Ausgabe 
30.8.1900
 
Einzelbild herunterladen

Ausland

forderliche gesetzliche Grundlage ersetzen. Der Reichskanzler und der KriegSminister tragen die Verantwortlichkeit dafür, daß in dieser Beziehung nicht Zweifel und Unklarheiten entstehen, wie solche vor einem Menschenalter zu erbitterten parlamentarischen Kämpfen geführt habe».

Deutsches Reich.

Berlin, 28. August. Heute fand in der SiegeS-Allee I die Enthüllung der drei neuen Denkmalsgruppen der Kurfürsten Friedrich I., Albrecht Achilles und Joachim I. I im Beisein des Kaiserpaares, deS Kronprinzen und der Spitzen der Behörden, der hier anwesenden Minister und I hoher Militärs statt. Zur Feier waren auch die noch lebenden Nachkommen der Nebenfiguren der Standbilder geladen. Nachdem der Kaiser das Zeichen zur Enthüllung gegeben, fielen die die Standbilder umspannenden Tücher. Der Kaiser und die Kaiserin besichtigten hierauf die Denk- I mäler eingehend und sprachen wiederholt ihre Anerkennung I über die Ausführung derselben aus. Den Schöpfern der I Gruppen überreichte der Kaiser mit huldvollen Worten I Ordensauszeichnungen, und zwar dem Pros. Manzel den I Rothen Adlerorden 4. Kl. mit der Krone, dem Prof. Lessing den Kronenorden 3. Kl. und dem Bildhauer Gretz den Rothen Adlerordeu 4. Kl. Ein zahlreiches Publikum hatte sich in der Siegesallee eingesunden und begrüßte das Kaiser- I paar bei seiner Ankunft und Abfahrt lebhaft. Nach der Em- | weihungsseier besuchte das Kaiserpaar die Ateliers der I Professoren BegaS, Breuer und Lessing.

Die gemeldete Teilnahme Kaiser Wilhelms und König Alberts an der aus den 18. Oktober anberaumten Grundsteinlegung deS V ö l k e r s ch l a ch t d e n k m a l s in Leipzig findet nach nunmehr endgiltigen Bestimmungen nicht statt. Beide Fürstlichkeiten werden sich durch Prinzen ihrer Hauser vertreten lassen. .

Am Abend des 1. September wird anläßlich der großen Herbst-Parade ein großer Zapfenstreich vor dem königlichen Schlosse stattfinden. Das Kaiser paar wird mit I seinen fürstlichen Gästen, die zur Parade hier emtreffen, ihr vom Rittersaale des königlichen Schlosses aus beiwohnen.

__ Eine Summe von 11 300 Mk. hat der Kaiser aus seinem Dispositionsfonds der Stadtgemeinde zu Marien­burg zur Bestreitung der Kosten für den Ausbau des dor­tigen Rathausturmes überweisen lassen.

Staatsminister v. Bülow stattete heute nachmittag dem russischen Botschafter v. Osten-Sacken einen längeren Besuch ab. .

__ v. Usedom, Kapitän zur See, Kommandant des großen KreuzersHertha- ist unter Enthebung von letzterer Stellung dem Oberbefehlshaber über die verbündeten Truppen in Ostasien zugeteilt, Derzewski, Fregatten- I kapitän von der Marinestation der Ostsee ist zum Komman­danten derHertha- ernannt worden.

Bon dem preußischen Minister der öffentlichen Ar- beiten und dem Chef des Reichsamts für die Verwaltung I der Reichs-Eisenbahnen ist folgendes Rundschreiben er-

