formulare für die Ausstellung sind vom Verbands-Vorsitzenden, Lehrer Kn a u p - Heldenbergen, erhältlich.
** Viehmärkte in Gießen 1901. Im kommenden Jahre werden hier an folgendenTagen Vieh Märkte nbgehalten: 8. Januar, 29. Januar, 12. und 13. Februar, 26. Februar, 5. und> 6. März, 19. und 20, März, 16. und 17. April, 30. April und 1. Mai, 21. Mai, 14. und 15. Juni, 25. Juni, 9. und 10. Juli, 23. und 24. Juli, 6. August, 27. und 28. August, 17. und 18. September, 1. und 2. Oktober, 22. und 23. Oktober, 26. und 27. November, 10. und 11. Dezember. Mit den zweitägigen Märkten ist jedesmal am zweiten Tag ein Krammarkt verbunden.
Darmstadt, 18. September. Umfassende Re stau- rierungsarbeiten im Ständehause, namentlich die Anlage einer Luftheizung, werden eine Tagung der Kammer vor Mitte November unmöglich machen. Dagegen werden die Ausschüsse der Zweiten Kammer in aller Kürze zusammentreten, um das vorliegende bedeutende gesetzgeberische Material vorzuberaten, und dann steht für November und Dezember eine längere Tagung in Aussicht. Von ganz besonderem Interesse dürste dabei das Schicksal des GemeindesteuergessetzeS, der Nebenbahnvorlage, sowie der Lehrerbesoldungsvorlage sein.
-nn. Darmstadt, 19. September. Heute vormittag wurde mit der Ziehung der mit der Landwirtschaftlichen Ausstellung verbundenen Lotterie begonnen. Wegen der morgen vormittag stattfindenden Beisetzung des Prinzen Heinrich vonHessen wird sie erst morgen nachmittag 3 Uhr fortgesetzt werden. Die beiden ersten Gewinne sind schon gezogen. Der erste Treffer (4 Pferde mit Wagen) siel auf das Los Nr. 62 327. Der Gewinn soll in den Odenwald .gekommen sein; das Los wurde in der Ausstellung selbst verkauft. Da im Ganzen von den 80000 Losen nur 72 000 Stück abgesetzt sind, mußten die Gewinne entsprechend reduziert werden. Etwa 125 Gewinne weniger sollen zur Verlosung kommen. Das Ausstellungskomitee hat durch seine bedeutende Einnahme ein brillantes Geschäft gemachst. Statt der im Voranschlag angesetzten Tageskarten-Einnahrne von ca. 16 000 Mark hat sie sich auf ungefähr 35 000 Mark, also über das Doppelte, erhöht.
Offenbach, 19. September. In der heutigen öffentlichen Sitzung des Kreisausschusses wurde unter dem Vorsitz des Geh. Regierungsrats Kreisrat Haas über die Beanstandung des Stadtverordnetenbeschlusses vom 25. Januar, die Bildung von Ausschüssen und Kommissionen betreffend, verhandelt. Als Vertreter der Bürgermeisterei war Oberbürgermeister Brink, als Vertreter der Stadtverordneten Justizrat Gutfleisch- Gießen und die Stadtverordneten Ulrich, Heiles und K. Stadtmüller erschienen. Die Darlegungen der beiden Parteien nahmen volle zwei Stunden in Anspruch. Der Kreisausschuß verkündete nach fünfviertelstündiger Beratung, daß er seine Entscheidung in der am nächsten Mittwoch stattfindenden öffentlichen Sitzung bekannt geben werde. — Sodann wurde die Entscheidung über die vor 14 Tagen verhandelte Beanstandung des Stadtverordnetenbeschlusses verkündet, der den Stadtv. Ulrich als Vertreter der Versammlung vor dem Kreisausschuß in Sachen der Abgabe der amtlichen Bekanntmachungen an das' „Abendblatt "bestellte. Die Entscheidung lautete dahin, daß der Beanstandung keine Folge zu geben sei. — Die Beanstandung war bekanntlich aus dem Grunde erfolgt, weil der Oberbürgermeister den Stadtv. Ulrich als beteiligt im Sinne der Städteverordnung und darum den Beschluß der Versammlung als ungesetzlich erachtet Hatte.
