Ausgabe 
19.10.1900 Zweites Blatt
 
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Aus Tientsin wird vom 16. gemeldet: Der öfter« reichischmngarische Gesandte Frhr. Czikann, der bekanntlich während der jüngsten Pekinger Unruhen aus Urlaub in der Heimat war, ist jetzt hier eingetroffen. Der russische Gesandte v. Giers, der erst am 1. dS. von Peking mit dem Personal seiner Gesandtschaft hier angekommen war, hat von seiner Regierung die Weisung erhalten, tn den allernächsten Tagen mit der ganzen Gesandtschaft wieder nach Peking zurückzukehren.

Ein Telegramm aus Peking vom 15. lautet: Der kaiserliche Erlaß, der die Bestrafung der an den Un­ruhen beteiligten hohen Staatsbeamten anordnet, wird hier für eine Fälschung gehalten. Prinz Tsching und Li- Hung-Tschang bestreiten, irgendwelche Kenntnis vom Vor­handensein des Erlasses zu haben. Man hat einigen Grund zu der Annahme, daß der Erlaß ersonnen sei in der Hoff­nung, den Vormarsch der Verbündeten auf Paotingsu zu verhindern. Kein Schritt von irgendwelcher Bedeutung wird hier bis zur Ankunft deS Feldmarschalls Grasen Waldersee, die für Mittwoch erwartet wird, unternommen werden; Graf Waldersee wird im Kaiserpalast Quartier nehmen. Kleine marodierende Boxerbanden verursachen in der Nähe des Sommerpalastes Beunruhigungen. Gegen sie wird eine kleine Abteilung entsandt werden.

Nach einem Telegramm aus New-Jork schlug Frankreich den sofortigen Beginn der Friedens­verhandlungen vor, da alle Mächte mit der Note Del- eassLs einverstanden seien.

Aus Berlin wird gemeldet: DerReichs­anzeiger" weist daraus hin, daß bei Anfragen an daS Kriegsministerium über den VerbleibvonAng eh origen des ost asiatischen Expeditionskorps die Angabe des Regiments allein nicht genügt, sondern daß auch daS Bataillon, die Schwadron, die Batterie oder die Kolonne richtig bezeichnet werden muß. Anfragen über den Ver­bleib von Angehörigen der Marine, wozu nicht allein die Schiffsbesatzungen, sondern auch die Marine-Infanterie und die bei dieser befindliche Feldbatterie sowie das Feldpionier-, Feldtelegraphen- und SanitätS-Detachement gehören, können von der ostasiatischen Abteilung des Kriegsministeriums, dessen Auskunftserteilung sich nur aus Angehörige des Land- heereS bezieht, nicht beantwortet werden.

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Telegramme deS Gieheuer Anzeigers.

Berlin, 18. Oktober. Nach einem Telegramm aus London schassten die Beamten und reichen Chinesen in Paotingsu alle ihre Reichtümer nach der Grenze von H o n a h. Die Stadt ist fast verlassen. Die K a i s e r i n setzte in Nanking den Vizekönig ab.

Viktoria (Britisch Columbien), 18. Oktober. Die Baronin von Ketteler ist von Peking kommend hier eingetroffen.

Südafrikanisches.

Lord Roberts telegraphiert aus Pretoria vom 16. Oktober: General Kelly Kenny berichtet: Leutnant M a l c o l m g r i f f d i e B u r e n in der Nähe von Wepener mit einer kleinen Polizeitruppe von Wepener an und tötete 7 Buren, zwei wurden gefangen genommen. Die Engländer hatten keine Berluste. Kapitän Pius Caffin traf am 14. Oktober bei Lentersburg-Waldstation auf die Buren und vertrieb sie. Er erhielt sodann die Nachricht, daß eine andere Burenabteilung seine Rückzugslinie be­drohe. Er verlor auf dem Rückzug bei harter Bedräng­ung einen Leutnant und zwei Mann tot, einen Mann ver­wundet. General Barton berichtet aus Wewerdiend: Kleine Burenabteilungen richten in der Nachbarschaft so viel Schaden an, als sie vermögen. Er traf am 14. Ok­tober mehrere von ihnen, tötete einige und erbeutete viel Munition. Thurms Botha, ein Bruder des Generals Botha, übergab Volksverst.

