Ausgabe 
21.12.1900 Erstes Blatt
 
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voller Menschenleben bestens danken." Der Chef der schwedischen Seekriegsschule in Stockholm, Kapitän Gustav Dyrssen, übersandte namens der Offiziere und Zög. linge dieser Schule ein Beileids-Telegramm an die In­spektion des BtldungSweseuS der Marine. Der Chef des­selben, Contreadmiral v. Arnim, stattete telegraphisch für diese^Kundgebuug seinen Dank ab.

Madrid, 20. Dezember. Der Gouverneur von Malaga verteilte an Fischer und sonstige Leute, die an der Rettung der Schiffbrüchigen derGneisenau" beteiligt waren, je 100 Pesetas und lobte deren Heldenmut. Die hiesige deutsche Kolonie eröffnete eine Subskription, um die Witwen und Waisen der beim Retten umgekommenen Spanier zu unterstützen.

Die Buren.

Wir erhielten heute früh nachstehende Telegramme:

Loudon, 20. Dezember. Gerüchten aus Kapstadt zu- folge soll General Baden-Powell, der sich zu Verwandten in der Kapkolonie begeben wollte, von den Buren ge­fangen genommen worden sein. Die Nachricht ist bisher noch unbestätigt.

Pretoria, 20. Dezember. Die Bnren entfalten eine große Thätigkeit zwischen Pretoria und Johannesburg. Am Dienstag hat ein Kommando von 500 Mann die Eisenbahn­station zn Koalfontein angegriffen, wurde aber znruckgeschlagen.

Wenn sich die erste Nachricht bestätigt, dann wird die Beunruhigung, die aufs neue das öffentliche Leben Eng­lands erfaßt hat, ins Ungeheuerliche anwachsen. Zuerst der Einbruch der Buren in die Kapkolonie. und die schwere Niederlage des Generals Clements, jetzt die Gefangen­nahme eines der befähigtesten englischen Führer. In der Bevölkerung Englands macht sich, im Gegensatz zu der Mehrheit des Parlaments, immer lebhafter der Wünsch nach Beendigung eines Krieges geltend, bei dem wenig Ehre zu holen ist, der aber sehr bedeutende Opfer erfordert. Ein Teil der in Südafrika verwendeten Truppen, zumal die Aeomanry uud die Freiwilligen, geben sich ähnlichen Gedanken hin, und beneidet die City-Volonteers, die als ruhmreiche Verteidiger des Reiches in London eingezogen sind. Die Kundmachung der Königin Viktoria, welche die Aeomanry, die Freiwilligen und die Kolonialtruppen zum Ausharren ermahnt, macht den Eindruck, als od bei den genannten Kategorien Kriegs Müdigkeit und H c i m- weh unverkennbaren Ausdruck gesunden haben und es nicht leicht sei, sie zur Fortsetzung der Blutarbeit zu ver­anlassen. Es ist begreiflich, daß bei dieser Lage der für die Rückkehr des Lord Roberts vorbereitete Dank­gottesdienst bis nach Beendigung des ganzen Krieges v e r s ch o b e n worden ist, und daß diese Entscheidung des Kriegsministers allgemeine Zustimmung findet. 'Wie dar Voss. Ztg." aus London telegraphiert wird, besagt eine Kapstädter Depesche am 18. Dezember, es sei eine neue erregte Lage geschaffen durch den kühnen Buren- emfall in die Kapkolonie. Der Feind habe den Oranje­fl u ß a n z w e r P u n'k t e n überschritten : eine Ko­lonne rückt auf Philippstown zwischen Colesberg und Kim­berley vor; das zweite .Korps, mutmaßlich Herzogs Kom­mando, überschritt den Fluß zwischen Odendalstroom und Bethulie nordwestlich von BurgHersdörp, fern Ziel sei augen­scheinlich Cradock, das über Sterkstrooin erreicht werden könne. Aus V u r g h e r s d o r p eingegangene Privatbriefe besagen, daß die Buren drohen, die genanü'te Stadt zu zerstören, aber daß General Macdonald den Feind 20 Meilen westlich davon angegriffen habe. 'Die Buren hätten keine Kanonen. Neuesten Meldungen zufolge werden die Buren langsam nach dem Oranjefluß zurückgedrängt. Der Bureneinfall in die Kapkolonie zu diesem Zeitpunkte sei verwegen unb bedeutungsvoll, da er mit der Verurteilung der Rebellen von Colesberg und der Einleitung der Unter­suchung gegen die Rebellen in den Nachbarstäd'ten zu­sammenfalle.

