Ausgabe 
19.6.1900 Erstes Blatt
 
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tinafyen, wenn fit Habe darauf die ? ^vollen, er habe d ühn an seinen An ten des AnMac (»an Schuldner.' beiden. Dmchn tton Kübel am 1 Mehl, pro Sack K« dasselbe von 'babei, als Burm Mon 200 Mark u hlngezählt, fitere 20 Mar! *!)ie Mlete an St

Aus dem preußischen Staatsgebiet find von der königlichen Polizeidirektion zu Rixdorf am 6. d. M. neun österreichisch-ungarische Staatsangehörige als lästige Ausländer ausgewiesen worden.

Oldenburg, 16. Juni. Die Ueberführung der Leiche des verstorbenen Großherzogs hat in der Nacht von Schloß Rostede nach Oldenburg stattgefunden. Der Ueberführung wohnten der jetzige Großherzog und der Herzog Georg bei. Die Glocken der Kirchen läuteten, und es hatte sich trotz der Nachtstunde ein zahlreiches Publikum zu dem feierlichen Akt eingefunden.

Kreuznach, 17. Juni. Der Prinz und die Prin. zessin Friedrich August von Sachsen trafen in Münster am Stein zum Besuche ihrer dort die Kur ge­brauchenden Kinder ein.

Homburg v. d. H., 16. Juni. Die Kaiserin unter­nahm heute früh in Begleitung des Kornprinzen einen Spazierritt in das Taunusgebirge. Bormittags traf zum Besuch der Kaiserin ihre Schwester, die Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg hier. Der Kron­prinz reist heute abend von hier ab. Der Kaiser hat be­stimmt, daß im August die feierliche Grundstein­legung zum Reichs-Limes-Museum auf der Saal­burg stattfinden soll. Mit den Vorarbeiten hierzu ist der General-Intendant von Hülsen in Wiesbaden beauftragt, der heute hier eingetroffen ist und Nachmittags die Saal­burg besuchte, wo auch die Kaiserin um 3 Uhr erschien.

Karlsruhe, 17. Juni. In der Zweiten Kammer wurde em Antrag Heimburger's von der deutschen Volkspartei be­raten, der die Zulassung der Abiturienten der ^verrealschulen zur Staatsprüfung im In­genieur-, Hochbau-, Maschinenbau-, Berg- und Forst­

fach bezweckte. Die Regierung blieb ablehnend. Staats, nnnlster Nokk stimmte zwar zu, die drei anderen Minister indeffen beharrten auf einem anderen Standvunk. Nun hat die Zweite Kammer einstimmig den Antrag H-ir-» burger angenommen und dem Ministerium ihr Befremd,« darüber ausgesprochen, daß es bis jetzt immer noch nickt den Wünschen der Oberrealschulen nachgekommen ist.

Belten. Die europäischen Hilfstruppen werden vergebens erwartet; sie sollen vor Langsang stehen, aber die planmäßige Führung scheint zu fehlen. Der nächste Bahnhof bei Tientsin, B a n d a o, ist von den Rebellen n i e d e r g c b r a n n t. Es ist keine Aus­sicht auf baldige Reparatur. Die Telegraphen- Station zu Tungtschao ist zerstört, ein Be­amter wird vermiß t". Dalziel Bureau meldet aus Shanghai:Der Telegraph nach Tientsin ist durch Feuer zerstört. Der Eisenbahnzug mit Borräten für Seymour's Kolonne mußte zurückkehren, ohne dies erreicht zu haben. Seymour ist noch in Langfang. Dies macht die L a g e d e r Ausländer in Peking äußer st gefahrvol l".

Die japanische Legation in Washington ist von Tokio aus amtlich und positiv unterrichtet, daß der angeblicho Günstling der Kaiserin, Prinz Tuan an der Spitze des Tsungli Yamen steht. Nach japanischer Auf­fassung ist Tuan der eigentliche Chef der Boxer.

