land mit seiner, auf verhältnismäßig sehr kleinen Raum zusammengedrängten Ausstellung dem Auslande gegenüber errungen, solle die Deutschen nicht zu Ueberhebungen verleiten. — Rach ausführlicher Besprechung der Einrichtungen in den französischen Fachschulen, der Ausstellung des Reichsversicherungsamtes, der Arbeitszeit und Arbeitsweise in Paris, und alles dessen, was in Bezug auf Arbeiterwohnungen ausgestellt, gab der Redner auch einige Bilder des in Paris herrschenden sozialen Elends, der dortigen Verkehrseinrichtungen ufro. Herr Engeln schloß unter den Beifallskundgebungen der zahlreich anwesenden Mitglieder der hiesigen Gewerkschaften seinen Vortrag. Die folgende lebhafte Diskussion gab dem Vortragenden Gelegenheit, die Meinungen und Wünsche der Arbeiter in Bezug auf gewerbliche und soziale Einrichtungen zu hören uno Anfragen zu beantworten.
** Stadttheater. Vor vollem Hause wurde gestern als echtes Sonntagsstück W. Mannstädts „W a l z e r k ö n i g" gegeben. Um den allgemeinen Beifall hervorzurufen, den die recht ansprechende Darstellung des ziemlich gehaltlosen Machwerks sowohl bei offener Szene als auch nach jedem Aktschluß erzielte, bedurfte es allerdings der altbewährten Komik des Herrn Helm als reichen Lebemann Amandus Höppner im trefflichen Zusammenspiel mit Fräulein Eichenwald als Damenschneiderin Marie Pünktlich und Herrn di Balthyni als seinem nicht aus der Art der Höppners geschlagenen Neffen Guido. Nur mit dem Gesang Frl. Eichenwalds werden wir uns wohl nie befreunden können, zumal wir auch gestern abend wieder wie schon kürzlich Frl. Kuglers entschieden umfangreichere und geschultere klare Stimme daneben hören durften; selbst als „Stimme aus dem Hintergründe" drang sie noch besser durch als die in den Vordergrund gestellte. Ebenso konnten wir der Art, wie Herr Reinhardt sich den Spekulanten Bergmann dachte, beim besten Willen keinen Geschmack abgewinnen. Recht vorteilhaft wußten ihre Rollen Frl. v. Lin den au als kokette, sich anderweitig tröstende Gattin des sie vernachlässigenden Politikers Scheltenberg, den wiederzugeben Herrn R a m s e p e r ein Leichtes war, und Herr Warlitz als armer hoffnungslos liebender Kaufmann Berger aufzufassen und auszugestalten, zwei neue Kräfte, die wir gestern zum ersten Male in größeren Rollen nicht ohne Bewunderung spielen zu sehen Gelegenheit hatten. Einfach unbezahlbar wirkte im Verein mit der unglaublich dummes Aussehen verleihenden Frisur Frau Helm als Kammerjungfer Maruschka, und ebenso konnte es dem mit Recht von sich überaus eingenommenen Groom Pips, in dessen Wiedergabe Frl. W o h l b r ü ck sich wie zu Hause fühlte, an dem gewünschten Erfolge nicht fehlen. — Für den morgenden Mend ist „Maria Stuart" angekündigt, in deren Titelrolle sich ein recht hoffnungsvolles neues Mitglied unserer Bühne, Frl. Korn, uns zum ersten Male in hervorragender Rolle zeigen wird.
