Ausgabe 
20.4.1900 Erstes Blatt
 
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Gouverneurs der Provinz Shantung, Yuan Shi Kai, zu verdanken. Hauptmann von Buttlar und Bauinspettor Hildebrand erlangten in persönlichen Verhandlungen mit dem Gouverneur Sicherheit dafür, daß in Zukunft das Leben und Eigentum von Deutschen und der Fortgang der Arbeiten am Eisenbahnbau nicht weiter bedroht und ge­fährdet werden. Infolgedessen wurden die Arbeiten am Eisenbahnbau überall wieder ausgenommen. Tas Detael)e- ment Infanterie und Artillerie, das unter Führung des Hauptmanns Mauve so lange in Kiautschou bleiben sollte, bis die Eisenbahnangelegenheit erledigt und das Leben und Eigentum der Europäer nicht mehr weiteren Angriffen ausgesetzt wären, ist zurückgezogen. Nur eine kleine Reiter­abteilung (beritten gemachte Feldartilleristen) wurde noch unter dem Kommando des Leutnants von Rettberg auf chinesischem Gebiete belassen.

Nack) demDeutschen Kolonialblatt" haben A n - siedler auf Samoa nur dann Aussichten, wenn sie 10 000 bis 11 000 Mark Kapital besitzen, wovon 6000 bis 7000 gleich im Anfang flüssig sein müssen. Arbeiter für Pflanzungen der Weißen sind nicht zu haben. Samoanische Eingeborene betrachten Arbeit für Weiße als eine Schande. Nur her jbürfe tiiuf Samoa sich ansiedeln, der auf die Energie der eigenen Gliedmaßen sich zu verlassen gewohnt ist. Großkapitalisten haben daher voraussichtlich gar keine Aus­sicht auf Erfolg, da ihnen das Arbeitermaterial fehle. Ob das Klima für weiße Frauen zuträglick) ist, sei noch niemals wissenschaftlich erforscht worden. Daß weiße Frauen nick)t im Freien arbeiten, sei selbstverständlich. Als spezifisch samoanische Krankheit tritt bei Europäern und Einge­borenen die Elephantiasis auf. Vorsichtiges Leben soll aller­dings Schutz gegen diese Krankheit gewähren.

Hannover, 18. April. Wie derHannoversche Kurier" meldet, wird Generaloberst Graf W a l d e r s e e am 27. April, an dem Tage, an dem er vor 50 Jahren in die Armee eintrat, vom Magistrat in Hannover zum Ehrenbürger dieser Stadt ernannt werden. Dem Jubilar sollen an diesem' Tage noch weitere Ehrungen dar-- gebracht werden.

AmstmÄ.

Christiania, 18. April. Heute wurde für einen Teil des Heeres und zum ersten Mal für einen Teil des Land­sturmes die Ordre der Probemobilmachung erlassen.

London, 18. April. DemDaily Telegraph" werden aus New-York folgende Einzelheiten über einen Zusammen­stoß streikender italienischer Arbeiter am Croton- Flusse mit amerikanischen Truppen gemeldet. Am Croton Flusse, von dem New-York sein Trinkwasser bezieht, werden neue Reservoirs gebaut, wobei 800 Italiener für einen Dollar pro Tag beschäftigt find. Sie verlangten höheren Lohn; allein der wurde ihnen verweigert und nun drohten die Italiener, jeden zu erschießen, der an ihrer Stelle die Arbeit aufnähme. Die Italiener sind bewaffnet und sollen sich verschanzt haben; auch sollen sie Dynamit besitzen, womit sie eventuell den Damm des Reservoirs sprengen können, wodurch die Wasserleitung von New-York abgeschnitten würde. Am Sonntag wurden 300 Mann Infanterie und 300 Mann Kavallerie zu den Streikenden ausgeschickt, und da die Lage sich immer drohender gestaltete, wurde auch das New-Yorker siebente Regiment aufgeboten. Am Montagabend kam die Mount Vernon Compagnie des ersten Regimentes am Schauplatze der Unruhe an und über­nahm den Vorpoftendienst. Um neun Uhr abends wurde ein Sergeant, namens Douglas, der mit einer Ablösung die Runde machte, aus einem Hinterhalte erschossen, worauf der Korporal der ablösenden Truppe sofort drei Salven in das Gehölz, welches die Italiener besetzt halten, feuern ließ. Zwei Kompagnien Soldaten wollten das Ge­hölz stürmen, aber Major Denike hielt sie zurück. Er zog darauf die Wachtposten von den Hügeln am Gehölze zurück. Abends um acht Uhr fand man drei Italiener mit geladenen Revolvern innerhalb der amerikanischen Linien. Man nahm ihnen die Patronen ab, ließ ihnen jedoch die Revolver und gestattete ihnen, sich zu entfernen. Die Italiener hatten Tausende von Patronen in einer Fabrik bestellt, allein diese verweigerte die Lieferung. In den italienischen Vierteln von New York gab es Tumulte und Stechereien. Der Ein- wanderungskommiffar Fichte hat sich im Auftrage der Re­gierung nach Croton begeben. Er beabsichtigt diejenigen Italiener, die weniger als ein Jahr in Amerika sind, nach Italien zurückzuschicken. Die Unternehmer wollen heute mit neuen Leuten die Arbeit aufnehmen und man befürchtet, daß es zu einem verzweifelten Kampfe führen wird.

