Zu verzeichnen gewesen ist. Man hätte sieh, eine begeisterte nnd korrektere Knndgebung nicht denken können.
Der Bankier Waderdagen in Amsterdam hat Krügkr in einem Telegramm mitgeteilt, daß er ihm und seinem Gefolge sein Schloß in Lesuwenburg zwischen Hartem und Leyden zur Verfügung stelle.
Das Komitee zum Empfang des Präsidenten Kruger in Brüssel hat beschlossen, dem Präsidenten bis Mr französischen Grenze entgegen zu fahren.
Wie verlautet, wird Krüger nach dem Scheitern seines Versuches, eine Vermittelung herbeizuführen, wichtige Dokumente veröffentlichen, die, wie gesagt wird, „volles Licht auf die Kriegführung der Engländer" werfen werden. Sollte trotz dieses letzten Mittels keine Aenderung in den Gesinnungen bei den verschiedenen Regierungen zu Gunsten der Buren zu erreichen sein, so wird der Präsident nach Afrika zurückkehren, um inmitten seiner Landsleute den Tod zu suchen oder die Freiheit zu erobern. Die Gerüchte, Präsident Krüger beabsichtige beim Scheitern seiner Mission nicht nach Transvaal zurückzukehren, entbehrt jeder Begründung.
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Telegramme des Gietzener Anzeigers.
Brüssel, 26. November. Die Delegation des hiesigen Komitees für die Unabhängigkeit der Buren hat sich nach Paris begeben, um Krüger zu ersuchen, bei seiner Reise nach dem Haag in Brüssel und Antwerpen Aufenthalt zu nehmen. Falls das Komitee eine bejahende Antwort erhält, ist ein 24 stündiger Besuch in Brüssel in Aussicht genommen.
Paris, 26. November. Die Ansammlungen vor dem Hotel Scribe waren gestern nur gering, da es regnete. Wohl aus diesem Grunde erschien auch Krüger nicht auf dem Balkon. Am Vormittag wurde im Salon Gottesdienst abgehalten, dem Krüger mit seinen Angehörigen, Dr. LeydZ, die Buren-Delegierten und der hiesige Konsul von Transvaal beiwohnten. Krüger las aus der Bibel einige Stellen vor. Dann las einer der Anwesenden eine geschriebene Predigt vom Blatt. Mehrere Blätter sagen, daß die Reise Krügers durch die gestrigen beiden Zusammenkünfte mit dem Präsidenten Loubet eine erhöhte Bedeutung gewonnen habe. Loubet hätte Krüger angeblich gegen den Wunsch eines Teiles des Ministeriums ins Elysee gebeten. In daS im Hotel Scribe ausliegende Besuchsregister trugen sich noch mehrere Minister wie Delcaffee, Milerand, der Generalissimus Brugöre, der Kriegsminister Andree und die meisten in Paris weilenden Generale, viele Senatoren, Deputierte und Mitglieder der Akademie ein. Am Abend war wieder die ganze Umgebung vor Krügers Hotel abgesperrt. In der abgesperrten Straße hatte eine Kompagnie Municipal- Gardisten mit zusammengestellten Gewehren und eine Schwadron Kavallerie Ap stellung genommen. Eine England feindliche Kundgebung erfolgte vor dem hiesigen Hause der Times auf dem Boulevard des CapucineS. Die Polizei verhaftete 5 Manifestanten.
Paris, 26. November. Mehrere Straßenverkäufer, die Gegenstände verkauften, die für die Königin von England und für Chamberlain beleidigend sind, wurden verhaftet. Heute wird eine große Anzahl Personen wegen Ausstoßung anti-englischer Rufe vor dem Richter zu erscheinen haben.
Volitische Tagesschau.
