Ausgabe 
30.1.1900 Zweites Blatt
 
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ausgestatteten Büchlein ersehen, wird die aktive deutsche I Flotte auf der Darmstädter Marine-Ausstellung in ihren besten Typen und in einem bisher nie dagewesenen Um­fange zu sehen sein. Zunächst sind votreffliche Modelle von 7 Panzerschiffen ausgestellt, und zwar das ^nnen- schiffKaiser Wilhelm II.", dessen SchwesternschrffeKaiser Friedrich III.",Kaiser Wilhelm der Große" undKaiser Karl der Große" sind. Diese Linienschiffe von 115 Meter Länge und einer Maschinenleistung von 13 000 Pferde­stärken, womit sie 18 Kuoten in der Stunde zurucklegen können, sind in den Jahren 1898 1900 ^rtrggestellt und bilden die 2. Division des 1. Geschwaders. Vier weitere Schwesterschiffe «dieser Klasse sind noch im Bau. Etwas älter sind die Linienschiffe der Brandenburg-Klasse mit den Modellen derBrandenburg" und der Schwesterschiffe Kurfürst Friedrich Wilhelm",Weißenburg" undWörth". Die Schiffe sind 1893-^-94 vollendet und bilden die 1. Di­vision des 1. Geschwaders. Bei 108 Meter Länge und Maschinen von 9000 Pferdestärken laufen sie 16 Knoten in der Stunde. Das LinienschiffSachsen" mit den Schwe- sternschiffenBayern",Württemberg" undBaden", das eine Geschwindigkeit von 1415 Knoten hat, stammt aus den Jahren 187884. Durch den Umbau in den Jahren i 189598 haben diese Schiffe ein vollständig verändertes Aussehen erhalten, indem die vier Schornsteine auf einen reduziert sind und fast alles Holzwerk beseitigt, sowie neue ! Kessel und^Mnfchinen eingebaut wurden. Zu den Küsten- ! Panzerschiffen istSiegfried" mit den Schwesternschiffen Beowulf",Fritjof",Hildebrand",Heimdall",Hagen", Aegir" undOdin" zu rechnen. Diese Panzerschiffe sind 73 Meter lang und laufen 13 Knoten. Sie sind indessen mit der stärksten Artillerie ausgerüstet und erst in den Jahren 189094 vollendet. Modelle von den Linienschiffen Oldenburg" und den PanzerkanonenbotenBremse" und Wespe" vervollständigen diesen Teil der auserlesenen Sammlung.

W. Friedberg, 28. Januar. Vom März bis September hält die Großherzogliche Obstbauschule hier einen ordentlichen Lehrgang zur Ausbildung im Obstbau ab. Außerordentliche Lehrgänge von kürzerer Dauer für Baum­und Straßenwärter, Obstweinproduzenten, Geistliche, Lehrer und sonstige Freunde des Obstbaues finden in den Monaten März, April, Mai und September statt. Der Obstbau in unserer Provinz breitet sich stetig mit der Ausbildung von tüchtigen Obstbaumwärtern aus; denn seitdem man in fast jeder Gemeinde eine für Baumpflege zuverlässige Persönlich­keit hat, wagt man wieder größere Anpflanzungen, während früher die Leute durch die Unkenntnis auf dem Gebiet des Obstbaues von Pflanzungen abgehalten wurden.

Nieder-Wöllstadt, 28. Januar. Unsere Molkerei­genossenschaft ist infolge Beschlusies der Generalver­sammlung in Liquidation getreten. Nach den Vorgängen bei der Verwaltung, die in den beteiligten Kreisen und da- rüber hinaus so viel Staub aufgewirbelt haben, blieb wohl kein anderer Schluß.

§ Melbach, 28. Januar. Für unsere Gemeinde ist jetzt mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern ein Ortsbaustatut erlassen worden, das in 27 Para­graphen sehr eingehende Bestimmungen enthält.

