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London, 18. August. Daily Mail meldet aus $ofbr Hama, Li Hung-Tschang habe die Vermittelung des Marquis Ito verlangt.
Paris, 18. August. In einem offenbar inspirierten. Artikel erklären die „Temps", die einzig richtige, den Frieden zwischen den jetzt verbündeten Mächten garantierende Politik sei, in China den Status quo ante in dem Sinne einzuführen, wie es Kaiser Wilhelm in seiner Rede an die Offiziere der China-Truppen erklärte. Sollte England auf eigene Faust mit diesem oder jenem VizeköniK unterhandeln, so könnte Frankreich sehr leicht, wenn er wollte, ein ähnliches Spiel treiben, beispielsweise in der Provinz Szetschuan.
Telegramme bet Gießener Anzeigers.
Berlin, 18. August. General - Feldmarschall Graf Waldersee sprach bei seinen Abschiedsbesuchen in Berlin auch in der amerikanischen Botschaft vor und beauftragte den Vertreter des Botschafters, dem Präsidenten Mac Kinley seinen Dank für das ihm erwiesene Vertrauen zusprechen.
Der Krieg in Südafrika.
Lord Roberts telegraphiert, daß die Garnison Hon Elandsriver, von der es hieß, sie habe sich, Delarey ergeben, nun doch n o ch S t a n d hält. Bis jetzt hat sie 67 Verluste zu verzeichnen. Lord Roberts hat daher Sir Frederick Carrington, der sich bei Mafeking konzentrierte, befohlen, sofort nach Zeerust zurückzugehen. Das ist ein Marsch von 34 Meilen, während das Elandsriver- I Lager noch weitere 39 Meilen entfernt ist. Gleichzeitig eilen von Osten her die berittenen Truppen Jan Hamiltonß. zum Entsatz der kleinen Garnison heran und sie werden wohl inzwischen daselbst eingetroffen sein. — Neber Lord K i t ch e n e r s und M e t h u e n s Verfolgung des Generals De Wet verlautet nichts mehr, da die Jagd jetzt in ein Gelände gedrungen ist, das für den Telegraphen unerreichbar ist. Da De Wet in nordwestlicher Richtung zieht, ist es nicht unmöglich, daß er der Entsatzkolonne zwischen Rustenberg und Zeerust in die Arme fällt.
Aus Pretoria meldet Reuter vom 16. August: Es gelang De Wet, sich der Verfolgung Kitche- ners zu entziehen, obgleich Kitcheners Wagen sämtlich mit Doppelgespann vorzüglicher Pferde versehen waren., Es ist dies hauptsächlich dem Umstande zuzuschreiben, daß De Wet die Gegend besser kennt und nachts marschieren konnte, während bir britischen Truppen nur am Tage vorgehen konnten. De Wet ließ alle Gefangenen mit Ausnahme der Offiziere frei.
Nach der neuesten amtlichen Aufstellung betragen die bisherigen britischen Verluste 39 057 Mann, näm- lich 1703 Offiziere und 37 354 Mann. Davon wurden getötet im Gefecht 272 Offiziere und 2549 Mann, an ihren Wunden sind gestorben 77 Offiziere und 712 Mann, an Krankheiten gestorben 146 Offiziere und 5036 Mann; als Invaliden in'die Heimat gesandt 1151 Offiziere und 26123 Mann. In dieser Verlustliste fehlen noch die Kranken und Verwundeten, die sich in britischen .Hospitälern in Südafrika befinden.
„Daily Mail" berichtet aus Lorenzo Marquez vom 16. ds.: Nach einer Meldung, welche von dem hiesigen Konsul Transvaals stammt, soll Präsident S t e i j n, während er Krüger aufzusuchen bemüht war, unterwegs gestorben sein.
Telegramm bet Gießener Anzeigers.
Loudon, 18. August. Lord Roberts meldet aus Pretoria vom 17. August, daß das Gefecht des Generals Hunter am 15. August wichtiger gewesen sei, als die--
London, 18. August. ..Daily Mail" meldet, da- cr.g- uche Auswärtige Amt erklärte, es sei unmöglich, vor dem 18. ds. eine amtliche Bestätigung von der- Einnahme Pekings zu erhalten.