Weiter wird gemeldet: Das englische Transportschiff Hinsang" ist am 15. d. Mts. mit 350 Mann, der KreuzerTerridle" am 16. mit 300 Mann Wales- $Lu'Vlern Hongkong nach Taku abgegangen. In mili- tarrschen Kreisen Hongkongs herrscht große Unruhe über diese Entblößung Hongkongs von britischen Truppen. Die Expreß" will wissen, daß die Frage von der britischen Regierung ventiliert worden sei, ein oder zwei ent­behrliche Brigaden der Armee des Marschalls Roberts unter Sir William Mcholson nach China ! zu schicken (?). Das deutsche KanonenbootTiger", Kom- mandant Korvettenkapitän v. Mittelstädt, ist am 16. von Kiel nach China abgedampft.

Telegramme deS Gießener Anzeigers.

J8 Ein Shanghaier Telegramm berichtet . Eingeborene erklären, daß am vergangenen Frei­tag nicht nur em Gesandter, sondern auch meh­rere Fremde ermordet worden seien. Die Hilfs- soll nicht weiter als bis Shanghai Vordringen, ryfflfd)rn Truppen, bie augenblicklich Lebensmittel und Munition landen, eingetroffen seien. Die Konsuln, ^«^^^verlretung und die Offiziere des Freiwilligen- Zostern eine Versammlung abgehalten, in der besprochen wurden, die zum Schutze der TniTkl Niederlassungen zu ergreifen seien. Der Tao- EThang, der befürchtete, wegen der gegen die fremden Telegramme gerichteten Zensur gemaßregelt zu werden, ist gestern entflohen Gerüchtweise verlautet, daß gestern Gefecht zwischen Chinesen und ffVrnVn Gruppe 11 stattgefunden habe. Die n p f l r sollen die F e st u n g s w e r k e von Taku e s e tz t haben. Das Gerücht ist noch unbestätigt.

lnn 18. Juni . Nach Meldungen aus Washing-

innerbcckb ^^gi.erung der Vereinigten Staaten, falls innerhalb 48 Stunden die Verbindung mit dem amerika- wipd^ e '"Peking und dem Admiral Kemps nicht wieder hergestellt sem wird, ein Regiment Jnfan- ßlVtV Pt61^ Feldbatterie und eine Kompagnie ® P1"' btru pp e n Qus Manila nachTientsinan Bord zweier Schnelldampfer entsenden.

London, 18. Juni. Der russische Gesandte T a^??^^ll nach einer Shanghaier Meldung 50 Mill.

P ??!sehadigung für die an der russischen Bahn angerichteten Zerstörungen verlangt haben. I Ium. Die amtlichen Berichte des fran- zoslichen Gesandten und der in China ernannten Konsuln L darüber überein, daß der Boxer-Ausstand hauptsächlich dem brutalen Auftreten bcr fatSo-- « "Missionare zuzuschreiben ist, die gewalt­sam Bekehrungen vornehmen (?). Allenthalben herrscht gewaltige Gahrung gegen die Missionare. Die Regierung entsendet 20000 Mann Kolonialtruppen nach China ar=f-' 18' L"ni. Hier hat der Ches einer großen Handlung--sirma von einem Vertreter in Shanghai eine I Depesche erhalten die lautet: Die Situation hat sich E rma i^erL-r?tun^h^.fommen bie schlimmsten Nachrichten n p^.p^i Dre internationalen Truppen sind durch I ?iApr C " x®1 ü r S e abgeschnitten. Es ist fast I < U ÄV » , toenn bte Truppen aufgehalten werden, sie zu ! men, um die Plünderung derGesandt- I zu verh"in^d/rn^^^^metzelung der Fremden I

Schwurgericht

(Forts, und Schluß am Samstag, 16. Juni.) Gießen, 18. Juni.