Von der mittleren Nidda, 28. Januar. Seit die Nidda mit Hochwasser geht und die Wiesengründe unter Wasser gesetzt hat, sind die großen Scharen von Wildenten und Schncegänsen, die sich seither in den Wassertümpeln und auf den mit Wintergetreide ausgestellten Aeckern tum­melten, verschwunden. Bei den bisher abgehaltenen Holzversteigerugen wurden hohe Preise erzielt, obgleich der diesjährige Winter ein recht gelinder ist, und wenig Holzverbrauch veranlaßt.

** Laub ach, 29. Januar. Zur Vorfeier von Kaisers Geburtstag fand Freitag, den 26. d. M., abends einhalb sechs Uhr im Zeichensaale des hiesigen Gymnasiums ein Festaktus statt. Des beschränkten Raumes halber konnte der Eintritt nur gegen vorher gelüste Karten erfolgen. Die Feier in dem festlich geschmückten Saale begann mit den Gesängen des gemischten Chors:Wenn ich nur dich habe" von R. Succo und 'Ave verum" von ! Mozart und dem Gesänge für Männerchor:Ruhmvoll strahlest du, Salamis" ausder rasende Aias" von Karl Schmidt. Sodann wurden durch Schüler der Sexta bis Untersekunda Gedichte vorgetragen. Hierauf spielten die Herren Gymnasiallehrer Schmidt und Müller vierhändig das Vorspiel zu der Oper:die Meistersinger" von Wagner. Die Festrede hielt Gymnasiallehrer Kullmann. Der Vor­trag führte den Zuhörern vor Augen, wie es im Anfänge des vorigen Jahrhunderts aussah. Er gab ein ergreifendes Bild von der Schmach, die der große Napoleon Preußen zufügte, und schilderte die Charaktere des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. und seiner Gemahlin, der unver­geßlichen Königin Luise. Als eines Tages die edle Königin Napoleon^als er ihr eine Rose überreichte, um Magdeburg bat, entgegnen der übermütige Corse, er verehre zwar in der Königin-die schönste aller Frauen, aber Magdeburg fei ihm rüehrAvert als hundert schöne Königinnen. Am Schlüsse ermahnte Redner zur Treue gegen den Kaiser, der «uch eine stärkere Flotte brauche, um Deutschland auf seiner Höhe zu halten. Nach dem Hoch der Versammelten auf den Kaiser schloß die Feier mit dem allgemeinen Gesang des Liedes:Heil dir im Siegerkranz". Am Geburtstage des Kaisers fand eine allgemeine Feier im Schützenhofe abends statt, wobei Bürgermeister Jochem in zündender Rede auf die Errungenschaften des vorigen Jahrhunderts hinwies. Der Musikverein trug durch seine Weisen viel zur Belebung der Feier bei. Den Schluß der hiesigen Kaisergeburtstagsfeiern machte am Sonntagabend der Kriegerverein durch Aufführung eines patriotischen Schau­spiels im Schützenhof.

Langsdorf, 25. Januar. Entgegen den aus aller Welt gemeldeten hohen Holz Preisen haben wir von hier aus das gerade Gegenteil anzuzeigen. Denn die am 22. Januar stattgehabte Bau- und Werkholzversteigerung ergab ein so geringes Resultat, so daß auf Montag den 5. Februar eine abermalige Versteigerung anberaumt werden muhte.

L. Lißberg, 28. Januar. Auch bei uns wurde eine Holzversteigerung abgehalten, bei welcher Brennholz

und Bau-, Werk- und Nutzholz zum Ausgebot kam. Die | Versteigerung war von Kaufliebhabern aus Bergheim, I Ortenberg und Lißberg besucht, die Preise waren mäßig. I Man nimmt jedoch allgemein an, daß bei den Hauptver- I steigerungen, wo die Hölzer erster Güte zum Ausgebot ge- I langen, hohe Preise erzielt werden, weil die großen, holz­konsumierenden Geschäfte von auswärts hohe Preise in ihren Submissionskäufen anlegen.