Aus Pretoria meldet Reuter vom 16.: In den letzten Tagen ist der T e l e g r a p h e n v e r k e h r nach dem Süden und Westen unterbrochen. Tie Buren, die bisher beim Zerstören der Eisenbahnlinien die Telegraphen­linien unversehrt zu lassen pflegten, beginnen jetzt die Telegraphendrähte zu durchschneiden.

Aus Lourenzo Marques wird vom 17. de­peschiert: Präsident Krüger hat seine Abreise aus Samstag verschoben. Er reist über Djibuti nach Marseille.

Ein Telegramm aus Bloemfontein vom 16. ds. besagt: 12 Buren plünderten heute 18 Meilen von hier eine auf dem Wege nach Kimberley gelegene Farm. Sie erzählten dabei, sie bildeten den Bor trab einer starken Truppe.

TerDaily Mail "wird aus Lourenzo Marques gemeldet, daß die englischen Behörden unzufrieden sind mit der fruchtlosen Durchsuchung der amerikani­schen BarkeLitchfield" nach Krügers Gold, welche Turchsuchung Vie portugiesischen Behörden gestern vornahmen. Sie werden wahrscheinlich darauf be­stehen, daß unter englischer Aufsicht eine genauere Durchsuchung vorgenommen werde.

DerZentral News" wird aus Durban berichtet, daß der deutsche Missionar Prozesky des Hoch­verrates schuldig erklärt und zu 12 Monaten Gefängnis und 500 Pfund Geldstrafe oder dafür zu weiteren neun Monaten verurteilt worden ist.

Deutsches Reich.

Berlin, 17. Oktober. Aus Cronberg wird gemeldet: Der Kaiser und Prinz und Prinzessin Heinrich machten heute nachmittag einen einstündigen Besuch auf Schloß Friedrichshof.

Aus Homburg wird gemeldet: Der Kaiser hörte gestern Abend den Vortrag des Admirals Frhr. von Senden-Bibran, abends holte der Kaiser das Prinzenpaar Max von Baden vom Bahnhofe ab und geleitete es nach der Abendtafel wieder zur Bahn zurück. Heute morgen trafen die Prinzen August, Wilhelm, Oskar, Eitel

Friedrich und Adalbert aus Plön ein. Das Kaiser- i aar und das Prinzenpaar Heinrich begrüßten die Prinzen am Bahnhof. Mit dem gleichen Zuge trafen ein Graf Bülow und der für kurze Zeit abwesend gewesene Chef des Civilkabinetts v. Lucanus.

Von dem Besuche deS Kaiserpaares im Wupperthal ist einstweilen Abstand genommen worden. Dem Oberbürgermeisteramt von Barmen ist die Mitteilung zugegangen, daß der Kaiser und die Kaiserin von den zu ihrem sestlichen Empfang im Wupperthal getroffenen um­fangreichen Vorbereitungen mit hoher Befriedigung über >ie dadurch bekundete patriotische Gesinnung Kenntnis ge­nommen, und wiederholt die feste Absicht zu erkennen ge« geben haben, den in Aussicht gestellten Besuch später auS- zusühren, vorausgesetzt, daß daS zurzeit noch ernste Be­sorgnisse erregende Befinden der Kaiserin Friedrich solches gestattet. Dabei habe der Kaiser den Wunsch ausgesprochen, es möchte bei dem bevorstehenden Besuch von erneuten, Kosten verursachenden Veranstaltungen abgesehen werden; freudige Gesichter wären ihm daS liebste Willkommen.