Kübel hat zugestandenermaßen feinem Schwager, dem Fahnenschmied Klauß, nach Darmstadt 3 Kisten mit Chvkolade und Zuckerwaren übersandt und zwar bereits ßm Dezember 1899. Anfang Januar sandte er 15 Sack Mehl. Hierin erblickt die Staatsbehörde eine Beiseite­schaffung der Waren, während Kübel erklärt, es habe nicht in seiner Absicht gelegen, die Waren zu verheimlichen oder der Konkursmasse zu entziehen. Er habe selbst, als er das Mehl nach Darmstadt geschickt, nicht an die Möglichkeit des Konkurses gedacht. Er habe sich im Dezember und irrt Januar mehrfach bemüht, in Darmstadt eine Bäckerei zu pachten, und dort wollte er die Waren dann verwerten. Seine Absicht sei dahin gegangen, von Strack loszukommen, in dessen Laden er kein Geschäft machen konnte. Kübel ging dann zum Rechtskonsulenten Wilke nach Frankfurt. Diesem habe er auch mitgeteilt, daß sein Schwager Burger ifym 870 Mark geborgt hat, worauf Wilke gesagt hat, er wolle die Sache mit Strack schon in die Reihe bringen; er, Wilke, übernehme alles, Mbel solle nur ganz außer Sorge sein. Wilke hat dann drei Sichtwechsel ausgefüllt, die sich zusammen auf ca. 850 Mark belaufen. Küber hat dieselben acceptiert; er erhielt die Weisung, daß Burger die Wechsel als Aussteller unterschreiben sollte. Wilks fertigte gleich Couverts und die nötigen Formulare für das Postamt Gießen zur Zahlungsvorleaung der Wechsel aus. Mit diesen drei Wechseln ist Kübel zu Burger nach Trais-Münzenberg gereist und hat dort bei seinem Schwager das weitere veranlaßt. Wilke hat sich dann von Mbel noch zwei weitere Sichtwechsel von ca. je 300 Mk. acceptieren lassen, die jener direkt an Burger nach) Trais- Münzenberg zur Unterschrift gesandt l-at. Sämtliche fünf Wechsel sind dem Acceptanten zur Zahlung vorgelegt und

Der Krieg in Südafrika.

Die -Rhein.-Westfälische Ztg." erfährt von der Brüsseler Transvaal-Gesandtschaft, daß der Entschluß bestehe, sich aufs äußerste zu verteidigen, der Verlust und die Be- fetzung der Hauptstadt eines Landes bedinge durchaus nicht das Ende des Krieges. Die Beendigung des Kampfes stehe noch in weiter Ferne, da Munition und Lebensmittel reich­lich vorhanden seien.

d^'/derlage der Engländer von dem Ge- neral de Wet scheint noch viel größer zu sein, als ansäng- lch zugegeben worden ist. DerDaily Telegraph" giebt «ne Bloemfontemer Meldung derCape Times" wieder, wonach Kommandant de Wet vor Kurzem nicht nur ein BataillonImperial Yeomanry" und des Derbyshire- Regiments, sondern auch zwei Kompagnien City-Freiwilliqer gefangen genommen habe.

Aus dem Westen von Transvaal sandte der aus beftette Baden-Powell dem Feldmarschall Roberts die Nachricht, daß er am 14. d. M. Rust en bürg besetzt habe. Am Freitagabend ging von Pretoria eine Truppen- ^bllung ab, um mit seinen Truppen zusammenzutreffen. General Hunter geht von Potchefstroom vor. Seine Vor- hut gedenkt, wie Roberts vom 15. meldet, am 19. Juni in "ESburgl einzutreffen. Heidelberg wird, so fährt der Mar­schall fort, bald besetzt fein. Damit wäre die Oranjesiußkolonie vollständig von Transvaal abgeschnitten. BadewPowell berichtet: In die Distrikte, durch die er kam, kehren be- friedigende Zustände wieder. Ueber 1000 Gewehre find bereits ausgeliefert. Auch die Unterwerfung Ham Eloffs und Piet Krügers, des Sohnes des Präsidenten, steht bevor. Die Nachhut Bothas wurde von Hamilton überrascht und zersprengt. Botha's Heer hat sich, wie geglaubt wird, auf Middelburg zurückgezogen. Eine Depesche des Generals

ZwsduS.

I L. 16. Juni. Im Provinzialrat Hennegaus, wll

| die Sozialisten und Radikalen die Majorität haben, wurde I der Antrag, den Thronfolger zur Verlobung zu be- I glückwünfchen, mit 27 gegen 26 Stimmen und einer I Enthaltung, unter den Rufen: Vive la republique qL I g'e lehnt.

I 17. Juni. General Roget stü rzte gestern

I während des Manöverierens in Belfort mit feinem Pferde I und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er in I seme Wohnung geschafft werden mußte. Sein Leben soll I ledoch nicht g-fährdet sein.