DasReuter'fche Bureau" meldet aus Kingston (Jamaica) vom 17. ds.: Aus Columbien gelangte hierher die Nachricht, daß bei Matumundo Pradera zwei große Schlachten stattfanden, worin die Aufständischen völlig geschlagen wurden und große Verluste an Toten, Verwun­deten und Gefangenen halten.

Haag, 18. April. Die Königin und die Königin- Mutter begeben sich am 30. April nach Arolsen zur Teilnahme an der Hochzeitsfeier der Prinzessin Elisabeth von Waldeck und Pyrmont. Die Fürstinnen nehmen als­dann einige Zeit in Thüringen Aufenthalt.

Brussel, 18. April. Der Prinz von Wales wird auf der Rückreise von Kopenhagen am Freitag Belgien « wCTC?. ,^an von dem ursprünglich geplanten offiziellen feierlichen Sühne-Empfang abgesehen. Der Prinz wird von der deutschen Grenze bei Herbes,hal mittelst Sonderzuges, ohne Brüssel zu berühren, nach Calais fahren.

Paris, 18. April. Gestern abend folgten die deut­schen Aussteller der Einladung des Reichskommissars Richter zu einer geselligen Zusammenkunft im Spatenbräu der Ausstellung. Deussen-Krefeld sprach dem Gastgeber den Dank der Versammelten für seine Bemühungen nm die deutsche Ausstellung aus. Die Versammlung sandte an den Kaiser folgendes Telegramm:Die deutschen Aus­steller sind mit der deutschen Kolonie nach schwerer arbeits­reicher Zeit zum erstenmale vereint und sprechen Ew. Maj.

dem mächtigen Schirmherr» der deutschen Arbeit chre unterthänigste und begeisterte Huldigung aus. Namens der deutschen Aussteller und der deutschen Kolonie. Richter." Die Königin von Sachsen besuchte heute mittag inkognito die Weltausstellung. In ihrer Be­gleitung befanden sich der deutsche Neichskommiffar Richter und einige Mitglieder der deutschen Botschaft.

Heute vormittag fanden zum Andenken an den ge­fallenen Oberst Villebois hier zwei Gottesdienste statt. Der erstere war seitens der Liga der Vaterländischen, der andere von der Veteranenvereinigung organisiert worden. Zu letzterem hatte Präsident Loubet, zu ersterem der Herzog von Orleans Vertreter entsandt. Prinz Louis Bonaparte, Oberst in der russischen Armee, hatte einen Kranz gesandt. Nach Schluß der Gottesdienste fanden einige Kundgebungen statt. Als General Mercier erschien, wurden Hochrufe auf die Armee ausgebracht.

