in Johannesburg einziehen.—Die Johannesburger Goldminen sind unbeschädigt.
Loudon, 30. Mai. Gestern erklärte Lord Salisbury, er habe niemals ein Versprechen abgegeben, daß keine Annexion stattsinden solle. Den Republiken werde kein Faden der früheren Unabhängigkeit gelassen werden.
London, 30. Mai. Das KriegSamt fragte bei Lord Roberts an, ob er 100000 Mann seiner Truppen vor dem 1. Oktober in England landen könne.
Deutsches Keich.
Berlin, 29. Mai. Heute früh nahm der Kaiser die Parade über die 2. Garde-Jnfanteriebrigade auf dem Tempelhofer Felde ab. Die Kaiserin erschien in einem offenen Vierspänner mit» Borreitern. Eine große Suite, darunter die fremdländischen Offiziere, hielt zur Seite. Der Kaiser zog den Degen und übernahm das Kommando über die Brigade, die er exerzierte. Bon 10 Uhr ab ließ der Kaiser eine Gefechtsübung unter Verwendung von Artillerie und Kavallerie folgen. Hierbei kamen auch Flaggensignale zur Anwendung, die Mannschaften vom Dache eines Hauses gaben. Nach der Kritik und dem Parademarsch setzte der Kaiser sich an die Spitze des Garde-Füsilierregiiüents und führte es zur Kaserne, wo der Kaiser das Frühstück einnahm.
— In Gegenwart der Kaiserin fand heute im königlickfen Schlosse die Generalversammlung des evangelisch-kirchlichen Hilfsvereins statt. Die Kaiserin ließ sich' eine Anzahl Delegierte vorstellen und erkundigte sich eingehend über den Fortgang einzelner in Angriff genommener Arbeiten.
— Der Kronprinz ist heute mit seinem gesamten Hofstaat vom Potsdamer Stadtschloß nach dem dortigen königlichen Kabinettshause, seinem neuen Heim, überge- Hiedelt.
— Hinsichtlich der Namensänderung jüdischer Staatsangehöriger hat der preußische Minister des Innern an die Regierungs-Präsidenten einen Erlaß gerichtet, demzufolge sie in jedem Falle, in dem sie die beantragte Namensänderung für erwägenswert halten, erst die Zustimmung des Ministers einzuholen haben. Hiernach steht also fürderhin den Regierungs-Präsidenten zwar das Recht zu, die beantragte Namensänderung nach eigenem Ermessen abzuweisen, nicht aber sie ohne Zustimmung des Ministers zu gewähren.
Offenburg, 29. Mai. Amtliches W a h t r e s u l- t a t. Bei der am 25. ds. stattgehabten Reichstagsersatzwahl im 7. badischen Wahlkreis (Offenburg) erhielten Bürgermeister Schüler-Ebringen (Ztr.) 9534, Geheimer Ober- regierungsrat Dr. Reinhard (nl.) 9069 Stimmen.
Ausland.
London, 29. Mai. Beide Häuser des englischen Parlaments haben sich vertagt und zwar das Unterhaus bis zum 14., d^as Oberhaus bis zum 18. Juni.
— Der „Times" wird aus Peking telegraphiert: In Peking herrscht große Aufregung infolge alarmierender Meldungen von der Zerstörung der Bahn zwischen Peking und Paoting durch die Boxer. Zahlreiche Flüchtlinge treffen in Peking ein. Alle Gesandten halten die Lage für zunehmend ernst. — Tex „Daily Mail" wird aus Tientsin telegraphiert: Es heißt, die Boxer sind in F e n g t a i, einem Bahnhof unweit Peking. Die Bahnverbindung mit Peking ist unterbrochen!; die Bahnbeamten verließen den Bahnhof Lilliho, 27 Meilen südlich von Peking, welcher eingeäschert sein soll. Nach einer weiteren Meldung aus Tientsin verlautet, daß mehreren Belgiern, die mit ihren Familien in Chang-sintien, zehn Kilometer von Fengtai, ansässig sind, die Flucht abgeschnitten ist, und daß sie sich auf einem in der Nähe des Ortes gelegenen Berge gegen die Boxer verteidigen, die jetzt die Stadt Fengtai niederbrennen.
