerlöschwe,cn in Frankfurt war auch ein F e u e r -1 Der jetzigen Fassung desselben entnehmen wir folgende Bestimm tauche r-App arat ausgestellt. Zur Prüfung der Feuer-l> n* c ----- " - v-
, Karlsruhe, 29. Okt. Mit Staatsministerialentschließung ist
Auf der Ausstellung! der § 40 der Technischen Hochschule abgeändert worden.
Vermischtes.
• Brandenburg a. H., 29. Okt. Ein Zusammen« toß zwischen Wilddieben und Förstern fand in der Nacht zwischen den bei Brandenburg gelegenen Dörfern Krahn» und Reckahn auf dem Gebiete des dem Major v. Rocho« gehörigen Rittergutes statt. Eine Anzahl mit Büchsen ver« ehener Bauern aus Krahne hatten der Fasanerie des Herr* v. Rochow, die eingezäunt ist, einen nächtlichen Besuch ab« gestattet, und schon eine ganze Anzahl von Fasanen getötet als die durch die Schüsse aufmerksam gewordenen Förster Ulbricht aus Reckahn und Hörtzel aus Krahne, denen sich noch ein Förster aus Plessow anschloß, auf dem Platze erschienen. Einer der Wilddiebe ergriff sofort die Wuchl und verschwand im Dickicht, ohne erkannt zu werden. Zwei andere Wilddiebe setzten sich auf den Anruf der Förster, die Gewehre niederzulegen, zur Wehre unt chlugen auf die Förster an. Diese waren nun ihrerseits zezwungen, Feuer zu geben. Durch die Schüsse wurde der eine Wilddieb, der reiche Bauerngutsbefitzer Robert Brügge« mann aus Krahne am Arm und an der Brust schwer verwundet, während sein bei ihm in Diensten stehender Bruder Otto Brüggemann Verletzungen am Arm und in der Seit« davontrug. An der Stelle der That wurde ein Sack mir 12 Fasanen vorgefunden.
* Hagen, 30. Okt- Beim Abbruch eines GewölbebogenZ der Eisenbahnüberführung bei Eckesey stürzte in der Vergangenen Nacht beim zweiten Schuß der größte Teil des Bogens ein. Als die Arbeiter sich anschickten, an dem stehengebliebenen Teil weiterzuarbeiten, stürzte die Stein« mässe plötzlich zusammen und begrub die Arbeiter. Ein italienischer Arbeiter wurde bei den Aufräumungsarbeiten als Leiche hervorgezogen, zwei Arbeiter starben nach der Ankunft tm Krankenhause und zwei andere sind schwer verletzt worden. Auch der Bauunternehmer wurde schwer verletzt.
* Eine Examenseltenheit. Am Montag, als dem Termin der ersten juristischen Referendarprüfung beim Kammergericht in Berlin befand sich unter den Rechts« kandidaten ein Rit t er d es Eisern en Kreuzes. Möge der Kandidat, nachdem er vor 30 Jahren siegreich vor dem französischen Feinde standhielt, auch die grimmigen Gegner aus dem Kammergericht und der Universität alänzend über» winden!
* Prag, 30. Okt- Auf der Hauptlinie Prag—Eger der Buschtehrader Bahn ist durch eine Dammabrutsch^ ung zwischen den Stationen Sarkau und Michelob eine voraussichtlich zweitägige Verkehrsstörung eingetreten. Der Güterverkehr auf der Strecke ist eingestellt, der Personew verkehr wird an der Rutschstelle mittelst Umsteigens aufc recht erhalten.
* Rom, 30. Okt- Wie aus Messina gemeldet wird, richtete gestern eine starke Flutwelle in der Umgebung bedeutenden Schaden an. In Scaletta wurden, wie bisher festgestellt, vier Personen getötet und zehn verletzt. In Guidomandri sind sieben Personen ums Leben gekommen. Von Messina ist Hilfe abgesandt worden. Die Verbindungen mit Reggio sind unterbrochen. Auch aus Tarent werden Ueberschwemmungen gemeldet, besonders bei Palagiano und Massafra, wo mehrere Häuser eingestürzt sind. Man befürchtet, daß auch dort Menschen ums Leben kamen.
