2. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildet die
toeNcbe.
’Tm "bon der Kammer angeregten Anschluß des hie- mc wi Etlichen G ü t e r b est ä t t e r s an das städtische
rl^n JC’iiKiIl» tcc$ tiefe wird das hiesige Kaiserliche Postamt
e m*t ^lib' auf ii :?tjiid)cn der Kammer noch in diesem Jahre bewirken.
^^anbeur Kn^b itr Anregung der Kammer betr. Einführung einer
^Htfäüihipr M- 'ueiit<en, billigeren Briefbestellung mit Em- ^»nanhio,!. ufch -gs bestätigung, welche vom hessischen Handels- irwrtag dem Ncichspostamt übermittelt worden ivar,
und sind nachlülgte vir hören, von Kan> den iparen.
Gemahlin des RH > Frau v. Bülow, te mittag abend zum b auf Lchloß Frie^ Bormittag nach 2 len mit dem Reiä
Ventil -.^össm^LudW! 1 'Oähtt von jeher bestehende Einrichtung der ä s i'ls rnb a h u -P a'cket b es ö r d e run g auch auf die
ie Os?- bet Mr ^übvchi, Stationen des Direktiousbezirks ausgedehnt werde, en j) ^*ete, Ein«definitive Erledigung des Antrages stlsht noch aus.
° '/^erSchu»., Ter Vorsitzende berichtet noch, daß er in seiner ,Ae Anwenöuna" Eig«M«ft als Mitglied des Bezirkseisenbahnrats Frank- ^MenangehL jlir^o. M. für Einführung von Sonntagsfahrkar- i '^ine iuriirfh : e ',n für -bie demnächst zu eröffnende Linie (Greßen)-
Ä bie @eneBa“ Fri, iebber g-Homburg v. d. H. eingetreten sei. Die Nngen nus de inigL Sisen'bahndirektion hat diesem Ersuchen nicht statt- Mig waren bnS gechfiten, da eine weitere Ausdehnung des Verkehrs auf nur -ann ert i ^oMniag^sfahrkarten auf den nach den bestehenden Grund- r* Vermittelung 2 sützpn ünangängig sei.
<-taatssekret,irä 2 ■ Den Hauptgegenstaud der Tagesordnung bildet die
5 f q n t (e । r,:;:ßc M-ari m a l und Minimaltarifs. Der-
einverstand- e soll nach der ausgesprochenen Absicht seiner Befür- °*ner' moraltr tuen deutschen Unterhändlern bei den künftigen eni IditoebiirL - ^aiidklsvertragsverhandlungen von vornherein die Hände IchmediickenÄV* birullen, indem in den Minimaltarif diejenigen 3on= iges Os^-^ ? säW ausgenommen werden, die erforderlich erscheinen, insck n £?: ,im* bei gesamten inländischen Produktion, also auch Ctebpnhn ‘ de« lunter den ungünstigsten Bedingungen arbeitenden, ttkit iS'-r011 lD^ t'CBE lolmenden Wettbewerb mit der gesamten ausländi- yjhiier zuti i !hj n Produktion, also auch der unter den günstigsten hrT s- • $ aus. L Be ^ingumgen arbeitenden, zu ermöglichen. Tie Kammer lttem Könige noch lür ist I ter Ansicht, daß es praktisch so gut wie unmöglich sei, ' darauf, mit einem: eimw derartigen Minimaltarif in zutreffender Weise über- [nif°rm tragen zu könne haMl c ufzustellen, daß ferner dieser Tarif — der für gilt,; allÄ auswärtigen Staaten, welche ungünstigere Produkti- n von Zchseswü on »tediiaguugen als die dem Tarif zu Grunde gelegten die geschiebene Pri- be»n, geradezu prohibitive Zollsätze enthalten würde aben Berlin nachner - ■ Vn Abschluß von Handelsverträgen so gut wie un- mKtzlich machen würde, es sei denn, daß man denselben in jjedeiu einzelnen Fall mehr oder weniger durchlöcherte, inomit laber fein eigentlicher Zweck geradezu negiert wütete. Die Erfahrungen anderer Länder mit diesem Sy^lnn ffprechen sehr zu Ungunsten desselben. Auf Grund oie/'tt Erwägungen beschließt die Kammer, an zuständiger St>ir lle 'dafür einzntreten, daß unter Ablehnung des Do-.'.cheltinrifsystems an dem bewährten System des Ein- heiteiiari.fs und langfristiger Handelsverträge festgehalten
ttol." hjj < Onty Meres nicht stattgegeben.
