Ausgabe 
22.11.1900 Zweites Blatt
 
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Ein Tel «us Berlin Herrn v.

Kröcher gelangt. He ohne Angabi in Wien ein tittagtid) not siebenten Sei für die er 1 Anfang Mi fr l^ln ganze er müsse v? lüchlich weiltt gereift fint

I bau« der Erwerbung des großen Platzes am DamaSkuS- thor in Jerusalem, auf dem ein großes Hospiz, Lehrer­seminar und eine Knabenschule errichtet werden sollen.

I Cronberg, 20. November. Das Prinzenpaar von Schaumburg-Lippe ist heute nachmittag angekommen.

Pose«, 20. November. Der Erzbischof von Stab­lew Ski hat in einem Rundschreiben an den ihm unter- stellten Klerus angeordnet, daß in allen Kirchen der Erz- Diözöse Gnesen-Posen am morgigen preuß. Bußtage Dank­gebete für die Errettung des Kaisers aus Lebens­gefahr abgehalten werden. (Der Posener Kirchenfürst ist m der letzten Zeit der Gegenstand lebhafter Diskussion in der Presse gewesen aus Anlaß seiner Stellungnahme zur RelchStags- Kandidatur des deutsch-katholischen Probstes Krze slnski, der nach seinem Eintreten für das Deutschtum in Posen infolge der ihm entstandenen Aergernisse an einem schweren Nervenleiden erkrankt ist. D. Red.)

Weimar, 20. November. Der Landtag des Groß- Herzogtums wird nach der neuen Zusammensetzung 15 Kon­servative, 11 Nationalliberale, 4 Freisinnige, 2 Sozial­demokraten und einen dem Zentrum angehörenden Ab­geordneten zählen.

Vom 1. April bis zum Schluffe des Oktober 1900 Deutschen Reiche folgende Einnahmen (ein- schließllch der kreditierten Beträge) an Zöllen und gemein­schaftlichen Verbrauchssteuern, sowie andere Ein­nahmen zur Anschreibung gelangt:

~ , 3ÖDe 287 944 043 Mk. (gegen das Vorjahr + 6 774 994 Ml.), Tabaksteuer 6 459 739 Mk. ( + 47 797 Mk), Zuckersteuer und Zuschlag

?V?4 264 Mk. (+ 10 414 668 Mk.), Salzsteuer 27 136 741 2R!. (+ 188 228 Mk.), Maischbottich- und Branntwein­materialsteuer 792 801 Mk. (+ 725 416 Mk.), Verbrauchsabgabe von Branntwem und Zuschlag zu derselben 78 534 534 Mk. ( 1 700 367 Mk.), Srcnnpeuer 809 643 Mk. (4- 97 309 Mk.), Brausteuer 19 638 993 Mk. 502 Mk.), Uebergangsabgabe von Bier 2 390 599 Mk. ktmnfrn70 Summe 492 316 469 Mk. (+ 17 168 517 Mk.). h uC.r: Wertpapiere 15 380 614 Mk. (+ 4 035 834 Mk.), v. «aus- und sonstige Anschaffungsgeschäfte 7 941 704Mk.( 1 127 712M) r'u e 8: Pnvatlotterien 3 037 142 Mk. (+ 252 516 Mk.), Staats- annKQA 9<^,48 7,70 <+ 1 136 164 Mk.), d. Schiffsfrachturkunden

/ . 496^97?? *f°r«20 Spielkartenstempel 812 331 Mk. |

(+^;o496 »^-?^^lstempelsteuer 7 566 479 Mk. (+ 666 246 Mk.).

d^eichskaffe gelangte Ist-Einnahme, abzüglich der Aus- ^hrvergütungen und Berwaltungskosten, beträgt bei den nachbezeichneten T 260 697 603 Mk. (+ 5 605 456 MI.), LäbZsteuer

