Ausgabe 
20.4.1900 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

. e h % «X?

Cf *M-V<

Jrt< »««'Lt I!

_ü fieiDt VI <,«;&

lehrer eingereicht worden. Die finanziellen Verhältnisse des I Vereins sind günstig, und der Rechnungsabschluß ergab ein I Vermögen von 2292,21 Mk. Für drei kranke Lehrer, die I auf ärztliche Anordnung ein Bad besuchen müssen, stehen wieder Mittel zur Unterstützung zur Verfügung. Der | Schulbote für Hessen", gedruckt in der Brühl'schen Uni- I versitätS-Druckerei in Gießen, erscheint in 3000 Exemplaren. I An Stelle des Schulinspektors Scherer in Worms ist Lehrer I Ruppel in Düdelsheim als Redakteur getreten. Druck und Versandt des Schulboten besorgt jetzt die Firma E. Roth ! in Gießen. Die Anträge der vorjährigen Vertreterversamm- I lung seien zurückgestellt bis die Gehalts-, Witwen- und I Waisenverhältnisfe, die so wie bei den übrigen Beamten geregelt werden mögen, erfüllt sind. Für einen Versuchs- I weise gebildeten Preßausschuß sind 200 Mk. bewilligt. I Auch die Rechnungsablage des Unterstützungsvereins provisorisch angestellter Lehrer in Erkrankungsfällen ergab einen recht günstigen Rechnungsabschluß, sodaß an eine Erhöhung der monatlichen Unterstützungraten gedacht werden

I kann. Im abgelaufenen Vereinsjahre wurden an sechs Schulverwalter, die durch Krankheit ihrer Stelle und ihres Gehaltes verlustig gingen, Unterstützungen gewährt. Für zwei geistig umnachtete Schulverwalter werden wie in | früheren Jahren dem einen die ganzen und dem anderen | die halben Anstaltskosten bewilligt. In der Zeit seines 16jährigen Bestehens hat dieser Verein segensreich gewirkt und ein Vermögen von 11681.39 Mk. erworben. Zur

I Verhandlung gelangten dann die Anträge der einzelnen I Bezirksvereine. Einen Antrag auf wöchentliches Er­scheinen desSchulboten" wird der Vorstand in reifliche

I Erwägung ziehen, ebenso wird er bei anderen pädagogischen I Pressen Erkundigungen über die Höhe des Honorars für I die einzelnen Artikel einholen. Eine scharfe Debatte ent« spann sich über das in dem ..Schulboten" veröffentlichte Stimmungsbild" aus Trebur und auf einstimmig gefaßten Beschluß wurde der Schriftleiter ermächtigt, solche

I Artikelchen einer verschwindenden Minorität, die dem ganzen Stande schadeten, künftig unberücksichtigt zu lassen. Dem

I Lehrerheim sollen aus der Hauptkasse 300 Mk. zu- I gewendet werden. Ueber die Frage, ob nicht die Verhand- I langen der größeren Versammlungen in einem stenographischen I Bericht sestgelegt werden sollten, damit jederzeit der Nach- I weis geführt werden könne, daß nichts Ungehöriges ge- I sprachen und nicht über das Ziel hlnausgeschossen würde, I wie hier und da über diese Versammlungen angenommen I wird, wird lange diskutiert. Die gesamten Verhandlungen I nahmen einen schönen, ruhigen und würdigen Verlauf nach I der Devise:In Eintracht treu zum hessischen Landes­

über 900 Mitglieder mit einem Versicherungskapital von nahezu 3000,000 Mk. zählt. Die Rechnungsablage ergab, obwohl auch im verflossenen Jahre mehrere Brandschäden zu decken waren, noch einen ansehnlichen Ueberschuß. Rach den bisherigen Ergebnissen kann der noch junge Verband getrost und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Mittags nach 1 Uhr begannen die Verhandlungen der Vertreter­versammlung des hessischen Landeslehrervereins. Der Obmann des genannten Vereins Landtagsabgeordneter und Oberlehrer Backes von Darmstadt begrüßte die zahlreich erschienenen Lehrer und Vertreter der Lehrerbezirksvereine und erstattete den Jahresbericht. Danach ist die Mitglieder­zahl die gleiche geblieben wie im vorigen Jahre. Eine Denkschrift über die Lehrerausbildung ist an das Ministerium und die Ständekammer, ebenso eine solche über Rechts- und Gehaltsverhältnisse der Volksschul-

e «Wogen. _.

