Ausgabe 
21.9.1900 Zweites Blatt
 
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tapferen Widerstand leistete und mehrmals die Angriffe der Buren zurückschlug. Am Tage daraus wurde die Garnison von berittener Infanterie entsetzt.

Lord Roberts telegraphierte aus Nelspruit vom 18.: <^tephensons Brigade besetzte gestern diesen Ort, ohne aus Widerstand zu stoßen.

Der Berichterstatter desDaily Telegraph" schildert die Besetzung Barbertons durch General French sotgendermaßen:Wir sind seit beinahe einer Woche un­aufhörlich in den Bergen herumgeklettert und haben die Buren an allen Stellen zurückgetrieben. Die Nächte brachten wir in Biwaks in den Bergen zu. General Frenchs vor­geschobene Truppen besetzten Barberton. Unsere Verluste waren gering, aber der Feind war vollständig demoralisiert. Ungefähr 100 Buren ergaben sich oder wurden gefangen genommen, und außerdem fiel eine Unmenge Proviant, Munition und Gewehre in unsere Hände. Die Eisenbahn ist unberührt. Der letzte Zug entkam um 11 Uhr vor­mittags. Die Buren wiesen 3000 Frauen, Kinder und Flüchtige an, die Lagerhäuser der Regierung zu Plündern, und als ich mit den ersten Reitern in die Stadt kam, traf ich sie noch bei der Arbeit an. Wir ritten zunächst direkt zu den gefangenen Eng­ländern, die uns mit Hurrarufen empfingen. Es waren 19 Offiziere und 60 Mann. Alle waren gesund und ihre Quartiere ausgezeichnet. Die Rollen sind jetzt gewechselt, und sie bewachen heute die Buren. Zuerst schien es in der Stadt zu Unruhen kommen zu wollen, aber jetzt hat sich alles wieder beruhigt. Eine große Menge Buren-Offiziere und Leute sind gefangen genommen worden. In den Bergen mußten die Pferde verschiedentlich geführt werden, weil die Abhänge sehr steil waren. Es geschahen wenig Unglücks­fälle. Am Samstagmorgen um 9 Uhr ließ General French den Union Jack hissen, und als die Flagge stieg, ließ er drei Hochs auf die Königin ausbringen. Eine große An­zahl Buren sah der Festlichkeit zu. Buren ergeben sich noch fortwährend. Wir haben 500 Gefangene gemacht, abgesehen von denen, die aus Ehrenwort aus freiem Fuße sind."

In Lourenzo Marquez traf am 18. September eine Burenambulanz mit 20 verwundeten Buren und 4 Eng­ländern ein. 500 Burenflüchtlinge sind angekommen. Lou­renzo Marquez ist überschwemmt von Buren. Die hollän­dische Ambulanz traf von Komatipoort dort ein und kehrt nach Europa zurück.

Zum Tode des Burengenerals Joubert geht der DüsseldorferBürgerztg." von einem mit dem deutschen Kommando aus Transvaal zurückgekehrten Landsmanne eine unglaubliche Meldung zu. Diese besagt, es sei in Trans­vaal ein offenes Geheimnis gewesen, daß General Joubert keines natürlichen Todes gestorben sei. Man ent­deckte bei seinem Sekretär 25000 Pfd. St., über die dieser keinen Ausweis geben konnte. Man nahm daher an, daß sich Joubert hatte von den Engländern bestechen lassen. Seine Frau war eine Engländerin, er selbst war der Führer der Gegenpartei Krügers. Als sein Verrat den Buren nicht mehr verheimlicht werden konnte, zitierte man ihn vor den Kriegsrat, und da sein Verrat, wie es scheint, (!) erwiesen wurde, machte man kurzen Prozeß und vergiftete ihn, damit er ohne viel Aufsehen verschwand. In den Zeitungen habe es geheißen, er sei an einem Magenleiden gestorben. So schnell aber entwickelten sich Magenleiden nicht, denn zuvor wäre er noch ganz rüstig gewesen. Offenbar handelt es sich hier um Gerüchte und Lagergeschwätz, nicht um greifbare Thatsachen. Ware Joubert des Verrates überführt, so würde man ihn wahr­scheinlich erschossen oder auf andere Weise als durch ein langsam wirkendes Gift beseitigt haben. Er kränkelte be­kanntlich längere Zeit, bevor er starb. Daß sich ein Magen­leiden bei der veränderten Lebensweise des bejahrten Generals im Felde schnell entwickeln konnte, ist doch nicht schwer zu verstehen.