— Ter „Times" wird aus Sydney telegraphiert: Basil Thompson traf aus Tonga auf dem britischen Kreuzer „Porpoise" hier ein und meldet, daß das britische Protektorat auf Tonga am 19. Mai und auf Ni ne Island am 21. April formell erklärt wurde. An: Vavanhafen wurden Grundstücke für eine Kohlenstation und sür einen befestigten Hafen gesichert.
— Eine amtliche Depesck-e an das Kolonialamt teilt mit: Ein kleiner britischer Truppenteil, aus Haussas Bestehend und von einem englischen Offizier befehligt, wurde von einer viel stärkeren Abteilung Aschantis bei Kwiosa angegriffen. Ter Offizier und mehrere Haussas wurden getötet.
B r ü s s e l, 29. Mai. Im Senat wurden nach offiziösen Mitteilungen 43 Katholiken, 25 Liberale und 8 Sozialisten gewählt. — Die neue Kammer wird am 2. Juli zusammentreten. Ter christlich-demokratische Priester Taens hat ein Gesuch zur Revision der Wahlziffern eingereicht. Tie neue Kammer allein wird über öieses Gesuch beschließen können, da Daens an seiner Wahl etwa 400 Stimmen fehlten.
— Der Bericht des A m n e st i e a u s s ch u s s e s ist heute dem Senat zugegangen. Ter Bericht verlangt Aufhebung aller mit der Dreyfus-Angele- genheit im Zu s a m ni e n h a n g st e h e n de n Prozesse, lehnt aber die Amnestie für die vom Staats- gerrchtshofe Verurteilten und Treyfus selber a.y-„ ^_ne Anzahl Mitglieder der Akademie und Universi- ^^tz^osessoren haben an den Präsidenten des Amnestie- aUsschusses einen Brief gesandt, worin sie gegen das Am- nestteprojekt Einspruch erheben.
Wien, 29. Mai. Der Graf und die Gräfin Lonyay reisen am 8. ^uni nach Paris, wo die Zusammenkunft mit dem König der Belgier stattfindet.
B u d a p e st, 29. Mai. Einzelne Blätter veröffentlichen auf Grund von Angaben der Mitglieder der hier weilenden 'bosnischen Deputationen Details über g e w a l t sa m e Taufen mohamedanischer Kinder durch Jesuiten. Die meisten Kinder und Frauen werden nach Dalmatien geschleppt uiib dort in Klöstern getauft. Die Deputation führt ferner Klage darüber, daß angesehene Kaufleute wegen angeblichen Verdachts, an politischen Bewegungen Beteiligt zu sein, eingesperrt werden.
Petersburg, 29. Mai. Aus Anlaß des Ablebens des Prinzen Wilhelm von Hessen wurde eine 15 t ä g i g e Hoftrauer angeordnet.
Washington, 29. Mai. Im Repräsentantenhause brachte Bailey-Kansas eine Bill ein, besttmmend, daß der Präsident, sobald er erfährt, daß in Deutschland ein Gesetz, das Prohibitiv-Zölle auf amerikanische Fleisch- produkte legt, endgiltig angenommen ist, eine Proklamation erlassen soll, die einen Tag festsetzt, von dem ab alle in Deutschland erzeugten oder fabrizierten Waren, die zum Verbrauch über die Häfen der Vereinigten Staaten eingeführt werden, um 10 Prozent höhere Zölle als bisher bezahlen sollen.
San Franzisko, 29. Mai. Ein hier eingetroffener Schoner meldet, auf den Karolinen seien seit ihrer Abtretung an Deutschland Friede und Wohlstand eingekehrt, der Gouverneur walte mit Gerechtigkeit seines Amtes. Die Raubzüge der Häuptlinge einer Insel auf die anderen Inseln hätten aufgehört. Häuptlinge, die sich nicht fügten, würden besttaft. Einem japanischen Schoner, der mit Waffen und Munition zum Verkauf an die Eingeborenen an der Küste von Ponape erschienen sei, sei 24 .Stunden Frist zur Abfahrt gegeben worden bei Strafe der Beschlagnahme. Der Schoner sei verschwunden, und seitdem habe man nicht mehr versucht, Waffen und Munition zu landen.