Mainz, 19. September. Die Beerdigung des in Darmstadt infolge eines Schlaganfalles plötzlich verstorbenen Landgerichts-Präsidenten Stein em fand gestern mittag unter ungewöhnlich zahlreicher Beteiligung vom Zentral- Bahnhofe aus statt. Das hiesige Gericht war fast vollzählig vertreten, auch sehr viele Rechtsanwälte beteiligten sich am Leichenkondukte. Von Darmstadt und anderen hessischen Gerichten waren ebenfalls zahlreiche Leidtragende erschienen. Im Leichenhause wurden mehrere Reden gehalten
und Kränze am Sarge niedergelegt. — Ein 24jähriger Postschaffner aus Stadecken, der am Postamte des Zentral- bahnhoseS bedienstet war, ist gestern durch die Kriminalpolizei verhaftet worden. Der Verhaftete soll schon seit längerer Zeit am dortigen Postamte Wertbriefe und andere Sendungen ihres Inhaltes beraubt haben. Der Postschaffner, der noch ledigen Standes ist, wurde noch gestern dem Untersuchungsgefängnis zugeführt.
Wetzlar, 19. September. Der Parteitag der Christlich-Sozialen findet hier am 9. und 10. Oktober statt. Auf demselben referiert über die Gewerkschaftsfrage der Geschäftsführer des christlichen Ziegler- Gewerkvereius im Fürstentum Lippe, Ziegler Eller- kamp.' Ueber das Thema: „Die Bekämpfung der Sozialdemokratie und das Festhalten an der gesetzlichen Reform, ein Lebensinteresse des Arbeiterstandes selbst", sprechen neben dem obengenannten Redner noch Abg. Stöcker und Sic. Webe r. Ueber Christentum und Weltpolitik referiert der Chefredakteur des „Volks", v. OertzeU. Größeres Interesse verdient die anch auf der Tagesordnung stehende Besprechung der Handelsverträge mit Rücksicht auf die Lage der Kleinbauern. Die Christlich-Sozialen nähern fick) in dieser Frage sehr der Stellung des Zentrums. Als Redner zu diesem Punkt sind benannt Abg. Stöcker und ein Kleinbauer, der Landwirt Hofeneck aus Brake in Oldenburg.______________________________
Vermischter.
* Teplitz, 19. September. Auf der Frischglück Zeche wurden durch schlagende Wetter 8 Bergleute, darunter Ingenieure und Beamte, getötet. Bisher zählt man außerdem 12 Schwerverwundete und 2 Leichtverletzte. Der Betriebsleiter des Schachtes ist gleichfalls schwer verwundet.
* Durch den Orkan in Nordamerika ist auch das Seebad High Island in der Provinz Jefferson zerstört worden. Von den ungefähr tausend Häusern des Ortes, in dem sich zahlreiche Badegäste befanden, blieb nicht eins verschont. Hilfskolonnen, die in High Island eingetroffen sind, fanden 400 Leichen. — Die mexikanische Regierung ersuchte den Kongreß, für die durch die Wirbel- stürme Geschädigten 30000 Dollar bewilligen zu wollen.
Sport, Spiel, Jagd.
i- Gießen, 20. September. Der Verein zur Züchtung reiner Hunderassen hält nächsten Sonntag auf seinem Schliefplatz auf der Schönen Aussicht ein Herbstpreisschliefen für Dachshunde ab. Das Preisrichteramt hierzu haben in bereitwilligster Weise die Herren Orth- Oberschweinfiiege b. Frankfurt a. M. und Güngerich-Kloster Altenberg bei Wetzlar übernommen. Nach dem uns vorliegenden Programm sind folgende Schliefen vorgesehen: I. Jugendschliefen auf FuchS: 1. Preis 30 Mk., 2. Preis 20 Mk., 3. Preis 10 Mk.; II. Offene Schliefen auf Fuchs: 1. Preis 40 Mk., 2. Preis 25 Mk, 3. Preis 15 Mk.; III. Steger- schliefen auf Dachs: 1. Preis 40 Mk, 2. Preis 25 Mk., 3. Preis 15 Mk.; IV. Veretnsschltefen auf Fuchs: 1. Preis: Echt silberne Medaille: „Dem besten Schliefer des Vereins. Herbst-Schliefen 1900". Außerdem sind dem Verein eine größere Anzahl Ehrenpreise zur Verfügung gestellt. Nach den sehr zahlreich eingelaufenen Meldungen zu schließen, wird voraussichtlich das Schliefen am Montag fortgesetzt werden müssen. Noch nie. hat hier ein Schliefen so viel Nennungen auszuweisen gehabt, als das diesjährige. Wenn nun der Himmel noch zu dieser Veranstaltung ein freundliches Gesicht macht, so dürfte sie zu den gelungensten des Vereins zählen.________________________________________________________
Arbeiterbewegung.
