ein Gesamtbild des großen Amtes in Frankfurt a. M., ein tischförmiges Vielfachumschaltesystem, ferner das größte dieser Aemter in Hamburg, ein Bild des Dresdener Amtes mit DopAlkeitung, bei welchem die neue Tischform in die alte ^>chrankform hineingebaut ist. Allerliebst machte sich das mit großer Heiterkeit begrüßte Lichtbild eines schmucken Berliner „Blitzmädels", einer Fernsprechgehilfin „in voller Montur". Man sab auch eine Art Zukunftsbild, das jetzt zum Teil freilich schon verwirklicht ist, als Ideal der Fernsprechung: das automatische Amt, welches die Bedienung durch Menschen überflüssig macht. Ein Bild einer solchen Einrichtung für automatischen Betrieb aus Amerika, wo die Konsequenzen dieses maschinellen Betriebes auf die Spitze getrieben waren, wirkte sehr erheiternd: Eine gewaltige Zentrale mit Tausenden von Anschlüssen und in ihr — ein Mensch, ein Mechaniker, der nach echt amerikanischer Art die Füße auf den Tisch gelegt hat und im dolce far mente die Zeitung liest. Der Vortragende meinte scherzhaft, es müsse erst noch sehr ernstlich erprobt werden, ob ein „derartiges' Stillleben" wirklich möglich ist! Doch wird demnächst in Berlin versuchsweise mit einigen hundert Anschlüssen ein solcher automatischer Betrieb auf einem der Fernsprechämter eingeführt werden. Zum Schluß zeigte Herr Feyerabend den Draht, welcher die Leitung Berlin-Paris übermittelt, und knüpfte daran Bemerkungen in Bezug auf die drahtlose Telephonie, deren Anwendung für den täglichen Gebrauch nach seiner Ansicht wohl noch sehr in der Ferne liegt. Soviel stehe fest, daß, dank dem weitgehenden Interesse,' das der Staatssekretär von Podbielski dem Fernsprechwesen schenkt, dieses bei uns in Deutschland, wo die Wiege des Telephons stand, nun auch seine größten Triumphe feiert. Der Vortrag, welcher Zuhörerin auch mit allen Einrichtungen der modernen Fernsprech-Apparate bekannt machte und Aufklärung über die mannigfachen Nebenapparate gab, die zu diesem an das Zauberland erinnernden Betriebe, wie die verschiedenen Sicherungen gegen die Blitzgefahr, gegen die Einflüsse auf unterirdische Leitungen und ähnliches mehr, gehören, war auch gleichzeitig eine Ehrenrettung für den deutschen Erfinder Reis, der trotz der Verdienste des Amerikaners Bell die Priorität sogar des wichtigsten Teiles am Fernsprecher, des Mikrophons in seiner Urform, für sich in Anspruch nehmen kann.
Der laute Beifall, der dem Vortragenden lohnte, bildete auch das Signal zum Aufstieg in die oberen Räume des Reichspostamtes, wo sich die materiellen Genüsse den geistigen anreihten. In der Umgebung des wohlbesetzten Buffets n achte Herr von Podbielski mit seiner Gemahlin und seiner Schwester in der ihm eigenen liebenswürdigen, chevateresken Weise die Honneurs. Eine lustig plaudernde Menge dort Damen und Herren, erstere zum Teil in großer Gesellschaftstoilette, letztere, von den Uniformen abgesehen, zumeist im Ueberrock, erfüllte dort oben die großen Räume, bis hinein in die kleinen, lauschigen Salons, wo die Bier- und Zigarrenquelle floß. Ich durfte es wohl einen „parlamentarischen Abend" nennen, denn die Reichstags- und Landtagsabgeordneten aller Parteien bildeten die Majorität der.Gäste. Unter den Spitzen unserer Staatsbehörden und der militärischen Gesellschaft sah man die Minister Dr. Studt, von Hammerstein-Loxten, Unterstaatssekretär von Richthofen, den Fürsten zu Wied in Generals-Uniform, den ehemaligen Kriegsminister Exzellenz von Verdy du Vernois, den Kammerherrn Grafen von Bernstorff, den braunschweigischen Gesandten Exzellenz von Cramm-Burq- dorf, den württembergischen Gesandten Exzellenz v. Derent- hall, den Kolonial-Direktor Geheimrat Dr. von Buchka und viele ändere. Eine stattliche Reihe der hervorragendsten Manner aus der Welt der Wissenschaft und Technik und die meisten höheren Beamten der Reichspostverwaltung schlossen sich diesen an. Es würde zu weit führen, alle illustren Namen, die bei Herrn von Podbielski zu Gaste waren, aufzuführen. Bevölkerte doch wohl eine an zweihundert Personen zählende, außerordentlich fröhliche Menge die sonst )o ernsten Räume unseres Reichspostamtes der der eigenartig anregende Charakter dieses Gesellschafts- abends und die Anwesenheit so zahlreicher schöner Frauen unendliche Nahrung zu lebhafter und — ich vermute es - lehr lang andauernder Konversation gab. H. v. K.
