Ausgabe 
28.9.1900 Zweites Blatt
 
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Alfred Milner gerichtlich verfolgen zu lassen, weil dieser die gesamte Korrespondenz der Oeffentlichkeit übergeben habe. Die Afrikanderpreffe glaubt, die englische Regierung werde nunmehr infolge der Proklamation Lord Roberts, die den Krieg als beendet erklärt, sämtliche gefangenen Buren auf St. Helena und Ceylon sreilassen.

Telegramme des «ietzeuer Anzeigers.

London. 27. September. Nach einer Meldung aus Pretoria hielt Lord Roberts gestern eine Truppenschau über die Kolonialtruppeu ab und verabschiedete sich von ihnen.

Loudon, 27. September. Eine authentische Meldung schätzt die Zahl der Buren-Flüchtlinge in Lourenzo Marcmez aus 10 000. M 3

London, 27. September.Daily Telegraph" meldet aus Kapstadt, daß die Afrikander sich höchst wider­spenstig zeigen. Abg. Merriman erklärte in der Kammer, den englischen Gesetzen zufolge habe er das Recht, Sir

gestern als Ober-Kurator der reformierten Kirche itr dem Orte Papa eine Rede, in der er darauf hinwies, daß die reaktionäre Strömung vom Auslande bis nach Ungarn hereindringe. Es sei die Pflicht aller Bürger, der finsteren Strömung entgegen zu treten. Sollte es zu Auf­regungen oder gar zu Thätlichkeiten kommen, dann sei eS Pflicht der staatlichen Gewalten, einzuschreiten.

Graf Ferdinand Zichy veröffentlicht einen Artikel, in der er erklärt, die katholische Volkspartei werde auf der Revision der kirchenpolitischen Gesetze beharren. Solange diese nicht erfolgt sei, könne sie mit der Regierung keinen Frieden schließen.

Koustautinopel, 26. September. Die Kreischess von Haiffa und Hiberia, Hamdi Bey und Oma Bey, wurden infolge der Untersuchung des Bali von Damaskus über Ruhestörungen iu Haiffa von ihren Posten ab gesetzt. Beide hatten eine deutschfeindliche Haltung gezeigt, was zur Provokation der syrischen Uniirten beigetragen hat. Ein Antrag auf Absetzung der beiden Beamten war indessen von deutscher Seite nicht gestellt, sondern nur auf das Ersuchen beschränkt worden, eine gerechte Untersuchung zu veranstalten. Die Haiffa-Affaire ist damit definitiv erledigt.

fährlich sei. Die Note ersucht die Großmächte, sich so schnell wie möglich über eine gemeinsame Aktion zu ver­ständigen.

London, 27. September. Nach einer Meldung aus Hongkong ist die katholische Kirche von Tokamsamb am Sonntag von chinesischen Horden zerstört und der daneben liegende Friedhof geschändet wor­den. Die Kirchen in den Vorstädten von Schantung wur­den ebenfalls zerstört.

Paris, 27. September. Frankreich ist entschlossen, sein Vorgehen in China durchzuführen. Es kommt nur darauf an, ob eine Einigung zwischen den Mächten erzielt wird über Teile des chinesischen Reiches, die jede einzelne Macht otkupiert bezw. erhalten soll, oder ob Frankreich sich gleich Rußland veranlaßt sieht, eine provisorische Be­setzung auf eigene Faust vorzunehmen. Der Vorschlag, die chi nesisch en Befestigungen zu demolieren, sei nicht blos in militärischer, sondern auch in sozial­politischer Hinsicht von großer Tragweite, da auf diese Weise die Bevölkerung großer Distrikte, die seit Monaten feiert, wieder Arbeit erhält. Spater würde dann der Aufbau von neuen, den hygienischen Ansprüchen genügen­den Stadtteilen denselben Dienst leisten.