67765488792Wf3RF~ «0^^.), Zuckersteuer und Zuschlag zu derselben

(. 5t 034 0851' WM 9L8?,77^. Mk.), Salzsteuer 26 341 828 Mark 5^96 82°83^cunb Branntweinmaterialsteuer nnh Sr r 845 Mk), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben 66 159 625 Mk. ( 2 663 636 Mk) Brenn- I steuer 809 644 Mk. (+ 97 308 Mk.), Brausteuer und Uebera!nas' abgabe von Bier 18 720 402 Mk. (+ 526 041 Mk> ° E??P I (+ 4247364^) 15 727 669 W')' ~~ Spielkartenstempel 818 755 Mk. I

*otbtn-*L Hen * 8tl ;t'S; W # beträ Rieten.

ivcgen gewer iüngnis und er aus Mf 150000 M. Löhe von e Verte, daß rechnet habe

Durch 5 Heiden bam der umfang Gewinn er, FalsMlg- deslvegen fij seslgeM, 01 $aben oen i nommen hab die Bankhalt' schnitten.

Na<b Ve tzetd gqen Zinsen M gliedern de Streife f)ine wieder erwo teiligt, abei den Wunsch gegrissen hc vor, daß ei lanbt'd befw lebten Zahm nach St. stra und Port-Sai Andacht nahe reife dem ge Vngeflagte stk wolle, daß e Baccarat gesp Sachen habe v. Schachtmer Leutnant v. (

Damit v Donnerstag des Angeklm

Ausland.

November. In der Kammersitzung mterpellierte Bandervelde über die Auslieserunq I a V$ protestiert gegen die Unterbringung des I Knaben m die Besserungsanstalt von Gent, wohin man I jugendliche Zuhälter zu bringen pflege.

w Madrid, 20. November. Im gestrigen Ministerrat I ^urbe das Gesetz gegen die Anarchisten auf drei Jahre I verlängert. Ferner wurde beschlossen, die Präsenzstärke des Heeres auf 80 000 Mann festzusetzen.

I - 20- November. Aus Anlaß der heutigen

I s i l b e r n e n H o ch z e i t des deutschen Botschafters Fürsten I Eulenburg erhielt dieser heute vom Kaiser I o ranz Josef ein äußerst schmeichelhaftes Glückwunsch- I Telegramm. Kaiser Wilhelm sandte dem Jubilar I emen prachtvollen Pokal mit Widmung. Heute abend fand ^in5^.aI-lPermeine Empfangs-Feierlichkeit in der deutschen

I Botschaft statt. 1

Belgrad, 20. November. Der auf der Reise zu jeinem Bruder, dem Fürsten von Bulgarien begriffene ^3 August von Ko bürg ist im Orient-Erpreß- zug plötzlich erkrankt. Er mußte in Neusaaz die Reise j unterbrechen. '

Livadia, 20. November. Der Kaiser verbrachte den gestrigen Dag in befriedigender Weise. Um | 0 Uhr abends war die Temperatur 39, der Puls 80. Der .Kaiser schlief ruhig bis 3 Uhr nachts, später hatte- er unterbrochenen Schlaf; es erschien Schweiß. In der Frühe ?Qar<n f/r^eftnben ziemlich befriedigend. Temperatur do, Puls i9.

. Warschau, 20 November. Der Schriftsteller Siel r o s z e w s k i, der bereits zweimal nach Sibirien ver- I bannt war wurde neuerdings verhaftet. Bei einem anderen Schriftsteller wurde eine polizeiliche Haussuchung I vorgenommen. ' 7 b

W a shington, 20. November. Das Panzerschiff I Kentucky in Neapel erhielt Befehl, sich nach Smyrna zu begeben, um einen Druck dahin auszuüben, daß die Re­gelung der Entschädigung für die in Armenien zer­störten amerikanischen Missionen beschleunigt wird. ?iennAnAatLl^c Regierung verlangt eine Entschädigung

o00 000 Francs. Nach langem Zögern hatte die tür- I LT^e^^ierunö emgewilligt, diese Summe zu zahlen, aber die Zahlung wurde trotzdem nicht geleistet. Daß die I energische Haltung der amerikanischen Regierung nicht chon früher ergriffen wurde, hat die Türkei ihrem Ver­treter in den Vereinigten Staaten, Ali Jerrouck, zu ver- I danken. Man glaubt, daß das Schiff Kentucky drei bis vier Tage in Smyrna verbleiben wird.