* Liverpool, 30. Okt- Infolge Auftretens der Pest in Liverpool befinden sich gegenwärtig zehn Personen in Isolierung. Nachforschungen ergaben, daß außer den amtlich bekannt gewordenen Todesfällen an der Pest noch drei bis vier Todesfälle Wit verdächtigen Charakteren vorge-, kommen sind.
* Cherbourg, 30. Okt- Der Dampfer „Gras Waldersee" von der Hamburg-Amerika-Linie traf mit zwei Fischern des französischen Fischerschooners „Bretagne" hier ein. Dieselben hatten sich in einem Boote zu weit von dem Schooner entfernt und waren, vom Nebel überrascht, 5 Tage ohne Nahrung, als sie von hem Dampfer aufgenommen wurden. An Bord desselben fanden sie eine vortreffliche Aufnahme, Unter den Passagieren und der Mannschaft des Dampferslwurde eine Sammlung zu ihren Guntzeu
OOCL" iHltolUlluc:?, juiuic um- ~
ftubium berechtigenden Schule; das Abgangszeugnis einer anderen deutschen Hochschule, für Pharmazeuten das Zeugnis der bestandene- Avolvekergehitfenprüfung. Bis auf Weiteres wird bte Aufnahme auch gewahrt auf ein Reifezeugnis einer 7 klassigen deutschen Reall schule, wenn außerdem der Nachweis erbracht ist, daß der Be» werber in der Mathematik das Ziel eines humanistischen Gym- nasiilms erreicht bat. Als außerordentliche Studierende könne» solche Bewerber ausgenommen werden, welche eine 6klassige deutsche Realschule oder gleichwertige Schule absolviert haben. JmMaschv nenwefen und der Elektrotechnik tann die Absolvierung einer technischen Mittelschule durch zweijährige erfolgreiche Thättgkett u» vraklischen Berufe ersetzt werden. Bon der Aufnahme als Stu« dierende sind ausgeschlossen: Reichs-, Staats- und Gemeindebeamte: Angehörige einer anderen Bildungsanstalt, diejenigen Personen, du ein' bürgerliches Gewerbe betreiben. Als Hospitanten werden zu« getanen frühere Studierende einer Hochschule nach vollständiger Absolvierung eines Fachstudiums, Personen reiferen Alters, welch» durch ihre Vorbildung die Gewähr bieten, daß sie den Unterricht liicht beeinträchtigen.
Wirte auf Anordnung d— —-------------- v-.i— - K ... . « . . , .
S-g°- g°l°gt unb später durch wieder dem Verkehr fretgegeben. Dieser Fall, der m unfercr I bcr Revision. Das Reichsgericht könne nicht nachprufen, ob em Stadt sehr großes Aufsehen erregte, scheint nunmehr doch Mitglied eines Vereins sich' der Mitgliedschaft unwürdig gemacht nock nickt seinen Abschluß qefunben zu haben, denn wie man habe. Wenn ein Verein der Ansicht sei, daß es ihm md)t mehr •M wird der betreffende Wirt sich anfangs Naaember wegen m^ch sii, seinem
Weinfalschung vor der Strafkammer in Mainz zu oer» Rläaer auch nicht wegen des Inhaltes seiner Aeußerung ausantworten haben. I geschlossen worden, sondern weil er dieselbe in einer Form getban
Bmaen, 28. Okt. Von Seiten des Gauausschusses des habe, die ihn der weiteren Mitgliedschaft unwürdig mache. Be- Turncmues Nbeinbcsscn be-iw einer Deputation desselben züglich der Kriegervereine habe das Reicksgencht bereits fruber -turngaucs Jvi)cmt)cncn oezw. einer ^puuiuvu I . ausgeiprochen, dan sie nicht gehindert werden konnten, aus ahn- wurde gestern m Bingen der für das Gau turn fest mi ^chen Anlässen Mitglieder auszuschließen. — Ter Kläger ergriff so- nächsten Jahre vom Turnverein Bingen in Aussicht genom-1 bann selbst bas Wort, betonte, wie schwierig seine Stellung sei und mene Platz einer Besichtigmig unterzogen. Der Platz, der suchte„darzuthun, daß dieselbe vollständig untergraben werde, wenn in Bema auf ©röfcc (9000 Quadratmeters und vorzügliche es zulässig sei, day er von der Gesellschaft außerhalb des gesetzlichen
m -<5eoug auf (yuuu yuaöratmeien uno uo^ugucye diszipliniert werde. — Das Reichsgericht erkannte auf
Lage der geeignetste ist, befindet sich am Rhein, m der Um» qurü(froeiiung der Revision und erkannte das gegen Herrn gebung des Amtsgerichtes. Der Turnverein Bingen hat fürIWo lff einges chlagene Verfahren als zulässig an.