Washington, 27. September. Der Vertreter der Paris-Nouvelles" hat einen hochgestellten Beamten über den Standpunkt der amerikanischen Regierung in der chi­nesischen Frage interviewt. Derselbe erklärte, daß die be­schlossene Räumung Pekings den Zweck habe, die ameri­kairischen Truppen aus Peking zu entfernen, bevor Feldmarschall Graf Walder fee dort eintrifft.

Washington, 27. September. General Chaffee hat Befehl erhalten, den General Wilson in Peking jzu belassen. Wilson wird voraussichtlich zum Bevollmäch­tigten für die Friedensverhandlungen ernannt werden.

Washington, 27. September. Es verlautet mit der größten Bestimmtheit, daß die Regierung der Vereinig­ten Staaten folgendes Ultimatum an die chine­sische Regierung richten werde: 1. Es wird dem Kaiser die erforderliche Zeit gelassen, um zu zeigen, daß er gern gewillt ist, die Schuldigen zu bestrafen. 2. Wenn der Kaiser dies nicht thut, so werden die Vereinigten Staa­ten eine ausdrückliche Aufforderung an ihn richten unter Bezeichnung der Personen, die sie für schuldig halten. 3. Wenn diese Aufforderung resultatlos bleibt, dann .ergeht eine zweite und letzte Aufforderung. Wenn auch dieser Aufforderung keine Rechnung getragen wird, so wird der Krieg erklärt.

Der Krieg i» Südafrika.

Nach Roberts Bericht vom 24. September aus Prä- toria sand Pole-Carew bei Komatipoort einen langen Tom und Creusotgeschütz zerstört, ferner 300 Gewehre, 30 Kisten Munition für kleine Waffen, 40 Granaten für lange Toms und 130 Kisten mit andern Granaten. Ebenso er­beutete er eine Zahnradmaschine. Lord Kitchener befand sich am 24. es ist lange her, daß man von ihm gehört hat in Station Malelane an dem Bahnstrang, der bei Hectorsspruit in nordwestlicher Richtung nach dem Selatiflusse abzweigt. Ec meldete, daß dieser Bahn­zweig mit rollendem Material vollgestopft sei, und daß es keine großen Schwierigkeiten machen würde, aus ihm vor­zudringen, da die Brücke über den Krokodilfluß unbeschädigt sei. Ein neuerer Bericht Roberts vom 25. besagt:Jan Hamilton sand am Krokodilslusse dreizehn Geschütze, von denen die meisten zerstört waren. Unter ihnen be­fanden sich einige, welche die Engländer seinerzeit verloren hatten; ebenso wurde eine große Menge von Wagentrüm­mern vorgefunden." Die Buren haben also nicht nur ihre schwere Artillerie, sondern auch einen Teil der leich­teren Feldgeschütze geopfert. Die Arbeit der Engländer an der Delagoabaibahn ist mit der Besetzung von Komatipoort im großen und ganzen gethan; sie werden jetzt hier nur noch den Bahnkörper auszubeffern und zu bewachen haben. Nach einer Meldung aus Lourenzo Marquez vom 26. stehen Pole-Carew und Jan Hamilton mit 3000 Mann in Komati­poort. Lord Kitchener wurde zum 26. früh aus Hectors­spruit dort ebenfalls erwartet. Eine starke berittene Truppenabteilung unter dem Befehl des Obersten Liste ist von Pretoria aufgebrochen, um General De Wet zu ver­folgen.

In Lourenzo Marquez ist der deutsche Reichspost- dampserHerzog" mit Passagieren voll besetzt in See ge­gangen. Unter der Paffagieren befinden sich hauptsächlich Holländer, Deutsche und Buren, darunter der Generalpost­meister von Transvaal, van Alphen, der Unterstaatssekretär für auswärtige Angelegenheiten Piet Grobler und der Generalschatzmeister Malherbe. Auch eine Menge Gold in Barren wird mit dem Schiffe sortgeschafft. Präsident Krüger hält sich noch immer in der Wohnung des Gouver­neurs auf. Das holländische KriegsschiffGelderland" wird wahrscheinlich am Freitag von Aden nach Lourenzo Marquez abgehen, um Krüger nach Europa zu bringen. Es wird von der Entscheidung Krügers abhängig gemacht werden, nach welchem Orr sich das Schiff zu begeben hat.

