Interessante Autogramme
7Z5
<0
4t.
O.
WJ
U,"b Mefi*L°Reih7
Damenhaften j^üüc (Sbamberlaind f31 Tonnen nnfere (Strflhftn< Cnvnt» oi;«»* c\n.,t,AW* /m ___u n-_____• ,, r . S
8
*
*
3n unsrer vorstehenden Illustration haben wir eine Anzahl von Autographen vereinigt, die von Männern her- rühren, die zum südafrikanischen Krieg in naher Beziehung stehen. Da finden wir die beiden englischen Oberbefehls-
sind Cecil Rhodes (5), und sein Bruder (13), sowie m der Kapregierung Milner (4), Patrick (7), und Boruet (10'. vertreten. Natürlich gehört auch der Raubgeselle Jameso« (8), der neben Cecil Rhodes der eigentliche Anstifter der
22. 3 'JWfjin Wit 111 Uhr stattgefm ngnttifa iatti fid ßch die Stör Wftt« besetztet g May in dü<Zch
damenhaften Züge Chamberlains (3) können unsere Graphologen zu einem interessanten Urteil anregen. Außerdem
— Die „Post" veröffentlicht folgende Erklärung des Frhr. von St u m m -Halberg: Die Behauptung in der -Freis. Ztg." und der „Franks. Ztg.", daß ich von Krupp Summen für Unterlassung von Konkurrenz erhalte, ist eine völlig aus der Luft gegriffene Lüge.
Berlin, 2. März, lieber die Geschäftsgewinne der Firmen Krupp und Stumm bei den militärischen Lieferungen bringt die „Freis. Ztg." folgende Mitteilung, die wir wiedergeben, weil sie jedenfalls zu weiteren Erörterungen führen wird:
Ein unserem Gewährsmann seit Jahren bekannter Großindustrieller, Konkurrent von Krupp, der sich
sowie Piet Joubert (11), und Cronje (9) nicht schien diirs-»' bedarf keiner Erwähnung.
5 r »ird in >er Fassung der Borlage angenommen, jedoch mit dem Zusatze Schmidt-Warburg.
Als Konsequenz der Annahme des Anträge- erhält auch $ 6 einen entsprechenden Zusatz.
Beim § 18 wird auf Antrag des Abg. Hoffmeister die Bestimmung wieder gestrichen, die dem Präsidenten des Patentamtes die Befugnis entziehen sollte, auch Borsteher der Patentbureaus industrieller Firmen von der berufsmäßigen Vertretung vor dem Patentamte avs- -uschließen.
Der Rest des Gesetzes wird debattelos erledigt.
Hierauf wird die Vorlage betr. Bestrafung der Entziehung elektrischer Arbeit debattelos in der Kommissionsfassung angenommen.
Schließlich gelangt noch der Antrag Küchly auf Reform der Wahlen zum elsässisch-lothringischen Landesausschuß in 3. Lesung zur Annahme.
Morgen 1 Ahr: 3. Lesungen der Gesetze betr. Patentanwälte und »etr. Entziehung der elektrischen Arbeit. Dann Petüionen.
Schluß 6«/< Uhr.
Deutsches Deich.
Berlin, 22. März. Der Kaiser empfing heute mittag halb 1 Uhr im Schlosse den Oberbürgermeister und den Vertreter des Stadtverordnetenkollegiums von Solingen, welche einen Ehrenpallasch überreichten.
Berlin, 22. März. Heute, am Geburtstage Kaiser Wilhelms I., wurden in der Siegesallee vier neue Standbilder, und zwar Markgraf Waldemar der Große Heinrich das Kind, Friedrich Wilhelm II. und das k.er Markgrafen Johann I. und Otto III., 2lll prächtige Wetter hatte eine ungemein zahl- icye ..censchenmenge angelockt. Die Umgebung der Denk-
Ml, 4 ,,aeN»i ■659 w L“ »urch tato 3? faren. @em
MSr, u der j
hilfst cv
bad), die verschiedenen Gruppen und sprach den Zerren seuie Anerkennung aus. Nach Beendigung der Feier begab UH das Kaiserpaar in offenem Wagen in das Königliche Schloß. Am Denkmal Friedrich Wilhelms II. legte Oberst w Wrochem im Namen seines Regiments einen kostbaren Kranz meder. Der Kaiser verlieh Professor Reinhold Begas ^."Stern zum Kronenorden 2. Klasse, dem Bildhaue»
ben Kronenorden 4. Klasse, Professor Baumbach den Roten Adlerorden 4. Klasse und Professor Brütt de» Kronenorden 3. Klasse. "
. Am heutigen Geburtstage Kaiser Wilhelm I. war das innere des Mausoleums zu Charlottenburg mit ^rrrs^en Blumenflor geschmückt. Zahlreiche K^anzk wurden am Sarkophag niedergelegt. Um 10 Uh» 15 Min. erschien das Kaiserpaar im Mausoleum. Am Na- tionalbcnfmal Kaiser Wilhelm I. wurden heute moroen zwei Kranze niedergelegt.