Mainz, 19. September. Provinzialdtrekior Frhr. von Gagern hat alsRegterungsvertreter für die streikenden Arbeiter jetzt die Vermittlung übernommen und mit dem Chef der Lederwerke Geh. Kommerzienrat Michel gestern wiederholt zu gunsten der Streikenden Verhandlungen gepflogen. Herr Michel hat sich bereit erklärt, mit dem 1.April die lOstündige Arbeitszeit einzuführen, ebenso die Vergütung der Ueberarbeit und die Einsetzung eines Arbeiter-Ausschusses. Die HerauSzahlung des eingehaltenen Wochenlohnes verweigerte Michel jedoch ganz entschieden, erklärte sich aber auf Drängen des Regierungsvertreters endlich bereit, den Arbeitern auf Weihnachten in Form eines Geschenkes den Wochenlohn zu übergeben.—In einer Versammlung der streikenden Lederarbeiter wurde einstimmig beschloffen, auf die Vorschläge deS Freiherrn
v. Gagern einzugehen. Herr v. Gagern hofft eS noch durchzusetzeu daß den Arbeitern der einbehaltrne Lodn in Form eines GeichenkeS an Weihnachten überreicht werden würde. Den Lederwerken wird der Beschluß der Versammlung sofort mitgeteilt, und dürfte die Arbeit morgen wieder ausgenommen werden. Der Streik hatte eine Dauer von fünf Wochen und kostete insgesamt die Summe von 30000 Mk. — Nach der letzten Meldung wird von den Streikenden morgen früh die Arbeit wieder ausgenommen. Den Gekündigten, darunter sämtlichen Vorftandsmttgliedirn des nicht gewerblichen Verbandes bleiben die Tho>e der Fabrik verschlossen.
Leipzig, 20. September. Der von der Einigungs-Konferenz geschaffene Vergleich im deutschen Buchbinderei Gewerbe wurde gestern abend in einer großen Versammlung der Buchbinderei-Arbeiter und -Arbeiterinnen Leipzigs angenommen und beschlossen, am Montag früh in sämtlichen Betrieben die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Verhandlungen über einen Akkord-Arbettertarif wurden gestern von der Einigungs-Konferenz fortgesetzt.
Gerichtssaal.
O Gießen, 20. September. In der Straffache gegen den ehemaligen Klubdiener Fink wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung stand dieser Tage wieder vor dem Landgericht Darmstadt (Strafkammer) Verhandlung an, die aber nochmals aufgehoben wurde, weil das Darmstädter Gericht vom Verteidiger des Angeklagten eine Erklärung darüber zu haben wünschte, ob dieser aus dem Umstande, daß Gießener Richter, ebenfalls Mitglieder des Gesellschafts-Vereins, den An- klagcbeschluß gegen Fink erlassen hab-n, eventl. später einen Revisionsgrund herleiten wolle oder nicht. Die Verteidigung soll erklärt haben, diesen Umstand nicht als späteren Revisionsgrund benutzen zu wollen.
Hmrdel Mö Verkehr. VolkswirischsK.
