Kanzler
-t bafa Mt« Witterten
Unübertroffen zur Haut- u. Schönheitspflege. ^Myrrhqlin-Seife Als beste Kinderseife ärztlich empfohlen.
London, 29. August. Die englische Admiralität hat beschlossen, vier Kriegsschiffe des Mittclmeergeschwabers mit ‘i’lpparaten für drahtlose Telegraphie auSzurüsten und Gibraltar und Malta als Stationen für den Telegraphendienst einzurichten.
Paris, 29. August. Der Gegenstand der Unterredung, die zwischen dem Kolonialminister Decrais und Lord Salisbury in der dtähe von Gerardmer in den Vogesen stattgefunden hat, soll die Vorgänge in Ma rokko und die Frage des Yangtse-Gebietes gewesen fern. Decrais ist inzwischen wieder nach Paris zurückgcfehrt
Rom, 29. August. Auf dem Bachnhofe zu Massa- Carrara wurde ein Individuum verhaftet, das nach eigenem Geständnis nach Rom reisen wollte, um den Könrg Viktor Emanuel zu er morden.
Mailand, 29. August. Der Mörder Bresci ist in der letzten Wadjt unter starker Bewachung vom Zellengefängnis in das Gefängnis des Schwurgerichts überführt worden. Er hat zum Verteidiger den Advokaten Merlino gewählt, der die Verteidigung angenommen hat. Auch der gerichtlich bestellte Verteidiger Martelli wird auf Brescis Verlangen die Verteidigung übernehmen. Der Prozeß, begann heute früh 9 Uhr und wird nur gegen Bresci allein geführt, ida ldie Untersuchung über seine Mitschuldigen noch nicht abgeschlossen ist. Für den Sicherheitsdienst sind außer der Polizei zwei .üompagnieen Infanterie beordert.
Triest, 29. August. Nachdem die russische Regierung für Schiffe, die Konstantinopel anlaufen, eine 10 tägige Quarantäne angeordnet hat, sistierte der österreichische Lloyd das Anlaufen der Häfen von Odessa und Baku und stellte die Warenaufnahme für die genannten Häfen ein.
Konstantinopel, 29. August. Um den Umtrieben des mazedonischen Komites ein Ende zu machen, beabsichtigt die Pforte den Mächten die Einberufung einer Konferenz vorzuschlagen, um die Beschwerden und Wünsche der Mazedonier entgegen zu nehmen und Beschlüsse über die einzuführenden Reformen zu fassen.
Washington, 29. August. (Kabelmeldung der „Paris-Nouvelles".) Heute hat die außerordentliche Sitzung des gesetzgebenden Körpers des Staates Kentuckn stattgefunden, in der ein Gesetz angenommen wurde, wonach die Neger in Zukunft des Stimmrechts verlustig erklärt sind.
Washington, 29. August. Die Regierung ersuchte die früheren Präsidenten C l e v e l a n d und Harrison, das Amt eines Mitgliedes der internationalen Friedens-Konferenz, die nach dem Haag einberufen werden soll, anzunehmen.
Briefkasten der Redaktion.
Ltammgäste am runden Tisch Restaurant .Stephan»« t»* bet Gerhard. Der Saal de« Zentralhotel» in verlm dürste der größte Saal Deutschland» sein, er nußt 75 : 28 m. Ihm dürfte an Sröße der der StadthaUe in Mainz folgen, der 53 :28 m mißt.
Aus dem Gcschästsleben.
Das Münchener Bürgerbräu erhielt auf der Pariser Wcll- autzstellung 1900 die höchste Auszeichnung, den Grand Prix, in Gruppe 62 „Münchener Glohbraucreien*.