fenkijch.. folg^, kei der König!. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. Meine O-r» hatii tee Kammer den von anderer Seite eingebrachten An- raris^^te vom^ lra«AefÄrwortet, daß die auf den ulten Linien der Hess.
.....
ÄSssfr
Aus Stadt und Land.
Gießen, 20. Dezember.
M.
Dn RritgtoÄ U Iber das angeblich!st« bet Komvailbaiü Tm
inarWifH* of oon Mailavte? echen unb nach SRaN
skMvnMevfür j unb Lauterbach.
Ifer, SrünkMld.W- und Ähim-r. s°» i hei»' Türbet *
3. Reichhtage ist der Antrag eingebracht worden, im: nein en Zolltarifgesetze eine Bestimmung vorzusehen, laLiwelcher Won Waren aus Ländern, die deutsche WcÄ'.ren mach dem Werte verzollen, ebenfalls Wertzölle er Wen werden können. Die Kammer beschließt sich gegen bi einen Antrag auszusprechen, der geeignet erscheine, vor aUton eiine rasche und richtige Zollabfertigung erhebliche zu i erschweren, und dem Jmporthandel die Sicherheit bcn steiiskalkulation zu rauben.
l Das hiesige Großh. Amtsgericht hat die Kammer ums ein Gutachten über die Ein tragepflicht der hi chi g e n H o t e l s ersucht. Die Kammer ist der Ansicht, Vach. die Hotels insoweit eintragepflichtig sind, als sie kaiHymnische Buchführung erfordern. Die Frage, auf rne il«te Hotels dies zutrifft, wird einer lokalen Kommission zur.' öeontwortung überlassen.
. Die Kammer beschließt einen bei der hiesigen Bür- geintieifierei aus Langsdorf eingelaufenen Antrag auf Eiralkgiliig eines Spät-Zugs in der Richtung nach Ri dd a zu unterstützen.
k Zu der am 8. und 9. Januar stattfindenden Voll- oevchmmlung des deut sch en Handelstages werden lm?ir kor sitzende und der Sekretär delegiert. Die Haupt- gecuMsiände der Tagesordnung sind: Zolltarifgesetz und Ha Msverträge; Börsengesetz; Gesetz über die privaten Ve Mjerungsunternehmungen; Auskunftsstelle für den Au «handel.
zernber. Reichst" ag vorn Konst 'llC n der König ; -kanzler einetN^ v Salatasel ßitWjM Ses Äeh<vttal v. W lbreise r4 Kr/sruhe r.
i Zum stellv. Beisitzer für die Durchsicht des hiesigen HanMsregisters wird H. Schirmer gewählt.
f Unter den Eingängen befinden sich u. a. eine Mi'i'lilung des Großh. Ministeriums des Innern, nach llach v< w am wellchr im Staatsvoranschlag 1901/02 der Betrag von L W.® „lifen lLW Mark zur Förderung des kaufmännischen Fort- nzungswan ; oiltteMgsschulwesens vorgesehen ist. Ferner Mitteilungen HeichelhettN-^ ühsrn : Anlage einer Grundwasserleitung in Riga; Argen- zilsfeld vvd . ihnter als Absatzgebiet für deutsche Fabrikate; die in ^ItMl'lriie- und Gewerbe-Ausstellung in Riga; die beim
worden sind- -st (Smart nach England zu beobachtenden Zollformalitäten; , erhoben worden- FertMellung des Weserhafens in Rinteln; Rückbeförder- -c. AinisteriU'N c.'n Gegenständen, welche in Paris ausgestellt waren;
^Men volMgl-.^w-Mhafte Firmen in Amsterdam und Madrid. Die Mit- roaL ^anbN^JL-, teidimgrn können von Interessenten auf dem Bureau der ^Antrag Haas^A Ka«ir eingesehen werden.
