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In Hanau wurde die Errichtung einer Bismarcksäule gemeinschaftlich von Stadt und Landkreis Hanau definitiv beschlossen.
Offizieren habe.
Budapest. 30. Mai. Bei dem gestrigen Diner, das der Kaiser den österreichischen und ungarischen Delegierten gab, wurde auffällig bemerkt, daß der Kaiser sämtliche österreichische Delegierte mit langen Ansprachen beehrte, die Tschechen jedoch vollständig ignorierte. Der Kaiser sprach dem Grafen Sturgkh gegenüber den Wunsch aus, es möge die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Parlaments
Berlin, 30. Mai. Den „Berl. Neuest. Nachr." zufolge dürften sich, dem Beispiele der Mächte folgend, bei der angesichts der fortschreitenden Auf stände der Boxer nicht unbedenklichen politischen Lage im nördlichen Teile des chinesischen Reiches auch einige unserer Schiffe vom oftasiatischen Kreuzergeschwader vor Taku einfinden, um die deutschen Interessen im nahen Hinterlande durch eine Landungs-Abteilung, soweit sie gefährdet erscheinen, wahrzunehmen.
Konih, 30. Mai. Der frühere Geselle des Fleischermeisters Hoffmann, Wöhlke, wurde gestern in Marienburg verhaftet und nach Könitz gebracht. Der Schlächtermeister Hoffmann und seine Tochter wurden bereits aus der Haft entlassen.
London. 30. Mai. Eine Shanghaier Meldung besagt, die Rebellion in der Nachbarschaft von Peking nehme einen immer ernsteren Charakter an. Die Boxer erwarten zuversichtlich die Unterstützung der Kaiserin. Zwanzig- tausend Mann russische Truppen würden in Port Arthur bereit gehalten, um nötigenfalls nach Peking geschickt zu werden.
Paris, 30. Mai. Der KriegSminister Galliffet hat dem Ministerpräsidenten Waldeck Rousseau einen Brief gesandt, worin er ihn ersucht, dem Präsidenten Loubet seine Demission zu unterbreiten. In dem Briefe heißt es: „Ich bin zu leidend, und meine Gesundheit ist zu schwer erschüttert durch meine letzte Krankheit, als daß ich den gegenwärtigen Aufregungen weiterhin widerstehen könnte." — Das Amtsblatt veröffentlicht heute früh ein Dekret, worin die Demission GalliffetS genehmigt und General Andre zum KriegSminister ernannt wird.
Es starben an:
Lungenschwindsucht Darmtuberkulose Krebs
Empyem
Lähmung Herzleiden Lebensschwüche
Aktien zu 1000 Mark jede.
Gießen, den 26. Mai 1900.
Großherzogliches Amtsgericht.
Kaserne ereigneten.
* Bukarest, 29. Mai. Der Direktor der Galatzer Agrikolbank ist nach Verübung großer Betrügereien geflüchtet.
* St. Louis, 29. Mai. Gestern wurde ein Straßenbahnwagen mit Dynamit in die Luft gesprengt. Zwei Bediensteten wurden schwer verletzt.
* Die Pest in Smyrna ist in der Zunahme begriffen. Die Quarantäne-Vorschriften wurden erheblich verschärft.
Universität und Hochschule.
- 285 Hörerinnen an der Berliner Universität sind t>M jetzt in diesem Sommersemester eingeschrieben. Die Zahl der Medizin erinnert ist gegen früher besonders groß. Es studieren 26 Frauen Medizin. Außerdem habrn drei Freuen die Rechte, zwei die Theologie als ihr Hauptfach angegeben. Alle übrigen gehören der phil o'ophischen Fakultät an.
Vermischtes.