Aus Stadt und Kmrd.
*• Persoualuachnchlen. Der Großherzog hat am 16. d. Mts. den nachbenannten Pflegerinnen des Alice- Frauenvereins für Krankenpflege das bezügliche Dienstauszeichnungskreuz verliehen: Clara Hedderich, bei dem Zweigvcrein Mainz, in Gold; Eva Erbes, Oberpflegerin im Al ce-Hospital zu Darmstadt, in Silber.
** Der Zweiten Kammer der Landst'ände ist u. a. ein Antrag des Abg. Dr. Heidenreich zur Regierungsvorlage, betreffend die staatliche Anstellung eines Tierzuchtinspektors für die Provinz Oberhessen zugegangen. Dr. Heidenreich beantragt, die zweite Kammer wolle der Regierungsvorlage, betreffend die staatliche Anstellung eines Tierzuchtinspektors für die Provinz Oberhessen, ihre Zustimmung versagen, und die Regierung ersuchen, dem Oekonomierat Leit Higer in Alsfeld, sobald derselbe von dem landwirtschaftlichen Provinzialverein für Oberheffen als Tierzuchtinspektor angestellt sein wird, die Rechte eines pragmatisch angestellten Staatsdieners zu verleihen und ihm die Zusage zu erteilen, daß ihm eintretenden Falles die bisherige Zeit seiner Thätigkeit als staatlich angestellter Landwirtschastslehrer als Vordienstzeit im Sinne der Besoldungsordnung angerechnet werde.
*’ Die farbig bezeichneten Wege im nordöstlichen Taunus und Lahngebiet wurden seither von Vereinen in Gießen, Wetzlar, Braunfels, Weilburg rc. teils ergänzt, teils ganz neu wiederhergestellt. Jeder Tourist weiß die großen Annehmlichkeiten dieser farbigen Wegebezeichnungen zu schätzen, lassen sich doch die größten Touren leicht und angenehm, im Gefühle der Sicherheit auf dem richtigen und schönsten Wege zu sein, ausführen. Bei manchen Touren ist es jedoch stellenweise nicht möglich, aus Mangel an Bäumen, größeren Steinen rc. die farbigen Zeichen anzubringen. An diesen Stellen eingerammte Pfähle mit den Zeichen verschwanden alsbald. Darum ist die vom Taunusklub herausgegebene Karte der farbigen Wegebezeichnungen im Maßstabe der Generalstabskarte, der Wald in grüner Farbe ausgeführt, von größerem Werte. Es läßt sich mit ihrer Hilfe in zweifelhaften Fällen sofort feststellen, in welcher Richtung die farbigen Zeichen weiter- führeu, ganz abgesehen davon, daß sie überhaupt als OrientieruugSkarte von großem Nutzen ist. Die Karte ist aus feinem Papier gedruckt zum Preise von 1 Mk. 25 Psg. in allen Buch- und Papierhandlungen, sowie auf den meisten AuSsichts- und Ausflugspunkten zu haben.
•• Theater. Das am Tage nach Pfingsten in „Steins Saalbau" gastierende Schauspiel-Ensemble will durch die Aufführung eines älteren Volksstückes „Gewonnene Herzen" von Dr. Hugo Müller der Festtagsstimmung des Publikums Rechnung tragen. Regisseur Verend vom Stadttheater in Halle, (Wetterhahn), Frl. Nefia von Franken vom Stadt-Theater Hannover, (Caroline), Frl. Käte Torsen (Nanni) werden in hervorragenden Rollen beschäftigt fein. Haben die Gastspiele den erwarteten Erfolg, so wird das Ensemble neuere Stücke, im Gebiete des feineren Lustspiels hier darstellen. Der Billetoorverkauf ist in der Musikalienhandlung des Herrn Challier (Rudolphs Nachfolger).