Die Ausweisungen von Fremden auSTrans- vaal, darunter auch einer Anzahl deutscher Reichs­angehöriger, dauern fort, und mehrfach hatte man in Kapstadt, wie von dort geschrieben wird, Gelegenheit, eine sehr wenig rücksichtsvolle Art der Beförderung der Aus­gewiesenen zu beobachten. Bon feiten der zuständigen Konsuln, insbesondere auch des deutschen, sind hiergegen bei dem Gouverneur Sir Alfred Milner Beschwerden er­hoben worden. Sir Alfred Milner hat daraufhin dem deutschen Generalkonsul gegenüber die Zusicherung wiederholt, er werde alles thun, um bei den britischen Militärbehörden darauf hinzuwirken, daß auf Reichsange- hdrige, insoweit ihre Ausweisung vom Kriegsschauplätze nicht zu umgehen sei, jede mögliche Rücksicht genommen werde. In der That soll sich in letzter Zeit eine Besserung in der Behandlung der Ausgewiesenen wenigstens insofern bemerklich machen, als die Behörden jetzt für deren Unter­kunft und Verpflegung, sowie für freie Weiterbeförderung uach Europa Sorge tragen. Für die deutschen Frauen, die sich unter den Ausgewiesenen befanden, wurde dabei erreicht, daß man sie mit Fahrkarten zweiter Klasse versah.

Präsident Krüger hat das Anerbieten der holländischen Regierung, zur Reise nach Europa sich auf ein holländisches Kriegsschiff einzuschiffen, angenommen.

Telegramme des Gießener Anzeigers.

Amsterdam, 20. September. Präsident Krüger wird nur einen kurzen Aufenthalt in Holland nehmen. Die Königin Wilhelmine, die das Schicksal der Buren sehr interessiert, soll den Präsidenten bewogen haben, sich in erster Reihe an Frankreich zu wenden, um sich dessen Sympathieen zugunsten der Buren zu sichern. Die Königin soll bereits in diesem Sinne auf die französische Regierung eingewirkt haben.

Haag, 20. September. Die internationale Friedens liga protestiert gegen die letzte Proklamation Lord

Roberts, die eine Mißachtung der jüngst im Haag ver­einbarten Rechte der Völker und Personen fei.

Deutsches Reich, f

Berlin, 19. September. Der Kaiser ist heute mitttag um 1,15 Uhr in (Sabinen eingetroffen. Der Chef des Civilkabinetts von LucanuS befindet sich noch in (Sabinen. Der Kaiser wirb voraussichtlich birekt von (Sabinen nach Rorninten fahren. Die Kaiserin begab sich heute morgen 7,30 Uhr nach Tolkemit.

Der Kaiser trifft nach den bisherigen Bestim­mungen am 10. Oktober zu mehrtägigem Besuche bei der Kaiserin Friedrich auf Schloß Friedri chsh of ein. Wahr­scheinlich am 11. Oktober soll die feierliche Grundstein­legung des Reichs-Limes-Museums stattfinden.

Dreden, 19. September. In Vertretung des Kaisers traf zu den B eisetzungsfeierlichkeiten Prinz Friedrich von Preußen auf dem Hauptbahnhofe ein. Die Ehrenwache auf dem Bahnhof stellte eine Kompagnie des 2. Greuadier- regiments Nr. 101 (Kaiser Wilhelm, König von Preußen). Mit demselben Zuge traf Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg als Vertreter des Herzog-Regenten ein. Im Laufe des Vormittags waren bereits eingetroffen Prinz Karl Anton von Hvhenzollern und Herzog Heinrich von Mecklenburg. Nach der feierlichen Einsegnung fand abends um 8 Uhr dieUeberführung derLeiche des Prinzen Albert nach dex Hofkirche statt. Den Zug eröffnete eine Eskadron Ulanen und eine Kompagnie Jäger. An der Spitze befanden sich Prinz Georg und die Prinzen Friedrich August, Johann Georg und Max. Der König mit den fremden Fürstlichkeiten erwartete am Hauptportal den Sarg, der von zwölf Unteroffizieren getragen wurde. Der König, die Prinzen und die fremden Fürstlichkeiten schritten dicht hinter dem Sarge, während die Königin und die Prinzessinnen im Oratorium der Feier beiwohnten. Sämt­liche Trauerzeremonien vollzog Prinz Max. Nach Schluß der Feier wurde der Sara in die Familiengruft gesenkt.