** Militärisches. Uhlenhaut, Lt. im 3. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. (Leib-Rgt.) Nr. 117 zum Oberleutnant befördert, W int her, Lt. in demselben Rgt., vom 1. November ab zu einer vom Kriegsministerium zu bestimmenden Mil.- Intendantur kommandiert, Heuer, Hauptm. und Komp.- Chef, im Jnf.-Rgt. Nr. 59, in das Jnf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 versetzt, Schotte, Lt. im 3. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. (Leib-Rgt.) Nr. 117, kommandiert als Erzieher an der Hauptkadettenanstalt, unter Versetzung in das Jnf.-Rgt. Nr. 97 mit Ende Oktober von seinem Kommando enthoben, Graf zu Waldeck und Pyrmont, Oberlt. im 2. Großh. Hess. Leib-Dragoner- Rgt. Nr. 24 in das 2. Hann. Drag. Rgt. Nr. 16 versetzt, Bosse, Fähnrich im Jnf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Böiges und Brun ko w, Fähnriche im Inf. Rgt. Nr. 117, Graf zu Nidda, Fähnrich im 2. Großh. Hess. Leib Drag.-Rgt. Nr. 24, v. Trott zu Solz, Fähnrich im 1. Großh. Hess. Feld-Art.-Rgt. Nr. 25 zu Leutnants befördert, die Unteroffiziere: Scriba im Jnf.-Rgt. Nr. 168, von Urss im Drag.-Rgt. 24, von Küchler, Frhr. Schenk zu Schweinsberg im Feld- Art.-Rgt. Nr. 25 und Riedesel Frhr. zu Eisenbach, charakt. Fähnriche von demselben Rgt. zu Fähnrichen befördert, von Stoessel, Hauptm. und Komp.-Chef im Jnf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, mit Pension und der Rgts.-Uniform der Abschied bewilligt; Dr. Stühlinger, Unterarzt beim 1. Großh. Hess. Jnf.- Rgt. Nr. 115, zum Assistenzarzt befördert.
*• Hessische Lotterie. Wie der „B. A." bestimmt erfährt, werden die Lose vom nächsten Jahr von 33 000 aus 50 000 erhöht und die Zehntel-Einteilung in Achtel-Einteilung umgewandelt. Die Gewinn-Einteilung soll vorerst bestehen bleiben.
Mainz, 20. Oktober. In der Frage des Achtuhr- » Anschlusses hat der Ausschuß des Vereins Mainzer Kaufleute beschlosst, vorerst eine abwartende Stellung ein- zunehmen, bis über die Wirkungen des Gesetzes weitere Er- sahrungen vorliegen und über die Stellung der benachbarten Städte in dieser Angelegenheit entichieden ist.
-nn. Mainz, 21. Oktober. Der 13. h e s s i sche L) a n- delskammertag fand hier heute im großen Sitzunas- saale des Stadthauses statt. Es waren Ttttch?sieben Handelskammern mit ca. 32 Vertretern anwesend Ten Vorsitz führte Geh. Kommerzienrat Michel-Mainz als Beisitzer fungierte Kommerzienrat Cob lenz er-Bingen Als Vertreter der Regierung war Ministerialrat Brann als Vertreter des Kreises Kreisamtmann Mathias anwesend. Ministerialrat Braun beteiligte sich öfter lebhaft an den Debatten. Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte der Vorsitzende die Vertreter der Regierung, der Stadt Mainz, der einzelnen Handelskammern und der Presse. Beigeordn. Dr. Haffner begrüßte den Handelskammertag im Namen der Stadt Mainz. Als Vertreter der Gießener Handelskammer waren der 1. Vorsitzende, Kommerzienrat K o ch, und der Handelskammersekretär Dr. Ke hm anwesend. Der hauptsächlichste Gegenstand war die Beratung eines Entwurfes eines neuen hessischen H a n d e l s k a m m e r - G e s e tz e s und der dazu vorliegenden Abänderungs-Anträge, die Über vier Stunden in Anspruch nahm. Der Entwurf stammte von der Handelskammer Mainz, und besonders hatten Darmstadt, Offenbach und Gießen eine Menge Abänderungs-
Anträge gestellt. -In den Hauptzügen wurde der Entwurf angenommen. An der Debatte beteiligten sich besonders Langenbach- Darmstadt, Schloßmacher - Offenbachs Dr. Ke hm-Gießen u. a. m. Der Entwurf umfaßt zirka 36 Artikel und wird einer Redaktions-Kommission, bestehend aus Mitgliedern der Handelskammern Gießen, Offenbach, und Mainz, zur endgiltigen Fertigstellung überwiesen; nur fällt der Kreis Erbach i. O. jetzt zu Darmstadt und ein Teil des Kreises Oppenheim, der seither nach Mainz zählte, zu Worms. Der Entwurf geht nach der Redaktion an die Regierung zur endgiltigen Herausgabe. Der neue Entwurf enthält