Butzbach, 29. Mai. Der Friedberger GeschichtS- und Altertumsverein stattete kürzlich unserer Stadt einen Besuch ab. Mit dem Zuge 2.41 Uhr trafen über 20 Herren hier ein, die, in Verhinderung des Direktor Jäger von Lehrer Weide empfangen wurden. Ihnen schloffen sich auch einige Butzbacher Herren an. Man begab sich zunächst in den Zipfen und besichtigte das freigelegte Hünengrab, das jedoch leider teilweise zusammengestürzt war. Hieran schloß sich eine Wanderung nach den von Lehramtsassessor Helmke seinerzeit geleiteten Ausgrabungen im hiesigen Walde. Asseffor Helmke gab die geschichtlichen und wissenschaftlichen Erklärungen in umfassendem Maße. Alsdann ging die Wanderung am Pfahlgraben entlang nach dem auf dem Schrenzerberg von Direktor Jäger rekonstruierten römischen Wartturm. Auch hier war es wieder Herr Helmke, der die Ausflügler in eingehendster Weise über alles belehrte. Die Besichtigung der römischen Ausgrabungen im Gambacher Walde mußte des eingetretenen leichten Regens wegen unterbleiben. Nachdem man sich noch den Limes angesehen, wanderte man zur Stadt zurück, um dem Altertumsmuseum und der Trachten-Sammlung in der Langgasse noch einen Besuch abzustatten. Unter der Führung und den sachkundigen Erklärungen des Lehrers Weide nahm man die so geschickt zusammengefügten alten wertvollen Sachen und Sächelchen in Augenschein, und die Besucher sprachen sich wiederholt äußerst anerkennend über
das Museum und ihre Bewunderung darüber aus, wie mal? die zurzeit sehr seltenen, oft sogar vereinzelten, Sachen hier noch alle zusammenbringe. Ein gemütliches Zusammenstii vereinigte die Teilnehmer des Ausfluges bis zum Abganc des Zuges. Demnächst wollen die Herren wiederkommen, um die versäumte Besichtigung der römischen Ausgrabunger im Gambacher Walde nachzuholen. (Butzb. Ztg.)
Bad Nauheim, 30. Mai. Von dem Herzog von Anhalt-Dessau wurde dem Bademeister Kiffel die goldene Medaille mit der Krone deS Anhaltischen HauS- ordens Albrechts des Bären verliehen. Die Herzogin von Anhalt-Dessau gebraucht zurzeit hier die Kur und interessiert sich lebhaft für die Entstehungsgeschichte deS neuen Sprudels. Bei der Erbohrung dieser Quelle war Bademeister Kiffel unausgesetzt thätig, besonders durch eine regelmäßige und gewissenhafte Beobachtung der alten Quellen während der kritischen Tage in der Bohrzeit, wodurch mancherlei Ge fahren vermieden werden konnten.
Großkarben, 30. Mai. In der Nacht zum Freitag wurde der an dem Restaurant auf dem Selzerbrunnen angebrachte Postkartenautomatgewaltsam abgerissen, einige 100 Meter nach Okarben ins Feld geschleppt und dort erbrochen. Da am Himmelfahrtstag der Sachsenverein Wettin einen Ausflug an obigen Platz unternommen hatte, so vermuteten die Einbrecher einen größeren Betrag in der Kaffe, jedoch vergeblich, denn sie war am Abend entleert worden. Aus Zorn hierüber schleuderten die Diebe etwa 500 Post farten auf die Aecker und brachen sodann in Okarben in einer Wirtschaft ein, eigneten sich Kleider u. s. f. an. Weur. der große Hund im Restaurant Selzerbrunnen nicht gewesen wäre, so hätten die Gauner jedenfalls auch da einen Einbruch versucht. ES fehlt noch jede Spur.