München, 19. September. Aus dem Allgäu wird geschrieben: Ein etwas geheimnisvoller, jedenfalls bis jetzt nicht aufgeklärter Vorfall macht viel von sich reden und giebt zu allerlei abenteuerlichen Gerüchten Veranlassung. Wie erzählt wird, bemerkte, als der P r i n z - R e g e n t an einem Tage der vergangenen Woche auf die Jagd ging, die Begleitung des Jagdherrn einen Mann, der in einiger Entfernung vorausging, sich plötzlich seitwärts in ein Ge­büsch wendete, aber von einem Gendarmen oder Leibjäger festgenommen wurde, wobei man ihm einen Revolver abnahm. Ferner soll man bei dem Manne, der angab, sich mit Selbstmordgedanken zu tragen, eine Rückfahrtkarte Lindau-Oberstdorf und ungefähr 70 österreichische Gulden in Bar gefunden haben. Daß an den Vorfall sich Atten­tatsgerüchte und Befürchtungen für die Sicherheit des Regenten knüpfen, ist in diesen Zeiten anarchistischer Schandthaten nicht zu verwundern. Unliebsame Vor­kommnisse auf dem bayerischen M an ö v e r f e ld e, bei denen es sich im wesentlichen um die Gefangennahme eines Prinzen des königlichen Hauses und um einen sich daran anschließenden Wortwechsel zwischen zwei höheren Offizieren handelt, beschäftigen zur Zeit die öffent­liche Meinung der Hauptstadt. Es wird sich zunächst darum handeln, zuverlässige Unterlagen für ein Urteil zu ge­winnen.

Ausland.

Paris, 19. September. Der Kr i e g s m i n i ster gab heute im Manövergelände den Generalen und fremden Offizieren, die dem Manöver beigewohnt hatten, eini Dejeuner, bei dem er in einer Ansprache sich in fchsmeichel- haften Worten über den Verlauf der Manöver äußerte und einen Toast auf die fremden Herrscher, auf die fran­zösische Armee und die französischen Offiziere ausbrachte. In demselben wies er auf die Waffenbrüderschaft und gegenseitige Achtung hin, welche die Offiziere und Sol­daten inmitten der blutigen Kämpfe in China gegen­einander gezeigt haben. General Brugere dankte dem Kriegsminister für das der französischen Armee gespendete Lob. Der Chef der r u s s i s ch e n Deputation ergriff hier­auf das Wort, um im Namen der fremden Offiziere zu danken. Er brachte alsdann einen Trinkspruch aus auf den Präsidenten Loubet, auf den General Brugere und die französische Armee und schloß mit den Worten:Es lebe die französische Armee!"

Paris, 19. September. Der König von Grie­chenland besuchte inkognito die Weltausstellung.

Im Laufe dieses Monats werden drei Kom- pagnienMilitärtelegraphisten gebildet werden.

