vorgesehen. Für die übrigen auf den Steuerkommissariaten beschäftigten Gehilfen, die als Schreibgehilfen zu bezeichnen wären, sollen die seitherigen Vergütungssätze — bis zu 1800 Mk. jährlich — bleiben.
Die Haupt - Abteilungen „Land st an de" und „Staatsministerium" weisen gegen bisher keine erwähnenswerten Aenderungen auf.
Politische Tagesschau.
eilt französisches Urteil über den deutschen Bauernstand teilt Professor Dr. Oncken in Gießen in einer Berliner Wochenschrift aus einem Werke des Pariser Professors Georges Blonde! mit:
„Der unfruchtbare Boden von Preußen, ist er nicht schließlich doch ein Element des Reichtums gewordm? Diese stiefmütterliche Natur, wie Voltaire fie nennt, ist sie nicht am letzten Ende eine Quelle der Kraft für den Stamm, der da wohnt, arm, aber zäh, rauh wie sein Klima, scharf wie der Wind, der durch seine Kiefern weht, abgehärtet gegen Mühsal und hartnäckig vor allem im Festhalten ihrer Frucht? Als wir sahen, wie die Landbevölkerungen Deutschlands heute ihre Einnahmen und Ausgaben mühselig im Gleichgewicht halten, wurden wir noch zu anderen Betrachtungen geführt. Indem wir uns über rein wirtschaftliche Betrachtungen hinaushoben, wurdm wir überrascht durch die sittliche Ueber- l eg end eit derer, für die das zu erreichende Ideal noch innerhalb friedlicher und bescheidener Lebensbedtngungen liegt, mit denen sich die schlecht vertragen, die glänzm wollen, und mit denen leider unsere Epoche sich nicht mehr begnügt, bei ihrer Gier nach Genuß, nach bequemem und üppigem Lebm. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir wertvolle, köstliche Aufschlüsse gewonnen, als wir sie in der Nähe betrachteten, diese einfachen rauhen Familien, die wir in den entlegensten Gegenden aufsuchten, diese Familien, deren Lebensweise manchmal das Feingefühl der Gebildeten empört, die aber statt der glänzenden Außenseiten, die sie nie erreichen werden, wenigstens eine fruchtbare Lebenskraft besitzen. Eine Art Genugtuung haben wir empfunden beim Studium dieser armen Leute, die in weltverlorenen Ländern leben, ohne den Schatten eines Gedankens an Ruhm oder Oeffentlichkeit, mit dem einzigen Ehrgeiz, für die Familie selbst die Liebe zu dem Fleck Erde, den sie bebauen, fortzupflanzen, zu pflegen den Kultus gereifter Erinnerungen und ein altes Tugenderbe. Für unser Jahrhundert, das durch andere Vor« stellungen geblendet und geneigt ist, zu vergessen, daß am häuslichen Herd die wahre Quelle des sozialen Lebens sprudelt, giebt es da noch Beispiele von unschätzbarem Wert. Möchte auf alle Fälle diese Untersuchung, wie unvollkommen sie auch noch notgedrungen ausgefallen sein mag, dazu beitragen, die Wichtigkeit dieser so wenig studierten Ackerfragen ins Licht zu setzen, und denen, die es sonst vergessen würden, die ungeheure Bedeutung des Bündnisses ins Gedächtnis zurückzurufen, das der Ackerbau zwischen der Erde und dem Menschen in der Geschichte der Menschheit geschloffen hat. Wie es mit bekannter Gedankentiefe der ausgezeichnete Denker F. Le Play ausspricht, deffen Methode wir zu folgen uns bemüht haben: der Ackerbau ist nicht bloS für die menschlichen Gesellschaften das Hauptmittel der Vermehrung der Unabhängigkeit und des moralischen Fortschritts, er ist auch in der materiellen Ordnung und im Reich der Arbeit die Kraft, die das Werk der Schöpfung am besten vollendet/
Abgeordneten-Versammlung des Landesverbandes hessischer Feuerwehren.