~ „Nordd. Allg. Ztg." erklärt gegenüber den» „Kleinen Jounal" wiederholt, daß keinerlei Verhandlungen zwischen Berlin, Washington und London übe» oic Frage des Friedensschlusses in Südafrika fdjtveben.
~ Abg. Kolisch (frs. Vg.) wurde heute vormittag im Abgeordnetenhause vom Schlage getroffen, während er an einer Sitzung der Justizkommission teil- nahm. Sein Zustand ist besorgniserregend.
— Wie der „Lok. Anz." meldet, joll das Denkmal K a i s e r F riedrichs vor dem Brandenburger Thor zwischen Friedensallee und Charlottenburger Chaussee errichtet werden.
Win, 22. M ttiunbntn gtfonbtrttn nib czrchischrn Deleg wutbt bn Am Titzes zm Ri cäiibeSftistlichrn AG möglich, daß nt fomiitti borgenommei MiglingSkonftmiz ui 9iti, 22. Wz. buiifi bn M, fiot MMg behufs Desai l kc angeblichen v» •fW ttfllttx, bafc
RoljUnfta
‘.’.U"?Q9 in dieS
JWiert von den'
8’ 9-rtte »,r0J
I ZT1' btj
Es!.»
®t««a /f,«
11'“;
L-Z
T,r Mit« ^tr!?
«r 6»*bi"
Wdchmi-Z«s
.illll«»»« -oulurrrnz adk flch mit einem ober thtn unb biefeiben «ch für brnAnfan btn EtenerzGem werben.
Sein i. «h.,. ■ > fordert den W. lloamffion anf, ivielfach befyrv ! StubV ’onbiene an btn Aiärlfi Ehe bieSachet nicht ein einz '.Mit unbestimmten iber Öiarineüeröalt wolle Slatyit ütrlü ibie Marineverivalti : arbeite, jonbern nm
Urteil bat bilden können. Die Granaten, die sie in die englischen Reihen sandten, richteten anfangs nicht viel Sck)aderl an. Erst in der letzten Zeit wurde das Material be!Jer und der Schaden entsprechend größer. Ihre größten Verluste aber erlitten die Engländer stets durch das Gewehrfeuer der Buren. Ihre Treffsicherheit war erstaunlich. Um so verhängnisvoller wurde den englischen Offizieren ihr ursprüngliches Verhalten. Die Offiziere betrachteten das Schlachtfeld anfangs viel zu sehr als Sportplatz und erschienen viel zu viel in prunkhaften Uniformen. Die großen Verluste an Offizieren führten aber dahin, daß sie allen Prunk, die blanken Knöpfe u. s w. beseitigten, ihre Uniformen denen der Mann- tchasten möglichst gleich machten, und es auch nicht verschmähten, gleich diesen ein Gewehr auf die Schulter
* Dom Kriegsschauplatz.
lieber den Verbleib der Burenkommandos, die bei Nor- valSJßont, Bethulie und Aliwal North das Vordringen der Engländer über den Oranjefluß möglichst lange aufzu- yalten hatten, nach dem Einzuge Roberts in Bloemfontein aber i,hre unhaltbar gewordenen Stellungen aufgaben, herrscht noch immer völliges Dunkel. Dem „Standard" wird heute aus Bloemfontein gemeldet, daß 4000 Transvaalburen von Colesberg nack) der Grenze des Basutolandes zu entkommen suchen; voraussichtlich würden sie gefangen merben Ferner meldet die „Times", daß die Engländer Smithfield, zwei Ortschaften nördlich und nordwestlich von Aliwal North besetzt hatten.