Der Ausschuß des Gemeinderates beschloß heute mittag, die für das unterbleibende städtische Mairefest bestimmten 200 000 Fr. den Armen zuzuwenden. Die Festlichkeiten werden dennoch stattfinden, da dre Aus­stellungsverwaltung die Kosten übernimmt

Madrid, 19. September. Der Kriegsminister rst brs jetzt das einzige Mitglied der Regierung, der seinen Etats­entwurf für das nächste Jahr ausgearbeitet hat. Das Budget wird um 12 Millionen Pesetas erhöht werden, die zur Befestigung der kanarischen Ins ein urw zum Ankauf neuen Artilleriematerrals ver­wendet werden sollen. In Barcelona und rn ganz Eata- lonien herrscht eine industrielle Krisis, dre srch von Tag zu Tag steigert. Einflußreiche Einwohner der Pro­vinz von Catalonien haben Schritte bei der Regierung aethan zur Gewährung einer Subvention von monatlich 150 000 Pesetas, die an die arbeitslosen Arbeiter verteilt werden sollen, beren Zahl sich gegenwärtig auf 45 000 beläuft. Eine Abordnung von sieben Arbeitern begab srch zum Civilgouverneur, um ihn um seine Vermrttelung rn dieser Angelegenheit zu bitten.

Budapest, 19. September. Laut einer neuerlichen serbischen Publikation hat die frühere Re­gierung zehn Millionen von der serbrschen Na- tionalbank und über 1 Million Francs anderer Gelder ver­schiedener Fonds unrechtmäßig verausgabt: die Untersuchung habe ergeben, daß die Staatskasse selbst auf

eine einfache Visitenkarte eines Ministers hin große Sum­men ayszahlte.

In der mazedonischen Stadt Monastir haben die türkischen Behörden mehrere Professoren des dortigen bulgarischen Gymnasiums verhaftet; man habe dort Bomben, Patronen und 2000 Martinigewehre versteckt ge­funden.

Belgrad, 19. September. Die Mitglieder des ehe­maligen Ministeriums Georgiewitsch be­schlossen, wegen ihrer ungesetzlichen Pensionie­rung einen Prozeß gegen denserbischen Staa t einzuleiten.

Sofia, 19. September. Die Einberufung der Reserve erfolgte, weil man eine Bauern-Revolto bei der bevorstehenden Einziehung des Natur al-Zehnten befürchtete.

Minister Natschowitsch überreichte sein Ent­lassungsgesuch

Havanna, 19. September. Die Wahlen auf Cuba sind für die Neger günstig ausgefallen.

Aus Stadt und Kand.

Gießen, 20. September 1900.

Unser Regiment kehrt, wie wir hören, am SamStag Abend in zwei Sonberzügen zwischen 7 und 9 Uhr aus dem Manövergelänbe in die Garnison zurück.

Entsprungen. Aus dem hiesigen Filialarbeitshause ist ber ArbettShäusler Karl Günther, 55 Jahre alt, ent­sprungen. Er war nur mit einem blau unb weißgestreiften Hemde, einer englischledernen Hose und grauer Mütze be­kleidet. Kopfhaar unb Bart des Entsprungenen sind rot.

** Tiroler Quartett. Wie aus dem Inseratenteil ersicht­lich, wird am Freitag, Samstag und Sonntag die Elite- Truppe H. Mertens aus Wien imKaiserhos" konzertieren. Ein auswärtiges Blatt schreibt über die Leistungen:

Einen reizenden Genuß gewährte vor höchst gewählter Gesellschaft das vortreffliche Zusammenspiel der zwei jugendlichen Wiener Zither- virtuosinnen Hermane und Marianne Mertens. Sowohl die Wahl der Stücke, als auch Geschmack und Feinheit des Vortrages wußten auf ungewöhnliche Weise zu fesseln usw."

** Zum Ladenschluß. Wegen des gesetzlichen La­denschlusses waren, wie man uns schreibt, vorgestern abend die Inhaber der Spezial-Zigarrengeschäfte unserer Stadt zusammen. Mit Ausnahme von zwei Firmen sind sämtliche 14 Inhaber der Branche in der Sage, ihr Geschäft ohne Personal bewältigen zu können, und die beiden Geschäftsinhaber werden wohl in der Lage fein, ihren An­gestellten die gesetzlich verlangte ununterbrochene 11 stün­dige Ruhezeit zu gewähren, ohne deshalb gezwungen zu sein, ihre Geschäfte früher zu schließen, als dies nach ihrer Ansicht für das Bedürfnis ihrer Kundschaft thunlich erscheint. Man erklärte sich in der Versammlung ganz entschieden gegen den 8 Uhr-Ladenschluß int Sommerhalb­jahr und beschloß, bei der Verwaltungsbehörde für den Zigarrenhandel die gesetzlich zulässige Ausnahme herbei­zuführen, entweder unbeschränkt von' 5 Uhr früh bis 9 Uhr abends oder aber von 8 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends im Sommer und Winter gleich verkaufen zu dürfen. Die Zigarrenhändler waren sich darin einig, daß die Stunde von 8 bis 9 Uhr abends als Verkaufszeit auch int Sommer für ihr Geschäft überaus wichtig und wertvoll fei, min­destens aber wertvoller als die Vormittagsstunde von 7 bis 8 Uhr. )

