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Streitpunkte hier nicht eingegangen werden. Gleichwohl behalten die Vorgänge der jüngsten Zeit doch ihre tiefgehende und ernste Bedeutung für unsere ganze parlamentarische Zukunft. Wenn die Vergewaltigung der Mehrheit diesmal von einer Minderheit ausgegangen ist, die sonst als die Vertreterin gerade des parlamentarischen Mehrheitsprinzips sich bekennt, so liegt die Gefahr um so näher, daß der einmal beschrittene verhängnisvolle Weg der Obstruktion auch bei anderer Gelegenheit und auch Gesetzentwürfen gegenüber eingeschlagen werden könnte, die geradezu vitale Jntereffen des Reiches und des Staates berühren. Alle Politiker, denen eine gesunde Entwickelung unseres parlamentarischen Lebens am Herzen liegt, werden der Ueberzeugung fich nicht verschließen können, daß eine Wiederholung der Obstruktion nur die Folge haben könnte, unsere Gesetzgebung zu gefährden und schließlich lahm zu legen. Innerhalb der Mehrheit des deutschen Parlaments wird mithin, wie erwartet werden darf, die Ueberzeugung immer mehr erstarken und sich vertiefen, daß derartige Vergewaltigungen der Mehrheit durch die Minderheit für die Zukunft ausgeschlossen sein müssen.
Wie die Berl. Korresp. diese Ausschließung sich denkt, wird nicht angedeutet.
Am 26. d. M. waren 25 Jahre seit dem Versöhnungskongreß in Gotha verflosien, aus dem die Einigung der deutschen Sozialdemokratie herbeigeführt wurde. Laffalleaner und Eisenacher (Allgemeiner deutscher Arbeiterverein und Sozialdemokratische Arbeiterpartei), die sich bis dahin aufs heftigste befehdet hatten, schloffen Frieden. In erster Linie war es das scharfe Einschreiten der Polizeibehörden und Gerichte, das die feindlichen Richtungen in Gotha 1875 zusammenführte. In Preußen begann der Kampf gegen die alte Lassallesche Organisation an der Peripherie, in Schleswig-Holstein, schon Ende 1872. Bald wurde er I nach Berlin, dem Hauptsitz des Laffalleschen Allgemeinen I deutschen Arbeitervereins, verlegt. Dieser Verein wurde verboten. Hasenclever, der damalige Präsident des Vereins, suchte die Organisation zu retten, indem er den Ber- einssitz im Juni 1874 nach Bremen verlegte. Aber auch hier begann bald die Verfolgung. Nun kam, was kommen mußte. Die feindlichen Brüder begruben die Streitaxt, lösten ihre verschiedenen Organisationen aus, verständigten sich über einen Kompromiß (Gothaer Programm von 1875) und schufen eine einheitliche deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei. Gleichzeitig wurden die Blätter der beiden Richtungen, der Leipziger Volksstaat (Liebknecht), und der I Neue Berliner Sozialdemokrat (Hasenclever und Hasselmann), in ein einziges Parteiorgan (Vorwärts, Sitz in Leipzig) verschmolzen. Um auch hier die Versöhnung zum Ausdruck I zu bringen, wurden Liebknecht und Hasenclever zu Redakteuren des neuen Centralorgans bestimmt.
Mit vereinten Kräften ging es nuu unter der neuen I Parteibehörde, dem Hamburger aus fünf Mitgliedern bestehenden Zentralwahlkomitee, vorwärts. Hatten I die Reichstagswahlen von 1874 den Laffalleanern drei, den Eisenachern sechs Mandate gebracht, mit zusammen 350,000 Stimmen, in die sich beide Richtungen ziemlich I gleich teilten, so zeigte sich bei den Wahlen von 1877 als praktische Folge der Versöhnung eine Erhöhung der sozialdemokratischen Stimmenzahl auf 493,000 mit zusammen I 13 Mandaten. In Berlin wurden der vierte und sechste I Wahlkreis zum erstenmale von der Sozialdemokratie erobert. Etwas über ein Jahr später kam dann das Sozialisten- I gesetz, das über zwölf Jahre in Geltung war. Wie sich seit dem Falle dieses Gesetzes die Sozialdemokratie zu einer I Macht entwickelt hat, ist bekannt.