flU| v. sd. Ein Bureuanttag. Bon einer größeren Anzahl izugnnd^., «ttoÄ Ab,Mdrleten der Zweiten Kammer unterzeichnet, ging gelegt b«m Landt.ag folgender Antrag „Die deutsche
esen ' PoMil im Burenkrieg betr." zu:
. fjit den •' ,8mzesichts beS gegen alles Recht und gegen die einfachsten Fordern «eLL erti runfner. allgemeiner Menschlichkeit verstoßenden Unterdrückungs- und b<e tzje AuSitMmgskrieges, den die großkapitalistischen Machthaber Englands Y-n £ ' gezez-A bie unserem deutschen Volke stammverwandten Völker vom Oranje- n k SpfrflM nnb von Transvaal unternommen haben, beantragen wir, be-
" .MwUwst'i; teelil ::n den gleichen Gefühlen innigster Anteilnahme, wie sie alle von rbltfi ' ^en rSiglMdern nicht abhängigen Kultur-Völker ber Erde den helden- | (ingcl)I -asvi» HMändischen Bauern in Südafrika entgegen bringen: Hohe zweite
.!■ 'der Stände des Großherzogtums Heffen wolle beschließen:
■i" l, rl-Vr fitr' i ? ^"°ßh Regierung zu ersuchen, Hochdieselbe möge die hessischen ' -.rniuH11 u . fii '.5'°«smitglieder instruieren, unverzüglich den folgenden Antrag beim '■,füllW;: 'm einzubringen: „Die hessischen Mitglieder des Bundesrates
"‘ F'- 2^9 beai»Mm auf Grund der Art. " und 8 der Reichsverfaffung den so- v1’-3uUmmenttitt des Ausschusses für aus- . 11 ? KJ1-6 86 ^."S'legenheiten, und ersuchen diesen Ausschuß als-
oal« nari schleunigen Antrag auf Einsetzung eines inter- n a l e n S ch i e d s g e r i ch t s zur Entscheidung der schwebmden TWHchez^n zwischen England und den Burenstaaten zu veranlaßen. — flirt'''jfr L Mir |
üt "Lktund^
2. den vorliegenden Antrag als einen dringlichen zu behandeln 1 und über denselben noch im laufenden Jahre verhandeln zu lasten. Köhler und Genosten.
15 Abgeordnete haben den Antrag bisher unterstützt, doch stehen weitere Zusagen in Sicht.
*• Perfoualienuachrichteu. Der Großherzog hat am 1. Dezember dem katholischen Pfarrer Dominicus Grimm in Gonsenheim das Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Ernannt wurde: Pfarramtskandidat Becker, zuletzt Pfarrverwalter in Zwingenberg, zum Pfarrverwalter in Alsfeld, Dekanat Alsfeld. (Die Ernennung Beckers zum Pfarrvikar in Ober- Ramstadt, sowie die des Pfarrvikars Art zu Ober-Ram- stadt zum Pfarrverwalter in Nieder-Ohmen wurden wieder zurückgenommen.) Gestorben find: der evangelische Oberpfarrer i. P. Georg Adam Wagner von Michelstadt zu Darmstadt am 8. November; der evangelische Stadtpfarrer i. P. Hermann Dingeldey zu Darmstadt am 13. November; der evangelische erste Pfarrer und Dekanstellvertreter Friedrich Jäger zu Alsfeld, Dekanat Alsfeld, am 14. November; der evangelische Pfarrer und Dekanfiellvertreter Gustav Win dH aus zu Langstadt, Dekanat Groß-Umstadt am 1, Dezember.