Evening Standard" meldet: Hierher gelangte fol­gende Nachricht: General KnoxmußtedieJagdauf De Met auf geben angesichts der Lage, die die Buren durch ihren Einbruch in die Kapkolonie "schufen. Es ver­lautet, die Buren zählen etwa 3000 Mann. Eine beträcht- liche Anzahl hübe Philippstown erreicht. De Wet zog mit etwa 4500 Mann zurück und steht jetzt n o r d ö st l i ch v o n L a d y b r a n d. Der Angriff auf Win- burg wird jeden Augenblick erwartet.

Präsident Krüger ist in Amsterdam eingetroffen und wurde von den Behörden, den Mitgliedern des Ge­meinderates, den Konsuln von Transvaal und des Oranje- sreistaates im Fürftenzimmer empfangen. Es wurden Be­grüßungsreden gehalten und Blumenspenden überreicht. Aus der Fahrt nach dem Rathause begrüßten große Zu- schauermassen den Präsidenten mit lebhaften Hochrufen. Im Rathause hielt der Bürgermeister eine Rede, worin er dem Präsidenten einen ehrenvollen Frieden wünschte ^'widerte, 1884 hätten die Republikaner ihre Un- abhangigkert errungen, allein jene ehrenvolle That sei zu nlchte gemacht worden. Die Eindringlinge seien zebn gegen einen. Er harre des Tages, an dem der <herr 1m* l^nV®ltSn Bünden werde, aus dessen Hilfe alle bauen, i£Begrüßungsreden wurde vom 'Gemeinderat ein ^rnhstuck gegeben, woran sich ein Besuch des Hauses an- schloh, m dem die Flüchtlinge aus Südafrika unterqe- bracht sind. y

Tie deutsche Buren-Zentrale in München schreibt uns: lieber bie dringende Bedürftigkeit der ge­fangenen Buren erhalten wir foeben von einem früheren Reserve-Offizier, der bis zum 30. Oktober in Pretoria eng Uscher Gefangener war, und am 8. November einen der angesehensten Männer der deutschen Kolonie in Kapstadt gesprochen hat, ausfühliche Auskunft. Als wichtigste Punkte heben wir folgendes hervor:Die im Innern von Transvaal und Oranje befindlichen Gefangenen werden, soweit irgend möglich, zu härtesten Erd-Ar- beiten für Befestigungen rc. verwendet und nicht viel besser behandelt als gemeine Sträflinge. Diesen irgend welche Hilfe zu bringen, ist ausgeschlossen. Dagegen ist es sehr leicht, wenn man Geldmittel hat, den Ge­fangenen in Kapstadt, Port Elizabeth rc. die meist er­drückende Gefangenschaft durch Eßwaren, Kleidung und dergleichen zu erleichtern. Von den gefangenen Männern

haben die auf der Rhede von Simanstawn auf den Schiffen eingepferchten am bittersten zu leiden. Die Frauen und Kinder in Port Elizabeth sind, gleich­viel welchen Standes, wie in Schafhürden unter­gebracht und darben wie Bettler in Nahrung, Kleidung und Unterkunft. Die Wohlthätigkeit sucht zwar lindernd einzugreifen, aber, da außer den Gefangenen noch viele Uitlünder z. B. in Kapstadt über 12 000 fast ganz von der Wohlthätigkeit abhängen, sind die Lebens­mittel so teuer, daß minder Bemittelte sich kaum selbst ernähren können, geschweige denn anderen zu helfen im stände sind. Mit großer Erbitterung sprach der Kap­städter Herr von der kärglichen Wohlthätigkeit des reichen Europa, das trotz der Berichte von der Not seine gefangenen Brüderverkommen" undverwahrlosen" lasse. Für uns Deutsche mag diese Mitteilung, daß man helfenkann, wenn nur Geld geschickt werde, ein ernster Ansporn sein, in der Zeit der Liebesgaben, Weih­nachten, den armen gefangenen Männern, Frauen und Kindern zu helfen. Es wird vollkommen fest versichert, daß Geldspenden (andere Sendungen sind ausgeschlossen), in Gestalt von Lebensmitteln, Kleidern rc. in die Hände der Bedrücktesten gelangen".