Die Preußische H-pothekenAktienbauk und die Deutsche Grundfchuldbank veröffentlichen ihre Bilanz vom 31. Oktober. Dieser Veröffentlichung ist eine Erklärung der Delegierten des Kuratoriums bezüglich des Aufsichtsrats beigefügt, die als den Zweck der Publikation bezeichnet, die Aktionäre für die Prüfung des Materials vorzubereiten. Die Bemerkung, daß sich noch nicht klar ersehen lasse, ob bei der Deutschen Grundschuldbank die Hypotheken zur Deckung der Pfandbriefe voll ausreichen, läßt den Schluß zu, daß noch überraschende Mitteilungen über den Hypothekenbestand dieser Bank bevorstehen. Gegen den Status vom 30, September ist heroorzuheben, daß infolge der veränderten Bewertung der Bestände nach dem gesunkenen Kursstände ein bilanzmäßiaer Verlust auf Effekten m Höhe von 7 059 045 Mk. bei der Preußischen Hypothekenbank entstanden ist. Bei der Deutschen Grundschuldbank wird ein Verlust an Aktien der Aktiengesellschaft für Grundbesitz und Hypochekenverkehr in Höhe von 939071 Mk. unl) der Verlust auf Effekten Konto beträgt 1583215 Mk. Die Preußische Hypothekenbank schließt also mtt einem Verlustsaldo von 1886909 Mk., die Deutsche Grundschuldbank mit einem solchen v»n 247 509 Mk. Zu erwähnen ist ferner die Verminderung des Pfand- vrresUmlaufs und des Hypothekenbestandes der Banken. Der Pfandbriefumlauf bei der Preußischen Hypo- von 359 787 500 Mk. am 30. Septtmber auf 352402000 Mk. zuriickgegangen, die Hypoihekenunter- läge von 366968 758 Mk. auf 363544 828 Mk.y Bei der ^»»dschuldbank hat sich der Pfandbriefumlaus von 96063400 Mk. auf 95093300 Mk. verringert die Hypothekenunterlage m 100197509 Mk. auf 99 749 922 Mk ®"' bedeutender Passiv Poften ist in der Bilanz der Preußsicheu Hypothekenbank für LombardSverpsiichtungen H 286®679 TOfCnflC^Yäft4n u“' ^"»-stell' und zwar mit » Ki/ m ber S-ehandlung an die Bank ist mit 4i/, Millionen ausgewiefcn. Eine Klarheit erhstlt man auch aus den heut- veröffentlichten Ziffern der »ilanjen der beiden Banken nicht, und -s wird abziiwarten f-in, ob ,n den Versammlungen der Pfandbriefgläubiaer und der Aktionäre bte notwendigen Auskünfte erteilt werden
Deutsches Reich.
Berlin, 25. November. Aus Kiel wird gemeldet: Der Kaiser empfing gestern vormittag an Bord des Linienschiffes „Kaiser Wilhelm II.“ den Generalinspekteur der Marine Köster z'im Vortrage; Staatssekretär Tirpitz und
der Chef des Admiralstabes Diederichs wohnten dem Vortrage bei. Der Kaiser begab sich gegen Mittag in Begleitung des Generalinspekteurs der Marine Köster, des Staatssekretärs v. Tirpitz und des Chefs des Admiralstabes Diederichs nach der Kaiserwerft, um dort die im Bau begriffenen Schiffe zu besichtigen. Nach der Rückkehr nahm der Kaiser an Bord des Panzerschiffes „Kaiser Wilhelm II.“ das Frühstück ein, wozu außer den Genannten Prinz Heinrich und die Kommandanten der im Hafen liegenden Schiffe geladen waren. Der Kaiser begab sich heute von Bord des „Kaiser Wilhelm II.“ zum Besuche der Familie des Prinzen Heinrich ins Schloß.
— Den Inhalt der Ansprache, die der Kaiser lei der Vereidigung der Marinerekruten in Kiel gehalten hat, giebt die „Kiel. Ztg." wie folgt wieder:
Schon manches mal habe ich^an dieser Stelle den Eidschwur junger Rekruten entgegengenommen. Von Jahr zu Jahr in stiller Friedens« arbeit entwickelte sich langsam unsere Flotte, und aus der stillen Friedensarbeit leuchtet als Vorbild, das man Euch zum Nachfireben vorstellen könnte, hier und da ein Fall aus dem Geschwader, bis zu dem Augenblick des Untergehens unseres kleinen „Iltis". Mit einem Male hat sich das Bild verändert. Seit dem vorigen Jahre bis auf heute, in wenigen Monden, mit einem Male stehen Teile unserer Marine weit draußen, vereinigt mit denen aller gesitteten christlichen Völker im Dienste des Glaubens und zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Und während draußen Geschütze donnern und Mannschaften durch Tapferkeit sich auszeichnen und mancher mutig sein Leben beschließen muß, schwört Ihr jungen Rekruten den Fahneneid. Fürwahr, ich sollte meinen, daß ein jeder begeistert fein muffe, wenn er vor den Altar gestellt wird und das