* Könitz, 29. Mai. Der hiesige Metzgermeister Hoffmann und seine Tochter wurden heute unter dem Verdacht der Ermordung Ernst Winters durch Kriminalinspektor Braun verhaftet und in das hiesige Untersuchungsgefängnis übergeführt, In die Angelegenheit spielt auch die Person des früheren Lehrlings Hoffmanns und jetzigen Metzgergesellen Wohlke hinein, der bald nach dem Morde Könitz verlaffen, und bezüglich dessen Person Braun vor einigen Tagen in Danzig recherchiert hat, ferner ein Kommissionär L. aus Richnow, bei dem vor einigen Tagen Haussuchung abgehalten wurde. L. soll in der
verbündeten Regierungen sich bemühen, bei
Lesung des Gesetzes betreffend die Verlängerung des Handels-ProvisoriumsmitEnglandden Reichstag zur Zurücknahme des Beschlusses, das Provisorium auf ein Jahr zu befristen, mindestens aber zur Ausdehnung der Frist bis 1903 zu veranlassen. Solange nämlich die Sätze des neuen autonomen ZolltarifeS noch nicht feststehen, würde es unmöglich sein, den Vertrags-Positionen mit England eine dauernde Form zu geben.
Lurch _______
Kübeck vom 5. Dragoner-Regiment ließ einem Reservisten wegen eines ganz unbedeutenden Vergehens — angeblich wegen Nicht-Salutierens in der Kantine — in der Kaserne die Strafe des AnbindenS zuteil werden. Diese Strafe darf nicht länger als zwei Stunden dauern. Diesmal ließ der Offizier aber den Soldaten die ganze Nacht hindurch angebunden. Als der Soldat endlich abgenommen wurde, verfiel er in Tobsucht, so daß er mit Aufgebot vieler Soldaten mach dem Spital gebracht werden mußte. Es ist übrigens nicht das erste Mal, daß sich solche Vorgänge in dieser
Kinder im vom
Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter Börne vom 89. Mai.
Bekanntmachung.
In unserem Gesellschaftsregister wurde bezüglich der Aktiengesellschaft „Eisenwerke Hirzenhain und Lollar" zu Lollar Folgendes ein* getragen: Durch Generalversammlungsbeschluß vom 30. April 1900 ist ein neues Statut genehmigt worden, welches neben redaktionellen Abänderungen folgende vom früheren Statut abweichende Bestimmungen enthält: Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und Ver- Wertung von Metall-, insbesondere Eisenfabrikaten, die Gewinnung und Nutzbarmachung von Bergbaumaterialien und die Verwertung der Neben Produkte. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3 500000 Mark und ist geteilt in 1750 Stück auf den Inhaber lautende Prioritäts-Aktien zu 1000 Mark jede und 1750 Stück auf den Inhaber lautende Stamm-
Neueste Meldungen.
Berlin, 30. Mai. Der „Post" zufolge
Kunst und Wissenschaft.
Pari-, 29 Mai. Die Ballonfahrt der Astronomin Fräulein Plumpke endete gestern nach sechsstündiger Dauer und (Erreichung einer Hö^e von 3500 Meter in Laroche für Nonne. Die Resultate find sehr befriedigend.
Paris, 30. Mai. Die republikanische Presse beglückwünscht sich zur glücklichen Erledigung des Zwischenfalles Galliffet. Das Blatt „Radieal" erklärt, die reaktionäre Partei die eine Krisis erwartete, sei schwer getäuscht worden, das Kriegsministerium bleibe keinen Tag ohne Führer. Dieses Resultat beweise die Stärke des Ministeriums. — „Figaro" konstatiert, daß der neue Minister ein Feind der Politik in der Armee sei. Man könne versichert sein, daß die wegen des letzten Zwischenfalles entstandenen Unruhen schnell unter seinem Regiment beseitigt würdtn. hält die Lage für unverändert, nur daß man unter den politischen
Mordnacht in Könitz gewesen fein.
* Eine beispiellose Soldatenmißhandlung wird aus Graz berichtet: Größte Aufregung rief dieser Tage die unverantwortliche Behandlung eines Soldaten ' einen Offizier hervor. Der Oberleutnant Baron
per nlt Juli 2.70 %, Lombarden per uP. Juni 0.70%, do. per ult. Juli 1.05®/, Berliner Handelsges. per ult. Juli 0 00.
Notierungen: Kreditaktieri 222.60-221-90, Diskonto- Kommandit 182.90-182.70, Staatsbahn 138.90-139.40, Gotthard 140.00, Lombarden 25.20-00.00, Ungar. Goldrente 96 00, Italiener 94.80, Spion. Mexikaner 25.30, Oeeterr. Coupons 84, Amerik. Coupons 4.1b®/« Privat-Diakont 4%% G.
