Gießen, den 30. Oktober 1900.
•• Hochwasser droht infolge der anhaltenden Regengüsse eiuzutreten. Die Lahn ist an manchen Stellen schon aus ihren Usern getreten.
** Wegeuuterhaltuug. In diesem Jahre hat die Stadt Gießen die Ederstraße von der Steinstraße bis zum Eisenbahn-Viadukt sehr schön Herstellen lassen, von dort aber bis an die preußische Grenze nach Wismar hin befindet fich der Weg schon lange in einem sehr verwahrlosten Zustande. Er ist mehr wie auSgesahren, und die armen Pserde, die dort häufig schwere Lasten zu ziehen haben, müssen bedauerlicher Weise bei dem trostlosen Wege schon mit dem leeren Wagen sehr leiden. Wer einmal Gelegenheit hat zu sehen, wie die dampsenden Gäule von dem in den auSgesahrenen Gleisen stark hin und her schwankenden Wagen, malträtiert
weise sehr roh. c.
Am schlimmsten war es am Temple Bar, wo die Fleet Street und die City beginnt. Spalierbildende Volunteers und Polizei kämpften immerfort Legen das drängende Publikum. Der Kampf schien aussichtslos. In die patriotischen Gesänge halb betrunkener Leute und den Lärm der Karnevalsinstrumente mischten sich die Schreie gedrückter Frauen. Polizisten ohne Helme sah man häufig den Verletzten Beistand leisten. Der Lord Mayor sollte am Temple Bar, der ine Grenze der City bildet, die City Volunteers willkommen heißen, aber das mußte unterbleiben, weil das Gedränge den Lord Mayor verhinderte, zur Stelle zu kommen, doch pflanzten die Volunteers hier ihre Bajonnette zum Zeichen auf, daß sie Londoner Soldaten sind und als solche mit aufgepflanztem Bajonnett durch die City marschieren dürfen. Der Marsch durch dre Fleet Street war aber nur in einer Reihe ausführbar und die Volunteers mußten sich m i t i h r e n G e w e h r e n den Weg bahnen. Am Ludgate-Zirkus, unwett der Paulskirche war das Gedränge höchst gefährlich. Lewgardisten und Polizisten wurden in gleicher Weise von der Volksmasse weggedrängt. Männer, Frauen und Kinderwurdenniedergetreten und verletzt. Das Pferd eines Postwagens ging durch und der Postwagen geriet in die Volksmenge. Er wurde gleich von zwanzig bis dreißig Leuten erklettert, die von dessen Dache aus besser sehen wollten. Die Räder brachen, die Leute wurden heruntergestürzt und die Volksmenge ringsum geriet in die größte Panik. Nachher zog man etwa 5 0 V e r l e tz t e aus dem Menschenknäuel. Neun sind schwer verletzt Dre Verletzten durch die Menschenmasse hindurch zu befördern, gelang oft nur mit Mühe. Weder diese Unglückssalle noch der in Pretoria erfolgte Tod eines Enkels der Könrgrn, des Prinzen Christian Victor, haben den Karneval rm geringsten gestört. Das Singen Betrunkener und das Gebrüll der Karnevalstrompeten dauert am
Durcyvrroung, Sommerfest den Festteil-
Mit dem schön s —Der vom Kassenwart, Turner
, ^7rst7ttet7Hssenbericht verzeichnet an Ein.
' Mitgliederbeiträge, 'Eintrittsgelder usw. 286»
I 432,64 Mk., Mietertrag- 290 M., *h*
Eine Explosionskatastrophe in New-York.
' New-York, 29, Oktober 1900.
