Aschen Verkehr der chinesischen Gesandtschaft mit den Machch- habern in Peking unter Kontrolle stellte, um zu verhindern, daß die Gesandtschaft einen höchst gefährlichen Spionagedienst einrichte. Das war die gelindeste Maßregel, die zunächst ergriffen werden konnte, Und es ist dringend notwendig, daß auch alle anderen Mächte sich zu diesem Schritte entschließen, denn nichts tväre verfehlter, als heute noch irgend einem chinesischen Diplomaten irgend welches Vertrauen entgegenzubringen.
Wenn es aber schon jetzt so schwer ist, eine Einigkeit zwischen den Mächten zu erzielen, wie soll dies erst tm weiteren Stadium der chinesischen Frage werden, wenn die eine oder andere Macht sich anschicken sollte, in China selbstsüchtige Interessen zu verfolgen, und den Zankapfel der Aufteilung Chinas anzuschneiden? Denn nichts wäre verfehlter, als alle die schönen Redewendungen über die „Mission der Mächte in China", die heute vom Stapel gelassen werden, für bare Münze zu nehmen. Jedenfalls wird man !gut thun, sich auf die Thatsache gefaßt zu machen, daß das chinesische Problem die Einigkeit der Mächte noch auf sehr schwere Proben stellen wird, und daß man es hier mit einem sehr langwierigen Problem zu thun hat.
Während alle Welt die Vorgänge in China hart verurteilt, soll der türkische Sultan mit den Chinesen sympathisieren und seine Schadenfreude nicht verbergen können über die Verlegenheit, in welche die Mächte geraten sind. So unglaublich klingt die Nachricht nicht, da der Padischah auch der, Engländern seine Teilnahme ausgedrückt hat gelegentlich des Krieges gegen die Buren.
Mit großer Befriedigung können wir noch konstatieren^ daß bei den bisherigen Kämpfen in China die deutschen Detachements mit großer Auszeichnung gefochten haben, die fremden Truppenführer sind des Lobes über unsere Marinesoldaten voll.
Das französische N a t i o n a l f e st ist wider Erwarten ruhig verlaufen: die Nationalisteu wurden durch die Sozialdemokraten in Schach gehalten, und Präsident Loubet wurde im allgemeinen Brecht freundlich begrüßt. — Einer der Hauptaktcure int Dreyfus-Prozeß, General Pellieux, hat in den letzten Tagen das Zeitliche gesegnet, was die Erinnerung an jenes Drama der neueren Geschichte Frankreichs wieder ins Gedächtnis zurückrief.
In den Vereinigten Staaten Nordamerikas wogt bereits ein heftiger Kampf um die Präsidentenwahl, und „hie Mc Kinley", „hie Bryan" bildet jetzt das Feldgeschrei der Republikaner und Demokraten. Aller Voraussicht nach wird Mc Kinley wieder als Sieger aus dem Kampfe hervorgehen.
Als recht schwierig und langwierig dürfte sich noch! das südafrikanische Problem erweisen, das die Engländer bereits gelöst zu Huben wähnten. Das aber war ein Irrwahn, denn die Buren setzen den Guerillakrieg mit einer Zähigkeit und Verwegenheit fort, der nach allem mehr als nach Kriegsmüdigkeit aussieht. Haben sie doch den Engländern Neuerdings in nächster Nähe von Pretoria und im Oranje-Freistaat umfangreiche und zum Teil erfolgreiche Gefechte geliefert. Ueber die Thatsachje, daß sie sich einem Guerillakriege gegenüber sehen, dessen Ende noch gar nicht abzusehen ist, vermag die Engländer auch der Erfolg nicht hinwegzutrösten, den sie im Aschunti- Kriege durch den E n t s a tz -K u m a s s i s erzielt haben. Auch wenn England in Südafrika siegt, hat seine Weltpolitik Schiffbruch gelitten.
Politische Tagesschau.