Offenbach, 18. April. In öffentlicher Sitzung nas Kreisausschusses wurde heute die Entscheidung in fier Beschwerdesache des Beigeordneten Wolff gegen den iwi betreffenden Stadtverordnetenbeschluß vom 13. Oktober 1)898 bekanntgegeben. Die Entscheidung hat folgenden SSortlaut:Der Kreisausschuß hat zu Recht erkannt: 1). daß der Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung L«jin 13. Oktober 1898, lautend:Die Stadtverordneten­versammlung erklärt: das Verhalten des Beigeordneten Wolfs in der Kost'schen Angelegenheit entspricht nicht den Anforderungen, die an die Eigenschaften eines Beigeord- mtlen gestellt werden müssen und hat zu der Erkenntnis ciefü^t, daß das dem Herrn Wolff bei seiner Wahl ent- I xiegeagebrachte Vertrauen ungerechtfertigt war," wegen Unzuständigkeit der Stadtverordneten aufzu- bs«be n ist; 2. daß der erste Teil dieses Beschlusses, lautend : i)a6 der Ortsgerichtssekretär Kost, so lange der Beigeord- nete Wolff Ortsgerichtsvorsteher ist, nicht mehr auf dem ZÄtsgericht beschäftigt werde" durch Enthebung des Ber- -ettdneten Wolff vom Amt des Ortsgerichtsvorstehers c anstandslos geworden ist und damit auch die Beschwerde;

) daß die baren Auslagen für die Kosten der Beschwerde ->ei Stadtkasse zur Last gelegt werden mit Ausnahme der «Mhren für den Rechtsanwalt Jaeger, die der Bei- aenbucte Wolff selbst zu tragen hat." Der Kreis-AuSschuß inirb die Begründung zu dieser Entscheidung den Parteien - Mist lich zustellen. Die Entscheidung hat, wie dieOff. ; i m* unseres Erachtens richtig bemerkt, grundsätzliche Be­litung, da sie den Stadtverordneten überhaupt das Recht 1 scheitet, über die vom Grobherzog bestätigten Magistrats- imfonen in Form eines Mißtrauensvotums abzuurteilen, ho den Stadtverordneten keinerlei Disziplinargewalt über Mraermeifter und Beigeordnete zufteht.

A Seligenstadt, 18. April. Der um 429 nachmittags 1,1« eintreffende Personenzug WiebelSbach-Hanau führte 1 nchr keine Post. Die Briefschaften aus Darmstadt, Mainz i,rd Aschaffenburg nebst den betreffenden Anschlußrouten, ii Men vielmehr einige Stunden in Babenhausen lagern nnb konnten erst nach 7 Uhr hier zur Bestellung gelangen. Kirfer besonders in den Kreisen der Geschäftswelt unan- , empfundene Uebelstand ist nunmehr dadurch beseitigt norbcn, daß von heute ab der genannte Zug ebenfalls Poft- f tubintgCn befördert. Die Ortsbestellung kann hier jetzt wfle 2 Stunden und im benachbarten, durch Fahrpost wl Seligenstadt verbundenen industriereichen Klein- 'tratzenburg sogar 13 Stunden früher erfolgen, -km 14jähriger Knabe bestieg heute beim Holzlesen einen j'Sium, stürzte herab und erlitt einen Bruch des rechten

Irine5. _ _r , _ r .

A Mainflingen, 18. April. Der zu Thal fahrende - - _______i aus Dorfprozelten wollte oberhalb

wegen des herrschenden Sturmes feine beiden

statt. Der unter dem Verdacht des Einbruchdieb­stahls verhaftete Bureaugehilfe Müller aus Griesheim wurde nach seiner Vernehmung alsbald wieder aus der Haft entlassen, da sich der Vorfall als eine Liebesaffaire auf­klärte, und die vermeintlich gestohlenen Gegenstände sich als das Eigentum des Verhafteten erwiesen. Im Kreis­tage des Kreises Mainz wurde von Dr. Horch die Er­richtung einer Provinzialirrenanstalt für Rhein­hessen als unbedingt notwendig bezeichnet. Der Vor­sitzende Regierungsrat Dr. Steeg bestätigte die Uebersüllung der staatlichen Irrenanstalten und erklärte weiter, daß er dem Provinziallandtag den Wunsch des Kreistages unter­breiten werde. In Marburg sind bereits die ersten Spargeln gestochen worden. Vorgestern nacht ist in Wiesbaden die verw. Frau Hoskammerrat Karoline Magdeburg, die Mutter des früheren Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau, jetzigen Chef-Präsidenten der Oberrechnungskammer zu Potsdam, im Alter von 84 Jahren gestorben. Sie hinterläßt noch zwei Söhne, von denen der nne zuletzt Oberst und Kommandeur der 11. Gendarmerie- Brigade zu Cassel war, und jetzt daselbst als Pensionär lebt, der andere Konsul in Amerika ist.