gegen das seitherige Gesetz drei grundsätzliche Aenderungen: 1) Die Wahlfähigkeit wird etwas weiter begrenzt, indem auch diejenige Firma wahlfähig bleibt, deren Etablissement im Bezirk liegt, der Inhaber aber außerhalb wohnt, 2) das Ausscheiden eines Inhabers aus dem Geschäft hindert dessen Wahlfähigkeit nicht, wenn er im Bezirk wohnen bleibt, 3) die wirtschaftlichen öffentlichen Anstalten und Verkehrsmittel sollen mehr wie seither unter Aufsicht der Handelskammern gestellt werden. — Bei Art. 7, die Wahlberechtigung bett., erklärte Ministerialrat Brayn, daß es ratsam sei, den seitherigen Modus, wonach die Firma einer der vier ersten Klassen der Gewerbesteuer angehören muß, bis zur endgiltigen Gestaltung der Gewerbesteuer-Gesetzgebung bestehen zu lassen. Ein Antrag, nach dem auch die Detaillisten eine festgelegte Anzahl Vertreter in der Kammer haben sollten, wurde abgelehnt. — Punkt 2 der Tagesordnung betraf die Umfrage des Deutschen Handelstages, betr. die Einrichtung einer Zentralhandels stelle, über die der Vorsitzende referierte und erklärte, daß nach den stattgehabten Ermittelungen das Schaffen von Handelsmuseen und Handelskorrespondenzen nicht anzustreben sei, da auch die Kosten hierfür zu hoch kommen; dagegen werde man vorerst durch zuverlässige Sammlung und Festlegung aller den Handel und das Gewerbe betreffenden Gesetze an entsprechender Stelle, Anlegung einer Auskunftsstelle re. einen Anfang machen; dies werde vorläufig -g-enügen. — Die Zulassung der hessischen Jndn- striellen zu der im Jahre 1902 in Düsseldorf stattfindenden Industrie-Ausstellung war der nächste Punkt der Beratung. Es wurde beschlossen, die Großherzogliche Regierung zu ersuchen, die Genehmigung der Beteiligung für das ganze Großherzogtum Hessen zu erwirken, nachdem der Kreis Offenbach schon die Genehmigung erhalten hat. — Eine lebhafte Debatte verursachte der nächste Punkt, nämlich die von der Handelskammer Gießen angestrebte Einführung einer weiteren Briefbestellung mit Empfangsbescheinigung, die man sich ungefähr so denkt, daß man zwischen den gewöhnlichen Briefen und den eingeschriebenen Briefen eine Briefsorte „Gegen Schein" einschiebt, die mit nur 10 Pfennig Mehrporto einfach in den Kasten geworfen und von der Post wie ein eingeschriebener Brief behandelt wird. Der Antrag wird dem Vororte zur Prüfung und entsprechenden Behandlung empfohlen. Die Postbehörden haben sich bisher dagegen ausgesprochen. Als wichtigsten und letzten Punkt behandelte man den neuen Zolltarif in sehr lebhafter Diskussion. Es wurden folgende Resolutionen einstimmig angenommen:
1) Der hessische Handelskammertag spricht sich dahin aus, daß nach Llblauf der geltenden Handelsverträge der Abschluß neuer langfristiger Verträge mit möglichst zahlreichen gebundenen Tarifsätzeri und der Klausel der Meistbegünstigung mindestens für die wichtigsten Tarifpositionen anzustreben sei.
2) Der hessische Handelskammertag ersucht die Großherzogliche Regierung bei Feststellung des neuen Zoll- tarifes auf möglichst niedrige Zölle auf die notwendigsten Lebensmittel hinwirken zu wollen. — Die übertriebenen agrarischen Forderungen sind aber entschieden zurückzuweisen, weil deren Verwirklichung eine gedeihliche Fortentwickelung des deutschen Außenhandels, welcher angesichts der starken Volksvermehrn t ujrv.-enb im Interesse der Gesamtwohlfahrt der deutschen Völker gelegen ist, unmöglich machen würde.
Um drei Viertel sechs Uhr schloß die sehr interessante Sitzung, au die sich ein Festessen im Kasino Gutenberg anschloß.
Vermischtes.
* Regensburg, 19. Oktober. Heute früh wurde bei Barbing die Leiche des Bankiers Sim. Wiener gefunden, die dort von der Donau angeschwemmt worden war. Auch der Prokurist der Firma Bernstein ist seit vorgestern verschwunden. Der Grund dieser Vorkommnisse liegt in dem Zusammenbruch des Wiener'schen Geschäfts. In der Stadt gehen Gerüchte von großen Verlusten, die viele Kunden der Bank erleiden sollen.