E. Frankfurt a. M., 16. Dezember.
Heute nachmittag fand im „Storch" hier die von etwa 80 Vertretern hessischer freiwilliger Feuerwehren und einer größeren Anzahl Kreis-Feuerwehr-Jnspektoren besuchte Ab- geordneten-Versammlung statt. In Verhinderung des Vorsitzenden, Branddirektor P r i ck e n - Mainz führte Kreis- feuerwehrinfpektor Keller-Mainz den Vorsitz. Derselbe brachte vor Eintritt in die Beratungen ein dreifaches Hoch auf den Protektor der hessischen Feuerwehren, Se. Königl. Hoheit den Großherzog Ernst Ludwig aus. Der Vorsitzende brachte hierauf die im Laufe des Jahres eingetretenen Veränderungen in der Zusammensetzung des Landesausschusses zur Kenntnis, berichtete über den Eintritt neu gegründeter Wehren und teilte dann mit, daß in diesem Jahre in Paris ein internationaler Feuerwehr-Verband gegründet wurde, der im Laufe des Jahres 1901 in Berlin zu einem Kongreß zusammentreten werde. Mit dem Kongreß werde eine Ausstellung für Feuerlöschwesen und Lebensrettung verbunden. Dem vorbereitenden Ausschüsse gehöre auch der Vorsitzende des Landesausschusses, Pr ick en-Mainz an. — Kreis- feuerwehrinspektor Meyer- Bingen stellte unter Hinweis
gemeine Uebertünchung der Häuser hat dem! Marktplatz sehr viel von seinem malerischen Aussehen geraubt, und eS wäre zu wünschen, daß bei passender Gelegenheit die alten Fassaden wieder dauernd zum Vorschein kämen.
Bei der Erhaltung von alten Baudenkmälern ist darauf zu sehen, daß alles möglichst echt stehen bleibt und nichts vorzutäuschen versucht wird, was ursprünglich nicht in dem Bau zu suchen war. Zu vermeiden ist auf jeden Fall die Uebertünchung schon aus praktischen Gesichtspunkten, denn wenn ein Haus gleichmäßig übertüncht wird, dann blickt doch nach wenigen Jahren das Fachwerk durch, eS giebt Risse und dann stellt der Bau ohne Zuthun doch wieder das dar, was man verhüten wollte. Bei der Wiederherstellung von Baudenkmälern ist die Gefahr zu vermeiden, daß man zuviel thut zur Verschönerung. Maßvoll ist man bei der Erneuerung des Gießener Rathauses vorgegangen. Wesentlich ist, daß nichts Stilwidriges * *) angebracht wird, , , ') »uf dem ersten deutschen Tag für Denkmalpflege, der vor einher Zeit in Dresden stattsand, stand dieser Richtung, die nach stilistischer Echtheit strebt, eine andere gegenüber, dir das als Alt^ tümelet verwirft. Der bekannte Dresdener Professor Cornelius Gurlitt, der Verfasser eines sehr schätzbaren Werkes über die deutsche Kunst im 19. Jahrhundert (Verlag von Georg Bondi in Berlin), sührte, der vortrefflichen populären Kunstzeitschrift Der Kunstwart" (Verlag von Georg D. W. Callwey in München) »uwlae auS: Nie traf eine spätere Zeit dm Geist einer vergangenen richttg' sodaß man doch überall nach einigen Jahrzehnten aus das ärgerlichste die Nachahmung, die fälschende Absicht erkenne . .. Wir können ein so in seinem Bestände verwischtes Denkmal nicht mit jenem freudigen Gefühl betrachten, das allein das feste Bewußtsein der Ehrwürdigkeit gebe, während jetzt das restaurierte Denkmal für dm Laim ein Werk zweifelhaftm Alters gewordm sei. Darum solle man so Herstellen, daß man deutlich erkenne, waS an einem Bau alt und was neu sei, und man solle das, waS man neu htnzufüge, auch stilistisch als neu kennzeichnen. Stilmischung, Stilverschttdenheit vertragen sich sehr wohl mit einer einheitlichen künstlerischen Wirkung. Seit hundert Jahren mühm wir unS im Sinne fremder Jahr