Den nachfolgenden Erlaß, „Polizeiwidrige Angriffe gegen Israeliten betreffend", enthält das „Großherzogl. Hessische Regierungsblatt:
„Eine schmerzliche Erfahrung hat gelehrt, daß die unwürdigen und strafbaren Unternehmungen, die sich der Pöbel in einem deutschen Orte gegen die Rechtssicherheit der Israeliten erlaubt hat, als ansteckendes Beispiel auch auf andere deutsche Orte zu wirken vermochte, so wenig man auch dieses in einem Zeitalter hätte erwarten sollen, in dem man mit Aufklärung und liberalen Gesinnungen so gern zu prunken pflegt. In dem Umfange des Großherzogtums haben zwar bisher nur noch wenige und unbedeutende Unordnungen dieser Art fiattgefunden, und bet den stattgefundenen (befferes Deutsch wäre: „vorgekommenen". Die Redaktion.) hat man die angenehme Bemerkung zu machen Gelegenheit gehabt, daß kein solider, rechtlicher Bürger und kein achtbarer Familien-Vater Anteil genommen hat; es bleibt aber immer heilige Pflicht der höchsten Staatsregierung, durch kräftige Maßregeln dem ferneren Entstehen aller solchen Unordnungen vorzubeugen, und dadurch den Schutz der Rechte zu bewähren, auf welchen jeder Angehörige des Staats, ohne Unterschied der Religion und des Standes, gleichen Anspruch hat. AuS dieser Rücksicht haben Seine König!. Hoheit der Großherzog gnädigst zu verordnen geruht daß in Zukunft für jeden Schaden, welcher den Israeliten bei Zusammenrottungen und Aufläufen zugefügt werden würde, die G e - meinden, vorbehaltlich ihres Rückgrifls gegen die Schuldigen, verantwortlich sein sollen. Indem man diese allerhöchste Entschließung zur Kenntnis des Publikums bringt, bemerkt man zugleich, daß man auch ferner darauf vorzüglich rechne, daß die Familienväter fortfahren werden, ihre Hausangehörigen, Kinder, Untergebene und Dienstboten auf das Unvernünfttge und Verächtliche solcher Ausbrüche des Hasses oder eines gefährlichen Mutwillens aufmerksam zu machen, und man glaubt, daß der vernünftigere Teil des Publikums in jener Entschließung ein kräfttges Mittel zur Unterstützung der häuslichen Zucht erkennen werde, indem nunmehr auch der Unbesonnenste begreifen lernen wird, daß die nachteiligen Folgen der Störung der öffentlichen Ordnung nicht die ousgewählten Opfer treffen, sondern vielmehr auf ihn selbst, und auf diejenigen zurückfallen werden, mit welchen er innig verbunden ist. Aus besonderem allerhöchsten Auftrage Großherzogliches Hessisches Geheimes Staatsministerium."
Die einleitenden Zeilen berechtigten zu der Annahme, daß unmittelbaren Anlaß zu dieser Verordnung die betrübenden Ereignisse in Könitz, Stolp und Bütow gegeben haben. Leider ist der Erlaß älteren Datums. Er datiert vom 4, September 1819.
Eine peinliche Pedanterie in der Kontrolle englischer Siegesnachrichlen hat ein Leser der „Westminster.Gazette" an den Tag gelegt. Dieser fatale Rechner, der die Berichte der Zeitungskorrespondenten vom südafrikanischen Kriegsschauplatz mit großer Gewissenhaftigkeit verfolgt hat, klagt in einem Eingesandt, daß er völlig mystifiziert" ist. Er hat die britischen Angaben über Burenverluste sorgfältig notiert, nnd findet nun, daß die Buren bis jetzt Über 250000 Mann verloren haben. Da die Streitkräfte der Buren jedoch aus nur 50 000 geschätzt wurden,
möchte er wissen, woher die übrigen 200 000 Toten und Verwundeten kamen, und was das eigentlich für Leute sind, die jetzt noch der 225000 Mann starken britisch en Armee so viel Ungelegenheiten bereiten! Lord Roberts wird um Antwort gebeten. — Viel sparsamer gehen die englischen Meldungen mit den britischen Verlusten um. Nach amtlichen Angaben gestalteten sich diese bis zum 17. Juli wie folgt:
Offiziere Mannschaften
Im Kampf gefallen........ 261 2 434
An Wunden erlegen......... 72 637
Vermißt oder gefangen (ausschließlich der Freigegebenen ........ 61 1900
In der Gefangenschaft gestorben..... 1 84
An Krankheit erlegen ........ 139 4 563
Verunglückt............ — 70
Krank nach Hause gesandt....... 965 21 337
1499 31 025
Zusammen — ausschließlich der ) Kranken und Verwundeten [ 32524
in Lazaretten in Südafrika )
Ier Aufstieg des Zeppeliu'schen «Luftschiffes.
Fortsetzung.