Sandel und Uerliehr. Volkswirtschaft. Märkte.
Gießen, 31. Oktober. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochemnarkt kosteten: Butter pr. Pfund 0,90—1,10 Mk., Hühner« eier pr. Stück 0—0 Pf., 2 Stück 13—17 Pf., Käse pr. Stück 5—9 Pft Käsematte 2 Stück 0—0 Pfa., Erbsen pr. Liter 20 Psg., Linsen pei Liter 30 Pfg., Taiiben pr. Paar 0,70—1,00 Mk., Hühner pr. Stüö 1,00—1,20 Mk., Hahnen pr. Stück 0,70—1,40 Mk., Enten pr. Stüö 0,00—0,00 Mk., Gänse pr. Pfd. 48—62 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfuni 66—76 Pfg., Kuh- uni) Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweine, fleisch pr. Pfund 64—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfuni 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. PfunL 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,00—3,50 Mk., Weißkraut pe? Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Mk., Milch pei Liter 18 Pfg. Äevfel per Pfd. 9—14 Pfg., in Körben 12—15 Pfg Trauben 35—50 Pfg., Tomaten per Pfd. 18—20 Pfg.
Dauer der Marktzeit von morgens 8 Uhr bis nachmittag! 2 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nidy im Umherziehen feilgeboten werdeii.
Limburg a. d. Lah«, 30. Oktober. Fruchtmarkt. (Durch, schniusvreis pro Malter.) Rother Weizen 13,71 Mk^ weiße? Weizen' 13,47 Mk., Korn 10,12 Mk., Gerste 8,90 Mk- Öaftu 7,06 Atk., Erbsen —,— Mk.
Berlin, 30. Okt- Der Aufsichtsrat der Allge« meinenElektrizitäts-Gesellschaft schlägt der mv 5. Dezember stattfindenden Generalversammlung eine 12. irozenrige Dividende auf das erstmalig in Gesamtheit teil, lehmende Grundkapital vor.
umgehende Meldung und Miteinsendung der Zeugnisse in Ur- brennenden Holzscheite, ohne den geringsten Schaden zu , idhrift oder Abschrift. nehmen. Dabei hatte er Bewegungsfreiheit genug, um von 1
** Die Kanzleigehilfen bei den Landgerich- dem Strahlrohr des vom Hydranten hergeleiteten Schlauches ' ten des Großherzogtums haben an die Zweite Kammer ausgiebigsten Gebrauch ru machen. Der Apparat hat sonach eine Eingabe gerichtet, worin sie um Abänderung ihrer seine Probe gut bestanden.
