und
angemessene Zeit zum Aufsuchen eines anderen Dienstverhältnisses zu gewähren. Auch kann bei Beendigung eines solchen Verhältnisses der Dienstbote von dem andern Teil ein schriftliches Zeugnis über das Dienstverhältnis und dessen Dauer fordern. Dieses Zeugnis hat sich auch über die Leistungen des Dienstboten und seine Führung im Dienst auszusprechen.
Euler, Flett, Dr. Gaffky, Dr. Gutsleisch, Grünewald, Hanau, Haubach, Heichelheim, Heyligen«
Sitzung -er Stadtverordneten
Gießen am 27. September 1900.
Anwesend die Beigeordneten Georgi, Grüueberg Wolff, die Stadtverordneten Brück, Emmelius,
Schwurgericht.
-x- Giessen, 27. September.
Heute beschäftigte das Schwurgericht die Anklage gegen Georg Thomas zu Ober-Ohmen wegen Hausfriedensbruches, Vornahme unzüchtiger Handlungen im Sinne des § 183 Str. G.-B. und Versuches eines Verbrechens wider die Sittlichkeit im Sinue des § 177 Str.-G.-B. Beisitzende Richter waren die Landgerichtsräte Müller und Prätorius, die Anklage vertrat Staatsanwalt Zimmermann, der Verteidiger war Rechtsanwalt En gisch. Als Geschworene wurden ausgelost: 1. Georg Leopard, Rentner zu Mehlbach; 2. Konrad Dietz, Bankier zu Gießen; 3. Hermann Karl Schmidt, Landwirt zu Romrod; 4. Heinrich Philipp Kötter, Landwirt zu Altenstadt; 5. Fr. Karl Henzerling, Kaufmann zu Gießen; 6. Dr. Franz Kübel, Jnstitutsvorsteher zu Gießen; 7. Ernst Windecker, Bierbrauer zu Friedberg; 8. Otto Robert, Buchdrucker zu Grünberg; 9. Moritz Ohly, Landwirt zu Holzheim; 10. Joh. Philipp Kröck, Landwirt zu Heuchelheim; 11. Karl Berg, Schuhmacher zu Gießen; 12. Wilhelm Völzing IV., Landwirt zu Groß-Felda. Nach Verlesung des Eröffnungsbeschlusses, nach dem der Angeklagte verdächtig erschien, sich der vorgenannten Vergehen und Verbrechen am 26. bezw. 27. Juli 1900 zu Grünberg bezw. Umgebung von Laubach schuldig gemacht zu haben, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Oeffentlichkeit wegen Gefährdung der Sittlichkeit ausgeschlossen. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete aus schuldig der sämtlichen dem Angeklagten zur Last gelegten Delikte. Die Nebenfrage auf mildernde Umstände, die zu der Hauptfrage wegen des Versuchs eines Verbrechens gegen die Sittlichkeit im Sinne des § 177 Str.-G.-B. gestellt worden war, wurde gleichfalls bejaht. — Der Angeklagte wurde daraufhin zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahre zwei Wochen, abzüglich zwei Wochen der erlittenen Untersuchungshaft, verurteilt. Er erkannte das Urteil an und trat seine Strafe sogleich an.
kür 1901^'N^pl°n für di- st-idtischenW-ldung-n I Iur iyui/r «"hl an Einnahmen aus Holzerlös 94,000 Mk.
?or< anQO$nSö™/n für Kulturen 10,920 Mk., für Wea- I mUt€nffr900 für laufende Arbeiten 2657 Mk. Der
Voranschlag wird genehmigt.
. . Der aus Grund des § 5 des Ortsbaustatuts erfor- I Dispens für die Erbauung einer Scheib en - I werkstätte bei der neuen Kaserne wird befürwortet.
| ^Das in der vorigen Sitzung an die Baudeputatiow I }“tüdgetofefcne Gesuch des SchirmsabrikantenM. Levi um Erlaubnis zum Anbau eines 4.30 Mir. breiten Erkers an
I stlnem Neubau am Seltersweg wird dem Anträge der Bau- I deputation entsprechend abgelehnt.