Wir erwähnten vor einiger Zeit, daß die Wahl des Direktors des statistischen Amtes der Stadt Königs­berg i. Pr. Dr. Dutlo zum besoldeten Stadtrat von Königsberg die Bestätigung des preußischen Ministers des Innern Frhrn. v. Rheinbaben nicht gesunden hat. Seit­dem Gras Wilhelm Bismarck, der zweite Sohn des Alt- | reichskanzlers, Oberpräsident der Provinz Ostpreußen ist, bestehen dort sehr scharfe gesellschaftliche Gegensätze und es ist anzunehmen, daß auch die Nichtbestätigung des frei­sinnigen Dr. Dullo auf den Einfluß des Grasen Bismarck zurückzuführen ist. Es ist nun bemerkenswert, was die offiziöseNordd. Allg. Ztg." und die konservativeKreuz- ztg." zum Falle Dullo, der in der gesamten preußischen Presse seit Wochen lebhaft erörtert wird, sagen. Das offiziöse Blatt der preußischen Regierung schreibt:

Der Minister des Innern hat den in der Frage der Bestätigung zum besoldeten Stadtrat von Königsberg ge­wählten Dr. Dullo lediglich die in erster Instanz durch den Regierungspräsidenten mit der Zustimmung des Bezirks- Ausschusses getroffenen Entscheidung aufrecht erhalten. Daß für diese Entscheidung die Zugehörigkeit Düllos zur freisinnigen, Volkspartei nicht maßgebend war, geht daraus hervor, daß in zahlreichen anderen Fällen der freisinnigen Volkspartei angehörende Magistratsbeamte anstandslos be­stätigt wurden, insbesondere daß in Königsberg Stadt­räte, die der freisinnigen Volkspartei angehören, bestätigt wurden . Maßgebend für die Nichtbestätigung Düllos war die weit über den Rahmen sachlicher Kritik hinausgehende Form, worin er jahrelang agitatorisch gegen die Regierung und die höchste staatliche Autorität aufgetreten sei. Düllos aufreizende Agitation trug überdies wesentlich zur Ver­schärfung der politischen Gegensätze innerhalb der Bürger­schaft von Königsberg bei. Ohne Zweifel ist ein so leiden­schaftlicher Parteimann für ein obrigkeitliches Amt un­geeignet. Der Minister des Innern sah von einem dis­ziplinarischen Einschreiten ab, indem er erwartete, daß ein Hinweis auf die Dienstpflichten Dullo veranlassen würde, die sich aus den Anforderungen seiner amtlichen

hört wurde und deren Richtigkeit im wesentlichen aner­kannte. Dullo, wie er beantragt hatte, eine Abschrift der Verfügung pes Ministers des Innern zu erteilen, lag reu Anlaß vor, weil die Verfügung nicht an Dullo, sondern an den Regierungspräsidenten gerichtet war und diesem eine Anweisung erteilt wurde, in deren Ausführung seine Unter­redung mit Dullo stattfand." ä

Es wird hier cklso von dem Regierungsblatte zugegeben, daß Dr. Düllos freisinnige Bethätigung der Amaß feiner Nichtbestätigung ist. Dazu schreibt "un die Kreuzzi^ :

Sicherlich wird das Abgeordnetenh aus, wenn es die liberale Partei durchaus will, sich einer Besprechung des Falles Dullo nicht entziehen. .Aber selbst die große Mehr zahl derjenigen, die sich über die Art seiner Er­ledigung beschwert fühlen, wird gegen die Staatsregierung im Ernste höchstens den Vorwurf erheben können, daß sie tn einem Einzelfalle von den ihr durch die Gesetze gegebenen Befugnissen nicht den passenden Gebrauch ge- "^Tanach wird Frhr. v. Rheinbaben nicht auf die Unter­stützung der Konservativen rechnen dürfen.

London, 28. August. Der Washingtoner Korrespondent derMorning-Post- meldet seinem Blatte unter dem gestrigen Tage, er erfahre, daß die russische Regierung bereits bei amerikanischen Geldleuten sich unter der Hand erkundigt habe, ob die Aufnahme einer schwebenden Kriegs­anleihe in New-Jork angängig sei.

Amsterdam, 28. August. Von einer zahlreichen Menge lebhaft begrüßt und durch den Delegierten der Königin Generalleutnant Gras du Monceau und asle im Haag an­wesenden Minister und Hofbeamten und den Bürgermeister feierlich empfangen, ist der Schah heute nachmittag hier angekommen. Nach Ankunft des Zuges wurden 33 Kanonen­schüsse gelöst. Als der Schah vor dem Palais vorsuhr, blies ein Trompeterkorps die persische Nationalhymne.