Kruzifix anschaut. Ich denke, daß von denen, die mir hier geschworen haben und jetzt draußen fechten, wohl Über weiß, wozu der Fahneneid ist und warum ich darauf halte, daß er so feierlich wie möglich ist. Denn ich bin fest überzeugt, daß mancher draußen eine Stunde oder Minute in seinem Leben durchgemacht b '»kN wird, wo er sich plötzlich verlaffen und auf sich selbst gestellt ge- setzen hat, und mit einem Mal an feinen Eid gedacht hat. Ich kann ; t Stolz und Freude sagen, daß meine Söhne mich nicht getäuscht h^ben. Ich erkenne dankbar an, was Eure Brüder draußen geleistet haben. Wir wollen es nicht vergessen, daß ein neues Kommando zuerst aus dem Mund eines fremden Heerführers erschallte: „Germans to the Front!“ Euren Brüdern ist es gelungen, ihre Kameraden aus dem Feind herauszuhauen, weil sie an chren Fahneneid dachlen. Und nur für diejenigen, die dahinsanken, teils von tötlichem Blei oder töt ltcher Krankheit dahingerafft sind, da möchte ich nur an einen Vorfall erinnern. Als im Jahre 1870 meine hochselige Frau Großmutter, die Kaiserin Augusta, Chef des 4. Garde-Grenadier-Regiments war und das Regiment hinauszog in das Feld, da versammelte sie die Offiziere und sagte zu chnen: „Ich erwarte von ihnen nur das Eine, daß Ihr Regiment sich bewähren möge in jeder Lage und daß ihre Söhne ihrer Mutter keine Schande bereiten mögen." Als am 18. August fast die Hälfte der Mannschaften und Offiziere an den Boden gesunken war, da wurde der Kaiserin telegraphisch berichtet, das Regiment melde stolz, daß die Söhne dem Befehl ihrer hohen Mutter gehorchend ihr Ehre gemacht hätten. Auch das setze ich zum Vorbild für uns alle. Endlich wollen wir uns an das Wort des Großen Kurfürsten erinnern: „Herr, zeige wir den Weg, den ich gehen soll." Er führte ihn durch Höhen und Tiefen, durch gewonnene Schlachten und getäuschte Hoffnungen, nie hat er gezweifelt. So wandelt auch Ihr, wandelt auf Wegen, die Ihr vor Eurem Gott und mir verantworten könnt. Nun geht hin und thut Euren Dienst, wie Euch gelehrt wird.
— Die Kaiserin Friedrich spendete aus Anlaß ihres 60. Geburtstages der protestantischen Kirche zu Speier 7000 Mk. zur Herstellung zweier Chorfenster.
— In Paris verlautet mit Bestimmtheit, Kaiser Wilhelm werde das Deutsche Haus der Weltausstellung der Stadt Paris schenken. (So einfach ist denn die Sache doch nicht mit dem Schenken. Das Deutsche Haus ist auf Kosten des Reiches erbaut worden, es kann also auch nur mit Zustimmung des Reichstages verschenkt werden. Diese aber wird man vermutlich vor dem großmütigen Akt einziehen, damit man hinterdrein nicht um Indemnität nachzusuchen braucht. D. Red.)
— Dem „Hamb. Korresp." wird aus Berlin gemeldet:
„Der bekannte Historiker Prof. Dr. Hans Delbrück war, wie man sich erinnern wird, vor mehr als Jahresfrist wegen einer scharfen Verurteilung einet Regierungsmaßnahme — es handelte sich um den Gesetzentwurf zum Schutze der Arbeitswilligen — die er in den von ihm hcrausgegebrnen „Preuß. Jahrbüchern" veröffentlicht hatte, im Disziplinarverfahren zu einem Verw eis und einer namhaften Geldstrafe verurteilt worden. Beide Strafen sind indessen im Gnadenwege aufgehoben worden, und zwar ohne daß von Prof. Delbrück ein Gnadengesuch eingereicht worden wäre."
— Nach dem Etat für 1901 soll^daS Reichsheer um 295 Offiziere, 3125 Unteroffiziere und Gemeine, 25 Aerzte und 1556 Dienstpferde vermehrt werden. Für das preußische Kontingent sollen zur Fortführung der durch .das Gesetz vom 25. März 1899 angeordneten Aenderungen in der Organisation neu gebildet werden 5 EskadronS Jäger zu Pferde in Posen mit zugehörigem Stabe, 1 Fußartillerie - Regimentsstab, 1 Fußarlillerie-Bataillon, 1 Pionier-Bataillon. Ebenfalls zur Fortführung der in dem Gesetz vom 25. Mürz 1899 angeordneten Aenderung in der Organisation werden am 1. Oktober 1901 im sächsischen Kontingent neu gebildet 2 Feldartillerie-Brigadestäbe, 2 Feldartillerie-Regimentsfiäbe, 2 Feldartillerie-Abteilungsstäbe, 6 fahrende Batterien mit niedrigem Etat, 1 Bekleidungsamt für das 19. (2. K. S.) Armeekorps. Außerdem sollen Maschinengewehr-Ab te ilungen gebildet werden.