Ehre de» Sieges kämpfen. Und gerade in diesem Wett- sviel ist der Sieg doppelt verlockend, weil er einen doppelt schönen Preis bietet. So sieht man denn überall Knaben, die sich darin üben, wie man einen Schubkarren im Fahren lupft-, um ihn über ein Hindernis zu heben. Leider muß mancher feinen Versuch damit bezahlen, daß er nut einem nicht sehr harten Körperteil in zu nahe Berührung mit dem Erdboden kommt; der Karren geht dann nicht m die Hohe, wohl aber der Fahrer herunter. Für Gelachter der Umstehenden braucht die gefallene Größe al^vann freilich mcht I zu sorgen; doch das macht nichts, eine Mmute später hilft I man über einen anderen lachen. I
Butzbach, 28. August. Als Heine« äußeres Zeichen seines Dankes hat, wie die „Butzb. Ztg.- meldet, der I Ausschuß des Oberhessischen ObstbauveremS beschlossen, seinem langjährigen Präsidenten Geh. RegierungSrat Dr. I Braden zu seinem 50jährigen AmtSjubtläum eine Ehrenurkunde mit Widmung zu überreichen, die• ein SWiL glied des Ausschußes, Oberlehrer Wams er-Butzbach, mit feinem künstlerischen Verständnis und großer Sorgfalt ent- worfen und ausgeführt hat. Das Blatt stellt einen architektonisch hübsch gegliederten Portikus, m einem Obstparke errichtet, dar. Durch eine korinthische L>aule m zwei Hälften getrennt, bietet die eine Hälfte Wandfläche zur Anbringung der Widmung, die andere Hälfte ist geöffnet I und gestattet freien Ausblick auf das aus dem Grün her- I vorragende Gebäude der Obstbauschule nut den Hohen des WintersteinS im Hintergründe. Der über dem Ganzen geöffnete obere Bogen läßt ein Obststillleben erblicken Mid I hinter dem Mauerwerk hervor ragt blühendes und Früchte tragendes Geäste. Die Säule ist umrankt von Reben und im Borgrunde zieren Rosensträucher und Blumenbeete das farbenreiche Bild. Die Widmung lautet:
„Dem verdienten langjährigen Präsidenten, Herrn Geh. RegierungSrat Dr. Braden, zu seinem fünfzigjährigen Dienstjubiläum in Dankbarkeit
der Oberhesfische Obstbauverein.-
Q Bleichenbach, 27. August. Nach Beschluß deS hiesigen Gememderates ist eS der Elektrizitätsgesellschaft in Melbach jetzt nun auch gestattet, die Leitung durch unser Dorf zu führen. Ebenso zeigen sich die Gemeinden Aulen- Diebach und Rohrbach dem Unternehmen geneigt. In kurzer Zeit werden die noch fernstehenden Gemeinden die etwaigen Vorurteile überwunden haben und durch Anschluß einen zeitgemäßen Fortschritt fördern helfen.
Darmstadt, 28. August. George W. Buchanan, der hiesige britische Geschäftsträger, wurde zum Botschaftssekretär in Rom ernannt. , F „
Mainz, 28. August. Ein hiesiger Seifenfabrikant er- | hielt von einem auswärtigen bedeutenden Wurstfabrikanten etwa 30 Zentner verschiedene Wurstsorten, die sämtlich verdorben waren. Die Wurst war speziell als verdorbene Wurst zum Zweck der Seifenfabrikation angekauft worden. Damit aber kein Mißbrauch mit der Wurst getrieben werden | konnte, so wurde dieselbe unter polizeilicher Aufsicht m die I Seifenfabrik verbracht, woselbst sie gleichfalls unter Polizei- licher Kontrolle für den Genuß völlig unbrauchbar, d. h. unter hohem Dampfdruck zur Seifenfabrikation hergerichtet ""^Mainz, 28. August. Die Mittel des Univ ersitäts- f o n d S sind sehr erschöpft; eS ist deshalb an unsere Stadt von der Regierung das Anfinnen gestellt worden, den bei der hiesigen Realschule entstandenen Fehlbetrag im Betrage von Ml. 12000, der durch den UniversitätSfondS nicht gedeckt werden könne, auf Kosten der Stadt zu übernehmen. Die Bürgermeisterei ist aber nicht gewillt, diesem Wunsche nachzukommen, und hat eine ausführlich motivierte Petition an beide Kammern der Landstände ausgearbeitet, mit dem Ersuchen, das seinerzeit dem Universitätsfonds entnommene Baukapital für das neue Gymnasium in Mainz durch das Land verzinsen zu lassen. Dadurch würde der Fehlbetrag bei dem UniversitätSfondS hinreichend gedeckt werden können. Die Bürgermeisterei stützt sich in ihrer Petition auf die Thatsache, daß andere Gymnasien in Heften aus Mitteln deS Staates erbaut worden sind. —„Die Frankfurter Polizeibehörde läßt einen angeblichen österreichischen Hauptmann der Reserve, der sich Louis B l e y e r nannte, steckbrieflich verfolgen. Dieser verstand es, sich in Frankfurter Familien einzusühren, und verübte bei dieser Gelegenheit Betrügereien. Der Flüchtige ist anscheinend ein Ungar und ist etwa 35 bis 36 Jahre alt.
