Deutsches Reich
M$er Frauen, die ihre Wünsche in Betreff eines baldigen siedens zum Ausdruck brachten. Der Führer der Gesandtschaft, Fischer, erklärte, daß die beiden Burenrepubliken ”ur gezwungen den Krieg unternommen Hütten. Sie hätten den Krieg niemals gewünscht und seien übrigens ungenügend dazu vorbereitet gewesen.
— Der Gouverneur dec Goldküste hat dringend um Truppenverstärkungen gebeten, da die Lage äußerst kritisch sei.
Briiffel, 19. April. Repräsentanteukammer. Lorand interpelliert wegen der von einigen Blättern erhobenen Anklagen, daß eine Anzahl Belgier in der Provinz Mongalla des Kongostaates Grausamkeiten gegen Eingeborene begangen hätten. Lorand fordert eine strenge Bestrafung der Schuldigen. Man verurteile unter dem Vorwande, das Kongo Gebiet zu zivilisieren, die Bevölkerung zur Zwangsarbeit. Das häufige Vorkommen von Aufständen sei geeignet, darzuthun, daß an den berichteten Thatsachen viel Wahres sein müsse. Sodann verlieft der Redner ein Schriftstück, das die im Jahre 1897 gegen einen belgischen Offizier erhobene Anklage be- kräftigt, von dem gesagt wurde, daß er durch seine Soldaten mehr als 130 0 Negerhände abschneiden ließ. Das Schriftstück, das von dem Hauptagenten einer Kompagnie herrührt, besagt ferner, daß der Aequatorial- bezirk ein ungeheures Knochenfeld sei. Der Minister des Auswärtigen erklärt, der Kongostaat sei für Belgien ein fremder Staat, in dessen Angelegenheit er sich nicht mischen könne. Wir wollen, schließt der Minister, beim Kongostaate dahin vorstellig werden, daß solche Vorkommnisse sich nicht wiederholen, und
Aus Stadt und Kand.
#* Ernennungen. Der juristische Hilfsarbeiter bei dem Ministerium der Finanzen, Regierungsrat Dr. Becker ist zum vortragenden Rat bei diesem Ministerium unter Verleihung des Titels „Ober-Finanzrat", der Miuisterialsekretär bei dem Ministerium der Finanzen, Karl Glässing zum ständigen Hilfsarbeiter bei diesem Ministerium mit dem Amtstitel „Ober-Finanzaffeffor" ernannt worden.
** Ernennungen. Wie wir hören, ist unser Polizeiamt- mann Herr Muhl als Kreisamtmann nach Bingen versetzt. Sein Nachfolger, Herr Hechler aus Schotten, ist hier bereits eingetroffen. Ferner ist zum KreiSamtmann in Bad Nauheim Herr v. Bechtold, Friedberg ernannt worden.
•• Milit'ärdienstuachrichten. Oberst und Stadtkommandant von Daum zum Generalmajor, von Lroffgl. Major im 1. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 115 zum Oberst leutnant befördert, von Köckritz, Oberlt. im 1. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 115 in das 4. Garderegiment z. F. versetzt.
-t. Wohlthätigkeits Konzert. Jetzt endlich, da Winter- stürme weichen dem nahenden Wonnemond, da vor den so schmerzlich entbehrten Strahlen der freundlich lachenden Sonne Influenza nebst unliebsamem Gefolge von Husten und Heiserkeit, die sich als feindliche Mächte der Ausführung unseres Wohlthätigkeits-Konzertes hindernd entgegenstellten, geschwunden, ist es uns eine Freude, melden zu können, daß dasselbe Sonntag, den 29. April, nachmittags 6 Uhr im Saale des GesellschaftSvcreins ftattfinden wird. Wie schon früher mitgeteilt, werden bekannte, bewährte hiesige Kräfte im Verein mit Frau Dr. H. aus Kassel sich mit liebenswürdiger Bereitwilligkeit in den Dienst der Wohl« thätigkeit stellen. Nach den stillen Wochen, die zwischen den letzten musikalischen Aufführungen und dem Tage des betreffenden Konzertes liegen, wird es für alle Besucher desselben ein doppelter Genuß sein, das gebotene Gute und Schöne in Gesang und Spiel auf sich einwirken zu lassen. Und dann — last but not least — dürfte wohl der Gedanke, zugleich ein gutes Werk zu unterstützen, nicht wenig
riRpr Posadowskt) und Geheimer
ti S ,in9tIOr^“U? tTQfen heute früh in Homburg UhÄ l unter Führung des Baurats!
