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I empfing feine Ausbildung im Städelschen Institut in I Frankfurt, in Karlsruhe und München, in welch letzterer I Stadt er für seine in Bremerhaven aufgestellte Statue des I Kolumbus einen ersten Preis der Akademie erhielt. (K. Z.)
Parlamentarisches. Ein bei der zweiten Kammer I der Landstände von den Abgeordneten Ulrich und Genossen I gestellte Antrag lautet: Die Kammer wolle Großherzogliche I Regierung ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen betreffend I Entschädigung unschuldig Verhafteter sowohl I bei UntersuchungS- wie bei Strafhaft; ein weiterer Antrag I derselben bezweckt die Einrichtung einer obligatorischen I staatlichen Mobiliarversicherung, ferner einer I obligatorischen staatlichen Vieh- und Schlacht- I vieh-Versicherung, und weiter die Anstellung voll- I besoldeter Kreistierärzte als Staatsbeamte, I sowie die Ueberführung der Apotheken in den I Staasbelrieb derart daß neue, bezw. heimfallende Kon- I Zessionen fernerhin nicht mehr an Private erteilt, bestehende Apotheken auf dem Wege allmählichen Ankaufes vom Staate erworben werden. Ein weiterer Antrag lautet: Hohe Kammer wolle Großherzogliche Regierung um Vorlegung eines Gesetzentwurfs ersuchen, betreffend Einteilung der Kreise in kleinere Sanitätsbezirke und Anstellung staatlich voll besoldeter Bezirksärzte, denen die derzeitigen Funktionen der Kreisärzte zu übertragen sind. Als weitere Aufgaben sind denselben regelmäßige Untersuchungen des Gesundheitszustandes der Schulkinder, sowie der sanitärischen Verhältnisse der Schulhäuser, der Fabriken und aller sonstigen zu gewerblichen Zwecken dienenden Räume zuzuweisen.
** Die Eisenbahntarife. Die Abgeordneten Ulrich und Genossen haben beim hessischen Landtage beantragt: Die Kammer wolle Großherzogliche Regierung ersuchen, in der preußisch-hessischen Gemeinschaftsverwaltung auf Verbilligung der Tarife, insbesondere auch der Arbeiterfahrkarten, sowie auf Verlängerung der Rückfahrkarten und weiterhin auf Einführung des Zonentarifsystems hinzuwirken.
** Uebertraguug und Bestätigung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog hat dem Pfarrverwalter Ludwig Stotz i zu Grebenau, Dekanat Alsfeld, die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen und den von Sr. Erlaucht dem Grafen von Schlitz genannt von Görtz auf die evang. Pfarrstelle zu Hartershausen, Dekanat Lauterbach, präsentierten Pfarrverwalter Otto Schäfer daselbst für diese Stelle bestätigt.
** Militärdienstnachrichten. v. Erhardt, Major und Bataillons-Kommandeur im Jnf.-Reg. Großherzog Friedrich Franz IL von Mecklenburg-Schwerin (4. Brandenburg.) I Nr. 24, mit Pension und der Uniform des Jnf.-Regts. I Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, Erbprinz I zu Isenburg und Büdingen, Lt. a la suite des 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-)-Regts. Nr. 115, Dett- I weiter, Hauptmann der Inf. 1. Aufgebots des Landw.- I Bezirks Darmstadt I — der Abschied bewilligt.
•* -1. Der vom „Bauer'fchen Gesangverein" am Samstag aas „LonyS Bierkeller" veranstaltete „Humoristische I Abend" verlief, Dank des vortrefflichen Arrangements, in I schönster Weise. Die zu Gehör gebrachten SoliS, Duetts, I sowie die eigen« zu diesem Zwecke verfaßten Lieder ernteten I wohlverdienten Beifall des zahlreich erschienenen Publikums, I und gaben Zeugnis davon, daß es der Verein unter der I trefflichen Leitung seines Dirigenten, Herrn Paul Polster, I versteht, auch dem Humor eine würdige Stätte zu bereiten. I Cm flottes Tänzchen beschloß die in echt karnevalistischer I Weise verlaufene Festlichkeit.
*• Das laufende Jahr erfordert in römischen Zahlen I nur 3 Buchstaben: MCM, während das letzte ihrer 9 be- I anspruchte MDCCCXCIX, das Jahr 1888 aber das buch- I stabenreichste war: MDCCCLXXXVIII, das kürzeste Jahr wird das Jahr 2000 sein: MM.