Mainz, 28. August. Ein hiesiger Tabakhändler erläßt soeben ein Rundschreiben an die Zigarren und Tabak geschäfte, mit dem Ersuchen, sich gegen den Acht- Uhr - L a d e n s ch l u ß zu erNären. — Gestern weilten, wie der „Mainz. Anz." schreibt, vom Kriegsministerium in Berlin der Abteilungschef, Oberstleutnant Fromm und Major Ravenstein hier zwecks Besichtigung von Festungswerken. Die Anwesenheit der Herren ist mit der Erbauung von A u ß e n f o r t s in Verbindung zu bringen. — Gestern vormittag haben zwei Gendarmen von Ingelheim den 45jährigen, unverheirateten Jakob Weiland aus Wackernheim, der dort den Husaren-Gefreiten Heftrich erstochen hat, und den der Beihilfe beschuldigten 25 jährigen, in Gonsenheim gebürtigen Karl Krieger hierherqebracht und in das Provinzial-Arresthaus eingeliefert Der Jakob Weiland ist wogen Körperverletzung schon mit zwei und vier Monaten Gefängnis vorbestraft. Gr wird diesmal wegen Totschlags vor das Schwurgericht verwiesen und sein Fall schon in der kommenden Tagung des Ähwurgerichts verhandelt werden. Als Verteidiaer wird Rechtsanwalt Dr. Brenner fungieren. Außer der Beihilfe zum Totschlag wird sich der mttverhaftete Karl Krieger wegen schwerer Körperverletzung (er hat einem Husaren mit der Heugabel in den Unterschenkel gestochen) iu verantworten haben. Tie Heugabel, mit der der Weiland den Gefreiten totgeftochen, ist keine Patentgabel, sondern eine massiv geschmiedete, dreizinkige Gabel mit ca. 3 Meter langem Stiel. Ter tätliche Stich ist von oben
Elpoabtut ler bni k'erung er Hand rurg-,
' Königin Haag an- 'gemeiftrr nttag hier 1 Kanourn- 5 vorsuhr, imne.
Ult heute x Witte iUmm x Rohstem ie halbe Ulhs, der lr bezahlte. N, veil es R in bin über das n. Saison
Er ftlbtr mildernden
& MentatS ; er die An- litte sallen. ierter Seite io eine Zu- finbtt, nach nach Wien i Besuch ab-
Rumänien lchmittag des tra/NN •witb.
iverM hat Ui unter« da« nächste >en und drei f. Die Leister. Wn x\^tn thtx bah eine von ;tn Agitatoren irtstenseier, 8 erteilte, von
stete den o^ ojertte
Mw * onvtte\ xtbt,
schon E' Irland in guttan l«» witb wt b® >dabb«h«
geführt gewesen, und ging durch die Lunge und den Herz- I beutel in das Herz. Weiland, der mit seinem Bruder I und dem vorgenannten Krieger allein, und ohne jede weid- I liebe Bedienung, in ihrom gemeinsck)afiUchen großen Hause I wirrschaftetc, ist sehr vermögend Reue über seine Thal I zeigt er gar keine So zynisch, wie er der fast zwei Stunden I Nüiyrenden Sektion des erstochenen Heftrich beiwohnte, so I frech und zynisch ist auch heute noch fein Benehmen. — I Aussehen erregten gestern am Rheine die Schiffe I der-K omtesse de Brean aus Paris. Mit ihrem weißen I Farbenanstrick> und ihrer Bauart an und für sich lenken I die Schiffe die Aufmerksamkeit aller Vorübergehenden auf I sich. Die Komtesse ist damit von Paris gekommen und I fährt von hier rheinabwärts nach Holland. Von den beiden I viereckig gebauten Schiffen ist das eine von der Komtesse I und das andere, das auch die geräumige KückK enthält, I von der aus 12 Personen bestehenden Dienerschaft bewohnt. I Das erstere bietet in allen seinen Räumen (schlaf und I Wohnzimmer, Salon ufto.) den auserlesensten Luxus. Tas I Promenadedeck ist rundum von blühenden Blumen um- I geben, was einen ungemein freundlichen Anblick gewährt. I Tas Ganze zeugt von dem Reichtum der Tarne. Die beiden I „Le Lotus" benannten Wohnschiffe werden auf der Fahrt I von dem kleinen Tampser „Scabaree" geschleppt. Zur I weiteren Ausrüstung der Schiffe gehören noch 5 Ruder- I boote verschiedener Systeme. Komtesse de Brean bleibt I mit ihren Schiffen zwei Tage hier.