Daß am 26. bezw. 27. d. M. die 25jährige Wieder- I kehr des Gothaer Einigungskougreffes in einer Reihe von Städten durch die Parteigänger festlich begangen wurde, I ist erklärlich. Schon kurz nach dem Gothaer Versöhnungskongreß wurde in der sozialdemokratischen Presse scherzweise I vorgeschlagen, den Berliner Staatsanwalt und späteren I Reichsanwalt Tessendorf, der damals die Sozialdemokratie eifrig verfolgte, zum Ehrenmitgliede der Partei zu machen, da ihm wesentlich die Beilegung des Bruderzwistes zu danken sei. Von Tessendorf erzählte man die Aeußerung, er werde „die rote und schwarze Internationale" aus Berlin verschwinden machen. Teffendorf ist gestorben, aber die Sozialdemokratie lebt. Und da giebt es immer noch Leute, I die da glauben, mit der bloßen Politik der Gewalt etwas I ausrichten zu können. Man vergleiche das Heute mit den Verhältnissen vor 25 Jahren!
Schloß Fischbach im Ri-sengebirae wuchs Pnnz Wilhelm zu einem fröhlichen, kräftigen heran lind so fiel slhrn der praktische Mtätbknft9 äui dem Sande des Darmstadter Exerzierplatzes anch gar nÄ schwer. Boll und ganz seine Stelle auszufAlen »ar iS. ^regstes Bestreben. Am 28. Januar 1864 tourbe'bet «rin. Lum Oberleutnant befördert, 1865 bezog er die Universität' Bonn, 1866 die Landesuniversität Gießen. Am 12 4 ? 1866 wurde er zum Hauptmann befördert. Als 1866 Krieg ausbrach, machte er in dieser Charge als Ordonnanr- offizier int Hauptquartier des Prinzen Alexander den Feldzug mit Im Stabe seines Bruders, des Generalmajors und Kommandeurs der Großh. Hess. Reiterbrigade, Prinzen « 1 ? üon Hessen, nahm er an den Gefechten bei Aschaffenburg und Gerchsheim teil. Am 16. November 1867 erfolgte seine Ernennung zum Major unter Stelluna a in Juite des Großh. Hess. 4. Infanterie-Regiments. Gleichzeitig wurde er zweiter Inhaber des l(3. Jnfanterie-Reai- ments (Leib-Regiments). 1870 erwirkte er sich! beim Ausbruch des Krieges bei König Wilhelm I. die Erlaubnis den Feldzug wieder im Stabe seines Bruders mitmachen au dürfen. Der Prinz nahm teil an den Schlachten bei Mars la Tour, Gravelotte - St. - Privat, Noisseville, Orleans an der Belagerung von Metz und an den Gefechten von Meung, Beaugency, Montlivault, Chambord und Vienne Dabei zeichnete sch Prinz Wilhelm des öfteren durch persönliche Tapferkeit aus und befand sch mit seinem Bruder I häufig im dchtesten Kugelregen. Besonders bei Mont- I livault (9. Dez. 1870) trug er persönlch durch Anfeuerunss I der Truppen und durch umschtige Anordnungen wesentlich I dazu bei, daß der überraschende Awgriff der Franzosen zuruckgewiesen wurde. Stets deutscher Denkart kehrte Prinz I Wilhelm, stolz über die glorreichen Erfolge der Deutschen I und besonders seiner tapferen Hessen, im Jahre 1871 in die Heimat zurück. Während des Feldzuges wurden ihm an Orden und Auszechnungen verliehen: das he fische Militär-Verdienstkreuz, das Eiserne Kreuz 2. Klasse, ba« mecklenburgische Verdienstkreuz, der russische St. Georgs Orden und die Reichskriegsdenkmünze.
Außerdem war der Prinz Inhaber zahlreicher hoher Orden u. a. des Großkreuzes des Ludwigsordens und be* Verdienstordens Philipps des Großmütigen, des Hessischen Hausordens vom goldenen Löwen, des Bairischen Hubertusordens, des Großkreuzes des Belgischen Leopoldsordens und Niederländischen Wilhelms-Ordens, des Russischen St. Andreas-Ordens, des St. Alexander-Newski-Ordens, des weißen Adlerordens und des St. AnnenOrdens 1. Klasse?c.
I Kaiser Friedrich, hatte ihm während seiner kurzen Re gierungszeit den hohen Orden vom Schwarzen Adler verliehen.
Vor einigen Jahren hatte sich Prinz Wilhelm auch die Rettungsmedaille am Bande erworben, weil er mit eigener Lebensgefahr während der kalten Jahreszeit eine Frau vom Tode des Ertrinkens gerettet hatte.
Am 25. Februar 1885 vermählte sich Prinz Wilhelm mit der S,chauspielerin Josephine Bender, die den Namen Freifrau von Lichtenberg erhielt. Dieser überaus glücklichen Ehe entsproß ein Sohn, Gottfried Ludwig Josef Wilhelm von Lichtenberg, der zur Zeit als Leutnant im 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 117 steht.