im Kurhause und fuhren mittags nach der Saalburg weiter
~ ^neral der Kavallerie von Rosenberg ist heute mittag in Rathenow gestorben. General v. Rosenberg gehörte zu den bedeutendsten Kavalleristen und Reiter- fuhrern bei unserer Armee. Er hat Vie Reitkunst unseres Heeres gehoben und galt in allen einschlägigen Fragen als Autorität Der Kaiser zeichnete ihn wiederholt durch Huld- und Gunstbeweise aus.
, verordnet en-Der sammlu beschäftigte sich in ihrer heutigen Sitzung mit dem Anträge des Magistrats anläßlich des Besuches des Kaisers Franz ^osef zur Ausschmückung der Straßen 50 000 Mark zu bewilligen. Der Stadtverordnete Singer widersprach diesem Anträge mit der Begründung, daß der Besuch des österreichischen Kaisers privater Natur sei und daher aus öffentlichen Mitteln Gelder nicht zu bewilligen seien. Ober- c-^H'^b.Eeister Kirschner und einige andere Herren traten für die Bewilligung dieser Summe ein. Schließlich wurde der Antrag des Magistrats mit 94 gegen 20 Stimmen a n - genommen.
— Wie die „Post" hört, beruht die Meldung des „Vorwärts" von der angeblichen Nichtbestätigung des zweiten Bürgermeisters von Berlin, Brinkmann, lediglich auf i emer Vernnitnng, da nach der Frist, die seit der Wahl verstrichen ist, über eine Entscheidung noch nichts bekannt sem kann.
— Zur Teilnahme an der gemeinsamen Flotten- Demonstrativn der Großmächte in den chinesischen Gewässern hat der Chef des deutsch-ostasiatischen Kreuzer g eschwaders als erstes Schiff das Kanonenboot Taku entsandt. Rußland hat ein kleines Ge- schwader im Golf von Petschili vereinigt; Großbritannien ■1! ourch zwei Kreuzer vertreten. Ein italienischer Kreuzer ist von Tientsin den Peihofluß aufwärts gefahren. Außer- Pl™ Tinbet süh auf der Fahrt nach Taku ein amerikanisches Kanonenboot.
— Ein Gesetzentwurf zum Schutz von Photo- I grapbien gegen unbefugte Nachbildung, der sich in Aus- I arbeitung befindet, soll demnächst Sachverständigen zur I Begutachtung vorgelegt werden.
. . oer Rhein fahrt der Torpedoboots--! division nehmen zufolge einer Anordnung des Kaisers | Aoote der Ostsee- und Nordseestation teil. Das | Achchonsboot ist noch nicht endgiltig bestimmt. Die ursprünglich geplante Entsendung einer Division ist auf- I ytyivi ii.
« 17.-'Reichsanzeiger" warnt vor englischen S ch w i n Hern, die von London aus durch zahlreiche | Ankündigungen irt deutschen Zeitungen Darlehen nenen I bloße Unterschrift anbieL bann X
bon Kosten unb Zensen-Borschüfsen nichts mehr von si-Z Horen lassen. 1 ’ I
— In der Pariser „Aurore" wird über eine Unterredung berichtet, die ein Vertreter des Institut I d e F r a n c e bei dem 200 jährigen Jubiläum der Berliner Akademie mit Kaiser Wilhelm gehabt hat. Er habe die Ansprache, mit der der Kaiser ihn beehrte, mit natio- | nalistischen Ausfällen gegen die jetzigen Leiter der Republik beantwortet. Er erklärte Frankreich für verfault, wies I auf den Sozialisten im Ministerium hin und versicherte, '
Kongreß für innere Medizin.
Wiesbaden, 19. April.