♦ Bad Em8, 28. August Die Morgenkonzerte der hiesigen Kurkapelle erfreuen sich seit einigen Tagen eines i höchst seltenen Gastes. Auf dem hinter dem Brunnen- gebäude hervorragenden jähen Berggipfel, Klopp genannt, stellt sich nämlich zur Freude der zahlreichen Kurgäste bald nach Beginn der Konzerte ein Reh ein. Vergnügt äsend, zeitweise aufhorchend und in den belebten Kurpark niederschauend, hält dasselbe stets eine gute Stunde aus und zieht | sich bann in den angrenzenden Wald zurück. — Im viel besuchten Lesezimmer deS Kurhauses liegen 67 deutsche, 41 ausländische Zeitungen, sowie 52 deutsche und 11 ausländische Zeitschriften, im Ganzen demnach 171 verschiedene Blätter auf. — Die letzte Kur liste weist 10268 Kurgäste und 10523 Passanten, im ganzen also 20791 Fremde auf.
•• Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten.
I In Freiendiez bei Limburg wurde auf einem Bahnüber- I gange ein Fuhrwerk überfahren. Zwei Personen wurden verletzt, die beiden vor dem Wagen gehenden Pferde wurden
I getötet und das Fuhrwerk zertrümmert. — Das Regierungs- I blatt veröffentlicht folgende Namensveränderung: Am I 8. August wurde dem am 17. März 1875 zu D a rmstadt I geborenen GerichtSaccessisten Dr. Moritz Mainzer ge- I stattet, neben seinem seitherigen in Zukunft den weiteren I Vornamen Friedrich zu führen. — In Westhofen war I der 24jährige Wilhelm Weinbach im Keller seines Vaters I mit Ausschwefeln der Fässer beschäftigt. Dabei kam er I auch an ein leerstehendes Spritfaß, welches mit lautem I Knall explodierte und in Brand geriet. Weinbach wurde I von den zu Hilfe eilenden Nachbarn und Hausbewohnern I mit Brandwunden bedeckt aufgefunden. Der schwer Ver- I letzte kam in baS Hospital nach WormS, wo er nach sechs I Stunbeu verstarb. — Die älteste Frau in Büdesheim, I bie Witwe Kaspar H00S, geb. Frei, ist verschieben. Sie I war geboren am 3. Dezember 1800, hat also nahezu 100 I Jahre erreicht. — Währenb eines Streites in einer Wirt- I schäft in Ludwigshafen holte ber Wirt Epple sein Jagb- I gewehr aus seinem Wohnzimmer unb erschoß ben Arbeiter I Genzinger.
Krdriterimvrsunß.
Aavre, 28. August. Der Ausstand ist allgemein, nachdem die Hafenarbeiter heute in einer neuen Versammlung einstimmig die Fortsetzung des Streiks beschlossen haben. In Dünkirchen scheiterten die Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern zwecks Herbeiführung einer Verständigung. Dre Not unter den Ausständigen begirmt groß zu werden. Der Aubstand hat sich nun auch auf Algerien erstreckt. In Baue haben heute tausend Hafenarbeiter die Arbeit niedergelegt.
Universität und Hochschule.
Der Lehrstuhl des verstorbenen Profeftors Dobbert an der LeLniiLm Hochschule in Ch-rlottenburg ist noch nicht besetzt. Wie d-S Beniner Fremdenblatt milteUt, ist für b<8 nächste H.ib- iabr Prof Dr M G. Zimmermann mit der Vorlesung über Kunstgeschichte betraut. Professor Zimmermann, geb. 1861 in Elbing, lehrte früher an der Düsseldorfer Akademie und ist kurzem Prtvatdozent an der Berliner Universität - Der Re chStags- abgeordnete Generalsekretär Dr. theol. Hille soll, wie verschiedene Blätter melden, zu Beginn des bevorstehenden Wintersemesters an der vhilosovhisch.theologischen Fikullät zu Paderborn die Profestur für MoÄ rmd SozialwiffmschRst übernehmen, die bisher Dr. Schneider, der jetzige Bischof von Paderborn innehatte. — Der Prtvatdozent und Realschulprofefior Dr. Leopold Klug ist zum ordentlichen Profeffor der dirstellmden Geometrie an der Universität Klausenburg ernannt worden.
^i900',
Ä sE,
'KrkIK"'
i" «»'
Iw»®
*«?»*v
*5'8*
-andei mr- Verkehr. KolksVirtschaft.
Fruktirter Börse vem 88. August.
Wechsel auf New-York tu 0.00-00.
PFÄeUeu auf Kredit per ult Sept 2.OO’/o, do. per ult Okt. 3.00°/o, Diskonto-Kommandit per ult Sept 0.00%, do. per ult Okt. 2.70 ®/o, Lombarden per ult Sept. 0.70%h do. per ult Okt. 1.00 /». Deutsche Bank per ult. Aug. 0.00%.