Lehrerverein!"

A Neckar-Steinach, 18. April. Das Gerücht von der beabsichtigten Güterveräußerung des Freiherrn v. Dortte hat sich trotz der Bestimmtheit seines Auftretens nicht be­stätigt. Frhr. v. Dortte hat es neuerdings öffentlich in Abrede gestellt.

bm. Mainz, 18. April. Der zwischen der Stadt Mainz und dem Militärfiskus vollzogene große Gelände­austausch hat die Genehmigung aller in Betracht kommenden Faktoren erhalten, sodaß schon in aller Kürze einige militärische Gebäude der Stadt zur freien Be- Nutzung überlassen werden können. Für das hier in Gründung begriffene Gutenbergmuseum laufen fort­gesetzt reiche Gaben ein und zwar neben interessanten | Bild- und Druckwerken auch sehr reiche Spenden an barem Gelbe. So wurden innerhalb der letzten vier Tage der Bürgermeisterei 11400 Mk. eingehändigt.

A Hanau, 18 April. In den Wagenabteilen der auf der Strecke Frankfurt-(Ostbhf-)Aschaffenburg verkehrenden Personenzüge wurden in letzter Zeit mehrfach die Fenster­riemen abgeschnitten und die messingenen Schilder I abgerissen. Die Bahnbehvrde hat auf die Ermittelung des Thäters eine Belohnung von 30 Mk. ausgesetzt.

Aus Nassau, 18. April. In der Hessen-Nassauischen Baugewerksgenossenschaft kamen während der Mo­nate Januar und Februar 1900 nicht weniger als 291 Unfälle vor. Durch Sturz verunglückten 105 Personen, beim Aus- und Abladen 67, durch Einsturz und Umfallen von Gegenständen 32, durch Handwerkszeug 31, durch Mo- tore, Transmissionen, Fuhrwerke 27, durch Eisenbahn- und Rollbahnbetriebe und Biß von Tieren 10, durch Fahrstühle 2, I und durch sonstige Unfälle 17 Menschen. Zur Anerkennung und Festsetzung der gesetzlichen Entschädigung gelangten I 82 Fälle. Die Genossenschaft vereinnahmte im abgelaufenen I Rechnungsjahr 1 679 210 Mk.

* Kleine Mitteilungen aus Hessen und deu Nachbarstaaten. I Die in der Roonstraße in Bad-Nauheim gelegene IVilla Meckel", wurde nebst Inventar an Herrn F. W. I Monjö aus Wesel für 84 500 Mk. verkauft. Am 2. I Feiertage fand in Leusel die Feier der Enthüllung I der vom Kriegerverein an der Friedenseiche angebrachten I Gedenktafel für die Krieger der Gemeinde von 1870/71

en® utVc ,r kopl^

ütfe, Hartmann

Lite, 9Iöt ( ff/ifliteK Stackstadt wegen , e . m . a , .

fa « .'chmmengehängten Fahrzeuge auf dem Mainstrome

KflnW* *1". Dabei schlugen die Wellen über den mit Hau-

. Dabei schlugen die Wellen über den mit Hau- Leinen schwer beladenen Keilschelch, der sofort sank. jQur Lurch rasches Abschneiden der Verkoppelungssetle retteten ich d»er Schiffer und deffen Sohn auf das andere Fahrzeug. - Qu Bergungsarbeiten wurden bereits in Angriff genommen.

v Groß-Gerau, 18. April. Heute morgen tagte dahier tu "Hotel zum Adler" der Feuerversicherungs- »rilxand hessischer Lehrer. Aus der Erstattung des .Mesberichts geht hervor, daß der Verband jetzt schon

imb M

tfölbtfMfrniin i^fttnSubaig Plvi zuLch

mchlsrat bei dem Lai! br. Georg Best ist |b der Justiz, Regierung eben Rate bei dem g des NrnlStitelsOh ksgeri'cht Höchst Wch bei dem Ministerium 1 tzeitr

, Dreche- m U Mr Emst 6)iiM ? :er Martin H-re/LmM llnvg in lityn roorbiL ezirk des 18. Wv-4

Mi. WNW*' Qr Stiajtnbau, Wm//ich. - A chn. Mchldt, M udt, 00 A M M.