I ™ sch-Prag eröffnete den 18. Kongreß für inner» I elPem Rückblick. Das vergangene Jahrhun
dert^habe dw Kenntnis des Krankheitssitzes gebracht L | werde die Kenntnis der Art und Weii>
der Krankheit bringen. Reg.-Rat Pfeiffer beqriÄ I als Vertreter der Staatsregierung die Anwesende? I änb U^rbr/Cn9t. ständigen Sekretär des Konaresse-
I ?errn^r‘- E "V eiffer - Wiesbaden, die Grnennunq
^AunraL Oberstabsarzt Müller spricht namen? des deutsck-en Sanitatskorps, Hoffat N o t h n a g e l-Vjeu I "" Auftrage des österreichischen Ministeriums und münfdit I gemeinsamen Arbeit den beiden Nationen viel Glüä Stadtrat Kalle heißt die Aerzte in Wiesbaden n< I kommen M u l l e r - Basel gedenkt der verstorbenen Mu glieder Darauf beginnt das erste Referat: die Behänd- Syngenentjünöung. Referent: Koia
- ?bue Forschungen des Referenten Haden PeE Lungenentzündung der Kochsalzgehaü des Blutes vermindert, der Geftierpunkt erhöht fei und daß durch Oxygeneinwirkung das Blut des Kranken wieder normal werde. Redner empfiehlt Oxygeninhalatümen
?er zweite Referent P e l - Amsterdam betont die V^errgkeit der therapeutischen Eingriffe und stellt ab. obersten Grundsatz bei der Behandlung der Lungenentzün» nng eine genaue, objektive Beobachtung am tfranlenbett ! „ oEspricht die einzelnen Mittel und kommt zu dem
^hlusse, daß dem Arzte die wichtige und herrliche Ärbeii übrig bleibt, dem Pneumoniker den Segen einer sorgfäl tigen Pflege und möglichen Linderung zu Teil werden zu lassen. Besonders lasse man den Krankeü nicht zu ffüh aufstehen: für den gesunden Körper wirtt längere Bettruhe schwächend, für den kranken stärkend. Der Alkohol wirke anregend und kräftigend, doch müssen große Dosen wegen der Gefahr der Ueberhitzung vermieden werden.
Stabsarzt Müller giebt eine Statistik der Lungenentzündung in der Armee. Danach besteht allerdings eine Verminderung der Morbilität seit 20 Jahren, aber noch eme Erblich,keitsziffer, die nach der Tuberkulose am Ochsten ist. Bei der Armee hält jeder Pneumoniker vier Wochen Urlaub, eine Bewilligung, der auch die Kassen S”*™ sollten. Le »Hartz-Hamburg will au» dem ftJrrJn 1 ?*Itur btef Prognose der Lungenentzündung
...r^° f 5 1" 2ö-ien unb Senator Berlin
^ten für die Hydrotherapie ein, besonders lä&t ber letz tere heißes Wasser zum Zwecke der Expektoration trinken. Ba um l e r - Freiburg hat akute Gehirnkrankheiten nach der Lungenentzündung beobachtet. '' 1
. ^Etwas Neues ist bei diesen Referaten allerdings nicht herausgekommen, auch im voraus nicht er wartet worden Man hat sich nunmehr dahin geeinigt, datz bei der Behandlung der Pneumonie die a l l g e m e i n e Krankenpflege und die Sorge für die Erhaltung der Kräfte von der größten Wichtigkeit seien
Berlin, 19. April. Das Kaiserpaar unternahm! gestern nachmittag eine gemeinsame Spazierfahrt. Zur Abendtafel war Zeremonienmeister von Hessenthal geladen. Heute vormittag machte der Kaiser den gewohnten Spazier- daraus eme Konferenz mit dem Unter-Staats- fekretar Frhrn. v. Rlchthofen im Auswärtigen Amt, und L d'e Vortrage des "Kriegsministers Generals der In- santerie v Goßler, des Genercllinspektors der Fußartillerie llii'vekEdlen v. d. Planitz und des General- rnspetteurs des Jngemeurkorps Generalleutnants Frhrn. v. o. Goltz, ferner den Vortrag des Chefs des Militär- kabinets Generaladjutattten Generals der Infanterie von h^%pr ^lgte der Kaiser einer Einladung
§ ^E^Hof- und Haus-Marschalls Grafen zu Eulenburg Aus Altona wird von heute gemeldet' Gaur ^af Kaiser Wilhelm abends 10 Uhr hier ein, uni ben durchreisenden Prinzen von Wales zu be- beglückwünschen. Auch Prinz &£!££ £ ^I ^M^btroffeu. Die Begrüßung war und Musik spielte den Präsentiermarsch
und. God save the Queen. Eine kriegsstarke Ehren-Kom- L^^^ufgestellt. Im Fürstenzimmer des L- Ln^n^s/« rOuPiert. Der Kaiser fuhr 11,20 im Sonder- I 8 0 P^nz Heinrich 11,30 nach .Kiel zurück.