Paris, 28. August. DieLibre Parole- fällt heute mit Heftigkeit über den russischen Finanzminister Witte her. Er sei nach Paris gekommen, um 500 Millionen zu holen, die sein Vertrauensmann Bankdirektor Rothstein in Amerika nicht erlangen konnte. Die halbe Milliarde sei der Preis des Zarenbesuchs, der nicht erfolgen würde, wenn Frankreich nicht dafür bezahlte. Rußland treibe dem Bankbruch entgegen, weil es sich finanziell übernommen habe. Witte sei ganz in den Händen Rothschilds. - Die Untersuchung über das Attentat auf den Schah ist abgeschlossen. Saison wurde als durchaus zurechnungssähig befunden. Er selber weigerte sich, geminderte Zurechnungssähigkeit als mildernden Umstand anzunehmen. Der Rapport des Untersuchungs­richters nimmt Vorbedacht und die Möglichkeit des Attentats trotz der ungenügenden Waffe an, dagegen läßt er die An­klage gegen den angeblichen Mitschuldigen Valette fallen.

Wien, 28. August. Wie von bestinsormierter Sette gemeldet wird, reist der Zar via Berlin, wo eine Zu­sammenkunft mit dem deutschen Kaiser stattfindet, nach Paris zur Weltausstellung und von dort nach Wien und Bukarest, um den beiden Höfen einen Besuch ab- I zustatten. Der Tag der Reise ist noch geheim.

I Der König und die Königin von Rumänien I sind hier eingetroffen und empfingen heute nachmittag den Besuch des Grafen Goluchowski und des Generalstabschefs

I Beck. Die Königin reifte am Abend nach Neuwied.

Budapest, 28. August. Der Senat der Universität yar I die Bildung einer radikalen Studentenpartei u nUt= sagt. Die Mitglieder der Partei wurden für das nächste Semester von allen Begünstigungen ausgeschlossen und drei I Führer wurden für zwei Semester relegiert. Die Be- I treffenden appellierten an den UnterrichtSmmister. Man I glaubt, daß der Minister die Strafen aufheben oder I wenigstens mildern wird. Aufsehen erregt, daß eme von I der Volkspartei patronisierte, von rumänischen Agitatoren I verkündigte griechisch-katholische Christenfeier, I für die der Papst seine besondere Erlaubnis erteilte, von I der Regierung verboten wurde.

Pola, 28. August. Die Polizei verhaftete den aus Rom gebürtigen Anarchisten Friedrich Projertti.

Sofia, 28. August. Infolge ernster Difs-r-nz-n nut I dem Minister des Innern RadoSlawow beabsichtigt der KriegSminister Paprikow zu bemifflontcrcn.

Konstantinopel, 28. August. Bemerkt wurde, daß der deutsche Botschafter Baron v. Marschall schon peftetn, also noch ehe -r nach seiner Rückkehr vom Urlaub 'n offr zieller Audienz empfangen wurde, vom SuUan zum Diner geladen wurde. Die Einladung wird mitbm I Wunsche deS Sultans, den Bau der Bagdadbahn zu beschleunigen, andererseits auch mit der^ eventuellerl Ent- - s-ndung einer deutschen Sp-z-almission zum Jub,. läum des Sultans in Zusammenhang gebracht.

$ §Nachdem durch Allerhöchste Kabinetts-Ordre vom 9. Juli d. Js. bestimmt worden ist, daß sich das Ostasiatische Expedxtxons- korv s vom 16. Juli d. Js. ab im Feldverhältms befindet, haben von dem letztgenannten Tage ab die für den Kriegsfall zugunsten der frei­willigen Krankenpflege getroffenen Bestimmungen des M11 x t d r t a r i f 8 (Fahrpreisermäßigung bezw Frachtfrexhext) Anwendung zu finden. ZuvÄ gezahlte Fahrgelder und Frachten find Suruckzuerstatten. Die Beförderung der Sendungen für dxe Zwecke der frckwxllxgen Kranken. I pflege ist thunlichst zu beschleunigen und sowext angängxg, auf den An­trag der Absender auch mit Personenzügen zu bewirken. Dw Herren I Eisenbahnkommissare werden ersucht, dxe Verwaltungen der ihrer Aus. I sicht unterstellten Privateisenbahnen entsprechend zu verständxgen. I

DerReichsanzeiger- veröffentlicht die Verordnung I zur Ausführung des Reichsgesetzes, betreffend die Abände­rung der Gewerbeordnung, vom 30. Ium 1900.