K-datrs mck Ursimyrrtz«.
(Anonvm-Eiiisrnounscn, gMchvi.I w-ich-n Inhalt.«, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Gieheu, den 18. Januar 1900.
, o *^schichtSckalerr-er. (Nachdruck verboten.) Vor 324 Jahren. Sn Januar 1576, stacb tm 82. Lebensjahre in seiner ViUerstadt Nürnberg HanS Sach«, der fruchtbarste Dichter im Zeitalter d r Reformation. Außer einer großen Anzahl geistlicher und weltlicher Meistergesängen schrieb er viele Tragödien un? Komödien, Fastnachtsspiele, Schwänke, Sprüche und Fabeln die auszeichnem ^^ @tn"' <4t d-utsches Gemüt und schlagenden Witz
k ** Professor Or. Beling in Breslau, der einem Rufe q” Universität Gießen Folge geleistet hat. steht im ^.^^nsiahre, und hat eine ungewöhnlich schnelle Carrivre hinter sich- Als Sohn des damaligen Kreisrichters, jetzigen LandgerichlSdirektorS Beling in Breslau wurde Ernst h9- i?“ni r8«66f '* ®lo9QU geboren, bestand nachAbschluß der Universitätsstudien 1888 die erste juristische Prüfung, erwarb sich 1890 in Breslau mit der Dissertation: Die gemeinrechtliche Geltung der operis novi nunciatio“ den juristischen Doktorgrad, und wurde 1892, nach be« ftanbenem Staatsexamen zum Gerichtsassessor ernannt, als luristischen Fakultät zu Breslau habilitierte. Schon 1897 wurde er zum außerordentlichen Professor ür deutsches Zivilrecht ernannt, und nach dem im April 1898 erfolgten Tode des berühmten Strafrechts- lehrerS Bennecke wurde er als besten Nachfolger zum ordentlichen Professor des Strafrechts an demselben Universität ernannt. Beling hat sich in einer großen Zahl hochbedeutsamer Schriften einen geschätzten Namen imter fernen Fachgenossen erworben. Außer der oben angeführten Differtation nennen wir von ihm: „Die Wiedereinführuna der Berufung in Strafsachen", worin er sich als Anhänger der Wiedereinführung bekennt, und die Gründe erörtert und zu widerlegen sucht, die aus dem Prinzip der Münd, lichkeit und der freien Bew iöwürdigung gegen die Wieder
-p Grüuberg, 16. Januar. Ein in den zwischen hier ______.... ______0~ ——. VV|
und Stangenrod befindlichen Eisensteingruben beschäftigter I wärtig die hiesige" städtische' Verwaltung? "äwei' Vorschläge Arbeiter von hier begleitete gestern abend Herrn Obersteiger 1 ” c L ......- - ™
Nau nach obengenanntem Orte. Unterwegs kam der Arbeiter, wohl infolge eines Fehltritts, in der Dunkelheit zu Fall, stürzte die Böschung hinab und blieb dort
-j- Mainz. 17. Januar. In dem Bäckergewerbe bereitet sich hier für den kommenden Sommer ein Ausstand vor, der jetzt schon seine Schatten vorauswirft. In einem Schreiben an die Bäckerinnung haben die Gesellen 14 Forderungen aufgestellt, deren Annahme einen Bruch mit den seither im Bäckergewerbe bestehenden alten Einrichtungen bedeutet. Eine der hauptsächlichsten Forderungen geht da« hin, daß die Gesellen die Nachtarbeit beseitigt wissen und außerhalb der Behausung des Meisters wohnen wollen. Ein weiteres Verlangen geht dahin, daß am dritten Fastnachtstage jeden Jahres in den Bäckereien nicht gearbeitet werden soll. Im Falle der Nichtbewilligung der Forderungen stellen die Gesellen einen allgemeinen Ausstand in Aussicht, der acht Tage vor der Gutenbergfeier — also Mitte Juni — beginnen soll. Die Bäckerinnung hat sich schon mehrmals mit der Forderung der Gesellen befaßt, doch läßt es sich noch nicht absehen, ob eine Einigung zu Stande kommt. — Die Einführung der elektrischen Beleuchtung im Mainzer Stadttheater beschäftigt gegen«
hat also um einen Weg von ea. 50 Kilometer zurückzulegen die Zeitdauer vom 27. Oktober 1899 bis 7. Januar 1900 gebraucht. Dieser Vorfall wird gewiß jedermann interessieren und ist jedem sehr dringend zu raten, bei Geldabsendung durch die Post sich Empfangs-Bescheinigung vom Empfänger zu erbitten. (Bekanntlich haftet die Post nur 6 Monate für Post-Einzahlungen und würde wohl, wenn der Prozeß sich nicht inzwischen entwickelt hätte, und dadurch die Sache aufgeklärt worden wäre, der Absender seines Geldes ver« lustig gegangen sein.