ittion der Mam-U ) his 1500 Mk- 6^

svekkeshei«, 18. April. Der heftige Sturm vorgestern I n Mittag setzte einen nicht festgelegten, auf dem Neben-

in hiesiger Station stehenden Güterwagen in der Murg nach Reichelsheim zu in Bewegung. Der LV rollte dem abschüssigen Geleise folgend m ziemlicher Ewindiakeit dem von Nidda kommenden Personenzug

dessen Lokomotivführer, die drohende Gefahr er- I

J b 'ben 3ua Aum Stehen brachte. Den Bemühungen dt7 uavers°nals gelang den Ausreißer kurz vor der Ä? o Halten zu bringen. Den Wagen vor sich hhMiebend brachte dann der Zug den Flüchtling m die

19. April. (Telephon-Meldung des G. A.> evang. Pfarrer und Dekan Kirchenrat Thomas Stock ^ Stockhausen, Dekanat Lauterbach, wurde aus Anlaß tta« 50jährigen Dienst-Jubiläums der Charakter Mtheimer Kirchenrat verliehen.

8 Darmstadt, 18. April. Am Dienstagnachmittag fiel ei i 5 jähriger Knabe, der mit seinem Vater nach Frank- ! a M. fuhr, zwischen Egelsbach und Langen bei voller Fahrgeschwindigkeit aus dem 1 Uhr 50 Minuten hier ab= Stoben Schnellzug durch die anscheinend schlecht v^eischlossene Coupethür aus dem Zuge. Der Ejalu zog sofort die Notleine und fand beim Halten des m'imn seinen Sohn auf dem nächsten Gleise stehend, wenn | aaib aus mehreren Kopfwunden stark blutend, so doch an- s.tziinend ohne innere Verletzungen. Vater und Kind fuhren mildem gleich darauf kommenden Schnellzuge wieder hier- hfr zurück. Wäre der Unfall nur einige Minuten später plissiert, als sich beide Züge auf offener Strecke kreuzten, ,-i wäre das Kind unrettbar verloren gewesen. Die unter

mProtektorate des Großherzogs hier stattgehabte Katzen- muSstellung hat nunmehr ihre Pforten geschlossen, wird ml»er vom 3. bis 7. Mai in Mainz wieder neu erstehen. Der hiesige Hofprediger hat übrigens von der Kanzel «etob seinen Zuhörern den Besuch der Ausstellung ui ährend der Feiertage verboten. Den Kindern wie er dies ganz besonders ans Herz. Ein hiesiger bejahrter Schreinermeister W. hatte sich zur Ausführung eMiS Neubaues von einem vermögenden Bekannten Geld .fliehen. Bei einer Abrechnung ergab sich, daß W. auf dem Schuldschein eine Abschlagszahlung von 2000 Mk., die er seinem Freunde gegeben haben wollte, fälscht hatte. Der Betrug stellte sich aber heraus und 30., be r verheiratet ist, und Familie hat, wurde gefänglich

f 3ut EckichlrX iftdlung wirb in «F Fmksnrt nach p ,d abgekürzt. Md ragen Uhr vormittags, 2 Such der E 548 wabenb6'; q 10 llhr morgens'' . c,tet sich im W Äs .5, Kntunft tn$«n8 erliSt WULm

Ä

Krrmischtes.

