Ausgabe 
28.4.1900 Zweites Blatt
 
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TOHIL

Fleisch-Extract

Schemnarke.

2466

iSEMEUIHE

Gießen, dm 22. April 1900.

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JMer lesen!

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per Pfund 25 Pfg.

per Pfund 70 Pfg. und 80 Pfg.

Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Druck und Verlag der Brühl'schen UniversilätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Sießm.

MAGGI

und ein

Bouillon-Kapseln Suppen-Würze

Gießen, am 19. April 1900.

Der Auffichtsrat: Heyligenstaedt.

Zum Schluß sei aus der Blütenlese noch der Bei- eineS Poeten mitgeteilt, der offenbar Obstrukti'onspveli! treibt.

Er dichtet trotzig:

Warum ein Wort an Worte binden ?

Ich gehe nicht auf folchm Leim!

Wenn liebend sich zwei Menschen finden, Da« ist der schönste Menschenretm!

Lösliche Frühstücks-Suppen Gemüse- und Kraft-Suppen

4 fache

Haftbarkeit der Sohlen \ Unbedingter Schutz gegen kalte und nasse Füsse SEHEmNE-COWKBmE.MÜNCHEM

aus derJobfiade" an, nämlich: Und e« erfuhr lange Z«it kein Mensch Etwas von dieser Korrespondensch!

3011

Gebhardt-

Anmeldungen werden vom SS. er. an Steinstraße 19, II sowie am 30. April, abends von 9 Uhr an, im Lehrsaal I der Schule Nordanlage 15 entgegen genommen. 3062

Die Schrrlkommissiorr der kauf«. Fachschule.

finden bei Allen, welche auf eine schmackhafte, gesunde Küche und Sparsamkeit sehen, die größte Anerkennung. Zu haben bei 2466

Eberhard Metzger,

Neustadt 8, Frankfurterstr. 1, Ecke Südanlage.

Kaufmännische Fachschule.

Das Gommer Semester unserer Schule beginnt

Dienstag den 1« Mai, abends 8 Uhr.

Unterricht wird erteilt in Schönschreiben, Rechtschreiben Gteuographie (Babelsberger). Gleichzeitig wird auch wieder Unterrichts-Kursus im Maschinenschreiben abgehalten.

* Der ungereimteMensch». DasBerlin Tageblatt" schreibt: Deutschland ist das Land der Dicht« Kaum haben wir die Reime aufMensch" zur Debatte ». stellt, da mehren sich die Zuschriften in Prosa und die immer neue Wortspielereien und veröwitze bringe und alle find dem nun wahrhaftig nicht mehrungereimtem Menschen gewidmet 1

AuS Amsterdam sendet uns ein Abonnent den foloen^ DerS: a

Der Christ nennt«beten", Der Jude nennt«benschen" Da« ist bei uns Poeten Der einz'ge Reim aufMenschen*.

Der gleiche Reim wird noch in anderen Zuschrift^ behandelt, von denen einige die Poesie anmutig mit tzelch. samkeit verbinden. Bon mehreren Abonnenten ist ein aktueller Reim aufMensch" entdeckt worden.- Name des Generals French, über den eine Dichters sich wohlklingendAgrippina aus der Ackerstraße" sehr schön singt:

Die Buren zwar fing er nicht ab, Doch da« kann seinen Ruhm nicht schmälern! Ihm blüht ein größ'rrr nicht so knapp, Wie in de« Freistaat« rauhm THLlern: ES ist und bleibt der Name French Der aktuellste Reim auf Mensch!

Eine ganze Menge anderer Reime, von denen eww ein geradezu erhebendes Zeugnis für die angestrengte geiftiat Thätigkeit ihrer Urheber ablegen, eignet sich aus manch« lei Gründen nicht zur Wiedergabe. Natürlich fehlt el nicht an Briesen litterargeschichtlichen Charakters. $t[ mehreren Korrespondenten wird daraus hingewiesen, daß bn

Großh. Gewerbeschule Gießen, unter der Aufsicht Grobherzoglicher Centralstelle für die Gewerbe stehende gewerbliche Fachschule.

Anfang des Sommersemesters: 1. Mai d. I Schluß: Mitte August d. I.

Anmeldungen nimmt entgegen und Auskunft rc. erteilt die Schulleitung.

2926

Die Schulleitung: Traber.

Kotz-Submisfion.

Aus dem Staufenberger Gemeinde» wald, Distrikt Eichwald, sollen 79 Stück gefällte Ftchteuftämme Li« 21 cm Durchmesser, bis 20 m lang mit 25 14 fm Inhalt, und 25 Stück Fichteu'Derbstaugeu bis 17 m lang verkauft werden

Gest. Offerten sind bis zum Er- Lffnungstermin, Freitag den 4. Mai l. I., mittags 1 Uhr, bei der unterzeichneten Bürger­meisterei einzureichen.

Staufenberg, am 25. April 1900. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg.