- hc Da^ Gesuch des Wirtes Ed. Rüsing, welcher am I - Großer'schen Hause an den Bahnhöfen einen, Wirt- I ichastszwecken dienenden Anbau errichten will, wird befürwortet. '
Gärtner Carl Berger beabsichtigt am Wiesenweg I vor seiner Gärtnerei ein Wohnhaus zu errichten. Die I ^rsammlung spricht sich für die nachgesuchte Festsetzung I oer Baufluchtlinien, für Dispens von den Bestimmungen I des § 5 des Ortsbaustatuts und von der Vorschrift deS I ^asstvbaues (der Dachstock soll in Holz-Konstruktion aus» I ffv werden) aus. — Stadtv. Leib fragt an, wann die Offenlegung des Bebauungsplanes für den nördlichen Stadtteil zu erwarten sei. —Beigeordneter Wolfs bemerkt, daß der Vorenrwurs soweit fertig gestellt sei; das jetzige Inter-
I regnum in der Stadtverwaltung, sowie die noch unentschiedene Frage betr. der Eisenbahnhaltestelle haben die Fertigstellung verzögert. — Stadtv. Huhn spricht sich für baldige Vorlage eines neuen Ortsbaustatuts aus, damit den
I vielen Dispensgesuchen vorgebeugt werde. — Beigeordneter Wolff bemerkt hiezu, daß einer Umänderung des OrtsstatutS die in Aussicht stehende Revision der Allgemeinen Bauordnung vorausgehen müsse. — Stadtv. Hanau erklärt, daß schon vor Monaten die Vorlage des Bebauungsplanes für den nördlichen Stadtteil in Aussicht gestellt gewesen sei; er halte eS für erwünscht, daß etwas rascher gearbeitet werden möchte, damit die Stadtvertretung nicht in den Verdacht komme, diesen Stadtteil vernachlässigen zu woAen.
Das Gesuch des Steinbruchpächters Joh. Hinkel um Erlaubnis zur Ausstellung eines Steinbrechers int Stadtwalde wird wegen,' nochmals vorzunehmender Augenscheineinnahme vertagt.
Bei der Vorlage des Projekts für die VerbindungS- | ftraße zwischen der Frankfurter und Bahnhofstraße (ver- längerte Alicestraße) war über die Frage, ob die Böschung nach der Wieseck gärtnerisch anzulegen sei, nicht entschieden worden. Der Voranschlag für den Ausbau ohne gärtnerische Anlage beläuft sich aus 17 000 Mk., mit gärtnerischer Anlage auf 20 500 Mk. Die Versammlung sprach sich für gärtnerische Anlage der Böschung aus.
Die versuchsweise Pflasterung eines Teiles der Frank- furterstraße zwischen den Oberheff. Bahnen und der Wilhelmstraße mit Klinkenstein hat sich nicht bewährt. Bom Ersatz dieses Pflasters durch Steinpflaster soll indes bis nach beendeter Kanalisation abgesehen, der bezeichnete StraßenteL neu eingedeckt und gut unterhalten werden. — Stadtverordneter Wallenfels macht auf mehrere schadhaft gewordene Stellen auf den Trottoirs aufmerksam, worauf Beigeordneter Wolff mitteilt, daß er bereits Auftrag gegeben, die Straßen nach schadhaften Stellen absuchen zu laffen.
Der Beschluß über da« Gesuch des GeschirrhändlerS PH. Wagner um Ueberlaffung städtischen Geländes am Stadtbach in der Neustadt wird ausgesetzt, da über das betr. Gelände anderweit verfügt werden soll.
Eine Rechnung im Betrage von 270,30 Mk. für Lehrmittel zum Handarbeitsunterricht an der Volksschule, die auf Grund eines früher gefaßten BeschluffeS frei gewährt werden, wird genehmigt.
Auf Grund des Gesetzes über die Ha st Verbindlichkeit der Gemeinden für Abgabe von Medica- menten an Hilfsbedürftige war seinerzeit beschlossen worden, bei vorgesetzter Stelle zu beantragen, daß die Stadt Gießen im Hinblick auf ihre geordnete Armenpflege von der Verbindlichkeit entbunden werde. Dem Ausinnen soll stattgegeben werden, wenn den Armenpflegern, BezirkSvorstehern und deren Stellvertretern die Befugnis erteilt wird, die ihnen vorgelegten, von einem approbierten Arzte ausgestellten Rezepte anzuweisen, und die Rezepte in jeder Apotheke an- gesertigt werden. Die Versammlung beschloß demgemäß.