** Uebernahme der Volksschulen auf den Staat. Die Abgeordneten Ulrich und Genossen haben beim Landtage I beantragt: Die Kammer wolle Großherzogliche Regierung ersuchen, alsbald einen Gesetzentwnrf vorzulegen, welcher die I Uebernahme der gesamten Volksschullehrer auf den Staat I und die Einrichtung der obligatorischen Volksschule (Einheitsschule) vorsieht. Dabei ist die Unentgeltlichkeit des Unterrichts und aller in der Volksschule erforderlichen Lehrmittel durchzuführen. Ferner ist die Ausbildung und Unterhaltung aller zum Besuch der höheren Bildungsanstalten befähigten Kinder unbemittelter Eltern bis zum Abschluß ihrer Studien aus öffentlichen Mitteln zu gewähren.
** In Gießen findet am 26., 27. und 28. Januar 1900 die 3. Allgemeine Geflügel- und Vogel- a u s st e l l u n g statt, über welche seine Kgl. Hoheit der Großherzog von Hessen und bei Rhein das Protektorat zu übernehmen allergnädigst geruht haben. Die Ausstellungsleitung hat nichts versäumt, die Veranstaltung I diesmal zu einer ganz besonders glänzenden zu gestalten um sie der hohen Ehre würdig zu machen. Da Seine Königl. Hoheit für die Prämiierung einen wertvollen Ehrenpreis gestiftet haben, welcher auf die beste Gesamt- leistung verliehen wird, und da es die Vereinsleitung verstanden hat, dies in Fachkreisen bekannt zu geben, so ist I es Sache der Aussteller gewesen, mit vorzüglichen Leistungen in die Schranke zu treten, was, wie wir melden
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welches als Ort der Aufstellung der Wilhelminenplatz vor dem großherzoglichen Palais in Darmstadt, in dem die edle Frau als Opfer der Pflichttreue bei der Pflege ihres an Diphtheritis erkrankten Gatten und ihrer Kinder der mörderischen Krankbeit zum Opfer fiel, bestimmt ist, stellt einen Obelisken dar, aus dessen unterem Teil vier weibliche Figuren ausgemeißelt sind, in Verbindung mit Lorbeerbäumen, Jnschriftband, Kränzen und einem Medaillonporträt. Der Sockel ist auf der Ost- und Westseite in einer Brunnenanlage verarbeitet. Das Denkmal wird über 17 Meter hoch, und hat als Hintergrund die (im Stile des Pantheons in Rom erbaute) katholische Kirche, deren runde Linien-einen wirkungsvollen Gegensatz'zu,dem auf 4.1 Meter breiter Basis aufstrebenden Obelisken bilden. Der Bildhauer Ludwig Habich, ein geborener Darmstädter, ist noch jung und gehört der von dem kunstsinnigen Großherzog Ernst Ludwig hierher berufenen Künstlerkolonie an. Er
I können, auch geschehen ist. Die Beschickung mit hervor- I ragendem Material geht daraus hervor, daß die Versicher- I ungssumme für die Ausstellung gegen früher sich vcr- I doppelt hat. Der Besucher darf also sicher sein, viel I Schönes und Belehrendes zu finden. Die Leitung hat auch I veranlaßt, den Besuch ländlichen Schulen billig zu ermög- I liehen, wie aus der Annonce hervorgeht. Ebenso ist für I leichte Erreichbarkeit der Ausstellung von Seiten der Biberthalbahn durch Einschieben von Extrazügen Sorge getragen worden.