Die letzten Lebensjabre des Prinzen sind verhältnismäßig still und einfache oahingegangen, ganz seinem einfachen, schlichten Wesen entsprechend. (£r liebte die Zurückgezogenheit auf S.chloß Rosenhöhe, aus der er nur heraustrat, wenn eine unbedingte Notwendigkeit dazu vorlag. Prinz Wilhelm führte hier das Leben eines Privat gelehrten und bekundete wie alle hessischen Fürsten und Prinzen für wissenschaftliche und künstlerische Bestrebungen daS weitgehendste Interesse, besonders für geschichtliche Forschung und Musik. Fast nie hat er bei einer Versammlung des historischen Vereins, fast nie bei den Bayreuther Festspielen gefehlt. Richard Wagner verehrte er besonders. Mit dem verstorbenen König Ludwig II. von Baiern, dessen Mutter eine Schwester der Mutter des Prinzen war, verband ihn vertraute, innige Freundschaft. Der Prinz weilte häufig als Gast bei seinem königlichen Vetter, der mit ihm die Verehrung für Wagner'sche Musik teilte. Wenn der Briefwechsel mit diesem Wrsten dereinst im Druck erscheint, dürfte er sehr fesselnde Dinge zu Tage fördern. Noch im verflossenen Jahre weilte der Prinz längere Zeit in Bayreuth, um den dortigen Festspielen beizuwohnen, und war ein gefeierter Gast int Hause Wahnsried. Große Verdienste erwarb er sich auch als Protektor der Gustav-Adolf-Aufführungen in Darmstadt.
Prinz Wilhelm war ein ebenso guter Deutscher wie Hesse, ein hochgebildeter, vorurteilsfreier Mann, ein vor trefflicher Mensch; bei allen, die ihm nähertreten durften, hinterläßt er das ehrenvoll st e Andenken?
lieber die Erkrankung und den Tod des Prinzen schreibt der behandelnde Arzt Dr. Kolbe:
Seine Hoheit erkrankten am Sonntag, 20. Mai, unter leichtem Frösteln und Halsschmerzen; bei der ärztlichen Untersuchung wurde eine starke Anschwellung der linken Mandel konstatiert, die Temperatur betrug dabei 39,4. Im Laufe des Montags nahmen bei normaler Temperatur die örtlichen Erscheinungen im Halse zu, besonders war die Schmerzhaftigkeit fast unerträglich, sodaß die Bildung eines Abscesses sicher anzunehmen war. Im Laufe des Dienstags nahm unter Entleerung von Eiter und Blut die Schwellung im Halse schnell ab, ebenso verringerten sich die Schmerzen in sehr erfreulicher Mise. Im Verlaufe des Dienstags waren Se. Hoheit zeitweise außerhalb des Bettes, die Temperatur betrug am Abend 38,8. Der Mittwoch zeichnete sich subjektiv und objektiv durch einen günstigen Krankheitsverlauf aus. Die Schmerzen im Halse wurden gar nicht mehr empfunden, die Besichtigung ergab, daß die linke Mandel ihre normale Größe wiedererlangt hatte und daß am Ende des Zäpfchens ein kleiner weißer Schleimbelag sich festgesetzt hatte. Die Eitereütleerung aus dem Munde ging ohne Hustenreiz durch geringes Räuspern vor sich. Es fiel nun bei der Untersuchung der übrigen Organe auf, daß in dem hinteren und unteren Abschnitt der rechten Lunge ein leichtes Schleimrasseln zu hören war. In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag zeigten sich nach vorhergehendem, anscheinend gesundem Schlaf Schmerzen in der linken Seite des Leibes und der Brust, die das Allgemeinbefinden des hohen Patienten sehr störten. Am Donnerstag früh konnte man bei der Untersuchung
Aus dem Leben
des Prinzen Wilhelm von Heffen
Gießen, den 28. Mai 1900.
Prinz Wilhelm war geboren zu Bessungen als der jüngste Sohn des Prinzen Carl von Hessen (f 20. März 1877) und dessen Gemahlin Prinzessin Elisabeth, Toch? ter des Prinzen Wilhelm von Preußen (Cousine Kaiser Wilhelms I.). Für die Prinzessin Carl war es damals eine traurige Zeit; ihre Mutter war in Berlin schwer erkrankt, sodaß sie trotz der beschwerlichen Reise zu Weihnachten an das Krankenbett eilte, von dem sie ihre geliebte Mutter nicht mehr aufftehen sehen sollte.