— DaS Zentrum hat einen Antrag auf Errichtung eines Staatsgerichtshofs für das Re ich eingebracht. Ec lautet:
Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Errich- tuu3 und das Verfahren eines Staatsgerichtshofs für das Deutsche Reich regelt, zu dessen Zuständigkeit folgende Gegenstände gehören sollen: 1. Streitigkeiten zwischen dem Reich und einem Bundesstaat oder zwischen verschiedenen Bundesstaaten über öffentlich rechtliche Be- fugniffe; 2. Streitigkeiten über die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers und feiner gesetzlichen Stellvertreter; 3. Verfassungsstreiligketten über Thronfolge, Regierungsfähigkeit und Regentschaft in solchen Bundesstaaten, in deren Verfassung nicht eine ander» Behörde zur Entscheidung dieser Streitigkeiten bestimmt ist; 4. Beschwerden wegen Verweigerung oder Hemmung der Rechtspflege in einem Bundesstaat; 5. Entscheidungen darüber, ob eine landesrechtliche Bestimmung mit dem Reichsrecht im Widerspruch steht, soweit nicht über die Giltigkeit dieser Bestimmung ein Urteil des Reichsgerichts vorliegt.
— Ein Antrag des Antisemiten Liebermann von Sonnenberg lautet in seinem § 1: „Die Einwanderung von Juden, die nicht in Deutschland staatsange- höcig find, ist unterlagt“, und § 2 verlangt, daß aus
verboten. Erst in den letzten Tagen wurden ihm einfachere und weniger verquickte Angelegenheiten vorgelegt, nnd n diktierte der Kaiserin seine Bemerkungen, welche dieselbe ai den Rand der Akten niedevschreibt. Die täglich eiulaufeoden Anfragen von Souveränen und hochstehenden Personen erledigt die Kaiserin persönlich. Da der Zar nur den einen Wunsch hatte, seine Kinder in der Nähe zu haben, so wurden diese in einem im Parke befindlichen kleinen Palast von Livadia untergebracht.
Newyork, 24. November. Der Vorsitzende des Ri^ ragua-Kanal Komitees, Admiral Watker, hat M Bericht an den Präsidenten Mae Kinley erstattet unb «i Bau des Kanals befürwortet. Der Kanal soll ttwi 120 Mill. Dollars kosten.
ländische Juden, die nicht in irgend einem deutschen Bund» staate die Staatsangehörigkeit besitzen, aus dem Deutfk Reiche aus gewiesen werden.
— Ein Antrag des Abg. Dr. Lieber auf Turtz führung der religiösen Freiheiten im deutschenReiü ist im Reichstage eingebracht worden. Der vom Zentra unterstützte Antrag verlangt volle Freiheit des religiös« Bekenntnisses, der häuslichen und öffentlichen Religiös Bereinigung für jeden Reichs-Angehörigen. Die Sin bei, erziehung bei gemischten Ehen richte sich nach einbarung der Eltern, freie Wahl des Glaubensbekenntnis nach zurückgelegtem 12. Lebensjahre. Austritt aus ei^ Religionsgemeinschaft erfolgt durch mündliche oder schristlch Erklärung an das Amtsgericht. Ein Antrag Gröber, dem Reichstage mit Unterstützung des Zentrums jugegangn ist, verlangt Verschärfung des Gesetzes über bn unlauteren Wettbewerb, Regelung des Ausve kaufswesens, Aenderung des Gesetzes über die zahlungsgeschäfte, Verbot des Gutschein-Ha-, dels und Verbot des Betriebes von Warenhäuser» durch Beamte oder Offiziere. Ferner verlangt der Autr. eine Enquete Über die Wirkung der Syndikate.
— Die „Associirte Presse“ sagt, in südamerikanisch- Kreisen und in Washington verlaute, Deutsland suche; Insel Curacao, die zu Holländisch-Guyana gehört, erwerben.
Ausland.
Rom, 25. November. Kammer. Zur Beratung sich das Budget des Kriegsministeriums. Die K« lehnte die Tagesordnungen der Sozialisten ab, die dch? gehen, die Ausgaben für die Armee um 100 Millionen uit die Zahl der Armeekorps von 12 auf 8 herabzusetzen. Nu die äußerste Linke stimmte für die Tagesordnungen.