O Gieße«, 20. September. (Viehmarktbericht.) Auf dem gestrigen Ochsenmarkt waren ca. 100 Stück Gangvieh rc. aufgefahren. Der Handel in Fahrvieh machte sich sehr flau, da es an fremden Käufern gänzlich fehlte. Gesucht waren indeß schwere Gangochsen zur Herbstarbeit, von denen jedoch nur wenige Paare am Markt waren, sodaß die Nachfrage nicht gedeckt werden konnte, und infolge- deffen gute Preise für diese Ware gezahlt werden mußten. Vorhandene l»/r bis 2 Jahre alte unangelernte Stiere und ein kleiner Vorrat von Faselvieh gingen ebenfalls bei guten Preisen ab. Gehandelt wurden Gangochsen, schwere Ware mit 850 bis 900 Mk., gute Mittelware mit 700 bis 800 Mk. pro Paar; leichte Ware war zu annehmbaren Preisen nur vereinzelt unterzubringen. Junge IV2 bis 2 jährige Stiere wurden zu 275 bis 325 Mk. pro Paar verkauft, Faselochsen gingen mit 275 bis 300 Mk. pro Stück fort. — Am Schweinemarkt, auf dem ca. 800 Stück aufgetrieben waren, fehlte es an Käufern; infolgedeffen gingen die Preise gegen den vorigen Markt etwas zurück. Der Handel ging flau und schleppend. Ferkel, 6 bis 8 Wochen alt, kosteten 24 bis 33 Mk. 10 bis 12 Wochen alt 40 bis 50 Mk. pro Paar. Springer gingen fort: schwerste Ware für 120 bis 140 Mk., leichtere Tiere für 80 bis 100 Mk. pro Paar. Der Markt blieb etwa zu ein viertel überständig. — Gestern abend brachten Händler von der Eisenbahn einen größeren Transport fetter Schweine in das Schlachthaus ein. Die Tiere stammen aus Oberhessen und sind für verschiedene Schweinemetzger am Platz bestimmt.
TelephouischeMeldnugendesGieffenerAnzeiaers.
Drrx, 20. September. Bei der gestrigen Explosion in der „Frisch Glück"-Zeche waren, soweit festgestellt, 83 Bergleute im Schachte. Bis jetzt find zwei Leichtverletzte und 18 Schwerverletzte, darunter der Betriebsleiter, geborgen. Von diesen find bereits 5 gestorben. 30 Leichen wurden noch im Schachte gefunden, konnten jedoch nicht herausgeholt werden, weil das Feuer sich als gefährlich erweist. Weitere fünf Personen werden noch vermißt.
New - Hark, 20. September. Die Zahl der im Anthrazit - Kohlen gebiet ausständigen Arbeiter ist bedeutend und wird auf 126,000 Manu geschätzt. Hunderte von Eifenbahnangestellten muffen feiern, weil keine Kohlen- züge verkehren.
Paris, 20. September. Ministerpräsident Waldeck- Rousseau empfing die französischen Bürgermeister, die nach Paris gekommen sind, um dem großen von der Regierung gegebenen Bankett beizuwohnen.
Paris, 20. September. Die diesjährige Getreideernte in Frankreich wird auf 167 Millionen Hektoliter geschätzt gegen 122 Millionen Hektoliter im Vorjahre.
Bekanntmachung.
Nachstehende Polizeiverordnung, betr.: Die Anlegung und Unterhaltung von Unterkunftsräumen und Aborten auf Baustellen wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht.
Gießen, den 18. September 1900.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Wolfs. 6203
Uotizei-Ierordnung, betreffend: Die Anlegung und Unterhaltung von Uuterkuusts- raumen und Aborten ans Baustellen.
Nach Anhörung der Stadtverordneten-Versammlung wird mit Genehmigung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 10. September zu Nr. M. d. I. III. 2696 Folgendes bestimmt:
8 1.
Zur Unterkunft für die an Neu-, An- und Umbauten beschäftigten Arbeiter bei ungünstiger Witterung und während der Ruhezeiten müssen auf der Baustelle oder in deren unmittelbaren Umgebung mindestens bis zur Fertigstellung des Rohbaues eine oder mehrere im Mittel mindestens 2,20 Meter im Lichten hohe, mit Wänden umschlossene und mit Dach oder mit Decke versehene Räume zur Verfügung stehen, deren Grundfläche der- art bemessen sein muß, daß aus jeden an dem Bau beschäftigten Maurer oder Taglöhner eine Fläche von mindestens 0,75 Meter entfällt.