.. . Kaiser wird am 15. Mai in Wiesbaden JUS?^eU/ S11 b€r Generalprobe des „Oberon" bei- 6U wmetIiq Wn- bes Kaisers daselbst dürfte
viS zum 19. Mai abends dauern.
frprm Telegraph" meldet: Kaiser Wil-
gebeten worden, Tau spät he des jüngsten Kaiser ^zogs von York zu werden. Der
Kaiser habe erwidert, er nehme die Einladung mit großem I Man glaube in der kaiserlichen Familie, I MMp^pui nadl Rückkehr der Königin von Irland I
X Gegenüber einer Meldung der Wiener „N Fr Pr " des 7? Sm betreffs der bevorstehenden Feier
des <0 Geburtstages des Kaisers Franz Josef noch I auch^nock^^0bn getroffen sind, insbesondere ste§ auch noch nicht fest, ob in Wien fürstlicher Besuch zu er- I
Ä Jedenfalls aber erfolgte die Anmeldung des I E-is-rs Franz Josef in Berlin außer allem
Ä 9 ">ateT stattfinbenben Geburtskags-, I ffäiX n alC ®2.r ei"e sp°nl°ne Kunbgebnng bcS gegangen £ °efterie^ der keine Einlab7ng /oran-
daß deren Urheber besttaft werden k. n
erhobenen »ntlagcn hat bcr Songoftaat g tid,« *e b" faxten emgektlct, obwohl für einige ißoraätme hi. nLr Bestätigung noch auSsteht. 9 R8C b,e
Belgrad, 19. April. Die Anklage gegen den s. minifter Tauschanowitsch in bet Angelegendei,^' Sant Selgrabafo Zabruga lautet aus D^ebstäh,^ Fälschung. '
»eto-Sürf, 19. April. Der .Sun- zufolge Hegt Ultimatum der Ber. Staaten an die Ortet tnpjj Nichtbezahlung des Schadenersatzes für das Eigentum der Missionäre fertig vor, indessen sollen hn? läufig nur die diplomatischen Beziehungen b roch en und keine Kriegsschiffe abgeschickt werden, einer Meldung der .New-Yorker StaatSzeitung" aus 1 ylugton ist die ganze Angelegenheit ein Wahlmauüvkr um das kirchliche Element zu gewinnen.
Jakstatld.
Graz, 19. April. Von einer Anzahl slowenischer Landgemeinden erschien eine Abordnung im Landtage und bat die deutschen Landtags-Abgeordneten sich der wirtschaftlichen und kulturellen Interessen des slowenischen Landesteiles anzunehmen, weil die Landgemeinden mit der Obstruktion der slovenischen Abgeordneten und deren Forderungen betreffs der Lostrennung Unter-Steier- marks und der Errichtung einer slowenischen Universität nicht einverstanden sind. Die deutschen Abgeordneten gaben eine zusagende Antwort.
Paris, 19. April. Die Ausstellungsleitung läßt jetzt offiziös erklären, die Ausstellung werde am 1. Mai völlig fertig sein. Die Fertigstellung werde ebenso wie die Eröffnung der beiden PalaiS an der Avenue Nicolas festlich gefeiert werden. (Der erste Teil dieser Versicherungen ist wohl etwas skeptisch aufzunehmen. D. Red.)