DerStandard" meldet aus Lissabon: Die portugie­sische Regierung habe Befehl gegeben, sämtliche von den Buren abgelieferten Waffen und Munition nach der Insel Mozambique zu schaffen.

Aus Stadt und Kand.

Gießen, den 27. September 1900.

* * Personalnachrichten. Der Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Wilhelm Herzberger wurde zum Präsidenten dieses Gerichts, der Oberlehrer an der Realschule zu Alsfeld Karl Hoffmann zum Ober­lehrer an der Realschule zu Heppenheim mit Wirkung vom 1. Oktober ernannt.

* * Die Teilnahme an der Beerdigung des Stadtverord­neten und Vizepräsidenten der Großh. Handelskammer, Richard Scheel, entsprach der Verehrung, die der Ver­storbene bei Lebzeiten in allen Kreisen der Stadt genossen. Die Mitglieder der Stadtverordneten-Versammlung, an der Spitze Finanzminister Gnauth und die Beigeordneten, und der Handelskammer waren fast vollständig, die Angehörigen des Kausmannsstandes und alle, denen der Verstorbene im Leben, beruflich oder gesellschaftlich nahegestanden, zahlreich vor dem Trauerhause erschienen, um dem verdienten Manne die letzte Ehre zu erweisen. Von dem Gefühl der Teil­nahme zeugten auch die zahlreichen Blumenspenden. Nach­dem Pfarrer Euler in trefflicher Gedächtnisrede den Toten geehrt, legte Beigeordneter Wolff die von der Stadt Gießen und der Stadtverordnetenversammlung gewidmeten Blumen­spenden am Grabe nieder; dasselbe geschah durch den Vor­sitzenden der Handelskammer Kommerzienrat Koch und den Vorsitzenden des Kaufmännischen Vereins Horst.

* * Eine seltene Feier beging gestern Herr PraetoriuS, Lehrer und Organist i. P., indem es ihm in verhältnis­mäßig geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit beschieden war, im Kreise einer Anzahl alter Kollegen aus Gießen und Umgegend seinen 90. Geburtstag festlich zu begehen. Nach­dem schon am frühen Morgen die Regimentskapelle dem Geburtstags-Kind" ein Ständchen gebracht hatte, fanden sich am Nachmittage alte Kollegen, unter ihnen ein 80jähr. und mehrere in der Mitte der siebziger Lebensjahre stehende, zur Gratulation ein. Der alte Herr war hocherfreut über die ihm gewordenen Ehrungen und nahm ein ihm darge- brachteS Geschenk, einen prachtvollen Krug, auf dem die Namen der Spender eingraviert sind, mit größter Freude entgegen, zumal ihm allseitig gewünscht wurde, daß er noch manches Jahr einen kräftigen Zug daraus nehmen möge. Der Gefeierte hat sich besonders durch seine herzliche Liebens­würdigkeit und seinen Humor, sowie durch fein hervorragendes Talent im Orgelspiel die Liebe und Verehrung von Kollegen und Freunden erworben, deren Wünsche dahingehen, daß der Jubelgreis noch lange seiner jetzigen Rüstigkeit sich er­freuen möge.

* Feuerwehr. Wie wir erfahren, soll in dieser Woche, Donnerstag oder Freitag, eine Probealarmierurrg der Gießener freiwilligen Feuerwehr und der Freiwilligen Gail'schen Feuerwehr stattfinden. Wir verfehlen nicht, die Bürgerschaft davon in Kenntnis zu setzen.