11/.-28/, Uhr: Kreditaktien 221.90-222 50, Diakon to-Kom- mandit 182.70-183.60, Staatshalti 139.40, Lombarden 25.20-50, Bochumer 000.00-000.00.
Sekanntmachlmg.
3« unserem Güterrechtsregister wurde gewahrt: Karl Wefferlie und dessen Ehefrau Barbara geb. Lind «u Gießen haben durch notariellen Vertrag vom 4. 5. 1900 Gütertrennung in Gemäßheit der §§ 1426 ui. ff. des B- G- B's. vereinbart.
Ferdinand Hermann Kumpf und deffen Ehefrau Gerttude geb. Müller uu Gießen haben durch notariellen Vertrag vom 11. Mai 1900 vereinbart, daß für ihre ehelichen Güterrechtsverhältniffe die Bestimm- ringen des B. G. B's. über dre Gütertrennung maßgebend fein sollen.
Gießen, am 26. Mai 1900.
Großh. Amtsgericht. 3862
(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inkl. 1600 Mann Militär.) der Ortsfremden lO,48%o
Wechsel auf New-York zu 4.20>/,-21%.
Prämien auf Kredit per ult Juni 1.80 %, do. per . f. ult. Juli 2.70%, DiSkonto-Kommandit per alt, Juni 1.80%, do. [ gelingen.
Donnerstag den 81. d. M., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier, Nee- stadt 55, Haus- und Küchengeräte aller Art, darunter ein Klavier und mehrere Sofas, zwangsweise gegen bar versteigert werden.
Gießen, den 80. Mai 1900.
8877 Seipel, Gerichtsvollzieher.
Gerichtssaat.
w. Gießen, 29. Mai. Strafkammer. Der 51jährige Tagelöhner Emmerich Schäfer, aus Erda gebürtig, seit längerer Zelt tn Gießen wohnhaft, hatte zu Anfang dieses Jahres bei Jakob Schmidt am Tiefenweg Wohnung bezogen, sich aber hier so mißliebig gemacht, daß »ch der Vermieter, da Schäfer die Wohnung nicht gutwllllg räumen wollte, entschließen muhte, diesen zwangsweise aus der Wohnung rntfernen zu lasten. Als sich Schäfer endlich zum Auszug rüstete ließ « einen Teil des wertlosen Mobiliars m den seither innegehabten Räumen zurück. Trotzdem dieser Thatbestand voll und ganz erwresen rst behauptete der angeklagte Schäfer, fern Vermieter habe 'hm die Sachen als Ersatz für rückständige Miete zurückbchalten. Ja, er ging soweit, ein Verzeichnis über verschiedene Röcke, Westen, Ueberzieher rc. Lm Werte von 131 Mk. bei der Polizei emzureichen, unter dem Vorgeben, dieselben seien ihm von seinem Vermieter gestohlen worden Der Kriminalschutzmann, der seinen Mann kannte, sagte ihm denn auch gleich, toQfc diese Angaben eitel Schwindel seien; aber Schäfer hielt seine Behauptung aufrecht und stellte Strafantrag. Wegen falscher Anschuldigung hatte er sich deshalb vor der heutigen Strafkammer zu verantworten. Trotzdem er mit großer Dreistigkeit auftritt und durch noch zu ladende Zeugen den Beweis der Wahrheit für seine Behauptung erbringen will, Ie«te das Gericht den Einwendungen des Angeklagten lemerlei Bedeutung h?i, sondern verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von 2 Monaten und verfügte Publikation des Urteils durch Anschlag auf der Ottstafel während der Dauer einer Woche. - Wegen- schweren Diebstahls hat sich der mehrfach, auch mit Zuchthaus vorbestrafte 30zähnge Fabrikarbeiter Karl Schultheis aus Pirna zu verantworten. Er hat in der Nacht eom 7. rum 8. September v. I. zu Vilbel einem Bäckergesellen, der mit ihm dasselbe Zimmer bewohnte, den Koffer erbrochen und aus de,ns«lben die aanre Labe des Besitzers, bestehend aus zwei Anzügen, verschiedenem Meiüreua ein« Nickeluhr mit Kitte rc., im Werte von c«. 