** Hessische LaudesLotterie. In der heutestattgehabten Ziehung fiel ein Gewinn von 100 000 Mk. auf Nr. 10372 (Darmstadt). — 1 L 40 000 Mk. auf Nr. 24 554 (Offen« bach). — 1 L 12 000 Mk. auf Nr. 16 423 (Mainz). — 3 ä 5000 Mk. auf Nr. 19 704, 26 088, 28 540. — 2 A 4000 Mk. auf Nr. 8026, 8866. — 18 A 3000 Mk. auf Nr. 1778,4797, 6208,7277, 8684, 8823, 10208, 12013, 12 686, 14356, 15 639, 24 457, 25 033, 25 548, 26 800, 26 845, 29 512, 32 352. - 18 A 2000 Mk. auf Nr. 3312,4250, 5081, 10109, 10 779, 11348, 11391, 14895, 16 986, 17 012, 18 274, 21279, 21 438, 22 153, 22 737, 25 942, 28 762, 31 530. — 38 A 1000 Mk. auf Nr. 1609, 1682, 3143, 3184, 3527, 5246, 5573, 5582, 5793, 6134, 7064, 8790, 8591, 9758, 9787, 11 078, 12 822, 13 277,
13 808, 15 434, 15 465, 15 637, 15 783, 17 030, 18 012,
19 019, 19 046, 22 292, 23 529, 23 672, 24 258, 24 522,
24 82’ 26 268, 27 206, 29 642, 32 036, 32 412. —
(Ohne Gewähr.)
* Der nächtliche Straßenuufug nimmt kein Ende. In der vergangenen Nacht sind, zum drittenmale innerhalb 14 Tagen, die Kellerfenster eines Hauses an der Löber- straße zertrümmert worden. Der vor dem Nachbarhause stationierte Wachtposten weiß zu erzählen, daß die Misse- thäter junge Herren waren, von denen einer durch besondere Größe auffiel. — Damit für heute nicht genug. Man schreibt unS: ..Die Bewohner frequenter Straßen sind in Bezug auf nächtliche Ruhestörungen nicht allzu empfindlich. Sie träumen nicht gleich von einem Ueberfall der Boxer, wenn fröhliche Burschen in später Stunde etwas lärmend heimwärts ziehen; auch das laute Gespräch ehrsamer Philister, die etwas erregt von unquittierten Rechnungen, Steuer- und Mahnzetteln und anderen Staats- papieren im Vorübergehen plaudern, geniert diese Bewohner keineswegs. Aber alles hat seine Grenzen. Auch der Geduldigste verträgt es nicht, wenn nachts wildeBestien in den Straßen brüllen und heulen. Oder sollten es wirklich Menschenkehlen gewesen fein, die in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag fast eine Stunde lang, zwischen 1 und 2 Uhr, in der Westanlage und Bahnhofstraße ihr grauenvolles, bestialisches Geheul ausstießen, das Kranke und Wöchnerinnen im innersten Mark erzittern ließ und zahllose Leute aus dem Schlafe aufschreckte? Man sagt, daß die Polizei oft genug einschreite und Anzeige erhebe. Wie kommt es nun, daß solche unerhörten Skandalszenen, die jeder Beschreibung spotten, fich so häufig wiederholen, fast jede zweite oder dritte Nacht? Gibt es wirklich gar keine Mittel mehr, um diesem allergröbsten Unfug Einhalt zu thun?" Wir glauben, daß die Polizei die Antwort darauf zu geben hat, und können nur dringend wünschen, daß sie die größte Wachsamkeit entfaltet zur endlichen Steuer solchen unbegreiflichen Unwesens, das vielleicht einem Kuli, aber keinem Mitteleuropäer Ehre machen kann.
•* Ein sehr bemerkenswertes Ausfchreiben des hessische« Justizministeriums an die Staatsanwaltschaften wird soeben bekannt. In diesem Ausschreiben heißt es u. a.:
„Bei jedem Anträge auf Anordnung oder Verlängerung der Untersuchungshaft haben die Beamten der Staatsanwaltschaft vor allen Dingen sorgfältig zu prüfen, ob die Voraussetzungen vorhanden sind, unter denen die Strafprozeßordnung die Untersuchungshaft gestattet. Außerdem wird aber, mehr als es bisher mitunter geschehen ist, gebührend Rücksicht darauf zu nehmen sein, daß auch die Schwere der That und die Höhe der zu erwartenden Strafe den Antrag zu rechtfertigen vermögen. Auch während des Laufes des Verfahrens haben die Beamten der Staatsanwaltschaft unausgesetzt darauf zu achten, ob nach den jeweUig bestehenden Verhältnisien die Anordnung oder Fortdauer der Untersuchungshaft geboten ist."