Q Burkhards, 28. Januar. Die am vorigen Freitage im Fürstlich Stollberg'schen Forstrevier Gedern abgehaltene Holzversteigerung war sehr gut, besonders von Leuten aus der Wetterau, besucht. Für Brennholz 1. Klasie wurden im Durchschnitt 9 Mk, für Brennholz zweiter Klasse 7 bis 8 Mark geboten. . I

N. Nidda, 28. Januar. In letzter Zett sind wieder I bedeutende Geländeankäufe für unser schönes Bad Salzhausen gemacht worden, und zwar von Grund I besitzen: aus den Gemarkungen Kohden, Geiß-Nidda und I Nidda. Auf diese Weise erhält Salzhausen eine eigene I Gemarkung, welche sich nach und nach hübsch abrundet. I Wohl dreißig Ankäufe sind in den letzten Wochen wieder bewerkstelligt worden, welche eine sehr große Arbeitslast verursachten, die indesien durch den Herrn Badekommissär I zur Zufriedenheit aller Beteiligten ihre Erledigung fanden. Die Arbeiten an dem Wasserwerk ruhen eine Zeitlang, I werden aber im Frühjahre mit erneuten Kräften weiter- I geführt. Auch bei den Heilquellen sind Tiefbohrungen in I Aussicht genommen Wenn wir recht berichtet sind, ist für I Salzhausen die namhafte Summe von rund 120.000 Mk. I zur Verwendung in Aussicht genommen, womit sich etwas I auSrichten läßt.

Mainz, 27. Januar. Zu dem Vorfall im I Ober-Olm er Walde teilt dasM. Tgbl." noch fol- I gende Einzelheiten mit: An dem betreffenden Unglücks- I tage waren nachmittags die Landwirte Schnorrenberger, I Wilhelm, Adam und Jakob Schott, sowie Adam Wolf aus I Essenheim, welche sämtlich Jagdpächter sind, auf die Jagd I gegangen. Die Grenze ihres Jagdgebietes befindet sich I eine halbe Stunde vom Walde entfernt, wurde jedoch von I Schnorrenberger mit zwei seiner Gefährten überschritten, I so daß die drei Männer in das Jagdgebiet eines Mainzer I Pächters eindrangen. Der Jagdhüter Englert hörte abends I nach 5 Uhr im Walde einen Schuß fallen. Da in letzter I Zeit auf dem Mainzer Jagdgebiete stark gewildert wurde, I ging der Aufseher dem Schalle des Schusses nach, und I stieß so im Walde in einiger Entfernung auf Schnorren­berger in Begleitung eines anderen, welche den Boden | absuchten. Nachdem er einige Schritte weiter gegangen, hörte er auf seiner rechten Seite ein Geräusch, als er sich nach demselben umdrehte, erblickte er einen Gewehrlauf, der direkt auf ihn gerichtet war. Zu gleicher Zeit vernahm er die Worte:Schieß ihn in den Kopf!" Schnell ent­schlossen riß er sein Gewehr von der Schulter und schoß dasselbe in der Richtung des auf ihn gehaltenen Gewehr­laufes ab. Nach dem Krachen des Schusses hörte er einen Schmerzensschrei und den Ruf:Heute mußt Du noch Dein Leben lassen!" Englert eilte nach Finthen, woselbst er die Gendarmerie benachrichtigte, und ging mit dieser und anderen Leuten in den Wald zurück. An der Thatstelle konnten sie niemand entdecken, als sie aber einige Schritte aufwärts gingen, fanden sie mitten im Wege Schnorren- | berger tot in seinem Blute liegend. Ein Gendarm hielt die ganze Nacht im Walde die Wache an der Leiche. Am anderen Tage wurde durch die Gerichtskommission am

I- Thatorte festgestellt, daß Schnorrenberger an beiden Händen durch den Schrotschuß verletzt und außerdem, daß der Schuß in die Brust in die Herzgegend eingedrungen war, ebenso hatten Schrotkörner den Kopf verletzt. Aus den Verwundungen an der Leiche ging unzweifelhaft her­vor, daß Schnorrenberger, der gewohnt war, links zu schießen, mit beiden Händen sein Gewehr erfaßt und im Anschläge lag. Gestern abend wurden durch die Gendar­merie l:i Essenheim Haussuchungen abgehalten. Zu bedauern bleibt, daß wegen eines armseligen Häsens oder eines Rehes ein Menschenleben zum Opfer fallen mußte.