I Der König von Sch weden besuchte die Pavillons I der fremden Mächte auf der Ausstellung. Nach längerem I Aufenthalte in dem spanischen Pavillon besuchte der König j das deutsche Haus. Er wurde hier von dem deutschen | Kommissar Richter empfangen und sprach demselben feine I lebhafte Freude aus über die Kunstfchätze des deutschen I Hauses. Eine große Menschenmenge hatte sich gestern bei der Abreise des Königs in der Nähe des Ostbahnhofs ein-

I gefunden und brachte ihm während seiner Borbeifahrt leb. I haste Ovationen dar. Präsident Loubet und Handels- I Minister Milleraud erwarteten den König im Ehren« I zimmer des Bahnhofes und geleiteten ihn bis zum Zuge. I Auf dem Bahnsteig hatte die skandinavische Kolonie Auf- I stellung genommen.

Nach einem nationalistischen Bankett kam es gestern abend zu Schlägereien, bei dem eine Person durch einen Revolverschuß und der Municipalrat Duboc durch einen Messerstich verwundet wurde.

Rs», 16. Juni. Die ParlameutSerössnung ist unter Entfaltung deS üblichen Gepränges vollständig ruhig verlaufen. In der Thronrede wurden besonders die Motte des Königs, er habe die Verfassung zu schützen, mit Bei-

I fall ausgenommen. Die Präsidentenwahl ergab 242 Stimmen für Gallo und 214 für Bianchieri.

König Humbert ernannte heute 47 neue Sena­toren; darunter befinden sich der Schriftsteller Antonio Fogazzaro, Profeffor Antonio Golgi und der Profeffor der RechtSwiffeuschaft Gabha.

Wien, 16. Juni. Kaiser Franz Joseph hat der PrinzessinMarie von Cumberland ein prachtvolles Diadem zum Hochzeitsgeschenk gemacht.

Sofia, 16. Juni. DieAgence Bulgare" meldet: Die Einwohner deS Dorfes Durankulak, Distrikt Barna, leisteten den Steuerbeamten bei Anlegung der Zehntregister Widerstand. Eine nach dem Dorfe entsandte Eskadron Kavallerie wurde auf dem Marsche von Dorfbewohnern be­schoffen, wobei zwei Offiziere getötet wurden. Das Militär feuerte seinerseits. Verwundet wurden etwa dreißig Personen. Die Bauern flüchteten. Infolge dieser Lor- kommniffe wurde über die Distrikte Varna und Schumla der Belagerungszustand verhängt.

Belgrad, 16. Juni. König Alexander ist mit Ge- folge aus Nisch hier eingetroffen.

New-York, 17. Juni. General Mac Arthur zeigt die erfolgte Waffenstreckung des letzten und bedeutendsten Jnsurgenten-Generals der MacabuloS mit acht Offizieren und 124 Mann au, die fich dem Obersten LiScum ergaben.

In den Staaten New-Aork, Michigan, WiSconfin und Illinois werden die Deutsch-Amerikaner bei der künf­tigen Präfidentenwahl ausschlaggebend sein. Die Volks­zählung der Stadt New-Aork, die noch unreguliert ist, weist auf 3,707,541 Einwohner, also 1,181,029 mehr als 1890. Chicago zählt 2,000,000 Einwohner.

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1 I Buller aus Laingsneck lenkt die Aufmerksamkeit darauf, i I daß der Feind in Natal absichtlich (?) viel Schaden an«

I richtete. In Charlestown ist jedes Haus beschädigt.