Loudon, 18. August. LaffanS Bureau meldet aus Washington: Die japanische Gesandtschaft hat ein amtliches Telegramm erhalten, worin mitgeteilt wird, daß die Franzosen in Iangtsun bleiben mußten.
London, 18. August. „Morning Post" meldet: Der Zolldirektor von Tschifu bestätigt, daß der Einmarsch der Verbündeten in Peking in der Nacht zum 15. erfolgte. — Dasselbe Blatt berichtet aus Washington, der chinesische Gesandte glaubt, die- Flucht der Kaiserin werde Anarchie zur Folgt: haben.
I Tu an und der kaiserliche Hofstaat mit dem Hauptteil | des Heeres und den Boxern am 7. August Peking ver- I lassen und sich nach Singan begeben hätten. Die ver- I bürt beten Truppen hätten ihre Operationen gegen bie I Mauern von Peking am 15. August begonnen, sie hätten I leinen längern Wib er stand erwartet. Auch Li-Hung- I Tschang hat bie Bestätigung erhalten, daß Peking ohne I Widerstand gefallen ist; seine nochmalige Bemühung, bie I Kaiserin zum Bleiben zu bewegen, scheint erfolglos ge- I blieben zu sein. Nach einer Reuter-Melbung aus Hong- I long a»i 16. haben bie Zollbehörben in Kanton eine Depesche erhalten, ber zufolge Sir Robert Hart Peking I bereits vorher unter chinesischem Geleit verlassen hat. I Ein Kreuzer sei entsanbt um ihn aufzunehmen, wenn er I bie Küste erreiche.
Somit ist der Wiberstanb ber Chinesen, der nach ihren I Leistungen bei Ta tu und in Tientsin noch blutige Arbeit I versprach, wie ein Kartenhaus unter dem entmutigenden I Eindruck der ersten Schläge zusammengebrochen, und die I chinesische Feigheit hat die Mächte der brückenden Sorge 1 darüber enthoben, ob es der verhältnismäßig kleinen I Schar ihrer Truppen auch gelingen möchte, ber gewaltigen I Hauptstabt .Herr zu werben unb das Befreiungswerk zu einem guten Ende zu führen. Ohne Widerstand zu I finden — darin stimmen alle Nachrichten I überein — sind die verbündeten Truppen I ist bas mit mächtigen Mauern bewehrte Pe - I ling ein gezogen, bie beutsche Fahne weht I weben ben en ber Mächte auf ben Zinnen der I Hauptstabt, unb bie Kaiserin unb ber Prinz Tnan, das Speer, die Boxer, kurz alle, bie sich schulbig fühlten unb I mit Recht bas strenge Strafgericht ber Mackste fürchteten, smb nach Westen geflohen. Ihr Ziel ist bie schon früher als I Zufluchtsort in Aussicht genommene altberühmte Haupt- I stadt Singan in ber Provinz Scheust, von wo aus bas I Aines, ,ch^ Reich sich zu b^r ganz Asien beherrschenden I Macht entwickelte.
Singan, bas schon im 12. Jahrhundert vor ber I christlichen Zeitrechnung erbaut worben sein soll, ist noch I heute, was Umfang, Bevölkerung unb Handelsverkehr an- I geht, neben Peking bie bcbeutenbfte Stabt im nörblichen | China und bie Hauptstadt des gesamten Nordwestens Die Stadt ist unzählige Male zerstört unb wieber aufgebaut | worben, immer aber hat Singan als Vermittlerin bes I Handels zwischen dem Westen und dem Zentrum von China I Ane Bedeutung als Durchgangspunkt des Handels unb Verkehrs behauptet. Die Bevölkerung besteht heute aus I Thibetanern, Mongolen, Tataren, und den Mohamedanern, die sich nach dem großen islamitischen Aufstand in den | Zähren 1865—73 unterworfen haben. Die Stadt birgt I eine aus Stein gehauene Kolossalstatue des Buddha, und als ältestes Wahrzeichen christlicher Missionsthätigkeit eine ^n.emem Tempel aufbewahrte Tafel der Nestorianischen Mission aus dem Jahre 781. Der Name, der sich am längsten für diese älteste Stadt der Welt behauptet hat, ist Tschangan, b. h. „ewiger Friebe"; er möge für bie ferneren Ereignisse von guter Vorbebeutung werben