I der Spielzeit im Minerva-Hotel erzielt wurd- ^ Ä^klagten t>. Kayser auf etwa li?O bt^lSOOOT 13 geschätzt. Es batten einzelne Mitglieder Verlust«- *

I 12, 15, 20 unL 30 000 Mk. zu beklagen Der' 9iebt seine Mutter ihm monatlich einen ujfe von 200 bis 300 Mk. gegeben, außerdem seine EM rechnung und feine Reifen bezahlt habe. Im Jahre er seiner Mutter eine größere Schuld^Ljck gelegentlichen amtlichen Tün,, leistungen konnten kaum in Betracht kommen G4-& em Liebesverhältnis mit einer geschiede^ Frau sL?" unterhalten, für die er in der Mittelstraße eine StoÄJj zum Preise von monatlich 100 Mk. gemietet habe öS? August habe er sie von Baden-Baden^ ^geholt undÄ ^nbeck gebracht, wo sie beim Stadttheater Engagem^ Äte". ^tte. Etwa ein Jahr später habe er der

Wohnung im- Haufe Lüneburgerstraße 4ne, mietet. Er sei im Februar 1897 zu ihr gezogen und hob, 500 Unt°rh°ltungsk°st-n mit monattich

Ser Präsident läßt dem Ängeklaqten eine Reti- vom ^uhre 1897 vorlegen, wonach er voin Mai bi- S p/ember für 700 Mk. Kleidungsstücke hatte anfertiq Mu-Auf die Frage, wie der Angeklagte alle seine Ä streiken ^kön^p^iuen regelmäßigen Einkünften habe bt-

I &r,lten ^ounen, weist der Angeklagte darauf bin I ? er *ie e Schulden gemacht habe, die wiederholt von emer Mutter beglichen worden seien. Es sei einein I lumliche Annahme der Anklagebehörde, daß er sich durch

Wasser gehalten habe. Seine Schulder beliefen sich auf etwa 50 000 Mk. Würde er nicht gesM 20 000 Mk Ieine Schuldenlast auf höchsten^

20 000 Mk. belaufen haben. Seine Mutter habe für ihr, 0e9en ?0000 Mk. Prozeßkosten zumeist Anwall' ! ~ bezahlt. Auch Frau Voigt habe durch bare

ästwendungen bewiefen, daß sie jederzeit bereit gewesen sei, für ihn einzutreten. a '

nt.,berstaatsanwalt hält dem Angeklagten m .e5 ^nmal eine Summe von 2000 Mk. an Herrn verlogen habe die am folgenden Tage be ^et geschehen, sonder// i)tt f^ater S zwei Raten abbe^lt worden. Der erflarJ bte? damit, daß v. Prittwitz ihm das Ehrenwort zuruckgegeben habe.