Wir wollen daran erinnern, daß auch der All­deutsche Verband Geld in Empfang nimmt und durch vollkommen verläßliche Vertrauensmänner in Südafrika zur Linderung der bittersten Not verwendet. Also gebe jeder durch die Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes.

DieLpzgr. Neuest. Nachr." erklären gegenüber den Zweifeln, die gegen ihre Mitteilung laut geworden sind, daß 'in den Büchern der De Beers Company ein großer Posten zum Zwecke einer burenfeind­lich e n A g i t ä t i o n i n.D e u t sch land unter der Chiffre Köln und Berlin gestanden, daß ihr Gewährsmann ein hochangesehener 'Herr aus Transvaal sei, der zurzeit in den Niederlanden weilt. Er habe nicht nur den Bericht selbst gelesen und die betreffende Notiz eigenhändig aus­gezogen, sondern sei auch bereit, die Richtigkeit der von dem Blatte gemachten Angaben jederzeit zu beschwören.

Das Komitee der Kölner Burenfreunde hielt am 18. eine Sitzung ab, in welcher der Vorsitzende, Kauf­mann Kark Lemnien, in scharfen Worten die Unterstellung der englischen Presst zurückwies, daß der Enthusiasmus der Kölner Bürgerschaft bei Anwesenheit des Präsidenten Krügers durch Burengeld gekauft wordenffei. Der Redner bedauerte unter dem 'Beifall der Anwesenden, daß dem Verfasser jener Notiz nicht besser beizukommen sei, als daß man ihn als Lügner und Verleumder hinstelle.

* * *

Telegramme des Gießener Anzeiger-.

London, 20. Dezember. Die Morgenblätter kommen­tieren in scharfer Weise das Fehlen jeder amtlichen Meldung von Lord Kitchever und erklären, derselbe schaffe sich hierdurch einen schlimmen Ruf. Die Mehrzahl drückt ihre Befürchtung aus über die augenblickliche Lage in der Kap-Kolonie. Die letzten Telegramme aus Kapstadt, welche die Korrespondenten der Daily Mail und des Daily Telegraph gesandt haben, berichten, daß die Buren von den Afrikandern in der Kap-Kolonie großen Beistand erhalten und zwar in bedeutenderem Umfange, als man allgemein annimmt.

Loudon, 20. Dezember.Daily News" berichtet, daß die englische Armee 300 000 Pferde zur Weiterführung des Krieges notwendig hat und daß sie noch 60000 Pfund Sterling bedarf, um den Krieg beendigen zu können.

Paris, 20. Dezember. Ein aus Südafrika zurück­gekehrter englischer Hauptmann erklärte, England habe augenblicklich 300000 Mann in Südafrika stehen. Hiervon seien jedoch nur etwa 20000 wirklich kriegstüchtig. Seiner Ansicht nach wird der Krieg überhaupt erst dann zu Ende sein, wenn es keine Buren mehr giebt.

Haag, 20.'Dezember. Da das Augenleiden des Präsidenten Krüger sich in bedenklicher Weise ver­schlimmert hat, wird sich der Präsident bei dem Pro­fessor Swellen in Utrecht einer Kur unterziehen.

Der Krieg in China.

Heute Vormittag ging uns folgendes Telegramm zu:

Peking, 19. Dezember. Die Gesandten haben sich über die einstweiligen Repartitioue« der Kollektivnote geeinigt, die dem Vorschlag Englands vollständig Rechnung trägt.

ES wird nun Sache Chinas sein, die Zeit der Be­setzung durch schnelle Erfüllung der Bedingungen abzukürzen. Es kann natürlich nicht beabsichtigt sein, bis zur Zahlung der ganzen Entschädigungssumme Peking besetzt zu halten; man wird im Gegenteil bestrebt sein, dem Kaiser möglichst bald seine volle Selbständigkeit in Peking zu sichern.

Nach anderen Meldungen erleiden die Friedensverhand­lungen in Peking keine Verzögerung, da Li-Hung-Tschang trotz seiner Krankheit mit den Gesandten weiter verkehrt.

In der letzteu^Sitzung am 18. Dezember wurden die letzten Details in Betreff der Kollektivnote geregelt. Es wurde beschloffen, daß der spanische Gesandte den Vorsitz in der Konferenz führen soll. Der Vorschlag der chine­sischen Kommiffäre, die Konferenz in dem großen Buddha- Tempel abzuhalten, wurde abgelehnt. Die Gesandten er­suchten vielmehr die Bevollmächtigten, entweder in das russische, englische oder deutsche Gesandtschaftsgebäude zu kommen. Wahrscheinlich wird die Wahl auf die deutsche Gesandtschaft fallen.