Besoldungsverhältnisse bitten. Danach wünschen sie, daß Abenheim, 28. Okt. Gestern fand hier die Gau-
das Höchstgehalt das Mindestgehalt der Kanzlisten erreicht, v e r b a n d s s.i tz u n g des Rhein-Maingau es der und bereits mit dem 45. Lebensjahre; bei den jüngeren Wind thorstbun de statt. Beim zweiten Punkt Gehilfen soll das Gehalt derart festgesetzt werden, daß der Tagesordnung, Wahl des Vororts, entspann sich eine diese mit dem 30. Lebensjahre mindestens 1700 Mark be- lebhafte Debatte. Dem Vorschlag, Mainz, die Zentrale der ziehen. Auch soll nach einer 15jährigen eindwandfreien Partei, als Vorort zu wählen, trat Kr am c r-Osfenbach Dienstzeit jeder Kanzleigehilfe zum Kanzlisten ernannt wer- entgegen, indem er ausführte, daß Mainz der Arbeit, den. Ein Teil dieser Forderungen erscheint vollauf be-Idie von einem Vorort gefordert werde, noch nicht ge- rechtigt. Ob sie erfüllt werden, wird in erster Linie wachsen sei. Schließlich wurde der ^ermittelungsantrag von der Stellung des Justizministeriums abhängen. Im Manns-Frankfurt es bis zur nächsten Gauverbandssitzallgemeinen dürfte bei der Kammer und der Regierung ung, die im März in Mainz stattfinde, beim alten §u be« wenig Neigung bestehen, zu Gunsten einer Beamtenkategorie lassen, nach längerer Debatte angenommen. Zu --'steine Abänderung der Besoldungsordnung herbeizufthren. gliedern der Agitationskommission wurden Manns und
** Geslügel-Aiusstellung. Gestern und beute tfrämer gewählt. Es wurden noch einige Winke betreffs langten die ersten Transporte von Ausstellungsgeflügel Agitation bei Wahlen usw. gegeben. Es folgten einige Ge- chier an. Die Aussteller aus Württemberg, Baden und sangsvorträge des Kirchepchors, eine Rede über die Schutz- Bayern, sowie aus den Provinzen Brandenburg, Schlesien zollpolilik, eine apologetische, dann ein weiteres Lied, einige und Sachsen waren als die Ersten mit ihrem Federvieh l Toaste, worauf die von etwa 250—300 Männern aus Aben- am Platze. Kreistierarzt Schmidt untersuchte die Tiere, heim und Umgegend besuchte Ver,ainnilung geschloistn wurde, während ein Schutzmann scharfe Kontrolle übte, ob für h Frankfurt, 30. Okt. Zum K. und K. ^esterreichifch-
jede Sendung der vvrgeschriebene Sck>ein, aus dem er- Ungarischen Generalkonsul in Frankfurt a. M., oesten sichtlich ist, daß am Orte und im Umkreis von 5 Kilometern Amtsbezirk sich auch auf das Gro ß^) e r z o g tu m erstreckt, in den letzten sechs Wochen keine Geflügelseuche geherrscht, wurde an Stelle des verstorbenen Freiherrn v. Rothschild ^oorhanden ist. Beanstandungen haben bisher nicht statt-!der Privatier Maxinrilian Goldschmidt ernannt, dem gefunden. namens des Reichs die Exequatur erteilt worden ist. —
' ** Vier Jahreszeiten. Wie aus dem Inseraten- Nachdem die Italienische Regierimg an Stelle ihres seit-
teil der heutigen Nummer ersichtlich ist, findet vom 1. No-! hörigen Generalkonsuls in Frankfurt a. M. Earl von N e u s - vamber ab in den Bier Jahreszeiten täglich von abends Vill e den Grasen Bernhard Lam b er ten gh i zum Ge- 8 Uhr an Konzert des kroatischen Tamburitza-Damen-En- neral-Konsul für das Großherzogtuin Hef e n, die sembles Lika (8 Damen, 1 Herr) statt. Das Ensemble ver- preußische Provinz Hessen-Nassau, die Hohenzollernsa)en fügt über gute Kräfte. In Gießen konzertiertes zum ersten Lande und die beiden Fürstentümer Lippe mit dem Sitze Mal (Siehe Inserat.) irt Frankfurt a. M. ernannt und damit die Einrichtung
'() Schotten, 30. Okt. Dienstag, den 29. und Mitt- eines Berufs-Konsulats verbunden hat, ist der Neuernannte woch, den 30. Oktober fand, vom herrlichsten Wetter be- in seiner erwähnten Eigenschaft für das Großherzogtum aünftigt, die Oberwaldjagd statt. Es wurden 29 Rehe, l.Hesjen anerkannt und zugelassen worden.