Kurz nach der Mittagsstunde ereignete sich das größte Unglück in der Stadt, das sett langer Zeit zu verzeichnen ist. Vier schnell aufeinanderfolgende Explosionen in Tarrants Drogenhandlung zerstörten zehn Gebäude und töteten 150 Men sch e n, darunter 16 Feuerwehrleute. Die Explosionen erschütterten jedes Gebäude in der unteren Stadt und wurden meilenweit gehört. Eine Flammengarbe schoß empor, dre hoher war ein benachbartes zwanzigstöckiges Gebäude. Die Macht der Explosionen trug weithin Fragmente von zerstörten Gebäuden. Manche Menschen auf den Straßen wurden gegen die Häuser geworfen und verletzt, andere wurden in der auf die Explosionen folgenden Vanit m der Nachbarschaft unter die Füße getrampelt und andere unter die Hufe wildwerdender Pserde gestoßen. In der Drogenhandlung waren außer anderen Angestellten vielleicht 50 Mädchen beschäftigt. Das Trümmerfeld steht m Flammen, sodaß alle Löschzüge unterhalb des Harlemflu ses requiriert werden mußten. Alle Hospitäler findüb sti . Der Hochbahnverkehr auf der 9. Avenue ist vollständig unterbrochen. Mehrere Frauen wurden durch die ^ewarr der Explosionen von der Station auf die Straße geworfen. Die Ursache der Explosionen ist noch unbe- fan ii t. Es waren vielleicht acht Explosionen,.von denen vier sehr heftig waren. Man glaubt, dich^Naphta^dw
werden, braucht gerade nicht Mitglied des Tierschutzvereins zu sein, um den Wunsch zu hegen, daß hier die Straße gründlich gebessert wird. Auf unsere Anfrage bei einem des Weges kommenden Anlieger der Straße, warum denn hier nicht Wandel geschaffen werde, wurde uns die fast un- glaubliche Auskunft zu teil, daß kein Mensch wiffe, wer zur Besserung und Erhaltung der Straße verpflichtet sei. Der städtische Straßenmeister habe erklärt, die Sache ginge die Stadt nichts an, sie habe die Straße an den Kreis abgetreten, und ein Beamter der Wegebehörde des Kreises habe sich geäußert, daß sich der Kreis bedanke, die gänzlich vernachlässigte Straße von der Stadt in dem schlechten Zustande zu übernehmen. Die Straße geht also Niemand etwas an, daher ihr schlechter Zustand.
•* MaiuLahuthalZitherbuud. In „Steins Saalbau« hatte sich am Sonntagabend ein sehr zahlreiches Publikum eingesunden, um dem Konzert beizuwohuen, das vom „Main- Lahvthal-Zitherbund" veranstaltet war. Der Zweck dieses Konzertes bestand hauptsächlich darin, durch die größtenteils sehr interessanten, von den Bundesmitgliedern ausgesührten Tonstücke Propaganda zu machen und die Aufmerksamkeit auch des größeren Publikums auf dieses Instrument zu ziehen und ihm neue Verehrer zuzuführen. Das Programm lieferte ein reiches Bild von der Verwendung der Zither im Solo, im Ensemble und in Verbindung mit anderen Instrumenten. Die Ensemble-Darbietungen des Bundes erfuhren durch dre umsichtige und energische Leitung des Bundesdirigenten Arnold eine sehr exakte Durchführung, so daß der reich-- liche Beifall wohl verdient war. Von den Vortragen der Bundesvereine gefiel uns derjenige des ZitherveremS „Con- cordia"-Frankfurt a. M. sehr gut, er war em präziser und exakter zu nennen. Allgemeine Anerkennung fand der „Zitherverein Gießen", er hat uns gezeigt, bis zu welcher Vollkommenheit bei verständnisvoller Behandlung die Streichzither fähig ist. Die Solovorträge des Herrn Arnold bewiesen uns deffen Meisterschaft im Zitherspiel, zumal er über eine außerordentliche Technik verfügt. So dürfte auch das diesjährige Bundeskonzert seinen Zweck, das Zitherspiel zu fördern und zu verbreiten, erfüllt haben.
** Turnverein. Am Montag abend fand in der । Restauration „Transvaal" die ordentliche General- ; Versammlung des Turnvereins Gießen statt, l die von 58 stimmberechtigten Mitgliedern besucht war. Der erste Sprecher, Turner Pirr, gab nach Begrüßung oer Erschienenen der Hoffnung Ausdruck, daß auch dqs rom* mende Jahr der Turnsache förderlich sein und segensreich, für den Verein verlaufen möge. Aus dem vom ersten Sprecher erstatteten Jahresberichts zu entnehmen, daß leider auch im abgelaufenen Jahre dem Vereine mehrere Mitglieder durch den^Tod entrissen wurden. Das Andenken der Verstorbenen (Turner Andr. Stoll, Em Lotz, Ferd. W i n d e ck e r, Louis B le r sch Loms I ginnt ?ftanÄ Schneider, Rrch. Scheel, Chr. Faß) wurde nach einem ihnen »om ersten Sprecher gewidmeten ebrenden Nachruf durch Erheben von den Sitzen geehrt.