Danach müßte man annehmen, daß der ganze Südosten des Freistaates bereits von den Buren geräumt ist. Smj0.JaWoher wird aber dann die Frage nach dem Verbleib jener Kommandos, zumal ein Reutersches Tele- granun aus Herschel meldet, daß noch am letzten Sonntag ?^rth gekämpft worden sei, und zwar haupt- sachlich auf der Freistaatseite des Flusses, obwohl die britischen Kanonen auf der Südseite standen. Die Buren wurden angeblich vollkommen überrumpelt und zogen sich über den Fluß zurück. Tas Gefeckjt auf dem kleinen Ber^ r.U lS?ar ^hr heftig. Die Briten verloren vier Tote i unb 15 Verwundete. Die Buren haben noch ihre Stellung i auf den großen Hügeln auf der Freistaatseite inne. Die ®u}-enGrtinerie war während des Gefechtes auf der Ali-
^U(Je JJ^en-trIert ~ Danach ist an diesem östlickisten ^unfr$e des Oranjeflusses der Einbruch in den Freistaal von cn.otJ> nicht erzwungen worden. Rouxville ltT1^ Smithfield durften daher nidjt von Truppen des Ge- I t^abai1 k Jokern von Springfontein und Bethulie I ^.besetzt worden fein Damit hätte dann Kommandant befehligt, den Feind auch im b 1 blrebe ihm in der Thal nichts weiter übrig, borf Basutoland auszubiegen. Ob ihm von
°o-taus noch die Vereinigung mit einer der Hauptarmeen I her Buren gelingen kann, erscheint sehr fraglich. I
Wie,a>us Kiel gemeldet wird, fand daselbst heute mittag in Abwesenheit des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen und unter Beteiligung der Admiralität und des Seeoffizierkorps der S t a p e l l a u f des Panzerkreuzers A statt. Admiral Köster hielt die Tauf, rede. Die Prinzessin Heinrich vollzog sodann die Taufe, in welcher der Kreuzer den Namen „Prinz Heinrich" erhielt.
— Nach einer Meldung des „Berl. Tgbl." wird Freiherr von Hertling in den nächsten Tagen wieder in Rom erwartet. Am Zustandekommen der katholisch-theologischen (tanutat an der Universität Straßburg nach dem Wunsche der Reichsregierung sei nicht mehr zu zweifeln.
— Die „Nat. Ztg." schreibt: Die Ver ha n o lu n gen über das Fleischoeschaugesetz zwischen der Regie- rung und der Mehrheit der zweiten Lesung ruhen vollständig. Es scheint überhaupt, als ob für die gesamte innere Politik die Parole: Vertagung bis nach Ostern aus- gegeben wäre.
a« e11'1
SÄ i
mäler war mit prachtvollen Blumen geschmückt. Bereits gegen halb 11 Uhr hatte sich vor dem Standbilde „Heinrich dav Kind" eine ansehnliche Versammlung eingefunden Es waren u.a. erschienen: Herzog Albrecht von Württem- verg, Flugeladjutant Generalmajor v. Scholl, Freiherr ,v. Senden-Bibran, die Minister v Thielen, Studt, v.Mi quel und v Rheinbaben, Staatssekretär Gras Bülow, General v. Hahnke, Oberbürgermeister Kirschner unb Prinz Sstlm-Horltmar. Gegen 11 Uhr kamen die drei jüngsten Prinzen, welche Matrosenunisorm trugen, unb t -Bittoria Luise, ganz in weiß gekleidet. Etwas ”acyi ußr erschien das Kaiserpaar. Der Kaiser trug die Uniform des Grenadierregiments Friedrich Wilhelm II.
dem grauen Mantel, die Kaiserin war in tiefe Trauer v । gekleidet. Der Kaiser begrüßte die anwesenden Herren und
.sonders hatten es die Buren auf die I zeichnete mehrere Künstler durch Ansprachen au? Nachdem Senb 91fanemnm', hnT ^^bcrröcke sie nicht leiden der Kaiser das Zeichen zur Enthüllung der Denkniüler Rollte daher auch den Hochländern die I gegeben, besichtigte .er unter Führuna der Schöpfer der- gewöhnlichen Hosen anziehen, aber dieser wohlgemeinte I leiben, Reinhold Begas, August .>eraus Brütt und Baum- Plan scheiterte daran, daß die Leute mit der größten | bad), die verschiedenen Gruppen und'sprach den Herren Hartnäckigkeit die Ho|en zuruckwiesen. Auffallend war '
die fortgesetzte Abneigung der Buren gegen Nachtgefechte. Nur ein einziges Mal, als sie einen zähen Angriff der Eiiglander zurückschlugen, feuerten sie auch des Nachts noch; sonst kämpften sie stets nur am Tage und zogen sich bei Eintritt der Dunkelheit jedesmal wieder zurück. Tie Engländer waren damit natürlich sehr zufrieden, wenn sie ungünstig engagiert waren. Heber den Mißbrauch der weißen Flagge und die Mißachtung des Roten Kreuzes ist viel geschrieben worden. Dr. Krummacher hat von einem erwiesenen Mißbrauch oder einer nachgewiesenen Mißachtung nichts erfahren. Seine Sanitätsabteilung wurde von den Buren öfter mit Granaten beworfen; sie stand dann aber dicht hinter der Gefechts- üme und außerdem durch Kavallerie verdeckt, so daß die Granaten wahrscheinlich dieser gegolten haben. Wie bekannt, brachten die Engländer einen Sanitätswagen ber Buren auf, aus dem vier Aerzte gefangen nach Kapstadt abgeführt wurden. Die Gefangennahme geschah, weil man die Betreffenden nicht für Aerzte hielt, und' weck aus dem Wagen heraus auf die Engländer geschossen worden sein soll. Erst in Kapstadt wurde festgestellt, daß man es in der Thal mit Aerzten, zwei deutschen, einem französischen und einem englischen zu thun hatte. Alle vier wurden zu den Buren zurückgesandt. Daß aus dem Wagen geschossen worden sei, bestreiten nicht nur )ie, sondern auch ihre Begleitmannschaften. Als die Buren ihre Stellungen räumten, machte dqs nicht den Eindruck eines großen Erfolges der Engländer. Es schien vielmehr, als ob die Buren des Scheibenschießens über- brüssig geworden und plötzlich davongegangen feien. Bei beginn des Krieges lehnten bekanntlich die Engländer die Hilfe des deutschen Roten Kreuzes ab, während die Buren sie dankbar annahmen. Nun sind beim Rückzug I der Buren ihre wenigen beweglichen Sanitätskolonnen Zum Teil soweit zurückgeblieben, daß sie hinter die Front der Engländer gerieten. Ob diese Abteilungen den Buren wieder zugesandt worden sind, ist nicht bekannt. Was die klimatischen Verhältnisse betrifft, so hatten unter diesen die Engländer natürlich am meisten zu leiden, aber auch die Buren waren gegen sie nicht ganz gefeit Die Stimmung der englischen Truppen war nach den wiederholten Niederlagen oft sehr gedrückt und hob sich erst I mit Lord Roberts und Kitchener's Landung.