**ZurBürgermei st erwähl lesen wir intBad- Nauh. Anz.":Wie uns von glaubwürdiger Seite mit­geteilt wird, hat sich Bürgermeister Joutz von Butzbach nebst noch zwei Rechtsanwältenum die erledigte Bürgermeister stelle in Gießen beworbe n". Wir bringen dieser Mitteilung denn doch einigen Zweifel entgegen. Heute nachmittag findet übrigens die erste Sitzung der Wahlkommission statt, deren Ergebnis wir morgen unseren Lesern hoffen mitteilen zu können.

** Bezirksturngang. Der für Sonntag den 9. d. Mts. geplante Bezirksturngang des 5. Be­zirks des Gaues Hessen nach der alten Reichs- kammergerichtsstadt Wetzlar mußte eingetretener Hinder­nisse halber ausfallen und findet nunmehr am 23. d. Mts. statt. Sonntag früh in Butzbach Zusammentr e ffen mit den zum Bezirk gehörigen Vereinen Friedberg, Butzbach, Griedel rc.; um 8 Uhr gemeinsamer Abmarsch nach Wetzlar, Eintreffen daselbst gegen 12 Uhr mittags. Freunde eines frischen, fröhlichen Turnganges find zur Teilnahme ein­geladen.

**DieKaufmännischeFach schule beginnt am 1 Oktober ihr Winter-Semester. Junge Kaufleute, die es mit ihrer Weiterbildung ernst nehmen, werden wohl nicht versäumen, sich rechtzeitig zum Besuche anzumelden. Eine geringe Erhöhung des Schulgeldes wurde notwendig in Anbetracht mancher Ausfälle und der Mehrbelastung durch Einführung von Handelsgeographie. Mit der Schule ist, wie gestern bereits nritgeteüt, nun diesmal auch ein Da men-Kursus verbunden, an dem sowohl solche Damen, die in kaufmännischen Geschäften thätig sind, als auch solche aus anderen Ständen teilnehmen können; der Unterricht wird an Nachmittagen erteilt. In dem Vor­trags-Kursus wird aln Dienstag abend jeder Woche ein Vortrag über einfache und doppelte Buchführung gehalten, an dem auch Kommis und ältere Herren auch aus anderen Ständen teilnehmen können.

** Der Geflügel- und Vogelzucht-Verern Gießen und Umgegend hält am Sonntag, 8. Oktober imCafe Leib" eine Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. ein sehr interessanter Vortrag Über die Vorteile des Verkaufs der Eier nach Gewicht für die deutsche Nutzgeflügelzucht. .Auch Nichtmitglieder haben zu dieser Versammlung Zutritt.

** Provinzial -Geflügel - Ausstellung. Vom 12. bis 14. Oktober findet, wie schon kurz gemeldet, zu Friedberg im Saalbau die 1. Pr o vtn zrul-Gef lu g eV Ausstellung des Verbandes der Geflugelziichter-Ver- ^ne der Provknz Oberhessen statt, bei der als Aussteller aufter den Mitgliedern der an den Verband angesck^ ,,e- nrn GeflügelAter-Vereine nur Mitglieder des Lanowirt- schaftlÄen Provinzialvereins zngelassen sind. Eine reiche Kalif bereit* gestifteter wertvoller Ehrenpreise neben den Geldpreisen ^lassen auf eine rege Beteiligung der Züchter au* allen Teilen der Provinz hoffen. Als Meldeschluß ist der 26. September bestimmt. Programme und Melde-