I Dasselbe aeschab zu Ehren des ebenfalls im Laufe des Labres verstorbenen, vor Jahren ausgeschiebenen früheren Mnaitibriaen ersten Sprechers PH. Uhl. Der Verein zahlt Mitglieder (586 im Vorjahr), 64 Zöglinge S’51 J aus acht Mitgliedern bestehende Damen- «eoe Bezüglich der letzteren äußerte der erste Sprecher hÄunf», daß der im vergangenen Jahre vergeblich aeweßne Versuch sie wieder auf den früheren Stand M Sett, im neuen Jahre von Erfolg begleitet sein möge I ein 32 Vorstandssitzungen wurde über 138 .Gegenstall beraten! daneben fanden noch Besprechungen in der Halle statt. Bon den in vier Generalversammlungen behandel teil Gegenständen ist hervorzuheben der Beschluß«über die Erweiterung der Turnhalle. Dec Altbau » «■ W£ geschritten, daß die Halle voraussichtlich Ende November wieder voll in Benutzung genommen werd«> kann. Tie I vom Verein veranstalteten Festlichkeiten wa g ■
Bei der Beerdigung des Kreisvertreters R° ther m el i« Darmstadt war die Gießener Turn- «t«, dev
Turnverein entsandte außccbem em S^nti g
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Dre Schätzungen der Zahl der T o t e n ist sehr | sich ^^dbe gsest^ von den am Preisturtie»
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beteiligten Turn rn . .„e,ierischen Lcistungen, die
fassen würde.
Washington, 29. Oktober. Einer Depesche aus
Manila zufolge wurde eine amerikanische Truppen- , w.* ~---------------
dbteiluna von 400 Mann von mit Gewehren bewaffneten I una besagt: Der Brand der Trümmer unter Befehl eünes Weißen stehenden Aufständischen an J gegriffen. Nach zweistündigem Gefecht schlugen die Ameri- Kmer die Aufständischen zurück. Von den Aufstän-
Gedränge hier so stark geworden, daß es viele leichtere Unfälle gab und die Straße stellenweise gar nicht mehr frei war. Die Polizei kam vielleicht zu spät, um die Straßen völlig frei zu halten. Die zum Spalierbilden verwendeten Volunteer-Kompagnieen waren der Aufgabe nicht gewachsen und selbst reguläres Militär konnte der drängenden Masse nicht immer stand halten. Der Zug sollte mit besonderer Erlaubnis der Königin durch die mittlere Pforte des Triumphbogens Marble Arch hindurch- ziehen, aber das war wegen des Gedränges unmöglich. Die Volksmenge durchbrach den Polizei- und Militär- Kordon. Die Ambulanzen mußten 40 Verletzte, darunter 4 Schwerverletzte, wegschaffen. In Edgware Road war ein Herr von einem 60 Fuß hohen Gebäude gefallen, weil er sich vorgebeugt hatte, um den Zug zu sehen. Er fiel auf einen Menschenknäuel. Sein Fall tötete eine Frau und verletzte eine andere Frau schwer, er selbst aber spazierte anscheinend unverletzt weg. Auf dem Trafalgar Square hatten weder berittene Polizei noch Husaren für den Zug Raum schaffen können. Das Publikum schaffte zuletzt selbst Raum und der Zug gelangte leidlich durch Am Strand war es besonders gefährlich Das Publikum war stellen-
— Wie die „Nordd. Allg. Zig." bestätigt, sollen dem- I nächst im Bereich der preußischen Staatsbahnverwaltung I in beschränktem Umfange Versuche mit Eisenbahn - I schwellen aus Quebracho-Holz angestellt werden. I Dem Quebrachoholh wird eine weit längere Widerstands- I dauer nachgerühmt als irgend einem europäischen Holze. I Ein Urteil darüber, ob das zutreffend ist, wird man allerdings erst nach Jahren gewinnen können.