130 Mk. entwendet ^Obgleich der Angeklagte bei seiner Festnahme alles leugnete, ® ?oaat in Abrede stellte, in Vilbel gewesen zu sein ist er herüe ge- -länd?a den Diebstahl begangen zu haben, jedoch ohne den Koffer zu erbrechen Das Urteil lautet auf eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr ?iroS'«>n Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer vo^b^Jahren? sowie Zulässigkeit 8 ber Stellung unter Polizeiaufsicht - Der Taglöhner Emmerich Schäfer aus Erda (der übrigens »ich kJiha ift mit dem zuerst Verurteilten gleichen Namens) ist «ft 254cXQ?te ™lt, aber schon zweimal wegen Betrugs und fünfmal liegen Diebstahls vorbestraft. Er steht im dringenden Verdacht, am
11. April d. I. auf einem Hofgute zu Dortelweil, wo er 3 Tage in I Dienst stand, einem Schweizer, der mit ihm das Zimmer teilte, einen ! Anzug nebst Leibwäsche im Werte von 30 Mk. gestohlen zu haben. Er I befindet sich seit dem 12. v. Ms in Untersuchungshaft und erhält heule I unter Anrechnung von 1 Monat derselben, 1 Jahr Gefängnis. — Freigesprochen wird in beiden Fällen der Tagldhner Hch. Ad. Schmierte aus Aulendiebach, der des Betruges und Diebstahls angeklagt und deswegen er bereits zweimal bezw. fünfmal vorbestraft ist. Er ist beschuldigt, am 2 Dezember v. I. den Pächter W. Bähr zu Hof Herrnhag, bei dem er in Dienst treten wollte, um dem Mietsthaler beschwindelt, sowie am 11. Dezember dem Hch. Papst III. zu Bruchenbrücken von dem im Hausflur des Schulhauses daselbst angebrachten Kleiderhaken eine Pelzmütze im Werte von 6 bis 7 Mk. entwendet zu haben. Da aber durch die Zeugenvernehmung nicht nachgewiesen werden konnte, daß der Angeklagte wirklich der Dieb ist, so mußte auf Freisprechung erkannt werden. — Zuletzt wird gegen Peter Bellinger von Gelnhaar, wegen fahrlässiger Brandstiftung verhandelt. Der Angeklagte, der bei Pächter Emmerich zu Luisenlust bei Hirzenhain in Dienst steht, hat am 26. April d. I. auf der sog. Krebswiese das Gras, das im vorhergegangenen Herbst nicht abgemäht worden war, angezündet, um dadurch den neuen Graswuchs zu fördern. Er glaubte hiermit im Interesse seiner Dienstherrschaft zu handeln, weil er von dem Sohne seines Dienstherrn gelegentlich einmal gehört haben will, daß das rückständige Gras vom Vorjahre niedergebrannt werden solle. Doch hatte sich die betr. Aeußer- ung seitens der Dienstherrschaft, wie aus der Zeugenvernehmung hervorgeht, auf die sog. Bornwiese bezogen, während das auf der Krebswiese stehende abgemäht und als ©treumaterial benutzt werden sollte. Als der Verwalter chrn befahl, das Feuer zu löschen, weigerte sich der An- geflagte, weil Bei der herrschenden Windstille ein Umsichgreifen des Brandes bis zum angrenzenden Walde voraussichtlich nicht zu befürchten sei und seine Maßnahme im Interesse seiner Dienstherrschaft erfolge. AIS aber nach ganz kurzer Zeit sich Wind erhob, und mit großer Schnelligkeit das lange, dörre Gras nach dem Walde zu in Brand setzte und auch diesen entzündete, da war es zu spät, dem Feuer Einhalt zu thun. Durch den Waldbrand wurden den Gräfl. Stolberg'schen Oberförstereien zu Gedern und Ortenberg 21 und 10 Morgen Wald und Fichtenkultur meist vollständig zerstört und hierdurch ein Schaden von 1700 bezw. 700 Mk. verursacht. Der Angeklagte wird unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gefängnisstrafe von 1 Monat verurteilt.