aus das Eisenbahn-Unglück bei Offenbach, in das die Feuerwehren zu Mühlheim und Offenbach helfend eingriffen, den Antrag, die Hilfeleistung bei derartigen Unfällen den Nachbarfeuerwehren zur Pflicht zu machen, gleichzeitig aber auch dafür zu sorgen, daß den bei derartiger Hilfeleistung etwa zu Schaden kommenden Feuerwehrleuten dieselbe Unterstützung aus der Landesbrandkasse zu Teil werde, auf die sie bei Bränden und Hebungen Anspruch haben. Es wurde, nachdem auf die Entschädigunas- pflicht der Eisenbahndirektionen hingewiesen worden (die Mühlheimer Feuerwehr erhielt, wie in der Versammlung mitgeteilt wurde, für ihre Hilfeleistung bei dem D-Zug- brande außer Ersatz der Kosten eine bare Remuneration von 100 Mark aus der Kasse der Eisenbahndirektion), beschlossen, in diesem Sinne bei der Gr. Brandversicherungskammer vorstellig zu werden. Ferner soll die Brandversicherungskammer um Bewilligung von Unterstützung solcher Feuerwehrleute angegangen werden, die bei Hilfeleistung in Wassergefahr körperlich zu Schaden kommen. — Der aus der früheren Unter st ützungskasse noch vorhandene Fonds hat sich im Laufe des Jahres auf 2772 Mark vermehrt. — Das zur Aufstellung einer neuen Statistik über das Löschwesen nötige Material kommt demnächst zur Verteilung; der Vorsitzende ersuchte um sorgfältige Ausfüllung der Formulare. — Die von der Aachen-Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft errichtete Unterstützungskasse hatte im abgelaufenen Jahre an Einnahmen.452.83 Mk., än Ausgaben 261 Mk. und an Vermögen 3268 Mk. zu verzeichnen. — Der Starkenburger Provinzial-Verband hatte folgende Anfrage gestellt: Wie verhält es sich mit der Entschädigung bei Unfällen der in den Meldedienst ein getretenen Radfahrer bei Ueb- ungen, Alarmierungen usw. a) bezüglich des Radfahrers, b) bezüglich dessen zur Verfügung gestellten Fahrrades? Hierzu wurde eine Mitteilung des Vorsitzenden der Landesbrandkasse zur Kenntnis der Versammlung gebracht, nach der der Radfahrer für seine Person durch die Brandkasse entschädigt wird, die Vergütung für an dem Fahrrad entstandene Beschädigung aber die Gemeinde zu leisten hat. Es wurde der Grundsatz aufgestellt, daß ein Feuermelder gerade so gut Entschädigung für einen ihm zustoßenden Unfall beanspruchen könne, wie ein Wehrmann, wobei es gleichgiltig, ob derselbe zu Fuß, zu Pferd oder zu Rad seinen Auftrag aussühre; selbstverständlich müsse nachgewiesen werden, daß der Schaden bei Hebungen, Alarmierungen oder Bränden entstanden. — Der Anfrage des Starkenburger Verbandes:Liegen Erfahrungen über Explosionen und Brände bei Acetylen- Anlagen vor, und wie lauten die behördlichen Bestimmungen bei Aufstellung von Acetylen-Apparaten? war ein Antrag begefügt, wonach besondere, dem Ausbruch von Bränden Rechnung tragende Verordnungen über das Aufbewahren von Carbio erlassen werden möchten, um die Löschmannschaften vor den Folgen von Explosionen zu schützen. Man erachtete im allgemeinen die über die nichtfabrikmäßige Herstellung