sind den Stadtverordneten in dieser Beziehung unterbreitet worden, und zwar einer, der das ganze Theater elektrisch beleuchten will, und ein zweiter, der nur für den Bühnen« raum elektrische Beleuchtung verlangt. Die Ausführung des ersteren Vorschlags erfordert 100 000 Mk., und bie des letzteren 70—80000 Mk. Die Mehrheit der Stadtverordneten neigt zu der Ansicht, das Theater in allen Räumen mit elektrischem Licht zu versehen.
einführung vorgebracht sind. Ein zweites umfangreiches Werk handelt von der „Retorsion nud Kompensation von Beleidigungen und Körperverletzungen". Der bisher erschienene erste Teil giebt eine geschichtliche Entwickelung der Materie. Zusammen mit Benn ecke veröffentlichte er „Fälle aus dem Strafprozeßrecht", während er in seinem letzten größeren Werke „Die strafrechtliche Bedeutung der Exterritorialität" behandelt, und darin darzuthun sucht, daß die sogen. Exterritorialen und die ihnen gleich behandelten Personenkategorien auch nach dem materiellen Strafrecht ihres Heimatlandes zu behandeln sind.
*• Die Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes hält nächsten Freitag, abends um 7,9 Uhr, in der Restauration Weidig eine Versammlung ab. Auf der Tagesordnung steht insbesoudere die Borstandswahl, und es ist aus diesem Grunde eine rege Beteiligung erwünscht. Weiter soll der Tag und das Lokal für einen Anfang Februar abzuhaltenden Flottenvortrag mit Lichtbildern bestimmt werden. Der derzeitige Geschäftsführer der Ortsgruppe bittet um zahlreiche Beteiligung.
•* Sonntagsruhe im Güterverkehr. Laut Telegramm des Reichs-Eisenbahnamtes in Berlin vom Sonntag ist vom 14. d. Mts. ab im ganzen Reiche wieder die Sonntagsruhe im Güterverkehr im vollen Umfange eingetreten. Die beladenen Güterwagen bleiben demnach von Samstag nacht bis Montag früh auf dem Transport da stehen, wo sie sich gerade befinden.
O Mainz, 17. Januar. Die Erhöhung der Hundesteuer hat ihre Wirkung in der Art gezeigt, daß von 2768 Hunden, die zur Versteuerung herangezogen waren, am 1. Januar 483 Stück abgemeldet wurden. Einschließlich 21 neuangemeldeten Hunden werden jetzt in Mainz rund 2300 Hunde versteuert. — In einer hiesigen Kaserne sind | innerhalb der letzten 8 Tage aus den verschlossenen Spinden der Soldaten eine Reihe von Uhren, Geldtäschchen und sonstige Wertgegenstände gestohlen worden. Alle Diebstähle waren mittels Nachschlüssel ausgeführt. Trotz aller Wachsamkeit wollte es nicht gelingen, den Dieb zu erwischen, bis man endlich auf einen in der Kaserne verkehrenden Barbiergehilfen Verdacht schöpfte und eine bei dem Jünger Figaros vorgenommene Haussuchung die gestohlenen Gegenstände zu Tage brachte. — Von Schwindlern aus Madrid werden eben zahlreiche Bewohner von hier und der Umgegend mit Schreiben überschwemmt, worin den Adressaten unter Anführung einer rührenden Geschichte versprochen wird, einen vergrabenen großen Schatz zu ver« raten, wenn der Betreffende an einen bestimmten Ort einen gewissen Geldbetrag findet. Da ähnliche Briefe schon seit Jahren von Madrid hier eintreffen, gewinnt es den An« schein, daß ab und zu ein Dummer auf den groben Schwindel hereinfällt.