Madrid, 18. April. Das neue Ministerium ist wie folgt zusammengesetzt: Präsidium und Marine Sil- vela, Auswärtiges Aguilar de Campos, Bauten Gasset, Unterricht Garcia Alix, Finanzen Villaverde, Justiz Marquis Vadillo, Krieg Azcarragua und Inneres Dao. _ Budapest, 19. April. Der Kongreß der Agrar- Sozialisten wurde heute nach Annahme der Resolution für das allgemeine gleiche und geheime Wahlrecht, und des Beschlusses, sich der sozialdemokratischen Partei anzuschließen, beendet. Vor Schluß kam es zu einer erregten Szene, indem Frau Marie Kürti, die in roter Kleidung erschienen war, dem Mitgliede der Partei­leitung Jakob Israel eine Ohrfeige versetzte. Frau Kürti wurde darauf aus dem Saal entfernt. Die meisten Redner, darunter auch einige Frauen, beklagen die jeder Be­schreibung spottende trostlose Lage der Feld­arbeiter, die an vielen Orten nicht einmal das trockene Brot verdienen. Die Behörde behandle die Agitatoren brutal. Alle Redner betonten die Notwendigkeit einer systematischen Organisation. Für die Feldarbeiter müsse so bald als möglich etwas geschehen, weil die gegenwärtige Situation unhaltbar sei, und die Feldarbeiter zur Ver­zweiflung treibe. Die Beschlüsse des Kongreffes werden der Regierung zur raschesten Würdigung empfohlen werden.

Bukarest, 18. April. Das Königspaar und der Thronfolger sind nach Abbazia abgereist. Der Ministerrat ist mit der Fortführung der Regierungsgeschäfte betraut.

Konstantinopel, 18. April. Infolge der Ausbreitung des Ansstandes in Novibazar sind von Heskueb große Truppensendungen abgegangen.

Dschibuti, 18. April. Meldung derAgence Havas": Die Scharen des Mahdis sind vor den Verstärkungen, die Negus Menelik seinen Truppen gesandt hat, nach den inneren Teilen der Landschaft Ogaden geflohen. Die sieg, reichen Abessinier sind nach Harrar zurückgekehrt. Der Religionskrieg ist beendet.

Washington, 18. April. Da der Sultan entgegen dem bereits vor 16 Monaten gegebenen Versprechen, den amerikanischen Missionären noch immer nicht die Entschä- digung für ihr Eigentum, das während der armenischen Wirren zerstört wurde, im Gesamtwerte von 90,000 Dollars zahlen ließ, so find die diplomatischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten nnd der Türkei jetzt sehr gespannt. Da die Diplomatie anscheinend ihre Hilfsmittel erschöpft hat, kommt es möglicherweise schließlich dahin, daß der Staatssekretär Hay dem türkischen Gesandten seine Pässe schickt.

Tas Bootunglück auf dem Rhein.

Bingen, 18. April.

Tie schreckliche Katastrophe aus dem Rhein, wohl die schwerste seit der Kesselexplosion des Dampfschiffs Luise" im April 1876, ist nach Umfang und Gründen- immer noch nicht völlig aufgeklärt. Etwa 20 bis 22 Per­sonen, meistens Geistliche und Studenten, auch einige Tamen, die gestern abend hier den Kommers des Rhein- gauer Philisterzirkels des Verbandes katholischer Stu­dentenvereine Deutschlands besucht hatten, der jährlich ab­wechselnd in Bingen und Rüdesheim stattfindet und von 150 bis 200 Personen besucht zu werden pflegt, benutzten gestern abend kurz nach neun Uhr einen Nachen zur Ueberfahrt nach Rüdesheim, um teilweise noch den Zug zu erreichen, der Nm. 10.14 von Rüdesheim ab- geht. Ta der Nachen des Schiffers für diese Anzahl nicht ausgereicht haben soll, so benutzte der Fährmann einen größeren Nachen eines anderen Schiffers. Dieser Nachen ging nahe bei dem Rüdesheimer Ufer (unterhalb des Bahn­hofs) zugrunde. Die Rettungsversuche, die von den auf dem Rheni liegenden Schiffen und vom Ufer aus gemacht wurden, blieben bei der herrschenden Dunkelheit und dem starken Winde leider ohne Erfolg. Gerettet wurden u. a. der Frühmesser von Rüdesheim, ein Apotheker aus Elt­ville und der Schlosser Mayer aus Geisenheim. Der Nachen wrdeu heute früh an der Klemenskirche bei Trechtings­hausen gelandet; es sollen noch zwei Leichen mit dem Fahrzeug angetrieben sein.