von Acetylen bestehenden Verordnungen vorerst für ausreichend und es wurde beschlossen, von Annahme eines förmlichen Antrages einstweilen abzusehen, bis weitere Erfahrungen vorliegen. — Die Anfrage der Feuerwehr Rodheim v. d. Höhe: „In welchen Fällen und durch wen werden die Ko st en für das Aufräumen der Brandstelle vergütet?" fand nach längerer Beratung Erledigung in der Annahme, daß in allen Fällen die Landesbrandkasse für die Aufräumungskosten aufzukommen habe, in denen die Versicherungssumme den Wert des Brandobjekts nicht erreicht. Erreichet dagegen die Entschädigungssumme den Wert, so hat der Eigentümer des Objekts die Kosten zu tragen. Im übrigen ist die Feuerwehr nur insoweit zum Aufräumen verpflichtet, als dies zur Verhütung des Wiederausbruchs des Feuers nötig ist. — Ein weiterer Antrag der Feuerwehr zu Nidda lautet: „Es möge in Erwägung gezogen werden, ob es nicht angezeigt sei, bei der Gr. Regierung bezw. imLandtagedenAntrageinzubringen, alle diejenigen feuerwehrpflichtigen Einwohner einer Gemeinde, welche durch ihren Beruf von der Feuerwehr pflicht entbunden
namentlich nichts, was nicht in der ganzen Gegend vorkommt.
Oft ist das Anbrivgen von Farbe erwünscht, besonders um durch den Gegensatz zwischen Holzwerk und den Feldern eine Wirkung hervorzubringen. Die rote Farbe am Balkenwerke des Schlößchens am Brand zu Gießen entspricht der ursprünglichen Bemalung. Auch die grüne Farbe an den Fenstern läßt sich rechtfertigen, da frühere Jahrhunderte nicht die Angst vor der Farbe gekannt haben, eine Angst, aus der man sich jetzt langsam zur Freude an der Farbe herausarbeitet. Derartige Farben müsien zunächst lebhaft aufgetragen werden, damit auch nach der Abdämpfung durch die Witterung ein kräftiger Kontrast bestehen bleibt. •) Durch die Abfaserung mit weißen Strichen kommt zuviel Unruhe hinein. Der Verputz des Feldes soll immer in hellen Farben gehalten werden, deshalb wären z. B. auch bei einer Erneuerung der Hirsch apotheke hellere Flächen erwünscht. Wenn die Frage einer Wiederherstellung auftaucht und es sich herausstellt, daß der heutige Zweck des Hauses nicht mehr mit einem Fachwerkbau vereinbar ist, so soll man lieber einen modernen Bau an seine Stelle treten lassen. Keinesfalls kann den vielen „Zwitterbauten" in Gießen das Wort geredet werden. Wo sich
Hunderte zu denken; eS fei Zeit, daß wir in der Behandlung alter Denkmäler wieder zu den Grundsätzen zurückkehrten, die vor der romantischen Periode liegen, indem wir den Geist der künstlerischen Selbständigkeit verbinden mit der Pietät gegen daS Alte. D. Red.
*) Vielleicht hätte sich, wenn man schon einmal in dieser Weise restaurierte, eine gereifte Farben Abdämpfung gleich von vorn herein Herstellen lassen, bamtt wenigstens der Eindruck des Altertümlichen schon jetzt doch in dieser Hinsicht ein wenig geschaffen werde. Die Erneuerung der Farben würde man bann unter Umständen um ein kleines früher für nötig halten, was aber boch kaum in Betracht kommen kann, wenn man benn doch so umfassende Umwälzungen vornimmt. Schließlich aber wäre möglicherweise diese Erneuerung nicht so bald nötig, um eben dieser altertümlichen Täuschung willen. D. Red.
Aus Stadt und Land.