Nach einer Meldung aus Cronberg bietet daS Befinden d.er Kaiserin Friedrich auch heute früh zu ernsteren Bedenken keinen Anlaß. Die Nacht soll einen günstigen Verlauf genommen haben. Eine weitere Nach­richt lautet: Der Zustand der Kaiserin Friedrich ist fort­gesetzt ein relativ befriedigender, wennschon noch nicht jeder Grund zu Besorgnissen geschwunden ist. Die durch die immer noch, wenn auch in etwas vermindertem Grade anhaltenden Schmerzen herbeigesührte Schwäche ist zwar weniger bedenklich geworden, hält aber noch an, zumal die Appetitlosigkeit der Kranken die Zuführung ausreichender NahrungS- und Kräftigungsmittel sehr erschwert. Die staunenswerte Energie, die die Kaiserin den schmerzhaftesten Anfällen entgegensetzt, und das große Vertrauen, daS sie ihrem ärztlichen Beistand entgegenbringt, sind von nicht geringer Bedeutung für den Verlaus der Krankheit. In der Umgebung der Kaiserin herrscht jetzt nach der tiefen Niedergeschlagenheit der letzten Wochen eine etwas zuver­sichtlichere Stimmung.

Aus Potsdam wird berichtet: Der Kron­prinz ist in Begleitung deS Obersten v. Pritzelwitz um 8 Uhr nach Homburg v. d. H. abgereist.

Wie aus Frankfurt a. M. geschrieben wird, hat Prinz Friedrich Karl von Hessen seinen Dienst als Kompagnieches der 8. Kompagnie deS 81. Jnsanterie-Regi- meuts gestern wieder ausgenommen und zu diesem Zwecke bereits am Montag abend in Frankfurt Wohnung ge­nommen, während die Prinzessin Friedrich Karl nebst Kindern noch aus Schloß Friedrichshof verbleibt. Prinzessin Adolf von Schaumburg.Lippe, die seit acht Tagen imEnglischen Hose" wohnte und täglich mit der Bahn von Frankfurt nach Cronberg fuhr, ist gestern nach Schloß Friedrichshof übergesiedelt. Heute werden die zur Konfirmation auf Schloß Homburg anwesenden Prinzen auch zum Besuche auf Schloß Friedrichshof er­wartet.

Ein Telegramm aus Homburg v. d. H. meldet: Der Reichstag wird zum 14. November einberufen werden.

Em Berliner Blatt schreibt:Mit einer be­sonderen Botschaft des Kaisers über die chine­sische Angele g e n heit soll derReichStag eröffnet werden." Auffällig und unverständlich ist dabei nur der Ausdruckbesondere Botschaft", denn es hat natürlich nie­mand daran gezweifelt, daß der Kaiser die nächste Session des Reichstags persönlich eröffnet, und daß der Hauptteil der Thronrede unserer Politik in China gewidmet sein wird.

Stuttgart, 17. Oktober. Die Prinzessin Max von Schaumburg-Lippe wurde heute in Ludwigsburg von einem Knaben glücklich entbunden.

Dresden, 17. Oktober, lieber das Befinden des Königs meldet der Hofbericht: Die Nachtruhe war be­sonders durch Schmerzen in der linken unteren Extremität gestört. Gegen Morgen hat der König einige Stunden ruhig geschlafen. Die Kräfte heben sich langsam. Der König konnte gestern einige Stunden des Tages außer Bett zubringen.

Gotha, 17. Oktober. ES ist sehr leicht möglich, daß die Sozialdemokraten im gothaischen Landtag doch die Mehrheit erhalten. In neun Wahlkreisen haben die Sozialdemokraten die Mehrheit. Im 14. Wahlbezirk stehen den 19 sozialdemokratischen Wahlmännern 23 bürger­liche, und zwar 11 liberale und 12 Bund der Landwirte gegenüber. Letztere haben es abgelehnt, den bisherigen liberalen Abgeordneten Jusatz zu wählen, wogegen die Liberalen unbedingt an diesem festhalten wollen.

Ausland.

Haag, 17. Oktober. Die Zweite Kammer empfing die Mitteilung von der Verlobung der Königin und beauftragte den Präsidenten, der Königin die Glückwünsche des Hauses, sowie den Dank für die Mitteilung des freu­digen Ereignisses zu übermitteln, welches sowohl für die Dynastie, wie für das Vaterland von der höchsten Be­deutung fei.