Der allgemeine Verlauf der Fahrt ist bereits bekannt. Das Luftschiff gehorchte zunächst dem Steuer und fuhr die ersten Minuten gegen den Wind, hierauf versagte die Steuervorrichtung, der Ballon trieb jedoch, wie wir später sehen werden, noch immer einen eigenen Kurs behaltend, in der allgemeinen Windströmung, die aus Süden kam, vom Auffahrtsplatz nach Jmmenstadt zu. Als die Gefahr drohend wurde, daß das Fahrzeug vom See weg über Land getrieben würde, beschloß der Führer die Landung, die von Herrn v. Bassus geschickt ausgeführt wurde. Durch Venti: stehen wurde der Ballon zum raschen Fallen gebrach! , als das Laufgewicht, das ungefähr 30 Meter unter dem eigentlichen Ballonkörper hing, die Wasserfläche berührte, wurde zum Parieren des Falls Ballast geworfen. Die Gondeln setzten infolge dessen leicht, ohne Stoß auf den See auf, und das ganze Fahrzeug schwamm, einem großen Panzerschiff vergleichbar, nur mit seinen zwei Gondeln die Seefläche berührend, in völligem Gleichgewicht aus dem Wasser. Es befand sich vor allen Dingen aber noch völlig in per Hand des Führers, da beim Niedergehen auch nicht die geringste Beschädigung eingetreten war. Auf der Seefläche ließ Graf Zeppelin von neuem die Schrauben anlaufen, auch jetzt gehorchte das Luftschiff, wiewohl es sich nicht mehr in seinem eigentlichen Elemente befand, der Kraft seiner Propeller. Ueber einen Kilometer lief es von Land weg, allerdings auch in der Drift des Bodenwindes, da ein Wassersteuer naturgemäß nicht vorhanden war. Dieser Umstand veranlaßte auch die einzige kleine Havarie, die bei der ersten Auffahrt überhaupt vorgekommen ist. In der Winddrift trieb es gegen einen Holzpfahl, der als Steuermarke in der Nähe der Immen- stadter Landungsbrücke eingerammt war. Derselbe riß ein Loch in die äußere Stoffhülle des Fahrzeugs, ohne das Gerippe wesentlich zu schädigen. Durch Absägen des Pfahls wurde das Hindernis schnell unschädlich gemacht. Die weiteren Arbeiten, das Hinaufschaffen des Fahrzeugs auf das Floß und das Einfahren in die Halle vollzogen sich glatt und ohne Zeitverlust. Der Dampfer Buchhorn hatte das Floß in die Nähe des schwimmenden Ballonkörpers geschleppt, derart, daß letzterer die Verlängerung des Flosses bildete. Zunächst wurde dann die vordere Gondel durch Aussteigen der Passagiere und Ausgeben alles verfügbaren Ballastes soweit entlastet, daß sie sich aus dem Wasser hob. Hierauf wurde der unter dem Fahrzeug sich hinziehende Laufgang von den Mannschaften des Flosses gefaßt und der Ballon dann langsam und ohne-jede Anstrengung unter weiterer allmählicher Entlastung aus das Floß geführt. Die Haltetaue wurden an ihre Pflöcke gebunden, sodaß das Fahrzeug sicher verankert war, und dann wurde das Floß mit seiner wertvollen Last in die große Halle zurückgeschleppt. Um etwa halb 2 Uhr nachts waren alle Arbeiten vollendet.