(Zuschriften über lokale Vorgänge find uns stets sehr erwünscht und werden auf Wunsch gut honoriert.)
Gießen, den 18. Dezember 1900.
•• Auszeichnung. Der Großherzog hat der Ober« Pflegerin der medizinischen Klinik in Gießen, Frl. Agnes Mu eleuz, für deren 15jährige Thätigkeit im Dienste drS Alice-Frauenvereins für Krankenpflege das DienstauSzeich- nungSkreuz (in Silber) verliehen.
*• Kunstvereiu. Bei der am SamStag Nachmittag in Darmstadt stattgehabten Verlosung des Kunstvereins find von 68 Gewinnen die folgenden auf in Gießen wohnende Mitglieder gefallen: 1. Oelgemälde und Aquarelle. „Bei der Arbeit- von C. Geist, Darmstadt, (Setting: Frau Wtw. Medizinalrat Stammler; „ Studientag rm C. Kroll, Darmstadt, Gewinner.: Marie Fclchner. 2. Farben drucke, Radierungen und Prachtwerke: „MichaMrche m Hamburg", Radierung von P. Halm, München, Gewinner Pfarrer Dr. Grein; „Biebricher Allee", Radierung von P. Halm, München, Gewinner: Freifrau v. Nordeck zur Rabenau. „Mappe mit zwei Photogravuren", Gewmner.
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aber vom Alten retten läßt, soll man alles herunierreißkN, was noch den alten Zustand verdeckt-
Stilvolle Fachwerkbauten tragen ungemein zur et* lebung des Stadtbildes bei. Der Fachwerkbau ist keine-' wegS eine bäurische Bauart. ES wäre wünschenswert, daß auch in Gießeu alles darangesetzt werde, den Besitz an solche Fachwerkbauten zu erhalten, bezw. wiederherzustellea.*)
Im Anschluß an diesen Bortrag sei noch ein gramm zum Abdruck gebracht, das Ministerial-rW Gnauth dem Oberhesfischen Verein hat zugehen W • Es lautet: .H14
.Durch bringende Amtsgeschäfte bisher abgehalten, meinen verbindlichen Dank zu sagen für die von Ihrem Vttem zugedachte große Auszeichnung, bitte vorerst auf diesem Weg Annahme der Ehrenrnitgliedschast und meinen Dank auSspre« » dürfen. Gnautfr
*) Wir möchten hier noch ganz kurz bas Thema Erziehung> »ur Denkmalpflege anschneiben. „Aussicht auf vollen Erfolg Haven Bestrebungen zur Erhaltung alter Baubenkmäler nur bann, wen gesamten Volke bet Sinn dafür rege ist, wenn jebermcmn Pw Hüter der heimischen öffentlichen Kunst-unb Altertumsschätze fühlt- richttgen Weg zu biefet Volkserziehung hat bet Privatbozent Dr. -in Jena eingeschlagen, inbem er bie Volksschullehret bet Umg S für bie Denkmalspflege anregt und anleitet Durch bie tejre bann bet Sinn für bie heimischen alten Denkmäler weiter geleitet in bie hetanwachsenbe Jugend. Dieses Vorgehen verdient a w uns Nachahmung. Auch in den Lehtetkonserenzen und an Den m tagen könnte der Gedanke vorgetragen werden, auch könnte man m- die deutschen Schullesebücher leiten. Ein akademischer Kursus sut malpflege dürfte aber nicht nur die Lehret, sondern gehörigen aller übrigen Stände anzlehen. ”
* Kindlich. Fritz: „Bitte, Papa, kaufe mir doch auch eine hübsche Trommel!" . . „ ,. ia sehr
Professor: „Nein, mein Kind, Du würdest mich viel zu
bei meiner Arbeit stören." . Da
Fritz: „Aber Pap-, ich würde ja nur trommeln, wenn schlüsst!"