Stephan. 3084

In Huven, für 2 vis 3 I^aar Sohlen und AVfähe ausreichend, ZV 60 Pfg. die Sude, vorrätig vei: 1724

Adler-Drogerie,

Otto Schaaf, Seltersweg 39, Adolf Beverstein, Schuh­lager, Bahnhofstrasse 23, Ang. Noll, Drog. zum roten Kreuz, Bahnhofstrasse, J. H. Schneider, Schuh­lager, Marktstrasse 21.

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Saat-Mais.

2960]_____J. M. Schulhof.

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Gesellschaftsverein.

Die einer Korporation nicht angehörenden Studierenden, welche bis­her Mitglieder waren oder solche werden wollen, werden ersucht, sich bis um 1. Mai schriftlich unter Anschluß des Beitrags von 8 Mark anzumelden und vom 5. Mai an die Mitgliedskarte bei dem Haus­verwalter in Empfang zu nehmen, da nur der Besitz dieser Karte zum Besuch der Gesellschaftsräume berechtigt.

aus bestem Ochsenfleisch mit löslichem nährendes Fleisch-Eiweiss übertrifft trotz billigeren Preiset alle Liebigschen Extract e an Nährkraft und Wohl- geschmack und ist in allen besseren Drogen-, Dali- catessen- u. Colonialwaaren-Handlungen zu haben.

mehrenden zweifelhaften Mitteln Haarleiden nicht genug auf das Dflr seit 32 Jahren sich bewährende, Autoritäten empfohlene, sich durchs und Billigkeit auSzeicknende

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Vertreter: Fr. Krogmann, Giessen.

Unwesen in der Gefindevermittelung.

St. Gießen, 27. April.

Bildet die Dienstbotenfrage heute schon an und für sich einen Gegenstand vieler und zum größten Teil auch berechtigter Klagen, so werden diese noch erheblich vermehrt durch das Unwesen und die Auswüchse, die die Gesinde-Vermittelung in den letzten Jahren gezeitigt hat. Auf Veranlassung der Polizeibehörde nehmen auch wir wieder Gelegenheit, gegen die unlauteren Vermit­telungsbureaus kurz, aber energisch Front zu machen. Ten Anstoß zu diesen Zeilen giebt, wie gesagt, eine polizeiliche Mitteilung des Inhalts, daß vor einigen Tagen eine Mietfrau ein Mädchen vermietete, daß nach seinem Vorleben, seinem sittlichen Verhalten und der in seinem Besitz befindlichen Kleidungsstücke unter keinen Um­ständen für die Stelle geeignet war. Diese Umstände könn­ten allenfalls eine Entschuldigung darin finden, daß etwa die Frau unwissentlich gehandelt habe. Aber auch dies traf hier nicht einmal zu. Daß von vornherein ein Schwin­dels. eabsichtigt war, ergab sich aus dem Umstande, daß dem Mädchen bei der Vermietung von der Vermittlerin anständige Kleider geliehen waren. Denn soviel hatte sich die gewissenlose Person selbst gesagt, daß sie das Mädchen in dessen eigenem Kleide (eins besaß es nur) niemals untcrbringen würde. Selbstverständlich war des Bleibens eines solchen Dienstboten in dem betreffenden Hause nicht lange. Dies aber lag auch weder im Sinne des Mädchens noch der Vermittlerin. Wir gehen wohl nicht zu weit, wenn wir sagen, daß in diesem und ähnlichen Vorfällen meistens in Widerseitigem Einverständnis gehandelt wird. Ja, wir glauben uns zu der Behauptung versteigen zu dürfen, daß der Dienstbote von einer so gewissenlosen Vermittlerin wie in diesem Fall geradezu dazu veranlaßt wird, nicht lange in der Stellung zu bleiben. Denn je öfter das Mädchen den Dienst verläßt, desto öfter kann die Mietfrau eine Ver­mittelung besorgen. Dem Mädchen macht sie dabei Har, daß es nur zu seinem Vorteil sei, weil es jedesmal neues Mietsgeld bekäme. Davon freilich, daß sie selbst daraus den größten Gewinn durch die hohe Vermittelungsgebühr ziehe, sagt sie wohlweislich nichts.

Abgesehen von den Nachteilen, die dem Mieter solcher Personen erwachsen, kommt dazu noch eine nicht zu unter-- schätzende Schattenseite in moralischer Hinsicht. An solchen Mädchen ist nichts mehr zu verderben. Aber wie oft! kommen nicht gute, brauchbare und harmlose Mädchen in solche Bureaus, um sich eine Stellung vermitteln zu lassen! Fallen sie nun einer so gewissenlosen Person in die Hände,, so ist die abschüssige Bahn betreten, von der es nur schwer eine Umkehr giebt. Ohne eigentlich in ihrer Unerfahren-f heit so recht zum Bewußtsein ihrer Schuld gekommen zus sein, sind sie bald mit dem Strafgesetz in Konflikt.