(Der Verlobte der Königin Wilhelmine der Niederlande, He r z o g Heinrich Wladimir Albrecht Ernst von Mecklenbu r 9;®7,roert ist am 19. April 1876 zu Schwerin geboren, also vier Jahre aller, ms die Königin, die am 31. August 1880 das Licht der Welt erblickte. Herzog Heinrich ist ein Halbbruder des jetzigen Regenten von -Mecklen­burg-Schwerin, des Herzogs Johann Albrecht, Vorsitzenden der deutschen Kolonialgesellschaft, und der jüngste Sohn ihres Vaters, des Groß­herzogs Friedrich Franz II., aus dessen dritter Ehe mit der Großher­zogin Marie, geborener Prinzessin von Schwarzburg. Sem ältester Bruder war der Leutnant zur See Herzog Friedrich Wilhelm vor Mecklenburg, der am 22. September 1897 als Kommandant des Tor- pedoboots S 26 beim Untergang dieses Bootes auf der Elbe bet Cux­haven seinen Tod fand. Herzog Heinrich ist preußischer Oberleutnant ä la suite des Garde-Jäger-Bataillons und des großherzoglich-mecklen- burgischen Füsilier-Regiments Nr. 90. Dor sechs Jahren hat Herzog Heinrich sich auf einer größern Reise in der Welt umgesehen und sich durch sein liebenswürdiges, freundliches und bescheidenes Wesen bte Herzen aller gewonnen, die ihm damals begegneten. Auf seiner Fahrt

durch Indien hatte der bekannte, später in Neuguinea ums Leben ge­kommene Forscher Otto Ehlers seine Führung übernommen. Der künf­tige Gemahl der Königin von Holland ist eine echt germanische Erschei­nung mit blonden Haaren und blauen Augen.)

Paris, 17. Oktober. Der König von Griechen­land stattete heute in Begleitung des Prinzen Nikolaus Loubet einen offiziellen Besuch im Elysee ab.

Die Demission des Reichskanzlers Hohen­lohe macht in den Redaktionen der Pariser Blätter um so größeren Eindruck, als man hier nach den letzten Berliner Andeutungen eher eine neue lebhaftere politische Betätigung Hohenlohes erwartete. DerTempS" sprach noch in seinem heutigen Leitartikel die Vermutung aus, daß der Kaiser selbst ein stärkeres Hervortreten des Reichskanzlers wünschte, um seine eigene Verantwortung abzuwalzen.

Konstantinopel, 17. Oktober. Der türkische Mili- tärattachö in Brüssel ersucht um Enthebung von seinem Posten mit der Begründung, daß finanzielle Gründe ihm nicht gestatten, das Amt länger zu versehen.

New York, 17. Oktober. Bryan sagte in seiner Rede in der Tammany Hall, es sei unnötig, daß man, wenn man mit einem Volke Handel treiben wolle, auch deffeu Herr sein müffe, oder daß man, um ein Land zu beschützen, auch einen Rechtsanspruch auf dieses Land besitzen müffe. Bryan verwies darauf, daß Amerika Venezuela in dessen Streitfall mit England beschützte, und erklärte, auf die gleiche Weise könne Amerika den Schutz über die Philip­pinen ausüben. Bryans Empfang in New-York war die größte Demonstration seit langen Jahren. Er sprach in vier Versammlungen zu mindestens 60 000 Zuhörern insgesamt. Die Fahrt von einem Versammlungs- Platz zum andern glich einem wahren Triumphzuge. Allent­halben wurde Feuerwerk abgebrannt, Musikkapellen spielten und die Straßen waren gefüllt von dichtgedrängten Menschen­massen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 18. Oktober.