Gleich seinen beiden älteren Brüdern, dem Großherzog Ludwig JV. und Heinrich, genoß Prinz Wilhelm eine sorgfältige Erziehung. Körperlich wohlgebildet und geistig gut veranlagt, entwickelte sich der Prinz unter der Leitung seines Gouverneurs von Zangen und seines Lehrers Theodor Becker in erfreulichster Weise. Dieser unterrichtete ihn fitt den Hauptfächern, während ihm in anderen Fächern noch mehrere hervorragende Lehrkräfte zur Seite standen. Den Religionsunterricht erteilte Ober- hospredtger Dr. Bender, der ihn auch am 15. April 1862 konfirmierte. Am selben Tage wurde er auch zum Leutnant SLrvtiP ^-^herzoglichen Infanterie-Regiment Prinz
Meute 11 /), ernannt, nachdem er persönlich auf Doppelposten an der Schloßwache mit einem Kadetten zusammen gestanden hatte. Auf der „Rvsenhöhe" und im Sommer
I teressen aller Richtungen. Selbstverständlich sei, daß ein I Zolltarif schema nicht aufgestellt werden könne, ohne daß gleichzeitig Zolltarifsätze erörtert würden. Es lasse sich bet den Verhandlungen über das Schema gar nicht ver- I hindern, daß die Interessenten ihre Wünsche über den Tarif aussprächen. Die Gerüchte über die Art der Vorbereitung der Verträge trügen den Stempel der Tendenz I an der Stirne.
I Abg. Paasche (nl.) tadelt ech daß die Vollmacht, I England und den ermlifchen Kolonien Meistbegünstigung I 3N gewähren, auf u nbesttmmte Zeit gefordert werde, denn I Deutschland habe keine Garantien, daß die Kolonien in I Zwischenzeit Deutschland die Meistbegünstigung ent- I Ziehen. Deshalb sei es ihm persönlich schwer, der Vorlage I Trt der Fassung „bis auf weiteres" zuzustimmen.
I Roe ficke-Dessau (wildlib.) hofft, daß der
I Staatssekretär, wenn er von Gerede gesprochen habe, wel- I Mes den Stempel der Tendenz an der Stirn trage, nicht Herrn Broemel damit gemeint habe. (Graf Posadowsky schüttelt verneinend den Kopf.) Die Forderung, daß alle Verhandlungen über Zolltarifsätze an das Licht der Oeffent-
I ltchkeit kommen sollten, sei durchaus berechtigt.
Vizepräsident v. Frege bittet die nachfolgenden Red- I wer, sich möglichst an der Vorlage zu halten.
I iAhg, R 0 esicke - Kaiserslautern (Bd. d. L.) stimmt I dem Abg. Pansche bei und kündigt zur zweiten Lesung I einen Antrag an, in ider Vorlage die Worte „bis auf weiteres" zu ersetzen durch eine Vollmacht auf ein Jahr, also bis Ende Juni 1901. ’
Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt zunächst, I er habe mit seiner Kritik vorhin nicht Herrn Broemel im I Auge gehabt. Gr bleibt dabei, daß bei den Verhandlungen , I das Schema sich solche über Zollsätze nicht verhindern ließen. Wenm die Vorlage die Vollmacht „bis auf wei- I erbitte, so liege das daran, däß es nicht zweckmäßig I sei, ledes Jahr ganz dieselben Debatten zu haben. Deutsch- I land habe jedenfalls Anlaß, Störungen seiner Handels-- beziehungen mit England zu vermeiden, und da müsse wie ein Kaufmann gehandelt und gefragt werden, auf welche Weise der Saldo für Deutschland vorteilhafter sei.
