iages als eine Bersaffungsverletzung, als eine schwereMißachtung des Reichstag es. (Zustimmung im Zentrum.) Ter Reichskanzler hat sich zwar alle Mühe gegeben, seinen Amtsvorgänger von mala fides zu entlasten, aber wenn eine solche nicht dabei ist, so doch eine hochgradige Nonchalance in der Behandlung der wichtigsten Reichsangelegenheiten. Wie anders würden die verbündeten Regierungen heute dastehen, wenn sie uns diesen Sommer berufen und sich damals schjvn der Zustimmung des Reichstages versichert hätten, ohne die sie auf die Tauer nichts machen können, (^ehr richtig!) Tiefem groben Fall von Vernachlässigung des Reichstags gegenüber ist es für die Volksvertret- ung eine sehr schwere Aufgabe, die Indemnität zu erteilen. Wenn es sich nicht um so hochnationale Zwecke, um die Wahrung der deutschen Ehre handelte, würden wir in der Budgetkommission mit den verbündeten Regierungen ein viel schärferes Wort sprechen, zumal uns Aeußer- ungen aus jenen hohen Kreisen zu Ohren gekommen sind, dahingehend: „s)tun, was wird es werden? Sie werden ein paar Tage lang hohe Reden halten und dann bewilligen". (Sehr richtig! und Lachen bei den Sozialdemokraten.) Ich stelle oen AntragaufVer Weisung der Vorlage an die Budgetkommission. Erfreulicherweise ist wenigstens das aus der Denkschrift zu ersehen, daß die amerikanische Anleihe nicht zum Zwecke der chinesischen Expedition ausgenommen ist, aber trotzdem sind die verbündeten Regierungen nicht ent lastet, wenn sie die Kosten dafür aus reichseigenen Ueber- schüssen von 1899 und 1900 mit 60 (Millionen ohne Genehmigung des Hauses bestritten haben. Wie steht es denn mit der Bildung neuer Truppenteile, mit der Verleihung von iFahnen an sie, -mit! deriAusführung dieser neuen Truppen im neuesten Nachtrag zur Rangliste des deutschen Heeres? Wir haben gehört, daß diese Truppenteile ersetzt worden sind im stehenden Heere im Interesse der Verteidigungsfähigkeit des Vaterlandes. Es ist doch seit Bestand des Reiches kein Heeresstärkengesetz verabschiedet worden ohne Festsetzung der Batterien, Bataillone und Schwadronen. Jetzt haben wir eine ostasiatische Armee: alle diese Tinge berühren un s er v e r f a s su n g s- mäßiges Recht auf das empfindlich st e. Sehr unangenehm berührt sodann an der Expedition, daß der neue Oberkommandierende der verbündeten Truppen das Vertrauen der gesamten verbündeten Mächte statt als Anlaß zu einem besonders -maßvollen Vorgehen ^u einer Entnahme von Lorbeer auf Vorschuß benutzt hat. Aber weit mehr noch verstimmen mußten Aeußerungen, die nicht von Sühne für begangene Frevel, sondern von einem Kriege aus Rache handeln. (Zurufe: Hunnenrede!) Wir hörten ferner die Aufforderung, keinen Pardon zu geben, und wir lesen jetzt von Grausamkeiten, welche die so Angeredeten als einfache Pflichterfüllung auffassen. Tazu kamen in diesen Reden die weitaus- fchauenden Pläne der deutschen Politik, der Hinweis darauf, daß ohne Teutschland und ohne den deutschen Kaiser auf dem Ozean und jenseits des Ozeans keine Entscheidung mehr fallen darf. Tiefe offene Ankündigung einer Weltpolitik in Wilhelmshaven, klang auch in der Rede auf der Saalburg wieder. Tiefe Aeußerungen lstiben tiefe Beunruhigung in weite Kreise unseres deutschen Volkes getragen. Eine Einmischung des Reiches in die inneren Verhältnisse anderer Völker unter irgend welchem Vorwande kann von keiner Partei des deutschen Reiches gebilligt werden. Wohin soll es kommen, wenn wir uns jetzt damit einverstanden erklären würden, es dürfe überhaupt ohne Teutschland nichts mehr in der Welt geschehen? Wir müssen uns auf das Entschiedenste gegen diesen Ausspruch verwahren. Wir hoffen, daß das Ergebnis der Verhandlungen sein wird, daß der Reichstag nicht fehlt, wo es sich handelt um bie Aufrechterhaltung nationaler Ehre, die Wahrung deutscher Interessen, daß er aber auch nicht fehlt, wo es gilt, auch sein eigenes Recht den verbündeten Regierungen gegenüber zu wahren. (Lebhaftes Bravo' im Zentrum.)