Darmstadt, 30. Mai. Der Großherzog hat heute weder Audienzen erteilt, noch Meldungen oder Vorträge entgegengenommen. — Am Sarkophage des Prinzen Wilhelm sind außer den schon erwähnten noch u. a. Kranzspenden niedergelegt worden von der Kaiserin von Rußland, von der Großfürstin Sergius, von Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, von der verw. Großherzogin Marie von Mecklenburg-Schwerin, von der Erb- großherzogin von Oldenburg, vom Fürsten Reuß ä. L., von der Prinzessin Marie zu Isenburg und Büdingen, geb. Prinzessin Reuß ä. L., von der Zweiten Kammer der Stände, von der Kriegerkameradschaft „Hasfia". vom Offizierkorps des Großh. Train-Bataillons Nr. 25, und des Inf.- Regts. Nr. 116, vom Landwehroffizierkorps des Bezirkskommandos Mainz, von der Sanitätskolonne Rotes Kreuz in Mainz, vom Evangelischen Bund, von der Verbindung „Wingolf". Das Elisabethenstist Nieder-Ramstadt sandte ein Kreuz. Der Kranz, den der Kriegerverein Darmstadt spendete, trug auf der Schleife folgende Inschrift:
Dem unvergeßlichen Förderer echter Vaterlandsliebe und wahrer Kameradschaft, Seiner Grobherzoglichen Hoheit welland Prinz Wilhelm von Hessen in ehrfurchtsvollster Dankbarkeit gewidmet vom Krtegerverein Darmstadt *
Darmstadt, 30. Mai. Der Generalfeldmarschall Gras Waldersee und der kommandierende General des 18. Armeekorps v. Lindequist sind gestern zur Inspektion der Truppen hier eingetroffen.
bm. Mainz, 29. Mai. Die Heilsarmee macht der hiesigen Polizei viel Arbeit. In ihren allabendlichen Sitzungen finden sich von Tag zu Tag mehr Neugierige ein, die bei den komischen Ceremonien der Angehörigen der Heilsarmee fast ununterbrochen in Heiterkeitsausbrüche geraten, die dann häufig zu wüsten Tumulten ausarten und sich auf den Straßen fortspielen. Gestern war der Skandal so arg, daß schon gleich nach Beginn der Sitzung der überwachende Polizeibeamte dem Tumult durch Aushebung der Sitzung ein Ende machte.
bm. Bingen, 29. Mai. Von den Opfern der große» Bootskataftrophe sind, trotzdem bereits sechs Woche» darüber hingegangen sind, vier Personen noch nicht geländet und zwar: Erzieherin Ritter aus Geisenheim, Student Baum aus Zeilsheim bei Höchst, Wittwe Heim aus Frankfurt und der Student Karl N ö v e n aus Oestrich.
** Frankfurt a. M., 29. Mai. Im Cborsaale der Opernhauses fand am Montag eine stark besuMe Generalversammlung des Personals der vereinigten Stadttheater statt, die nachfolgende Resolution einstimmit annahm: •
„Das im Chorsaal des Opernhauses versammelte Gesamtpersonal der vereinigten Stadttheater zu Frankfurt am Main richtet durch einstimmigen Beschluß, an der Intendanten, den Aufsichtsrat, an den Magistrat uni* an die Stadtverordnetenversammlung die gleickflautendt dringende Bitte, in kürzester Frist die schon so langt schwebende Entscheidllng über die Zukunft des Frank furter Theaters herbeizusühren und so einem Zustand« ein Ende zu machen, der nicht nur eine peinliche allgc meine Ungewißheit über die bevorstehende Gestaltung der Tinge mit fidji bringt, sondern auch die Mit glieder an bereits unaufschiebbar gewor denen Entschließungen über ihre eigen« Existenz in sch a d e n b t i n g e n d e r Weise ver- hindert und schon allein durch seine lange Dauer geeignet ist, die gedeihliche Entwickelung des Instituts schädigen und das Vertrauen des Publikums zu erschüttern. Die Versammlung giebt ihrer Ueberzeugunz Ausdruck, daß eine weitere Verschleppung der Angelegenheit, über die seit Monaten die verschiedensten cinanDcr widersprechenden Gerüchte in die Oeffentlichkeit onngeri, dem Interesse der Frankfurter Bühne sett>st aufs äußerste entgegen Ware, welches vielmehr die schleunige Losunz ber Theaterfrage gebieterisch fordert.
•* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Rachb«staate». Die diesjährige Haupt-Versammlung deS Vogelsberger Höhen-Klubs findet am 5. Juni, in Lauterbach tm neuen Saalbau am Johannesberg statt. — In dem Walde zwischen Arolsen und Wett er bürg wurde eme Guts- magd namens Volkwein erdroffelt aufgefunden. Em dcr That verdächtigtes Individuum wurde bereits verhaftet. —