Kirchhain, 15 Januar. In der letzten Sitzung des landwirtschaftlichen Kreisvereins Kirchhain fand eine Be- Lprec$uü9 über die Abhaltung des in diesem Jahre Hierselbst stattfindenden landwirtschaftlichen Festes statt. Dasselbe oll, wie festgesetzt wurde, am 15., 16 und 17. Juni abae- J,acllb Tierschau mit Prämiierung, sowie eine Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen um- fajsen; außerdem soll ein Volksfest damit verbunden werden Die Landwirtschaftskammer zu Kassel wird eine aus- Prämiierung zur Verfügung stellen. Alv Festplatz wird der neu angelegte Viehmarktplatz, auf einc große Halle errichtet wird, dienen. Die Stadt Kirchhain wird auf ihre Rechnung die Kosten des Festes k^tretten, dagegen werden ihr sämtliche Einnahmen zufließen. Der Kreis stellt außerdem der Stadt einen Ga- rantieforchs von 700 Mark zur Verfügung. Mit dem Feste wird auch eine Verlosung verbunden werden. Der Preis unter- ^bswurde auf 1 Mark festgesetzt; es sollen nicht unter 10 000 Lose ausgegeben werden. In das Fest- ^lt-e^toUrben^ Landrat Frhr. Schenck zu
Schweinsberg, Stephan Dörbecker, Buchdruckereibesitzer Schroder, sowie noch eine Anzahl Herren aus der Stadt und dem Kreise Kirchhain. Aus den Verhandlungen ist weiterhin hervorzuheben, daß der Herr Landrat erklärte, für einen Obstbautechniker eine entsprechende Summe in den diesjährigen Kreis-Etat einstellen zu wollen.
Zungen, 17. Januar. In erfreulicher körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische beging gestern Herr Lehrer Karl Stracke die Feier seines 50jährigen Zu d lila ums als Lchrer und gleichzeitig als Lehrer an Der Schule zu Wildungen, seiner Vaterstadt. Bei der all- melnen Wertschätzung des Jubilars in allen Kreisen der Bevölkerung konnte es nicht fehlen, daß demselben zu seinem gestrigen Freudentage mannigfache Ehrungen und Anerkennungen zuteil geworden sind. Als erster Gratululant srich bald nach 9 Uhr in seiner Wohnung Der Kreisschulvorstand. Herr Kreisamtmann Frese als Vor- sitzender überbrachte in herzlicher Ansprache die Glückwünsche s^,l?^^chulvorstandes, ferner im Auftrag solche der Ober- schulbehörde. Im Auftrag des Herrn Landesdirektors v. Saldern wurde bei dieser Gelegenheit dem Jubilar das ^ur^Iau^t bcm füllten ihm verliehene Ehren- kreuz überreicht. UeberauS zahlreich sind die Glückwünsche, ferner.’n-*tra1.C ^SAnlaß des Jubiläums von nah und ehenfn ^^Qmm zugegangen sind. Eine
?^bchende wie erhebende Feier vereinigte vor« k OJ.LÜ..I. .. . . .. (^chvle um den Jubilar die
Vertreter der Behörden und städtischen Körperschaften, die
bewußtlos liegen. Nachdem sein Begleiter Hilfe von Grünberg geholt hatte, brachte man den an Kopf und Schulter schwer Verletzten hierher in seine Wohnung, wo- elbst der Arzt einen Bruch des Schulterknochens feststellte und einen Verband anlegte. Heute begab sich der Verunglückte auf ärztliche Anordnung in die Klinik zu Gießen. — Der hiesige Musikverein veranstaltet nächsten Sonntag in der Turnhalle ein Konzert. Die trefflichen Leistungen des sehr strebsamen Vereins sind bekannt, und es ist zu wünschen, daß seine erste Abendunterhaltung für diesen Winter recht zahlreich besucht wird.