Fulda, 26. Januar. Gestern morgen wurde der erste Teil der Horaser Eisenbahnbrücke über die Fulda, die eine Länge von 90 Meter, und eine Höhe von 18 Meter hat, ausgewechselt. Die äußerst schwierige Arbeit, das Wegschieben des alten Teiles, sowie das Einsetzen des neuen I Teiles nahm nur fünf Minuten in Anspruch. Fabrikbesitzer I Jucho aus Dortmund, der Unternehmer der Brückenerneue- I rung, sowie Ingenieur Jöster leiteten die Verschiebung.

Die Regierungsräte Stündeck aus Frankfurt a. M. und I Hennig aus Fulda, einige Offiziere vom Eisenbahnregiment I Berlin, sowie andere sachverständige Herren wohnten den I interessanten Arbeiten bei, die ohne jede Stockung glatt vor sich gingen. Ein Extrazug fuhr sofort mehrere Male über

I die Brücke hinweg, die sich felsenfest zeigte.__

Znr^Feuerbestattung.

(Bon einem Theologen.)

In dem in Nr. 20 d. Ztg. enthaltenen Artikel über die I Feuerbestattung ist die neuerliche Stellung der Krrchen- I behörde dieser Sache gegenüber gekennzeichnet als prm- I zipiell die frühere, in der Praxis aber von früher ab- I weichend. Es wird nunmehr dem Geistlichen gestattet, die I schon früher bewilligte amtliche Beteiligung Trauer- I feier für die Angehörigen auch außer dem Hause in der Leichenhalle des Friedhofs, aber nicht an demselben I Tage, da die Verbrennung stattfindet oder doch mehrere

Stunden weiter als letztere, zu gewähren. Der Akt der I Verbrennung soll dadurch isoliert, als unchristlich dar- I gestellt werden. , .. _ . w

Uns und gewiß vielen Christen wäre es sympathischer gewesen, man hätte dem Ersuchen des Offenbacher Kirchen­vorstandes entsprochen, und dem Geistlichen legliche Be- | schränkung aus dem Wege geräumt. Gesteht doch die Kirchen- I behörde offen zu, daß das Verlangen eines Christen, nach I seinem Tode verbrannt zu werden, noch lange feine Los- I sagung vom evangelischen oder christlichen Glauben be- I dinge. Wie schon in einem früheren Artikel von mir gesagt: I der Geistliche predigt für die Hinterbliebenen, tröstet und | richtet auf, hat er seinAmen" gesprochen, so ist sein Amt

Kirche und Schule

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Das Kans brr Trausoaal-Grsanbtfchast in Krüssrl.

Zu den Häusern in Brüssel, die gegenwärtig im Vordergrund des Interesses stehen, gehört der Wohnsitz Dr. Leyds, des Vertreters der südafrikanischen Republiken. Nicht nur, daß sich im Hause ein lebhafter Verkehr ent­wickelt, auch vor dem Hause herrscht regeS Leben und Treiben, denn jeder hofft, hier Neuigkeiten vom Kriegs­schauplatz zu erfahren. Wir führen unseren Lesern daS Haus der Transvaal Gesandtschaft in obigem Bilde vor.