Singan liegt in ber Luftlinie nach Südwesten, an bie i 1000 Kilometer von Peking entfernt. Den Nebelt Hütern mit Heeresmacht bahin zu folgen, um das Strafgericht an 4hnen zu vollziehen, ist so gut wie ausgeschlossen. Die Mächte werden sich also, gestützt auf die Ansichten ihrer jetzt wieder frei gewordenen Berater, darüber schlüssig zu machen haben, wie fick; ihr I weiteres Programm in China, dessen Hauptpunkte bekanntlich lauten: „Sühnefürdiebegange- nen Verbrechen und Bürgschaften für bie Zu - kunf t", abzuwickeln hat. Trotz der Flucht der Mand- schudynastie wird an Peking als ber Hauptstadt bes Reiches festzuhalten sein; ihre geographische Lage, bie Nähe ber Küste unb ihre Bebeutung für den gesamten Außenhandel machen die Stadt zur natürlichen Kapitale des Nordens und Ostens, und toenu' sich bie Mandschu weigern, dorthin izurückzukehren, so wäre in Erwägung äu Ziehen, ab nicht der Zeitpunkt geeignet erscheint, auf eine chinesische Dynastie, vielleicht auf das jetzt noch allgemein verehrte Haus der Ming, von dem noch Sprossen I vorhanden fein sollen, zurückzügreifen. Vermutlich wird I auch bie militärische Besetzung Pekings, nachbem die Bahn, I die schon bis Peitsang fertig fein soll, wiederhergestellt iß, bis auf weiteres aufrecht erhalten werden, zumal, ba I immer neue Truppentransporte in Taku eintreffen, für I Nachschub unb Deckung der rückwärtigen Verbindungen also I gesorgt ist. Die Lösung ber politischen Fragen unb Sorgen I ijt jedoch jetzt, wo Peking gefallen ist, nicht mehr an den I Tag gebunden, die Hauptsache ist die Genugthuunq, daß I e£ den Mächten gelungen ist, die Achtung vor dem Pölker- I recht zu erzwingen und ihre. Landesangehörigen nebst den I bedrängten eingeborenen Christen den Händen der füllt I vierten Barbaren, die bisher in Peking hausten, zu ent- I reißen. Dieser Erfolg wird überall in dem weiten Reiche, I von der sibirischen Grenze bis zu ben Gebirgen Mnnans, I mächtigen Wiberhall finden, beun Gewalt ist die ein - I $ige fremde Sprache, die man im Lande der! Mitte versteht, vor ihr werden auch die sich' beugen, die bislang zögernd und schwankend I spähten, auf welcher Seite am Ende der Er- I folg und damit ihr Vorteil sein möchte.
Aus Shanghai wird vom 16. gemeldet: Die briti- I scheu Truppen werden morgen hier landen. Hier und I am Aangtse ist alles ruhig. Ein amtliches Telegramm aus I Söul (Korea) meldet: Nachrichten aus Pjöngjang zufolge I sollen die Einwohner jener Gegend aus dem in der Nähe I befindlichen Grenzgebiet geflohen sein, weil in der Nach? I barschaft 1 000 Russen gelandet fifib.
General Frey telegraphiert aus Tientsin- vom I 9. August: Der Marsch auf Peking wurde veranlaßt durch I Nachrichten, die ben Russen unb Japanern zuginaen unb I wonach bie Chinesen die Absicht hatten, keinen Widerstand I zu leisten, sondern nach einem Schein widerstand bei Tung- I tschou Frieden vorzuschlagen. Nach Tientsin zurückgekehrt, I schlug ich den D e u t s ch e n , O e st e r r e i ch e r n und Italienern, die augenblicklich nicht in der Ersatzkolomiie I vertreten waren, vor, bie Absendung eines Detachements I zu ermöglichen, um gegebenenfalls bei ber Einnahme Pe- I kings mitzuwirken. Sie nahmen alle mit Dank an. Die I französischen Streitkräfte, welche in Tientsin verblieben I Maren, eilen mit ihnen der Ersatzkolonne nach, indem sie I verdoppelte Tagesmärsche machen. (Wir haben also dem |
leiligten sich an diesem zweiten Entsätze, der am 4. August von Tientsin aus unternommen wurde, nachdem der erste Versuch unter Admiral Seymour gescheitert war. Nun wird man über die Vorgänge in Peking in dieser aufregenden Zeit und über die Haltung der chinesischen Regierung bald etwas Authentisches erfahren. Der Vormarsch von Tientsin hat zehn Tage in Anspruch genommen. Aus schwierigem, durch Ueberschwemmungen unwegbar gemachten Gelände mußte vorgerückt werden. Eine unsagbare Hitze erschwerte bie Operationen, aber eS ist trotz aller Hinder- niffe doch gelungen, und rascher, als eS für möglich gehalten wurde, befinden sich die aus der Pekinger SchreckenS- zeit übrig gebliebenen Fremden in Sicherheit. Nun wird auch ihrer Rückbeförderung nach Tientsin und Tangku nichts mehr im Wege stehen, da täglich neue Verstärkungen in Taku eintreffen und umfassende Maßnahmen zu einer gänzlichen Beendigung der schwierigen Expedition von allen Mächten unternommen worden sind.