Ueberlebende Teilnehmer der schrecklichen Fahrt schil­dern den Hergang wie folgt: Ter größte Teil der Kommerse teilnehmer hatte bereits mit dem letzten Trajektschiff den Rückweg angetreten, während der Rest, 20 Personen, für die Ueberfahrt einen Kahn wühlte. Etwa um halb 10 Uhr stieß die Gesellschaft, einschließlich der Kahnführer 22 Per­sonen, in fröhlichster Stimmung vom diesseitigen Ufer ab. Sie stimmten das Lied an:Wir sitzen so fröhlich bei­sammen." Die Fahrt ging glatt von statten bis in die Nähe des jenseitigen Ufers, als plötzlich eine Dame auf» iprang mit dem Rufe: Mein Stiefel ist ja voll Wasser. Dies veranlaßte noch mehr Personen, sich zu erheben, wo­durch der Nachen das Gleich aewicht verlor und u m - kippte. Tie ganze Gesellschaft fiel darauf ins Wajser. Bei der starken Strömüng trieb der Kahn, an. oen Nch viele unter schrecklichen Hilferufen angeHammert gatten, rasch stromabwärts dem Binger Loch zu, wo jden Meuten die Kräfte schwanden, und eine Person nach der

anderen in den Fluten versank. Der Kahn, der verwende wurde, soll auf 16 Personen geeicht, mithin überlastet n/ wesen sein.

Der Frühmesser Niel aus Geisenheim, der von fch-, großer Gestalt ist, besaß noch die Geistesgegenwart tuäfc rend der Nachen immer tiefer sank, im Boote stehend her Ertrinkenden die Generalabsolution zu er- teilen. Nachdem die kurze Szene vorüber war, wurde e- ganz still. Nur das Wasser rauschte an dem sich wieder etwas hebenden Boote monoton vorüber. In der Dunkel heit bemerkte Niel einen zweiten Mann bei sich im Nachen und fragte ihn:Wer sind Sie?" Es war der Schiffen Hauck. Beide trieben in dem Nachen langsam nach bem Binger Loch zu und schluckten ziemlich viel Wasser, ihnfn voraus, etwa 100 bis 200 Meter aber trieb ein dritter, ber sich durch Schwimmen zu retten suchte, und dessen von Minute zu Minute bedenklich nachließen. Dieserfylt[ war der Dr. Bang aus Eltville. Als die mit den Ringenden nach Aßmannshausen trieben, wurden \kt Hilferufe weithin vernommen. Der Wirt zurKrone" in Aßmannshausen, Hufnagel, dessen Frau zuerst auf der Geschrei aufmerksam wurde, hielt die Rufe anfangs für einen schlechten Scherz, bald aber empfand er beuthd) daß Ertrinkende zu Hilfe riefen, und er unterschied lautes, kräftiges Schreien von mattem Wimmern. Sofort wurde ein Boot ausgeschickt und es gelang, Dr. Bang, Niel und Hauck zu retten. Ferner wurde noch der Student der Theologie Meurer, der Dr. med. I o st - Rüdesheim' alter £>err der Nassovia-Gießen, und der stud. Brüht aus Wiesbaden gerettet. Die Uhren der Geretteten waren um 9 Uhr 40 Minuten stehen geblieben.

Die Toten liste verzeichnet nach den neuesten M. düngen: Dr. Berberich, Arzt aus Wiesbaden: bit Kapläne von Oestrich, Eltville und Winkel: Wein, Händler Erb a>us Winkel samt Frau und einer Verwandten, Frl. Ritter; der Sohn, stud. theol., und die Tochter des Schreinermeisters Badior aus Geisenheim, sowie ein,- Tante beider aus Frankfurt a. M.; die Studenten Jos. Engel- Geisenheim und O st e r n - Geisenheim; ein Brw der des Schiffers Hauck (oder zwei Brüder); stud. chem. Werner- Schlangenbad, in G i e ß e n studierend, Mitglied des kath. Studentenvereins Nassovia, Bau m aus Zeils heim bei Höchst, Oberlehrer Rückert aus Neisse, tturgafi in Wiesbaden und PrinA- Stromberg.

Aus Stadt und Kand.