Die mietenden Hausfrauen und auch die sich ver-, mietenden Mädchen können sich selbst aber am besten vor Schaden oder Unannehmlichkeiten bewahren. Dazu würden wir ihnen beiden gern die Hand bieten. Beide Teile hätten,mii nötig, in verkommenden ähnlichen Fällen, wo offenbare Betrugsabsicht oder vollführter Be­trug vorliegt, die Polizeibehörde oder auch uns von

(»esktzUch geschützt.) Nur 3 M«rt per V * Weltberühmte SpeilallM ersten MnA>!UJ trifft an dauerndertzüllkratt.Weichhn u.«J barkeit alle anderen Sorten Daunen »u aie ^

auf nufer« toKen zurilckgcnammr".

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E'Vrshe» tauch Muster geeigneter?-«:!^ ewfeeft und

Vermischter.

* Zum Duell in Kecskemet. Wie bereits be­richtet, wurde Rittmeister Graf Bissingen von dem Oberleutnant Ernst v. Bekassy im Duell erschoffen. Man schreibt darüber aus Budapest: Graf Bissingen war der Kommandant der in Czegled stationierten dritten Eska­dron des 13. Husaren-RegimentS, und unter ihm diente der v. Bekaffy. Beide Offiziere, die sehr eng befreundet waren, besaßen die Kämmererwürde. Am Freitag während der Ausrückung kam es zwischen ihnen wegen einer gering­fügigen Ursache zu einem Wortwechsel, derßmit einer vom Rittmeister dem Oberleutnant zugeschleuderten Beleidigung endete. Bekassy fuhr noch an demselben Tage nach Kecs­kemet, erstattete dem Regimentskommando Bericht und ver­langte die Erlaubnis zur Herausforderung feines Komman­danten. Diese wurde ihm erteilt, und der Oberleutnant ließ seinen Borgesetzten fordern. Graf Bissingen, der in Begleitung seiner Frau, geborenen Gräfin Nora Lazar, dem Oberleutnant nach Kecskemet gefolgt war, nahm das Duell an, und dieses wurde in der KecSkemeter Kavalleriekaserne auSgefochten. Vereinbart wurde dreimaliger Kugelwechsel auf 25 Schritt Distanz mit glatten Pistolen. Der erste Schuß gebührte als Beleidigten dem Oberleutnant v. Be­kassy. Er zielte einige Sekunden, der Schuß fiel, Gras Bissingen wankte und stürzte ohnmächtig zu Boden. Aus seinem Halse floß das Blut in Strömen; die Kugel hatte den Hals durchbohrt und zerriß die Hauptschlagader. Nach einigen Minuten verschied Graf Bissingen. Major Henri­quez, einer der Sekundanten, übernahm es, die Gräfin, die in einem Hotel in Kecskemet auf Nachricht wartete, von dem unglücklichen Ausgang des Duells zu verständigen. Die Gräfin fiel beim Empfange der Schreckensnachricht ohn­mächtig zusammen, faßte sich aber bald darauf und fuhr in die Kaserne, wo sie sich laut aufschluchzend über die Leiche ihres Gatten warf. Oberleutnant von Bekassy weinte gleich­falls und bat die Gräfin um Verzeihung. Graf Bissingen war mit Gräfin Lazar fünf Jahre in glücklichster Ehe ver­heiratet, und Vater von zwei Kindern. Die Leiche wurde mit dem Separatzug nach Jam im Temesvarer Komitat überführt, um dort in der Familiengruft bestattet zu werden.

Älk Mtzeit« sind eingetroffen. 305

Äug. Montanus Nach

Inh.: Roh. & Max Imheuser

Marktplatz 9-10.

Reim des Friedmann'schen Sonettsabendländischen" ÄÄossizG von Heine gebraucht ist (Deutschland, ein Wintermkchm eine >

caput IV.). Tin anderer Literarhistoriker giebt einen N: ?

* knchlelen, haben Äe

eacnitanb lebhafter

\) ch üüWlväM HeiechnMW lnM demnächst W tnSeginn einer dur MI, loo die sich des V : LMsministers MsmnWlen rchre toetltn. Ans ftden Mi tere Kreist über

jedem einzelnen Falle ausführlich schriftlich unter Vc a m e n s n en nun g der betreffenden Vermittlerin in Kenntnis zu setzen. Wir werden nicht ermangeln, derartitzes in gebührender Weise rücksichtslos zu brandmarken und zu .giunsten des mietenden Publikums, des sich vermie­tenden Gesindes und auch der einwandsfreien, reellen Ver­mittelungsbureaus an den Pranger zu stellen. Für heute sei es mit diesem Wink genug. Indessen werden wir die Sache im Auge behalten, und sollte uns aus Anlaß dieser Zeilen weiteres erhebliches Belastungsmaterial zugehen, so würden wir es sammeln und alsdann auszugsweise oder ungekürzt veröffentlichen.

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IMß ledern gejunbi WMty Lbysieus, 1 bäum hangenb, Mm 1 ^barybdis erreichen aus der höhte des e - vrlxMchen hvetch W& nur K n uachtnntz M be- verehrte Lchntw ist geger meinen das Bei f*en Fall z b>e Ableitung de ^5 And, wenr iu «sthlern gegei herausgehörte < ?phie der Sp ben Forscher Wtr eine Sprach das benfba rJ^nn mit ihr ^rnis der & M und durch /'-halb wird sie beileibe' ben

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