» Stenographisches. Da heutzutage die Beherrschung der Stenographie fast von Jedem im Berufsleben verlangt wird, so möchten wir alle jungen Leute, die sich die schöne Kunst noch nicht zu eigen gemacht haben, auf den demnächst beginnenden, im Inseratenteil angekündigten Anfangs- Kursus des Gabelsberger Stenographen-Ver- eins nochmals aufmerksam machen.

»<- Frl. Käthe Torsen, unseren Theaterfreunden gewiß noch im besten Gedächtnis als Darstellerin desAnnchen" in Halbe'sJugend", ist für die bevorstehende Spielzeit an das Fürstl. Theater zu Gera engagiert worden.

* Die Einführung des gesetzlichen Ladenschluffes am 1. Oktober wird, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, von den deutsch-nationalen Handlungsgehilfen durch Veranstaltung einer allgemeinen Festfeier gewürdigt werden, wozu gegenwärtig in den Ortsvereinen dieses Verbandes ge­rüstet wird.

* Der Laudeslehrerverein hat sich, wie ern Offenbacher Blatt meldet, an die Erste Kammer mit einer Eingabe ge­wandt, in der er um Wiederaufnahme der Verhand­lungen über das Volksschullehrergesetz im Herbst 6ittCtlr- Reiskirchen, 27. September. Gestern abend gegen i/.H Uhr, als sich schon di- meisten Leute zur Ruhe be­geben hatten, erscholl Plötzlich Feu-rlärm. ES brannte bei dem Weißbinderm-ist-r Pf. °>n Anbau, der als Bt-hstall und Aufbewahrungsort für Farbwaren, sowie für Heu und Stroh diente Nur dem raschen Eingreifen der hiesigen und Lindenftruther Feuerwehr und dem unermüdlichen Her- b-ibrinaen von Wasser, besonders durch die Frauen und Mädchen, und der völlig windstillen Witterung ist es zu danken daß das Feuer, das in den dicht angrenzende«

Deutsches Reich.

Berlin, 26. September. Aus Eckernförde wird gemeldet: Die Kaiserin ist heute eingetroffen und hat sich nach Grünholz begeben.

Prinz Heinrich von Preußen übernimmt das Kommando als Geschwaderchef sofort nach seinem Ein­treffen aus England. Das Geschwader tritt Ende No­vember unter dein Befehl des Prinz-Admirals eine drei­wöchentliche Uebungsreise an. Prinz Heinrich, der jüngste unserer sechs Viceadmirale, ist damit auf einen der einfluß­reichsten und verantwortungsvollsten Posten der Marine

Der General der Kavallerie und Generaladjutant Alfred v. Rauch, zuletzt Präses der General-Ordens- Kommission, ist gestern hier nach längerer Krankheit ge­storben.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Auf den deut­schen Geschäftsträger in Guatemala, v. Eyb, war in der Nacht zum 16. September fein Angriff ver­übt worden. Als er im Wagen nach seiner vor der Stadt Guatemala gelegenen Wohnung zurückkehxte, wurde er von zwei völlig vermummten Individuen über fall en. Bei dem Kugel wechsel blieb Herr v. Eyb unverletzt, wäh­rend einer der Angreifer von ihm durch den Arm ge­schossen wurde. Wie sich herausstellte, gehörten die »An­greifer der Geheimpolizei an. Der Geschäfts­träger stellte folgende Forderungen: Absetzung des Ge- heiurpolizei-Chefs, Absetzung und Bestrafung der Uebel- thäter und Stellung einer berittenen Schutzwache. Die dortige Regierung hat diese Forderungen alsbald erfüllt und der Präsident der Republik und per Minister der Auswärtigen Angelegenheiten sprachen offiziell und schriftlich in besonders warmen Ausdrücken ihr tiefstes Bedauern über das Attentat aus.