ES wird gemeldet, daß der Plan bestehe, em I Pantheon in Berlin zn erbauen, in dem nach ihrem Tode Deutschlands große Männer beigesetzt werden sollen. Als Platz für diese künftige Ruhmes- und Ruhestätte sei die Umgebung des königlichen ! Schlosses gedacht. Die Kreise, denen der Gedanke ent­stammt und die ihn auszuführen hoffen, veranschlagen die Kosten für das Terrain, auf dem das Pantheon erbaut werden soll, aus 20 Millionen, die durch eme Lotterie aufgebracht werden sollen.

DieNationalzeitung- erörtert bie Frage, ob etwa | die in Ostasien stehenden Regimenter als dauernde I Truppenkörper gedacht find, vielleicht als Kolonial- I armee. Sie folgert das aus der Thatsache, daß an Stelle I der in die ostasiatische Formation eingetretenen Offiziere I in deren heimischen Truppenteilen andere Offiziere ernannt I oder vorgerückt sind. Dann aber auch aus der schon früher I beabsichtigten, wieder aufgeschobenen, nun nber^erfolgenden I Verleihung von Fahnen an die ostasiatischen Truppen- teile Auf jeden Fall könne die Bildung von Kolomal- truppen oder die dauernde Formation der m Ostasien stehenden Truppenteile nicht ohne Gesetz erfolgen. Das Blatt schließt: In keinem Falle kann die Verleihung von | Feldzeichen die für eine Vermehrung der Truppenteile er*

Stellung ergebenden Grenzen innezuhalten. Der Regier­ungspräsident hat daher, wie gegenüber den in der Presse verbreiteten gegenteiligen Mitteilungen festzustellen ist, im Auftrage des Ministers Dullo die thatsächlichen Vor­kommnisse niitgeteilt, worin eine Verfehlung gegen die Pflichten eines mittelbaren Staatsbeamten zu erblicken ist Besonders ist dabei hervorzuheben, daß Dullo über eine Reihe dieser Vorkommnisse bereits früher amtlich ge-

Aus Stadt und Land.

Sichen, 29. August 1900.

** Personalnachrichten. Der Kreisassistenzarzt Dr med Adolf Schwan zu Gedern wurde zum Kreis MfiftSrftbei dem Kreisgesundheitsamt Darmstadt und her Dr. med. Georg Langer mann in

LamvÄheA zum Kreisassistenzarzt bei den Kreisgesund- lwtts^rntern Schotten und Büdingen nut dem Amtssitze in Gedern, beide mit Wirkung vom 1. September l.

treue Arbeit. Nachdem seit dem >zahre 1896 das Großherzogtum Hessen, dem Beispiele einig anderer deutschen Staaten folgend, die P?vgung leihung einer die langjährige treue Arbeit ehrenden M e daille inauguriert hatte, durfte es rnteress > mit der InschriftFür treue

koration bis zum heutigen Tage be - .. -t

von rund 350 Stück zur Verleihung gelangt ist unb^t

männlkbe^uflenb ber beiden oberen Dolksschulklassen Obwok" d-r Schubkarren bei ihr sonst «ich. in allzuhoh» fleht weil sie darauf die Erzeugnisse der Landwirt- L Ä H°us° ,°hr°n muß, sieht man sie jetzt doch °mt wrbrem Feuereifer sich darauf losstürzen, ja einen s°nn- uÄn Straßenkampf um den Besitz des kostbaren Fahr- pgtruments führen. Bei dem nächsten Sonntag stattfindende» Fuaendsest wolle» nämlich die Schüler erwähnter Klaffen I Schublarreurennen mit Hindernissen um die

vom 27. ds. abends: Unsere Bewegungen vol ziehen ich notwendigerweise langsam wegen der großen Ausdehn 0 der Gcsechtslinicn und ber Schwierigkeit, ine bo« ©elanbe bietet, auf dem wir operieren: aber heutig «o* wir befriedigende Fortschritte. Bullers