Vorsitz end e geht hierauf zur Vernehmung ^Leklagtenv. Sch achtmeyer über. Dieser ist zum ersten Male zum Spiele gekommen, als er 1897 bei einem Aufenthalte ui Aachen seinen früheren Vorgesetzten Leut- nant v. Kröcher traf. Er spielte mit mehreren jüngeren 9ill3teren und dem Angeklagten Wolff, der gleichfalls m der Gesellschaft sich befand, zuerst Roulette und fpällc Baccarat. In Aachen beim Baccarat hat v. Kröcher 13 500 Mark gewonnen, der Leutnant v. Bancat 20000 Mk. ver­loren. Der Angeklagte hätte Geschmack an dem Spick gefunden und ist durch v. Kröcher in Berlin in Spieler- kreise eingeführt worden und hat in dessen Gesellschaft auch in Wiesbaden einmal gespielt. Auch dorl befaud sich Wolff mit in der Gesellschaft der jungen Offiziere. Die Herren spielten Baccarat in dem Salon, der zu dem Krocher-Schachtmeyerschen Logis im Hotel Kaiserhos gehörte. Der Angeklagte hatte etwa 400 Mk. verlöre,,, kam dadurch in Verlegenheit und borgte sich zur Rück­reise nach Berlin 200 Mk. von Wolff. In Berlin hat er dann in den verschiedenen Lokalen am Spiel teilge- nommen und größere Summen verloren, unter anderem einmal 8000 Mk. an den Grafen Münster. Auch lvährend des Bestehens des Klubs im Zentralhotel und im Hotel Minerva hat er täglich dort verkehrt und einigen &en?inn oAA^!»iwst- Er behauptet, daß dieser die Summe von 3000 Mk. oder 4000 Mk. an einem Abend nicht überschrieen habe. Per Saldo will er 15 000 Mk. gewonnen haben. Die Klubpapiere, die er nach dem Erscheine» desBerl. ^agebl." zu sich nahm, hat er verbrannt, weil viele der jungen Offiziere und sonstige Mitglieder des Klubs händeringend zu ihm gekommen seien und ihn gebeten hätten, die Belege rc. zu verbrennen. Er hat dies auch gethan, zu seiner eigenen Sicherheit aber wie er sagt, die Mitgliederliste rc. zurückbehalten. In einzelnen Fällen hat er Spielern, die im Verlust waren, Geld zum Weiter» spielen geborgt.

Auf Befragen des Oberstaatsanwalts Dr. Jsenbiel giebt Angekl. v. Schachtmeyer bezüglich seines jetzigen Vermögensstandes an, daß er teils geschäftlich, teils in­folge dieses Prozesses alles verloren habe, und sich nach verschiedenen Beschäftigungen umgesehen habe. Frl. Ulrich sei eine Bar in der Kanonierstraße eingerichtet worden, zu der er 2000 Mk. und seine Großmutter 6000 Mk. her- gab. Die Bar ist nach einem halben Jahre wieder ein* gegangen. Auf Befragen der V e r t e i d i g e r erklärt der Angeklagte, daß sich Wolf mit seiner Bereitwilligkeit, de« Spielern Darlehen zu geben, keineswegs aufgedrängt habe. Als Herr v. Recum sich eines Abends vergeblich bemühte, etwas Geld zu erhalten und ausrief:Ist denn niemand da, der dem Frhrn. v. Recum lumpnge 200 Mk. pumpt", habe ihm Wolf das Geld geliehen.

Auf Ersuchen des R.-A. Leo Friedmann giebt oer Angeklagte v. Kayser an, daß das Vermögen seiner Mutter 300 000 Mk. betrage. Sein Stiefvater habe ein Gehalt von 15 000 Mk. und freie Dienstwohnung.

Es folgt die Vernehmung des Angeklagten Wolfs- Er giebt an, daß sein Vater ein kleiner Bürsbenwaren- sabrikant gewesen und gestorben sei, als der Angeklagte fünf Jahre alt war. Er habe eine minderwertige" Schule besucht. Niemand habe sich um ihn gekümmert und b« fei er dann auf Abwege und schließlich ins Zuchthaus ge­raten. Nach Verbüßung dieser Strafe habe er das Photo­graphieren erlernt und sich dabei ein kleines Vermögen erworben. Tann kamen die Gründerjahre. Er habe stch an Grundstücksspekulationen beteiligt und mit solchem Glück, daß er jährlich gegen 20 000 Thaler verdiente. Durch seinen Verkehr mit angesehenen reichen Leuten sei er nach und nach mit Spielern in Berührung gekommen und der Spielleidenschaft völlig verfallen. Er habe sich durch Bankhalten ein erkleckliches Vermögen erworben, mit dem er in Gemeinschaft mit Anderen Städte, Bäder und auch die Rennplätze besuchte. Sie hätten die Arbeit so eingeteilt, daß der Sozius die Kasse führte, während er die Bank hielt. Im Jahre 1883 sei gegen beide ein Verfahren wegen gewerbsmäßigen Glückspiels eingeleitet

derAach. Allg. Ztg." ein Beamter der Krupp'schen Werke mitteilt, seine Arbeiter ersucht, ihn nichtExzellenz", sondern einfach wie bisherHerr Krupp" anzureden.