— Der .Kolonialrat, der am 8. November zu-I sammentritt, wird sich außer mit den Etats der Schutz- I gebiete mit der Frage der Gewährung von Ansied-I lunasbeihilfen in Südwestafrika, der Konzession der Jaluitqefellschaft auf den Karolinen, der Zollverord- I nun a für Neu-Guinea, der Utahmmen-Konzession, sowie I mit der Frage der Erwerbung von Grundbesitz seitens I der Missionen in der Südsee zu beschäftigen haben. I
Breslau, 29. Oktober. (Landtagsersatz-| wählen.) Gewählt wurden die Freisinnigen: S ch m i e- I der, Gothein und Wedekamp mit 34, 45 und 60 I Stimmen Majorität. _____I
Ausland.
Amsterdam, 29. Oktober. Herzog Heinrichvon I Mecklenburg ist heute nach Berlin abgereist.
Brüssel, 29. Oktober. Laut „Petit bleu" wird in I der belgischen wie in der französischen Kammer über die I Gesetzmäßigkeit der Auslieferung Sipidos interpelliert wer- I den. — Das Projekt einer Weltausstellung in Lüttich 1903 I gilt als aufgegeben, dagegen wird eine belgische Na - I ^ion'alausstellung m Brüssel 1905 an offiziöser I Stelle ernstlich erwogen. — In der Antwerpener I Diamant - Industrie ist infolge der ablehnenden Halt- I ung der Arbeitgeber alle Aussicht auf eine baldige Ver- I ständigung geschwunden.
Paris, 29. Oktober. Der frühere Ackerbaummifter I Viger ist zum Senator für das Departement Loiret ge- I wählt worden.
Paris, 29. Oktober. Die republikanischen Blatter I äußern ihre lebhafte Befriedigung über die Rede Waldeck-Rousseaus und heben mit besonderem Nach- I druck hervor die gegen die Schulthätigkeit und die poli- I tischen Treibereien der Klostergenossenschaften gericksteten Stellen. Die sozialistischen Organe erklären, von der Rede | enttäuschtzu sein, insbesondere die Ausführungen über I soziale Reformen seien unbestimmt und zaghaft. I Man habe fast den Eindruck gewonnen, als ob Waldeck- I Rousseau sich verpflichtet fühle, das Verbleiben Mill e - I rands im Kabinett zu entschuldigen. Die nationalistt- I scheu Blätter meinen, die Rede habe nichts bemerkens- I wertes gebracht und sei ein neuer Beweis dafür, wie wenig I es dem Ministerium um eine wirkliche Beruhigung I der Gemüter zu thun sei. Die Regierung wolle wohl eine Amnestie für die D r e y f u s - M ä n n e r , aber nicht I für Deroulede. Ueberdies verletze sie die katholische I Mehrheit durch die Verfolgung der Kongregationen.
T o u l o u s e, 29. Oktober. Beim Empfang Waldeck- I Rousseaus in der Präfektur gab der Erzbischof! seinen Gefühlen der Achtung, des Gehorsams und der Hin- I gäbe gegenüber der Regierung Ausdruck. Der Minister- I Präsident erwiderte, er wünsche daß eine Beruhigung der I Gemüter der Weltgeistlichkeit eintreten möge. Den Ge- I setzen getreu, auf welchen sie beruht, habe sie vollen An- I spruch auf Hochachtung und dürfe nicht verwechselt werden I mit denMigen Geistlichen, deren Agitation sogar dem An- I sehen;öer Bischöfe Trotz biete. I
Madrid, 29. Oktober. Großes Aufsehen erregt das I Auftauchen einer bewaffneten und uniformierten Kar - I listenbande in Badalona bei Barcelona, die 40 Mann I stark waren, nach Privatdepeschen, 24 nach amtlichen. Sie I griffen die Gendarmeriekaserne an, wurden aber mit Ver- I fuft eines Toten und dreier Verwundeten zurückgeschlagen. I Sie flohen gegen Moncado zu und wurden durch Reiterei I und Infanterie verfolgt. Angeblich sollten zwei-I tausend Mann ins Feld rücken. Der karlistische General Soliva wurde in Barcelona verhaftet. Die I R e g i e r u n § meint, das Ganze sei das Unternehmen von Baissisten. ,
Wien, 29. Oktober. Heute vormittag fand mit dem I üblichen Ceremoniell in der Hofburg-Pfarrkirche die Trauung der Erzherzogin Maria Immaculata R a i n e r i a mit dem Herzog Robert von Württemberg statt in Anwesenheit des Kaisers, des Herzogs Nikolaus von Württemberg als Vertreter des Königs von Württemberg, der MitMder des kaiserlichen Hauses, der obersten Hofchargen und' Staatswürdenträger. Die Trauung vollzog Hofburgpfarrer Bischof Mayer. Nach der Trauung wurden die Neuvermählten vom Kaiser m | Audienz empfangen. - x
Konstantinopel, 29. Oktober. ^Die nady Berlin entsandte ottomanische Mission mit Schakir-Pascha an der Spitze ist beauftragt, Kaiser Wilhelm für die Entsendung einer Mission anläßlich des Jubiläums des Sultans neuerlich zu danken und als Geschenk für die Tochter des Kaisers, Prinzessin Victoria Luise, zwei Ponuis zu übergeben.