* * Ernennungen: Durch Entschließung des Ministerium« des Innern wurden die Lehramtsaccessisten Ludwig Ploch in Alsfeld und Wilhelm Barth in Gießen zuLehr- amtsassefforen ernannt.

* Persoualuachrichten. LandgerichtSrat bei dem Land- gericht der Provinz Starkenburg Dr. Georg Best ist zum Ministerialrat bei dem Ministerium der Justiz, RegierungSrat Daniel Lorbacher zum vortragenden Rate bei dem Minn sterium der Justiz unter Verleihung des AmtstitclSOber­justizrat", Amtsrichter bei dem Amtsgericht Höchst Wilhelm Schwarz zum Ministerialsekretär bei dem Ministerium btt Justiz ernannt worden. Dem Bürgermeister Heinrich Honecker zu Nack ist das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" am Bande deS PhilippS'Ordens, dem Bahnmeister Ernst Schmidt zu Friedberg und dem Lokomotivführer Martin Hartmann III. zu Schlitz die unkündbare Anstellung in der Hessisch-Preußi" schen Eisenbahngemeinschaft verliehen worden.

* * Erledigte Stellen im Bezirk des 18. Armeekorps König!. Polizeidirektion Wiesbaden, 2 Schutzmänner, je 1200 bis 1600 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. Stadtbauamt, Abteilung für Straßenbau, Wiesbaden, Straßenbauaufseher, 135 Mk. monatlich. Im Bezirk der Großh. Hessischen (25.) Division. Darmstadt, Großh. Oberstaatsanwaltschaft Darmstadt, Gesangenenwär»er am Gefängnis zu Darmstadt, 1300 bis 1700 Mk. jährlich. Landeshospital Hofheim, Pförtner, 400 Mk. bei freier Station und Dienstrock. Direktion der Main-Reckm Bahn zu Darmstadt, Schaffner, 1200 bis 1500 Mk. Gehalt nebst freier Dienstkleidung und Fahrgebühren.

* Rasche Züge nach Paris. Zur Erleichterung des Besuches der Pariser Weltausstellung wird in erster Linie die Fahrzeit der Züge von Frankfurt nach Paris und umgekehrt, via Metz bedeutend abgekürzt, und zwar wird die Fahrt nur 12 Stunden betragen. Don Frankfurt fährt der Tagesschnellzug um 9.55 Uhr vormittags, von Paris zu gleicher Zeit (Gare de l'Est) ab. Auch der Nachtschnellzug nach Paris, ab Frankfurt 5.48 Uhr abends, wird be­schleunigt und trifft schon um 7.10 Uhr morgens in Paris . ein. Noch raschere Nachtfahrt bietet sich im Anschluß m die Orientzüge in Karlsruhe. Die Abfahrt stellt sich111 Frankfurt um 8.10 Uhr abends, Ankunft in Paris 7.32 morgens. Der Gegenzug verläßt Paris um 7.08 Uhr abends mit Ankunft in Frankfurt um 8.25 Uhr morgens. Die Tageszüge führen Restauration die Nachtzüge Schlafwagen. Darmstadt bietet entsprechende Anschlüße

Friedberg, 18. April. Wie durch ein Wunder wurdet am ersten Feiertage ein hiesiger Radfahrer vor schwerer Verletzung oder Tod errettet. Er rannte, den Usaberg herabkommend, infolge Versagens der Lenkstange mit solcher Wucht gegen die steinere Brücke, sodaß er kopfüber in das Wasser hinunterstürzte, glücklicherweise ohne sich zu verletzten. Am hiesigen Bahnhof ereignete fi* am dritten Ostertagnachmittage eine aufregende Szene, die bd dem starken Verkehr leicht schlimme Folgen hätte haben können. Auf dem freien Platze vor dem Bahnhof ging ein Pferd mit Milchwagen und Kutscher durch, prellte an der südlichen Ecke des Stationsgebäudes an und riß sich los dabei den Kutscher vom Wagen schleudernd und die Deichst in mehrere Teile zerreißend. Hierauf lief das Pferd ir vollem Galopp auf das Henerizische Haus zu und rannt' auf ein dort stehendes Pferd, sodaß beide Pferde zu Fal kamen. Weder Kutscher noch Pferde sollen erheblich ver letzt sein. (N. Fr. Ztg.)

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