Abg. Bebel (Soz.): Man wird hier und in der Kommission nach einigen donnernden Kritiken alles bewilligen, was d ie Regierung fordert, ohne zu empfinden, welche Schmach dem deutschen Reichstage dadurch an- gethan wird. (Präs. Graf Ballestrem ruft den Redner zur Ordnung.) Ein anderes Paralament würde sich einen solchen Äerfassungsbruch nicht bieten lassen, sondern hätte auf Grund dieser Vorkommnisse diejenigen Beamten, die sich eines solchen Verfassungsbruches schuldig machten, zur Verantwortung gezogen. Wir haben aber in Teutschland nur eine papier ne Verantwortung. Wir stehen vor der Schaffung einer neuen Kolonialarmee. Tie Indemnität werden wir verweigern, weil wir aufs schärfste die Politik bekämpfen, die zu den chinesischen Wirren und ihren Folgen geführt hat. Tie Unruhen in China sind die Folge Jahrzehnte langer Verfehlungen der Europäer gegenüber den Chinesen. Es mußte sich in der chinesischen Bevölkerung allmählich die Ueberzeugung festsetzen, daß alles darauf hin arbeite, das große chinesische Reich in völlige Abhängigkeit von den ausländischen Mächten zu bringen. Tie Europäer lassen sich in China die größten 6>waltthätigkeiten gegenüber den Chinesen zu schulden kommen, ohne daß jemals der Chinese Recht bekommt: die Europäer verstehen es stets, kraft ihrer Stellung und ihres Geldes die elende- chinesische Gerichtsbarkeit zu bestechen, sodaß die armen MiS in feiner Form ihr Recht bekommen können. Nicht nur von Ausländern, sondern auch von einer großen Zahl deutscher Angehörigen, die im Auslande zum Teil in hohen Stellungen gelebt haben, ist darauf hingewiesen, daß die Missionen in China einen großen Teil an den Unruhen Schuld haben. Tie Beeinflussung der Beamten durch die Missionare hat den Haß der Bevölkerung gegen die Missionare hervorgerufen und ihn noch erhöht durch die provokatorische Art und Weise, wie die Missionare aufgetreten sind. Redner rügt namentlich das provokatorische Auftreten des Bischofs Anzer und anderer Missionare, die rücksichtslos in ckstnesifche Tempel dringen. Wie würde es einem chinesischen Missionar ergehen, der in eine katholische Kirche in Oberbaiern eindringen und dort die Lehren des Konfucius vortragen wollte? (Heiterkeit. > Innerhalb zweier Jahre hat man China die besten Häfen und die besten Landesteile weggenommen, ohne daß dieser Staat dagegen etwas ausrichten konnte. Käme dasselbe Schicksal über Teutschland,
die ganze Nation würde aufstehen, um jeden Fuß breit Landes zu verteidigen. Und dieses natürlichste Recht sollte China nicht haben? Ter Reichskanzler sprach, als er noch Staatssekretär war, von dem Platze an der Sonne, von dem Kuchen, der zu verteilen war. Gehörte etwa der Kuchen dem Herrn Staatssekretärs (Große Heiterkeit.) Aber jeder nahm ein Stück von dem Kuchen, und der, dem man ihm nahm, konnte und durfte nichts sagen. Ent- cheidend ist die souveräne Verachtung der Rechte Fremder, sie hat China gegenüber gerade so wie bei unseren Kolonisatoren in Afrika den Ausschlag gegeben. Man vergißt, daß China in den europäischen Hauptstädten Gesandt- chaften unterhält, die ausgerüstet find mit einem Personal, dessen Bildung es mit'jedem Reichskanzler aufnehmen kann. Die Boxer sind Patrioten von Ihrem (nach rechts) Standpunkte aus. (Lackmen rechts.) Auch Graf Arnim und Dr. Kropatscheck würden geheimen Verbindungen angehören, wenn die Russen ober Franzosen Deutschland erobert hätten. (Gelächter rechts.) In Peking hatten die Schutztruppen die Gesandtschaften gegen revolutionäre Ueber- älle zu schützen; statt dessen hatten sie schon vom 14. bis 17. Juni zahlreiche Chinesen auf den Straßen und in den Tempeln niedergemacht, also Morde begangen in einem remben Lande gegen Blstvohner desselben. Der Dolmetscher Cordes erklärt, daß deutsche Soldaten von der Mauer der deutschen Gesandtschaft