** Von hessischen Behörden werden st eckbrieflich verfolgt: Dienstknecht Johann Becker aus Gonsenheim wegen Betrugs, Glaser Friedrich Lücke aus Frankfurt a. M. wegen Diebstahls und Metzger Otto Wad- lrnger aus München wegen Bettelns, sämtlich vom Großh. Amtsanwalt zu Zwingenberg; Friseur Wilhelm Beiser aus Ober-Hrlbershenn wegen Diebstahls, Arbeiter Melchior Riegel aus Ochsenfurt und Arbeiter Mathias Lamoth wegen Sachbeschädigung, sämtlich von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz; Sck;neider Adam Belzer aus Gimbsheim wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Oppenheim- Knecht Johann Heinrich Gerhardt aus Laubach wegen Tieb- I stahls von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Militar- sträfling Ludwig Hesse wegen Strafvollstreckung von derselben Behörde; Zimmermann Johann Wilhelm Kahlen aus Drielakemoor wegen Betrugs und Schuhmacher Konrad Braun aus Köln wegen Körperverletzung, beide von Großh. Amtsanwalt zu Bingen; Zimmermann Emil Friedrich Kolbig aus Zeitz wegen Betrugs von Großh. Amtsanwalt zu Gießen; Knecht Karl Läubsle, angeblich aus Basel wegen Diebstahls von Großh. Amtsanwalt zu Zwingenberg; Handelsmann Albert Lauser aus Magdeburg wegen Betrugs und Hausfriedensbruch von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz; Arbeiter Jakob Eindner aus Hahnbach wegen Strafvollstreckung von Großh. Amtsgericht Offenbach; Schiffsingenieur Karl Ferdinand Listmann aus Stumpertenrod wegen Urkundenfälschung von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Arbeiter Alexander Merrenbach aus München-Gladbach wegen Diebstahls, Kaufmann Karl Steinmüller aus Worms wegen Körperverletzung und Taglöhner Philipp Völker aus Bechtheim wegen Diebstahls, sämtlich von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz; Taglöhner Kaspar Ritter aus Wallenrod wegen Betrugs von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Häfner Franz Kitzinger aus Wörrstadt wegen Urkundenfälschung und Betrugs von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz; Hausierer Paul Rüger aus Sorau wegen Strafvollstreckung von Großh. Amtsgericht Darmstadt I; Schneider Georg Schmidt aus Zwingenberg wegen Betrugs von Großh. Staatsanwaltschaft Darmstadt; Fabrikarbeiter Johannes Uhrig aus Höchst i. O. wegen Strafvollstreckung von Großh. Amtsgericht Worms; ein Unbekannter, der sich Gustav Saalborn, Buchhandtungs- gehilse aus Hannover nennt, wegen Betrugs vou Großh Polizeiamt Gießen; Wirt Eduard Haselhuhn Ehefrau aus Mainz wegen Pfandverschleppung von Großh. Untersuchungsrichter I zu Mainz; Schreinergeselle Friedrich Sattler aus Maiuz wegen Diebstahls vom Polizeiamt Mainz; Julian Schüler aus Geisa wegen Unterschlaquna von Großh. Amtsgericht Offenbach.
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so daß es nicht zu verwundern ist, daß an einzelnen Stellen die Thermometer sprangen. Betreffs der deutschen Küsten ist zu erwähnen, daß sich im Kaiser Wilhelm-Kanal Streifen von Treibeis gebildet und bewirkt haben, daß .Holzschiffe, die bugsiert werden, den Kanal nicht benutzen können.» Im Kieler Fjor^liegt auf.der.Westseite zusammengepacktes Eis, das die Schiffahrt für Segelschiffe schwierig macht. Beim Greifswalder Bodden liegt starkes festes Eis, bei der Greifswalder Oie starkes Treibeis, das nur von starken Dampfern zu überwinden ist. Im Stettiner Haff liegt fortfahrend starkes festes Eis, in dem die Schiffe die Hilfe der Eisbrecher brauchen. Im Frischen Haff bis Königsberg macht starkes festes Eis alle Schiffahrt unmöglich. Vor Memel ist die See offen.