Konstantinopel, 25. November. Die Botschafter Deutst ! lands und Frankreichs, sowie der aus Livadia zurückgekehri. s russische Botschafter wurden gestern vom Sultan in längen Audienz empfangen.
Prozeß Sternberg.
Berlin, 24. Wvember
Tie Zeugenvernehmung wird fortgesetzt. Die Zeugix Frau Maria I a r c z y n s k a, die von ihrer Wohnung aus in die Küche der Margarethe Fischer hineinsehei konnte, erzählt, daß die Angeklagte Wender vielfach in unzureichender Bekleidung am Fenster sich gezeigt habe. Weiteres von Bedeutung kann Zeugin nicht bekunden. Die Zeugin Frau Köther hat sich im Auftrage des Direktors Luppa in dem Hause, in dem Blümkes wohnen, eine Stube gemietet, um zu beobachten, wer in dem Hause ein- und .ausgehe. Sie erklärt, sie habe die Frieda nur als ein anständiges Kind kennen gelernt. Eines Tages habe die Frieda ihr gesagt, sie habe geerbt; nun komme sie in eine höhere Schule, und ihr Geld komme auf die Spur fasse. Frieda Woyda bestreitet, eine solche Aeußerung gemacht zu haben. Sie könne doch nicht sagen, was sie nicht wisse; sie hübe nichts von der Erbschaft erzählt. 2V Zeugin Frau Köther wird hierauf vom ©tan^' ci ft io a 11 befragt, was sie für ihre ErmittelungsbiE erhalten habe. Sie antwortet: Täglich 20 Mark. Befragen erklärt die Zeugin, daß sie bei den Ermitln° . liegen etwas den Angeklagten Sternberg Belastendes nM erfahren habe. Es soll dann der Schriftsteller 51 off' hausen vernommen werden. Er ist der, auf den der Schutzmann Raupach (Ordonanz des Polizeidirektoi^ v. Mecrscheidt-Hüllessem) als Quelle seiner Kenntnis dass" berufen hatte, daß Stierstädter mit Blümkes forrefp»11. diere. Die Vernehmung dieses Zeugen wird jedocb bis Dienstag ausgesetzt, weil Iustizrat Dr. S e l l o an der Influenza krank darniederliegt. Der nächste Zeuge ist be Barbier Sandmann, der von seinem Laden aus oi Leute beobachten konnte, die in das Haus Alexandrmew straße 1b hineingingen. Er bekundet, daß er Herrn Ster: berg cirka zweimal in der Woche in das Haus habe hinei gehen sehen und festgestellt habe, daß er zur Fischer: gangen sei. Ferner habe er beobachtet, daß, wenn Ste _ berg bei der Fischer gewesen, die Wender weggcgansie und bald darauf mit einem oder zwei Mädchen aus e ' fachem Stande zurückgekehrt sei. Die Mädchen seien w älter wie 13 bis 14 Jahre gewesen. Die Auswarte der Fischer habe ihm erzählt, daß die Mädchen zu ein Maler aus Frankfurt zum Modell stehen kämen und v
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Livadia, 25. November. Der Kaiser verbrachte dr gestrigen Tag ruhig. Um 3 Uhr nachmittags stieg k Temperatur bis 39,7, Puls 80. Nachts schlief der Kaisn gut. Am Morgen war das Empfinden und der Kr/ifte. zustand befriedigend. Irgend welche Komplikationeii I sind nicht bemerkbar. Um 9 Uhr morgens betrug bit Temperatur 37.5, Puls 75. — Rührend nnd großartig ist die Pflege, welche die Zarin ihrem Gemahl anyWrx I läßt. Mit zwei Lieblingskammerdienern des Zaren »richt j sie weder Tags noch Nachts von seinem Krankenlager, wie sehr auch die Aerzte ihr selbst, insbesondere wegen ihres Zustandes Schonung empfehlen. Der Zar war trotz btt ernsten Erkrankung stets bei klarem Bewußtsein und üer langte wiederholt die Vorlage von besonders China betreffenden Akten, was aber dir Aerzte auf das Entschiedenste
mn Aümkes. Zk 'beftteitet, ein 2
i Iber 9 kenne sie n ' Zeugin Schar ■ e.n denen, bei ieben. Heuge H
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Tie Meis, • pen Angeklagten J Bankhalter von . ö-ahre 1897 ha' , - WMKri ae' ' verlangt, er, Z W bezahlt gezahlt ivorben. ■JfW i[)m get ■ Wr- Üornblum ^°Ven, fitf) abei » Wtbeäe. ^yotelben. CL*«1 W)alt ««"«tosen 15- bi « inantf) pw die dein Klul äS."* i-h
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