Bei der Wahl des zweiten Vizepräsidenten im Reichstage haben die Polen, die Deutschhannoveraner und die Elsaß-Lothringer für den bisherigen zweiten Vize­präsidenten, den freisinnigen Abg. Schmidt (Elberfeld) ge­stimmt.

Die Abg. Dr. Paasche (nl.), Rösicke-Deffau und Speck (Ctr.) haben den Antrag wieder eingebracht, der unter gleichzeitiger Herabsetzung der Steuer für die kleinen und mittleren und enWrechende Erhöhung für die größeren Brauereien die Anwendung von Surrogaten zur Bierfabrikation außer für den Export verbieten und nur für eine UebergangSzeit, drei Jahre, den deklarierten Zusatz von Stärkezucker, Stärkesyrup und Zuckercouleur ge­statten will. u

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.. ~ ®et »R-ich-anz.- meldet: Zur B-sSrd-rung an Landlruppen des Heeres und der Marine LV» pnb focLan in Privat.«ngeleg-nh-it'-n 150n ^Pfds9t bis znm Betrage van

1500 Mk. und einem Gewicht von 250 Gramm und Geld- bricfe bis zum Betrag- von 150 Mk., Gewicht 50 Gramm, pottofret. güt @c(bbtjefe pxj Wertangabe bis zu 150 Mk. und Gewicht mehr als 50 Gramm find 20 Pf., bei höherer Sl'Ä'J U».ieb d-S Gewichts über 150 bis 300 Mk. 20 Pfg., 300 bis 1500 Mk. 40 Pfg. Porto vom iu -ntricht-n Zur Herstellung des Siegel- Verschlusses ist feiner Lack zu verwenden. Betreffs der P°sts-ndll»g-n an die Besatzungen der Kriegsschiffe in <« bei den bestehenden Festsetzungen, m r^ecb^te ber Heimat werden nunmehr ebenfalls G- dbri-f- b^ 1000 Mk., Gewicht 250 Gramm, ferner Postanweisungen bis zum Betrage von 800 Mk. befördert

~ 3« Unterstützungen für die Lehterwitwen, » r.n.er be,teit8 b°r Inkrafttreten des neuen preuß. «egrer Reliktengesetzes verstorben waren, sind in den dies- layrtgen preußischen Staatshaushaltsetat 150,000 Mk hi%e^nt nor^\ Es hat sich aber herausgestellt, daß diese Summe durchaus unzureichend ist.

. .T~ Mecklenburg-st relitzsche Regierung hat, le dieRostocker Ztg." meldet, die Regelung des Dienst. n,n,nmn 7r unb- der P-Nfiou ber Lehret abgelehnt. Da. 5"*"*.f,c eine Borlage eingebracht, bett, den Umbau i"8?;,' Strafanstalt zu Dreibergeu. Die «osten sind veranschlagt zu 575000 Mk.; gefordert wird °'"L;"deSzuschuß von 450000 Mk. DenBerl. N. Nachr." L^ dieser Kontrast auf; sie bemerken, in Mecklenburg- Jür die Lehrer und die Aufklärung fnmmin?1 Zuchthaus aber was ja in innerem Zu- st-h°n mag - sehr viel zu thun.