Telegramme deS „Gietzever Anzeiger".
London, 23. März. Lord Roberts wird, wenn die zurzeit noch unterwegs befindlichen Verstär-dngen alle bei ihm emgerroffen sind, über eine Gesamtarmee von über 240 000 Mann verfügen.
London, 23. März. Die Nachricht von der Schlappe die das Plumer'sche Korps in den Tagen vom 13. bis «ÜL bei Lobatsi erlitten hat, bereitet hier größere Enttäuschung, als manch schwere Niederlage im früheren Verlaus des Feldzuges. Seit mehreren Tagen rechnet man hier beinahe stündlich auf de« Entsatz von Maseking, ebenso mn Kap, wo schon der Tag von dem Bekanntwerden des Entsatzes als Feiertag bestimmt war. Der Erfolg der Buren bei Lobatsi setzt dem englischen SiegeS- Ivbel einen bedeutenden Dämpfer auf.
Londo», 23. März. Laffans Bureau veröffentlicht ein Telegramm aus Kronstadt vom 21. d. M.. Hier herrscht große Aufregung. Es wird berichtet, daß General G a t a c r e m i t ’*1 ”e” ganzen Stabe gefangen genommen worden sei. Es wird behauptet, daß er von dem Gros seiner Truppen adgeschnitten wurde und von dem Kommandanten Olivier, welcher augenblicklich an der Grenze operiert, gefangen 'ge »ommen worden ist. Es geht ferner das Gerücht, daß die Engländer 11 Geschütze verloren haben.
London, 23. März. Die „Times" veröffentlicht folgendes Telegramm aus L o r e n z o M a r q u e z vom 22 März • i Den Burenblättern zufolge bessert sich die militärische L.age Transvaals mit jedem Tage, weil sich die
Freistaates den Burentruppen anschließen. N-u- Truppen treffen täglich in Trans- vaai ein.
r südafrikanischen Kriegsschauplätze e $ en S?nnta9 die Stabsärzte Tr Krummacher «tobe Wilhelms-Akademie und Tr. Schmidt vom »inQben®Ütp'tSm^nt ScTli" zurückgckehrt Beide »nt8H«oW>ra5wJl ber auf Anordnung des Kriegsministers »or Maa!?skome ' IDUrb.™ in diese als Sanitätsoffiziere vor Magerssontem eingereiht und verweilten bis 21 ftebr $-nmmn«hnä lh^?aut)Ia6e' um baun nach Ablauf ihres
tsntomne uno Eindrücke plaudern zu hören •
Die sanitären Einrichtungen der englischen Armee waren nach Tr. Krnmmachers Mitteilung u gut ^n dieser Beziehung tonten alle Vorbereitungen n^ofkn flum Sd)u() gegen d,e Äitze am Tage und die Kälte bei Nacht führten die Engländer große gelte mit d e Tropen bei Magerssontein fefr z°n statten käme ü Von her Anwendung der Dum Dum-Geschosse oder der Marke 4 der Gewehrgeschosse (mit eingedrückter Spitze) haben beide deutsche Aerzte nichts wahrgenommen, obwohl fkb unter den 2000 Verwundeten, die sie zu Gesicht bekamen auch zahlreiche Buren befanden. Die Kriegführung der Buren hat auf Dr. Krummacher einen ausgezeichneten Emdruck gemacht, soweit er sich als Sanitätsoffizier ein
6-
//.