I Ein Kongreß des Afrikander-Bonds ist einer I ,.Reuter"-Meldung aus Paar! zufolge am Freitag dort I eröffnet worden, zu dem ungefähr 60 Delegierte, darunter I 7 Mitglieder der Gesetzgebenden Versammlung des Kap- I landes, erschienen find. In seiner Begrüßungsansprache I führte der Präsident des Afrikanderbonds, Theron, aus, I der Bond habe alles mögliche gethan, um den Krieg zu I verhindern; er habe auch soweit Erfolg gehabt, daß Cham- I berlain selbst zugestand, Transvaal habe die meisten Forder- I ungen Englands bewilligt- aber, so fuhr der Redner fort, I die Kriegspartei sei zu stark gewesen. Theron wies sodann I auf das Nachdrücklichste die Beschuldigung zurück, daß der I Bond gegen die Vorherrschaft Englands konspieriert habe, I und schloß, indem er die Loyalität gegen die Fahne der I Königin betonte und den Mitgliedern des Bond riet, keine I Mittel zur Vergeltung zu suchen; das vergoffene Blut I jedoch^werd^ewig zum Himmel schreien.

Deutsches Reich.

Berlin, 17. Juni. Aus Hannover wird vom 16. Juni I gemeldet: Der Kaiser besichtigte heute ftüh auf der I Vahrenwalder Heide das Königs-Ulanen-Regiment, führte dann daS Regiment nach der Stadt zurück und nahm beim Offizierkorps das Frühstück ein. Um 12i/o Uhr setzte der I I Kaiser die Reise nach Lübeck fort.

I Der Kaiser wird am Dienstag auf der Yacht I «Hohenzollern" in Wilhelmshaven eintreffen und mittelst Sonderzuges nach Oldenburg weiterfahren.

ii o.-3)61 "Kreuzztg." zufolge hat der Kaiser am I 3uni »ach dem Exerzieren der Garde-Kavallerie-Division I anf dem Tempelhofer Feld dem General-Inspekteur der I Kavallerie, Edlen von der Planitz, unter Anerkennung der I I Verdienste desselben um die Ausbildung und Führung der I Kavallerie den Schwarzen Adlerorden überreicht.

I .... T. ®ic »RH-in.-Westf. Ztg.« meldet, der Kaiser sei I Ir bie Veröffentlichung feiner Unterredung I I ulit Sullivan sehr erstaunt und unangenehm berührt ge- I wesen, da die rein privaten Bemerkungen in einer Färbung I wiedergegeben wurden, die ihnen ein völlig verändertes Ge- präge gaben. Das Blatt behauptet, Sullivan, der mit dem Prinzen von Wales sehr eng befteundet sei, habe einen be- I ftinunten Plan verfolgt und den Kaiser zu England-sreund- lichen Aeußerungen förmlich herausgefordert.

Der Kaiser traf am Samstagabend in Bruns- I buttelkoog ein; er ging sofort durch die Kaiserhalle an Bord derHohenzollern", die in der Schleuse liegt. Am 2. Juli wird er von Travemünde aus mit seiner YachtHohen- I zollern" die mehrwöchige Nordlandsreise antreten.

Der hiesige amerikanische Botschafter White ver- I Ia§t in den nächsten Tagen Berlin, um eine Rundreise durch I bte Vereinigten Staaten zu machen unb sich den Wählern I als Kandidat für die Vizeprüsidentschaft vorzustellen. I

Das Preußische Staatsministerium hielt unter I dem Vorsitz des Fürsten Hohenlohe eine Sitzung ab. Wie I in parlamentarischen Kreisen verlautet, ist in dieser Sitzung bie Regierung dahin schlüssig geworden, den im Herrenhause I auf Antrag des Herrn v. Levetzow zum schlesischen Hoch­wassergesetz angenommenen § 51, wonach die Arbeiten an | den linksseitigen Nebenflüssen der Oder zurückzustellen find, bis die Verbesserung der Vorflut in Angriff genommen I wird, nicht zu acceptieren unb eine entsprechende Erklärung | am Montag im Abgeordnetenhause abzugeben.

Der frühere Präsident der Hauptverwaltung der I Staatsschulden, vormalige Unterstaatssekretär im Kultus- I minifterium Dr. Sydov ist heute gestorben.

Wie dieNordd. Allg. Ztg." meldet, werden außer dem Staatssekretär Grasen Posadowsky voraussichtlich I auch andere beteiligte Minister mit Rücksicht auf die Be­deutung der Ausstellung für die internationalen wirtschaft­lichen Beziehungen bie Weltausstellung in Paris besuchen.

Prinz Kanin von Japan stattete heute bem Reichskanzler unb bem Grafen Bülow einen Be­such ab.

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