Madrid, 19. April. Der Finanzminifter teilte mit, daß gemäß der Abrechnung mit der Bank von Spanien dem Schatzamt in genanntem Institut ein Guthaben von 71 Millionen bleibt. Er erklärt, die Arbeiten hinsichtlich einer großen Anleihe zur Konsolidierung der schwebenden Schuld dauerten fort, doch hätten sie keine । Eile. Der Minister beabsichtigt eine Abänderung ber i Verträge mit Bezug auf die Monopole von Tabak, Zündhölzern uud Sprengstoffen.
Loudo«, 19. April. Die „Moruing Post" meldet aus Washington vom 18. April: Infolge der Drohung, daß die Italiener, die an den Arbeiterunruhen am Crotonflusse beteiligt und innerhalb des letzten Jahres nach Amerika gekommen sind, nach Italien zurückgesandt werden sollen, reichte der italienische Botschafter Fava einen energischen Protest beim Staatsdepartement ein. Auf Grund der Instruktionen, die er heute von seiner I Regierung erhalten, erklärt er, daß das gegen die italienischen Arbeiter geplante Vorgehen ungesetzlich sei, und I mit den zwischen Italien und Amerika bestehenden Verträgen I nicht im Einklänge stehe.
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I ^rde von allen Menschen seiner Art verabscheut. I Er" Orleans als König, schloß er, könne das Land vielleicht I nod; retten. Kaiser Wilhelm habe an der Rede nicht viel I Geschmack gefunden, und geantwortet: „Die Frauen aus I hem Hause Orleans waren immer vortrefflich. Ich hege I erne wahre Verehrung für die Königen von Portugal".
, München, 19. April. Die heutige Kammer-Ver- I Handlung brachte eine Debatte über die ler Heinze.
Der Ministerpräses Freiherr v. C r a i l s h e i m führte aus : £ie bairische Regierung stehe vollkommen a u f dem Standpunkt der Gesetzesvorlage, wie sie vom Bundesrat an den Reichstag gelangte, billige auch die von dem bairischen Gesandten in Berlin abgegebene Er- tlarung, obwohl Lerchenfeld nicht ausdrücklich zur Abgabe dieser Erklärung beauftragt worden sei. Die bairische Re- gierung sei sich der OLotwendigkeit der Freiheit für das' künstlerische Schaffen voll bewußt; diese Freiheit habe aber mit dem Gesetzentwurf, wie er vom Bundesrat dem Reichstage angegangen, nichts zu schaffen. (?) Etwaigen | Mißbrauchen werde die bairische Regierung durch entsprechende Anweisungen an Polizei und Staatsanwaltschaft vorbeugen. Die seit kurzem einsetzende Protestbewegung- sei von der bairischen Regierung aufmerksam verfolgt worden, habe aber keinen 2lnlaß geboten, die bisherige Stellungnahme zu ändern. Einzelne Beschlüsse des Reichstages gaben allerdings der bairischen Regierung zu erheb- lichen Bedenken Anlaß. — Am Schlüsse der Sitzung gab der Mmister-Präsident Freiherr von Crailsheim mit Be- ^ugnahme auf den Flaggenerlaß eine Erklärung ab, die bairische Regierung habe jederzeit die nationale Fahne hochgehalten, und gedenke dies auch in Zukunft zu thun., ^J^ternug sei jederzeit für Deutschlands Größe u n d M a ch t eingetreten, und habe nie ein Hehl aus ihrer Freude gemacht, Baiern als ein Glied des deutschen Reiches zu sehen, von dessen Glanz auch ein Schimmer
unter engeres Vaterland falle. Die Stellung der bai- , Regierung zum Reiche sei so offensichtig, daß er | es nicht für notwendig hulte, diese erst durch eine Flagge äu bohtmeniieren. In der Presse seien aber Anschauungen ju Sage getreten, die vom nationalen Standpunkte aus tief bedauert werden müssen. Um nun aller Welt zu beweisen, daß die bairische Regierung damit nichts zu thun habe und ufrn allen Mißdeutungen zu begegnen, habe sie es sur notwendig erachtet, sich die allerhöchste Genehwi- gung dafür zu erbitten, daß fortan die Staatsgebäude am ©efcurtgtage Kaisers beflaggt werden, und diese Genehmigung sei bereits erteilt worden. Die Er-" tlarung des Ministers wurde von den Liberalen mit leb- I haftem Beifall ausgenommen.