ohne jede Provokation in friedlich zusammensitzende Chinesen hineingejchossen und 6 bis 8 niedergeknallt haben. In dem unmöglichen Falle, daß dergleick)en in Berlin geschehen wäre, hätte doch in zwei Stunden die Berliner Bevölkerung das Gesandt- chaftshaus gestürmt, und die Revolte wäre fertig gewesen. Der deutsche Soldat hätte nicht geschossen und der deutsche Offizier hätte nicht kommandiert, wenn er nicht des Einverständnisses des Herrn v. Ketteler sicher gewesen wäre. (Große Unruhe rechts, Rufe: Pfui!) und! vvrr v. Ketteler ist demnach der Verantwortliche für diese unerhörte Völkerrechtsverletzung. Die verbündeten Regierungen erobern Taku am 17. Juni, es wird alles verwüstet, die Bewohner, Männer, Weiber und Kinder, werden niedergemacht. Da stellte die chinesische Regierung die korrekte Forderung, die Gesandten sollten binnen vierundzwanzig Stunden Peking verlassen, weil die chinesische Regierung dieses Vorgehen als Kriegserklärung betrachte. Sie gehen darauf nicht ein, sie wollen nochmals mit dem Tsungli-Yamen verhandeln; das wird abgelehnt und da macht Herr v. Ketteler tollkühn allein sich auf den Weg und wird nun unterwegs erschossen. Im Kriege befinden wir uns nicht, heißt es, aber der Kaiser hat in einer seiner Reden an die abfahrenden Truppen ausdrücklich! vom Krieg gesprochen, von einem Rache krieg. Das Wort ist sehr unchristlich. Wenn ich auch das Motiv begreife, so begreife ich viel weniger, daß man es so offen ausspricht, die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr. (Lachen rechts.) Kein Kreuzzug i'|t| es, sondern ein ganz gewöhnlicher E r o b e r u n g s - und R a ch e k r i e g, und für den ist allerdings der Name Krieg zu anständig. (Große Unruhe.) Grausamkeiten sind in diesem Kriege vorgekommen, wie selbst bei den Hunnen und Vandalen nicht, selbst bei dem von den Protestanten so verlästerten Tilly nicht. (Gelächter rechts.) Wir müssen dagegen protestieren, daß das deutsche Reich die Aufgabe habe, das Christentum in fremden Ländern durch einen Rachezug zu verbreiten. (Beifall bei den Sozialdemokraten.)' Wir fohlten dem Beispiele Rußlands folgen, das bei seinem Vordringen in Asien den unterjochten Völkern ihre Religion beläßt und sie dadurch um so leichter mit dem russischen Reiche assimiliert. Statt dessen versuchen wir, einem großen Volke, das durch Männer wie Confucius Morallehren erhalten hat, die den christlichen nicht nachstehen, die christliche Religion aufzuzwingen. Wie weit sind die christlichen Grundsätze in unser bürgerliches Leben gedrungen? (Sehr rüstig! bei den Sozialdemokraten.) Ich stehe sonst mit Rußland sehr schlecht (Große Heiterkeit), aber hier handelt dasselbe klüger. Es gilt die Parole: Pardon wird nicht gegeben, Gefangene werden nicht ge- macht! Wenn wir hierbei verbleiben wollen, dann müssen wir uns darauf gefaßt machen, daß der Krieg solange dauert, als das chinesische und das deutsche Reich existiert. Durch diese Art der Kriegführung wird auf Jahrhunderte hinaus ein Haß gegen alles Christliche und das Christentum überhaupt erzeugt, der die traurigsten Früchte zeitigen kann. Wo bleibt angesichts dieser barbarischen Kriegführung der Protest der Lehrer der christlick>en Religion? (Zustimmung bei den Sozialdemokraten. Unruhe.) Nun wird immer auf den deutschen Handel in China hingewiesen. Wir haben nur 5,2 pCt. vom chinesischen Handel, nach dem Friedeiisschlnß^werben die Amerikaner den Löwenanteil davontragen. Im grellsten Mißverhältnis zu diesem wirtschaftlichen Interesse in China haben wir uns dazu gedrängt, dort die erste Rolle zu spielen, und noch dazu durch die Uebernahme des Weltmarschallamtes die ganze Verantwortung vor aller Welt für dieses Unternehmen auf uns genommen. Der erste beste Feldwebel würde ausreichen, die Geschäfte dieses Krieges zu besorgen. (Stürmische