Die Gesuche von Johannes Carle um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Kaplaneigasse 7, von Friedrich Kopp um Erlaubnis zum Verkauf von Branntwein über die Straße im Hause Bismarckstraße 30 und von Julius Schulhof um die gleiche Erlaubnis im Hause Marktstraße 4 werden besürwortet.
Politische Tagesschau.
Die Ergebnisse der vom Reichskanzler im Dezember 16^7 angeordneten Erhebung Über die gewerbliche Kinder- arbeit außerhalb der Fabriken wird in der Statistik des Deutschen Reichs veröffentlicht. Leider ist diese Enquete von den Einzelstaaten ziemlich mangelhaft durchgesührt worden. Das Statistische Amt konstatiert diese Thatsache folgendem Satz: „Hiernach war es schwer und zeitraubend, dte eingegangenen Nachweise für eine Reichsüberficht zusammenzustellen; die Herbeiführung einer gewissen Einheitlichkeit war nur durch teilweise etwas gewaltsame Einreihung der Einzelnachweise in ein Reichsschema zu ermöglichen." Das Rundschreiben des Reichskanzlers fragt nach dem Alter der Kinder. Nur Preußen und Neuß ä. L. geben darüber Auskunft. Hessen unterscheidet noch Kinder von 6—10 und 10—14 Jahren, alle anderen Staaten schweigen sich darüber aus. Ueber die Dauer der täglichen »rbett äußern sich Württemberg, Mecklenburg-Strelitz, Mermngen, Koburg-Gotha, Anhalt und Reuß ä. L. Preußen giebt an, wie viel Kinder mehr als drei Stunden täglich beschäftigt sind. Alle anderen Staaten schweigen über diesen wichtigen Punkt, oder geben nur allgemeine Räsonnements. Ueber die Beschaffenheit der Arbeitsräume äußern ' sich nur Hessen, Meiningen und Anhalt. Ueber die rechtlichen Verhältnisse der Kinderarbeit machen nur Strelitz, Meiningen, Anhalt und Lübeck Angaben, über die Arbeitslöhne der Kinder nur Strelitz, Meiningen, Koburg-Gotha, Anhalt, Schwarzburg Rudolstadt und Reuß ä. L. Es sei noch angeführt, daß die Arbeitszeit der Kinder in Greiz bei der Zigarrenfabrikation 50 Stunden wöchentlich erreicht und in den Ferien 60 Stunden überschreitet. Der I Wochenlohn beträgt dafür 1,20 bis 1,50 Mk. Er wird in I den Ferien nicht erhöht.
®DHf°rh<.nil(MPlfLrn Verhandlungen gab Beigeordneter U den Gefühlen der Trauer über den Verlust %u6» Seniors d-« A ertretung durch das Hinscheiden ihres
Scheel, erlitten. Die SSV W iam 3eid)en -hr-ud--' Anged-nk-nr Hieraus theilte Beigeordneter Wolff mit daß der Mittelrheinische Verband deutscher Gas- und Wafferfach- ^uner die Einladung, seine Nächste Jahresve^aL?g m Gteßen zu halten, angenommen habe. Die Stadt werde sich jedenfalls Mühe geben, den Männern zu^ gestatt bCn Äufcn$aIt freundlich und erinnerungsreich
Dem Jahresbericht, über den Pred. Kirmß sprach, (ent» I nehmen wir folgendes: Die Mitgliederzahl des Vereins | beträgt ca. 30 000, die Zahl der Zweigvereine 62, an welche I sich 200 Ortsvereine angeschlossen haben, Vertrauens- I männer sind 200 für die Vereinssache thätig. Durch Vor- I tragsreisen ist das Werk auch in Landesteilen ausgebreitet I worden, welche bisher dem Verein verschlossen waren. Die I Einnahmen mit 76 533 Mk., wobei die D. Faber'sche Erbschaft nicht mitgerechnet ist, übersteigen die Einnahmen des Vorjahres um ca. 1200 Mk. Die Ausgaben betrugen 89 955 Mk., d. i. 17 700 Mk. mehr als im Vorjahre; von diesen sind für China 42 713 Mk. und Mr Japan 31 386 Mk. aufgewandt. Die Kosten des Missionshauses in Tsingtau mit 34 700 Mk. müssen als einmalige Ausgabe in Abzug gebracht werden. Notwendig ist die Errichtung eines Missionshospitals, für das D. Faber 40 000 Mk. gestiftet ' hat, und einer Chinesenschule. Wenngleich die Missionare vor schweren Leiden bewahrt geblieben sind, so sehen sie doch mit Sorge, wie in China und Japan ein blinder Chauvinismus, ein geist- und gemütloser