9Werden bereits definitiv angestellte Lehrer au8 anderen Gemeinde« in solche Gemeinden versetzt, so ist ihnen bei Einreihung m die Gehaltsstufen ihre gesamte Dienstzeit in Anrechnung zu bringen/

Einschaltung eines Artikels 7a:

bie Auszablung des Gesamtgehaltes der Lehrer und Lehrermnn, in allen lanbgemeinben geschieht durch die Staatskasse, welche die von den Gemeinden zu leistenden Beitrüge zu den Besoldung«

2"^n Antrag des Abgeordneten Backes dahingehend, Groß« herzogliche Regierung zu ersuchen, an geeigneter Stelle dahin zu wirke, daß den Haltestellen-Aufsehern der preußisch-hessischen Eisenbahngemein­schaft auf den Stationen Stockstadt a. Rh., Wolsskehlen, Weiterstadt,

Worteund zwar" bis

Bei der Zweiten Kammer der Stünde sind eingegangen:

I. Ein Antrag des Abgeordneten Backes zum Gesetzentwurf, betreffend die Gehalte der Bolksschullehrer folgenden Wortlauts: Ich beantrage: Artikel 1 Absatz 1 erhält folgende Fassung:

bie definitiv angestellten Lehrer an Volksschulen haben

- " Gehalt von 1100 Mk.

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Feuemas! ^tin.27. ö-nu' gsa schm Heeres, die MN Uten will, roirb W

Berlin, 2/. W eines M des verflossenen Mhu mkivürdlgenMlchnst Mstmierter bester hm Gnädigster Herr Amm meine «

W M nM M weil ich geMm, bv schuldig. Ich habe t And entfernt, wege besoffen gewesen und jc> ich als redlicher M mit ansehen, denn Jh wollen doch keinen Bi unschuldig leidet, im besoffen. Ich habe 17 schuldig geschmachtet, gefallen, und es ein löt

Artikel 2 Absatz 2, Satz

handelt"; eventuell folgende Faffung:

und zwar mit Unterscheidung, ob eS sich um eine Wohnung für einen Lehrer mit eigenem Hausstande oder um eine Wohnung für einen Lehrer ohne solchen handelt".

Artikel 2 Absatz 2 letzter Satz in folgender Fassung:

Im Falle des Widerspruchs des Gemeindevorstandes oder der beteiligten Lehrer entscheidet der «re,San-schuß und m der Rekursinstanz der Provinzialausschuß, bezw. baß Ministerium, Ab­teilung für Schulangelegenheiten."

Zu Artikel 5 : an Stelle des vorletzten Absatzes des Artikels 7 tritt

D-rnh"^ wil f'.

vorüber. Das folgende besorgen andere, ob es nun Be-l erdigung oder Verbrennung ist. Für den Auferstehungs­glauben ist die Verbrennung keineswegs störend. Werden doch auch Ueberreste von von Bränden verzehrten Menschen ÜÄbcr Hoffnung der Auferstehung beigesetzt. Es werden aber in der Angelegenheit noch ganz andere Anstande kommen. In den Krematorien selbst sind Raume zur Ab­haltung von Leichenfeiern diese sollen offenbar nicht benutzt werden, obwohl sie gewiß würdig ausgestattet sind. Ferner: Wie steht es mit der Begleitung der Leiche vom Sterbehause nach der Leichenhalle, wo die ^dacht statt­haben soll? wie mit dem Geläute, wo es noch üblich ist ? Ich habe Geistliche behaupten hören, sie dürften, wie sie die Freiheit hätten, die Beteiligung zu verweigern, auch das Geläute verweigern. Dadurch aber werde der Ver­storbene geradezu geächtet. Wie mancher sogenannte Christ aber wird mit Sang und Klang beerdigt, der seiner Kirche nicht im geringsten Ehre gemacht hat.

Es steht fest, die Verfügung der Kirchenbehörde ist sehr gut gemeint, auch im Sinne der Mehrzahl der Geist­lichen aber sie leidet an dem Vorwurf der Halbheit. Hier gilt es nur ein entweder oder. Schon die Gewißheit, daß die Leichenverbrennung nie allgemein wer­den wird, allein des Kostenpunktes halber, und die That- sache, daß in solchen Dingen Druck Gegendruck erzeugt, hätte dazu führen sollen, den Geistlichen die Beteiligung in fraglicher Sache mindestens nicht zu verwehren. Die katholische Kirche hat es an Klarheit wenigstens nicht fehlen lassen, als sie ihren Geistlichen die Beteiligung verbot.

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