Die Generaldebatte wird geschlossen. — In zweiter Lesung wird nach, kurzer Debatte der Antrag Roesicke- Kmserslautern (Bd. d. L.) angenommen. — Ein Vorschlag des Abg. Rickert (frs. Vg.), die Vorlage gleich in dritter Lesung zu erledigen, stößt auf den Widerspruch des Abg. Bachem (Ztr.) — Das Haus setzt nun die Beratung der Unfallversicherungs-Gesetze fort mit dem Haupt- I gefttz, dem sog. Mantelgesetz. — Es werden hier zunächst zahlreiche Anträge Roesicke (wildlib.) und anderer ange- I nommen, die lediglich redaktionelle Bedeutung haben oder I । Konsequenzen von Beschlüssen zum Gewerbe-Unfallgesetz sind. Einige sozialdemokratische Abänderungsanträge wer- I den sämtlich abgelehnt. — Es folgt dann das Unfallgesetz für die Land- und Forstwirtschaft. — Beim. § 6a beantragt I Abg. v. Richthofen (kons.), die in zweiter Lesung angenom- I mene Bestimmung wieder zu streichen, wonach für die Fach- I arbeitet: in den gewerblichen Nebenbetrieben der Landwirt- I schäft deren Jndividuallöhne (statt des Lohndurchschnitts I für landwirtschaftliche Arbeiter) der Berechnung der Rente I zu Grunde zu legen sind. — Ein Antrag Roesicke( wildlib.) I dagegen will die Berechnung nach Jndividuallöhnen zwar I für die Facharbeiter aufrecht erhalten, sie aber für die I sonstigen Arbeiter, welche hauptsächlich in Nebenbetrieben I beschäftigt sind, wieder beseitigen. — Der Antrag Roesicke I (wildlib.) wird angenommen, der Antrag v. Richthofen (f.) I abgelehnt. — Beim § 6 a b wird ein sozialdemokratischer I Antrag, bei Berechnung der Rente für versicherte Betriebs- | unternehmen den Jahresarbeitsverdienst zu Grunde zu I legen, der für die bestgelohnten Arbeiter des Kreises gezahlt I wird, abgelehnt. — Beim § 9 wird ein weiterer sozialdemo- I kratischer Antrag abgelehnt, die Bestimmung über Na- I turalienrente an Trunkenbolde wieder zu streichen. — An- I genommen werden verschiedentliche von Mitgliedern bei- I nahe aller Parteien vereinbarte Aenderungen von vor- I wiegend redaktioneller Bedeutung, bezw. Konsequenzen von I Beschlüssen beim Gewerbeunfallgesetz. — Nunmehr wird I über dieses Gesetz, wie vorher über das Mantelgesetz, die I Gesamtabstimmung vorgenommen, bei der sich auch die I Sozialdemokraten für Annahme des Gesetzes erheben. — I Beim Bau-Unfallgesetz werden ebenfalls mehrere Aender- I ungen als Konsequenz der vorausgegangenen Beschlüsse I vorgenommen und das Gesetz in der Gesamtabstimmung I angenommen. — Dasselbe geschieht beim See-Unfallgesetz I und beim Unfallfürsorge-Gesetz für Gefangene. — Endlich I erfolgt noch! die Gesamtabstimmung über das' Gewerbe- I Unfaltgesetz. Auf dieses Gesetz erheben sich sämtliche So- I zialdemokraten. — Die Annahme sämtlicher Gesetze er- I folgt hiernach! einstimmig. — Mittwoch) 6. Juni 2 Uhr: I Zweite Lesung des 'Flottengesetzes.
Schluß 3 Uhr 45 Min.
Deutscher Reichstag.
203. Sitzung vom 26. Mai. 11 Uhr.
Tagesordnung: Zunächst Beratung der Vorlage betr. Verlängerung des Handelsprovisoriums mit England.
, Abg- O e rtel - Sechsen (kons.) fragt an, ob in den nächsten Session dem Hause das neue Zolltarifgesetz werjdä vorgelegt werden.
Staatssekretär Graf Posadowsky erwidert, daß die Regierung bisher noch zu keinem endgiltigen Abkommens Mit England gekommen sei, liege an den äußeren Ver-i hältnissen. Trotzdem bitte er, die Vorlage in derselben wie früher anzunehmen. Die deutsche Regierung habe selbstverständlich das größte Interesse daran, daß in den gedeihlichen Handelsbeziehungen zu England keiner- ri ^örun^ eintrete. Die Vorbedingung für die bevorstehende aroße handelspolitische Aktion sei das Zustande- des Zolltarifs. Die Vorbereitungen seien soweit gediehen, daß zu hoffen fei, daß es möglich sein werde, in der nächsten Tagung em neues Zolltarifgesetz nebst Zolltarif embnngen zu können. 0
.Abg- M ö l l e r - Duisburg (nl.) äußert sich anerkennend über die sorgsame Vorbereitung im Reichsamt des Innern.
Abg. Broemel (frs Vg.) ist der Ansicht, dnß die Vorlage zweifellos vom Hause mit großer Mehrheit zur Annahme gelangen werde. Redner hält es für nötig, daß der Entwurf, sobald er fertiggestellt sei, der Oesfentlich- feit unterbreitet werde. Dadurch solle eine bure-aukratische Ausgestaltung der Vorlage verhindert werden.
Staatssekretär Graf Posadowsky erwidert, von einer bureaukratischen Schablone könne nicht die Rede fein. Niemals sei ein Zolltarifgesetz auf so breiter Grundlage festgestellt worden unter Hinzuziehung wirtschaftlicher In
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