Materialismus und ein kalter Skeptizismus das Fortschreiten der Mission bedrohen. Thätig sind jetzt in China drei verheiratete Missionare und bald ein Missionsarzt, in Japan ebenfalls drei verheiratete Missionare, eine Missionarin, zwei japanische Pfarrer, zwei Evangelisten, drei Lehrerinnen und eine Bibelfrau. Neben der Predigt wirkt der Verein in Japan durch fünf Schulen (theologische, Armen-, Hand- arbeits-, Sonntags-, Abendschule). Im ganzen zählt man dort 41808 evangelische, 25 231 griechisch-katholische und 53 924 römisch-katholische Christen. Im Vorjahre wurden ! 9397 Taufen vollzogen, darunter etwa die Hälfte durch protestantische Missionare. In Shanghai ist mit dem Kirchbau begonnen, eine Seemannsmission eingerichtet worden ; die dortige Schule wird von 30 Kindern besucht. In Kiautschou ist die Kapelle in Gebrauch genommen und die Schule fortgeführt. Die teilweise Zerstörung des Missionshauses in Tsingtau durch einen Sturm I ist wieder ausgeglichen, freilich ist der Missionskasse ,eine I Neuausgabe von ca. 10 000 Mk. erwachsen. Endlich -ge- | denkt der Bericht des Missionars D. Faber fund des Ober- Kirchenrats D. Dreyer, die "verstorben sind, sowie der jetzt I draußen stehenden Missionsarbeiter.
Darauf ordnete der Vorsitzende den Missionsarzt Dr. I Dipp er ab und verpflichtete ihn auf fein Amt, und nun I sprach Prof. D. Harnack über die „Grundsätze der evan- I gelisch-protestantischen Mission".
16. Mrsonfmmluus
Des Mgkmism SmMMKr-tkstMlWll Mßmsvkrkws.
. 0 m & urg, 25. September. In bewegter Zeit tritt
-er Protestantische Missionsverein zur Hauptversammlung zusammen, denn die Angriffe, die anläßlich der chinesischen Wirren auf die Mission überhaupt gemacht sind, treffen rhn zum Teil mit, da sein Arbeitsfeld Japan und China ist, obwohl es Grundsatz des Vereins ist, die Eigentümlichi- keiten piieser Völker nach! Kräften zu schonen.
Nach einem Gottesdienst, in dem Professor D. Schultz- Göttingen die Festpredigt hielt, fand heute abend im Gebäude der Patriotischen Gesellschaft die erste öffentliche Versammlung statt, die recht gut besucht war. In seiner Eröffnungsansprache dankte P. Mauchot für die Unterstützung, welche die Hamburger Bürgerschaft für das Zustandekommen der Versammlung gewährt hat, wies dann «uf den Ernst der Lage der Mission hin, um mit dem Wunsche zu schließen, daß diese Tagung dazu helfe, das Recht und die Art der evangelischen Mission in ein rechtes Licht zu stellen und der treuen Arbeit mehr Freunde zu erwerben. Als die „Grundgedanken und Ziele des Allg. Ev. Prot. Missionsvereins" stellt Pf. D. Buß, Glarus, die Formel auf: „Eng wie das Evangelium, und weit wie das Evangelium". Denn der Verein steht mit seiner Arbeit allein auf dem Boden des Evangeliums, will aber alle Sonderkirchen und Bekenntnisse zu gemeinsamer Liebesarbeit an den Heiden zusammen- sassen. Derselbe Satz gilt auch für die Arbeit unter den Heiden. Nur das Evangelium soll ihnen geboten werden als die köstliche Perle, nicht aber die Fassung nach Dogmatik, Liturgik und Kirchenrecht, welche die abendländischen Völker ihr gegeben haben. Mögen die neu gewonnenen Völker die Grundlehre von Jesus Christus dann selber so fassen, wie sie ihren nationalen und religiösen Verhältnissen und Eigentümlichkeiten entspricht, dann wird ihre Gemeinschaft von selber zu einer nationalen Kirche werden, die ihnen als ihr eigenes Werk und nicht als aufgedrängt erscheint. Verschieden sind die Wege, die man Pinschlagen muß, um die verschiedenen Völker zu gewinnen, allen aber ist die Predigt von Christus unter Anknüpfung an ihren religiösen Besitz und unter Schonung ihrer tziatio- nalen Eigentümlichkeit zu bieten, wie es der Verein bisher ! gehalten hat.