Ttgteiten entstanden sind. Im allgemeinen ist Norwegen, besonders die Westküste, die sich der Einwirkung des Golfstroms erfreut in dieser Beziehung sehr günstig gestellt. Die nordschwedischen Häfen sind natürlich schon längst zu- gefroren, wie beispielsweise Lulea, der große Ausfuhrhafen für das in Gellivara gewonnene Eisenerz, der überhaupt nur ca. 4 Monate hindurch im Jahre für die schisse zugänglich ist. In den inneren Teilen Schwedens herrschte ganz bedeutende Kälte, an einigen Stellen, nördlicheren Teile, über 40 Grad Celsius,
** Wichtig für unsere Abonnenten! Unsere Zeit steht im Zeichen des Weltverkehrs, des Welthandels, der Weltpolitik, und in solcher Zeit ist es Bedürfnis eines jeden, der die Tagesereignisse nur halbwegs verfolgt, und mit seiner Zeit fortschreiten will, eine genaue und übersichtliche Welt-Karte zu besitzen. Seit der Erweiterung unserer kolonialen Unternehmungen ist das Interesse für die Geographie und für alles, was mit Länder- und Völkerkunde zusammenhängt, in allen Kreisen fortwährend im Wachsen begriffen, und giebt es daher auf geographischem Gebiete keinen Stillstand. In dem Bestreben, unseren verehrten Abonnenten eine nach jeder Richtung hin vollendet ausgeführte Wandkarte der ganzen Welt zu einem geringen Bruchteil des sonstigen Wertes darzubieten, haben wir mit einem hervorragenden kartographischen Institut ein Abkommen getroffen und sind infolgedessen in der Lage, eine ganz vorzügliche und übersichtliche neue große Weltkarte zur Verfügung zu stellen. In derselben ist nicht allein Europa mit besonderer Sorgfalt ausgeführt, sondern jeder Weltteil mit seinen Ländern bei größter Genauigkeit berücksichtigt worden. Die Karte hat für jedermann das größte Interesse, und ist es ein ebenso unumgängliches Bedürfnis für jeden Zeitungsleser, eine solche zu besitzen. Die Weltkarte ist eineinviertel Meter breit und 87 Zentimeter hoch, in acht Farben hergestellt, mit Stäben und Oesen versehen, fertig zum Aufhängen, und liefern wir dieselbe unseren bisherigen, sowie neu hinzutretenden Abonnenten gegen die geringe Vergütung von nur 1 Mk. Für auswärts sind bis zur II. Zone 35 Pfg. (von der II. Zone ab 60 Pfg.) für Porto und Verpackung beizufügen. Eine Karte hängt zur Ansicht für Interessenten in unserer Geschäftsstelle aus. Bestellungen auf die Wandkarte werden möglichst bald gegen obigen Betrag erbeten. Die obige Vergünstigung gewähren wir nur unseren Abonnenten. Nichtabonnenten indes geben wir diese Wandkarte zum Preise von 6 Mark ab.
Berl,ag des Gießener Anzeiger.
** Zum hundertjährigen Geburtstag Dr. Theodor Fliedners. Gestern, am 21. Januar 1900 waren hundert Jahre verflossen, seit im Pfarrhause zu Eppstein im Taunus Theeodor Fliedner, der Erneuerer des Diakonissenamts in der deutschen evangelischen Kirche, ge- , boren wurde, und in weiten Kreisen wird man des Segens I gedenken, welchen Gott auf sein Wirken gelegt hat. Kaum | hat ein Mann auf die Erweckung einer in kirchlichem Geiste geübten christlichen Liebesthätigkeit in Deutschland eine solche Einwirkung ausgeübt, wie Fliedner. Er ist der Begründer der Gefängnisvereine und der Reform des Gefängniswesens in Deutschland, er hatdas erste Magdalenen- asyl eröffnet und das erste Seminar für Kleinkinderlehrerinnen wie für Elementarlehrerinnen eingerichtet, er hat zuerst eine Mägdeherberge und eine Haushaltungsschule begründet. Zu allen diesen großen Verdiensten kommt I aber das, welches er sich durch die Wiederbelebung des I Diakonissenamtes erworben hat. Um das gesegnete Werk Fliedners bei seinem herannahenden hundertjährigen Ge- I burtstag unfern Gemeinden bekannter und lieb zu machen, I hat der Vorstand des Hess. Diakonissenhauses beschlossen, I unter die Mitglieder der Jungfrauenvereine und unter I die Konfirmanden in unserem Konsistorialbezirk eine kurze I Lebensbeschreibung Fliedners, verbunden mit einigen Nach- I richten über die Diakonissensache in unserem Lande, unent- I geltlich zu verteilen.