Heiterkeit.) Welche Reden beim Auszuge, welches Aufgebot von Photographen und Kinematographen! (Große Heiterkeit.) Man muß sich! als Deutscher schämen; das ganze Ausland hat über Deutschland und sein Gebühren gelacht. Wären die Hunnenbriefe nicht echt, so wäre längst der Staatsanwalt eingeschritten. Die Erschießung der Gefangenen, die mit den Zöpfen aneinander gebunden waren und ^vorher gezwungen wurden, ein Loch, zu graben, in das sie nadji der Erschießung hineinfielen, ist eine Scheußlichteit, die den deutschen Namen brandmarkt. Ebenso sind in scheußlichster, barbarischer, gemeinster Weise Gefangene mit dem Bajonnett erstochen worden. (Große Unruhe rechts.) Nicht Weltmarschall, sondern Exekutionsmarschall ist Graf Waldersee. Ihn in eine solche Position zu bringen, ist eine so große politische Unklugheit, wie sie niemals in einem Staate begangen worden ist. A>er Reichskanzler hat die Bedingungen mitgeteilt, welche die. Gesandten der Mächte formuliert haben. Herr Graf von Bülow, Sie können nicht glauben, daß für die Chinesen diese Bedingungen annehmbar sind. Es wird verlangt, daß ein Prinz hingerichtet werden soll. Wie, wenn 1848 die Hinrichtung eines Prinzen gefordert worden wäre! Allerdings, wären die chinesischen Wirren nickst eingetreten, so hätten wir den schönen Vorwgnd für unsere Flotte nicht
gehabt. Das Wort Weltpolitik fiel im königlichen Sckslosse zu Berlin gelegentlich des 25 jährigen Jubiläums des Bestehens des deutschen Reiches. Wie haben sich damals die Herren vom Zentrum dagegen gewehrt. Aber bald war die erste Forderung für die Flotte bewilligt und zwei Jahre später die zweite, trotzdem keine Ereignisse dazwischen getreten waren! Sie (zum Zentrum) sind die blamierten Europäer. (Große Heiterkeit.) Der Reichskanzler kann auch nicht wehren, er ist zwar Kanzler, aber . . . (der Redner macht eine achselzuckende Gebährde: große Heiterkeit). Im Namen der Fraktion und im Namen der Menschlichkeit protestieren wir gegen dieses China- Unternehmen. (Beifall bei den Sozialdemokraten, lebhafter Widerspruch rechts.)
Kriegsminister v. G o ß l e r: In zwei früheren Fällen haben die Budget-Kommissionen und das Plenum be* Reichstags anerkannt, baß die Regierung mit der nach träglichen Genehmigung korrekt verfahren ist, und in dem einen Falle, 1887, ist ihr Indemnität erteilt worden deshalb, weil die Truppenverstärkungen an der Ostgrenze in die Zeit fielen, als der Reichstag noch gewählt wurde. Die neueuFormat io nenvon Regimentern sind nur für den Krieg gebildet, und wenn sie später weiterbestehen sollen, so bedarf es dazu der gesetzlichen Regelung. Es ist selbstverständlich daß solche ge^ setzliche Regelung durch die gesetzgebenden Faktoren erfolgt. Daß den Regimentern Fahnen verliehen worden sind, ist militärisch selbstverständlich Wenn Bebel sich darüber beschwert, daß wir China die scheinen Häfen weg- genommen haben, so hätte er sich nur ansehen sollen, in welchem Zustande mir den Hafen von Kiantschou bekommen haben. Er hat sich ferner über die Missionen aufgehalten; ich möchte ihm raten, sich darüber Auskunft zu verschaffen, was die Missionen allein durch Schulen und Krankenhäuser geleistet haben. Es sind für die arme chinesische Bevölkerung großartige Anlagen gemacht worden. Wir lassen doch nicht die Missionen eines fremden Volkes in der barbarischen Weise foltern, wie es in China geschehen; das ist unseres Volkes unwürdig! (Unruhe links.) Ich ziehe aus den Vorgängen in China den Schluß, daß es das größte Unglück einer Regierung ist, wenn sie in die Gewalt extremer politischer Parteien gerät. (Große Heiterkeit, Unruhe links» und Unterbrech, ungen.) Tie angeblich entsetzlichen Mordthaten kann ich zurzeit nicht kontrollieren, aber die Ermordung unglücklicher Frauen und europäischer Männer war vorausgegangen. Mr