Der erste Eindruck der sehnlichst erwarteten Nachricht vom Einzuge in Peking und der endgiltigen Befreiung der dort Eingeschlossenen ist ein hochfreudiger. Ueberaö in der zivilisierten Welt wird mit Genugtuung empfunden werden, daß der heiße Wunsch langer Wochen nun zur Thatsache geworden ist. Ein verhältnismäßig geringes Häuflein von Soldaten der internationalen Mächte hat genügt, um die Ohnmacht des chinesischen Riesenreiches von neuem bar» zuthun, dieses Reiches, in welchem alles drunter und drüber zu gehen scheint, beffeit Herrscher niemand kennt, dessen Kaiserin sich eine neue Residenz sucht, und dessen Soldaten oft nicht gewußt haben, ob sie mit oder gegen bie Boxer, mit ober gegen die fremden Truppen zu Felde ziehen sollten. Man hat in den letzten Tagen oft betont, daß China in seiner Widerstandsfähigkeit stark unterschätzt worden sei. Die Art unb Weise, wie die Chinesen ihre Unfähigkeit zeigten, den Vormarsch auf Peking zu verhindern, verdient bei der Beurteilung der Frage chinesischer Kräfteentfaltung sehr mit in Berechnung gezogen zu werden. Da gab es zwar hier und da ein gewisses Aufflackern nationalen Mutes, unb zeitweise heftige Versuche, bas Expeditionskorps aufzuhalten, aber von irgend welcher imponierenden Gegen- , mehr und charakte vollen Verteidigung war eigentlich wenig zu sehen.
Es ist schwer zu sagen, welche Folgen ber Einmarsch in Peking auf die inneren anarchischen Zustände China« ausüben wird. Abzuwarten bleibt, welche Wirkung die Flucht der Kaiserin auf bie Bizekönige des Südens zeitigt, und ob sich daraus bedenkliche Folgen für den Bestand ber Mandschu Dynastie ergeben. Noch schwieriger aber als alle diese rein chinesischen Angelegenheiten bleibt bie Frage, was die internationalen Mächte nun thun werden. Es war von allen Regierungen hervorgehoben, daß eine Sühne für die den Gesandten erwiesenen Unbilden zu erfolgen habe. Aber die Schuldigen sind in das Innere des Riesenreiches geflohen und; vorläufig nicht zu erreichen. Rache aber an Unschuldigen zu nehmen, verbietet die Hochachtung, bie zivilisierte Völker sich selber schulbig sind.
Auch^ kann ein Blutbad, wenn vielleicht daran von I mancher Seite gedacht worden ist, nur eine noch größere I Erbitterung der Chinesen gegen alles Fremde Hervorrufen I und das irregeleitete Volk zu neuen Greueln aufstacheln. Cs lft daher auf den ersten Blick nicht zu ersehen, worin eine entsprechende Sühne zu bestehen hat, und möglicher- I weise wird diese Frage zunächst zu vertagen sein, und man sich zufrieden geben müssen, wie bei allen großen Schicksalsund Wetterschlägen, wie Hungers-, Wassers- und Feuersnöten, wo man auch nicht hinterher eine Verantwortung I feststellen kann. Was aber war die chinesische Empörung I anders als ein Elementar-Ereignis, das niemandes Ehre verletzt, das vielmehr, sobald eS eintrat, ertragen werden I mußte, so gut eS ging. Nun, wo die chinesische Flut in chr altes Bett zurückzudämmen beginnt, soll man Maß nahmen treffen, um bei ähnlichen Vorkommnissen, die bei Kolomalpolitik treibenden Völkern niemals ganz audbletben, besser geschützt zu sein.