Frankfurt <u M., 29. Mai. Das Schöffengericht hat wegen Nshrungsmittelfälschung gegen den Rödelheimer Fabrikanten Hartemer auf 50 Mk. Geldstrafe erkannt. Nach dem Gutachten des Dr. Günther hat er unter dem Namen »Marmelade" ein Produkt verkauft, das einen Zusatz von nahezu 80 Prozent Stärkesyrup enthält, wodurch der Nährwert und die Süßigkeit deS Produktes beträchtlich helabgemindert wird. Der Gerichtshof erbftckte eine Täuschung darin, daß die Käufer über die Beschaffenheit der Marmelade nicht vorher aufgeklärt worden sind.
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Garteuftratze 2.
Arraedat der «rdettuehmerr 1 Buchbinder, 1 Maurer, 1 Tapezier, 1 Büreaudiener oder Ausläufer, 2 Taglöhner, 1 Waschfrau, 1 Putzfrau.
Nachfrage der Ardeitgederr 1 jüngerer Backer bei gutem Lohne nach auswärts, 1 Buchbinder, 1 tüchtiger Küfer nach auswärts, 1 tüchtiger Bauscklosser, 1 Wagner, 1 Schmied, 1 Schuhmacher, 1 Bauschreiner, 1 Möbelschreiner, 10 6t8 12 Taglöhner, eine Anzahl Ausripper oder Ausripperinnen, mehrere Dienstmädchen, 1 Waschfrau.
Summa: 10 (5) 9 (5) 1
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Arbeiterbewegung.
Gießen, 30. Mai. Unter Bezugnahme auf die in Nr. 124 unseres Blattes über die Arbeiterbewegung gebrachte Notiz schreibt man uns: Es ist nicht richtig, daß ein Maurer, der von hier nach Marburg reifte, aus dem Grunde dort keine Arbeit erhalten haben kann, weil er am Samstag sich seinen ftreilenben Genossen angeschloffen hat. Vielmehr ist es Thatsache, daß eine Anzahl Maurer, die Arbeit in Marburg suchten, bereitwilligst eingestellt wurden, obgleich ihnen gesagt wurde, daß man von den Gießener Maurermeistern schwarze Listen erhalten hätte, enthaltend die Namen der in Gießen sinkenden Maurer, daß man sich aber daran nicht kehren könne.
- Zum WertzdittderauSstand geht und von einem Herrn W. D. etn auf die in unserer Nr. 124 enthaltene Notiz bezugnehmendes Schreiben zu, das uns zum Teil unverständlich geblieben ist. Der Einsender scheint behaupten zu wollen, daß der durch den Streik entstehende Ausfall an Verdienst die Arbeiter nicht zur Ausnahme der Arbeit zwingt, da den Streikenden von ihrem Verbände und anderen hiesigen organisiertm Arbeitern Unterstützung ge- wahri^r^a^ Mm. Die Wagenputzer (nicht Kutscher, wie gestern irrtümlich berichtet wurde) der oberschlesischen Eisvnbahn, die gestern die Arbeit niederlegten, well ihnen eine geforderte Lohnzulage nicht bewilligt wurde, haben heute früh die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem ihnen von der Direktion Mitteilung davon gemacht wurde, daß eine Lohnerhöhung bereits in Erwägung gezogen worden sei.
«Sla, 29. Mai. Eine von 700 Personen besuchte Versammlung der hiesigen Pferdebahnschaffner und Kutscher beschloß, erhöhte Lohnforderungen zu stellen. Eine Antwort auf diesen Beschluß wird spätestens Freitagabend erbeten.__________________
Wöchentliche Uebersicht drr Todesfälle in Gicßen.
12. Woche vorn 20. Mai bis 26. Mai 1900.
Kirchliche Nachrichten.
«vangelifche «emrinde.
Diejenigen Mitglieder der Bereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde, welche an einem gemeinsamen Ausflug am dritten Feiertag teilnehmen wollen, werden gebeten, sich Freitag, den 1. Juni, abends 8% Uhr, im Konfirmandensaal einfinden zu wollen.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Neaumur gemeßen am 30 Mai, zwischen 11 und 12 Uhr mittags:
Waffer 14», Luft 11». r ..
Rübsamen'sche Badeanstalt.
Kekanntmachung. Msbillllr-Vttstkigknms.
Steifag den 1. Juoi d. 3, nachmittag- 2 Uhr werden m dem Hose Löwengasse Nr. V eine Partie Möbel, Haus- und Küchengeräte, sowie etwas Weißzeug versteigert. 3869
I. A.: Schneider.