Ber gen dal ein, eine sehr starke Position, ungefähr zwei Meilen nordwestlich von Dalmanuth - 3 ) I

Buller bei Bergendal. Ich hoffe, ball unsere Bet luste^n 10)

YarS°zu°erf°l7-n hatte" und ber Feind sich entschlossen

Mitrailleuse wurde erbeutet. Es war eine jchone Leistung. I Butter ührte die Truppen sehr geschickt Das Zusammen­wirken von Artillerie- und Jufanteriefeuer war äußerst I wirkungsvoll. Auf unserer linken Flanke ging General | Fron ch bis zu den Swartzkopjes an die Straße nach Lydenburg vor und machte Bahn für den morgigen Vor- I Marsch der Division Pole Carews. General Rundle I weidet, daß bei Brandwater gestern wahrend eines Er­kundigungsritts ein Offizier gefallen und emer verwundet worden sei. Ein Bur fiel und 17, wurden gefangen ge­nommen. Ferner wurden 700 Stuck Rindvieh erbeutet. I Bad en-Po well meldet, daß er gegen den Norden von Warmbad vorgestoßen sei und Nylstroom, ohne Wider­stand zu finden, besetzte. Das Gelände, in dem er und I Paget operieren, sei ein dichtes Buschseld. Da es für jetzt nicht wünschenswert sei, nordwärts weiter vorzurucken, kehrten ihre Truppen nach Pretoria zuruck.

Dewet erschien mit einer kleinen Streitmacht in der Nähe von ^eUbron. Es verlautet, daß S t e i n u n b Krü ger sich v ereinigt haben. 2o von Dewets Leuten wurden am Samstag nordwestlich von Pretoria gefangen. Die Buren in Pretoria erklären, Botha leiste den Eng- ländern noch einmal Widerstand und beendige dann den Krieg. Steijn und Krüger beabsichtigen, das Land über der Delagoabay zu verlassen. Das Gebiet im Westen ist jetzt ziemlich sicher. Das Zusammentreffen der lieber gäbe der Buren bei Harrismith mit der Rückkehr Dewets laßt die Annahme zu, daß die Freistaatburen nicht geneigt sind, sich einer anderen Expedition anzuschließen. Außer bei harrismith streckten eine große Anzahl Buren bei Heidel­berg und Standerton die Waffen. Dieselben werden gemäß der neuen Proklamation behandelt.

DieCentral News" melden aus Pretoria vom Mon­tag nachmittag: Hier ist soeben eine Depesche von der Front angekommen, der zufolge der Angriff gegen General Botha erfolgreich war. Die Linien der Buren smd durch­brochen. Der Feind hat sich zurückgezogen. Die eng­lischen Verluste sind bedeutend.

Wie weiter aus London gemeldet wird, ift bet den Kämpfen in der Nähe von Lydenburg am Donnerstag der deutsche Befehlshaber der burischenArtillerie v. Dalwigk^ angeblich ein Vetter des Kanonenkönigs Krupp, tätlich verwundet worden.

*

Telegramm deS Gieheuer Auzeigers.

London, 29. August. Der Sozialistenfuhrer John Burns präsidierte gestern in Butterfields Park einem großen Meeting. In einer Ansprache erklärte er, er sei immer Gegner des südafrikanisch en Krieges gewesen, er bleibe bei seiner Ansicht und hoffe trotzdem wiedergewählt zu werden. Früher oder später, so sagte er, werden wir doch in Afrika verlieren. Neue Jouberts und Cronjes werden erstehen und sich er­heben, wenn England mit einer anderen Macht im Kriege liegt.____________________________________________ ___

Politische Tagesschau.