Auch scheint eS zweifelhaft, ob Amerika, Japan unb Großbritannien von einer Politik der Sühne etwas wiffen wollen. Nun, wo überhaupt nach dem ersten militärischen Erfolg die eigentliche Arbeit auf dem Gebiete der Politik wieder beginnt, wird sich sehr bald eine gewisse Verschieden- heit der politischen Interessen der einzelnen Nationen er- | wüstn unb eS ist sehr bie Frage, ob sich bie bisherige In- I tereffen-Gemeinschaft auch noch über die Befreiung der Ge- I sandtschaften hinaus dauernd aufrecht erhalten wird.
Ein Weg für die Zukunft ist ja bereits gewiesen: eine I Aufteilung Chinas ist von keiner Seite beabsichtigt. Ist I ^at man Grund anzunehmen, daß die Militärischen Maßnahmen bei allen Mächten eine gewisse überschreiten, um so jedem Mißtrauen die
Un? fcinc internationalen Schwierigkeiten ffÖrcnbcr* Anfang sich leicht vermeiden läßt, erregen mufi6 , fte cinmal begonnen haben, Besorgnis
Die Wirren in China.
Cs .kann nicht mehr baran gezlveifelt werben baß I Peking in den yanbcn ber Verbündeten iff „nh sL'r, sandten und Ausländer, die Ä*
toO, von der Außenwelt abgefrtjlol® n, sich g qen hre Bedränger wie Helden terkibigt haben frei lind Leitartikel.) Eine weitere v°>n Wolfsjch^ Bureau ver breitete Nachricht über das Ereignis ist am 17 ilm 11 mir 40 Min. vormittags in Shanghai aufqegeben'und lautet „Die verbündeten Truppen zogen am 15. August in sßefinn ein. Man glaubt, daß die Truppen Puanschikais, be^ (J5nU9- verneurs von Schantung, nach der Provinz Sch e n s i I gezogen find, um die auf der Flucht begriffene Kaiserin Ku schützen". Ferner besagen Meldnngen englischer Agenturen aus Shanghai, dortige Mandarine hätten die Nach I richt erhalten, daß die Kaiserin-Regentin, Prinz,
französischen General dafür erkenntlich zu sein, wenn er es veranlaßt hat, daß neben denen der übrigen Mächte auch Die flaggen beg Dreibundes über Peking toebeu können.) Eine Note der„Agence Havas" besagt: In Beantwortung einer erneuten Mitteilung Lihung- tschangs erklärte der Minister des Auswärtigen Del- cafse, die Entschließungen der Regierung könnten erst ab- geandert werden, wenn die Befreiung des Gesandten vollendete Thatsache sei.
, Rüstungen.
Durch die bevor st ehende Entsendung von Truppen nach China wird namentlich die Artillerie eme große Verstärkung erhalten, nicht weniger als sieben Batterieen, zu denen noch zwei Eisenbahnbau-Kompagnien und eine Pionier-Kompagnie hinzutreten. In einigen Tagen ist die Veröffentlichung der Namen derjenigen Offiziere /zu.Erwarten,ipie zur neuen Chinabrigade kommandiert werden. — Wie verlautet, ist eine große Lieferung von Mützen eines besonderen Modells für die Chinatruppeu ausgeschrieben worden, da nachlräglich auch an maßgebender Stelle Bedenken über die Verwendbarkeit des Strohhuts ausgetaucht sind, der auch unseres Erachtens als Tropenlleidung recht unpraktisch sein dürfte. Unfern mit dieser Kopfbedeckung ausgerüsteten Truppen wird daraus voraussichtlich kein Nachteil erwachsen, da, wenn sie in China ankommen, bie schlimmste Zeit tropischer Hitze schon vorüber ist. An Borb ber Schiffe werben ohnebies nur Mützen getragen, unb bei ber schon im Oktober in Clflna eintretenben Kälte wirb man sich eher nach Pelzmützen umsehen müssen.