6 Hasen und 3 Mchse erlegt. — noch wenige lieber- Fulda, 30. Okt. Beim Ausschachten emes Gartenreste zeigt die einst in unserem Städtchen so blühende l Grundstücks zur Hans Hodes'schen Rotgerberer hier hat man ^Weberei. Sehr anerkennenswert ist aber das Streben einen wertvollen Schatz gehoben. Man sand in einer der noch existierenden Produzenten auf diesem Gebiete, I Tiefe von 30 Zentimetern ein slasa)enformiges rugfetiie^ durch maschinellen Betrieb konkurrenzfähig zu bleiben. Be-I Gefäß mit 280 Stück goldenen, sehr abgegriffenen Mnn- sonders zeichnen sich hierdurch die Appreteure „Gebrüder zen, die im Anfang des 17. Jahrhunderts geprägt find und Weitz" aus, die wieder eine moderne kostbare Trocken- tirch en fürstliche Wappen, sowie lateinifche Anschriften maschine in ihren Dienst stellten, die sie vom Wetter voll- tragen. Mutmaßlich sind diese Münzen wahrend des ständig unabhängig macht. — Auch in diesem Jahre wird 30 jährigen Krieges vergraben worden. Dem Eigentümer das „Lehrerheim" bei Schotten während der drei Winter- ist auf seinen Fund bereits ein Gebot ton 4000 Mark von nwnate Dezember, Januar und Februar vollständig ge- einem Frankfurter Numismatiker gemacht worden.
schlossen. fc. Frankfurt a. M., 30. Okt. Frhr. Waldemar von
() Ortenb-erg, 30. Okt. Auf unserem sog. „Kalten Gunderode von hier hat sein Gut Lehrbach in Ober- Markt" schnitt im Gedränge ein Zigeunerweib einem Kurz- Mcn an einen Enkel des letzten Kurfürsten von Hessen, den Warenhändler die Geldtasche ab Die Aebm entkam, ob- ' Schaumburg, für 480 000 Mark verkauft,
wohl fvfort dw Gendarmerie fich zur Verfolgung anickickte. ' } a - -----
— Aus Anordnung der Polizei mußten sofort die sämt- . . . r ,
(lichen Zigeuner, wohl an 20 Wagen, den Markt verlassen.
. Gouderskircheu b» Laubach, 30. Okt. Ms m der Leipzig, 30. Okt. (Nachdriickverboten.) Ausschluß aus letzten Woche em hiesiger Landwirt mit emem Vragen von I c {n c in Verein. Ein Rechtsstreit, der nicht nur in Hessen einem Markte in Schotten heimkehrte, scheute das Pf erd »Aufsehen erregt bat, fand heute vor dem 4. Zivilsenate des Reichsan einem Abhänge bei Einartshausen und rannte mit dem gerichts seinen Abschluß. In O f f e n b a ch a. M. waren zwischen Fuhrwerks Absi-ng h innrer D. 3* ^auen
und der 77jahrige PH. Kroll, wurden vom Wagen gefchleu-1 Medizinairat Dr. K o h l e r, Differenzen entstanden, weil der letztere dert, wobei Letzterer einen schweren Schädelbruch erlitt, der sich nicht bereit fand, die kleinen Geldbeträge, die im Nachlasse lebt feinen Tod herbeisührte. Auch die Frauen erlitten schwere verstorbener Krankenhausinsaffen vorgefunden wurden, mit der m r’, „„„„ I Stadt zu verrechnen, sie vielmehr in anderer Werse zweckentsprechend
Verletzungen. verwenden wollte. Aus Anlaß eines besonderen Falles stellte ein
Ruppertenrod, 30. Okt. Emen recht gefährlichen Stadtverordneter an Wolff in öffentlicher Stadtoerordnetensitzung Fund machten auf unserem jüngsten Herbstmarkte zwei der eine Anfrage und Wolff beantwortete sie dahin, daß die 1,60 Mk., Sckule nock nickt entwachsene Buben: einen sechsschüssigen, I die der verstorbene K. mit in das Krankenhaus gebracht habe, nicht scharfgeladenen Renolner Statt d.e Waffe tb8ugcbetl v=rr=&t(„orb™ fei;®elb