* D a s Lu ft s ch is f d e s Gr af e n Zeppelin. Aus Friedrichshafen, 18. ds., erhält die „Franks. Ztg." folgende Zuschrift: Ich lese heute allenthalben die Telegramme über den „erfolgreichen" zweiten Aufstieg des Grafen Zeppelin. Vielleicht haben Sie, bevor diese Zeilen in Ihre Hände gelangen, bereits ausführlichere Meldungen bringen können, die den großen Erfolg etwas zweifelhaft erscheinen lassen. So war es auch das erste Mal; aus einem Siege wurde zum mindesten eine unentschiedene Schlacht. Möglicherweise sind Ihnen demnach, auch meine Zeilen nicht unwillkommen. Sicherlich: das „Luftschiff" erwies sich, a l s l e n f b a r. Es stieg unter den Hurrarufen des vollzählig am Ufer versammelten Friedrichshafen majestätisch, und ruhig in die Lüfte, schwebte sinnig und hübsch, über den See hin, machte kleine Drehungen um seine vertikale Achse, vielleicht sogar kleine Kurven, vollführte leichte Drehungen auch um seine Horizontalachse und blieb sicher und friedlich stets ungefähr in derselben Höhe und über demselben Flecken schweben. Von einem ausgedehnteren Hin- und Herfahren, von einem Auf- und Abschweben zu größeren und geringeren Höhen war freilich nicht merklich die Rede. Man hatte das Gefühl, als ob das Luftschiff sich, sehr freute, daß es so nett da oben balancierte, und man freute sich nnt darüber; denn ohne Zweifel ist die schöne Aus- b a l a n z i e r u n g pes Fahrzeugs das gelungenste an der
Aber unter welchen Umständen wurden benn btc geschilderten bescheidenen Resultate erzielt? Unter den allergunftigften: .es herrschte fast absolute Wind
stille ! Wie schwach der Wind war, ergiebt sich aus folgenden Thatsachen. Das Wolsf'sche Bureau spricht von schwacher südlicher Luftströmung. Der zur Feststellung der Windrichtung aufgelassene Fesselballon zeigte aber, wenn Überhaupt etwas, eine aanz schwache nördliche Strömung an. Dementsprechend nahm auch ein aufsteigen- ber papierner Versuchsballon eine sübliche Richtung. Ein zweiter freilich machte etwas später, sehr, sehr gemächlich eine nördliche Reise. Der Rauch aus ben Schornsteinen ringsum schlug bald nach Norben, balb nach Westen ober Süden. Nach alledem sind wir nicht sicher, ob bie konstatierten langsamen Vorwärtsbewegungen des Luftschiffes nicht in der Hauptsache auf Rechnung schwacher umlaufender Winde zu setzen sind. Wenn wir trotzdem oben eine gewisse „Lenkbarkeit" des Fahrzeuges zu- geb£n, so thun wir das eigentlich nur auf Grund der Beobachtung, daß dasselbe Drehungen um die Vertikal- und Horizontalachse auszuführen im stände war. Hierbei ist aber ausdrücklich festzustellen, daß bei solchen Drehungen um die Horizontalachse kein Auf- und Absteigen des Luftschiffes zu konstatieren, war, was bei nennenswerter Eigenbewegung desselben natürlich gewesen wäre. Wir fragen nun: welcher Ballon beliebiger Form würde nicht in völliger Windstille, also beispielsweise in einem geschlossenen Raum, vermöge eines etwa in feiner Gondel angebrachten Windflügels eine kleine Vorwärtsbewegung und deshalb auch vermöge eines gleiche- zeitig angebrachten ,Schjaufelsteuers eine gewisse Drehbarkeit erlangen können? In der freien Natur freilich bei dem geringsten Hauche würde solcher Ballon willenlos davongetragen werden. Nicht anders aber wäre es n cuch den,gestern gezeigten Eigenschaften auch, dem Zeppelin'schen Schaff ergangen: eine Luftbewegung von nur Stärke 1 nach der Beaufort'schen Skala hätte es lustig in die Weite entführt. Mag also vielleicht die Form dieses Luftfahrzeugs genial und richtig ersonnen sein, — eines scheint festzustehen: entweder müssen die vier