△ Weickartshain, 17. Januar. In dem hiesigen Krieger verein hat sich vor kurzem eine Musikabteilung gebildet, die unter der bewährten Leitung des Herrn Stendal ihre Hebungen vornimmt, und bereits recht anerkennenswerte Leistungen zu verzeichnen hat. Wie wir hören, wird die Kapelle schon in der demnächst stattfindenden Abendunterhaltung des Kriegervereins mitwirken.
Crainfeld, 17. Januar. Man sagt, es passiert nichts neues unter der Sonne, doch dürfte folgendes Borkommnis wohl einzig in seiner Art dastehen. Der Handelsmann Abraham Strauß von Langenschwarz bei Burghaun, Kreis Hünfeld, war aus einem Viehhandel dem Handelsmann Bär Strauß von hier noch 41 Mk. 30 Pfg. schuldig ge ilieben. Als letzterer lange genug gewartet, entnahm er auf den elfteren einen Postauftrag, welcher jedoch zurückkam mit dem Vermerk: Annahme verweigert. Nachdem dies erfolglos war, nahm derselbe am 9. November vorigen Jahres (1899) seinem Schuldner einen Zahlungsbefehl, welcher ebenfalls zurückkam mit der Bezeichnung: Wider- pruch erhoben. Nun war Klage notwendig geworden. Der Gläubiger that dies auch, erbost über seine beiden erfolglosen Vorgehen. Nach der Zustellung der Klage chrieb dann der Schuldner an den Gläubiger, er habe das Geld ja bereits am 27. Oktober vorigen Jahres (1899) an der Post eingezahlt und er solle seine Klage zurücknehmen, sonst würde er die Kosten bekommen, da er seine Post-Quittung doch in Händen habe. Der Kläger that dies edoch nicht, da er sich klar bewußt war, daß er das Geld richt durch die Poft erhalten habe. Inzwischen hat sich )er Beklagte nochmals bei seinem Postamt über den richtigen Eintrag seiner Post-Anweisung erkundigt, welches auch alles stimmte. Ebenso machte es auch der Kläger, er fragte ebenfalls bei seinem Postamt in Grebenhain, ob genannter Betrag etwa angekommen und wohl an seine Frau oder großjährigen Sohn auSgehändigt worden sei. Auch das Postamt stellte Recherchen an, jedoch alles vergebens, es i war keine Post-Anweisung nach Grebenhain gekommen und auch keine solche ausgezahlt worden. Nun fand am 4. Januar dieses Jahres Verhandlungs-Termin in Schlitz (wohin der Beklagte inzwischen verzogen war) statt. Im Termin erschienen beide Teile selbst. Der Beklagte leate eine Post - Quittung über 41 Mk. 30 Pfg. an {L Kläger (Bär Strauß, hier) vor und der letztere (Kläaer) behauptet-, das Geld nicht erhalten zu haben. Wie sollte das Urteil nun lauten? Die Sache war dem Richter un- erklärlich und er meinte vielleicht, es hier wobl mit Schwindler zu thun zu haben.^shalb er auch b” 6t "
»er Staatsanwaltschaft zu übergeben. Nach Schluh der Verhandlung, worin -in Urteil nicht gefällt werden konnte, wurde der Beklagt- an das Postamt oernken ,hm -rösfn-t wurde, daß di- Postanw-i ung verloren a- gangen und das betreffende Geld da sei /denn § Beit hat.- sich die Sache aufaeklär, aiTÄ bafc das Geld sich nun gesunden hatte, gab er dem°Kläaer den Betrag von MI 41,30. Das Geld von der nun dem Absender wieder ang°b7.-n, welcher „T&
Annahme verweigerte. Nach dem, am 7 nun dem Kläger die Postanweisung hier zuÄellr^ -den alls die Annahme verweigerte^ ’S. L toerI*er abg-ihan und der Prozeß erledig. Nun kommt TÄ" Frage und zwar die Hauptfrage: Werträat die iS CUK I ^"^'un-rh-blich-n9iost-n (ffl'Äen"K 8etbc $ar,CIEn weigern sich natürlich zu zahlen. Das Geld I
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Lieüeicht kling wunderlich und gesi daß die nun nsvlg buchS einer blusige: Lüchen überall, un hMsig mit Rxebfet Als die Put führung gelangte fe ersonnen, sondi Regime nur einge den buchhän fertigen SchuW s>lr verschiedene tausende gingen Valoren und wel pmerzen, wofür v'eder eingt^tl t f W der neuen 5 fle zvar in bit SP r »eil ft der be ' T’ Sachen i ft’Ä*** t y- M nun l neue
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