. Die „Bedeutung derPersönlichkeit in der Missionsarbeit" erläuterte Prof. Bassermann- Heidelberg, an dem Wirken des Apostels Paulus in Thessa- lomch, der ohne jegliche Stütze und Unterstützung Port eine Dhattgkeit entfaltete, welche christliche Persönlichkeiten schuf, deren Beispiel werbende Kraft auf andere ausübte. Das war die Folge seines sanften und verständigen Auf- Iretens und eines untadeligen Verhaltens. Darum brauchen wir für die Mission vor allem christliche Persön- nchketten, deren es leider nicht viele giebt. Aber der Trost ist vorhanden nach dem Bilde des Paulus, daß eine christ- Itche Persönlichkeit alle Schwierigkeiten überwinden kann, ^n ihr liegt vornehmlich das Recht der Mission begründet. Denn wenn Gott eine Persönlichkeit ganz mit seinem Geiste
^an9t die Expansionskraft der göttlichen Wahrheit hinaus, um andere Personen mit dem eigenen 1 ^uer M versehen Darum ist die Hauptsache die Bitte um christliche Persönlichkeiten. Den Abschluß des Abends bildete ein Vortrag des Konsistorialrats Ehlers-Frankfurt a. M. über den Gewinn, den die Arbeiter inderHeimatvonderMissionsarbeitdavon- tragen. Er besteht im wesentlichen in der Anleitung zur Selbstkritik, wo wir gefehlt, wo wir etwas persäumt haben zur Selbstbesinnung auf das Evangelium, und in der Beseitigung von Schranken, die die einzelnen Bekenntnisse von einander noch trennen. Pastor D. M a n ch o t dankte im Namen der Versammlung den Rednern und dem Kirchenchor der ev.-reformierten Gemeinde. Hierauf wurde die Zusammenkunft geschlossen.
- l üSbe!' DU,l? Jughardt, K-ll-r, Kirch, Leib,.
Hamburg, 26. September. Die heutigen Verhandlungen werden an Stelle der erkrankten Vorsitzenden D. Arndt von dem Vicepräsidenten D. Kirmß geleitet. Er betont in der Eröfftmngsansprache, daß der Ernst der Lage uns nicht erschüttern darf int Glauben,an das Rechi und die Zukunft unserer Sache, vielmehr muß er alle zu energischer Arbeit anspornen. Wir leben der Zuversicht, „es muß uns doch gelingen", und mit dieser Zuversicht wollen wir den Aufgaben oer Zukunft entgegengehen. Nach Verlesung der Grüße des Protektors des Vereins, des Großherzogs von Weimar, und des Evangelischen Bundes beschloß die Versammlung die Absendung von vier Telegrammen: an den Kaiser, an den Protektor des Vereins, den Großherzog von Weimar, an die Frau Erbgroßher- zogin-Witwe Pauline von Sachsen, an den Senat. Nach der Begrüßung der Versammlung durch Senior D. Behr- manu namens des Hamburger Kirchenrats und der hie^ sigen Geistlichkeit und des Oberkonsistorialrats D. Spinner namens des Weimarer Kirchenregiments wurde von Hamburg eine Ehrengabe von 7500 Mk. für das Krankenhaus in Tsingtau überreicht, wozu Noch zwei kleinere Gaben kamen.
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