ÄotierUM<eu: Kreditaktien 205.20-40-30, Dtekonto- Kommandit 173.40-60.00000, Staatsbahn 138.20-90, Lombarden 25.30-20-30, Italiener 94.30, Spanier 72.30, Bpros. Mexikaner 25.35, Bochumer 185.10-184.50-000.00 bi., Laura 200 20-00 be., Harpener 176.70-20-50 bi., Gelsenkirchen 189-189.50-00-000 bi. G., Pritat- Dlskont 3 Wi« °/o B.
1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 205.30-206.00-00 bi., Dv- konto-Kommandit 173.60-80 bi., Berliner Handelsgesellschaft 00 bt, Staatsbahn 138 80-139.50 bi., Lombarden 25.40-00 b., Laura 000-00 3proz. Mexikaner 00 00 bz.
Märkte.
Gießen, 29. August. Der gestrige R i n d e r m a r! t hatte einen Auftrieb zwischen 1200 bis 1400 Stück, darunter mehr als den vierten Teil Jungvieh und Kälber. Für Milchkühe fehlten diese» mal am Markt auswärtige Käufer, hingegen waren Reflektanten aus der näheren Um gegend stark am Platze, denen es glückte, die Preise gegen die des letzten Marktes etwas zu drücken. Ein Posten ostpreuhstchrs Mastmeh, da» aufgetrieben war, fand keine besondere Beachtung und wurde nur schwer zu mäßigen Preisen untergebracht Der Handel in Kälbern, besonders in schwerer Ware, machte sich sehr gut, da Wiesbaden dann ganze Posten zusammenkaufte, und dadurch ein Steigen der Preise zu wege brachte. Der Handel wurde gegen den Schluß hin sogar flott, als btc Verkäufer mit ihren Forderungen für Milchkühe heruntcrgmgen. Es wurden gehandelt: Kühe frischmelkend und tragend, besonders schwere Ware 460 bis 5OO Mk., 1 Ware 360 bis 420 Mk., 2. Qualität 250 biS 800 Mk Abmelkkühe wurden wieder zu billigen Preisen loAescklagen da hierfür kein Begehr war. Junge Rinder wurden mit 160 M8 210SHL gehandelt. Kälber beste Ware erzielten pro 100 Pfund Schlachtgewicht 68 bis 72 Mk., Mittel-Ware 60 bis 65 Mk, geringere Ware 56 bi« 60 Mk. Der Markt ging spät zu Ende und blieb ohne erheblichen Ueberstand.
Vermischtes.
• Eisenbahnunfall. Nach einer Melbung auS Würzburg fuhr in Partenstein ein Güterzug einen anberen seitlich an. Es gab große Befchäbigung be« Fahrmaterials, ein Beamter ist leicht verletzt. Der Orient-xpreßzug kam infolge ber Sperrung fast 4 Stunben später an.
• Ans den Alpen. Wegen Unwetters können bie meisten ber in Lugano cinmünbenbcn Postrouten nicht ausgeführt werben. Der Schiffverkehr auf bem Luganer- fee ist eingestellt, ber Verkehr ber Gottharbbahn zwischen Lugano unb Melibe ist gestört. Der Poftverkehr auf ber Lukmanierstraße (Graubünden) ist unterbrochen, bie Post mußte nach Disentis zurückkehren. — Beim Eiger- gletscher stürzte ber Wächter ber dortigen Gletscher- grotte namenS Fenz ab unb war sofort tot.
♦ Budapest, 28. August. Der Leiter ber Ofener Filiale ber vereinigten hauptftäbtischen Sparkaffen, Karl Job, stürzte sich aus unbekannter Ursache vom vierten Stockwerke seines Wohnhauses auf bie Straße hinab. Er war sofort tot. ____________________________________
Köstliche Gerichte.
So manche Hausfrau bereitet mühelos viele ,köstliche Gerichte von Brown unb Polsons Mondamin. Bei germger Mehrausgabe lassen sich leicht in kurzer Zeit Mondamin-Flammris, -Puddings, -Milch- und Eiersveisen, -Aufläufe,-Desserts schnell ^urichten, Brown u. Polsons Mondamin, mtt Milch gekocht, wird der leichten Verdaulichkeit wegen von Aerzten für Kmdn un junge Mütter gern emvfohlen. Mondamin ist ube^ll kaufticy. Brown und Polsons neue Rezepte sind als ein Vuchlem oer deutlicher Adresse Berlin C. 2, kostenlos zu haben.