Wir wollen nun die Verhältnisse näher betrachten, unter welck>en sich der Flug des Zeppelinscheu Fahrzeugs vollzogen hat. Bevor das Floß die Halle verließ, wären auf beiden Stationen, sowohl der Plattform als dem Fesselballon, die Windgeschwindigkeit gering, noch nicht 3 Meter in der Sekunde. Jedoch schon während der Aussahrt- manöver stieg die Windgeschwindigkeit besonders in den obern Schichten. Nach den genauen Messungen des Fesselballons betrug dieselbe von Beginn der Abfahrt in etwa 300 Meter Höhe 5 Meter die Sekunde. Wir werden nicht fehl gehen, wenn wir dieselbe in der freien Atmosphäre zu 5,5 Meter die Sekunde ansetzen. Die Windrichtung war, nach der Stellung des Fesselballons in den oberen Schichten eine südöstliche. Nach genauen Messungen war aber ein Luftstrom nach N. 53 Grad W. vorhanden. Die trigonometrisch ermittelte Fahrkurve ergiebt für die ersten Minuten nach der Abfahrt keine genaue Bestimmung, da nur- alle drei Minuten gemessen wurde. Doch unterliegt es nach meinen Beobachtungen sowie denen anderer sachDer- ständiger Augenzeugen keinem Zweifel, daß das Luftschiff zunächst mit ziemlicher Eigengeschwindigkeit gegen den Wind anfuhr. Nehmen wir an, daß diese Bewegung auch nur 1 Meter pro Sekunde betragen habe. Es ergiebt sich hieraus, daß bei Windstille das Lustschiss eine Geschwindigkeit von rund 0,5 Meter in der Sekunde lediglich durch die Kraft seiner Schrauben entwickelt hätte. Man sieht hieraus, daß von einer Unwirksamkeit der Schrauben oder einer mcht genügenden Stärke der Motoren, wie sie verschiedentltct) behauptet wurde, keine Rede sein kann. Die oben ermittelte Zahl stimmt völlig mit den Schätzungen Überein dte von verschiedenen Fachmännern über dte Wirkung der Zeppeun- schen Motoren vorher gegeben wurden. Nach 8 iwr b jicw., als Wendungen gefahren werden sollten, gehorchte der Ballon dem Steuer nicht mehr, wahrscheinlich aus zwei Gründen. Die vier Vorder- und Hintersteuer sollten gleichzeitig durch einen einzigen Mechanismus, der die vordere Gondel durch lange Drahtseile mit den Steuert tu Verbindung brachte, in Bewegung gesetzt werden, fieser Mechanismus versagte. Durch leichte Deformationen des Ballonkörpers gerieten die Drahtseile in einseitige Spannung, derart, daß der Steuerhebel wohl nach vorwärts, aber trotz der Anstrengung nicht nach rückwärts bewegt werden
konnte. Es war infolgedessen nur eine einseitige Steuer-- stellung, nach links, möglich, ein Umstand, der natürlich die Steuerfähigkeit völlig in Frage setzte. Hinzu kam noch, daß infolge der oben genannten kleinen Deformationert des Ballonkörpers, wahrscheinlich durch die in Gang befindlichen Schrauben selbst, sekundäre Steuerwirkungen entwickelt wurden, die in unkontrollierbarer Weise zu den Wirkungen «d.er Steuerruder hinzutraten. Kurz, die gewollten Wendungen vollführte der Ballon nicht, sondern trieb, nachdem er einmal in Breitseite gefaßt worden war^ mit der allgemeinen Windrichtung dahin, indenr er dabei, verschiedene Drehungen um seine Vertikalachse vollzog. Da, wie oben bemerkt, die Windrichtung eine südöstliche war, die fast direkt auf das See-Ufer zuführte, wäre die Fahrt des Ballons wohl bald auf dem Lande geendigt, wenn sein Führer nicht zu einem Manöver gegriffen hätte, das wiederum die Kraft der Propeller des Fahrzeugs mit Deutlichkeit erweist. Bald neigte sich die vordere Spitze, bald der Hintere Teil dem Wasser zu, je nachdem ein Hinter- oder Vorderventil gezogen war. Von einem Unstabilwerden des! Fahrzeugs infolge dieser Neigungsänderungen war keine Rede, das Fahrzeug war in dieser Beziehung völlig in Händen des Führers. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß das Laufgewicht infolge seiner Verschiebungen ähnlich gewirkt hätte, da die auf diese Weise entwickelten Drehungsmomente sicher den Kräften, die durch Gasauslassen hervorgerufen werden, gleichkommen.
Schluß folgt.
Aus Stadt und Land.
. Dießen, den 23. Juli 1900. 'J ]
** Manöver • Zeiteinteilung. Für die diesjährigen Herbstübungen und Manöver ist für die 41. Infanterie- Brigade (Regimenter Nr. 87 und 88) folgende Zeiteinteilung bestimmt worden. Vom 21. bis 27. August Regiments-Exerzieren auf dem großen Sande bei Mainz. Vom 29. bis 31. August Gefechtsschießen im Gelände bei Miehlen. Am 1., 3., 6. und 8. September Brigaden Exerzieren ebendaselbst. Am 4. und 5. September Gefechtsschießübungen im Gelände. Vom 10. bis 12. September Brigade-Manöver. Am 14., 15., 17. und 18. September Divisionsmanöver bei Nastätten. Vom 20. bis 22. September Korpsmanöver ebendaselbst und Rücktransport per Bahn. Die 50. Infanterie-Brigade (die Regimenter Nr. 117 und 118) hat vom 20. (118) bezw. 23. August (117) bis 8. September auf dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt Gefechtsübungen, Regimentsund Brigade-Exerzieren. Vom 10. bis 22. September Brigade-, Divisions- und am letzten Tage Korpsmanöver gegen einen markierten Feind. Die 25. Division steht östlich der Linie Okriftel-Hofheim-Niedernhausen-Kirberg- Villmar.