Grausamkeiten unserer Soldaten sind maßgebend, § 91 des deutschen Strafgesetzbuches und § :< des Einführungsgesetzes zur Militärstrafprozeßordnung, welche letztere sofort beim Beginn der Expedition für Die ostasiatischen Truppen durch den Kaiser in Kraft gesetzt worden ist. Tarin befinden sich die Vorschriften, du nach Kriegsrecht gegen die aus frischer That Ergriffenen sofort in Anwendung zu bringen sind. Tie fogenannten Hunnenbriefe suche ich auf den Tisch des Hauses zu legen. (Unruhe.) Wenn diese Briefe echt finb, unterliegt es keinem Zweifel, daß sofort die strengste Untersuchung eröffnet werden wird, was für die Betreffenden emen sehr ernsten Ausgang nehmen könnte. (Unrsihe.) Z^as Volt kennt seinen Kaiser und will dem Kaiser, das Recht der Meinungsäußerung nicht verkürzen. Wenn ein Wort mißverstanden werden sollte, so werden die Mannschaften aus dem langen Transport so instruiert, daß sie genau wissen, was sie zu thun haben. Was unsere Truppen in China jetzt thun, ist die Vergeltung für das, was die Hunnen bei uns Jahrhunderte lang g e t Han haben. (Lebhafter Beifall reckits und Gelächter links.) Die Vorwürfe, die Bebel gegen Graf Waldersee richtete, hat dieser nach dem, was er in seinen Stellungen gethan hat- nicht verdient. Wenn er das schwere Amt als Ma»" von 68 Jahren in dieser Frische angetreten hat und m vollen Bewußtsein der Verantwortung nach China gegangen so danke ich ihm. Nach meinem Gefühl LnJÄuc für die Armee, daß der Ernst des. Krieges ihi wieb einmal klar wird. (Beifall rechts.) m.f
Um dreiviertel 7 Uhr wird die weitere Beratung auf Dienstag 1 Uhr vertagt.
Erster Deutscher Handwerks- und Gewerbe- kammer-Tag.
(Ausführlicher Bericht.)
Berlin, 16. November.
Heute beschäftigte sich der Kammertag zunächst mit dem FortbildungS- und Fachschulwesen. Gewerbe- kammer-Syndikus Rat Dr. Hampke (Hamburg) befürwortete folgenden Antrag: ..
Der erste deutsche Handwerks- und Gewerbekammer.Tag der Ansicht, daß bei den großen Anforderungen, welche die neue" wirtschaftliche Entwickelung an den Handwerkerstand stellt, neben der Werkstattlehre auch ein ausgedehnter Fach und Fortbüduntztz- unterricht für die Heranbildung des jungen Handwerkers enotberlt» ift. Der erste deutsche Handwerks- und Gewerbekammer-Tag ersuch daher diejenigen deutschen Staaten, in denen dies bisher noch nta geschehen ist, den Unterricht für die gewerbliche heranwachfenre fugend bis zum 18. Jahre in den Fortbildungsschulen, die fachtta zu organisirren sind, obligatorisch zu gestalten und für einen weiteren Ausbau der Fachschulen Sorge zu tragen." , .
Von der Stettiner Handwerkskammer ist dazu nocy folgender Antrag gestellt worden:
„Der 1. deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag beschlrevr. dem preußischen Herrn Minister für Handel und Gewerbe die Einführung von einheitlichen Abgangszeugnissen in den Fortbüdungsschulen zu empfehlen und ihm vorzuschlagen, die Handwerkskammern mit der Aus führung dieser Bestimmung zu beauftragen. ,
Rat Dr. Hampke führte u. a. aus: Wenn die Fortbildungsschulen für die Heranwachsende Handwerker jugenv einen Vorteil haben sollen, dann müssen dieselben sachlich organisiert und obligatorisch werden. Auch müsse der Tagesunterricht in den Fortbildungsschulen angefirevt werden, denn es sei kaum zu verlangen, daß die jungen Leute nach angestrengter Tagesarbeit noch einige Stunden aufmerksam in der Fortbildungsschule sein sollen. Schmieds meister Karschuck (Insterburg): Er sei ein großer Fein-0 des Fach- und Fortbildungsschulwesens, man müsse aver auch auf die Meister Rücksicht nehmen. Diese seien E imstande, ihre Lehrlinge zu jeder Jahreszeit und noch M am Tage in die erwähnten Schulen zu schicken. Er er|9 daher, das Wort „obligatorisch" zu streichen. ($>ei
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