legten sie sie in em Versteck, aus dem sie anderen ^rages I cr nicht wisse, was er davon halten solle. Nun gehörte Wolff
einer der Buben, ein 9jähriger Knabe, holte. Dieser machte dem Verein zur Pflege der Geselligkeit und des Spieles an, der sich nun mit einem Altersgenossen ins Feld und stellte dort den Namen „Großes Kolle g" führt und vom Großher-zog das Schießübungen an, indem er vier Schaffe aus bem ^otoer »erL.e,es abfeuerte. Wie leicht hierbei em schweres Unglück hatte ent- I jn weitere Oeffentlichkeit gedrungen war, eine Verdächtigung stehen können, kann man sich denken. Der Revolver wurde des Medizinalrates Dr. Köhler. Unter Bezugnahme aus § 41 der .pon der hiesigen Gendarmerie konfisziert. Vereinssayung stellten 62 Mitglieder den Antrag ans Ausschluß des
toetniinkm qh Hfl QinPitnpr Herrn W. aus dem Verein. Ausgeschlossen werden kann ans Grund fener
Nleder'Gemundcn, 30. Okt. Die Zigeuner, von ^Estimmung ein Mitglied, das sich derSatzungnicht fügt,diegesellschaft- denen kürzlich von Ruppertenrod aus berichtet wurde, wollten lic^e Ordnung stört oder sich auf sonstige Weise durch sein Betragen auf ihrem oberhessischen Streifzuge auch unserem Orte einen univürdig macht, der Gesellschaft länger anzugehören. Wolff wurde Besuch machen. Um der großen Bande von 15 Wagen rasch darauf mit 82 gegen 6 Stimmen in geheimer Abstimmung aus dem l-dig-u werden, griff man zum Radikalbesb-derungsm.tte- Vereine ^auZef^ffem^ E- streng.e^bann
für Zigeuner, der Feuerwehr. Kaum erschallten die Sarnm- Mitgliedschaft zu verurteilen. Zur Begründung führte er an, es lungssignale der Feuerwehr, da ergriffen die Zigeuner auch sei unzulässig gewesen, ihn auszuschließen wegen einer amtlich von fdion das Hasenpanier. Auf dem Wege zwischen Hainbach ihm gethane'n Aeußerung, die der Sachlage durchaus entsprochen 2d Ermenrod machte d.e Z.g°un°rkolonne .... SBalb«
und hielt dort Rast wahrend der Nacht. Die vielen Hühner- Tarmstadt Wolff mit seiner Klage ab. ©eaeix dieses Urteil federn, die am anderen Tage den Lagerplatz bedeckten, zeigten, hatte er Revision eingelegt, die heute vor dem Reichsgericht von daß die „vornehmen" Zigeuner auch vornehmen Geschmack I Geh. Justizrat Mecke begründet wurde. .Die Gründe des Berufungs- besaßen, den sie aber schwerl.ch auf rechtliche Weise befrie- Mch^f-wn
. I die abzugeben er verpflichtet war. Wenn dies oer Fall sei, so müsse Im Frühjahr wurden einem hiesigen es als sittenwidrig bezeichnet werben, daß der Kläger für diese der Staatsanwaltschaft die Fässer unter I Aeußerung in einer Privatgesellschaft verantwortlich gemacht werde. - - - - — ~ *-- r r-- —- - Der Vertreter des
• Neneinstellung von Schreirgehilsm. Zur Beschleunigung sicherheit wurde.am.letzten Freittg.ein Fe^rweh-mann u--^daso Rest^gM
'der Arbeiten zur Herstellung der neuen Grundbücher ist fettens ™ emen imprägnierten ^äug gesteckt ।b[ Auslandes, sowie einer in dem betr. Lande zum
des Ministeriums d.e Annahme je e.nes besonnen Schreib- ...... ° "
, Friedberg, oiltzbach, . , » dieser Ausrüstuna verweilte der Mann länger!