München-Gladbach, 20. November. Eine VolkSversamm- au?'An^l°n °°u den deutschen Gewerkvereinen, faßte «« ^l-renten, Pastor Koetzschke, eine Re° Maft L R°'ch^°uiler, daß die deutsche Arbeiter-

2 L 9 Eem Vertrauen zur Reichsregierung mehr hat, unb D. SSJoebtte noch im

Arbeitern^" h" e l2000 Mk. zur Bekämpfung bet deutschen I lebt unb bi^nnti ertftC1k ^urch ihre Unparteilichkeit ver- «Ngünst"bee,7fl°ß7 haken ^".sch-n Arbeiterschaft des Deut ick'«« $n ber Generalversammlung I

ZMWMWZ? SL s. SäSwSS sche» Katholiken behandelte, unb bie Erwerbung h'C ^Ut mition. Das änderte bie Situation oannl? ? cwientalen die in unferem Kaiser eine® Art höhere? Westn Maß ihrer Achtung bebeutenb S übet den von einem mächtigen Fürsten mit AuSzeicknuno behandelten Kolonisten. Deswegen und infolge erhebliche? Erwerbungen m Jerusalem und Galilea, sowie der zahl- reichen Pilg-rzüg- aus Deutschland nennt man die deutschen Katholiken ;etz, an erster Stelle. Der Redner gedachte so.

Volltische Tagesschau.

Dieser Tage wurde eine Aeuherung des bekannten Schwarzwälder Schriftstellers Heinrich Haasjakob bekannt er ist katholischer Pfarrer in Freiburg i. B. der sich darüber beschwerte, daß seine vorgesetzte Behörde ihn wegen einiger Stellen seiner Schriften^koramierte. Als Antwort darauf brachte Hansjakob in seinem nächsten Schriftchen eben die beregte Auslassung, die folgendermaßen lautet:

und Priester, dah ein katholischer

^ne Grenzm hat, wenn es sich um Wahrheiten bandelt, Se dte katholiiche Kirche als göttliche Offenbaruna hinstellt.... Datz aber ein katholischer Priester, der zugleich Schriftsteller ist, der zu seinem eigenen Schaden so dumm und so ehrlich ist, nach rechts uno links, nach oben und unten zu sagen, was und wie er denkt, iJL , solcher in seinen Schriften nicht etwa auf der Kanzel nicht einmal ein subjektives, persönliches Urteil aussprechen dürfe über Verordnungen, die von sehlbaren Vorgesetzten, oft von Laien ausgehen, über Verordnungen, die heute so und morgen anders sein tonnen bas habe ich in Wahrheit nicht gewußt. HSlte ich es aber vor vierzig Jahren gewußt, so wäre ich nie katholischer Per geworden, denn zu solcher Unterwerfung und zu solchem Verzicht aus die eigene Meinung war ich in meinem ganzen Leben nicht veranlagt. Ich paffe in der Richtung überhaupt nicht zu einem Veamten irgendwelcher Art und wäre, wie ich aus eigener Erfahrung wissen kann, im Staatsdienst sicher noch übler gefahren. Darum wäre es, wie ich schon öfters gesagt habe, besser gewesen, ich würde Bäcker in Hasle geworden sein, dann hätte ich unbeschricen in meiner Art in den Wtitshäusern der Vaürstadt räsonnteren tonnen wie einst mein Goßvater, der EselSbäckl Wenn ich nicht zu den Armen dieser Wclt gehörte, d. h. zu jenen Sterblichen, die einen Dienst versehen müffen, um leben zu können, würde ich ; anp mein Amt als Pfarrer schon lange niebergelegt dazu«' $$ längst innere und äußere Gründe genug I

DerHarmlosen Prozetz.

Berlin, 20. November.

Landegrichtsdirektor Oppermann setzt nach Eröff- nung der Sitzung die Vernehmung des Angeklagten von Kayser fort Um darzuthun, daß der Klub nach bestimm- ten Grundsätzen organisiert war, stellt der Präsident fest daß besonders darauf gehalten wurde, daß die im Spie! verlorenen Betrüge die nicht sofort bezahlt werden konn­ten, schleunigft reguliert wurden. Der Umsatz, der während |