Der betreffende Raum muß einen gedielten Fußboden haben und in der Zeit vom 15. Oktober bis 15. März heizbar fein.
Baustoffe irgend welcher Art dürfen in diesem Raum nicht gelagert werden.
§ 2.
Bei jedem Neu-, An- oder Umbau müssen auf der Baustelle oder in deren unmittelbarer Umgebung ein oder mehrere Aborte vorhanden ein und zwar für je 80 der an dem Bau beschäftigten Maurer und Tag- iohner je 1 Abort.
Die Abortgebäude müssen derart eingerichtet fein, daß man in die Aborte weder von der Arbeitsstelle, noch von der Straße oder von den Fenstern der Nachbargebäude hineinsehen kann. Erforderlichen Falles sind vor den Thüren Blenden anzubringen.
8 3.
Für die vorübergehend hergestellten Aborte dürfen keine durchlässigen Gruben angelegt, sondern es müssen wasserdichte Tonnen, welche nach Bedarf rechtzeitig fortzuschaffen und durch leere, mittelst Kalkanstrichs des- infizierte Tonnen zu ersetzen sind, aufgestellt werden. Diese Tonnen sind durch Sitz- und Stoßbretter zu verdecken. Der Inhalt der Tonnen ist in eine Dunggrube zu entleeren oder auf das Feld zu verbringen und dort unterzugraben. Bei freier, von Wohngebäuden entfernter Lage der Baustellen außerhalb der Stadt kann von der Polizeibehörde ausnahmsweise die Herstellung einer Ecdgrube gestattet werden.
§ 4.
Vorübergehend aufgestellte Aborte sind von den Fenstern bewohnter Räume möglichst weit zu entfernen.
§ 5.
Die Unterkunftsräume für die Arbeiter und die Aborte müffen genügend erhellt fein und find stets in reinlichem Zustande zu erhalten.
8 6.
Die Beobachtung der Vorschriften unter 1 und 2 kann aus besonderen Gründen, welche die Erfüllung der Vorschriften nach Lage der Verhältnisse (namentlich bei kleinen, enggebauten Grundstücken, oder bei Bauten von nicht erheblichem Umfange) unmöglich oder überflüffig erscheinen lassen, von der Polizeibehörde nachgelassen werden.
8 7.
Diese Verordnung ist auf jeder Baustelle an einem für die Arbeiter jederzeit zugänglichen Ort deutlich lesbar auszuhängen.
8 8.
Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Polizeiverordnung werden an dem Bauunternehmer mit Geldstrafe bis zu 30 Mark bestraft.
Gießen, den 18. September 1900.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
I. V.. Wolff.
In den nächsten Tagen gelangt der am 1. Oktober d. I. in Kraft tretende Winterfahrplan deS diesseitigen Direktionsbezirks zur Ausgabe. Der Fahrplan liegt in der Zeit vom 20. d. Mts. bis zum 1. Oktober in den Dienstzimmern der Stationen zur Einsichtnahme offen.
Die Abweichungen gegen den seitherigen Fahrplan sind darauf in einer Zusammenstellung angegeben. 6192
Frankfurt a. M., den 12. Sept. 1900.
Königliche Eisenbahndirektion.
KMikfkMg.
Die Lieferung von 200 Gentner Koks (Hütten- oder Gaskoks mit entsprechender Preisbestimmung), frei in die Stiftskirche zu Lich zu liefern, soll vergeben werden.
Lieferungslustige wollen ihre Eingaben bis zum 25. September richten an den Borftaud des evaugel. MarienstiftS zu Lich.
Der Zuschlag erfolgt binnen acht Tagen._____________________6174
WmstkMW.
Dienstag den 25. Septbr., vormittags 9 Uhr beginnend, soll das hiesige Gemeindeobst öffentlich versteigert werden.
Der Anfang ist am westlichen Ausgang des Dorfes.
Fellingshausen, den 19. Sept. 1900. Der Bürgermeister.
Wagner. 6198