Der Feldmarschall v. Waldersee hat die Umgegend von Peking in Bezirke eingeteilt, die von Patrouillen der Mächte zu durchstreifen sind, damit dem Unwesen der Räuber­banden ein Ziel gesetzt wird.

DieFrkf. Ztg." meldet aus Tientsin: Heute morgen ist eine deutsche Expedition von Tientsin nach Pei- tang und Schanhaikwan abgegangen. Wie gemeldet wird, befinden sich chinesische Truppen in der Nähe von Peitang.

Der Erzbischof Favier ist aus China in Marseille eingetroffen.

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nchlich machen würde, i iir jedem einzelnen Fall toromit aber sein eigei

Deutsches Reich.

Berlin, 19. Dezember. Der K aiser hat dem verneur von Kiautfchpu, Kapitän z. S. Jaescbke Roten Adler-Orden 2. Klasse mit Eichenlaub und n? Korvettenkapitän Koch, Kommandeur der zweiten T pedo - Abteilung, der die Chinakämpfer am Sonntaa ihrem Einzug in Berlin kommandierte, den Roten Orden 3. Klasse verliehen.

stehenden Offiziere auf , , _________wtw

Offiziere und Beamten Meiner S ch u tz t r utiVe"n mit der Maßgabe sinngemäße Anwendung zu fi^, hat, daß den früheren Schutztruppenangehörigen, weläe in die Armee beziehungsweise Marine zurücktreten ofcr zur Disposition gestellt sind, die Genehmigung Veröffentlichung von Mitteilungen aus den edm?. gebieten, in denen sie thätig waren, durch bie Z ständigen Kommandeure nur dann erteilt nxrben darf, wenn sich der durch Vermittelung des Ministeriums oder des Staatssekretärs des Ä, marineamts befragte Reichskanzler (Oberkomm^ der Schutztruppen) damit einverstanden erklärt tot

Wilhelm'.

Der Kaiser hat dem schwedischen Staats- Minister Admiral der schwedischen-Flotte Freihem to. Otter, der sein 50 jähriges Offiziersjubiläum beginq, drahtlich folgenden Glückwunsch gesandt:

Zu dem heutigen Gedenktage, an welchem Eie auf eine 50 jährige Dienstzeit als Offizier zurückblicki-, spreche ich Ihnen meinen Glückwunsch aus. Möge es Ihnen vergönnt sein, Ihrem Könige noch lange treu äst bienen. Ich bin stolz darauf, mit einem so ver­dienten Manne dieselbe Uniform tragen zu können.

Wilhelm".

Prinz Christian von Schleswig-Hol- stein und dessen Tochter, die geschiedene Prinzessin Aribertvon Anhalt haben Berlin nach mehrtägigem Aufenthalt'wieder verlassen und sind nach England zurück gekehrt, nachdem sie, wie wir hören, von K a i s e r W i l Helm empfangen worden waren.

Gräfin Bülow, Gemahlin des Reichskanzlers, die mit ihrer Tochter und Frau v. Bülow, der Mutter des Reichskanzlers, am Sonntag abend zum Besuch der Kaiserin Friedrich auf Schloß Friedr/chsHos eingetroffen war, ist heute vormittag nach. Darmstadt abgereist, wo die Herrschaften mit dem Reichskanzler zusammen treffen.

Stuttgart, 19. Dezember. Reichskanzler Ära> Bülow wurde heute mittag vom Könige in Andien empfangen. Um 3 Uhr fuhr der König beim Hotel Mar guard vor, um dem Reichskanzler einen längeren Besch abzustatten. Abends war Galatafel. Heute vormittag har Graf Bülow in Begleitung des Geheimrat v. Wilmoloskn die Stadt besichtigt. Tie Abreise nach Karlsruhe erfolgt morgen früh 7 einhalb Uhr.