Ueber das Inkrafttreten des Schlack) tvieh- und Fleischbeschau-Gesetzes kann dieNordd. Allg. Ztg." mitteilen, daß ein bestimmter Termin, von dem ab das Gesetz, sei es für das Inland, sei es für das Aus­land, in Kraft gesetzt werden soll, noch nicht in Aussicht genommen werden konnte. Die Festsetzung des Termins hängt von dem Erlaß der Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetze, die gegenwärtig ausgearbeitet werden, sowie von der Bereitstellung des Fleischbeschau-Personals und der Fertigstellung der sonstigen mannigfachen Einrichtungen, die für den Vollzug der Schlachtvieh- und Fleischbeschau an allen Orten des Reiches erforderlich sind, ab. 9hir das Einfuhr-Verbot für Würste und Büchsenfleisch tritt bekannt­lich bereits vom 1. Oktober d. I. ;ab in Kraft.

Der Bundesrat hat die preußischen Vorschläge zur Regelung des Apotheken wesens auf Grund einer vorausgehenden Ablösung abgelehnt. Da die preußische Regierung auf ihren Vorschlägen beharrt, dürfte es nicht sobald zu einer einheitliMen Regelung des Apothekenwesens kommen.

Zumneuen Zolltarif" teilt derHambg. Corresp." mit:Obwohl in den Regierungskreisen eine Strömung vorhanden ist für Aufstellung eines Maximal- und Minimal-Zolltarifs, so wird doch augenblicklich nur an der Fertigstellung eines einheitlichen Zolltarifes gearbeitet, in dem u. a. auch eine Erhöhung der Ge- treidezölle vorgesehen ist. Jedoch ist die Frage snach nicht entschieden, ob eine Differenzierung stattfinden soll, d. h. ob der Weizenzoll höher gegriffen werden soll als der Roggen zoll. Mit diesen und anideren Fragen wird sich« auch der wirtschaftliche Ausschuß zu be­schäftigen haben, der voraussichtlich, im nächsten Monat wieder zusammentritt."

Ausland.

London, 25. September. Eine amtliche Depesche ans Kumassi meldet, mehrere Häuptlinge ergaben sich der Kolonne, die auf dem Marsche nach Kintampo begriffen ist. Eine große Abteilung Aschantis griff eine andere Truppenkolonne von 900 Mann 25 Meilen nördlich von Kumassi an, wurde aber mit großen Verlusten zurück- geschlagen. Die dritte Kolonne kehrte nach Kumassi zurück, nachdem sie die östlichen Stämme streng bestraft und Ruhe geschafft hatte.

Paris, 26. September. Heute ist offiziell ein Dekret betreffend die Reorganisierung der Militärschule von St. Cyr erschienen. Durch dieses Dekret werden einschneidende Aenderungen in den Einrichtungen dieser Schule getroffen. Die wichtigste Aenderung ist die, daß in Zukunft die Lehrer dieser Schule nicht mehr auf Grund von Vorschlägen der General-Inspekteure der Artillerie- und Genie Kommandos ernannt werden sollen, sondern daß der Kriegsminister vollständig freie Hand bei Ernennung dieser Lehrer haben soll.

Der internationale Sozialistenkongreß hat beschlossen, seine Zustimmung zum Eintritt eines Sozialisten in eine bürgerliche Regierung zu geben, falls besondere Umstände dies erheische«. Bezüglich des Achtstundentags, des gesetzlichen Minimallohns, der Maifeier und der Vergesellschaftung der Produktions­mittel bestätigte der Kongreß die Beschlüsse der früheren Kongresse.

Wien, 26. September. DieN. Fr. Pr." veröffentlicht ein Schreiben des ehemaligen serbischen Ministers des Innern, Genschitsch, worin dieser den ihm zu­geschriebenen Abgang von Geldbeträgen aus dem Dispositionsfonds, namentlich eines Betrages von 3000 Fr. damit erklärt, daß er diesen Betrag auf Befehl des Königs Alexander einer Person aus dem Aus­lande, die damals in Belgrad weilte, zur Verfügung stellte.

Budapest, 26. September. Koloman Tisza hielt