Petersburg, 29. Oktober. Der russische Gesandte in Montenegro Wirkl. Staatsrat Gubastow wurde zum Ministerresidenten beim päpstlichen Stuhle ernannt.
Sydney, 29. Oktober. Der Premierminister von Neu-Südwales, Lyne, hielt auf einer von Deutschen veranstalteten Festlichkeit eine Ansprache, worin er die Versammlung zu den zwischen England und Deutschland bestehenden freundschaftlichen Beziehungen und ihrem Einverständnis bezüglich der chinesischen Angelegenheit beglückwünschte. Dieser Umstand und die freundliche Haltung Frankreichs ließen ein dauerndes ungestörtes Zusammenwirken der verbündeten Mächte in China voraussehen. Hinweisend auf die Auslassungen Chamberlains bezüglich der Reichseinheit machte der Premierminister den Vorschlag, daß der Königin der Titel KaiserindesbritischenRei ch e s angetragen werde, das dann alle Kolonien und abhängigen Gebiete um-
stöckig und stürzte wie ein Kartenhaus zusammen, ebenso' Die nahebelegene Kafferösterei von Eupen, Smith und Wiemann und einige andere Gebäude. Der Chef der Feuerwehr erklärt, keiner feiner Leute sei umgekommen und ein Teilhaber von Tarrants Handlung behauptet, daß nur fünfundzwanzig Personen im Gebäude waren, von benem die meisten entkamen. Die Polizei schätzt die Zahl der Toten auf 100 und die Zahl der Verletzten auf 200. Ein Sachverständiger sagte, daß die Dampfkessel explodierten.
Ursackte war. fpipn 150
wäte'bie unb^. „Journal" 180 nennt I betetttgtoi Stiftungen, bie
Dos „EveningJonrnal" berichtet in sei«tin letzen Bulletin Durchbildung, d 0^ufenen Sommersest den Festteit- von 240 Totenund Verletz,!en^- Eme sMereNi A a schon una veiaai: "äxl kj iuuv uc*. * 7* a c I m Kaf
beiitabe aelöfdü bodi kann die Aufräumung des Schutts Peters erst inoraen beginnen^ Tarrants Handlung ist eine bet | nahmen^ ältesten bet Drogenbtanche. Da« Gebaube war siebe». ,
dischen wurden 7 5 getötet. Die Amerikaner hatten un- erhebliche Verluste.____________________________________________
Einzug der ImperialVolunteers inLondon.
London 29. Oktober.
Infolge des verspäteten Eintreffens des Dampfers „A u r a 11 i a" mit den City of London Imperial Volunteers an Bord hat der anläßlich) desEinzugesderVolun- t c e r s hier in London improvisierte Karneval nunmehr drei Tage gedauert. Schon am Samstag ging es lebhaft genug in Loudon zu und es zeigte sich, daß die feiernde Volksmenge einen größeren Teil roher Elemente enthielt als bei den früheren Siegesfeiern. Es herrschte weit mehr Betrunkenheit als sonst. Heute am Tage des Einzuges selbst gab es mittags schon auffallend viele Betrunkene und das rohe Element machte sich beängstigend breit. Das Gedränge auf den Straßen und Plätzen, die der Zug passierte, war größer als je zuvor und auf Balkons und Dächern war ebenfalls viel beängstigendes Gedränge zu bemerken. Als die City Volunteers heute in Southampton ausgeschifft wurden, starb einer ihrer Kameraden an Bord der „Aurania" am Fieber, was ein ungünstiges Omen schien.
Ms die Volunteers London erreicht hatten, war das