dÄ Justizministerium m TÜchen Gebrauch, besoud die wegen Diebstahls ob AchnMrchu berücke,
iW Mi; M übttMs üDtutltill worben waren, IGesängniS bestell geW -ü)ie bedingte Begnadigu
»unter dem Vorbehalt, c iprochenen GcscingnWr
naSMttags i V Men au! btm Wgrn £ m Wilhelm SttitHw •aiegongen Immobilien: Mur 27 Nr. -
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Saus daselbst, R'Iur 27 9h. 181M/J, __ 8i fc. Harten btfelbft, H6r^&r. w/7- 5
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-k- Bon btm Necht
srnd, zur Zahlung eines geeigneten trags in die Feuer löschkasse ihrer Gemein heranzuziehe n." Der Vertreter des Antrages fü L unter Mitteilung einiger Fälle aus, daß sich hinter bm Befreiung vom Dienst in der Pflichtfeuerwehr betreffe^ Bestimmung Leute verschanzten, die seiner Ansicht pflichtig seien. Er könne es nicht verstehen, daß Vollziehungsbeamte, Geometer, Hilfsgerichtsschreiber J sonstige Gerichtsbeamte, Notare usw. befreit werd- Handwerker und Kaufleute, die unter Umständen mit ihn* gesamten Personale dienstpflichtig seien, würden dad^ in ihrem Erwerb mehr geschädigt, als die bezeichM> Beamten, die ihren Gehalt fortbezögen. Zudem be?. trächtige die Befreiung von Leuten, die aus nicht ersichtlichen und nicht gerechtfertigten Gründen von ' Wehrpflicht befreit, ja, wie es schon vorgekommen, - noch lustig über die übende oder auf der Brandstätte - beitende Mannschaft machten, die Dienstfreudigkett freiw. Feuerwehren. Es wurde beschlossen, bei der v gierung um entsprechende Aenderung der die Befreie betreffenden Bestimmungen vorstellig zu werden. - Anfrage der Niddaer Feuerwehr: „Wie stellt sick hx Landesverband zu dem Antrag des Abgeorb neten Köhler im Landtage, betr. die-er staatlichung der M o b i l i a r-V e r s i cher^n^ > wurde dahin beantwortet, daß dieser Antrag zu unu., stützen sei. — Der Antrag der Gießener freiw. Feuers den Landesausschuß zu ersuchen, bei bu Brandversicherungskammer dahin zu Ivn ken, daß 11 n't e r stü tz un g s g e su che für berun glückte Feuerwehrleute eine schnellere Ei ledigung finden, veranlaßte eine längere DebM Unter vorausgeschickter Verwahrung dagegen, als ob mit dem Anträge der Brandversicherungskammer bezw. bertr Vorsitzenden ein Vorwurf der Verzögerung gemacht Werder solle, führt der Vertreter der genannten Wehr, Dickor^ Gießen einen Fall an, nach welchem der von einem Unia! betroffene Feuerwehrmann volle drei Monate roartc- mußte, ehe ihm Unterstützung zu Teil wurde. Aus Darlegungen der folgenden Redner ergab sich, daß di bisher bemängelten Verzögerungen in den Zwische: 'instanzen ihren Grund hätten; in vielen Fällen werde de Regelung der Entschädigungsansprüche durch unvorschrffir mäßige und unvollständige Meldungen verzögert. Jrn übrigen kam mehrfach die Ueberzeugung zum Ausdruck, datz in besonders dringenden Fällen, bezw. wenn es sich um vollständig unbemittelte, durch Unfall erwerbslos gewor dene Feuerwehrleute handle, die Kreis-, Gemeinde- ober auch die Feuerwehrkassen selbst Vorschüsse gewähren tviir- den. Der Ausschuß wurde beauftragt, ein eniheittiches Unfallmeldeformular auszufertigen. Nach kurzer Verhanä lung über einige interne'Angelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen.