Friedberg, 19. Dezember. Bei der Wahl zur Handelskammer wurden H. Langsdorf mit 97 Stimmen wiederund H. Rausch mit 76 Stimmen neugewählt. I. Mai erhielt 51 Stimmen.
Darmstadt, 19. Dezember. Der Großherzog empfing am 19. Derember u. a. den Oberforstmeister Joseph von Gießen. Nm 11 Uhr empfing Seine Königliche Hoheit den Fürsten Bruno zu Isenburg und Büdingen.________
Vermischtes.
* Spandau, 19. Dezember. In der vergangenen Nacht erschoß ein Wachtposten an dem Magazin irrtümlich einen ebenfalls wachthabenden Kameraden. Beide gehören dem 5. Garde-Regiment an.
' Brüssel, 19. Dezember. Heute früh trug fich in Co uillet tn der Nähe von Charleroi ein schweres ?n'cn^?^nun9lüd ö" infolge Zusammenstoßes zweier Züge. Man zählt bisher drei Tote und 25 Verwundete,
Arbeiterbewegung.
dauert^ ?»' 3)te$emv6er* Der Hafenarbeiter-Ausstand
bauert fort. Die meisten fremden Arbeiter, welche die Streikenden er
setzen solle«, haben die Arbeit abgelchnt und sich hex Ausständigen a«- geschlossen. Bisher find nur vereinzelte Ruhestörungen ohne Wichtigkeit vorgekommen.
GingesaM.
.Für Form unb Inhalt alber unter dieser Rubrik sichenden Artikt übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
Hietzen, 20. Dezember 1900.
Bei den meisten Nummern der Aufführung des „Messias" war es höchst unangenehm, daß ein anderer Text verkauft worden war als der Bearbeitung zu gründe liegt. Indem wir an dieser Stelle ausdrücklich darauf Hinweisen, hoffen wir, daß in Zukunft bei ähnlichen Gelegenheiten der Konzertverein den Konzertbesuchern einen zuverlässigen Text in die Hände geben wird. St.
HMdel und Verkehr. Volkswirtschaft.
r. Limburg cu d. Lahn, 19. Dezember. Fruchtmarlt. (Durchschnittspreis pro Malter.) Roter Wetzen, Mk. 12.89, weißer Weizen Mk. 12.50, Korn Mk. 10.56, Gerste Mk. 8.52, Hafer Mk. 6 04.
Kottesdienst in der Synagoge, Südanlage.
Asraekitifche Neligionsgemeirrde.
Samstag den 22. Dezember 1900.
Borabend 4" Uhr, morgens 9 Uhr Predigt, nachmittag-
3 Uhr, SabbachauSgang 5’« Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast«
Sabbathfeier am 22. Dezember 1900.
Freitag abend 4 Uhr, Samstag vormittag 8»o Uhr Predigt, nachmittags s Uhr, Sabbathausgang b'r Uhr.
Wochengottessienst: morgens 7'° Uhr, abends 4 Uhr.
Neueste Meldungen.
(Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".)
Darmstadt, 20. Dezember. In der Zweiten Kammer wurde soeben in namentlicher Abstimmung der ablehnende Antrag des Finanzausschusses, betr. den Antrag Ulrich, der von der Regierung eine Vorlage der Übertragung der Kosten der Volksschule auf den Staat fordert, mit 32 gegen 15 Stimmen abgelehnt und damit der Antrag Ulrich im Prinzip angenommen.
Berlin, 2'0. Dezember. Im Prozeß Sternberg war heute die Zeugin Schnörrwange zur Stelle. Dieselbe wurDe, nach der Vernehmung einer Reihe von Zeugen über deren Glaubhaftigkeit, vereidigt. Hierauf ergriff der Staatsanwalt Braut das Wort zu seinem Plai- doyer, in welchem er gegen den'Angeklagten Sterwburg drei Jachre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust beantragt.