Windflügel erheblich vergrößert und leistungsfähiger, oder ihre Umdrehungsgeschwindigkeit muß durch einen stärkeren Motor erhöht werden. Nach alledem ist es klar, daß weiter versucht werden wird, und wenn dies auch sonst weiter keinen Nutzen.bringen sollte, so jedenfalls einen: dem Orte Friedrichshafen. Es liegt eine gewisse Komik in der Art und Weise, wie Friedrichshafen, das so bescheidene, ruhige Städtchen, durch seinen Luftballon eine berühmte Staot werden will; und es ist gut, wenn der Humor bei einer Sache sich, zeigt. Schon vor langer Zeit begegnete man Anzeigen in Bäderzeitungen, in welchen als great attrac- tion Friedrichshafens der Zeppelin'sche Ballon gefeiert wurde. Es bildete sich hier ferner eine Motorbootgesellschaft, welche Fahrten zum Ballonhause machen läßt. Und schließlich, ist ein ganz findiges Genie sogar auf den Gedanken gekommen, Villeub aupl ätze „mit Aussicht auf die Alpen und den Zeppelin'schen Ballon" anzupreisen. Man beachte die großartige Zusammenstellung! Allzu großes Vertrauen in die baldige Verwirklichung der Zeppelin'schen Träume scheint man demnach in Friedrichshafen selbst nicht zu setzen. -
Kirchliche Nachrichten.
Gvaugelische Gemeinde.
Montag den 22. Oktober, abends 8 Uhr: Bivelstltyde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Hebräerbrief Kap. 1. Gottes Offenbarung tn seinem Sohne und deffen Herrlichkeit.
Pfarrer Dr. Naumann.
Mittwoch den 24. Oktober: Dekanatssynov-. Vormittags 9 Uhr: Gottesdienst in der Johanneskirche.
Pfarrer Gußmann aus Kirchberg.
Neueste Meldungen.
Crouberg, 22. Oktober. (Telephon-Meldung des „Gieß. Anzeigers".) Das Befinden der Kaiserin Friedrich bessert sich anhaltend. Gestern durfte dieselbe eine Stunde außerhalb des Bettes zubringen.
Homburg v. d. H., 22. Oktober. (Telephon-Meldung des „Gieß. Anz.") Nach den neuesten Bestimmungen reist das Kaiserpaar morgen nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr von hier ab.
6lberfelb,[22. Oktober. (Tel.-Meld. d. „Gieß. Anz.") Der Kaiser trifft Mittwochvormittag 11 Uhr zur Einweihung der Ruhmeshalle in Barmen ein. Von dort begibt er sich hierher zur Einweihung des neuen Rathauses und fährt dann mit der neuen Schwebebahn nach Voh- winkel. Von dort aus begibt sich der Kaiser direkt nach Villa Hügel bei Essen zum Besuche Krupps. Die geplante Wagenfahrt ist aufgegeben worden.
Hanau, 22. Oktober. Gestern fand dahier der Bezirkstag der Gruppe Provinz Heffen-Naffau und Großherzogtum Heffen des Verbandes der Verwaltungsbeamten der Ortskrankenkassen und der BerufSge- noffenschaften Deutschlands statt. Als nächster Tagungsort wurde Wiesbaden bestimmt.
Loudon, 22. Oktober. Die Admiralität beschloß die Bildung eines Reserve . Geschwaders für den Kanal. Das Geschwader wird unter den Befehl des Admirals Doel gestellt.
Madrid, 22. Oktober. General Aecaraga ist von der Königin-Regentin gestern Abend empfangen worden. Nach seiner Rückkehr aus dem Palast unterhielt er sich längere Zett mit dem Herzog von Teluan und Silvela. Der General war sehr zurückhaltend.
Kreditaktien
3 */i r/o Konsole .
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Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oenterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . .
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5 7 Itaben. Rente
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3 °/o Mexikaner .
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Anl. 41 80
. . 23.80
. . 25.65
. . 76.40
Telephonischer Kursbericht
Frankfurt, den 22. Oktober.
37i % Reichsanleihe . . 94.90
3 o/o do
Tendenz: fest.