* DaS Regierungsblatt Nr. 70 vom 16. Oktober ent­hält die Bekanntmachung, die Promotionsordnung für die medizinische Fakultät (im engeren Sinn) der Landesuniversität Gießen betreffend. Sie lautet:

Zur Ausführung der Vereinbarung, welche die deutschen Bundes­staaten: Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen, Mecklenburg-Schwerin, Sachsen-Weimvr, Sachsen Altenburg, Sachsen- Koburg Gotha und die Reichslande Elsaß-Lothringen über eine Neu­regelung der medizinischen Doktorpromotion unter einander abgeschlosien haben, ist eine interimistische Promotionsordnvng für die medizinische Fakultät im engeren Sinn (vergl. 8 32 Abs. 2 des Organisations- Statuts der Landesuniversität in der Fassung vom 22. August 1900, Regierungsblatt S. 491) erlassen worden. Dies wird mit dem An- fügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß diese Promotionsordnung sofort in Kraft tritt. Gleichzeitig erlischt die Anwendbarkeit der all­gemeinen Promotionsordnung der Landesuniversität vom 20. Oktober 1877 auf Promotionen in der oben genannten Fakultät.

* * Befitzwechfel. Das Haus des Kaufmanns Martin Scheel, Marktplatz 5, ging durch Kauf für den Preis von 61,000 Mk. in den Besitz des Metzgermeisters Karl Buß über. ,

* * Der vermißte Georg Böllmar ist in Frankfurt in die Irrenanstalt eingeliefert worden. Den besorgten Eltern ist gestern davon Mitteilung gemacht worden.

M. Stadttheater. Die zweite Aufführung des indischen DramasV a s a n t a sen a" fand gestern abend vor nur sehr mäßig besuchtem Hause statt. Es ist tief be­dauerlich, daß das hiesige Publikum, das bei den minder­wertigsten Possen und Lustspielchen volle Häuser macht, trotz mehrfachen Hinweises auf die Güte des Gebotenen nicht mehr Interesse zeigt, eins der besten Dramen tennen zu lernen, die auf dem Boden einer hohen, freien, voll­kommenen Kultur gewachsen sind, einer so reifen Kultur, daß, um eine ähnliche Blüte zu erreichen, die un|rtge erst in den Ansätzen steckende noch, manches 3raI)rl)H),ert nötig haben wird. Die ganze Süße der indischen Kultur zeigt sich in der Art, wie sie die beiden Leben-»esstuklalieu Weib und Freund behandelt; keine andere Kwltur hat sie in der artigen Milde und stillen Gute dem Weibe gegenüber eingeholt, und nur die griechische kannte eme ähnliche Wertung und Hochschätzung der Freundschaft.2o läßt denn der königliche Dichter okr Bas antas en a ein niederes, iiefgesunkenes, verachtetes Weib lediglich durch das beiliae Reaefeuer ihrer innigen Liebe zu mafelfreier iunan werden, so läßt er den

Freund Leben hingeben um des Freundes

willen Die Ausführung war durchweg gelungen. Herr di Balthyni gab den edlen Karudatta mit echter Lewenschaft Fräulein Schoelermann verkörperte ferne aeliebte Bajadere mit Wärme und Anmut. Herr Lieb­scher als Samsthanaka fand sich mit der vom Dichter 'u eintönig schwarz gemalten Rolle gut ab, wenn er auch das Katzenhafte im Wesen des Schurken zu stark unter­strich. Vorzüglich war Herr Ramsey er als Martreja, nur sollte er, Hamentlich in den Monologen, nicht zu sehr mit dem Publikum kokettieren. Herr Reinhardt, der den Bettelmönch sonst gut spielte, war im Ton e was^zu weinerlich Die Nebenrollen waren passend besetzt: Publikum applaudierte lebhaft. - ^lleicht setzt die Direktion dieVasantasena" einmal auf dcu- Programm einer Volksvorstellung; ob dann am Ende die Sterne rcbcti

* Arnderung des hessischen Feldstrafgefetzbuches. Man beabsichtigt, wie man aus Darmstadt schreibt, eme Aende- rung des hessischen Feldstrafgesetzbuches vom 21. September 1841 vorzunehmen. Es wurde aus diesem Grunde von den Präsidenten der Landgerichte an die Gerichtsbehörden des Landes im Auftrage des Ministeriums der Justiz em Schreiben erlassen, in dem dieselben ausgesordert werden, sich baldmöglichst über die Punkte, die abanderungSbedürftlg erscheinen, zu äußern._________________________

Vermischtes.

* Berbin, 17. Oktober. Der Leichenfund in der Schulzendorferstraße ist nunmehr nach einer Richtung