Berlin, 20. Dezember. Abermals hat eine Verhaftung stattgefunden, die mit dem Sternberg-Prozeß in Verbindung stehen soll. ES handelt sich um eine gewisse Rüwe, die in dem Verdacht steht, vor Jahren eine ähnliche Rolle gespielt zu haben wie Margarethe Fischer. Bei den Vernehmungen in Sachen Wolff u. Gen. und Thiel ist man diesen Dingen auf die Spur gekommen, worauf die Verhaftung gestern spät abends erfolgte.
Wilhelmshaven', 20. Dezember. Der Groß- h er zog von Oldenburg ist erkrankt.
Bordeaux, 20. Dezember. Verschiedene hiesige Industrielle sind unter der Anklage, mehrere Unterschlagungen begangen und absichtlichl Waren vernichtet zu haben, um die Versicherungssumme dafür zu erhalten, verhaftet worden.
Rom, 20. Dezember. Wie verlautet, beabsichtigt die Königin Margherita die Memoiren des Königs Humbert auf Grund von amtlichen Dokumenten zu schreiben und der Oeffentlichkeit zu übergeben.
N e w y o r k, 20. Dezember. Die Washingtoner Polizei erhielt Kenntnis von einem anarchistischen Kom - p l o 11, das bezweckte, bei der Jn'au'gurierung des Präsidenten Rosevelt die Senatoren Mannar und Depew mittelst Dynamitbomben zu ermorden. Einer der Verschwörer ist angelilich schon bei der Chieagoer Hah- Markert Bomben-Affaire beteiligt gewesen.
Newyork, 20. Dezember. Auf Antrag des französischen Konsuls sind drei Krankenwärter der hiesigen Irrenanstalt unter dem Verdacht, drei französische Pensionäre erwürgt zu haben, verhaftet worden. Die eingeleitete Untersuchung hat unglaubliche Thatsachen zutage gefördert. Das Krankenpersonal ber Anstalt hat die ihm unterstellten Kranken aufs schlimmste mißhandelt. Einige von ihnen sollen sogar vergiftet worden fein.
Washington, 20. Dezember. Der amerikanische Geschäftsträger in Bogota (Columbien) berichtet, daß die Regierungstruppen zwei Siege über die Rebellen errungen haben. Es fand ein Gefecht auf dem Magdalena-Fluß statt, welches zwei Tage dauerte. 600 Rebellen sollen hierbei getötet unb eine große Anzahl verwundet sein. Man 'glaubt, daß dieser Sieg das Ende des Aufstandes in Columbien bedeutet.
BörsennaohricMen.
Berlin, 19. Dezember.
4% Deutsche Gmndschuld-Bank 1 u. 2 40.00 M.
‘ 4 0/o do. 8. 5/8 unk. b. 1904 40.00
3‘/2°/p do. 8. 7/8, unk. b. 1906 00.00 „
4 y/o D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 96 50 , 81/,% do. unk. 1905 87.50 „
4 % Preuss. Hyp -A.-Bank 8. 8-12 72.50 ,
4% do. <8. 15-18| unk. b. 1900 72.50 M.
4=/0 do. 8. 19-20, unk. b. 1905 71.50 „
31', o/e do. 8.18, 14 69.00 „
SVi % do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 69 00 „
Telephonischer Kursbericht«
Frankfurt, den 20. Dezember.
8V1 % Reiohsanleihe . . 8% do . . 3Vt °/o Konsola . . . . 8 0/0 do . . . . 3Va % Hessen . . . . 5n/o Italien. Rente . . . 4 0/0 Griech. Monop.-Anl.
3% Portugiesen . . . 3O/o Mexikaner . . . . 44/| o/o Chinesen . . . .
25.40 Bochum
Harpener
78.90
Tendenz: fest.
Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oeeterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . .
96.35
87.80
96.25
87.55
93.8'
95.10
43.90
25.40
. 212.00 . 176.10 . 131.70 . 145 30 . 148.50 . 143.40 . 152.80 . 199.00 . 108.00
. 170 80