** Denkmal für die Großherzogin Alice. I Als der vom Hessenlande gefaßte Plan, dem verstorbenen I Großherzog Ludwig IV., dem tapfern Führer der hessischen Division tm Kriege gegen Frankreich, ein Reiterstandbild zu errichten, seiner Verwirklichung nahe war, da wurde der Gedanke angeregt, daß sich alle Frauen und Jungfrauen I Hessens zusammenfinden möchten, um auch das Bildnis I und Beispiel der Gattin des Verewigten, der bedeutenden I Frau und Fürstin, die für die Lösung der immer brennen- I der werdenden Frauenfrage so viel gethan hat, durch ein Denkmal dauernd lebendig zu erhalten. Auf Anregung der ] Freifrau Hehl zu Herrnsheim in Worms wurde I ein Aufruf für die Errichtung eines der Großherzogin I Alice gewidmeten Denkmals veröffentlicht und mit I Sammlungen begonnen, die einen Ertrag von 27 530 Mk. I ergaben, welche Summe sich zumeist aus ganz kleinen I Gaben zusammensetzte, da es weniger auf die Höhe des I Beitrags, als auf die große Zahl der Spenderinnen an* kommen sollte. Ein in England gesammelter Beitrag von I 4384 Mk. ist noch nicht eingetroffen. Ferner hat der Groß- I Herzog angeordnet, daß der Ueberschuß aus den für das I Ludwigs-Denkmal bestimmten Geldern von 15 000 Mark I dem Alice-Denkmal überwiesen werden solle, sodaß mit I noch ausstehenden Beträgen und Zinsen etwa 50 000 Mark I zur Verfügung stehen dürsten. In Anbetracht dieser für ein größeres Denkmal nicht allzu hohen Summe sah man von Ausschreibung einer allgemeinen Konkurrenz ab, und I lud mehrere Bildhauer zur Einsendung von Entwürfen ein. I Es liefen solche ein von Professor Kopf in Nom, von dem I Bildhauer Börmel in Charlottenburg und dem Bildhauer I Ludwig Habich. Der von Habich angefertigte Entwurf I wurde zur Ausführung bestimmt. Das Denkmal, für |
4- Rödgen, 20. Januar. War das eine Freude als vor etwa 3 Jahren der hiesige Ort endlich eine Station an der Strecke Gießen-Fulda erhielt! Bereitwilligst that die Gemeinde alles, was von ihr verlangt wurde, baute unter großen Opfern einen Weg an den Bahnhof und suchte ihrerseits nichts zu versäumen, was den neu entstehenden Verkehr förderlich sein könnte. Wenn auch ohne besondere Feier, so doch mit freudig bewegtem Herzen wurde der Tag seitens der ganzen Bevölkerung begangen, an welchem zum erstenmal das schnaubende Dampfroß nut seiner langen Wagenkette an dem schmucken Stationsgebäude anhielt und zur Mitfahrt einlud. Und I welch em Verkehr entwickelte sich in kurzer Zeit an diesem „Haltepunkt"! Man giebt die jährliche Einnahme aus hier gelösten Fahrkarten auf 9—10000 Mark an, Arbeiter, die in Gießen stehen, werden allein täglich hm und her befördert! Dennoch hat die Freude über unsere Station seit längerer Zeit eine "gliche Einbuße erlitten. Der Zug nämlich, welcher für alle Interessierten die größten Annehmlich, ketten bot, der Zug 528, um 456 in Gießen ankommend, hielt hier Nicht mehr an, und alle noch so begründeten und dringenden Eingaben an die maßgebenden Behörden blieben erfolglos. Der Wert der Station ist da auf die Hälfte herabgesunken, denn von ll47 vorm. bis 94« abends besteht nun feine Gelegenheit mehr, per Bahn nach Gießen zu gelangen. Und doch wäre eine solche um die Nachmittags- M gerade am meisten erwünscht, sofern der Einzelne seiner Geschäfte halber nicht einen halben Tag zu opfern, resp. einen weiten Weg zurückzulegen brauchte, sondern in einigen
c k?8 ®c^nc beendigen und den Arbeiteranzug zur Rückfahrt benutzen könnte. Zwar betont die Bahnbehörde, f? f^r Ein Anhalten in Rödgen vorhanden.
Die Anschlüsse in Gießen würden sonst gefährdet u. s. w., aber wir denken, bei gutem Willen ließen sich die bered)» tigten Wünsche des hiesigen Ortes, die auch und ebenso dringend von Altenbuseck und Trohe geteilt werden, erfüllen. Als im Jahre 1878 der Behörde das Gesuch um Errichtung einer Station unterbreitet wurde, glaubte man dasselbe nicht erfüllen zu dürfen, weil es „unthunlich" sei, an einer Steigung und Kurve eine Station anzulegen, wodurch die Sicherheit des Verkehres gefährdet werde. Heute steht die Station und die Sicherheit der Züge hat nicht abgenommen. So hofft man zuversichtlich, daß bald der Tag erscheine, an welchem der Zug 528 in Rödgen anhält und so der Station ihr voller Wert zurückgegeben wird.
O Büches, 19. Januar. Unfall. Heute morgen fuhren Herr Kreisrat Jrle und Herr Schulrat Buß von Büdingen durch unseren Ort nach Bleichenbach zur Schulvisitation. An dem Kreuzungspunkt Büches— Düdelsheim—Bleichenbach, am Ausgang von Büches, scheuten Plötzlich die Pferde, der Kutscher ließ die Zügel fallen und die Pferde gingen durch. Alsbald geriet die Chaise
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