*• I000fache8 Diphtherie - Heilserum. Der chemischen Fabrik von E. Merck in Darmstadt ist eö seit kurzem gelungen, ein 1000faches-Diphtherie-Heilserum, d. h. ein solches, das in 1 Kubikcentimeter Flüssigkeit 1000 JmmunisierungS- einheiten enthält, herzustellen. Dasselbe hat bereits der vorgeschriebenen staatlichen Prüfung int Institut für experimentelle Therapie in Frankfurt a. M. unterlegen unk gelangt in den nächsten Tagen in den Handel. DieseThatsache ist um so bemerkenswerter, als bis jetzt die Herstellung eines solch hochwertigen SerumS noch nicht verzeichnet werden konnte. Vis dato war nur 250sacheS und seit einiger Zeit auch 500faches Serum im Handel. Je hochwertiger aber das Serum, um so vorteilhafter ist dies für Arzt und Patient, da es die Anwendung hoher Dosen Antitoxin (Diphtherie-Gegengift) wesentlich erleichtert. Infolge der hierdurch bedingten Verwendung geringerer Flüssigkeitsmengen werden überdies die Nebenwirkungen, die die Anwendung des Diphtherie-Heilserums zuweilen begleiten, geradezu völlig ausgeschlossen.
Bad-Nauheim, 22. Juli. Unterhaltungen: Frühkonzert der Kurkapelle täglich von 7—8 Uhr am Kurbrunnen« Montag den 23. Juli, abends von 8—10 Uhr aus der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Im weißen Rößl". Dienstag den 24 Juli, nachm. 4 Uhr Theatervorstellung für Kinder und Erwachsene: „Tischlein deck dich; Eselein streck dich; Knüppel aus dem Sack". Nachm. von 4ya-7 Uhr und abends von 8 bis 101/. Uhr uuf der Terrasse Konzert der Kapelle deK Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Musikdirektors Krauße. Bet gutem Wetter abends 10 Uhr großes Feuerwerk vor - der Terrasse. Mittwoch den 25. Juli, nachm. von 4y2-6i/a und abends von 8—10 Uhr aus der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: „Die schöne Galathe". Hierauf:
Flotte Bursche". Donnerstag den 26. Juli, nachm. von 41/ —6V2 und abends von 8—10 Uhr aus der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends Solisten- und Svmphome- konzert. 8 Uhr Theatervorstellung: „Als ich wieder kam". Freitag den 27. Juli, nachmittags von 4Va—7 Uhr und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kapelle des Schlesw.-Holst. Ulanen-Regts. Nr. 15 aus Saarburg. Bei gutem Wetter spielt die Kurkapelle nachm. von 4—-b Uhr am Teich. Abends von 8—10 Uhr im Saal Tanz. Sams- tag ben 28. Juli, nachm. von 4'/,-6'/- und abends von 8-10 Uhr Konzert der Kurkapelle auf der Terrasse. Auf dem westlichen, abgesperrten Teil der Terra s- nach«, von 4>/»—6'/a Uhr: Kinderfest. Abends 8-/2 Uhr im Saal. Musikalisch-humoristisch- Soiree des Klavier-, Gesangs- und Deklamations-Humoristen Lamborg aus Wien Sonntag den 29 Juli auf der Terrasse Doppel-Konzert der Original- Ungarischen Zigeuner-Kapelle Bonza-JoSka und der Kur- kapelle. — Nachdem tn der abgelausenen Woche 1341 Kur- aätte (1261 in der Woche vorher) in Zugang gekommen sind, beträgt die Gesamtfrequenz bis jetzt 14159 Personen, wovon am 19. Juli noch 5968 ortsanwesend waren. Durchschnittlich werden täglich 2750 Bäder abgegeben,!und ist die Gesamtzahl der gefertigten Bäder aus 169067 gestiegen-
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