ImTtsch. Kolonialbl." wird folgende kajs-r liche Verfügung veröffentlicht:

Ich bestimme, daß Meine Ordre vom 23. Slatin«, 1897 betreffend litterarische Veröffentlichunakr seitens der im aktiven Dienst befindlichen Office» und Beamten des Heeres, sowie der aur Disvmw.

rifabc. Die Erfahrung« System sprechen sehr zu v'ieser Erwägungen beschl , Stelle dafür einzutrete i Loppellarissystems an t ' Md langfrist

3. Fm AMage i > n m neuen Zolltarifgch ni>ach welcher von B Maren nach dem Wert i ierhoben werden können.

i diesen Antrag auszichr I i allem eine rasche unb ftu erschweren, unb de 'fr Preiskalkulation zu

rum ein Gutachten übe Kuesigenhotelser Z-'atz die Hotels insowc ft aufmännische Buchfühi "welche vötelv dies zutri lpznr Beantwortung über o-Die Kammer bek f'W aus Vangs eines unterftüfcen.

. ßu -er am 8. un beut" F » lijenbe und der Tagesord KS rh* Börsene

ÄJ^nui Muftis unb Äbiet Mnt

N.von

Ausland.

Paris, 19. Dezember. Der Kriegsminister hat eint Untersuchung eingeleitet über da- angeblich echte Paniz- zardi-Telegramm, das der Kommandant Caignet al- gefälscht bezeichnet hat.

Rom, 19. Dezember. Anarchistische Drohbriest I veranlaßten den Erzbischof von Mailand, Ferraä li seine Inspektionsreise abzubrechen und nach Mailand yirM' zukehren. -__________________________________________

12. Sitzung Hrotzh. Kandetskammer Kietzen für Kietzen, Alsfeld und Lautervach.

(Protokollauszug.)

Gießen, 18. Dezember 1900.

Anwesend sind die Herren Kommerzienrat Kock, ^in merzienrat Heichelheim, Balser, Grünewald, Hobs, Jhring. Katz, Moll, Nowa'ck, Rinn und Schirmer, sowie der Ä kretär Dr. Ke'hm.

Entschuldigt fehlten die Herren: Dürbeck, RamM Schmall, Steinecke und Wallach ,

1. Geschäftsbericht. Bezüglich per am 4. und 6. ds. stattgehäbten Ergänzungswahlen wird mit geteilt, daß Kommerzienrat Heichelheim-Gießen, H. Stern : ecke-Lollar, G. Ramspeck II.-Alsfeld und K. Grünetvaldu Alsfeld wiedergewählt und in Gießen-Stadt K. Röhr u® W. Zurbuch neu zuge'wählt worden sind. 'EinwendE gegen die Wahlen sind nicht erhoben worden. "W IW alten sind zurzeit dem Großh. Ministerium des y zwecks Bestätigung der Gewählten vorgelegt.

Bei der Zweiten Kammer der Landftände ist vor zwei Jähren eingebrachte Antrag Haäs-DarmstB^ < Einstellung eines einmaligen Betrags von 500 OOD in das Staatsbudget zum Zwecke der Förderung dtt L ' richtung von genossenschaftlichen r n l a g e r h äuse erneut eingebrächt worden. Die Handelskammer M v Großh. Regierung unter Bezugnahme auf die bereif ® zwei Jahren in dieser Angelegenheit gemachte wiederholt ersucht, gegen diesen Antrag Stellung nel)m zu wollen.

Eine von dem deutschen Verein für den 'Schutz fr gewerblichen Eigentums an die Kammer ergangene frage, ob es ihr zweckmäßig erscheine, daß die Änmelvu » von Geschmacksmustern in derselben Weise cemr ifiert werde, wie dies für Gebrauchsmuster beretts o Reichsgesetz vom Jähre 1891 angeordnet sei, hat die nm mer zustimmend beantwortet«. .

Auf Anfrage einiger Amtsgerichte ihres Bezirks n die Kammer Pen Antrag der Frankfurter Ls

wortet, daß eine Ver ösfe ntlichun g der Eint

ungen im Handelsregister außer in den viv-5 benußten Blättern, auch in der Frankfurter 3cit^9 erfolge, wenn die betreffenden Firmen dies

Eine Anfrage eines Amtsgerichts, ob es hau üblich sei, daß beim Dommissionswersen Bezug Aepfeln in Waggons nur für volle, nicht z. a halbe Waggons eine Provision berechnet und bezay hat die Kammer verneinend beantwortet.

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n aktiven Dienst befindlichen Offiz^' LingenStatton ü, des Heeres, sowie der zur DispoM ' m

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