* K 0 Nitz, 18. April. Ueber die näheren Umstände, unter denen der Kopf des ermordeten Winter, gefunden wurde, schreibt man: Drei halbwüchsige Jungen, ein Schreiber, ein Malerlehrling und ein Volksschüler, hatten am Wiesenrande, dicht unter dem Abhänge des Stadtparks zwischen dem Garten des Dr. M. und dem Abbau Dunkershagen in einem Seitengraben der Riesel­wiese, die am Abflußbächlein des Mönchssees liegt, auf ihrem Festtagsspaziergang den Kopf des Winter gefunden. Auf ihre Meldung war bald eine Kommission, bestehend aus dem Ersten Staatsanwalt, dem Bürgermeister, einem Amtsgerichtsrat, dem Dr. M., einigen Polizeibeamten, einem Gendarmen und einigen anderen mehr zufällig hin­zugezogenen Personen, zur Feststellung des Fundes an Ort und Stelle. Der Berliner Kriminalkotnmissarius war auf Urlaub abwesend. Der Kopf wurde von Verwandten des Winter als der des Ermordeten fraglos festgestellt. Er war wieder in braunes Papier eingewickelt. Jnteresjant ist es aber, daß fick) außer diesem Papier noch em Stuck Zeitungspapier als Hülle gefunden hat. Ter Kopf paßt nach Ansicht des anwesenden Arztes in die Schnittfläche des bereits vor bald fünf Wochen im Mönchsee gefundenen Rumpfes. Es ist dies um so bemerkenswerter, als dadurch das unsiiinige Märchen vom Ritualmord für objektive Be­urteiler noch mehr entkräftet würde, da fick) dann an Rumps und Kopf nicht die nötigen Schächterschnitte finden wurden. Ter Kopf war deutlich zu erkennen und gut erhalten; jedoch zeigten sich am Hals bereits die ersten Spuren von Fäulnis, I sodaß bisher die Ansicht besteht, der Kopf sei auch bald nach der Mordthat, ähnlich wie der auf dem evangelischen Kirchhof gefundene Arm, an dieser entlegenen Stelle ver­steckt worden. Es muß nämlich für die Möglichkeit einer so späten Auffindung bemerkt werden, daß der Kopf mit der Hülle etwas in den Morast versenkt war. Die Knaben glaubten zuerst, ein Stück altes Fleisch gefunden zu ljaben, bis der jüngste derselben, auch wohl angeregt durch die in Aussicht gestellte Belohnung, nusrief:Hier ist ja was von Winter!" Mit dem Ablassen des Mönchssees, das vor wenigen Tagen durch polizeiliche Anordnung wegen der Winterschen Mordsache geschehen ist, hängt der Fund nicht I zusammen. Der Kopf kann nicht an die Fundstelle in der I aufgefundenen Lage durch die Strömung etwa eine gute I Viertelmeile weit getrieben sein. Selbstverständlich wurde I gleich Absperrung an der Fundstelle vorgenommen und I genau die Umgegend abgesucht. Es wurde in der That | auch ein überraschender Fund gemacht, nämlich ein fernes I Taschentuch mit dem Buchstaben A. Bei der geringen Zu- | verficht, die 'man zu einer schnellen Auffindung des Mörders I jetzt hat, ist man nicht sofort geneigt, das Taschentuch mit I dem Mord in Verbindung zu bringen. Immerhin ist aber I der Fundort für die Jahreszeit ein recht entlegener, und I es verdient jedenfalls auch dieses wenige ©dritte von dem I Kopf gefundene Taschentuch Beachtung, ebenso wie in noch I höherem Maße das Fragment der Zeitung.

Zwickau, 18. April. In Planitz beging der I Bergarbeiter Stephan Selbstmord, indem er sich eine I Dynamitpatrone in den Mund steckte und sie zur I Explosion brachte.

* Straßburg, 18. April. Gerichtsassessor Dr. Oskar .Lauterbach, der Sohn einer alt-elsässischen Notablen- I familie, wurde gestern abend im Hardwalde bei Mühlhausen I erschossen aufgefunden. Wie verlautet, liegt Selbstmord I vor. Gestern morgen wurde im Hause Zeughausstr. 24 I in Metz die Dirne Magdalene Schöpf ermordet auf- I gefunden. Die Thäter find bisher nicht ermittelt.

I Die berühmte Kammersängerin Lucca glitt I in Wien über eine Orangenschale aus und zog sich durch | den Fall bedenkliche innere Verletzungen zu.

Aussig, 18. April. Bei Nettersitz, sowie bei I Posig fanden neuerdings größere Erdrutschungen statt, I die umfassende Sicherheitmaßregrlu notwendig machen.

Schneeverhältnisse in den Alpen. Man I erinnert sich nicht, daß jemals so gewaltige Schneemassen I in den Alpen lagerten, wie gegenwärtig. Von Rigistaffel I wird gemeldet, daß der Schnee bis über das Dach des I Stationsgebäudes hinausreicht. Die Jnsaffen der Wetter- I warte auf dem Säntis, im Hotelgebäude auf dem PilatuS I und dem Stanserhorn sind durch die Schneemassen voll- | ständig von der Außenwelt abgeschnitten. Auf dem TitliS | liegt der Schnee 14 Meter hoch. Angesichts dieser Schnee- . I Verhältnisse ist die Lawinengefahr in den Alpen in diesem : | Frühjahre besonders drohend.

. I Algier, 18. April. Das der französischen TrunS- . atlantischen Gesellschaft angehörende Transportschiff i IBastia" ist in der Nähe deS HafensBugie ge- l scheitert. Die Passagiere und die Bemannung wurden . I gerettet.

* °nL< ^ber % V n ®ann be® § ie?' Rachen ? -

°b-r

\Sb« unterjd)^ «Immen cT * ?9' ? faS k "°-h her ö

L"°ch den

? Qus Wiesbaden uleimbWinkel-'r (fttttbmetSeti. 0. kheol-, und die ÜI Ms Geisenheim,^ i bie Stuben)?- rn-Geisenheim rät Zwei Brüder); fry leßen studierend,k- chovia, Baum m ückert aus Stromberg.